Ralph Giordano sagt Beteiligung an rechtsextremistischer „Anti-Islam-Konferenz“ in Paris ab

Der jüdische Schoah-Überlebende fühlt sich hintergangen: „Ich wurde auf eine falsche Fährt gelockt“

Am 18. Dezember 2010 findet in Paris ein europaweiter „Anti-Islam-Kongress“ statt, auf dem – wie Bernard Schmid soeben dokumentiert hat – zahlreiche Vertreter rechtsradikaler sowie rechtsextremistischer Gruppierungen vertreten sind. Diese Gruppierungen versuchten jedoch, scheinbar erfolgreich, ihre wahre Identität, ihre menschenverachtenden, antisemitischen Bestrebungen zu verbergen. Auf dem Veranstaltungsplakat wird der in Köln lebende jüdische Schriftsteller und Schoah – Überlebende Ralph Giordano als Redner angekündigt.

Ralph Giordano hat nun, nachdem ihn Freunde über den rechtsextremistischen Hintergrund dieser menschenfeindlichen, antisemitischen Veranstaltung informiert haben, seine Teilnahme mit einer deutlichen Presseerklärung abgesagt. haGalil dokumentiert diese Erklärung.

Von Uri Degania

In seiner Analyse zu den rechtsextremistischen Hintergründen dieser „Anti-Islam-Konferenz“ des „Bloc identitaire“ – unter diesem Namen tarnen sich die rechtsextremistischen Veranstalter – stellt Bernard Schmid dar, dass sich hinter diesem dubiosen Namen eine Ansammlung rechtsradikaler und antisemitischer Personen und Gruppierungen aus mehreren europäischen Ländern verbirgt. Bernard Schmid hat hierzu ausgeführt:

„Der Bloc identitaire, angebliche „laizistische Republikaner“ und diverse Sumpfvögel wollen am 18. Dezember 10 in Paris eine veritable Querfront-Veranstaltung mit internationalem Anspruch abziehen. Darunter finden sich aktivistische Rechtsextreme; ein durch antisemitische Auslassungen aufgefallener französischer Schriftsteller; ein führender Schweizer Rechtspopulist – Initiator der beiden Volksabstimmungen von November 2009 gegen Minarette und November 2010 gegen „kriminelle Ausländer“ – und ein militant homophober Abgeordneter aus Nordfrankreich.“

Und Bernard Schmid fügt hinzu: „Auch der in Köln lebende Schriftsteller und Holocaustüberlebende Ralph Giordano möchte sich dabei auf Abwege begeben, sofern er sich (nicht) doch noch eines Vernünftigeren besinnt…“

Bernard Schmid führt weiter aus: „Der ,Bloc identiaire’ ist eine aktivistische, ferner auch gewaltbereite Vereinigung der extremen Rechten in Frankreich. Auf einem seiner Plakate – das am 13. Oktober 2010 in Paris verklebte wurde – forderte der „Block“ etwa, „jeder Weiße unter 30“ müsse lernen, sich (bewaffnet) „verteidigen zu können“, damit er „nicht zur Beute“ werde. Er blieb bislang außerparlamentarisch und war auch strategisch weniger auf Wahl- und Parlamentsbeteiligung fixiert als etwa die Wahlpartei Front National; doch hat er sich im Oktober 2009 offiziell in eine politische Partei umgewandelt.“

An diesem Di., 7.12.2010 hat sich Ralph Giordano in einem gemeinsam mit Hans-Peter Killguss von der beim städtischen Kölner NS-Dokumentationszentrum angesiedelten „Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs)“ verfassten Presseerklärung – die er haGalil zur Veröffentlichung zugeschickt hat – in sehr deutlicher Weise von dieser „Europaweiten Konferenz“ dieser antisemitisch-rechtsradikalen und moslemfeindlichen Gruppierungen distanziert und seine Teilnahme abgesagt. Ralph Giordano führt hierin gegenüber haGalil aus:

Am 18. Dezember 2010 soll unter dem Titel „Assises internationales sur l’islamisation de nos pays“ (in etwa „Internationale Tagung über die Islamisierung unserer Länder“) in Paris eine Veranstaltung stattfinden, die sich die „Verteidigung der Werte unserer Zivilisation“ zum Ziel gesetzt hat. Diese Zusammenkunft verschiedener Politiker, Journalisten und Journalisten wird maßgeblich mitorganisiert vom „Bloc Identitaire“, einer Nachfolgeorganisation der ultrarechten Sammelbewegung „Unité Radicale“ (UR).

Eingeladen sind Redner, von denen einige aus dem rechtsextremen bzw. rechtspopulistischen Spektrum stammen. Aber auch der Kölner Schriftsteller Ralph Giordano ist angekündigt. Giordano distanziert sich jedoch deutlich von den rechtsextremen Rednern und Veranstaltern und hat, nachdem er über deren Hintergründe informiert wurde, seine Teilnahme abgesagt. Er wurde über den wahren Charakter der Veranstaltung im Unklaren gelassen. „Ich wurde auf eine falsche Fährt gelockt“, so Giordano. Der Publizist, dessen Thesen zum Moscheebau in Köln-Ehrenfeld Zustimmung aber auch Ablehnung erfahren haben, lässt sich von Rassisten nicht instrumentalisieren.“

Köln, den 6.12.2010 Ralph Giordano 

27 Kommentare zu “Ralph Giordano sagt Beteiligung an rechtsextremistischer „Anti-Islam-Konferenz“ in Paris ab

  1. @ Pascal Hilout
    Ach ja, noch eine (aller)letzte Anmerkung, bevor ich mich wichtigeren Dingen zuwende – es gibt mitunter noch wichtigere Sachen im Leben zu tun, als auf konzertierte Attacken von Mitglieder eines Rassisten-Clubs zu antworten, die ansonsten keine andere Beschäftigung zu haben scheinen:
    Sie behaupten, der „Bloc identitaire“ sei nicht rassistisch (noch antisemitisch). Hm. Worauf bezieht sich eigentlich der Name dieses Vereins? Und was meint er – bitte – damit, wenn er von einem „weissen Europa“ und einer „europäischen Ethnie“ spricht? Lesen Sie vielleicht einmal die Dokumente dieser Organisation, oder gehen Sie zu deren Veranstaltungen.
    Da ich dies tat, schildere ich Ihnen kurz, wie die Anhänger dieser Organisation den Begriff „identitaire“ – also ihre eigene Namensgebung – erläutern.
    Und das geht so (Originalton Fabrice Robert, das ist der Chef von denen, und angekündigter Redner bei Ihrer Anti-Islam-Konferenz am 18. Dezember): „Wir sind nicht (nur) nationalistisch, wie der Front National, denn dies ist zu kurz gegriffen. Die Nation hängt an der Staatsbürgerschaft. Eine Familie aus Westafrika kann beispielsweise die französische Staatsbürgerschaft erwerben und in diesem Sinne die französische Nationalität annehmen. Auf der Ebene der Staatsbürgerschaft kann man Sie also nicht mehr von den Einheimischen (autochtones) unterscheiden. Aber diese Leute werden – auch wenn sie einen französischen Pass haben – dennoch niemals Elsässer, Bretonen oder Basken sein. Denn sie haben diese Identität nicht, weil ihre ethnischen Wurzeln nicht dort liegen. Wir verteidigen deswegen nicht nur die Nation, sondern alle eingewurzelten Identitäten, von der Region über die Nation bis hin zu Europa“ (an anderer Stelle sagen diese Leute: „zum weissen Europa“).
    DAS ist der Bloc identitaire, vorgestellt durch sich selbst.
    Keine Rassisten? Na ja, falls Sie blind sein sollten, dann glauben Sie gern weiterhin an Ihren Unfug.
     

