Serfaus: Koscher in Tirol

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In der Tiroler Gemeinde Serfaus haben sich gleich mehrere Hotels auf jüdisch-orthodoxe Gäste spezialisiert. Seit vier Jahren – immer im Juli und August – haben sie für orthodoxe Juden ihre Betriebe geöffnet. Keine einfache Aufgabe, gilt es doch, auf strenge religiöse Vorschriften Rücksicht zu nehmen…

Im Urlaub „alles koscher“ – jüdisch-orthodoxe Gäste in Tirol

So verlangen etwa die jüdischen Speisegesetze (Kaschrut), dass Milch- und Fleischprodukte nicht miteinander vermischt werden dürfen. Auch die Schabbat-Ruhe – da ist orthodoxen Juden das Bedienen elektrischer Geräte verboten – stellt das Hotelpersonal vor Herausforderungen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=g5-o9i6wAy8[/youtube]

Bericht: Kurt Reindl, Moderation: Günter Kaindlstorfer, Redaktion: Norbert Steidl, orf
www.alte-schmiede-serfaus.at

In der Presse (Süddeutsche Zeitung, Guardian…) wird allerdings berichtet, dass Juden nicht überall in Serfaus erwünscht sind:
sueddeutsche.de – Es ist zehn Minuten nach Mitternacht, als Leonard N. die »Wellness-Residenz Schalber« betritt. Er macht Urlaub und will sich ein Zimmer des Fünf-Sterne-Hotels in Serfaus in Tirol anschauen. Sein Schwager begleitet ihn an diesem Sommerabend, die beiden Männer tragen weiße Hemden, schwarze Anzughosen und kreisförmige Kappen auf dem Hinterkopf – Kippas, die Juden zum Beten aufsetzen, orthodoxe Juden auch im Alltag.
Am Empfang steht Sebastian Lehmann, der Nachtportier. Er ist späten Besuch gewohnt, täglich bekommt er deshalb eine Liste mit drei bezugsfertigen Zimmern, die er an unangemeldete Gäste vergeben kann. Als er die Männer zum Fahrstuhl führt, um ihnen eines der Zimmer zu zeigen, stellt sich der Barchef in den Weg: »Raus. Der Chef sagt, die müssen raus«, sagt er bestimmt. Dann läutet das Telefon an der Rezeption. Vom Handy aus meldet sich Alois Schalber, der Hotelchef. Er hat das Hotel genau in dem Moment verlassen, als die beiden orthodoxen Juden es betraten. »Sind die jetzt draußen?«, schreit er wütend, »ich will hier keine Juden haben.«

Leonard Norten, 26, und sein Schwager werden aufgefordert, das Hotel zu verlassen. Sie ziehen fassungslos ab… weiter…

14 Kommentare

  1. Hada fragte: „Warum denken manche Menschen, dass alle Welt sich nach Ihnen richten muss, wie das offenbar bei den orthodoxen Juden der Fall ist?“ Damit stellte sie/er ein massives Vorurteil gegen orthodoxe Juden unter Beweis. Warum auch nicht, wenn Hagalil, jede solche Zuschrift zensieren würde, dann würde ein Sturm der Entrüstung losbrechen: „Man wird doch Juden kritisieren dürfen“.
    Orthodoxe Juden versuchten sich im Kaiserreich und später in der Weimarer Republik an die Mehrheit anzupassen und hätten nie gewagt zu erwarten, dass sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft nach ihnen richten muss.
    Hada: „Ich bezweifle, dass Sie wie ich Abitur und Studium mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen haben.“
    Ich habe keine Abitur und keine Matura abgeschlossen. Denn ich bin Jahrgang 1928 und dank der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft, deren Ziel es war auch mich in einer Gaskammer zu ersticken bzw. mich im Osten von Waffen SS Leuten bzw. von Polizeiabt. erschiessen zu lassen, konnte ich keine Matura/Abitur machen. Trotzdem benützte ich den Konjuktiv, obwohl ich hätte wissen können, dass es Personen gibt, die wiewohl sie Abitur und Studium mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen haben, einen einfachen deutschen Text nicht verstehen. Doch anstatt sich bei mir zu bedanken für den gratis Nachhilfeunterricht wird Hada noch ausfällig.
    Hada: „Aber wahrscheinlich arbeiten Sie hier bei der Redaktion, weil Sie ja so auf Ihrer Grammatik herumreiten.“
    Ich arbeite nicht bei der Redaktion von Hagalil.

    Schade nur, dass Hada uns nicht informierte „wessen alleinige Interessen hier vertreten werden“. Ich vermute, dass sie/er die Radfahrer meinte.

