Zum 85. Geburtstag von Bob Dylan

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Bob Dylan, 1980, Foto: Jean-Luc / CC BY-SA 20.0

Von Thomas Tews

Heute vor 85 Jahren, am 24. Mai 1941, wurde Bob Dylan als Robert „Bob“ Zimmerman im St. Mary’s Hospital in der Hafenstadt Duluth im US-Bundesstaat Minnesota geboren. Seine liberalen jüdischen Eltern Abraham „Abe“ Zimmerman (1911–1968) und Beatrice „Beatty“ Stone (1915–2000) waren Nachkomm*innen jüdischer Immigrant*innen, die 1902 bzw. 1905 aus dem damals russischen, heute zur Ukraine gehörenden Odessa in die Vereinigten Staaten eingewandert waren und sich im Mittleren Westen niedergelassen hatten.

In seiner 2004 erschienenen Autobiographie „Chronicles“ schreibt Dylan, dass seine sephardischstämmigen Großeltern väterlicherseits aus der türkischen Provinz Kars an der Grenze zu Armenien gekommen und über die türkische Hafenstadt Trabzon an der Schwarzmeerküste nach Odessa und von dort aus in die Vereinigten Staaten gelangt seien.

Heute gilt der Singer-Songwriter Dylan, der mit Liedern wie „Blowin’ in the Wind“ (1962) und „Like a Rolling Stone“ (1965) gesellschaftliche und politische Bewegungen inspirierte, als einer der einflussreichsten Musiker*innen unserer Zeit. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter vor zehn Jahren, 2016, den Nobelpreis für Literatur, und sogar ein Asteroid wurde nach ihm benannt.

Dass Dylans Erfolg seiner Tiefgründigkeit keinen Abbruch tat, belegt beispielsweise folgendes Zitat von ihm:

„Ein Held ist jemand, der die Verantwortung begreift, die mit der Freiheit verbunden ist.“

In diesem Sinne: Masal tow, Bob Dylan!