  2. @ Pascal Hilout
    Huch, das scheint ja eine richtig konzertierte Attacke zu sein. Wechseln Sie sich jetzt immer mit „Angelika Livingston“ ab ?
    Ich erlaube mir einfach einmal, festzuhalten, was Sie selbst schreiben; und vielen Dank für Ihre (plötzliche) Klarheit!
    1: << Wir, in Riposte Laïque, haben eine Kooperation mit dem Bloc Identitaire ausgewählt. >> Na, das ist doch klipp und klar!
    2. << Wir haben (bei RL) jedwede Kooperation mit dem HEUTIGEN Front National ausgeschlossen.. >> Ja, genau wie ich es schrieb: Sie fordern diese rechtsextreme Ausländer-Raus-Partei zu einer Kurzkorrektur auf (weg von denjenigen Elementen, die etwa das iranische Regime unterstützen, und hin zu einer pro-abendländischen Anti-Einwanderer-Partei). Um danach zu gucken, ob Sie nach erfolgtem Kurswechsel mit dieser rechtsextremen Partei – etwa unter einer künftigen Vorsitzenden Marine Le Pen – kooperieren können. Hm, Kritik an Rechtsradikalen sieht anders aus.
    Ansonsten, meinen Sie das wirklich ernst?, ich zitiere: << Wenn man Juden und Muslime wirklich liebt muss man das Risiko hinnemen eine geballte Faust auf die Schnauze zu kriegen während man Ihnen klipp und klar erklärt : Eure religiösen Verbote führen zu Gettos… >>
    Ähm, pardon: Also, die Tatsache, dass Juden in Gettos lebten (ein paar Jahrhundert lang) erklärt sich aus Ihren religiösen Verboten? Und nicht etwa aus dem Verhalten der Mehrheitsgesellschaft ??? Und was fordern Sie, beispielsweise, von den Juden? Auf Ihre „klippen und klaren Erklärungen“ – danke für die autoritäre Geste, Sie sind es mal wieder, der erklärt, und die Anderen haben Ihnen zuzuhören – scheissen die vielleicht…
    Nein, ich verteidige keine religiösen Ge- und Verbote (von Speisevorschriften bis zu Heiratsverboten), ich selbst halte mich in meinem Privatleben an keines davon. Nur, respektieren Sie gefälligst die Menschen, die für sich selbst entschieden haben, dass Sie es tun wollen.

  3. @ << Angelika Livingstone >> (nettes Pseudonym übrigens)
    Ihre Beleidigungen – von wegen ,Idiot‘ usw. – dürfen Sie gerne für sich behalten, und dorthin stecken, wo auch immer Sie möchten. Ich habe Sie jedenfalls nicht persönlich angegriffen. Ihren Verein, als notorischen intellektuellen Rassisten-Club, erlaube ich mir dagegen auch weiterhin, inhaltlich zu kritisieren. Ohne dass ich seine Mitglieder persönlich als Idioten beschimpfen müssten. Wohl aber erlaube ich mir, Personen wie Ihren angeblichen „Gewerkschafter“ von Riposte Laïque, Jacques P., der in einem Pariser Neonazi-Lokal Vorträge über „ein nationales Gewerkschaftswesen“ (un syndicalisme national) hält, als verkommene Typen zu betrachten. (Vom Vortragsthema her sprach er nicht wirklich über ein ideologisch „unschuldiges“ Thema; es handelt sich eher um einen faschistischen Dauerbrenner, eine nationalistische Arbeiterbewegung schaffen zu wollen.) Für die Veranstaltung mit Ihrem RL-„Gewerkschafter“ wurde auf der Homepage der faschistischen Gruppierung „Troisième Voie“, zu welcher ,Le Local‘ gehört, geworben.
    Ansonsten, so scheint mir, haben Sie ein sehr merkwürdiges Verständnis von ,Laizismus‘. Dieses Wort bedeutet bekanntlich eine weltanschauliche Neutralität des Staates und eines (für alle Teile der Gesellschaft gemeinsamen) öffentlichen Raums; nicht unbedingt der Gesellschaft als solcher, in der es religiöse und nicht-religiöse Menschen gab, gibt und geben wird.
    Einerseits beklagen Sie angeblich, dass der Laizismus zurückgehe. Dabei sind Sie ausschliesslich von „dem“ Islam besessen ; Sie sprechen nicht davon, dass der Laizismus etwa bedroht sei, weil Präsident Nicolas Sarkozy (als Präsident einer laizistischen Republik!) zum Papst fährt, in der Öffentlichkeit das Kreuzzeichen macht – anders als seine Amtsvorgänger übrigens – und sich offen dafür ausspricht, die Krise des Schulwesens in den Armutszonen der Republik dadurch zu lösen, dass katholische Privatschulen das (finanziell viel zu schwach ausgestattete) öffentliche Schulwesen ablösen. Man denke auch an seine bemerkenswerte Rede im Vatikan vom Dezember 2007, in der Sarkozy u.a. behauptete, der Priester sei wichtiger als der Grundschullehrer, weil der Zweitgenannte keine ewigen Werte vermitteln könne und weil der Erste (durch das Zölibat, also die Ehelosigkeit) sein Leben aufopfere. Von der Seite her könnte man den Laizismus, von mächtigen Interessen her, durchaus bedroht sehen. Da scheinen Sie mir einen ziemlichen Knick in der Optik zu haben. Aber bleiben wir bei Ihrem eigenen Anspruch stehen: Auf der einen Seite her behaupten Sie, dem bedrohten Laizismus zu Hilfe kommen zu wollen.
    Aber dann jammern Sie auf der anderen Seite herum, dass es Ihnen angeblich nicht genügend Weihnachtsbäume oder Weihnachtsschmuck im 18. Pariser Bezirk gebe. Ja, gehts‘ noch ?!! Abgesehen davon, dass es nicht stimmt (ich arbeite in diesem Bezirk, und wenn sie etwa die rue Poteau hochgehen, dann ist diese seit nunmehr vier Wochen von Weihnachtsschmuck über und über behängt): Was ist denn das für ein Laizismus-Anspruch ?! Pardon, aber Weihnachten ist ein christliches Symbol; und weder Juden (in der jüdisch geprägten rue Manin etwa finden Sie auch wenig Weihnachsdekoration) noch Moslems noch Buddhisten feiern Weihnachten. Ich habe überhaupt nichts gegen Weihnachtsschmuck, im Gegenteil, ich finde das optisch schön, aber er hat nun mal mit Laizismus schlichtweg überhaupt nichts zu tun.
    Was zum Teufel also, bitte schön, soll der angeblich fehlende oder mangelnde Weihnachtsschmuck – den es in Wirklichkeit natürlich reichlich gibt – in Ihrer Argumentation mit „Laizismus“ zu tun haben ? Was Ihnen (angeblich) fehlt, an dieser Stelle, das ist nicht das angebliche Fehlen von Laizismus; sondern das angebliche Ausbleiben christlich-abendländischer Symbole. Dann faseln Sie aber gefälligst nicht von „Laizismus“ daher. Dieser Begriff bezeichnet etwas ziemlich Anderes.
    Unter „bedrohtem Laizismus“ scheinen Sie mir zu verstehen: Hilfe, die bösen Anderen – in dem Fall eben besonders Moslems – leben auch hier und machen sich bemerkbar.
    Dann benennen Sie es aber auch so, und labern Sie nicht einen Quark von angeblichem Einsatz für „Laizismus“ daher.

  4. Schleier über die Republik heisst dieser Beitrag. Nach und nach gewinnen Muslime den Boden. Sind Sie damit einverstanden, liebe haGalil Leser ? In Roubaix, Norden Frankreichs ist die Bevölkerung schon mit 40% Muslime besetzt. Nach und nach werden unsere westlichen Werte kaputt gemacht. Die Judeo-Christliche Gesellschaft ! Möchten Sie noch Mendelsohn, hören, Schiller, Heine, Goethe lesen ? Stehen sie auf, gegen diese religiöse ideologie, die nichts mit Rassismus zu tun hat. Eine Religion zu kritisieren hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Eine Parallelgesellschaft, die immer mehr ins Gelände kommt. Hier ist ein neuer Beweiss aus dem Norden Frankreichs:
    http://rutube.ru/tracks/3862547.html?v=00f90cf17267670eccd344c85c6aad69

  5. Lieber Bernard Schmid,
    es ist mir stets eine Freude und wirkliche Ermutigung, Ihre, Deine kenntnisreichen und zutreffenden Analysen zu verfolgen. Wunderbar! Aufklärung in bester Tradition. Eine Bereicherung für uns alle!

  6. Sehr geehrter Herr Schmid,
    Hieroben, heute um 14 Uhr 21, haben Sie folgendes geschriben:
    Natürlich gilt die Kritik nicht ausschliesslich dem BLoc identitaire, sondern auch Ripoux Laïque, pardon: Riposte Laïque. Natürlich ist das eiN Rassistenverein, wie es aus Ihren eigenen Schreibergüssen und denen von Pascal Hilout auch deutlich hervor geht. Konstruktive Kritik am Front National in der Hoffnung, dass die Ausländer-Raus-Partei durch eine Kurskorrektur eine “respektvolle Umorganisierung” erfährt: Hahahaha, selten so gelacht! Und demnächst organisieren Sie auch die NPD “respektvoll” um, ja?? Hihihi, was für ein Unfug…


    Zeigen Sie uns bitte ganz genau was ich geschrieben habe das razzistisch ist.