  2. hada, hada, so hadern Sie doch nicht so sehr mit sich.
     
    Sie tun seit Ihrer ersten Wortmeldung, ohne auch nur im geringsten auf das vorgegebene Thema einzugehen nichts anderes, als ständig über sich selbst zu reden, vollkommen ungefragt, dafür aber ungeschminkt einschlägig.
     
    Daher danke ich Ihnen hiermit herzlich für Ihren schnellen Abschied.
     
    Leben Sie wohl!

  3. Pfeifer, Sie gehen in Ihren dümmlichen und besserwisserischen Beleidigungen gegenüber Ihnen nicht bekannten Menschen zu weit. Ich bezweifle, dass Sie wie ich Abitur und Studium mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen haben. Aber wahrscheinlich arbeiten Sie hier bei der Redaktion, weil Sie ja so auf Ihrer Grammatik herumreiten. In Deutsch habe ich übrigens mein Abitur auch mit sehr gut abgeschlossen, aber das ist lange her und es gibt wichtigere Dinge als Ihre Spitzfindigkeiten. Ich habe keine Klasse versäumt, aber es reicht, wenn man mir oder einem meiner nächsten Angehörigen die Möglichkeit einer Lüge unterstellt. Ihnen fehlt es an Streitkultur. Aber ich sage dann immer: „Mich können nur Menschen beleidigen.“
    Lassen Sie sich ruhig weiter gegen mich aus, ich werde diese Seite nicht mehr besuchen, weil ich jetzt erst gemerkt habe, wessen alleinige Interessen hier vertreten werden. Wie naiv von mir.

  4. Die österreichische Sprachforscherin Ruth Wodak schreibt in ihrem „Wir sind alle unschuldige Täter“ (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) u.a.: „Schuld wird prinzipiell unterstellt. Man unterstellt dem Gegner Angriffe und Vorwürfe, die er oder sie niemals geäußert hat, die demgemäß sicher nicht stimmen. Eine systematische Verzerrung findet statt. Und gegen solche >>infame<< Attacken muß man sich dann legitimerweise schützen bzw. Gegenangriffe (vorauseilend) vornehmen. Diese zweite Realität aktiviert Vorurteile, aus denen sich ein Feindbild kristallisiert, das dann >>geeignete<< (im Prinzip jedes) Mittel rechtfertigt bzw. legitimiert.“
     

  5. Hada, wollte ich behaupten, dass ihre Oma gelogen hat, dann hätte ich wohl geschrieben: Die Geschichten Ihrer Oma sind erstunken und erlogen.
    Doch ich schrieb es in der Konditionalform, die Hada offenbar nicht kennt. Wenn ich sage, sie könnten erlogen und erstunken sein, dann ist das eine Möglichkeit unter vielen. Ich muss also offenbar einer deutschen Person Nachhilfeunterricht geben. Haben Sie eine Klasse in der Volksschule versäumt?
    Im übrigen denke ich das Adorno es auf den Punkt gebracht hat: Der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.
    [Band 4: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 1856 (vgl. GS 4, S. 125)]

     

  6. Zitat für jim:
    Karl Pfeifer
    „Und die Geschichten Ihrer Oma können auch erlogen und erstunken sein.“
    Also bin ich ein Lügner? Das wird ja immer besser. 

    Wissen Sie, ich habe keine Zeit und Lust mehr, mit Menschen zu diskutieren, die offenbar keine anderen Meinungen gelten lassen. Offensichtlich gibt es ja niemanden außer mir hier der es wagt, meine Meinung zu teilen, weil es vielleicht gegen die Staatsräson verstößt. Aber das ist mir egal.
    Ende der Diskussion.
    Im Ãœbrigen geht Sie mein Alter nichts an, weil das nichts mit dem Inhalt meiner Aussagen zu tun hat.
     

  7. Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte ist, dass es ziemlich krank ist, wenn z. B. in einem Hotel keine elektrischen Geräte benutzt werden dürfen, weil es der Glaube einiger Gäste an bestimmten Tagen nicht zulässt. Das bedeutet nämlich, dass z. B. gehbehinderte Menschen nicht mal mit dem Aufzug fahren könnten. Also würde der Hotelier Probleme mit anderen Gästen bekommen. Es ist leider Gottes so, dass orthodoxe Juden denken, dass sich ihnen alles unterzuordnen hat.
     
