Islam – eine Bedrohung?

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Die Hälfte der Deutschen hält den Islam für eine Bedrohung. Das geht aus einer neuen „Religionsmonitor“ Bertelsmann-Studie hervor…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 28. April 2013

14.000 Menschen in 13 Ländern sind befragt worden. Dass Gefahr vom Islam ausgehe, bestätigten sogar 18 % der Moslems in Deutschland und 25 % der Menschen in der Türkei. Die Deutschen stehen mit ihrer Angst nicht alleine da. 76 Prozent der Israelis, 60 Prozent der Spanier, 50 Prozent der Schweizer und 42 Prozent der US-Amerikaner schätzen den Islam ebenfalls als gefährlich ein.

39 Prozent der Muslime bejahten die Aussage, „dass in religiösen Fragen vor allem meine eigene Religion Recht und andere Religionen eher Unrecht haben“ – mehr als dreimal so viel wie Katholiken (12 Prozent) und Protestanten (11 Prozent).

Noch ist der neue „Religionsmonitor“ nicht offen zugänglich, wurde aber exklusiv der „Welt am Sonntag“ zugänglich gemacht.

Die Umfrage befasste sich auch mit ethischen Dingen wie Schwangerschaftsabbruch, dem Verhältnis von Religion und Politik und der Religiosität der Befragten. Aber sie unterschied offenbar nicht zwischen religiösem Glauben und religiös konnotierten politischen Wahnsystemen. Ausgerechnet Fragen nach einem Gefühl der Bedrohung „durch den Islam“ oder durch das Judentum, in dem 19 Prozent der Deutschen in Ost wie West eine „Bedrohung“ sehen, erwecken den Eindruck, als sei das Projekt „Religionsmonitor“ den Dingen nicht wirklich auf den Grund gegangen.

In Europa hat „die Religion“ seit der Aufklärung ihren direkten Einfluss auf die Politik weitgehend verloren. Kirche und Staat wurden getrennt. In der Demokratie entscheidet der Volkswille und nicht der Wille des Papstes. Zwar tragen manche Parteien noch ein „hohes C“ in ihrem Namen. „Westliche Werte“ wie Menschenrechte, Würde des Menschen und Freiheit werden aus dem Christentum abgeleitet. Gleichwohl sind wohl weniger christlicher Glaube die treibende Kraft, als vielmehr das Grundgesetz und Vorstellungen der politischen Parteien.

Das Gefühl „vom Islam“ bedroht zu sein, hängt kaum oder gar nicht mit der Religion des Islam zusammen. Kein Befragter dürfte sich ernsthaft mit dem Islam und seinen Glaubenssätzen befasst haben.

„Der Islam“ ist in der Wahrnehmung der Gesellschaften von aktuellen politischen Ereignissen geprägt. Die ungeheuerliche Gewaltbereitschaft in „islamischen“ Ländern von Libyen über Ägypten, Syrien, Jemen und Irak bestimmt die Sicht des „Islam“ ebenso wie der 11. September 2001, die Bombenattacke in Boston oder die gescheiterte Terrorattacke auf dem Bonner Bahnhof. Angst machen Sprüche extremistischer Scheichs wie Jusuf Kardawi, Salafitenführer oder des Osama ben Laden. Sie predigen eine Vernichtung des Westens, eine Islamisierung Europas und einen Kampf gegen westliche, also vermeintlich christliche Werte.

Der Islam wird heute mit extremistischen politischen Bewegungen identifiziert, die mit Terror und anderen menschenverachtenden Methoden die „Weltherrschaft“ übernehmen wollen.

Fast nach dem gleichen Prinzip handelte Europa in der Zeit der Kreuzzüge. Auch Hitlers Versuch, sich als Erlöser die Welt untertan zu machen, wurde von ähnlichen christlich-religiösen Wahnvorstellungen getragen, wie das der Bonner Forscher Thomas Schirrmacher in seinem Buch „Hitlers Kriegsreligion“ herausgearbeitet hat. Nur würde heute kaum jemand die Ideologie der Nazis oder auch des Kommunismus mit Religion gleichsetzen.

In der Welt des Islam hat es keine „Aufklärung“ gegeben. In „islamischen Republiken“ gibt es deshalb auch keine Trennung von „Kirche und Staat“. Gleichwohl dürfte das Gefühl der Bedrohung durch den Islam, wie es die Bertelsmann-Studie herausfand, nur wenig mit Religion zu tun haben, sondern eher mit politischen Ideologien, wie sie islamische Kreise verbreiten. Der Antisemitismus in arabischen Staaten zum Beispiel wird mit europäischen Machwerken wie Hitlers „Mein Kampf“ und den „Protokollen der Weisen von Zion“ geschürt und weniger mit Koransprüchen. In den Medien wird zurecht zwischen Moslems und „Islamisten“ unterschieden. Unklar ist, ob bei der Bertelsmann-Umfrage zwischen dem Islam als Religion und muslimischen Extremisten unterschieden worden ist.

Problematisch ist dabei, dass selbst „gemäßigte“ muslimische Prediger kaum wagen, sich offen gegen die Radikalisierung oder den mörderischen Terror fanatisierter Moslems aussprechen, wahrscheinlich aus Angst, selber Opfer zu werden. Ein ähnliches Phänomen gab es auch bei christlichen Kirchen in Deutschland während der Nazizeit. Nur wenige wagten offenen Widerspruch gegen Hitler, seine Ideologie oder gar gegen den Völkermord an Juden und anderen.

Eine tiefergehende Prüfung wäre die Feststellung wert, wonach sich 19 Prozent der Deutschen vom Judentum bedroht fühlen. Damit können wohl kaum die 102.797 registrierten Juden in Deutschland (unter 80 Millionen Einwohnern) gemeint sein. Umfragen haben zwar Israel als „Bedrohung für den Weltfrieden“ ergeben, doch das Gefühl einer „Bedrohung durch das Judentum“ dürfte eher mit tief sitzenden antisemitischen Vorurteilen zusammenhängen.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

58 Kommentare

  1. Dänische Wissenschaftlerin vergleicht religiöse Texte:

    Der Islam ist am gewalttätigsten

    EuropeNews • 6 Mai 2013

    „Im Jahr 2005 veröffentlichte die dänische Zeitung Jyllands-Posten eine Untersuchung, nach der der Islam die gewalttätigste Religion von allen sei“

    “Die religiösen Texte im Islam fordern die Anhänger dazu auf Terroranschläge zu begehen und Konflikte hervorzurufen, in einem sehr viel höheren Maß als andere Religionen,“ sagt Tina Magaard, die einen PhD Abschluss an der Sorbonne in Textanalyse und interkultureller Kommunikation erworben hat. In ihrer dreijährigen Forschungsarbeit hat sie grundlegende Texte aus 10 Religionen untersucht.“

    „Die Texte im Islam unterscheiden sich deutlich von denen anderer Religionen, weil sie in einem viel größeren Umfang zu Gewalt und Aggression gegenüber Anhängern anderer Glaubensrichtungen aufrufen.“

    “Es gibt direkte Anweisungen zum Terror. Dies ist in der Islamforschung lange Zeit ein Tabuthema gewesen, aber es ist eine Tatsache, die wie anerkennen müssen,“ sagt Tina Magaard.

    „Darüber hinaus enthält der Koran hunderte Aufrufe zum Kampf gegen die Anhänger anderer Religionen.“

    „Wenn es wahr ist, dass viele Muslime den Koran als Gottes eigenes Wort betrachtet, das man nicht interpretieren oder verändern darf, dann haben wir ein Problem.“

    http://europenews.dk/de/node/67278

  2. orginal Jane Propaganda
    „So betreiben Pro-Zions an und für sich dauernd die Gleichsetzung von Besatzung und Judentum, indem sie jegliche deutliche Kritik daran als Anti-Semitismus brandmarken.“

    Sie Kritisieren nicht sondern betreiben Linksradikale Pro Arabische Hetze und Luegenpropaganda nicht nur gegen Israel sondern auch gegen die Juedische Religion

    orginal Jane Luegen
    „Auch hier haben sich schon manche Juden dagegen verwahrt, dass Heron meint, er würde für ‘die Juden’ sprechen, wenn er Eretz Israel propagiert.“

    Schon vergessen Jane das vor ein paar Tagen viele hier auf Hagalil geschrieben haben das sie ihre Hass, Luegenpropaganda und Verschrobenen Ansichten nicht mehr haben wollen!

  3. Nicht der Islam ist eine Bedrohung an sich, sondern der Islamismus, auch wenn einige Islamwissenschaftler den Begriff „abschaffen“ wollen, da es, Ihrer Meinung nach, keine wirkliche Erkenntnis zwischen der Unterscheidung von Islam und Islamismus gebe, nicht eingedenk, dass alle islamistischen Strömungen faschistisch sind und somit nur die Teilaspekte des Islam und deren heiligen Schriften berücksichtigen und die als wesentlich betrachten, die ihre Ideologie nützen und somit den Islam nur punktuell Wahrnehmen, und des weiteren viele der islamistischen Strömung aus faschistoide islamische Strömungen (z.B. Wahhabismus, Salafismus, der eigentlich bereits faschistisch ist) sich entwickelt haben.

    Der Islamismus war bisher für Deutschland keine Gefahr und wurde dementsprechend wenig beachtet: So konnten einige Deutsche aus dieser „bequemen Position“ die Bedrohung der USA und Israel durch den Islamismus gut herunterspielen (hallo Jakobo:-)).

    Doch möchte ich nicht wissen, da Deutschland mittlerweile trotz neutraler Politik in den Fokus der Islamisten gekommen ist, was bei einem gelungenen islamistischen Attentat gegenüber der Moslemischen Bevölkerung, die mit Islamismus nichts zu tun hat, geschehen wird. Ich möchte auch alle Diskutierenden bitten, darüber nicht zu spekulieren.

    Grüße
    Prometheus

  4. Und um Peter Ustinov hinsichtlich, Krieg, Terror und Irakkrieg noch mal vollständig wieder zu geben:

    „DIE WELT: Und was halten Sie von dem Irak-Krieg?

