Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2020 in München

»Jewish Journeys – Jüdische(s) Reisen« lautet das diesjährige Motto, das sich das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zu Herzen genommen hat. Kommen Sie mit auf die Reise durch unser  Programm!

Rundgänge am Sonntag, 13. September 2020

12:00 & 15:00 Uhr Instawalks zum Jüdischen Leben im Herzen Münchens

Ein Instawalk ist ein Spaziergang, auf dem man fotografiert und seine Bilder anschließend auf den Onlinedienst Instagram hochlädt. Spannend ist, wie unterschiedlich Menschen denselben Ort wahrnehmen, ihre Motive auswählen und die Fotografien umsetzen.

Die Geschichte des Marienplatzes ist eng mit der Geschichte jüdischen Lebens in München verbunden. Auf dem Instawalk erfahren Sie mehr über diese längst vergessene(n) Geschichte(n), die Sie dann mit Ihren Bildern wieder sichtbar machen. Historische Aufnahmen treten dabei in einen digitalen Dialog zum aktuellen Ort.

Hashtag #JewishJourneys

In Kooperation mit dem Jugendzentrum Neschama.

Bitte ein Smartphone mitbringen. Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Teilnahme nur nach Voranmeldung unter Telefon (089) 202 400-491 oder E-Mail: karten@ikg-m.de (Stichwort 1. bzw. 2. Instawalk) möglich.
Treffpunkt am Brunnen, St.- Jakobs-Platz.
Dauer: 60 Minuten
Teilnahmegebühr: 5,- Euro


Eine Reise durch die Spezialitäten der jüdischen Küche am Sonntag, 13. September 2020
 

Restaurantleiter Karl Fichtner und sein Team freuen sich auf Ihren Besuch!

 18:00 – 20:00 Uhr – Spezialitäten à la carte
Veranstaltungsort: Restaurant Einstein, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Telefon (089) 20 24 00-332

Voranmeldung: Der Restaurant-Besuch nur nach vorheriger Anmeldung unter www.einstein-restaurant.de möglich.

 

Live-Stream vom Jakobsplatz auf IKG LIVE! am Sonntag, 13. September 2020, 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr 

Das diesjährige Motto des Europäischen Tags der jüdischen Kultur ist »Jewish Journeys«. Da Sie nicht zu uns kommen können werden, kommen wir in diesem Jahr zu Ihnen nach Hause. Das Kulturzentrum sendet live vom Jakobsplatz in die Welt: Mit interessanten Gästen, unterhaltsamen Themen, Beiträgen zu »Jüdischen Reisen«, Musik und Gesprächen.

Schauen Sie rein und erleben Sie:

Den Historiker Prof. Dr. Frank Bajohr & den Filmemacher Emanuel Rotstein mit ihrem Filmgespräch über das Drama »Persischstunden«, Ariella Chmiel von der Literaturhandlung, die Büchertipps zum Thema »Jüdische Reisen« gibt, Karl-Heinz Fichtner vom Restaurant Einstein, Chaim Frank, Archivar, Autor und Flaneur zu jüdischer Stadtgeschichte, IKG-Präsidentin Dr. h. c. Charlotte Knobloch über Gott und die Welt, Danylo Krol & Joel Loulai, IKG-Jugendzentrum, sowie Dr. Sibylle von Tiedemann, IKG-Kulturzentrum, die vom Instawalk zur jüdischen Geschichte am Marienplatz berichten, die Künstlerin Ilana Lewitan mit Einblicken in ihre Ausstellung »Adam, wo bist du?« im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst  und Ellen Presser zur Geschichte des Europäischen Tags der jüdischen Kultur.

Moderation: Armand Presser

Einwahldaten: www.ikg-live.de
Benutzername: ikg; Passwort: live

 

Schaufenster-Ausstellung Wallach-Puppenmöbel 

Donnerstag, 10. September bis Montag, 21. September 2020

Die Brüder Moritz und Julius Wallach führten das 1900 gegründete Trachtengeschäft seit 1910 als Volkskunsthaus Wallach an der Ecke Residenzstraße/ Hofgraben. Es wurde durch seine originelle Ausstattung mit folkloristisch bemalten Verkaufsnischen populär. Auf fünf Stockwerken reihten sich Bauernstuben und Ensembles regionaltypischer Gegenstände. Sogar der Baedeker München, Oberbayern, Allgäu empfahl die neue Touristenattraktion. Etliches aus dem Kaufangebot gab es für Kinder sogar im Spielzeugformat.

Aber auch das Dirndl machten die Brüder Wallach salonfähig. Eine ihrer Kreationen erregte sogar auf einem Pariser Ball großes Aufsehen. 1910 erhielt Julius Wallach als Anerkennung seiner Leistung bei der Ausstattung der Jubiläums-Wiesn den Titel »Königlicher Hoflieferant«.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten änderte sich alles. 1938 wurde das Volkskunsthaus arisiert. Einem Teil der Familie gelang die Emigration, andere wurden Opfer der Schoah.

Ausstellungsort: Schaufenster im Orag-Haus, Oberanger 9

Bild oben: Wallach-Stube © W. Franz

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