    Sonst seien Sie sicher dass ich andere Auwege finden werde um Ihnen zu lehren was Respekt für Mitmenschen bedeudet anstatt Respekt für Verbote und Diskriminierung religiöser Begründung zu haben.

  7. Sehr geehrter Herr Schmid,
    Natürlich gilt die Kritik nicht ausschliesslich dem BLoc identitaire, sondern auch Ripoux Laïque, pardon: Riposte Laïque. Natürlich ist das eiN Rassistenverein, wie es aus Ihren eigenen Schreibergüssen und denen von Pascal Hilout auch deutlich hervor geht. Konstruktive Kritik am Front National in der Hoffnung, dass die Ausländer-Raus-Partei durch eine Kurskorrektur eine “respektvolle Umorganisierung” erfährt: Hahahaha, selten so gelacht! Und demnächst organisieren Sie auch die NPD “respektvoll” um, ja?? Hihihi, was für ein Unfug…


    Entweder zeigen Sie uns ganz genau was ich geschrieben habe das razzistisch ist, oder werde ich andere Auwege finden um Ihnen zu lehren was Respekt für Mitmenschen bedeudet anstatt Respekt für Verbote religiöser Begründung.

     
     

  8. PS: an den lieben Herrn Schmid, ich glaube Sie sind ein IDIOT UTILE für den Islam sind. Auf Deutsch gesagt ein dienlicher IDIOT des Islams. Ich kongratuliere.

  9. So, so, sie leben in meinem Bezirk. Also, lade ich Sie nächsten Freitag ein, damit wir zusammen durch unseren Strassen, Myrah, Poissonniers, Pelonceau, Bld. Barbès spatzieren ! So können Sie mit Ihren eigenen Augen die Besatzung von der Frieden und Toleranten Religion leben.  Wenn Sie hier im 18. Bezirk sind, sehen Sie sich doch die Kirche Saint Bernard an !  Wo glitzen die Lichter ? Die zwei armen Tannenbäume, die vor der Kirche stehen sind von deren Dekoration völlig ausgeraubt worden ! Stehen traurig da.  Lassen Sie mir Ihre Telefonnr. auf meinem mail, und ich werde Sie anrufen. Wir werden zusammen treffen. Bevor muss ich Ihnen sagen, dass Ihr letzter Beitrag einen richtigen Hassbeitrag ist. Damit kommen Sie nicht weiter. Und Riposte Laïque als RIPOUX LAIQUE zu bezeichnen, könnte Sie vor Gericht bringen, ebenfalls wenn Sie RL als razist beschimpfen.  Mit Ihren Aeusserungen tun Sie viel harm der jüdischen Gesellschaft. Persönlich kann ich Sie nicht mehr als seriöse ansehen. Bis jetzt war der Austausch höflich, jetzt ist er Ihrerseits von Hass koloriert. Das ehrt Sie nicht.

  10. Sehr geehrter Herr Schmid,


    Die Assimilation haben Sie noch einmal als Problem umgangen um über meine Psychologie oder Psychose Palaber reichlich zu „produzieren“.  Weder Sie, Herr Bernard Schmit, noch der Front National, wagen sie es die Religionen als Errichter des Gettomauern mit ihren eigenen Namen zu benennen. Beide hauen Sie daneben obwohl gegeneinander. Was Sie behaupten ist falsch : von Gott habe ich überhaupt nicht gesprochen, sondern von der sozialen Praxis der religiösen Verbote die Ringmauern des Gettos um meine Mitbürger errichten. Das sind konkrete und über die Geschichte überprüfbare Dinge die Sie nicht angehen.


    Schwerwiegende Enscheidungen im Leben zu treffen bedeutet nicht zwischen das Gute und das Schlechte zu wählen, sondern zwischen mehrere schlechte Wahloptionen eine sich auszusuchen und das Risiko eingehen dass Sie ganz falsch oder danebenwählen. Wir, in Riposte Laïque, haben eine Kooperation mit dem Bloc Identitaire ausgewählt. Es kann sein dass das sich vehängnisvoll für uns herausstellt.


    Wir hätten wir gerne Partner ausgewählt die „sauber“ sind und doch akzeptieren unsere schmutzige Arbeit mitzumachen : die Religionen wie Islam direkt anzugreifen, weil seine ihre Verbote Mauern zwischen Menschen errichten, unsere Ideale der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit beschrenken. Dies habe ich mehmals und mehrfach schriftlich und öffentlich gezeigt. Das ist die schmutzige und gefährliche Arbeit die wir uns in Riposte Laïque ausgesucht haben, weil wir auf Emanzipation der Mitmenschen mehr Wert stellen als auf Verbote und Gebote meiner semitischen Vorahnen.


    Wir, in Riposte Laïque, haben jedwede Kooperation mit dem heutigen Front National und MPF von de Villiers ausgeschlossen weil sie nicht die Religionen als Ideengut in Frage stellen, sondern Menschen wegen ihrer Herkunft ausscheiden. Le Pen hat mehmals gezeigt dass er Antisemit ist.


    Die anderen Parteien Frankreichs haben sowiso die Wahl der Heuchlerei getroffen und wollen nicht wieder Aufklärung schaffen indem sie die Religionen als schädliche Ideologien angreifen. Keine Koopertation mit denen war möglich.


    Die einzigen Gruppen die uns übrig blieben sind die nicht etablierten. Bloc Identitaire wie es sich HEUTE definiert ist zwar populistisch orientiert aber weder antisemit noch razist. Bloc Identitaire ist nicht gegen Menschen als solche, sondern gegen das Vertauschen der ansässigen Kultur durch die der Einwanderer die die bisher geltende Assimilation ausser Betrieb setzt.


    Ich glaube Herr Schmid dass Sie es nicht ertragen dass wir eine schwerwiegende Entscheidung treffen, die die Zukunft unserer Kinder in Frankreich und Europa betrifft und sich nicht mehr knebeln lassen durch den Vorwurf des Rassimus und Antisemitismus.


    Ihre einfache Wahl zwischen das Gute und das andere Gute, könnte ich auch treffen, wenn ich nichts ändern wollte und dabei saubere Hände am Rand der Tische vorzutäuschen. Ihre Altenative hat nur den Anschein progressist zu sein. Im Grunde ist es Verantwortlosichkeit oder sogar Täuchung unde Heuchlerei.


    Im grunde wollen Sie sich die Hände nicht  verschmutzen und die Erde um die Wurtzel der religiösen Diskriminierung herausgraben.


    Wenn man Juden und Muslime wirklich liebt muss man das Risiko hinnemen eine geballte Faust auf die Schnauze zu kriegen während man Ihnen klipp und klar erklärt : Eure religiösen Verbote führen zu Gettos hinter Mauern die die Menschen trennen und zum Jammern hinführen.


    Das ist mein Unternehmen Herr Schmid. Wollen Sie mitmachen oder wollen Sie immer weiter reine Hände vorzeigen ?