    Ustinov: Ich bin sehr dagegen. Vor allem können Sie keinen Krieg dem Terrorismus erklären, ohne selbst zum Terroristen zu werden. Ich denke, der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus. Da muss man Ermittlerarbeit führen. Das ist der einzige Weg zur Terrorismus-Bekämpfung.

    http://www.welt.de/print-welt/article689952/Der-Krieg-ist-der-Terrorismus-der-Reichen.html

    • @ Jane,

      „Wie seltsam übrigens, dass die maßgeblichen Terrorbanden ihre Ausgangsbasis in den Ländern haben, die vom Westen unterstützt und gedeckt werden – Saudi-Arabien und Pakistan.“

      Saudi Arabien aber – Peter Ustinov analysiert also kaum allumfassend – ist nicht direkt arm, jedenfalls nicht die, die dort Terror finanzieren können. Pakistan hingegen ist vielleicht zu arm, um die Terrorgruppen, die sich dorthin zurückgezogen haben (z.B. Taliban aus Afghanistan) ermittlenderweise wirksam bekämpfen zu können. Ob die Terroristen, die im Land selbst tätig sind, ärmer sind als ihre Opfer – ich wäre mir ohne bessere Datenlage nicht sicher.

    • „Ich denke, der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus. Da muss man Ermittlerarbeit führen. Das ist der einzige Weg zur Terrorismus-Bekämpfung“.
      ___________________________________________________________

      Mit Verlaub, das ist Unsinn. Terrorismus kostet Geld und
      Terror wird finanziert von Geldgebern/ Ländern, die meinen,
      Ihre Politik damit zu fördern.

  5. „Jaja, im Weglassen unbequemer Aussagen ist die Jane schon was Besonderes!
    Das ganze Ustinov-Zitat lautet nämlich:
    “Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. BEIDE SIND GLEICHERMASSEN UNMORALISCH!”“

    @Chaim – zum einen wird das Zitat oft verkürzt widergegeben, zum anderen habe ich mit der Aussage gar kein Problem – wir können uns gerne darauf einigen.

  6. @Aaron

    „“freilich gibt es eine sehr lautstarke Eigendarstellung pro-zionistischer Kreise von gesetzten Institutionen bis hin zu zahlreichen Pro-Israel-Aktivisten, die genau diese Gleichsetzung selbst betreiben”
    ist offen gesagt wahrlich ebenfalls absurd.“

    Nein – das ist alles andere als absurd. Dass Zionismus und eine Pro-Besatzungshaltung gleichgesetzt werden mit ‚dem Judentum‘ können Sie alleine schon bei Heron hier nicht selten beobachten und das ist durchaus exemplarisch für viele Verteidiger dieser Politik.

    So betreiben Pro-Zions an und für sich dauernd die Gleichsetzung von Besatzung und Judentum, indem sie jegliche deutliche Kritik daran als Anti-Semitismus brandmarken.

    Auch hier haben sich schon manche Juden dagegen verwahrt, dass Heron meint, er würde für ‚die Juden‘ sprechen, wenn er Eretz Israel propagiert.

    Allein, weil Ihnen das nicht auffällt, ist es doch nicht weniger real.

    Nicht nur das – seit einiger Zeit kann man beobachten, dass linke wirtschaftskritische Positionen, Kritik an Banken etc. also eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, die dringend von Nöten ist und gar nichts mit Judentum zu tun hat – von neoliberaler, manchmal auch von jüdischer Seite selbst mit Antisemitismus gleichgesetzt wird.

    Da wird es dann v̦llig absurd Рbedienen doch die vermeintlichen Anti-Anti-Semitismus Propagandisten selbst antisemitischen Klischees.

    Darüber hinaus bleibe ich bei meiner Kritik an dem Text, er insuiert eine differenzierte Haltung, um dann doch durch die Hintertür geschickt anti-muslimische Hysterie zu bedienen, indem er den Gegenstand solcher Ängste ohne Relativierung und mit Verallgemeinerungen versehen dann eben doch wieder aufwärmt.

    Es geht auch gar nicht darum Islamismus und islamischen Terror zu verharmlosen, sondern es geht um eine sinnvolle Einordnung und um die Frage, welche Schlüsse man daraus zieht.

    Um ihn einzordnen, darf man zum einen den Kontext in welchem er stattfindet nicht ausklammern, zum anderen nicht vergessen, wie man das demographisch, historisch etc. einordnet.

    Natürlich gibt es einige extremistische Gruppierungen, die tatsächlich irgendwas von der islamischen Weltherrschaft faseln (ich glaube sowas gibts im Judentum auch/Aussagen Nicht-Juden sind dazu da Juden zu dienen/durch namhafte isr. Rabbiner und die Evangelikalen träumen sich sowas wahrscheinlich auch herbei) – aber in Anbetracht realer islamischer Regierungen und den vielfältigen Realitäten von 1,5 Milliarden Muslimen hat das kein ernstzunehmendes Gewicht. Dass die Hysterie davor in völlig unverhältnismäßiger Weise geschürt wird, führt zu antimuslischer Hetze und last but not least zu Ãœbergriffen auf Muslime, wie z.Bsp. durch die NSU. Daher ist sowas unverantwortlich.

  7. Der General warnt vor ‚unkontrolliertem jüdischen Terror‘.

    Im Großen und Ganzen herrscht in den besetzten Gebieten eine Kultur der Straflosigkeit hinsichtlich der Verbrechen der Siedler an Palästinensern und genau das moniert besagter General und das ist auch schon lange dokumentiert von Menschenrechtsaktivisten und auch lt. zahlreicher Aussagen israelischer Soldaten – Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Es gibt keinen robusten Auftrag an irgendwelche Sicherheitsorgane, die Palästinenser genauso vor Übergriffen der Siedler zu schützen wie umgekehrt. Während mitunter selbst schwere Straftaten von Siedlern nicht ermittelt und in den seltenen Fällen mit lachhaften Strafen bedacht werden, werden palsätinensische Kinder schon auf Verdacht des Steineschmeißens (was jüdische Kinder natürlich dürfen) in israelische Gefängnisse verbracht.

    Es herrscht eine Situation der Apartheid.

    • @ Jane

      Der von Ihnen inzwischen zum General beförderte Generalmajor (ich nehme mal an, das ist noch drunter), gehört ja, wie Sie darstellen, zur Besatzungsarmee.

      Wenn dort rein so einseitig gehandelt würde, wie Sie es pauschal in ihrer Apartheidsargumentation darstellen, würde er ja nicht so reden und handeln.

      Wenn gegen Siedler nicht vorgegangen würde, wie kommt es dann zu Vorfällen mit Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Siedlern?

      Wenn hier Vergleiche zu einer Apartheid á la Republick Südafrika gezogen werden, wie kommt es, dass israelische Organisationen oder Privatpersonen, Araber und/oder Juden, rechtliche Schritte gegen Vorfälle und Personen unternehmen können, wenn sie Diskriminierung vermuten?

      Ebenso wenig wie man die Ängste der Befragten mit antiislamischer Stimmung wegfegen kann, die dann noch mit Artikeln begründet wird, bei denen das zugrunde liegende Zahlenmaterial willkürlich ausgewertet wird, kann man Menschen in Konfliktregionen gerecht werden, indem man ohne Blick auf die regionale und globale Gesamtlage undifferenzierte Wertungen verbreitet.

  8. @ Jane

    Bezüglich Ihres Zitats über den Armeekommandeur: Also doch nicht nur pro Siedler, wie Sie sonst gern behaupten? Dass die israelischen Sicherheitskräfte gegen jüdische Israelis in Auseinandersetzungen mit Arabern vorgehen, findet sich im übrigen auch in englischen Online-Ausgaben israelischer Presseorgane. Vielleicht ist nicht alles so schwarz-weiß, wie Sie das gerne darstellen… – oder in Ihre Beiträge hineinkopieren.

  9. Wie seltsam übrigens, dass die maßgeblichen Terrorbanden ihre Ausgangsbasis in den Ländern haben, die vom Westen unterstützt und gedeckt werden – Saudi-Arabien und Pakistan.

    Der Irak z.Bsp. hatte mit dem Terror gar nichts zu tun, was immer man auch von Hussein halten mag.

    Dass er nichts mit 9/11 zu tun hatte war auch im Vorfeld schon völlig klar.

    Das hinderte die USA nicht daran den Irak anzugreifen, begründet mit einer handefesten Lüge, und der bewußten Irreführung der Öffentlichkeit – Bilanz – mehr als eine halbe Millionen tote irakische Zivilisten.

    “ In einer aufsehenerregenden Pressekonferenz präsentierten Wissenschaftler von der angesehenen Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, Maryland, am Mittwoch eine schlicht ungeheuerliche Zahl. 655.000 – so viele Menschenleben soll den Berechnungen von Gilbert Burnham und seinen amerikanischen wie irakischen Kollegen zufolge der Irakkrieg gekostet haben.

    …Sterbefälle, die auch ohne den Krieg aufgetreten wären, flossen in diese Berechnung nicht mit ein. Demnach starben seit Beginn der militärischen Intervention im März 2003 bis zum Juli dieses Jahres mehr als 600.000 Iraker durch direkte Gewalteinwirkung wie Bomben und Schüsse, weitere 50.000 kamen durch andere, kriegsbedingte Missstände wie Wassermangel, fehlende Elektrizität und Seuchen ums Leben. Die meisten der Opfer waren männlich und zwischen 15 und 44 Jahren alt.

    Die Studie wurde zeitgleich mit der Pressekonferenz auf der Website des britischen Medizinjournals The Lancet veröffentlicht und ist dort frei einsehbar. ..“

    http://www.zeit.de/online/2006/41/irak-opfer-studie

    Was würden wir empfinden, wenn uns islamische Länder unter dem Vorwand von Lügen angreifen und hunderttausende Menschen umbringen würden? Das ist Fiktion.

    Für die Iraker ist es die jüngste Realität.

    All die, die ständig von der islamischen Gewalt reden, sind völlig blind gegen den Terror, der von westlichen Staaten und auch von Israel gegen Muslime verübt wird – und der ganz andere Ausmaße hat.