    Noch so ein christlicher Bessermensch, der glaubt sich wertend und verurteilend über andere Religionen äußern zu dürfen. Schau Dir lieber die eklatanten Mängel und unermesslichen Verbrechen Deiner eigenen christlich-deutschen Kultur im Verlaufe zweier Jahrtausende an, Haderer! Bis heute belügt Ihr Euch und Eure Kinder über Eure ureigene Geschichte des christlichen Menschenhasses und keiner von Euch regt sich darüber auf. Wo bleibt hier Deine moralische Entrüstung, hm?
     
    Hier zu Deiner Erinnerung:
    http://test.hagalil.com/2009/12/23/luther/
    http://test.hagalil.com/2009/04/30/brauchtum/
    http://test.hagalil.com/2010/06/20/saloniki-2/
     

  8. Jim, der Herr oder die Dame hada hat offensichlich nicht verstanden, was ich schrieb.
    Mit solchen Menschen ist es mühsam zu diskutieren. Und ich habe auch keine Zeit dafür.
     

  9. Ich verurteile die Verbrechen des Hitlerregimes an der zivilen Bevölkerung, zu der auch die Juden in großer Überzahl gehörten. Aber ich erlaube mir, Verhaltensweisen zu kritisieren, die m. E. nicht in Ordnung sind. Das Recht nehme ich mir heraus, weil an den Händen keines  Mitglieds meiner Familie jüdisches Blut klebt. Wegen Hitlers Verbrechen werde ich mir nicht abgewöhnen Kritik zu üben, wenn es angebracht scheint.

     
    Schon klar mein Herr, schon klar. Im Ãœbrigen hat Herr Pfeifer keineswegs Ihre Oma als Lügnerin bezeichnet. Nebenbei – darf ich sie fragen, wirklich nur interessehalber, wie alt Sie eigentlich sind?

  10. Nachtrag für Herrn Pfeifer,
    eine Frau mit einer Burka schränkt in keiner Weise den Hotelbetrieb ein, weshalb Ihr Vergleich „hinkt“.

  11. Herr Pfeiffer, ich verbiete Ihnen, meine Oma als Lügnerin zu bezeichnen! Meine Großeltern haben NICHT zugesehen, wie Juden verfolgt wurden. Im Gegenteil! Mein Opa hatte sich selbst in Gefahr gebracht, weil er Gefangenen, mit denen er zusammen arbeiten musste, Essen mit zur Arbeit brachte. Zum Glück konnte er vor der SS versteckt werden, sonst wäre auch er im KZ gelandet. Ein nazitreuer Kollege hatte ihn verraten, weshalb er von der SS gefangen genommen werden sollte. Ein Onkel saß damals schon wegen seines antifaschistischen Widerstandes im KZ Dachau ein. 
    Meiner Mutter wurden in der Schule die Finger mit dem Stock blau geschlagen, weil sie einem Aufruf an die Hitlerjugend nicht gefolgt war. „Schuld“ war die Erziehung meiner Großeltern, die vielleicht nicht mutig genug waren, am antifaschistischen Widerstand teilzunehmen, aber auch im Krieg nie ihre Menschlichkeit verloren hatten.
    Auch wenn meine Oma durch ihren Arbeitgeber eine negative Erfahrung machen musste, hatte sie nie eine antisemitische Haltung. Diese Begebenheit erfuhr ich zuerst übrigens nicht von ihr selbst, sondern von ihrer älteren Schwester. Oma bestätigte deren Aussage nur, als ich sie danach fragte. Beide alten Damen waren für mich immer Vorbilder und sehr ehrliche, warmherzige und rechtschaffene Menschen. Inzwischen sind beide nicht mehr am Leben, also verkneifen Sie sich bitte wenigstens aus Gründen der Pietät weitere verleumderische Behauptungen.
    Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte ist, dass es ziemlich krank ist, wenn z. B. in einem Hotel keine elektrischen Geräte benutzt werden dürfen, weil es der Glaube einiger Gäste an bestimmten Tagen nicht zulässt. Das bedeutet nämlich, dass z. B. gehbehinderte Menschen nicht mal mit dem Aufzug fahren könnten. Also würde der Hotelier Probleme mit anderen Gästen bekommen. Es ist leider Gottes so, dass orthodoxe Juden denken, dass sich ihnen alles unterzuordnen hat. Warum darf man das nicht kritisieren, wenn es doch Tatsache ist?  
    Ich versuche mir einfach nur vorzustellen, wie die Diskussion hier verlaufen würde, wenn ein Hotel keine Muslime aufnehmen würde, weil die zum Ramadan im Hotel Schafe schächten wollen. (Das fände ich ebenso abartig.)
    Um eines klar zu stellen:
    Ich verurteile die Verbrechen des Hitlerregimes an der zivilen Bevölkerung, zu der auch die Juden in großer Überzahl gehörten. Aber ich erlaube mir, Verhaltensweisen zu kritisieren, die m. E. nicht in Ordnung sind. Das Recht nehme ich mir heraus, weil an den Händen keines  Mitglieds meiner Familie jüdisches Blut klebt. Wegen Hitlers Verbrechen werde ich mir nicht abgewöhnen Kritik zu üben, wenn es angebracht scheint.

