Linksliberale Zeitung markiert Juden

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Jahrzehntelange, unsachliche, obsessive „Israelkritik“ bei „linken“ Medien führt früher oder später unweigerlich zu genuinem Antisemitismus. Es geschah mit der „kommunistischen“ Manifesto, mit der „postkommunistischen“ Unita’ und es  geschieht jetzt mit der auflagenstarken „linksliberalen“ römischen Tageszeitung Repubblica

Von Karl Pfeifer 

Am 13.1.2011 erschien auf Seite 6 ein Bericht über die Aufdeckung illegaler Überweisungen (Gesamtsumme: fünfeinhalb Milliarden Euro) auf eine Schweizer Bank zwecks Steuerhinterziehung; involviert sind 5.645 Personen oder Familien, bzw. Unternehmen aus ganz Italien. Eine diesbezügliche Liste wurde vor geraumer Zeit von einem Informatiker einer Bank gestohlen und an französische Behörden übermittelt; diese leitete sie kürzlich an die italienische Justiz weiter. 

Auf  besagter Liste finden sich ca. 700 Personen bzw. rund 100 Unternehmen, die zum Zuständigkeitsbereich der römischen Staatsanwaltschaft gehören, so Repubblica. Darunter viele Personen und Unternehmen, die zum römischen Großbürgertum“ gehören. Modeschöpfer, Juweliere, international renommierte Wissenschaftler, Industriellengattinnen.  Als Beispiele werden – meistens begleitet vom jeweiligen Beruf oder Bereich – zahlreiche Vor- und/oder Familiennamen genannt: diverse Juweliere, mehrere Modedesigner, ein Mitglied des Hochadels, ein Filmregisseur, Schauspielerinnen, der Präsident der ital. Handelskammer, ein Architekt, ein Schuhfabrikant, die Gattin eines Formel 1-Managers. Eingebettet in diesen nachvollziehbaren Hervorhebungen eine weitere, für jede nicht rechtsextreme Zeitung inakzeptabel: Unter den Familien mit jüdischem Nachnamen: (es folgen drei Namen)“. 

Eine schnelle Internet-Recherche ergibt, dass es in anderen Medien, darunter im bürgerlich-liberalem Corriere della Sera, ebenfalls Artikel über diese Angelegenheit gibt. Nirgends findet sich jedoch die Hervorhebung „jüdische Familiennamen“.

Quelle: http://www.informazionecorretta.it/main.php?mediaId=4&sez=110&id=38073

22 Kommentare

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    Lieber Lichterberg,
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    es iat ein Irrtum deinerseits, dass Faschismus ein Synonym für soziale Ungerechtigkeit und eventuell verfehlte Bildungspolitik sowie Vetternwirtschaft sei.
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    Das ist viel zu kurz gesprungen, Löwe: damit bist du als Bettvorleger gelandet. Das haben die anderen hier Dir aber schon in aller Freundlichkeit zu sagen versucht
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    Vielmehr ist Faschismus von senen Ursprüngen her eine Ideologie, die den Vorrang von einer bestimmten „Rasse“ gegenüber allen anderen „Rassen“ und die Idee eines zentralistischen Einparteiensystems unter einem „Führer“ festzuschreiben bemüht ist, was die sich als faschistisch bezeichnenden  Staaten Italiens, Deutschlands, Spaniens und Portugals auch genau so zu verwirklichen trachteten, was allerdings nicht allzulange gut ging, dem Himmel sei Dank.
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    Weiterhin hat ganz besonders die deutsche Version des Faschismus zu den kaum beschreibbaren und unvorstellbaren Leiden der Zeit von 1933 bis 1945 geführt. Natürlich gab es darin jede Menge sozialer Ungeheuerlichkeiten, aber die rundum als Faschismus zu bezeichnen, ist mehr als abenteuerlich. Die gibt es schon seit der Steinzeit und wird es weiterhin geben.
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    Du musst aufpassen, dass nicht Du selbst ins faschistische Fahrwasser gerätst, denn Deine demokratieverachtenden Zumutungen und dann noch der Bezug auf gewähnte Überlegenheit bestimmter Nationen (die wie die von allen Faschisten so geschätzten Eigenschaften wie Fleiß, Arbeitsamkeit, Genügsamkeit zum Wohle des Volksganzen u.ä. auf ihre Fahnen schrieben) deuten darauf hin.
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    Dieser Satz von Dir:
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    „werden in Zukunft die Chinesen mit ihren Fotoapparaten Fotos von uns machen, wie von niederen Tieren im Zoo, “…das sind die Europäer, die mit der großen Vergangenheit, aber ohne Zukunft!”“
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    ist Faschismus pur. So begründeten u.a. in natürlich anderer Form, aber mit gleichem Diktus die Nazis sprich deutsche Faschisten ihren „Krieg“ gegen die „jüdische Rasse“ und andere ebenfalls, die keine Zukunft mehr hätten und deshalb gemäß faschistischer Darwin-Auslegung von der Herrenrasse ruhig wie „niedere Tiere“ sprich lästiges Ungeziefer vernichtet werden dürften, womit lediglich im Einklang mit der Natur (und damit nach G’ttes Willen) gehandelt werde. Hitler fasste das zusammen in dem Satz: „Indem ich mich des Juden erwehre, verichte ich das Werk des Herrn.“
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    Denk mal nach. Nicht umsonst habe ich oben das lateinische Wort „cave!“ eingefügt, was nichts anderes heißt als „Vorsicht, hüte Dich!“
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    efem