  11. @ Angelika Livingstone
     
    Wie bitte? „Im 18. Bezirk von Paris weiss man nicht, dass Weihnachten ist?“ Wo leben Sie denn? Hahahaha, bei solchen Sprüchen lache ich mich aber wirklich tot. Rein zufällig arbeite ich genau da, im 18. Bezirk von Paris, übrigens umgeben von Weihnachtsschmuck überall in den Strassen…
    Ähnlich abstrus sind Ihre sonstigen abstrusen Schilderungen der „angebrochenen Apokalypse durch Multikulti“. Jedenfalls, was Frankreich betrifft. Zu den Niederlanden kann ich mich nicht kompetent äussern, da ich nicht dort lebe. Allerdings glaube ich kaum, dass die Wirklichkeit sich aus den Äusserungen eines einzelnen Politikers – Frits Bolkestein – ableiten lässt. Eines Politikers, der in sonstiger Hinsicht jedenfalls sehr umstritten ist und schon manchen Schrott und Unsinn vom Stapel gelassen hat (er ist der Erfinder der Kampagne zum „polnischen Klempner“ im Jahr 2004).Um zu wissen, was wirklich in den Niederlanden oder an konkreten Orten dort los ist, bräuchte man jedenfalls ein bisschen mehr Analyse als ein möglichst spektakuläres Zitat.
    Über Thilo Sarrazin – der Intelligenz für ererblich hält, von „Juden-Genen“ faselt und Sozialdarwinismus propagiert – ist meines Erachtens alles Wesentlich schon woanders geschrieben worden. Dass er den Beifall von Rassisten aller Seiten, von Spiessbürgern und „Endlich-sagt-mal-einer-was-uns-immer-verboten-wird-„Stammtischtribunen erhält, ändern nichts daran, dass er groben Unfug verzapft. Das macht es nicht ungefährlicher, im Gegenteil. Es funktioniert ähnlich wie bei anderen Möchte-Gern-Tribunen, etwa beim verflossenen Jürgen Möllemann (verstorben 2002); wenn der Sprüche über Israel abliess, spekulierte er auch darauf, dass die Leute am Stammtisch oder vor ihrem TV-Bildschirm mit geballten Fäusten sitzen und todesmutig donnern: „Endlich sagt es mal einer! Man darf ja gar nichts mehr sagen!“
    Ähnlich funktioniert auch Ihr vermeintlicher „Widerstandsgeist“, ganz mutig auf Minderheiten herumhacken, haha, da gehört wirklich seeeeehr viel Courage dazu. Hihihi. An der Seite dre Faschisten des „Bloc identitaire“, die noch mehrere Ziele mutigen „Widerstands“ kennen, beispielsweise Immigranten mit und ohne Aufenthaltspapiere. Da gehört wirklich sehr viel Courage dazu, „Widerstand“ zu leisten für Leute, die zum Teil (im Falle der Sans papiers) für die Polizei gejagt werden, für das einzige „Verbrechen“, dass sie hier leben, weil es in ihren Herkunfts-Ländern kein Auskommen oder Überleben für sie gab.
    Natürlich gilt die Kritik nicht ausschliesslich dem BLoc identitaire, sondern auch Ripoux Laïque, pardon: Riposte Laïque. Natürlich ist das eiN Rassistenverein, wie es aus Ihren eigenen Schreibergüssen und denen von Pascal Hilout auch deutlich hervor geht. Konstruktive Kritik am Front National in der Hoffnung, dass die Ausländer-Raus-Partei durch eine Kurskorrektur eine „respektvolle Umorganisierung“ erfährt: Hahahaha, selten so gelacht! Und demnächst organisieren Sie auch die NPD „respektvoll“ um, ja?? Hihihi, was für ein Unfug…
    Nur ist der Bloc identitaire ein mitunter gewalttätiger Faschistenverein, was für RL nicht gilt: RL ist ein intellektueller Rassisten-Club, dagegen sind die „Identitaires“ eine aktivistische Faschistenbewegung. Das ist nicht dasselbe. Deswegen muss der „Bloc“ noch schärfer kritisiert werden als Ihr Verein. Zumal der „Bloc“ gleich fünf mal als Veranstalter Ihres „Kongresses“ auftaucht, einmal in seinem eigenen Namen und vier mal unter Tarnnamen (die ihn aber nur schlecht und notdürftig haben). Aber das hatten wir schon, und ich spare mir Wiederholungen.
    Letzte Anmerkung, ,Le Local‘, wo einer Ihrer verkommenen Vögel, pardon: Ihrer (angekündigten) Redner am 28. Oktober dieses Jahres eine Konferenz abhielt. „Eine Todsünde?“ Nein, weil ich nicht an Todsünden glaube und mich nicht in religiösen Begrifflichkeiten ausdrücke. Aber eine politisch kritikwürdige Aktion, das schon. ,Le Local‘ ist gleichzeitig eine Gaststätte und ein politischer Veranstaltungsort von Rechtsradikalen. Es gehört Serge Ayoub, der in den 1980er Jahren der Anführer von Skinhead-Horden im Raum Paris (im Umfeld der „Jeunesses Nationalistes Révolutionnaires“) war. Heute animiert er eine Kleingruppe in klar faschistischer Tradition, „Troisième Voie“. Serge Ayoub war auch Redner – auf dem Podium – bei einer Veranstaltung am 11. November 2010, bei der sich Rechtsradikale trafen. Wir haben in hagalil ausführlich darüber berichtet. Dort gab es klar pro-nationalsozialistische, antisemitische und rassistische Äusserungen. Und es wurde unter anderem offen antisemitische Literatur verkauft, etwa die „Protokolle der Weisen von Zion“ (in Buchform, interpretiert durch den NSDAP-Chefideologen Alfred Rosenberg) und Schriften von Lucien Rébatet, prominenter Nazi-Kollaborateur in den 1930er und 40er Jahren. Falls Sie es nicht glauben, es existieren Fotos von der Tagung…
     
     

  12. Herr Schmid, ich schliesse mich Pascal Hilout an. Anscheinend sind Sie unter die Gutmenschen zu schieben. Man sieht allerdings, dass Sie sich in Detail informieren. Und das ist auch gut so. Meine Frage an Sie, wie wäre es Ihnen zumute,  wenn den Juden in Deutschland, so wie in Holland, vorgeschlagen wird, Deutschland zu verlassen, um nach Israël auszuwandern oder nach den USA ? Wie es der liebe Bolkenstein neulich den holländischen Juden vorgeschalgen hat ? Unserer Meinung nach, sollen die Judenverfolger Holland verlassen und auch ganz Europa. Juden gehören zu Europa und den Westen. Warum wollen Sie den Rechtsextremisten die Islam Kritik überlassen ? Die BLOC IDENTITAIRE sind vielleicht, nach Ihrer Information „gefährliche Antisemiten“, was ich mir nicht wage zu glauben. In Frankreich ist die Situation mit den Muslimen tatsächlich sehr gefährlich geworden. Das hat nichts mit Rasse zu tun. Eine Religon zu kritisieren heisst nicht Razzist zu sein. Diese religion ist in einem gefährlichen ideologischen Mantel bezogen. Tag über Tag, verlangen sie mehr und mehr, dass die Republik nachlässt. Und die Republik lässt nach. Es ist ja auch in Deutschland so. Thilo Sarrazin, von wem ich das schwere Buch gelesen hat bezeugt es ebenfalls. „Deutsche werden dümmer“ sagt er. Weil einfach das Erziehungsystem nach unten gezogen wird, damit die, aus anderen Kulturkreisen dabei sein können. Das wollen die einfach nicht.  Ist Sarrazin ein „gefährlicher Antisemit oder Terrorist“? Die deutsche Meinung sieht es gar nicht so. Herr Giordano, der sich ebenfalls islam kritisch aussagt, soll er auch ein „gefährlicher“ Razzist sein? Ihre rasenden Aussagen gegen die BLOC IDENTITAIRE haben vielleicht einen Grund. Nochmals, muss man den alleine den Kampf gegen die islamisierung Frankreichs und Europa lassen ? Meine anti razzistischen, pro-semitischen Stellung sind bekannt. Ich möchte nicht, als Frau, die Scharia erleben. Deshalb stehe ich stramm mit Riposte Laïque und Pascal Hilout. Sie erwähnen weiter das „Local“. Wenn Riposte Laïque irgendwo, Tagungen organisieren will, wird ihnen meistens Konferenzsäle abgesagt. Ist es denn eine Todsünde, da hin zu gehen, wo man sie empfängt ? Riposte Laïque macht eine gute Arbeit aber nimmt an, was ihn angeboten wird. Die Meinungsfreiheit, hier in Frankreich, ist total von den Gutmenschen abgesagt. Radikale Muslime erobern unsere Strassen in Paris, jeden Freitag. Die Moscheen sind dann lehr. Fragen Sie sich bitte warum ? Es ist eine regelrechte politische Besatzung des französichen Territoriums. Sagen Sie da zu ? Finden Sie das Richtig ? Obwohl es in Frankreich Gesetze gibt die so etwas verbieten. Gesetze werden hier halt nicht respektiert. Die französische Regierung kuscht sich vor den Islam. Besser, sie hofiert den Islam.  Die Feigheit, der, die uns regieren,  provozieren jetzt radikale Repliken. Ich befürworte diese radikalen Reaktionen. Der Westen wird vom Islam besetzt. Stimmen Sie dafür ? Stimmen Sie auch dafür, dass unsere westlichen Werte im Eimer geworfen werden ? Im 18. Bezirk von Paris weiss man gar nicht dass bald Weihnachten ist ! Der islamische Obskurantismus hat sein Gespenst auf diesen Bezirk bezogen.  Wir sind eine Judeo-Christliche Gesellschaft. So soll es auch bleiben. Die Zuwanderer mit einem verschiedenen Kultur und Religiösen Hintergrund, sollen sich den westlichen Werten anpassen. Wir empfangen sie, sie sollen sich anpassen. Dafür kämpft auch Riposte Laïque und auch die, die Sie als rechtsextremisten qualifizieren. Riposte Laïque weigert sich den Rechtsextremisten alleine diesen Kampf zu überlassen. Wie die Republik ja unsere Flagge und unser Nationalhymne dem Front National überliess. Können Sie sich vorstellen, wie unser Hirn verschmutzt ist ? Wenn ich BLEU BLANC ROUGE / Blau Weis Rot sehe, denke ich das ist die Fahne des Front National ! Ist es nicht richtig, dass diese Farbe der französischen Nation in seinem Ganzen gehört ? Wie war es denn, damals in der Nazizeit ? Wer widerstand ? Fragte man die Einen oder Anderen ihre ideologische Abstammung ? NEIN ! Ein Feind wurde bekämpft, die Nazis. Und es ist auch glücklicherweise gelungen.  So soll es auch heute aussehen. Man soll sich nicht hinter seinem Finger verstecken, die Augen aufmachen. Lesen Sie doch bitte das Buch der Michèle Tribalat, da Sie ja so gut über französische Verhältnisse informiert sind: LES YEUX GRANDS FERMÉS. Übersetzt, DIE AUGEN GROSS GESCHLOSSEN. Ist die Tribalat auch eine „gefährliche“ Antisemitin ? Wie ist es denn mit der Anne Zelensky, die mit der Simone de Beauvoir LA LIGUE POUR LA DEFENSE DE LA FEMME gründete ? Auch eine „gefährliche“ Antisemitin. Sie ist ein Mitglied von Riposte Laïque. Sie, stört es nicht neben BLOC IDENTITAIRE bei zu tragen. Und wenn Sie über Thierry Ardisson sprechen, ist das ja lächerlich. Er ist der grösste Prokurator des politically korrekt im französichen Fernsehen. Er ist der fleissigste Verbreiter der Multi-Kulti Gesellschaft. Sie erwähnen weiter den europäischen Gerichtshof. Die Versäumnisse dieses Gerichtshofs sind immenz. Was sagen Sie ferner über die Menschenrechte Abteilung der UNO ? Unter der Macht der islamischen radikalen Länder, wie Lybien, Saudi Arabien, Iran usw. Es ist eine regelrechte Verkleidung, Parodie der vom Westen erfundene Verband. Vielleicht befürworten sie diese ganze Sache. Es würde mich nicht erstaunen. Zu Ende, der Wechsel mit Ihnen ist ja interessant. Obwohl Ihre Wut sich über BLOC IDENTITAIRE auslässt. Nicht richtig ist Riposte Laïque herunter zu machen. Irgendwo habe ich gelesen, vielleicht auf dem deutschen Internetsite POLITICALLY CORRECT, dass der deustschen Judenrat die Islam Kritiker als Razzisten in die Ecke Schieben. Da muss ich nochmals auf die idiotischen Aussagen des Bolkenstein zurück rufen. Anscheinend ist diese Warnung nicht von Ihnen wargenommen.

