Rukeli mal anders

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NaturFreunde Berlin gedenken Johann Rukeli Trollmann 2024

„Rukeli – der Boxvirtuose“ ist der Arbeitstitel der „Graphic Novel“ zum Leben und Schicksal des Ausnahmeboxers Trollmann. Der Zeichners Gerhard Mauch, alias Gischbl wird anwesend sein und über seine Arbeit an der grafischen Erzählung sprechen. Im gegenüberliegenden Kurt-Mühlenhaupt Museum werden die erste Seiten und Skizzen in einer temporär Ausstellung präsentiert.

Martin Krauss, Sportjournalist, spricht zu dem „Boxer-Genie“ Trollmann.

Am 9. Juni 1933 wurde „Rukeli“ Trollmann in der Bockbrauerei in Berlin-Kreuzberg
deutscher Meister im Halbschwergewicht. Die Aberkennung seines Titels durch die Nazis
folgte Tage später mit der Begründung „zigeunerhaften und undeutschen“ Boxens. Im Juni 1942 wird er in Hannover verhaftet, schwer misshandelt und einige Wochen später
in das KZ Neuengamme überstellt. 1944 wird Johann Trollmann im KZ-Außenlager
Wittenberge ermordet.

Rukeli Trollmann wurde aufgrund seiner Identität verfolgt und ermordet. Er war ein
großartiger Sportler, an den die NaturFreunde erinnern.

Seit 2020 ist an dem Ort im Sommergarten der früheren Bock-Brauerei eine offizielle
Gedenktafeln die von der Initiative „kein Mensch ist asozial“ in der die Berliner
NaturFreunde mitarbeiteten, angebracht worden. Seit Juli 2010 liegt dort schon ein
Stolperstein.

Mit der Gedenkveranstaltung wollen die NaturFreunde in Kooperation mit dem Kurt-
Mühlenhaupt-Museum am offiziellen 81. Todestages im 91. Jahrestag der deutschen
Meisterschaft im Halbschwergewicht in der Bockbrauerei erinnern.

Die Gedenkveranstaltung findet statt:
Freitag, 09.02.2024
Zeit: 17:00 Uhr
Ort: Stolperstein/Stele von Rukeli Trollmann, Fidicinstrasse 2, 10965 Kreuzberg
ÖPNV Platz der Luftbrücke
Anschliessend:
In den Räumen des Kurt-Mühlenhaupt Museum – schräg rüber in der Fidicinstras 41-
stellt der Zeichner Gerhard Mauch, die erste Entwürfe seiner Bildergeschichte zu
„Rukeli“ vor.

Die Initiative: kein Mensch ist asozial (IkMia) ist ein Zusammenschluss geschichts-politischer Initiativen und Einzelpersonen:
Ak Marginalisierte – gestern und heute (AKM), NaturFreunde Berlin, Verband der Verfolgten des Nazi-Regime VVN-BdA, Netzwerk Zwangsarbeit in der Tempelhofer Vorstadt (K61), Stadtteil-Ini „Wem gehört Kreuzberg“ , dem Gedenkort Fontanepromenade 15 e.V. u.a