Käsekuchen von Orna und Ella

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Schawuot ist die Zeit für Käsekuchen. Ein richtig guter Käsekuchen hilft ein klein wenig die Sorgen des Alltags zu vergessen. Ein phänomenal gutes Käsekuchenrezept ist das von Orna und Ella.

Anfang der 1990er Jahre wurde die Sheinkin Straße zum Symbol für die hippe Blase Tel Aviv. Das ist sie schon lange nicht mehr, die einstige Avant-Garde-Straßenkultur ist mehr oder weniger gewöhnlichen Modegeschäften und Cafés gewichen und das Facelifting, das die Stadtverwaltung der Straße verpasst hat, lässt alles noch viel aufgeräumter erscheinen.

Und seit einigen Jahren gibt es auch die Ikone der neuen israelischen Küche nicht mehr, die hier beheimatet war, das „Orna und Ella“. 1992 begannen Ella Shine und Orna Agmon mit einem kleinen Café, das vor allem Sandwiches und Suppen anbot. Schon ganz zu Anfang stand auch ihr Klassiker auf der Karte: Lewiwot Batata. Die Puffer aus der Süßkartoffel wurden schlicht angerichtet, mit einigen geschälten Gurken, Tomatenscheiben und einem Joghurt-Dip mit Schnittlauch. Zum Reinlegen gut, aber das passt eher zu Chanukka.

Später gab es ein kleines aber feines Menü, in angenehm entspannter, aber dennoch gehobener Atmosphäre, in der jeden Tag etwa 1000 Lewiwot vertilgt wurden. Orna und Ella waren täglich im Café anzutreffen und kümmerten sich persönlich um das Menü, das ständig erweitert und erneuert wurde. Bis 2018. Nach gut 25 Jahren entschlossen sich die beiden Gründerinnen neue Wege zu beschreiten und seitdem muss Tel Aviv ohne „Orna und Ella“ auskommen.

Zum Glück machten die beiden aus ihren Rezepten kein Geheimnis. Sie sind sowohl in Buchform wie auch im Internet erhältlich, so dass jeder zuhause die Puffer und Co. nachkochen kann. Und auch den grandiosen Käsekuchen, der wunderbar zu Schawuot passt!

Käsekuchen von Orna und Ella

Für eine Springform mit Durchmesser von 26 cm

Boden:

170 gr Butterkekse (fein zerkleinert und gemahlen)
40 gr Zucker
100 gr geschmolzene Butter

Käseschicht:

750 gr Gvina levana / Quark (nicht mehr als 9% fett), abgetropft
150 gr Zucker
1 TL Vanilleextrakt
6 Eier

Überzug:

400 ml saure Sahne
2 EL Zucker
2 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:

1. Kekskrümel mit Zucker und Butter vermischen. Fetten Sie die Springform gut mit Butter ein und drücken Sie die Krümel fest auf den Boden. 20 Minuten oder länger im Gefrierschrank aufbewahren.

2. Quark, Zucker und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit einem Handmixer verrühren. Die Eier einzeln dazugeben und zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.

3. Heizen Sie den Ofen auf mittlere bis niedrige Hitze (150 Grad) vor. Die Quarkmischung auf den Boden gießen.

4. In den Ofen schieben und 40-45 Minuten backen, bis der Kuchen fest, aber in der Mitte noch weich ist, sich an den Rändern etwas aufbläht und nicht ganz durchgebacken aussieht (die Form nach einer halben Stunde Backzeit im Ofen drehen, da die meisten Öfen nicht gleichmäßig backen).

5. Aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten abkühlen lassen.

6. Für den Belag: Sauerrahm, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel verrühren.

7. Überziehen Sie den Kuchen vorsichtig mit einem Löffel, von den Rändern zur Mitte hin. Da der Kuchen sehr weich ist, muss man die Creme vorsichtig verteilen, damit sie nicht in der Mitte einsinkt.

8. Die Form wieder in den Ofen stellen und weitere 8 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und vor dem Servieren mindestens 4 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank bleibt der Kuchen bis zu drei Tage haltbar.

Chag sameach!