  13. @ Pascal Hilout
     
    Nein, ich betrachten Sie gar nicht als „armen Muslim“. Eher als Menschen, dem es überhaupt nicht ausreicht, einfach kein Muslim mehr sein zu wollen (was ja in Ordnung wäre) – sondern als Person mit schweren Identitätsproblemen auftritt, die sich noch über Jahrzehnte hinaus daran abarbeitet, dass sie irgendwann kein Muslim mehr sein wollte. „Mein Gott“ (nicht wörtlich zu nehmen, sondern als Seufzer). Wenn Sie einfach vom Islam abgelassen hätten, was ja Ihr gutes Recht ist, und sich mit anderen Dingen im Leben beschäftigt hätten… Kein Problem. So aber erscheinen Sie ähnlich besessen wie der angebliche Atheist, der nicht einfach nur nicht an Gott glaubt -was völlig in Ordnung ist-, sondern den ganzen Tag nur von Gott und seiner Schlechtigkeit spricht.
    Und ich gestehe natürlich jedem als Moslem geborenen (d.h. in eine moslemische Familie hinein geborenen) Menschen das Recht zu, gar kein Moslem mehr sein zu wollen, sondern was Anderes. Sei es Marxist, oder Liberaler, oder Christ, oder sonst was. Von mir aus, da habe ich überhaupt kein Problem damit. Aktiv verteidige ich dieses Recht sogar dort, wo es Not tut, weil Leuten dieses Recht – im Kontext einer moslemisch geprägten Mehrheitsgesellschaft – abgesprochen oder eingeschränkt wird. Vgl Hier einen aktuellen Text von mir dazu : http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/t261210.html
    Wenn Ihr Furor und Ihre Raserei, die aus Ihren scheinbaren Identitätsstörungen – oder wie immer Sie es nennen möchten – Sie aber an die Seite waschechter Rassisten treiben, dann gehört das kritisiert und muss denunziert werden. Rassisten bleiben Rassisten.
    Und natürlich ist es Bullshit, wenn Sie (nachdem Sie Riposte Laïque heute mittag dafür priesen, dass Ihr Verein dem Front National konstruktive Kurskorrekturen nahe legen möchte) jetzt noch seine Plakate radikalisieren und verschärfen möchten. Der Front National überschrieb sein Hetzplakat gegen Einwanderer ja nur aus taktischen Gründen „Islamismus Nein“. Was er wirklich meint, ist: Wir wollen überhaupt keine moslemischen Einwanderer hier, neben uns, leben haben – oder nur maximal in subalterner Position (ein paar Putzfrauen und Kloputzer vielleicht), auf keinen Fall aber als gleichberechtigte Menschen.
    IslamisMUS ist eine politische Ideologie und ein gesellschaftliches Programm, das politisch bekämpft gehört. Das meinte der FN aber gar nicht: Ihm ging es um Einwanderer in Frankreich. „Islam“ aber – wovon es unterschiedliche Auslegungen und unterschiedliche Praktiken gibt, einige davon hässlich und abstossend, andere eher von Menschen ruhig als Teil ihres Privatlebens und ihrer Privatüberzeugungen praktiziert – ist eine Religion. Und damit Sache des Einzelnen und seiner Beziehung zum „Jenseits“, sofern man an so etwas glaubt. „Islamismus“ können Sie bekämpfen, „Islam“ aber so wenig pauschal wie Christentum oder Judentum (auch wenn ich selbst absolut ungläubig bin); er wird nicht einfach verschwinden, weil viele Menschen nun mal an einen Gott glauben möchten.
    So lange mich diese Menschen nicht damit behelligen, dass sie mir einen Verhaltenskodex aufzwingen möchten – das tun islamistische Parteien wie früher der FIS in ALgerien, oder Regimes wie im Iran und in Saudi-Arabien natürlich -, sollen sie gerne ihren Glauben pflegen. Vom Kampf gegen diese Regimes (das im Iran bekämpfe ich selbstverständlich) reden wir an dieser Stelle aber gar nicht.
    Was aber möchten Sie mit all den Menschen tun, die weiterhin ganz persönlich an ihrem Glauben festhalten? Abschieben? Rauswerfe, Alle? Umbringen? Zwangsbekehren?
    Bleiben Sie einfach mal bei Ihren Identititätsproblemen, weiterhin stolz darauf, dass Sie 30 oder 40 Jahre nach dem Erwachsenwerden den religiösen Geboten Ihrer Eltern nicht mehr gehorchen (ich tue es auch nicht). Aber, guter Mann, belästigen Sie nicht die Welt damit.

  14. Lieber Herr Bernard Schmid
     
    Erlauben Sie mir bitte zu bemerken dass Sie eine Wortflut produzieren und damit versuchen sich dem Kernproblem zu entziehen : Assimilation.
     
    Die Verbote der Religionen, besonders der Religion meiner beiden Eltern, errichten Ringmauern um mein Getto. Sie können natürlich auf die Rechtsradikale noch 2000 Jahre lang hauen, und mich als armen Muslim betrachten, anstatt diese Mauern zu torpedieren, und damit die Assimilation herannähern. Sie möchten ganz einfach dass ich mich immer Fremd in Europa fühle, eine Art neue orientalische Diaspora. Ich bin einfach Erwachsen und Verantwortlich.
     
