Neuerscheinung anlässlich des 10. Todestages von Elie Wiesel

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Am 2. Juli 2026 jährt sich zum 10. Mal der Todestag des Auschwitzüberlebenden, Friedensnobelpreisträgers und Menschenrechtsaktivisten Elie Wiesel (1928-2016). Zu diesem Anlass sind soeben Elie Wiesels beide Zeugnisberichte in einer wissenschaftlichen Ausgabe erschienen.

Elie Wiesel hielt seine Erinnerungen an die Zeit in den Todeslagern als Zeugnis für die Menschheit fest. Diese Berichte zählen zu den wichtigsten Dokumenten des Holocaust (Band 1). Aus der Erinnerung an die Unmenschlichkeit machte Wiesel zeitlebens eine Botschaft für die Menschenwürde, was ihn weltweit zu bedeutenden Begegnungen führte. Seine spannende Lebensgeschichte erzählt er in zwei großen Autobiografien in literarischer und packender Sprache (Band 2 und 3). Am Ende seines Lebens zog er eine Bilanz, die unter die Haut geht (Band 4).

So wird sein autobiografisches Werk zu einem berührenden und aufrüttelnden Lebenszeugnis, das die Erinnerung an die Vergangenheit mit der Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft vereint.

Lange Zeit nach der Befreiung konnte der junge Elie Wiesel über seine Schreckenserfahrungen in den Todeslagern der Nationalsozialisten nur schweigen. Worte schienen ihm unzulänglich, das Geschehene festzuhalten. Nach zehn Jahren begann er, seine Erinnerungen niederzuschreiben, zunächst in seiner Muttersprache, dem Jiddischen.

Das erste Zeugnis trägt den Titel „„…un di velt hot geshvign“. Dieses Buch wird hier, 70 Jahre nach seinem ursprünglichen Erscheinen, erstmals übersetzt und zusammen mit seinem weltberühmten Bericht „Die Nacht“ publiziert. Der Band stellt eine einzigartige Zusammenstellung zweier Dokumente vor, die für die Erinnerungskultur für heute und morgen von höchster Bedeutung sind.

Elie Wiesel, geboren 1928, wurde 1944 in Rumänien aufgrund seiner jüdischen Wurzeln nach Auschwitz deportiert. Sein autobiografisches Erinnerungsbuch »Die Nacht« (1958) wurde zu einem millionenfach verkauften Welterfolg. Seit 1978 war Wiesel Professor in Humanities an der Universität Boston. Für sein literarisches Werk und seinen Kampf für Humanität wurde er hundertfach geehrt und ausgezeichnet. 1986 erhielt er den Friedensnobelpreis. Elie Wiesel starb am 2. Juli 2016.

–> Zur Buch-Reihe

Online-Buchvorstellung als Zoom-Konferenz:
Do, 2. Juli 2026, 11:00–12:00 Uhr
Zugangsdaten nach Anmeldung bei: relpaed@kath-theologie.uni-tuebingen.de