Vor 75 Jahren begannen die Deportationen aus Nürnberg

In den letzten Novembertagen des Jahres 1941 zerrte die Gestapo 512 Nürnberger Juden aus ihren Wohnungen und brachte sie mit Lastwagen zu einer Deportations-Sammelstelle. Die damals 45-jährige Rosa Kaufmann gab ihre Erinnerung an diese schrecklichen Tage 1958 in einem Gerichtsverfahren zu Protokoll: „An einem Donnerstag gegen Ende November 1941 bin ich als Jüdin von SS-Leuten in meiner damaligen Wohnung abgeholt worden. Ich wurde mit einer Reihe von Glaubensgenossen in einem geschlossenen Auto – ich denke, es wird ein Polizeitransportauto gewesen sein – in ein Lager verbracht“…

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Über Antisemitismus auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg

Auf der diesjährigen Linken Literaturmesse wurden zwei Frauen von mehreren Männern umringt, körperlich angegriffen und eine von ihnen als Schlampe bezeichnet. Der Veranstalter der Literaturmesse verwies die beiden daraufhin des Saales und sprach ein Hausverbot aus, anstatt die Männergruppe zur Vernunft und Mäßigung aufzurufen. In dieser schutzlosen Lage drängten die Männer die Frauen zur Tür, welche den Saal unter Protest verlassen mussten. All das, weil sie kritische Fragen zu einer anti-israelischen Querfront-Organisation und deren Ausstellung auf der Linken Literaturmesse hatten. Bei dem tätlichen Angreifer handelt es sich um ein Mitglied des Freidenkerverbands, einer weiteren Querfront-Gruppe, die als Mitveranstalter der Ausstellung auftrat…

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