    Das Plakat von Le Front National kenne ich sehr gut weil ich es kritisiert und einen besseren  vorgeschlagen habe. Hier können Sie mein Plakat sehen : http://christinetasin.over-blog.fr/
     
    Le Front National schreibt „ISLAMISMUS NEIN“, und stürmt damit ganz offene Tore, was ja sogar Saudiarabien als Motto übernehmen kann. Ich sage „ISLAM NEIN“  weil er „Frauenfeindlich ist und Menschen trennt“, von der Schlachterei bis zur Gabel !
     
    Kapiert oder noch nicht ?

  15. @ Pascal Hilout
    Ach, Sie waren nicht informiert, über die Umtriebe der Faschisten vom Bloc identitaire ? Na, dann informieren Sie sich vielleicht mal, gefälligst. Zumindest BEVOR Sie mit solch ausgewiesenen Antidemokraten (und ihren diversen Ablegern und Tarnorganisationen, die sie aber nur schlecht tarnen) eine gemeinsame Veranstaltung aufziehen! Wenn Sie mit jemandem in der Öffentlichkeit auftreten, sollten Sie vielleicht besser wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Zumal es sich um Co-Veranstalter handelt.
    So lange Sie aber nicht ausreichend informiert sind, haben Sie mir auch nichts zu erklären, vielleicht sollten sie sich mal besser manche Sachen etwas näher erklären lassen.
    Zu Riposte Laique und dem Front National: Ja, es stimmt, RL hat den alternden Jean-Marie Le Pen in den letzten Jahren kritisiert, und zwar genau dann, wenn er bisweilen Positionen zugunsten des iranischen Regimes ergriffen hat (besonders in einem Interview für die nationalrevolutionäre Webseite „VoxNR“ im September oder Oktober 2008).
    Tatsächlich hat Jean-Marie Le Pen in seinen aussenpolitischen Position oft hin- und hergeschwankt (etwa während der Kolonialkriege der 50er Jahre und der Suezkrise 1956: pro Israel, 1990/91 während der Kuwait-Krise: pro-Saddam Hussein), doch eine geistige Nähe zum iranischen Regime hat er in der Vergangenheit mehrfach an den Tag gelegt. Erinnert sei daran, dass Jean-Marie Le Pen bei der Fussball-WM im Juni 1998 als Gast auf der iranischen Ehrentribüne dem Spiel Iran/USA beiwohnte. Darüber habe ich auch berichtet, unter anderem bei hagalil. Diese Annäherungen Jean-Marie Le Pens an das iranische Regime hängen unter anderem mit dem Einfluss der „Neuen Rechten“ (Nouvelle Droite) zusammen, die eine „getrennte Entwicklung der Kulturen“ – jeweils dargestellt als geschlossene Blöcke – propagiert. Vor diesem Hintergrund propagiert diese Strömung die Unterstützung auch für reaktionäre islamistische Kräfte. ALlerdings war, ist und bleibt diese Positionierung innerhalb der extremen Rechten – die als solche ein heterogenes Feld darstellt, in ihren Reihen wird manchmal auch heftig gestritten – umstritten.
    Jean-Marie Le Pen schwankt deswegen in seinen eigenen Positionen hin und her, je nachdem, von welcher Unterströmung der extremen Rechten er im Augenblick gerade beeinflusst wird. Das ändert NICHTS daran, das er Moslems zumindest dann hasst, wenn sie als Einwanderer iN Frankreich leben. Erinnert sei an den (auch gerichtlich ausgetragenen) Streit um das berüchtigte Plakat, das der Front National im Februar/März 2010 im Raum Marseille verkleben liess und das eine verschleierte Frau, Minarette in Form von drohenden Raketen und eine durch die algerische Fahne überdeckte Silhouette Frankreichs zeigt. Dieses Plakat wurde damals von einem Gericht in Marseille verboten, andere Rechtsstreitigkeiten sind in Paris und Nanterre anhängig. Jean-Marie Le Pen wurde auch gerichtlich wegen Hetze gegen Moslems verurteilt, u.a. wegen einem Interview in „Le Monde“ von 2003 („in einigen Jahren werden sie 25 Millionen in Frankreich sein, und dann muss der Franzose vom Trottoir herunter weichen, wenn er ihnen begegnet, weil er Angst hat, dass es sonst was setzt“).
    Riposte Laïque hat Jean-Marie Le Pen in einer bestimmten Phase wegen bestimmter Positionen (pro-Regime des Iran) kritisiert: JA. Allerdings nicht deswegen, weil RL den Front National als rassistische Ausländer-Raus-Partei – die er nun einmal ist – kritisiert oder abgelehnt hätte. Sondern, um einen Kurswechsel und andere Positionen der Parteispitze zu erreichen: Rückbesinnung auf vor allem anti-muslimische Positionen, Abkehr von der Unterstützung des iranischen Regimes. Letztgenannte Positionen sind ja auch die einer Mehrheit innerhalb der extremen Rechten, wenngleich es andere, abweichende Positionen gibt. (Beispielsweise unterstützt der, aktuell Marine Le Pen unterstützende, Nationalrevolutionär Christian Bouchet klar das Regime im Iran.)
    Unter Marine Le Pen erwarten Sie, bitte was?? „Eine respektvolle Entwicklung des Front National?“ Respekt für wen? Etwa für Einwanderer? Wäre diese Anti-Ausländer-Partei etwa in Ordnung, wenn sie sich rein auf die Hetze gegen Immigranten beschränken, und beispielweise keinen Antisemitismus (der ohnehin nicht offen im Parteiprogramm, wohl aber oft deutlich im Subtext steht) betreiben würde? Das können Sie mal erzählen, wem Sie wollen – aber mir nicht. Die politische Natur des Front National ist die einer rechtsextremen Anti-Ausländer-Partei. Sogar dann, wenn die Partei ihren Namen ändern sollte (was Marine Le Pen anscheinend befürwortet oder jedenfalls nicht ausschliesst), würde sich daran nichts ändern.
    Was SIe betreiben, das ist keine Kritik an den Rechtsradikalen, sondern es sind konstruktive Anmerkungen. Nach dem Motto: Was müsst Ihr machen, damit Ihr keine anrüchige Halb-Nazi-Partei mehr seid, sondern eine anständige Anti-Ausländer-Partei werdet. Das stinkt.
    Letzte Anmerkung: Die „Schweinesuppe“ grenze anscheinend niemanden aus. Aha. Denn, so lautet Ihre Argumentation, der Moslem könne sich ja einfach von seiner Religion freimachen und dann auch die Schweinewurst konsumieren. Nun ja. Also gut: Wenn ein Kind moslemischer Eltern von den Vorschriften der Religion seiner Familie die Nase voll hat und sich davon löst – absolut in Ordnung. Dies soll jedes Individuum können „dürfen“, ohne daran gehindert zu werden. OK! Nur: Es wird, auch danach (wenn jede menschliche Person dieses Recht auf freie Wahl – und freies Abstreifen – einer Religion wahrnehmen kann, ohne sich bedroht zu fühlen), noch Gläubige geben. Es wird auch danach noch Menschen geben, die die jüdische Religion; und andere, die die muslimische Religion praktizieren. Und die werden nicht einfach verschwinden – auch wenn die Rassisten natürlich gerne hätten, dass die andersgläubigen Ausländer/Einwanderer zumindest aus Frankreich & Europa verschwinden.
    Da dies nun aber einmal so ist, wird man auch darüber nachdenken müssen, wie man mit diesem Menschen zusammen lebt – und zwar unter der Bedingung gleicher Rechte für alle Menschen.
    Deswegen ist es unakzeptabel, wenn ein Symbol gesetzt wird, das (gläubige) Juden und (gläubige) Moslems – sicherlich nicht jene, die sich von der jeweiligen Religion abwenden möchten, was sie meinetwegen gern tun dürfen- bewusst und von vornherein ausgrenzt.
    Genau darum jedoch geht es den Rechtsradikalen mit der „Schweinesuppe“. Und genau deswegen handelt es sich, nun ja, um eine Schweinerei. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat übrigens im Juni 2009 entschieden, dass ein Verbot dieser Veranstaltung – „La Soupe au cochon“ – deswegen gerechtfertigt sei: Weil es sich um ein bewusstes Symbol für Diskriminierung & Ausgrenzung handelt.
    Daran mögen Sie von mir aus teilnehmen, um Ihren Eltern mit ein paar Jahrzehnten Verspätung zu beweisen, dass Sie heute keine Befehle von ihnen mehr empfangen. Von mir aus. Nur, an den rassistischen Absichten der Rechtsradikalen ändert dies keinen Millimeter.
     
