Hebräische Lyrik nach dem 7. Oktober 2023
Seit dem 7. Oktober 2023 haben sich die Ereignisse in Israel nachhaltig auf das Leben vieler Menschen ausgewirkt. In dieser Sammlung versuchen hebräisch schreibende Dichter:innen, Worte für das Unfassbare zu finden. Die zweisprachige Ausgabe (Deutsch/ Hebräisch) versammelt Werke bekannter Autor:innen wie David Grossman, Agi Mishol, Amos Noy und Ronny Someck sowie jüngerer Stimmen.
Die Sammlung sei kein herkömmlicher Gedichtband, schreibt Herausgeber und Übersetzer Udi levy in seinem Vorwort. Sie sei „ein Einblick in die Seelenverfassung von Menschen, deren Sprache Hebräisch ist, die mittels ihrer lyrischen Ausdruckskraft auf die Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023 in einem einst als heilig bezeichneten Land reagieren.“ Es sind Gedichte, die Schmerz, Verlust, Mitgefühl und die Suche nach Orientierung in einer Zeit, in der Gewalt und Trauer den Alltag durchdringen, reflektieren.
Udi Levy legt Wert darauf, die innere Musik der hebräischen Sprache zu bewahren und zugleich den deutschsprachigen Leser:innen eine unmittelbare Nähe zu den Texten zu ermöglichen. Die Anthologie versteht sich als literarischer Raum für Reflexion, Empathie und das Menschliche – ein Versuch, die Komplexität von Gegenwart und Trauma poetisch sichtbar zu machen.
Sprache ist mein Schutzraum. Hebräische Lyrik nach dem 7. Oktober 2023, Deutsch/Hebräisch, Herausgegeben und übersetzt von Udi Levy, Anthea Verlag 2025, 162 S., Euro 15,99, Bestellen?