  2. @mfb

    Natürlich sind nicht alle Kinder aus reichem Elternhaus dumm, und nicht jeder der intelligent ist, findet sich in der Suppenküche wieder. Ich habe aber Fälle selber miterlebt, wo dumme Kinder aus reichem Elternhaus auf höchste Posten in der Wirtschaft befördert wurden. Gleichzeitig kenne ich Menschen die aus schwacher sozialer Herkunft kommen, aber intelligent sind, diese Menschen wurden schon in der Schule benachteiligt. Entsprechende Studien belegen es, in kaum einem Land der Welt werden arme Menschen derart benachteiligt in ihrer schulischen und beruflichen Entwicklung wie in Deutschland. Seitenlang könnte ich hier dies hier weiter ausführen. Es ist traurig, und es ist …  F A S C H I S M U S

    @ Herrn Pfeifer
    Friede sei mit Ihnen Herr Pfeifer ! (Alles Gute für Sie)

    Wenn Menschen aufgrund ihres Aussehens, oder ihrer Hautfarbe, oder ihrer sozialen Herkunft, oder ihres Glaubens usw., benachteiligt werden Herr Pfeifer, dann ist es für mich Faschismus. 2 Beispiele möchte ich Ihnen geben: Vor ein paar Monaten hielt ein US-Geschäftsmann einen Vortrag über die moralische Ãœberlegenheit der USA gegenüber dem Rest der Welt. Er argumentierte, die ersten europäischen Einwanderer waren ja angeblich schon Bibeltreu und fromm. Daraus wäre dann die moralische Ãœberlegenheit der USA erwachsen. Da ist mir der Kragen geplatzt… Wenn man natürlich die Enteignung und vertreibung, und letztendliche Ausrottung der indigenen Urbevölkerung als Bibeltreue auslegt, ja dann hat die Frömmigkeit im dritten Reich ja ihren Höhepunkt gefunden. Bsp. 2: Haben Sie sich mal gefragt, wie die UDSSR es geschaft hat, nur 15 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, technologisch und wirtschaftlich wieder auf Augenhöhe mit dem Westen zu sein? Haben Sie sich mal gefragt, warum China wirtschaftlich an uns vorbeizieht? Dort zählt Leistung und Qualifikation, aus was für einem sozialen Umfeld sie kommen, interessiert niemanden. Bei uns wird alles nur noch blockiert und zerredet, es geht nur noch darum andere zu verhindern. Es werden ihnen Ellenlange Vorträge gehalten wie Dinge nicht funktionieren usw. (so läuft es auch bei uns auf der Arbeit).
    Wenn Deutschland und der Westen so weitermachen (mit den Grünen, die gegen alles Partei), dann werden in Zukunft die Chinesen mit ihren Fotoapparaten Fotos von uns machen, wie von niederen Tieren im Zoo, „…daß sind die Europäer, die mit der großen Vergangenheit, aber ohne Zukunft!“

  3. .
    Ich glaube, im Beitrag des mich ansprechenden Posters Lichterberg höre ich im Hintergrund Genossen Georgi Dimitroff leicht befremdet hüsteln.
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    Natürlich  ist – Danke an alle, die adäquat reagiert haben -  vor einer Inflation des Begriffes Faschismus nur zu warnen, sonst wissen diejenigen, die ihn sinnvoll anzuwenden verstehen, bald nicht mehr, wie dem tumben Volk die tatsächliche Bedeutung/ Wichtung zu vermitteln sei und auch die Gegenströmung, der Antifaschismus, rutscht – cave! – so ganz simpel ins einfache und nichtssagende „bin dagegen“ ab – gegen was denn, bittschön?
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    efem
     

