Angespanntes Warten

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Israelisches Abwehrsystem "David's Sling", Foto: IDF Spokesperson's Unit / CC BY-SA 3.0

In Israel herrscht dieser Tage angespanntes Warten. Warten auf die iranische Revanche für die Liquidierung zweier Generäle der Revolutionsgarden in Damaskus, die Israel zugeschrieben wird. Aus Geheimdienstquellen in den USA heißt es, ein Angriff Irans auf Israel würde unmittelbar bevorstehen.

Unklar ist dabei, ob es ein Angriff aus dem Iran selbst oder durch einen der iranischen Proxies sein wird, also beispielsweise aus dem Irak. Israel bereitet sich seit Tagen auf einen Angriff vor, patroulliert den Luftraum, rekrutiert Reservisten für die Abwehr von Raketen- und Drohnenangriffen vor und hat außerdem Übungen der Luftwaffe für Angriffe im Iran aufgenommen.

Trotz der angespannten Lage zwischen Israel und den USA betonte US-Präsident Biden die uneingeschränkte Unterstützung für Israel: „Wir werden alles tun, was wir können, um Israels Sicherheit zu schützen.“ 

Auf der Straße oder im Supermarkt kann man dieser Tage Gespräche über die Notwenigkeit, Lebensmittel zu horten, hören, Generatoren für den Heimbetrieb sind ausverkauft, Transistorradios hoch im Kurs. Grundschulkinder werden in die anstehenden Pessachferien mit allen Schulbüchern geschickt, mit der Erklärung, man wisse ja nicht, ob es nach den Ferien wieder Zoom-Unterricht gibt. Die Meldung, dass Lufthansa die Flüge nach Teheran aussetzt, sorgte am Morgen bei Kommentatoren im Radio für Erheiterung, was wissen die Deutschen, das wir nicht wissen, wurde gefragt. Die nächsten Tage werden es zeigen.