Seit dem 7. Oktober 2023 haben israelfeindliche Proteste an deutschen Hochschulen eine neue und beunruhigende Dynamik entwickelt. Unter dem Vorwand politischer Solidarität mit Palästina treten auf dem Campus zunehmend antisemitische Parolen, Symbole und Übergriffe zutage. Der Film „Zwischen Hörsaal und Hetze“ dokumentiert und analysiert diese Entwicklung mit Videomaterial von studentischen Besetzungen und Protestaktionen. Er zeigt, wie jüdische Studierende sich immer weniger sicher fühlen und an vielen Hochschulen ein Klima der Einschüchterung entsteht.
Interviews mit verschiedenen Expert:innen ordnen die Ereignisse ein und beleuchten ihre Hintergründe. Sie zeigen, wie akademische Diskurse zunehmend zur Legitimation antisemitischer Haltungen beitragen und wie oft die Verantwortungsträger:innen in den Institutionen untätig bleiben.
„Zwischen Hörsaal und Hetze“ ist ein filmisches Dokument über die Erosion des demokratischen Diskurses an deutschen Hochschulen und ein dringender Appell, Antisemitismus auch dort klar zu benennen, wo er sich als intellektuelle Haltung tarnt.
Podiumsdiskussion
Nach der Vorführung des Films diskutieren:
• Philipp Roggenkamp (Referent JFDA, Moderation)
• Andreas Stahl (Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen)
• Joel Ben-Joseph (Gruppe Tacheles an der Humboldt-Universität zu Berlin)
Die Veranstaltung bietet Raum zur Reflexion gesellschaftlicher Herausforderungen, die durch die Verleugnung von Gewalt und die Verbreitung antisemitischer Narrative sichtbar werden, sowie zum Nachdenken über Möglichkeiten, diesen entgegenzutreten.
Informationen im Überblick:
• Begrüßung durch Levi Salomon
• Filmvorführung: „Zwischen Hörsaal und Hetze – Akademischer Antisemitismus nach dem 7. Oktober“
• Diskussion mit Podiumsgästen
• Dauer der Veranstaltung: ca. 90 Minuten
• Zeit: 01.12.2025, Einlass: 19:40 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr
• Ort: Der Ort wird nach Anmeldung per Mail zugesendet
Wir bitten um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an kulturprojekt@jfda.de.



