
Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, hat in einem Interview mit dem lateinamerikanischen Gewerkschaftsverband CLATE gesagt, es gebe Zeugenberichte aus den Konzentrationslagern, wonach Juden auf dem Weg zu den Gaskammern „Muslime“ genannt worden seien. Der Begriff „Antisemitismus“ habe ursprünglich den Hass auf alle Menschen aus dem Nahen Osten bezeichnet, also auf Nicht-Europäer, Nicht-Weiße und Nicht-Christen. Erst allmählich habe er sich auf Juden verengt.
Das muss man mehrfach lesen, um es sacken zu lassen. Wieviel Ahnungslosigkeit und Verbohrtheit kann eine Person auf sich vereinen? Und dann auch noch zum Besten geben?!
Yad Vashem hat Albaneses wilde These umgehend öffentlich zurückgewiesen. Eine kleine Geschichtsstunde inklusive. Der Begriff „Muselmann“ wurde unter den Gefangenen selbst genutzt. Sie bezeichneten damit Gefangene, jüdische wie nichtjüdische, die dem Tode nahe waren und wie wandelnde Skelette aussahen.
Hmm, und wie war das mit dem Antisemitismus? Meinte Wilhelm Marr damit auch Muslime? Kann man sich nicht ausdenken…
Mittlerweile hat sich Albanese entschuldigt. Ob das Ganze dazu führt, dass sie sich ein wenig Wissen anliest, wage ich allerdings zu bezweifeln. (al)