    Die muslmischen Herrscher sind entweder Günstlinge des Westens, oder sie werden auf die Terrorliste gesetzt.

    Welcher Raum bleibt da den muslimischen Völkern?

    Die erste Intifada entstand, da die Palästinenser eine politische Vertretung verlangten – ein absolut berechtigtes und mehr als angemessene Forderung, die von Israel brutal niedergeschlagen wurde.

    Und das sind nur 2 von sehr viel mehr Beispielen der kriegerischen Invasionen und Unterwerfungsaktionen westlicher Staaten.

    Wenn man Menschen unterdrückt und entrechtet, dann wehren die sich natürlich – und das nennt man dann ‚Terror‘ – aber ist eine solche Politik kein Terror? Und was soll eine solche Politik mit demokratischen Werten zu tun haben – gar nichts.

    Dahinter stehen ökonomische Interessen und die Missachtung der Integrität anderer Völker, sei es, dass man ihr Land haben will oder ihr Öl.

    • Schon vergessen? Der Islam ist gespalten, von Anfang an. Die Spaltung zeigt sich derzeit in Syrien. Sie zeigte sich im achtjährigen Krieg des Irak gegen den Iran. Sie zeigte sich in der versuchten Ausrottung bzw. zumindest Vertreibung der Schiiten durch Iraks Soldateska. Sie zeigt sich in den Bombenattentaten im Irak: mal fliegt eine schiitische Moscheee in die Luft, mal eine sunnitische.

      Und gäbe es nicht das Öl, würde man von wegen der richtigen Anwendung des Koran trotzdem a la Taliban in Afghanistan in unzähligen Kleinkriegen auf einander losgehen: darauf Brief und Siegel. Wie schon seit eh und je vor der Entdeckung der Erdölspeicher.

      „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!“ Kennen wir doch – erst in Münster und Osnabrück nahm man für ein paar Generationen lang 1648 Abstand von dieser Maxime.

  10. „Ein Armeekommandeur der israelischen Besatzungsarmme warnte vor dem unkontrollierten jüdischen Terror gegen die Palästinenser in der besetzten Westbank, der das Gebiet in einen neuen Konflikt treibt.

    In einem ungewöhnlichen und öffentlich gemachtem Statement, bezeichnete Generalmajor Avi Mizrahi die jüdischen Siedler und deren Yeshiwa (religiöse Schule) in Yitzhar, einer der am schlimmsten radikalisierten Gruppe und forderte deren Schließung, da diese eine Quelle des Terrors gegen die Palästinenser ist….“

    http://www.freunde-palaestinas.de/palaestina-heute/320-israelischer-general-juedische-siedler-terrorisieren-die-palaestinenser.html

  11. „Im uebrigen faehlt Ihnen generell jeglisches Wissen ueber das Judentum und Israel.

    Das was Sie hier bringen hat max. Koelner Stammtisch Niveau“

    Schon komisch Heron – was Sie da als ‚Koelner Stammtisch Niveau’bezeichnen, ist eine Information einer israelischen Umfrage, einer israelischen Zeitung entnommen.

    Mit irgend einem postulierten ‚Stammtisch Niveau‘ hat das nichts zu tun -außer Sie bemängeln, und das kann ich nachvollziehen, dass solche Umfragen, je nachdem wie sie konzipiert sind, mitunter auch ein trügerisches Bild entwerfen – das würde ich dann freilich auch über das immer wieder propagierte Antisemitismusproblem in Deutschland und Europa postulieren – denn diese Umfragen halte ich in ihrer Konzeption mitunter auch für trügerisch.

    „es waere mal eine gute frage herauszufinden warum es
    einigen deutschen wichtiger erscheint, die islamistische
    gefahr vor allem fuer die usa und israel herunterzuspielen,
    waehrend es juengst eine terroristische gruppe namens nsu
    geschaft hat unbehelligt 10 menschen zu toeten und die
    guten behoerden dies teilweise noch gedeckt haben“

    Die Antwort steckt schon in diesem Kommentar – @Jakobo –

    Es gibt 1,5 Milliarden Muslime in der Welt – weite Teile der muslimsichen Welt (aber andere weite Teile genauso) sind unterentwickelt und arm. Viele dieser Länder sind destabilisert und wurden von zahlreichen Kriegen heimgesucht, an denen die Großmächte alles andere als unschuldig waren.
    Daraus und auch aus der fortwährenden Missachtung der Menschenrechte der Palästinenser speist sich der islamische Terror – aber es ist bei weitem nicht richtig, dass nur Muslime blutige Anschläge begehen, wenn natürlich auch der 11.September in seiner Opferbilanz wohl einzigartig sein dürfte. Dennoch reichte in kleines Grüppchen von Menschen, diesen Anschlag zu begehen – kein Grund Muslime unisono dafür in Geiselhaft zu nehmen, denn viele von Ihnen lehnen diese Art von Terror genauso ab, wie Sie und ich.

    So wie freilich die ständigen Verallgemeinerungen über ‚den Islam‘ und ‚die Muslime‘ gerade hier, und auch gerade ausgehend von einer israelischen anti-muslimischen Agenda, die Menschen gegen die Muslime aufhetzt, kann eine solche Terrorwelle, wie sie die NSU verübte, nicht wirlich verwundern; aber natürlich speist sie sich genauso aus germano-philen, xenophoben Ressentiments – und das alles ergibt mittlerweile leider ziemlich schlagkräftige Synergien.

    Mir ist völlig klar, dass diese ständigen Verunglimpfungen und rasstischen Zuschreibungen in weiterer Konsequenz zu Gewalt gegen Muslimen und auch gegen ihre Fürsprecher führt – in Israel übrigens schon lange Regierungsmaxime in der Politik gegenüber den Menschen in Gaza und den Palästinensern in der WB.

    Eben deshalb bemühe ich mich darum, erstens die Gründe für den Unmut in der islamischen Welt verständlich zu machen, das Bewusstsein für den Anteil der westlichen Staaten und Israels an dieser Situation begreifbar zu machen – um dieser vergifteten Rethorik, die früher oder später eben nicht mehr nur Rethorik ist, entgegenzutreten – übrigens eine der wesentlichen Lehren, welche ich aus der Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich gezogen habe.

    Darüberhinaus kann es eine konstruktive Entwicklung nur geben, wenn die Menschen hier und auch in Israel anfangen ehrlich zu sein, und den eigenen Anteil an der verfahrenen Situation zu begreifen und zu ändern.

    Die Macht liegt jedenfalls sehr viel mehr im Westen – jedenfalls gegenwärtig noch und klar in diesem Kontext.

  12. Ps.:
    es waere mal eine gute frage herauszufinden warum es
    einigen deutschen wichtiger erscheint, die islamistische
    gefahr vor allem fuer die usa und israel herunterzuspielen,
    waehrend es juengst eine terroristische gruppe namens nsu
    geschaft hat unbehelligt 10 menschen zu toeten und die
    guten behoerden dies teilweise noch gedeckt haben.

    wenn man sich die kommentare zu den zeitungsartikeln ueber
    diesen fall anschaut wird einem schwarz vor augen. und
    wenn die betreffenden in diesen kommentarbereichen nur die
    halbe energie aufbringen wuerden wie hier dann waere schon
    einiges anders. aber es ist anscheinend nur zweitranging fuer
    diese leute.

    J

    • „Die Liste der Anschläge mit Toten und Verletzten für die Jahre 1980 bis 2005 ist etwa in der Mitte.“

      man sollte insbesondere einen blick auf die anzahl der toten
      und verletzten werfen. dann versteht man leichter warum der
      islamismus mehr als gefahr eingeschaetzt wird, als die
      animal liberation front.

      J

  13. @ Jane
    „Ãœbrigens – in den USA sind seit 9/11 – gerade mal 6% aller Terroranschläge von Muslimen verübt worden.

    94% der Terroranschläge gingen auf das Konto anderer – und man höre und staune- 7% der Terroranschläge in den USA gingen auf das Konto jüdische-religiöser Extremisten.

    http://www.washingtonsblog.com/2013/05/muslims-only-carried-out-2-5-percent-of-terrorist-attacks-on-u-s-soil-between-1970-and-2012.html

    Das es um einen viel längeren Zeitraum geht und nicht den seit 9/11 haben Sie ja inzwischen selbst bemerkt. Vielleicht ist es Ihnen inzwischen ja sogar in den Sinn gekommen, sich bis zur zitierten Statistik des FBI durchzuklickern (keine Sorge, deutlich unter 10xKlicken) und die ganze Statistik auch mal auf die Anzahl der Getöteten und Verletzten durchzusehen: dann sehen die Zahlen anders aus. Denn über 90% der Toten gehen auf das Konto islamistischen Terrors, nämlich eben 9/11. Mit großem Abstand von über 100 Toten folgt der Oklahoma-Bomber. Bei den Verletzten führt durch 9/11 und einen weiteren Anschlag mit über 1000 Verletzten ebenfalls Terror durch Moslems die Liste an, und zwar mit einem Anteil von an die 80% an der Gesamtzahl der durch Terroranschläge verletzten Personen. Die einzigen, die offenbar außer moslemischen Terroristen auf zivile Ziele an Orten mit möglichst vielen Personen zielen, sind rechtsextreme Terroristen.

    An der Anfangszeit der Statistik, in den 80er Jahren, sind Anschläge durch die JDL aufgeführt, die ebenso wie die Anschläge von Terroristen mit südamerikanischem oder afroamerikanischem Hintergrund gezielt Einzelpersonen attackiert haben, aber genauso wenig wie bei uns die RAF Ziele wie eine möglichst hohe Anzahl von Toten und Verletzten unter völlig unbeteilgten Personen hatten. Gerade dass nach Verhaftung der wenigen maßgeblich Beteiligten Schluß war, zeigt, dass es sich hier um keine Sache mit breiter Unterstützung gehandelt hat.