  4. mfb  als Journalist habe ich viel einstecken müssen (z.B. 7 Prozesse bis ich am 15.2.2008 ein rechtskräftiges Urteil vom Europäischen Menschenrechtsgericht (Pfeifer v. Austria) zu meinen Gunsten erhielt. Und ich stecke gerne berechtigte Kritik ein.
    Und ich stecke auch ein. Aber so Leid es mir tut, die Beschwerden des Posters haben nichts mit Faschismus zu tun.
    Wenn Sie Argumente gegen meine Schreibweise bringen, werde ich die immer mit Aufmerksamkeit lesen. Aber wenn Sie mich darüber belehrten wollen, dass ich eine Polemik nach dem spanischen Hofetikett führen soll, dann ist das einfach lächerlich.
    mfb, Sie müssen mich ja nicht gerne haben. Nur schlage ich vor, schreiben Sie in Zukunft zur Sache.

  5. Also ich weis nicht, wie es „beim spanischen Hof“ zugeht, da war ich noch nicht.

    Und wenn es denn „einige Definitionen von Faschismus“ gibt, was kennzeichnet denn dann „den Faschismus“?

    Nein – da ich kein Jurist bin, kann ich auch nicht der „Advokat von Herrn L.“ sein. Und ich denke mal, nach meiner Nachfrage bei ihm würde er mich auch nicht engagieren, selbst wenn ich Advokat wäre.

    Am Zeug flicken?
    Herr Pfeifer, wer sich ständig so in den Mittelpunkt stellt, wie Sie es tun, muss damit rechnen, dass sich andere an ihm reiben. Nun hab ich kein Problem mitt jemandem, der so austeilt wie Sie (wir sind ja nicht am spanischen Hof). Aber wer austeilt, sollte auch einstecken können – und da haben Sie offensichtlich ein Defizit.

    SIE haben sich hier eine Vermutung abgegeben, warum ich Jane für höflicher halte als Sie. ICH habe Ihre Aussage hier zu „Herrn L.“ als erklärendes Beispiel genommen – mehr nicht.

    Aber ich bin ein ‚Gutmensch‘ .. ich versuch Sie trotzdem zu mögen. 😉

    • Am Zeug flicken? Herr Pfeifer, wer sich ständig so in den Mittelpunkt stellt, wie Sie es tun, muss damit rechnen, dass sich andere an ihm reiben. Es gibt Menschen, die deutlich andere nicht erlebte Erfahrungswerte als ente oder msb haben.  Auch wenn ich nicht immer übereinstimme, gehe ich nicht von einem „in den Mittelpukt stellen aus“ ! Ich bin sehr dankbar für Herrn Pfeifers Aussagen!!!

      Am Zeug flicken?
      Herr Pfeifer, wer sich ständig so in den Mittelpunkt stellt, wie Sie es tun, muss damit rechnen, dass sich andere an ihm reiben.

      Es gibt Menschen, die deutlich andere nicht erlesene Erfahrungswerte als ente oder msb haben.  Auch wenn ich nicht immer übereinstimme, gehe ich nicht von einem „in den Mittelpukt stellen aus“ ! Ich bin sehr dankbar für Herrn Pfeifers Aussagen!!!

  6. mfb wir sind hier nicht beim spanischen Hof. Ich finde, man soll mit Wörtern wie Faschismus, Nazismus und Holocaust nicht herumwerfen.
    Und darauf mache ich aufmerksam.
    Es gibt einige Definitionen von Faschismus. Was aber Herr L. geschildert hat, kennzeichnet nicht den Faschismus.
    Sind Sie mfb der Advokat von Herrn L.? Oder wollen Sie nur mir am Zeug flicken?
     
     
     

  7. "Eine äußerst gefährliche Entwicklung, wenn nur noch die dummen und faulen Kinder der Reichen in höchste Ämter durchgewunken werden, die wirklich leistungsstarken und intelligenten aber wiederfinden in einem Leben, daß mit Obdachlosenasyl, Kleiderkammer und Suppenküche zu tun hat."