     

  16. Sehr geehrter Bernard Schmid,

    Leider ist es lange her dass ich nicht mehr Deutsch benutze um Ihnen leicht viele Erklärungen zu geben.
    Zu dem was Sie über Bloc Identitaire und Herrn Camus schreiben, muss ich zugeben, dass ich nicht so informiert bin um Ihnen was Vernüftiges zu sagen.

    Aber was Herrn Pierre Cassen anbelangt, kann ich behaupten dass Sie sich Ihren eigenen Daumen ins Auge reinstecken.
    In Riposte Laïque haben wir öfters auf Jean-Marie Le Pen gehauen besonders als er nach Iran ging, was bedeutet dass er nichts gegen die islamische totalitäre Ideologie hat, sondern ganz einfach antisemitisch denkt.

    Was seine Tochter Marine anbelangt, wissen wir noch nicht genau was sie als Programm vorstellen wird. Aber wir stellen fest dass sie die einzige die daran errinnert dass das französische laïzistische Gesetz verbietet Kulten oder Moscheen zu finanzieren was alle andere Parteien machen und umgehen indem Sie „kulturelle“ Zentren an Seite der Moscheen finanziell unterstützen. Und was wird in diesen Moscheen geleht ? Koran, mit antisemistischem Klatext ! Ich bin marokkanischer Herkunft und wurde mit fünf Jahren in ein koranische Schule von meinen Eltern geschickt.

     
    Lesen Sie bitte die Interview von Pierre Cassen und Sie werden entlich verstehen, dass in der Tat nur Marine Le Pen die Laïzität Frankreichs respektiert. Das ist eine Tatsache.

    Und Marine ist nicht ihr Vater, wir müssen abwarten um zu sehen ob sie de Partei respktvoll umorganisiert oder nicht. Zur Zeit lehnen wir, in Riposte Laïque jedwede Mitarbeit mit Le Front National

    Was die „Schweinesuppe“ anbelangt haben Sie volgendes geschriben.
    „“Schweinesuppe“ -im Original „Soupe au cochon“ – an Obdachlose ausschenken, was sowohl Juden als auch Muslime von vornherein ausgrenzt.“

    Was Sie vielleicht nicht verstehen ist Folgendes : als wir ein Apperitif mit Wurscht un Wein (Saucisson Pinard) organisiert haben, war ich als ein Kind von zwei muslimischen Eltern nicht von vornherein ausgegrenzt, obwohl die Religion meiner beiden Eltern dies durchsetzen möchte.

    Islam grentzt mich aus, nicht meine Mitbürger ob aus dem Bloc Identitaire oder aus Riposte Laïque. Ich bin der Man im Vordergrund mit einem Hut und mit einer Wurschtt in der Hand, einer Hochdestruktiven Waffe gegen die Mauer des Gettos wo Islam mich eingrenzen will. Verstehen Sie oder soll ich eine Karrikatur von Ihnen erstellen, mit einer Bombe auf dem Kopf, damit Sie entlich etwas Aufklärung ins Schädel kriegen ?
    Lässt Ihre Logik nicht zu wünschen übrig ??

  17. Der Ausdruck „flinguer“ bedeutet zwar so viel wie „abknallen“, kann aber auch (je nach Kontext) so viel wie „jemanden politisch erledigen“ bedeuten. Etwa, indem man Kompromittierendes über jemanden an die Öffentlichkeit bringt.
    A propos, hier noch die Quelle für das Anti-Demokratie-Zitat von Rebelles.info (eine Webseite aus dem Umfeld des Bloc identitaire), Mitveranstalter der geplanten Konferenz der Islamhasser vom 18. Dezember:
    1/ http://www.rebelles.info/article-la-democratie-est-un-luxe-que-nous-ne-pouvons-plus-nous-permettre-45405836.html
    2/ http://www.rebelles.info/article-30990356.html
    Bei solch netten Mitveranstalter wird das ganz bestimmt ein toller, super-demokratischer Kongress werden! (Hihihi)

  18. Post scriptum: Zur Kritik an Renaud Camus und seinen antisemitischen Buchpassagen:
    A./ Es stimmt, dass Renaud Camus im Jahr 2000 – als sein Buch aufgrund antisemitischer Passagen aus dem Handel gezogen wurde – in „Le Monde“ durch Alain Finkielkraut verteidigt wurde. Warum, das müssen Sie Finkielkraut fragen; der Mann hat in den letzten Jahren mitunter schon manchen Unsinn verteidigt. Zum Teil aufgrund seines Haderns und seiner Abrechnung mit der eigenen linken bis linksradikalen Vergangenheit – Finkielkraut war in den frühen 70ern mal Maoist, was bedeutet, dass er tatsächlich kritikwürdige Sachen verteidigt hat -; dieses Hadern treibt ihn heute oft auf der Rechten an die Seite mancher obskurer Bündnispartner.
    B./ Fakt ist allerdings auch, dass es eine Petition gegen Renaud Camus gab, die damals seine antisemitische Passagen klar benannte. Diese Petition wurde von 30 Prominenten unterstützt, unter anderem durch Claude Lanzmann, Serge Klarsfeld und durch Jacques Derrida.
    Sie erschien unter dem Titel: „Erklärung der Zu-zahlreichen-Gäste-des-abstammungsreinen-Frankreich“. Der Titel bezieht sich auf folgendes Zitat von Renaud Camus: „Die Gäste waren zu zahlreich. Vielleicht auch waren sie zu lange geblieben.“
    In der Petition hiess es unter anderem: „Wer solches denkt, schreibt und veröffentlicht – dass es hier zu viele ‚Andere‘ und dort zu viele Juden gebe -, schreibt und veröffentlicht kriminelle, rassistische und antisemitische Ansichten. Sie unterliegen nicht dem Recht auf freie Meinungsäußerung.“
    Dass es „zu viele Juden“ gebe, hatte Renaud Camus sinngemäss in seinem umstrittenen Buch („La campagne de France“) im Hinblick auf die Redaktion von Radio France Cultur geschrieben. Camus hatte sich zuvor über den Radiosender geärgert, weil er es trotz seiner Bemühungen nicht geschafft hatte, in die Redaktion der Kultursendung „Panorama“ aufgenommen zu werden; und weil er der Auffassung war, dort würden seine Bücher nicht gebührend berücksichtigt. Daraufhin hatte er begonnen, öffentlich die angeblichen Juden oder Franzosen jüdischer Abstammung unter den Redakteurinnen und Redakteuren als solche aufzuzählen. Auch hatte er, in einer Buchpassage, penibel ihren Anteil an den jeweiligen Gästen der verschiedenen „Panorama“-Sendungen notiert.
     
    3. „Ein grosser Schrifsteller“: Na ja. OK, Renaud Camus kann mitunter gut schreiben. Aber auch Ernst Jünger konnte manchmal gut schreiben. (Ich werde ihm nicht die Beledigung zufügen, ihn mit Louis-Ferdinand Céline zu vergleichen. Auch der konnte mitunter gut schreiben, war aber auch ein rasender Antisemit. Inhaltlich ist Renaud Camus jedoch nicht mit ihm vergleichbar, deswegen vergleiche ich ihn auch ausdrücklich nicht mit Céline. Es sei nur angemerkt, dass jemand ideenmässig ziemlich daneben liegen oder Kritikwürdiges verzapfen – und gleichzeitig trotzdem „ein grosser Schriftsteller“ sein kann.)
     