    Damit ist diese Statistik vielleicht schlechter als Sie dachten geeignet, die Harmlosigkeit moslemischer Terroristen zu belegen. Auch die Tatsache, das global gesehen die meisten Terroropfer Moslems sind, unterstützt eher die Wahrnehmung moslemischen Terrorismus als gefährlich: ein Großteil des moslemischer Terroristen agiert in Auseinandersetzungen innerhalb moslemischer Gesellschaften oder zwischen Glaubensrichtungen und trifft damit Leute gleichen Glaubens, nur eben nicht gezielt Vertreter des politischen oder religiösen Gegners, sondern Unbeteiligte bzw. Angehörige der als gegenerisch angesehen Gruppe. So wirklich harmlos, wie Ihre 7% suggerieren, ist die Sache bei einer Betrachtung der wichtigsten Größen und der Zeitleiste nicht. Weder für Moslems noch für Atheisten oder Angehörige anderer Religionen.

  14. @udosefiroth

    So einiges extrem Antisemitisches und Anti Israelisches kommt aus Koeln was nicht witzig ist.

    Wie z.B. die Koelner Hass Wand die es dort sei Jahren gibt.

    Dann das Urteil gegen die Beschneidung was eine ganze Welle von Antisemitismus hervorgebracht hat.

    Dann die Organisation Frauen in Schwarz eine Linke Anti Israelische Organisation die ein Welt weites Netzwerk hat.

    Natuerlich und das ist bekannt gibt es in Koeln auch gutes Niveau.

  15. orginal Jane Rassismus
    „im Zweifelsfall die Halache der Demokratie vorziehen “

    Ich bin mir sicher das Sie nicht Judaistik studiert haben und von daher auch nicht die Fachliche Kompetenz haben das Beurteilen zu koennen.

    Im uebrigen faehlt Ihnen generell jeglisches Wissen ueber das Judentum und Israel.

    Das was Sie hier bringen hat max. Koelner Stammtisch Niveau

    • „Koelner Stammtisch Niveau“
      ________________________________________

      Einspruch, bei uns in Köln ist das Niveau jedenfalls
      besser und gelinde gesagt… meist auch witziger!

    • Hi, Udo:

      alles ok bei dir? bei mir alles in ordnung eigentlich.
      danke fuer die nachfrage. ja hier ist zur zeit einiges
      los wieder mal.

      „und gelinde gesagt… meist auch witziger!“
      das stimmt ich war auch schon in koeln. und die leute
      haben echt humor, ausser zur karnavals zeit 😉

      J

  16. „In der judenmissionarischen Seite selbst steht bei der von dir verwendeten Zahl “56″ lediglich: “… 56 % der Juden glauben an ein Leben nach dem Tod … “

    Da hättest du mehr nach dem Inhalt gehen sollen Efem – da steht nämlich auch: …Der Umfrage zufolge betrachten sich etwa 67% der in Israel lebenden Juden immer noch als Gottes auserwähltes Volk, wenn auch 44% der Juden im Konfliktfall der Demokratie den Vorrang vor den Gesetzen der Halacha geben würden.“

    Daraus kann man denn schließen, dass die anderen 56% im Konfliktfall die Halacha über die Demokratie stellen, oder das umekehrte auf jedenfall nicht bejahen können oder wollen.

    • „Daraus kann man denn schließen, dass die anderen 56% im Konfliktfall die Halacha über die Demokratie stellen, oder das umekehrte auf jedenfall nicht bejahen können oder wollen.“

      und 70% der deutschen, die meisten mit christlichem
      hintergrund, sind dafuer die beschneidung unter strafe
      zu stellen.

      J

  17. „Wie frau daraus auf einen “national-chauvinistisch-religiösen Standpunkt” schließen kann, ist mir rätselhaft, deshalb dieser Text.“

    Ãœber die Wortwahl kann man streiten, feilich bezog sich dieser Satz ganz klar darauf, dass 56% der Juden lt. dieser Umfrage von einem wohl respektabeln israelischen Institut, im Zweifelsfall die Halache der Demokratie vorziehen – muss man denn doch als recht fundamentalistisch beurteilen. (und nicht etwa darauf dass 56% der Juden an ein Leben nach dem Tod glauben – das tue ich übrigens auch)

    Das Wort chauvinistisch hätte ich mir in dem Zusammenhang allerdings tatsächlich sparen können.

    Darüberhinaus war mir nicht klar,ob es sich nun um eine Seite messianischer Juden (das sind Juden die an Christus glauben) oder evangelikaler Christen handelt – aber die Seite kommt irgendwie unjüdisch daher – ich vermute mal doch letzteres –

    Jedenfalls ist die Seite israelfreundlich und pro-zionistisch. Ich glaube nicht, dass die Studie und ihre Quelle irgendwie getürkt wäre – daher sicher, warum sollte ich das nicht gebrauchen?

  18. @UdoSefiroth

    „Nein das macht eben keinerlei Sinn.“

    Das macht sehr wohl Sinn – hier tummeln sich so viele islamophobe und von israelischer Seite und auch von Seiten manch israelischer Institutionen wird soviel Stimmung gegen die arabische Welt gemacht, dass man gerade hier auf einer jüdischen Web-Site, über den Artikel eines jüdischen Autors – ruhig auch mal die jüdische Seite vergleichen kann – oder sollte man die bei solchen Vergleichen Ihrer Meinung nach grundsätzlich außen vor lassen – das finde ich nicht akzeptabel.

    Die Islamophobie nimmt leider hier beständig zu, und ich finde das ziemlich übel – der bis in alle Ewigkeit ungelöste NahOstKOnflikt und auch die anti-arabische Agitation von pro-israelischer Seite ist dabei ein kaum zu unterschätzender Faktor.

    • „oder sollte man die bei solchen Vergleichen Ihrer Meinung nach grundsätzlich außen vor lassen – das finde ich nicht akzeptabel.“

      ausgerechnet sie bilden sich also ein und fuehlen sich
      auserwaehlt zu kommentieren was in einem juedischen
      form akzeptabel ist und was nicht?

      DAS nenne ich Made in Germanny

      J

    • “ über den Artikel eines jüdischen Autors“

      ach ja.. ist der autor kuerzlich uebergetreten?
      das haette ich verpasst.

      aber es wundert nicht wenn er fuer bestimmte leute klingt
      „wie ein jude“.

      J

    • ?Die Islamophobie nimmt leider hier beständig zu, und ich finde das ziemlich übel – der bis in alle Ewigkeit ungelöste NahOstKOnflikt und auch die anti-arabische Agitation von pro-israelischer Seite ist dabei ein kaum zu unterschätzender Faktor.
      _____________________________________________________________

      Nein Jane, Islamophobie hat etwas mit der Reihe der unend-
      lichen Terror Anschlägen, der ewigen antisemitischen Unter-
      stellungen der muslimischen Welt… zu tun.
      Jane … das reicht mir vollkommen aus für mein Weltbild.

  19. @Aaron

    “Das Gefühl „vom Islam“ bedroht zu sein, hängt kaum oder gar nicht mit der Religion des Islam zusammen. Kein Befragter dürfte sich ernsthaft mit dem Islam und seinen Glaubenssätzen befasst haben.”

    Das ist mir auch aufgefallen, in Teilen liest sich der Artikel ganz vernünftig.

    Der Ton ändert sich aber:

    „Der Islam wird heute mit extremistischen politischen Bewegungen identifiziert, die mit Terror und anderen menschenverachtenden Methoden die „Weltherrschaft“ übernehmen wollen.

    Fast nach dem gleichen Prinzip handelte Europa in der Zeit der Kreuzzüge. Auch Hitlers Versuch, sich als Erlöser die Welt untertan zu machen, wurde von ähnlichen christlich-religiösen Wahnvorstellungen getragen, wie das der Bonner Forscher Thomas Schirrmacher in seinem Buch “Hitlers Kriegsreligion” herausgearbeitet hat. Nur würde heute kaum jemand die Ideologie der Nazis oder auch des Kommunismus mit Religion gleichsetzen.“

    Wird hier der Islam mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt oder die Islamophobie mit dem National-Sozialismus? Mir scheint das erste ist gemeint.

    Und weiter:

    Der Islam wird heute mit extremistischen politischen Bewegungen identifiziert, die mit Terror und anderen menschenverachtenden Methoden die „Weltherrschaft“ übernehmen wollen.

    Ich habe das schon oft gehört – aber eigentlich kenne ich keine Belege dafür, dass islamistische Bewegungen die Weltherrschaft anstreben. Versucht der Artikel diese Aussage irgendwo glaubhaft in Frage zu stellen?

    „Problematisch ist dabei, dass selbst „gemäßigte“ muslimische Prediger kaum wagen, sich offen gegen die Radikalisierung oder den mörderischen Terror fanatisierter Moslems aussprechen, wahrscheinlich aus Angst, selber Opfer zu werden.“

    Ist das so – es gibt doch jede Menge gemäßige und kritische Muslime und die sind doch gar nicht still – natürlich können die nicht Fundamentalisten mäßigen – wie sollten sie auch?

    Mir scheint der Artikel gibt sich gemäßigt und scheinbar kritisch gegenüber der Islamophobie – um dann auf mehr oder weniger subtile Weise dann doch die islamische Welt zu diffamieren.

    Diese Gratwanderung ist mir freilich durchaus aufgefallen.

    Weiterhin etwas worauf ich noch gar nicht eingegangen bin:

    „Eine tiefergehende Prüfung wäre die Feststellung wert, wonach sich 19 Prozent der Deutschen vom Judentum bedroht fühlen. Damit können wohl kaum die 102.797 registrierten Juden in Deutschland (unter 80 Millionen Einwohnern) gemeint sein. Umfragen haben zwar Israel als „Bedrohung für den Weltfrieden“ ergeben, doch das Gefühl einer „Bedrohung durch das Judentum“ dürfte eher mit tief sitzenden antisemitischen Vorurteilen zusammenhängen.“

    Stellt sich die Frage, wie genau gefragt wurde und was genau die Antwortenden gemeint haben – denn so klar ist das auch nicht – und das damit die israelische Politik gemeint ist, halte ich auch für naheliegend – natürlich kann und soll man die nicht mit ‚dem Judentum‘ gleichsetzen – freilich gibt es eine sehr lautstarke Eigendarstellung pro-zionistischer Kreise von gesetzten Institutionen bis hin zu zahlreichen Pro-Israel-Aktivisten, die genau diese Gleichsetzung selbst betreiben –

    allein mir wird das ja dauernd um die Ohren gehauen, als ob es ein und das gleiche wäre.