    @ Herr Lichterberg,

    den Satz versteh ich nicht wirklich. Sie wollen doch sicher weder sagen, dass die "Kinder der Recihen" grundsätzlich faul und dumm sind, noch dass die "leistungsstarken und intelligenten" "Kinder der Reichen" in "Obdachlosenasyl, Kleiderkammer und Suppemküche" landen?!?

    Ich bin seit Jahrzehnten in der Konzernzentrale eines Dax-Unternehmens beschäftigt und habe in dem Zeitraum einige Konzervorstände und eine ganze Menge von Top-Managern kennengelernt. Und auch wenn ich mit den wenigsten dieser gerne privat verkehren würde, Dumme oder Faule waren nicht darunter.

    Und zur Politik .. also sozusagen als "Erbpolitiker" fallen mir gerade so auf Anhieb nur von der Leyen und zu Gutenberg ein. Auch wenn ich mit beiden politisch nicht übereinstimme – die beiden kommen mir weder faul noch dumm vor.

  8. "Man soll mit Wörtern, deren Bedeutung man nicht versteht nicht herumwerfen."

    Auch wenn Herr Lichterberg eine eigenwillige Interpretation von "Faschismus" hat, sind es doch solche Sätze wie dieser, weshalb ich Ihre Schreibe als unhöflich empfinde.

  9. Shimon Lichterberg „Das ist wiederwärtiger Faschismus, und er ist heute überall vorzufinden.“
    Das ist Рso bedauerlich es auch sein mag РNepotismus, doch niemals Faschismus. Man soll mit W̦rtern, deren Bedeutung man nicht versteht nicht herumwerfen.
    Die Erscheinungen, die sie beklagen gibt es auch im viel kleineren Österreich. Trotzdem haben wir hier keinen Faschismus.


  10. Danke, Shimon Lichterberg!
    Der Deutschlandvergleich (mit Italien) war nicht nur angebracht, sondern bitter nötig. Tatsächlich befinden sich dummfaulreiche Promikinder (wie etwa die FJStrauss-Nachkommen) heute in Deutschland an allen möglichen höheren und höchsten Posten und sie helfen mit diese Gesellschaft nach allen Regeln der Kunst zu verderben. Dem sittlichen, wirtschaftlichen und geistigen Verfall sind damit Tür und Tor geöffnet. Armes Deutschland!

  11. @Efem

    “ *) Kein Fußbreit den Faschisten! “ Richtig. Das trifft dann hoffentlich aber auch auf die gesamte Gesellschaft zu, oder dürfen sich bestimmte Gruppen außen vor stellen? So sehr diese Liste mit Kennzeichnung in der linksliberalen Tageszeitung zu verurteilen ist, erschien in selbiger Zeitung ein offener Brief eines italienischen Professors, der seinem in Mailand studierenden Sohn riet, nach dem Studium Italien zu verlassen, da die guten Jobs derart rar sind, daß sie dem freien Arbeitsmarkt garnicht mehr gemeldet werden. An diese Jobs kommt man nur noch über Beziehungen. Ähnlich, vielleicht nicht ganz so schlimm wie in Italien, ist es auch in Deutschland. Eine äußerst gefährliche Entwicklung, wenn nur noch die dummen und faulen Kinder der Reichen in höchste Ämter durchgewunken werden, die wirklich leistungsstarken und intelligenten aber wiederfinden in einem Leben, daß mit Obdachlosenasyl, Kleiderkammer und Suppenküche zu tun hat. Das ist wiederwärtiger Faschismus, und er ist heute überall vorzufinden. Desweiteren birgt es das Risiko gewalttätiger Ausschreitungen usw. Da die Dummen aus reichen Familien in Politik und Wirtschaft mittlerweile stark vertreten sind, brauchen wir uns über den geistigen und wirtschaftlichen Verfall unserer Gesellschaft nicht zu wundern.  

  12. `
    Paul Spiegel B.m. brachte die von Karl Pfeifer dankenswerter Weise wieder mal angeprangerte, unertragbar antisemitisch riechende „Problematik“, die eigentlich in einer aufgeklärten Gesellschaft, selbst an den Rändern des politischen Spektrums, d.h. von gemäßigt Rechts bis Ultralinks, keinen Fußbreit*) Platz hat und quasi konform geht mit dem seit dem späten 19. Jahrhundert geübten Herbeihalluzinieren einer sog. „Judenfrage“, in einem Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur kurz vor seiner Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Düsseldorf (Februar 2004) einfach, knapp und präzise auf den Punkt:

    Mein Traum wäre, dass jemand sagt: „Ich habe neulich einen Herrn kennengelernt. Stell Dir vor: Der ist Jude.“ Und der andere antwortet: „Na und?“

    *) Kein Fußbreit den Faschisten!

