Angriffe auf Israel

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Israel reagiert mit der Operation „Schutzlinie“…

Am Dienstag, den 8. Juli, wurden 146 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen. Davon trafen 117 israelischen Boden und 29 wurden vom Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen.

Innerhalb von 24 Stunden waren Bewohner der folgenden Städte, Orte und Regionen gezwungen, nach Sirenenalarm Schutz in Bunkern zu suchen:

–    Jerusalem (drei Einschläge in den Hügeln von Jerusalem)
–    Tel Aviv (mindestens fünf Einschläge)
–    Die Städte im Süden Israels: Beer Sheva, Ashdod, Ashkelon (alle mehrfach angegriffen)
–    Gemeinden in Südisrael: Sderot, Ofakim, Shaar HaNegev, Sdot Negev, Verwaltungsbezirk Eshkol, Merhavim, Kiryat Malachi, Hof Ashkelon und Beer Sheva (alle mehrfach angegriffen)
–    Städte und Orte im Zentrum des Landes: Rehovot, Herzliya, Gadera, Ramat Hasharon, Yavne, Caesarea, Binyamina, Rishon Lezion, Hadera, Givatayim, Bat Yam und Holon

Ein Ende oder ein Abklingen der Angriffswelle ist nach derzeitigem Stand (Mittwoch, 09.07.) nicht in Sicht.

Es kam bislang zu Gebäude- und Sachschäden, auch durch Feuer, die durch Raketen und Granatsplitter ausgelöst wurden. Dank der extensiven israelischen Zivilschutzmaßnahmen, wurden nur leichte Verletzungen berichtet. In Ashdod und Umgebung beispielsweise wurden neun Zivilisten verletzt.

Zudem wurde ein Soldat der Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) leicht verletzt, als Terroristen versuchten, nach Israel zu gelangen, um dort einen Anschlag zu verüben. Sie kamen über den Seeweg nahe Zikim und konnten von der ZAHAL abgewehrt werden.

Bei einer der auf Hadera abgeschossenen Raketen handelt es sich um eine M-302, ähnlich den Raketen, die an Bord der Klos-C gefunden wurden, ein Schiff, das vom Iran aus Waffen für Terrororganisationen in den Gazastreifen transportieren sollte. Das Schiff wurde am 5. März durch die ZAHAL abgefangen. An Bord befanden sich unter anderem 40 Raketen des Typs M-302, die eine Reichweite von 160 Kilometern haben.

Vierzig Prozent der israelischen Bevölkerung, etwa 3,5 Millionen Menschen, leben derzeit in Reichweite der Raketen aus dem Gazastreifen.

Die jüngste Welle von Raketenbeschuss Israels aus dem Gazastreifen begann am 12. Juni, dem Tag, als drei israelische Teenager entführt und ermordet wurden. Der Beschuss steigerte sich am 30. Juni erheblich, noch bevor die Körper der drei Teenager später am selben Tag gefunden wurden und noch vor der Ermordung des Jugendlichen Muhammad Abu Khdeir aus dem Jerusalemer Stadtteil Shuafa durch jüdische israelische Extremisten.

Vom Tag der Entführung bis Montag (8.7., 6:30 Uhr israelischer Zeit) belief sich die Zahl der Raketen aus dem Gazastreifen auf 284. Viele davon wurden direkt vom militanten Arm der Hamas abgefeuert.
Die Hamas trägt die Verantwortung für die Eskalation. Die Hamas trägt auch die Verantwortung für Raketen, die von anderen Terrororganisationen abgefeuert werden, da sie seit 2007 im Gazastreifen allein regiert.

Israelische Reaktionen

Israel hat während der dreiwöchigen kontinuierlichen Angriffe aus dem Gazastreifen große Zurückhaltung geübt und maßvoll reagiert, um eine große Militäraktion zu vermeiden und um die Ruhe in der Zivilbevölkerung zu wahren.

Doch angesichts des anhaltenden Beschusses entschied die israelische Regierung am 7. Juli, die Operation „Schutzlinie“ („Protective Edge“/“Tzuk Eitan“) ins Leben zu rufen. Die ständige Bedrohung mehrerer Millionen Bürgerinnen und Bürger ist nicht länger hinnehmbar. Das Ziel der Operation ist die Schaffung von Stabilität und Sicherheit für die israelische Bevölkerung, sowie die Schwächung der Hamas und die Zerstörung terroristischer Infrastruktur, die sich gegen den Staat Israel richtet.

Die Operation Israels besteht bislang aus Luftschlägen auf die terroristische Infrastruktur im Gazastreifen. Das Kabinett hat noch keiner Bodeninvasion zugestimmt, aber 40 000 Reservisten wurden vorläufig mobilisiert.

Israel hat das Recht, sich gegen Angriffe auf seine Bevölkerung zu verteidigen und wird auch weiterhin alles dafür unternehmen, damit seine Bürger in Frieden leben können.

Weitere aktuelle Informationen finden Sie jederzeit auf einer Sonderseite des israelischen Außenministeriums zum Thema, auf der Webseite des Außenministeriums, sowie auf dem englischsprachigen Blog der Verteidigungsstreitkräfte.

Außenministerium des Staates Israel, 08/09.07.14, Botschaft des Staates Israel, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

4 Kommentare

  1. Der politische Hokuspokus ist ein verdammt gefährliches Handwerk, nicht für die, die es treiben, sondern für die, mit denen es getrieben wird: und das Objekt der Politik sind die Völker, sind die Nationen im Rahmen der von den Diplomaten gezogenen Landesgrenzen.

    Das sagte vor nunmehr 102 Jahren in der Zeitschrift Kain der Mann, an den haGalil jetzt erinnert anlässlich der achtzigsten Wiederkehr der Nacht seiner Ermordung durch die SS im KZ Oranienburg:

    http://buecher.hagalil.com/2014/07/muehsam/

    Und? Man möchte seine Aussage unterschreiben, gerade jetzt.

    • Man kann die Erziehung der Objekte des politischen Hokuspokus durchaus sehen:

      „http://www.youtube.com/watch?v=SoB1AjVCueU&feature=youtu.be“ (aus Lilas Seiten geklaut)

      Kinder deren Kindheit geschützt wird!

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