    Daraus folgt wohl eine babylonische Verwirrung der Begriffe.

    So bleibt dann nicht nur die Studie in vielem im Unklaren wie US anmerkt, sondern auch sein eigener Artikel. So macht er zwar eine klare Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, was zweifelsohne korrekt und scheinbar um Objektivität bemüht zu sein scheint – beschreibt dann aber dennoch die islamische Welt als eine ‚ungeheuer gewaltbereite‘, mit dem klassischen Antisemitismus behaftete, in der selbst in Deutschland gemäßigte Muslime sich kaum wagen würden ihre Meinung zu äußern.

    Nein – mir scheint, das ist nur vergleichsweise geschickt formuliert. Diffamierend ist es doch – denn sonst hätte US für die desolate Lage in vielen muslimischen Ländern wohl andere Worte gefunden und statt von stummen geduckten Gemäßigten, jene erwähnt, die weder geduckt noch stumm sind etc. etc.

    • Jane, mir scheint, Sie nehmen eine Gleichsetzung „des Islam“ mit extremistischen Strömungen vor (wenngleich in apologetischer Manier), die es so nicht gibt. Der von Ihnen monierte Satz:

      „Der Islam wird heute mit extremistischen politischen Bewegungen identifiziert, die mit Terror und anderen menschenverachtenden Methoden die „Weltherrschaft“ übernehmen wollen. (…)“

      sagt nichts über den Islam aus, sondern über eine Gleichsetzung die von Außen vorgenommen wird (und die der Autor offensichtlich nicht teilt). Im weiteren wird auf klerikal-faschistische Strömungen Bezug genommen und mitnichten auf eine ganze Religionsgemeinschaft. In Ihrer Lesart geht dieser wichtige Unterschied vollkommen verloren.

      „Ich habe das schon oft gehört – aber eigentlich kenne ich keine Belege dafür, dass islamistische Bewegungen die Weltherrschaft anstreben.“

      Hier muss ich Ihnen erneut Unkenntnis vorhalten: Es gibt eben sehr voll aggressive und extremistische Strömungen, die eine vollkommene (und gewaltsame) Missionierung zum Ziel haben. Der Autor macht wieder deutlich, dass sich diese Aussage (die im übrigen, dass ist Ihnen offenbar ebenfalls entgangen, ihren Ursprung bei Befragten hat) NICHT auf eine ganze Religionsgemeinschaft bezieht, sondern auf eine Strömung. Die Gleichsetzung nehmen wieder Sie, Jane, vor.

      Was die Gefährdung von gemäßigten Kräften und Reformern durch eben diese Strömung angeht, lässt mich Ihr Posting ratlos zurück. Damit verleugnen Sie nicht nur die Gefahr, in der sich Reformkräfte zuweilen befinden, Sie deckeln darüber hinaus das Problem und entziehen damit Liberalen Kräften die Unterstützung, die sie dringend brauchen.

      Dass der Autor mit seinem Vergleich der „gefühlten Bedrohung“ durch das Judentum auf die Absurdität des Bedrohungsszenarios hinweist (sofern dieses pauschal auf eine Religionsgemeinschaft angewendet wird) entgeht Ihnen offensichtlich ebenfalls.

      Das:
      „freilich gibt es eine sehr lautstarke Eigendarstellung pro-zionistischer Kreise von gesetzten Institutionen bis hin zu zahlreichen Pro-Israel-Aktivisten, die genau diese Gleichsetzung selbst betreiben“
      ist offen gesagt wahrlich ebenfalls absurd.

    • „Hier muss ich Ihnen erneut Unkenntnis vorhalten: “

      wenn es wirklich nur unknenntniss waere…

      aber diese gleichsetzung zwischen islam und islamismus ist
      in der linken genauso populaer wie in der rechten.. und hier
      haben sie ein gutes beispiel dafuer.

      gleichzeitig besteht sie immer wieder darauf das problem
      auf israel und die juden zu schieben und blos nicht ueber
      deutschland zu reden. auch das koennte genau so gut aus
      der rechten ecke kommen.

      J

  20. „Atheisten sollen hängen!“ – Islamisten laufen Amok

    „Hunderttausende entfesselte Islamisten kämpfen in Bangladesch für die Scharia.
    Sie haben noch andere Forderungen: Keine Skulpturen an Straßenkreuzungen und keine Gedenkveranstaltungen bei Kerzenlicht.“

    „Nach einer Nacht der Gewalt erwachte Bangladeschs Hauptstadt Dhaka am Montag erneut mit vereinzelt ratternden Gewehrsalven und Explosionen. Seit dem Wochenende liefern sich radikale Islamisten erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei. Zweihunderttausend weiß gekleidete Männer, manche sprechen sogar von einer halben Million, toben entfesselt durch Dhaka.“

    „Sie fordern strengere islamische Gesetze, radikalere Strafen, und das Ende der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Ihr Gründer Ahmad Shafi will das Rad zurückdrehen. Wenn es nach ihm und seinen Anhängern geht, soll der säkulare Staat so strikt fundamentalistisch regiert werden, wie einst Afghanistan unter den Taliban.“

    Die Anhänger und Aktivisten seiner Hefajat-e-Islam-Bewegung, die sich vor knapp zwei Jahren in einer Koranschule in der Hafenstadt Chittagong gebildet hat, sind am Sonntag in einem „langen Marsch“ über die großen Zufahrtstraßen in die Hauptstadt eingezogen. Sie wollten das Zentrum der Metropole besetzen, den Alltag lahmlegen, um die Erfüllung ihrer 13 Forderungen zu erzwingen.“

    „Atheisten sollen hängen!“

    „Am Sonntagabend hatten sie sich in Motijiheel, dem Handels- und Finanzviertel Dhakas verschanzt. Sie schworen brüllend, notfalls ihre Leben zu opfern und das Gebiet nicht eher zu verlassen, bis ihre Forderungen umgesetzt würden. Sie wetterten gegen die „Apathie“ der Regierung und schrien wütende Slogans wie „Atheisten sollen hängen!“, bis die Polizei nach Einbruch der Dunkelheit mit Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen sie vorrückte. Daraufhin waren die Kämpfe ausgebrochen. Steine flogen, und die Männer der Hefajat-e Islam schlugen mit Stöcken um sich. Sie zündeten Geschäfte, eine Polizeiwache und Autos an und trieben das Chaos weiter. Die Gegend rund um die größte Moschee der Stadt verwandelte sich in ein Schlachtfeld. Auch in Kanchpur, einer Vorstadt von Dhaka, kam es zu wilden Gefechten. Inzwischen gibt es 17 Tote, darunter auch zwei Polizisten und ein zwölfjähriger Junge.“

    Seltsame Forderungen

    „Inzwischen hat die Polizei den Anführer von Hefajat-e Islam, Ahmad Shafi aus dem Hauptquartier der Bewegung in der Hauptstadt abgeführt. Sie hatten dem alten, stets in weiß gekleideten Kleriker mit dem schneeweißen Bart zwei Optionen gegeben: entweder er wird verhaftet oder muss die Hauptstadt sofort verlassen. Augenzeugen behaupten, dass er nach rund dreistündigen Verhandlungen mit der Polizei am frühen Nachmittag in einem roten Minibus von der Koranschule wegfuhr, in der die Gruppe ihre Basis aufgeschlagen hatte, schreibt die Zeitung „The Daily Star“. „Er ist in Richtung Chittagong aufgebrochen“, so einer der Protestführer. „Wir sind nicht sicher, ob er auf dem Weg festgenommen wird.“

    „Neunzig Prozent aller Bangladeschis sind Muslime. Die meisten sind eher liberal eingestellt, doch das will Hefajat-e-Islam ändern. Ihre Forderungen, so schreibt die „Daily Star“, „erschrecken die meisten, weil sie so seltsam sind“. Ein wirres Gemisch aus gefährlichem Fundamentalismus und absurden Regeln.“

    Ausländische Kultur soll verboten werden

    „Neben einem strikteren Blasphemiegesetz, das die Todesstrafe vorsehen soll, wollen sie unter anderem „jegliche ausländische Kultur verbieten“, dazu das „freie Mischen von Männern und Frauen“, aber auch Gedenkveranstaltungen bei Kerzenschein. Islamische Erziehung soll für alle Schulkinder Pflicht werden und es sollen keine Skulpturen mehr an Kreuzungen und Hochschulen im Lande errichtet werden. Und vor allem: Frauen sollen nicht mehr außerhalb des Hauses arbeiten und möglichst nichts mehr zu sagen haben.“

    „Hefajat beschimpft die Regierung als „Atheisten“. Das südasiatische Land, das sich 1971 von Pakistan abgespalten hat, nennt sich selbst eine „säkulare, liberale Demokratie“ und hat eine weibliche Premierministerin: Sheikh Hasina. Die hatte die extremen Forderungen der Islamisten zurückgewiesen. Die bisherigen Gesetze seien ausreichend. Auch Menschenrechtsorganisationen und vor allem die mehreren hunderttausend Textilarbeiterinnen in Bangladesch kritisieren die Forderungen der Gruppe.“

    Islamistische TV-Sender abgeschaltet

    „Viele der Hefajat-Männer hatten Sonntagnacht nach dem Vormarsch der Sicherheitskräfte in den umliegenden Gassen Schutz gesucht. Doch die meisten wurden ausgeräuchert und verhaftet. Gegen drei Uhr morgens lag der Platz rund um die steinerne Wasserlilie Shapla Chattar, das Nationalsymbol Bangladeschs im Stadtteil Motijiheel, wie ausgestorben da. Einzig tausende von Sandalenpaaren und verstreute Bambusstöcke erinnerten daran, dass hier gerade noch ein wütender Mob getobt hatte.“

    „Die Polizei hatte am Montag jegliche Versammlungen oder Demonstrationen verboten. Sicherheitskräfte durchkämmten die Straßen und Gebäude auf der Suche nach versteckten Aktivisten und Unruhestiftern. Außerdem stoppte die nationale Kommission zur Regulierung von Telekommunikation die Ausstrahlungen von zwei islamischen TV-Sendern.“

    „Nicht zum ersten Mal hat Hefajat-e Islam Massendemonstrationen angestiftet, um ihre Ideologie zu verbreiten: Im vergangenen Monat organisierte die radikale Gruppe einen Generalstreik und eine Protestaktion mit mehreren hunderttausend Teilnehmern.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article115933954/Atheisten-sollen-haengen-Islamisten-laufen-Amok.html

  21. „67% der in Israel lebenden Juden immer noch als G”ttes “auserwähltes Volk …””“

    67% ist erschreckend wenig.

    aber vorsicht, gleich kommen wieder talmud-zitate.

    der ganze satz insbesondere “auserwähltes Volk …” in anfuehrungszeichen zeugt schon von enormen unwissen.
    zum glueck haben solche ansichten seit dem mittelalter
    in europa deutlich abgenommen. nur gewisse kreise scheinen
    dort noch drinnen zu stecken.