  13. Rihani, ich glaube nicht, dass die Herausgeber oder der Chefredakteur das gutheißen. Doch das kann man nicht – mit „Israelkritik“ entschuldigen. Und das ist auch das Problem, Das Israelbashing geht einher mit gewöhnlichem Antisemitismus.
     

    • „Doch das kann man nicht – mit “Israelkritik” entschuldigen.“
       
      Hat das denn jemand versucht? Wurde Israel in dem Artikel erwähnt oder haben die Verantwortlichen die Hervorhebung jüdischer Familiennamen als Israelkritik darzustellen versucht? 

    • Darf ich Ihrem Schweigen entnehmen, daß es sich um eine „Pfeifer’sche Verknüpfung“ handelt? Zuerst werfen Sie Israelkritik (in Anführungsstrichen, was auch immer dies in diesem Zusammenhang bedeuten mag) und Israelbashing in einen Topf und dann wird BEIDES als antisemitisch markiert.

    • Um es kurz zu machen, da erfahrungsgemäß die Schließung des Kommentarbereichs bevorsteht und sich unsere Antworten möglicherweise überlappen:

      Meinen Sie, daß die Repubblica seit Jahrzehnten eine illegitime, da obsessive „Israelkritik“ betreibt, die schon von Anfang an den Keim des Antisemitismus in sich trug? Und als einzigen Beleg haben Sie einen Artikel mit antisemitischem Inhalt, in dem Israel überhaupt nicht erwähnt wird und der Ihres Erachtens auch nicht die Meinung der Herausgeber oder des Chefredakteurs widerspiegelt?
      Wow, das wäre eine wahrhaft zwingende Logik!
       

  14. Das löschen finde ich problematisch. Es wird oft gesagt, wenn „die Deutschen“ Hitlers Buch „Mein Kampf“ gelesen hätten, hätten sie früher begriffen, wohin es geht. Ein für mich nachvollziehbares Argument. Ich denke es gehört zum mündigen Bürger, dass er mit so etwas konfrontierbar sein muss und zwar schon in der Schönwetterperiode der Demokratie.

    Wurden auch die Muslime hervorgehoben? Danke, dass Sie, Herr Pfeifer, auf den Skandal hingewiesen haben. Wenn auch 700 unter 3, fast schon für „die Juden“ sprechen könnte, auch wenn dies vermutlich nicht die Absicht der Republica war.

    Wie dem auch sei, kommen Sie gesund zurück, aus NY und vor allem Minnesota. Ich hörte, es gebe dort viele Mücken.

  15. Uri Deganja,
    Auf diese Art der Berichterstattung wurde ich von einer Wienerin mit italienischen Wurzeln aufmerksam gemacht. So berichten in der Regel rechtsextremistische und Neonazi Medien. Es sollte alarmieren, wenn ein solcher Antisemitismus auch in mainstream Medien zu finden sind. Wenn also von 700 Steuerhinterziehern ganze drei jüdisch sind, dann glaubten die Journalisten von La Repubblica darauf hinweisen zu müssen.
    Ein Teil der Linken in Europa leugnet, dass es außerhalb des rechtsextremen Lagers Antisemitismus gibt. Die werden jeden Tag Lügen gestraft außer sie haben den Antisemitismus derart internalisiert, dass sie schon unbewußt solches verbreiten.
    Es freut mich, dass der Film Ihnen gefallen hat. Es war gut, dass die meisten Zuschauer – so schätze ich – unter 30 waren.
    Demnächste wird der Film in meinem Beisein am Österreich-Institut der Universität Minnesota und am österreichischen Kulturinstitut in New York gezeigt. Diese gute Nachricht habe ich am 14.1. noch in Köln erfahren.
     

  16. Noch ein Zusatz: Der von Thomas Schmidinger und Freunden erstellte Film über Ihre bewegte Vita: „Zwischen allen Stühlen“ – Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer, hat mir ausnehmend gut gefallen.

  17. Lieber Herr Pfeifer,
    besten Dank für Ihre soliden Recherchen! (Ob die Zeitung auch über katholische Steuerhinterzieher publiziert hat? Oder über schwarzhaarige Betrüger?) Prima, dass nun auch Ihr gehaltvolles WDR-Interview zu Ungarn bei haGalil online steht.

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