     
     

  19. @ Angelika Livingstone
     
    Hahahaha, echt lustig, was Sie da schreiben. Ein amüsanter Versuch, den Leuten Sand in die Augen zu streuen.
    „Der Bloc identitaire ist einer von über 20 Verbänden, die sich an der Tagung beteiligen…“ – Formell vielleicht, ja. Eines der Probleme (unter anderen) ist nur, dass der rechtsextremistische Bloc identitaire gleich fünf mal auftaucht. Ich mach’s gern auch konkreter.
    1. Unter seinem eigenen Namen. 2. Mit „Solidarité Kosovo“ (eine Vereinigung, die die serbischen Ultranationalisten verteidigt), angekündigt mit dem Redner Pascal Gouillot, der niemand anders ist als der frisch gekürte „Präsidentschaftskandidat“ des Bloc identitaire für die Wahl im Jahr 2012. 3. Mit „Solidarité des Français“ (SDF), das sind diejenigen, die als angeblich mildtätige Gabe „Schweinesuppe“ – im Original „Soupe au cochon“ – an Obdachlose ausschenken, was sowohl Juden als auch Muslime von vornherein ausgrenzt. SDF ist eine Satellitenorganisation des Bloc (vgl. auch den französischsprachigen Wikipedia-Eintrag unter „Bloc identitaire“), aber auch andere Rechtsextremisten, Anhänger des Front National, Antisemiten nehmen an ihren Aktionen teil. 4. Mit „NOVOPRESS“, das ist die „Presseagentur“ des Bloc, eine Art rechtsradikaler Alternative zu Wikipedia. 5. Mit „Rebelles.info“. Das ist eine rechtsradikale Webseite, deren Redaktion laut eigenen Angaben am „Identitären Kongress“ des Bloc in Orange im Oktober 2009 teilgenommen hat. Auf dieser Webseite liest man unter anderem so schöne Dinge wie: „Die Demokratie ist ein Luxus, den wir uns heute nicht mehr leisten können“ (im Original: „La démocratie est un luxe que nous ne pouvons plus nous permettre“).
    Zu Renaud Camus :
    Sein Buch „La campagne de France“ musste am 21. April 2000 vom Verlag (Fayard) aus dem Buchhandel zurückgezogen werden, weil es antisemitische Passagen enthielt. Aus demselben Anlass wurde bekannt, dass sein langjähriger Verleger (POL) dasselbe Buch aufgrund dieser antisemitischen Passagen zuvor abgelehnt hatte.
    In dem Buch liest man unter anderem Sachen wie: „Das jüdische Denken ist sicherlich im Allgemeinen durch und durch spannend; aber es steht nicht im Mittelpunkt der französischen Kultur.“ Denn schließlich spüre er selbst eine leidenschaftliche Liebe „für die Erfahrung, wie sie seit 15 Jahrhunderten durch das französische Volk auf dem Boden Frankreichs erlebt wurde, und für die Kultur und Zivilisation, die daraus resultiert. Und, folgerichtig, regt es mich auf und macht mich traurig, dass die Sprecher und Vermittler dieser Kultur und Zivilisation in der Mehrheit Juden sind – oft Franzosen der ersten oder zweiten (Einwanderer-) Generation, die nicht direkt an dieser Erfahrung teilhaben.“
    Zu Riposte Laïque nur so viel: Einer der Sprecher dieser obskuren Vereinigung, Pierre Cassen (der in seinem Leben in politischer Hinsicht schon alles möglich war, eine höchst schillernde Figur) vertritt heute  öffentlich die Auffassung, allein die extreme Rechte – konkret in Gestalt von Marine Le Pen – stehe für einen Laizismus nach seinem Geschmack ein. In folgendem Interview mit ihm nachzulesen:
    http://www.marianne2.fr/Apero-geant-selon-Pierre-Cassen-seule-l-extreme-droite-defend-aujourd-hui-la-laicite-Malheureusement_a194130.html
    Einer der regelmässigen Autoren bei Riposte Laïque ist der angebliche „Gewerkschafter“ (in Wirklich eher ein rechtsradikales U-Boot bei einer bestimmten, für rechte Umtriebe notorisch anfälligen Gewerkschaft) Jacques Phalcein. Dieselbe Figur hielt am 28. Oktober 2010 einen Vortrag über ein „nationales und patriotisches Gewerkschaftertum“ in einem Pariser Lokal, das dem bekannten Neofaschisten Serge Ayoub gehört. Ayoub, dessen Spitzname früher „Batskin“ lautete, war in den achtziger Jahren der Anführer von Skinhead-Horden im Raum Paris. Heute betreibt er eine kleine, nationalrevolutionär bis nationalsozialistisch ausgerichtete, Gruppe namens „Troisième Voie“.
     
     
     
     
     

  20. Die Beschimpfung, dass die Tagung gegen die Islamisation Europa’s in Paris antisemitisch eingestellt ist, ist eine regelrechte Verleumdung. Renaud Camus, grosser französischer Schriftsteller wird hier auch verleumdet. Ich werde ihn um eine Reaktion bitten. Was sagen Sie denn, als Renaud Camus von Alain Fienkelkraut verteidigt wurde ? Darüber nichts. Der Artikel ist eine regelrechte Manipulation gegen RIPOSTE LAIQUE. Ich füge zu, dass der Autor des Artikels eine Schande für den Journalismus ist. Bevor solch einen Schlamm zu schreiben, sollte doch erstmal Erkundigung genommen werden. RIPOSTE LAIQUE ist ISLAM KRITIK und auf keinen Fall Antisemitisch, wie hier verleumdnerischer Weise behauptet wird. Bitte, lesen Sie RIPOSTE LAIQUE und die Wahrheit wird Ihnen auf einmal klar werden. Sie sollten sich entschuldigen RIPOSTE LAIQUE als antisemitisch zu verleumden. An ihrer Stelle, an der Stelle von RIPOSTE LAIQUE würde ich sie zu Gericht ziehen wegen Verleumdung. RIPOSTE LAIQUE ist der Organisator dieser Tagung, BLOC IDENTITAIRE ist eine der 27 Verbände, die sich and der Tagung beteiligen. Was würden Sie sagen, wenn es den Juden so gehen würde wie in Holland, wo Bolkenstein ihnen empfehlt auszuwandern, weil sie Opfer marokanischen Antisemiten sind ? Die Marokaner sollen auswandern, nicht die Juden, die zu Europa und dem Westen gehören. Ich wünsche dieser RIPOSTE LAIQUE TAGUNG einen grossen Erfolg. Der grün Faschismus lauert und muss bekämpft werden. Wie was es denn damals, als gegen die Nazis widerstanden werden musste ? Wer allierte sich gegen das Böse ? Stalin, Roosevelt, Churchill und de Gaulle. Was hatten die miteinander zu tun ? NICHTS ! Heute soll es auch gegen den NAZISLAMISMUS geschehen. Aufhören sollten Sie RIPOSTE LAIQUE anzugreifen. Die sind die mutigsten, die ich kenne. Angelika Livingstone

  21. Ich, Pascal Hilout,
    Gebohren Mohamed als Kind von muslimischen Eltern,
    Ich gehöre zur Redaktion von Riposte Laïque und ich bin ein Kritiker des Islams als Religion, weil ich für die Emanzipation der Muslime kämpfe,
    Ich bin Semit, marokkanischer Abstammung und all meine jüdischen Frende die mich kennen, hier in Frankreich, können bestätigen dass ich nie Antisemitismus ausgedrückt habe (Nehmen Sie bitte Ihre Informationen bei BBF z.B., oder bei Frau Véronique Chemla)
    Es wird unserer Redaktion vorgeworfen dass wir zu oft Israël verteidigen anstatt den Palestinensern lobzupreisen, und dass wir Hamas zu viel kritisieren
    Unsere Redaktion ist auch aus Juden, Gläubigen und nicht Gläubigen zusasammengesetzt.
    Es wird uns vorgeworfen Bat Ye’or‘ s Thesen zu verbreiten und Paul Landau zu veröffentlichen
    Riposte Laïque und die Vereine die unsere Konferenz vom 18. Dezember mitorganisieren sind nicht rechtsextremisten. Keiner kommt aus dem Front National oder irgend so etwas.
    Die Partei Bloc Identitaire ist zwar sehr populistisch orientiert, treibt oft Provokation ist aber überhaupt nicht auf Gewaltanwendung gerichtet und hat nichts mit « Unité Radicale » zu tun.

    Die Einladung an Herrn Ralph Giordano für unserere Konferenz in Paris ging von uns, Riposte Laïque, aber Kalomnie ist so effizient dass all das vergessen wird. Die Fokale ist auf Bloc Identitaire gerichtet und alles nimmt nur diese Farbe. Was Herrn Freysinger anbelangt sollten doch einmal zuhören was er sagt anstatt ihm Vorwürfe so leicht zu richten. Er ist Deutschlehrer und könnte Ihnen das besser erklären.
    Herr Ralph Giordano hatte mir ein Interview versprochen, ich wäre gerne nach Köln gereist wenn er nicht so beschäftigt war. Schade dass er nicht hierher kommt. Der könnte uns besser kennenlernen und sehen dass wir die Befreiung unser Mitbürger anstreben. Ich hoffe dass die Lügen immer kurze Beine in Deutschland haben
    Hochatungsvoll

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