    J

    • Zitat…
      Jakobo
      6. Mai 2013 – כ״ו באייר תשע״ג at 17:46 · Reply
      “67% der in Israel lebenden Juden immer noch als G”ttes “auserwähltes Volk …”””

      67% ist erschreckend wenig.

      aber vorsicht, gleich kommen wieder talmud-zitate.

      der ganze satz insbesondere “auserwähltes Volk …” in anfuehrungszeichen zeugt schon von enormen unwissen.
      zum glueck haben solche ansichten seit dem mittelalter
      in europa deutlich abgenommen. nur gewisse kreise scheinen
      dort noch drinnen zu stecken.
      ___________________________________________________________

      Du bist ja in der letzten Zeit, geradezu hyperaktiv im Form Jakobo; bin jetzt auch wieder häufiger dabei+++
      Hoffe bei Dir ist alles OK-
      Ja ich fürchte jetzt auch, das mal wieder ein hanebrüchiges
      Talmud Zitat von unserer „Gr0ßen Lehererin“ Jane kommt!

  22. „sie koennen einfach nicht einmal 5 minuten in deutschland bleiben“

    Na ja – wir sind ja hier auf einer jüdischen Seite, auf der reichlich viel gegen den Islam und Muslime gehetzt wird, und der Text oben müht sich auch redlich in diese Richtung ab – da macht es schon Sinn, die Sache mal aus einer anderen, durchaus passenden Perspektive zu beleuchten.

    Tatsache ist, nach der Bertelsmann-Umfrae sehen 61% der Muslime ihre Religion jedenfalls nicht als oberste Richtinstanz in allen Fragen. Das ist doch eine bemerkenswertes Ergebnis, dass der Rede von den angeblich so integrationsunwilligen, fundamentalistischen Muslimen völlig entgegensteht.

    Das ist jedenfalls ein ganz klar säkularer Ansatz, der immer eine Grundvoraussetzung für ein gleichberechtigtes demokratisches Miteinander ist.

    Hinsichtlich des NahOstKonflikts muss man konstatieren, dass Israel die Religion über das Internationale Recht stellt und das mit demokratischer Legitimation – das setzt eine wesentlich fundamentalistischer Weltsicht der Mehrheit der Juden in Israel voraus, als es jedenfalls die Türken in Deutschland haben.

    “ Die Mehrheit der in Israel lebenden Juden sind, dem neuesten Bericht des Guttmann-Zentrums vom IDI (Israel-Demokratie-Institut) zufolge, zwar religiös, halten sich jedoch nicht zwingend an die Gesamtheit der jüdischen Gesetze, die Halacha.

    Für die aufschlussreiche Befragung wurden drei Jahre lang (2009 bis 2012) die in Israel lebenden Juden nach ihren religiösen Ãœberzeugungen und Gewohnheiten befragt….

    „Israels Medien sind konsequent antireligiös geprägt. Auch wenn Israel als säkularer Staat dargestellt wird, glaubt doch die breite Mehrheit an den Gott Israels!“

    …Der Umfrage zufolge betrachten sich etwa 67% der in Israel lebenden Juden immer noch als Gottes auserwähltes Volk, wenn auch 44% der Juden im Konfliktfall der Demokratie den Vorrang vor den Gesetzen der Halacha geben würden.“

    http://www.israelogie.de/2012/wie-religios-sind-die-juden/

    D.h. 56% der israelischen Juden ziehen einen national-chauvinistisch-religiösen Standpunkt im Zeifelsfall der Demokratie vor.

    Das erklärt vieles.

    Ãœbrigens – in den USA sind seit 9/11 – gerade mal 6% aller Terroranschläge von Muslimen verübt worden.

    94% der Terroranschläge gingen auf das Konto anderer – und man höre und staune- 7% der Terroranschläge in den USA gingen auf das Konto jüdische-religiöser Extremisten.

    http://www.washingtonsblog.com/2013/05/muslims-only-carried-out-2-5-percent-of-terrorist-attacks-on-u-s-soil-between-1970-and-2012.html

    • Jane, offen gesagt zeigt Ihr Posting vor allem 2 Dinge: dass Sie obigen Artikel nicht richtig gelesen haben und dass Sie vom Judentum und seinen unterschiedlichen Strömungen keine Ahnung haben (abgesehen von Ihren mir absurd anmutenden Bemühungen hier eine Fernanalyse der israelischen Gesellschaft vorzunehmen, die mich bestenfalls kopfschüttelnd zurücklässt).

      Der Artikel benennt und problematisiert eine Gleichsetzung von politisch extremistischen Strömungen und „dem Islam“, die die Vielfältigkeit des Islam in Glaubensfragen (die der Artikel in Konfliktpunkten konkret benennt) zum Verschwinden bringt:
      „Das Gefühl „vom Islam“ bedroht zu sein, hängt kaum oder gar nicht mit der Religion des Islam zusammen. Kein Befragter dürfte sich ernsthaft mit dem Islam und seinen Glaubenssätzen befasst haben.“

      Wo Sie hier „Hetze“ vermuten, lassen Sie wahrscheinlich bewusst offen.

    • „Na ja – wir sind ja hier auf einer jüdischen Seite,“

      ja das ist richtig. nur hatten wir das ja wie gesagt leider
      schon regelmaesig mit ihnen. sie wollen einfach die
      aufmerksamkeit staendig von deutschland auf israel lenken.
      sonst kriegen sie offenbar den tag nicht rum.

      die ausreden dafuer bleiben in etwa immer gleich laecherlich.

      J

    • „…Der Umfrage zufolge betrachten sich etwa 67% der in Israel lebenden Juden immer noch als G“ttes“ (korrigiert, schließlich ist das hier eine religiös betonte jüdische Webseite, in der dieser Name nicht ausgeschrieben werden sollte, egal von wem) „auserwähltes Volk, wenn auch 44% der Juden im Konfliktfall der Demokratie den Vorrang vor den Gesetzen der Halacha geben würden.”

      http://www.israelogie.de/2012/wie-religios-sind-die-juden/

      D.h. 56% der israelischen Juden ziehen einen national-chauvinistisch-religiösen Standpunkt im Zeifelsfall der Demokratie vor.“

      Da hast du dir ja eine schöne Referenz herausgepickt: eifrige nichtjüdische Leute, die meinen, alle Jüdinnen und Juden unbedingt zu dem hinbringen zu müssen, wofür auch der Papst für sie beten lässt. Ein verstocktes Volk, über dessen Halsstarrigkeit sich schon G“tt aufregte und worüber viel später ein gewisser Luther derart irre wurde, dass er den Nazis eine Steilvorlage zur Verfolgung und Ermordung eines Großteils des europäischen Judentums lieferte, wobei sie ihn allerdings nur als eins ihrer „Alibis“ vorschoben und sich auch nicht von ihm hätten abhalten lassen, hätte er sein „Von den Juden und ihren Lügen“ nicht geschrieben, wäre statt dessen bei seiner zunächst judenfreundlichen Haltung geblieben.

      Die Untersuchungsergebnisse, die die Webseite präsentiert, konnte ich zwar nicht finden auf der Seite (http://www.jiis.org/?cmd=publication.11&act=read&id=59) des Israel-Demokratie-Instituts, das sich überwiegend mit Jerusalem beschäftigt, wobei, wie erklärt ist, das Institut in seiner Entstehung von Teddy Kollek begrüßt wurde, aber vielleicht steht es doch irgendwo.

      In der judenmissionarischen Seite selbst steht bei der von dir verwendeten Zahl „56“ lediglich: „… 56 % der Juden glauben an ein Leben nach dem Tod … „.

      Wie frau daraus auf einen „national-chauvinistisch-religiösen Standpunkt“ schließen kann, ist mir rätselhaft, deshalb dieser Text.

      Aber selbst wenn du dich vertan haben solltest und eigentlich auf dies abhobst: „… betrachten sich etwa 67% der in Israel lebenden Juden immer noch als G“ttes“ (korrigiert) „auserwähltes Volk …“, so taten das Jüdinnen und Juden schon seit Jahrtausenden, zu einer Zeit, als der Begriff chauvinistisch noch nicht geboren war und national genau das (nämlich geboren) bezeichnete. Außerdem glauben, vermute ich, nicht allein israelische Jüdinnen und Juden an G“tt.

      Naja, und dass der Ausdruck „auserwähltes Volk“ lediglich die lt. Ãœberlieferung enge Wechselbeziehung zwischen (s. 5. Buch Mose) dem G“tt der IsraelitInnen und ihnen bezeichnet, ist nichts Neues und hat nichts mit einem, wie AntisemitInnen es gerne behaupten, eingebildeten Vorrang zu tun. Da G“tt nicht kandidiert und sich keiner Wahl stellt, ergibt Demokratie im religiösen Kontext keinen Sinn. Das zu wissen bedarf es keiner Umfrage… 🙂

    • „Na ja – wir sind ja hier auf einer jüdischen Seite, auf der reichlich viel gegen den Islam und Muslime gehetzt wird, und der Text oben müht sich auch redlich in diese Richtung ab – da macht es schon Sinn, die Sache mal aus einer anderen, durchaus passenden Perspektive zu beleuchten“.
      ______________________________________________________________

      Nein das macht eben keinerlei Sinn.

