Am Samstag, den 21. Februar 2026 legten dreißig Personen mit dem Kulturverein „das andere Bayern“ und dem Kurt-Eisner-Verein in München Kränze nieder für Kurt Eisner, den Gründer und 1. Ministerpräsidenten des Freistaat Bayern. Kurt Eisner wurde von dem rechtextremen adligen Kriminellen Arco vor 107 Jahren in der Straße ermordet, die immer noch dem Demokratiefeind Faulhaber gewidmet ist. Michaela Dietl spielte auf dem Akkordeon zum Thema Freiheit/Liberta.
Angesichts der aktuellen Bedrohungen durch Militaristen und Rechtsextremisten halten wir es für dringend geboten, die Erinnerung an den Pazifisten und sozialistischen Demokraten Kurt Eisner wach zu halten!
Nachdem die Landeshauptstadt München das Doppelgrab von Kurt Eisner und Gustav Landauer auf dem Neuen Israelitischen Friedhof wieder zum Ehrengrab machte, gehen wir davon aus, dass auch Oberbürgermeister Dieter Reiter einen Kranz niederlegen wird.
Als gemäßigte Optimisten wollen wir nicht ausschließen, dass sogar der amtierende Ministerpräsident des Freistaats Bayern für seinen Amtsvorgänger zumindest ein Blumengesteck niederlegt.
Einer Urenkelin von Kurt Eisner, in deren Besitz seine Schreibmaschine war, hatten wir empfohlen, sie dem Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg anzubieten. Das war erfolgreich und Direktor Loibl freut sich über das Geschenk und bestätigt, dass Kurt Eisner 1918 den Freistaat Bayern begründete und die Adels- und Militärdiktatur beendete!
Vielleicht dringt das sogar durch bis in die Bayerische Staatskanzlei und in die CSU und in die Landeshauptstadt München und vielleicht könnte das auch ein Schritt sein zur Benennung des Platzes hinterm Münchner Rathaus in KURT EISNER PLATZ …. ???!!!
Drei Enkel Kurt Eisners schrieben uns:
„Was in uns eine große Empörung auslöst, ist dass das Bodendenkmal für Kurt Eisner mit Füßen getreten wird!
Hier an diesem Platz wurde er ermordet! Das ist der Mordplatz!
Wir schlagen deshalb vor, die Gedenkplatte aufzustellen!
Mit gutem Willen ist das sicher möglich.“
Gemeinsam schlagen wir nun vor, die Bodenplatte mit den Umrissen des Ermordeten, die kaum beachtet wird und als Fußabstreifer dient, aufzustellen und mit dem Wort „Freistaat“ zu berichtigen.
Das darf dann gerne als Aufstand für Freiheit und Demokratie verstanden werden.
Das andere Bayern – Verein für demokratische Kultur im Freistaat e.V.