    • „Jane, offen gesagt zeigt Ihr Posting vor allem..“

      dass sie lieber israel und die juden kritisiert als
      deutschland und die deutschen. das ueberrascht nicht.

      es ist unmoeglich hier einen kritischen artikel zu
      deutschland oder den arabischen laendern zu veroeffentlichen
      ohne dass sie gleich mit 100 anschlaegen pro minute auf
      israel und die juden verweist.

      J

  23. „Na – das war aber ganz was anderes – es gab ja die, die widersprochen haben – und die sind ganz schnell im KZ gelandet und zwar umehend mit Hitlers Machtergreifung.

    Eine bessere Analogie ist da die jüngste Geschichte Israels. “

    das hatten wir doch auch schon 1000 mal. sie koennen einfach
    nicht einmal 5 minuten in deutschland bleiben und muessen
    manisch gleich auf israel zurueckgreifen.

    kennen wir alles schon von ihnen.

    J

  24. „Ein ähnliches Phänomen gab es auch bei christlichen Kirchen in Deutschland während der Nazizeit. Nur wenige wagten offenen Widerspruch gegen Hitler, seine Ideologie oder gar gegen den Völkermord an Juden und anderen.“

    Na – das war aber ganz was anderes – es gab ja die, die widersprochen haben – und die sind ganz schnell im KZ gelandet und zwar umehend mit Hitlers Machtergreifung.

    Eine bessere Analogie ist da die jüngste Geschichte Israels. Dort scheint es führte lange eine radikale und fundamentalistische Minderheit die israelische Gesellschaft erfolgreich vor sich her und da wagt kaum jemand den entsprechenden Kreisen Paroli zu bieten – ja selbst Soldaten berichten ihre eigentlichen Kommandeure wären die Siedler in den besetzten Gebieten.

    Ãœbrigens – wenn 61 Prozent der Muslime konstatieren, dass sie ihre Religion nicht grundsätzlich in allen Fragen im Recht sehen, dann ist das doch ein bemerkenswertes Ergebnis für Offenheit und Toleranz (dass es bei den Deutschen hinsichtlich Christentum sehr viel mehr sind wundert nicht, hier ist ja bald noch kaum jemand in der Kirche und die Religion schwindet). Eine ähnliche Umfrage unter Juden in Israel analog, hätte wahrscheinlich ergeben, dass Juden viel intoleranter als Muslime sind (halte ich jedenfalls für realtiv wahrscheinlich).

  25. „“„Westliche Werte“ wie Menschenrechte, Würde des Menschen und Freiheit werden aus dem Christentum abgeleitet.”

    – Naja, Herr Sahm, auch wenn Sie einen Satz später diese Aussage etwas zurücknehmen, muss ich daran erinnern, dass der Klerus sich vehement gegen die Einführung der Menschenrechte gewehrt hat“

    Es hat halt nicht mal die Kirche geschafft, die zentrale Botschaft des Christentums, Menschlichkeit, Mitgefühl und Friedfertigkeit, zu vernichten – sie wirkt und wirkt – und reformiert; davon ist auch die Kirche betroffen, die hat es weiß Gott nicht weniger nötig, als der Rest der Menschheit. (Im Mittelalter tat ma alles dafür, dass die Christen die Bibel nicht lesen können – Ãœbersetzung verboten, sie werden schon gewusst haben warum)

    „39 Prozent der Muslime bejahten die Aussage, “dass in religiösen Fragen vor allem meine eigene Religion Recht und andere Religionen eher Unrecht haben” – mehr als dreimal so viel wie Katholiken (12 Prozent) und Protestanten (11 Prozent).“

    Wüsste gerne welches Ergebnis eine entsprechende Umfrage hinsichtlich des Judentums in Isreal ergeben hätte. Dass deutsche kaum noch religiös sind, ist ja nichts neues.

    Also ich muss sagen – diese ganz idiotische Hysterie vor der Einverleibung Europas ins islamische Imperium ist eine lang geschürte Groteske.

    „Der Islam wird heute mit extremistischen politischen Bewegungen identifiziert, die mit Terror und anderen menschenverachtenden Methoden die „Weltherrschaft“ übernehmen wollen.

    Fast nach dem gleichen Prinzip handelte Europa in der Zeit der Kreuzzüge“

    Logikfehler Herr Sahm – zunächst schreiben Sie ‚ der Islam wird identifiziert‘ und dann leiten Sie über ’so handelte Europa zu Zeiten der Kreuzzüge‘ – hallo? Identifiziert – Handelte – da fehlt doch der reale Sinnzusammenhang.

    Vor 80 Jahren hat man die Juden als Gefahr für die Europa und die Welt identifiziert und jetzt sind es die Muslime – das heißt doch noch lange nicht, dass diese Hysterie auch begründet ist. So konstruiert man Feindbilder, um eine Ausrede zu haben zuzuschlagen – es fragt sich wer da gefährlich ist.

    Die islamische Welt ist in Aufruhr, rückständig und viele Länder sind durch zahllose Kriege zerrüttet – bei all dem hatte der Westen eine oft sehr destruktive Rolle gespielt und eine Menge dazu getan, dass Muslimen eine friedliche und eigentständige Entwicklung verwehrt wurde, durch Kolonialismus, Post-Kolonialismus, Anstiftungen zu Krieg, Anstiftung zu Putschen gewählter, integrer Volskvertreter usw. usw. Und bei all dem waren den westlichen Vertretern, westlicher Wirtschaftsinteressen die Muslime und ihre Menschenrechte sch…egal.

    Islamismus ist eine Gefahr – ja sicher – vor allem in den muslimischen Ländern und mitunter auch hier – aber vor einem islamischen Kreuzzug stehen wir nun wirklich nicht.

    So pauschal, wie die Ergebnisse hier zusammen gefasst und verwurschtelt werden – bleibt von der Substanz wahrscheinlich nichts.

    Möglicherweise haben 18% der Muslime gesagt, dass sie den Islamismus für gefährlich halten – das wäre sicher eine objektive Einschätzung –

    und die Islamophoben machen dann daraus die Bestätigung für Ihre Anti-Islam-Hysterie – objektiv ist das nicht.

    „Sogenannte Islamkritiker verbreiten immer wieder Behauptungen, die bei näherer Betrachtung überhaupt nicht stimmen. Da betont etwa der bekennende Islamkritiker Frank A. Meyer im Schweizer „Blick“: „Nirgends in der islamisch beherrschten Welt konnten sich die freiheitlichen Grundwerte durchsetzen.“

    Dabei siegte in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten Land mit muslimischer Mehrheit, „die Freiheit“ im von Meyer verfochtenen westlichen Sinne. Dort wurden in den vergangenen Jahren „regelmäßig Wahlen auf lokaler und nationaler Ebene abgehalten“, ein „funktionierender freier Markt entwickelt“ und „die Kultur der Toleranz gegenüber den christlichen, hinduistischen, buddhistischen und chinesischen Minderheiten des Landes gestärkt“, berichtet die „Welt“. Das Parlament besteht zu 18 Prozent aus Frauen, was etwa dem Anteil im US-Kongress entspricht. Und eine Frau übernahm das Präsidentenamt. Der Chef der Abteilung für islamische Angelegenheiten im Religionsministerium bezeichnet sich gar als islamischen Feministen. Ob es da eher schon zu westlich zugeht?

    ….Dennoch gibt es auch in Indonesien immer wieder Ausschreitungen von radikalen Islamisten. Sie ändern aber nichts an den politischen Strukturen, und die Gewalt wird von der politischen Führung verurteilt. Weiter wird gerne behauptet, Terroranschläge gebe es nur bei Muslimen. Europol verzeichnet im Jahr 2010 in der EU genau 249 Terroranschläge, nur drei davon werden Islamisten zugerechnet. Dass auch 45 linksextreme Anschläge gezählt wurden, zeigt, dass es sich nicht um eine links gefärbte Zählung handelt. Doch die Medien scheinen diese Zahlen nicht zu kennen, was nach den Anschlägen in Oslo und Utoya zum vorschnellen Verdacht eines islamistischen Anschlags führte.

    ….Da wird ferner behauptet, das Kopftuch stehe generell für Unterdrückung – Belege für die Behauptung hält man nicht für nötig. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung ergab nun aber, dass 97 Prozent der Trägerinnen das Kopftuch für eine religiöse Pflicht halten. Die Mutter und die Freundin haben nach der Studie zudem häufiger einen Einfluss auf die Entscheidung, ein Kopftuch zu tragen, als etwa der Ehemann. 94 Prozent der Kopftuch-Trägerinnen finden es wichtig, dass Frauen in der Partnerschaft ihre beruflichen Wünsche verwirklichen können. 89 Prozent von ihnen wollen eine demokratische Staatsform. Und die restlichen Muslime? Das amerikanische Gallup-Institut stellte fest, dass 93 Prozent der Iraner und 94 Prozent der Ägypter Demokratie bevorzugen.

    ….Ist der Islam schuld an Jugendgewalt? Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht einen Zusammenhang zwischen „erhöhter“ islamischer Religiosität und „Männlichkeitsnormen, die Gewalt legitimieren“. Eine Expertise ihres Ministeriums verwies auf eine Untersuchung, wonach 24 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen „gewaltaffin“ sind (nichtmuslimische jugendliche Einwanderer: 16 Prozent; deutsche Jugendliche: 15 Prozent). Doch als gewaltaffin gilt bereits, wer unter anderem folgender Aussage zustimmt: „Wenn jemand mich angreift, dann schlage ich auch zu“.

    ….Doch abgesehen von der Islamdebatte bauschen auch die ständigen Diskussionen über „Integrationsverweigerung“ in grotesker Weise ein Problem auf und entkoppeln sich völlig von den Zahlen und Fakten. Eine Befragung von türkischstämmigen Bürgern in Nordrhein-Westfalen ergab, dass der Anteil der sich freiwillig nicht integrierenden Personen, die also von sich aus keine Kontakte mit alteingesessenen Deutschen wollen, bei rund zwei Prozent liegt.

    …..Es wird zuweilen eingewandt, man müsse zwischen radikalen und gemäßigten „Islamkritikern“ unterscheiden. Doch auch die vermeintlich „seriöseren“ Islamkritiker in den Massenmedien überzeugen mich nicht mehr als die rustikalen Varianten an den Rändern. Vor allem deshalb, weil beide fast immer extrem vergangenheitsfixiert sind und ständig meinen, dass der Islam in diesem oder jenem Land für immer so bleiben müsse, wie er es für längere Zeit war. Da werden dann gern mal Koranzitate ausgepackt, so als ob es nicht auch in der Bibel genügend Passagen gäbe, die in der Praxis umgesetzt heute problematisch wären. Immer wieder wird sich an islamischen Expansionskriegen abgearbeitet – oftmals ausgerechnet von Leuten, die fordern, dass die Deutschen nicht auf ewig die Nazi-Zeit unter die Nase gerieben bekommen sollen. Gerade die wechselvolle europäische Geschichte zeigt, wie schnell Werte und Dogmen, die jahrhundertelang unumstößlich schienen, plötzlich kippen können.

    …..Die Vorstellung, dass Muslime durch jahrhundertelange Entwicklungen in besonderer Weise kulturell programmiert seien, weshalb eine direkte Linie von Mohammed zum 11. September führe, ist ähnlich „überzeugend“ wie die beliebte linke Behauptung, dass Bismarck automatisch zu Hitler geführt habe.

    …..Ich erinnere mich nicht, jemals von einer als Migrant erkennbaren Person angegriffen oder angepöbelt worden zu sein. Was deshalb bemerkenswert ist, da ich mit meinem Alter und meinem Geschlecht zur Risikogruppe gehöre. Sehr wohl wurde ich mehrfach Augenzeuge von Rangeleien und Gewalttätigkeiten, aber die Beteiligten schienen keine „Migranten“ zu sein. In einem Fall wurden allerdings ein paar Schwule von einem Proleten mit offenbar türkischem Akzent angepöbelt. Ich selbst wurde auch schonmal in der S-Bahn von einem betrunkenen, besonders national gesinnten Teutonen bedroht. Noch nie habe ich irgendwelche Beschimpfungen in Richtung „Christenschweine“ oder „Kartoffeln“ gehört, von denen im Zuge der medialen Hysterie ständig gesprochen wird, weder bei Aufenthalten in Buschkowskys Neukölln noch sonstwo.“

    http://www.cuncti.net/streitbar/328-islamkritik-und-furcht-vor-multikulti-hysterie-ohne-faktenbasis

  26. „In Europa hat „die Religion“ seit der Aufklärung ihren direkten Einfluss auf die Politik weitgehend verloren. Kirche und Staat wurden getrennt. In der Demokratie entscheidet der Volkswille und nicht der Wille des Papstes. Zwar tragen manche Parteien noch ein „hohes C“ in ihrem Namen. „Westliche Werte“ wie Menschenrechte, Würde des Menschen und Freiheit werden aus dem Christentum abgeleitet. Gleichwohl sind wohl weniger christlicher Glaube die treibende Kraft, als vielmehr das Grundgesetz und Vorstellungen der politischen Parteien.“

    seit der Aufklärung hat zumindest in der demokratischen Weimarer Republik die katholische Zetrumspartei eine durchaus zweifelhafte Rolle gespielt. Auch wenn selbstverständlich durch alle Vatikanischen Geheimarchivsforscher kein Zusammenhang zwischen dem Reichskonkordat und dem vorherigen Abstimmungsverhalten zum Ermächtigungsgesetz festgestellt wurde.

  27. Hinterfragen Sie besser die Interessen der Bertelsmann-Stiftung. Ulrich Sahm bedient sich nur ihrer.

    Damit solche Szenarien ihre Wirkung entfalten können, werden sie als „Studien“ und damit als „Wissenschaft“ verkauft. Wenn der Initiator einer solchen „Studie“ auch noch OECD oder Bertelsmann heißt, dann steht eine solche „Studie“ kurz vor der Heiligsprechung zur apokalyptischen Offenbarung.

    Diese Art von Handwerk versteht die Bertelsmann Stiftung hervorragend – übrigens nicht nur im Bereich Bildungspolitik, sondern auch in den Bereichen Kommunalpolitik, Außenpolitik, Europapolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik usw. Auf all diesen Feldern sieht sich die Stiftung als „Reformwerkstatt“ und als „Politikberatung“.

  28. „Problematisch ist dabei, dass selbst „gemäßigte“ muslimische Prediger kaum wagen, sich offen gegen die Radikalisierung oder den mörderischen Terror fanatisierter Moslems aussprechen, wahrscheinlich aus Angst, selber Opfer zu werden. “

    Ist das der Fall? moeglich ist es, es kann aber auch ganz
    andere gruende haben. aber anscheinend hat die studie an
    diesem punkt aufgehoert, leider. es waere wirklich
    interessant gewesen.

    “ bestätigten sogar 18 % der Moslems in Deutschland“
    18% der Moslems in deutschland gestehen mehr oder weniger
    offen ein, dass der islam eine gefahr ist, obwohl sie genau
    wissen, dass ihnen das nachher von deutschen wieder gegen
    sie verwendet wird. Respekt!

    „Eine tiefergehende Prüfung wäre die Feststellung wert, wonach sich 19 Prozent der Deutschen vom Judentum bedroht fühlen.“

    das waere es allerdings.

    J

  29. „„Westliche Werte“ wie Menschenrechte, Würde des Menschen und Freiheit werden aus dem Christentum abgeleitet.“

    – Naja, Herr Sahm, auch wenn Sie einen Satz später diese Aussage etwas zurücknehmen, muss ich daran erinnern, dass der Klerus sich vehement gegen die Einführung der Menschenrechte gewehrt hat.

    „Nur würde heute kaum jemand die Ideologie der Nazis oder auch des Kommunismus mit Religion gleichsetzen.“

    – Sowohl der Faschismus als auch Kommunismus enthalten klar erkennbare, religiöse Elemente. So haben faschistische Regime ihre Führer immer als messianische Erlösergestalten präsentiert – Hitler selbst sah sich anfangs etwa nur als Wegbereiter für den mystisch überhöhten Führer, den Ãœbermenschen und hat diese Rolle erst später selbst ausgefüllt – und der Kommunismus ist, wenn den verwirklicht, definitiv eschatologisch.

    „Problematisch ist dabei, dass selbst „gemäßigte“ muslimische Prediger kaum wagen, sich offen gegen die Radikalisierung oder den mörderischen Terror fanatisierter Moslems aussprechen, wahrscheinlich aus Angst, selber Opfer zu werden. Ein ähnliches Phänomen gab es auch bei christlichen Kirchen in Deutschland während der Nazizeit. Nur wenige wagten offenen Widerspruch gegen Hitler, seine Ideologie oder gar gegen den Völkermord an Juden und anderen.“

    – Finden Sie es nicht etwas gewagt, das vermeintliche Stillhalten muslimischer Geistlicher mit der Situation der christlichen Kirchen im 3. Reich zu vergleichen? Abgesehen von den wenigen bewundernswerten, christlichen Widerständlern war die überwältigende Mehrheit der deutschen Christen und ihr Stillhalten gegenüber oder die Teilhabe an den Taten „der Nazis“ verdammenswert. Der typische Deutsche während der bösen 13 Jahre war christlich und hat mit dem NS-Regime wenn nicht sympathiesiert so doch – aus welchen Gründen auch immer – arrangiert, falls er denn nicht sogar Teil der Bewegung war.

    Bei den Moslems denke ich, dass halt nur die Frösche gehört werden, die am lautesten quaken, auch wenn sie in der Unterzahl sind. Die Thesen eines gemäßigten Imams schaffen es einfach nicht in Spiegel oder Bild, da gute Nachrichten keine Schlagzeilen bringen. Israel kann davon sicher ein Lied singen. Schon gehört?

    • „der Kommunismus ist, wenn denn verwirklicht, definitiv eschatologisch“

      Nö, denn er will das Paradies auf Erden verwirklichen, während viele Religionen es lediglich versprechen – das ist eschatologisch – für eine halb diesseitig- halb oder voll jenseitige Welt (ob es das Paradies ist, 72 Jungfrauen zufrieden zu stellen, oder andauernd Halleluja zu singen, sei dahingestellt)
      was, wie hier in haGalil abgedruckt:

      http://test.hagalil.com/buch/heine/winter-1.htm

      ein nicht unbekannter Dichter unübertrefflich so formuliert:

      ‚Ein kleines Harfenmädchen sang.
      Sie sang mit wahrem Gefühle
      Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
      Gerühret von ihrem Spiele.

      Sie sang das alte Entsagungslied,
      Das Eiapopeia vom Himmel,
      Womit man einlullt, wenn es greint,
      Das Volk, den großen Lümmel.

      Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
      Ich kenn auch die Herren Verfasser;
      Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
      Und predigten öffentlich Wasser.

      Ein neues Lied, ein besseres Lied,
      O Freunde, will ich Euch dichten!
      Wir wollen hier auf Erden schon
      Das Himmelreich errichten.

      Wir wollen auf Erden glücklich sein,
      Und wollen nicht mehr darben;
      Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
      Was fleißige Hände erwarben.

      Es wächst hienieden Brot genug
      Für alle Menschenkinder,
      Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
      Und Zuckererbsen nicht minder.

      Ja, Zuckererbsen für jedermann,
      Sobald die Schoten platzen!
      Den Himmel überlassen wir
      Den Engeln und den Spatzen.‘

    • Sie haben ja recht, meine Formulierung ist schlecht. „Man muss Dolf Sternbergers Freilegung einer solchen eschatologischen Wurzel der Politik nicht in Frage stellen. Ihre Bedeutung ist vor allem mit Blick auf die utopischen Ausbrüche des politischen Denkens, zuvörderst denjenigen, der statt vom Reich Gottes vom „Reich der Freiheit“ (Marx) spricht, kaum zu bestreiten.“

      Und wenn Sie schon die Houris erwähnen, haben Sie schon von den Jungmännern gehört, die auf eine tugendhafte Muslima im Paradiesgarten warten. Die soll es doch tatsächlich geben…

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