    Indiesem Sinne: Schalom!
    דש של אלוהים (soll heißen: Gott zum Gruß. Quelle: Übersetzungsprogramm Babylon)

     
    an Murat:
    Ihrem Namen nach zu urteilen sind Sie Türke. Ich weiß, dass die Türkei ganze Hotels nach den Bedürfnissen der Mitteleuropäer eingerichtet hat. Bis auf die Toiletten bedaure ich das aber sehr, gleichwohl ich auch Mitteleuropäer bin. 
    Sogar das Auswärtige Amt empfiehlt, sich vor Besuch eines fremden Landes über die dortigen Bräuche zu informieren und diese zu respektieren. Leider richten sich die wenigsten Menschen danach. 
    Da Sie mich so nett fragen, was für Eine(r) ich bin, muss ich ja wohl darauf antworten.
    Wenn ich in ein fremdes Land fliege,dann bringe ich den Menschen dort Respekt entgegen. Ich möchte ihre Kultur kennenlernen und auch ihre Bräuche und Sprache, sonst kann ich auch zu Hause bleiben. Erweitert nicht gerade eine solche Einstellung den Horizont? Wenn es in einem türkischen Hotel Hamburger gibt, finde ich das abartig. Da bin ich aber nicht allein mit meiner Meinung. Ich setze mich auch mit der Sprache des jeweiligen Gastlandes auseinander und bemühe mich zumindest, Höflichkeitsfloskeln und Grußformeln vorher zu lernen. Damit signalisiert man doch dem Gastgeber, dass man sich für sein Land und die Menschen interessiert und diese auch respektiert. Leider verkommt der Tourismus mit All-inclusive-Angeboten immer mehr zu einem Ballermann-Niveau. Viele Deutsche sind ja so überheblich, dass sie Mallorca schon als 17. Bundesland bezeichnen und denken, die Menschen dort müssten alle ihre Sprache verstehen.
    In der Türkei muss ich feststellen, dass gerade in den Geschäften jeder bemüht ist, ein Mindestmaß an deutschen, russischen und englischen Wörtern zu erlernen. Ich habe nicht wenig gestaunt, als ich einen türkischen Freund in seiner Apotheke besuchte und er eine russische Urlauberin in fast perfektem Russisch beriet. Das kann ich beurteilen, weil ich u. a. in Russisch mein Abitur abgelegt habe. Aber ist es nicht ein wenig arrogant, wenn ein Gast sowas voraussetzt? In den USA würde damit keiner Erfolg haben.  Entweder Du kannst amerikanisches Englisch oder Du hast Pech! In Italien und Frankreich kann man Gleiches beobachten. Wer sich eine Reise ins Ausland leisten kann, hat auch Geld für einen elektronischen Translater, wenn er schon kein Sprachgenie ist.
    Die Türken werden irgendwann genau wie die Mallorquiner die Nase von solchen Gästen voll haben. Ich habe erlebt, wie lustlos und frustriert das Personal eines Hotels war, nachdem es sich eine Weile Tag für Tag mit den Trinkbräuchen bestimmter Gäste und deren Auftreten konfrontiert sah. Ebenso respektlos ist es, wenn einige Frauen sich „oben ohne“ an einem türkischen Strand zeigen, auf der anderen Seite aber über Türkinnen ablästern, die wegen ihres Glaubens verhüllt am Strand sitzen.  Da ich Land und Leute sehr mag, meide ich u. a. aus den genannten Gründen seit einigen Jahren Hotels und ziehe eine Ferienwohnung vor.
    Ben burada tüm Türkleri selamlarım.
    Fazit:
    Gäste sollen ihren Gastgebern Respekt und Achtung entgegenbringen und nicht von ihnen verlangen, dass diese ihre Sitten und Bräuche im eigenen Land ändern.
    Für die Gläubigen: Ich denke, etwas mehr Bescheidenheit und Demut wäre ganz im Sinne Gottes.
     
     

  12. Hada, was sind denn sie für einer. Stellen sie sich bloss mal vor, dass in der Türkei ganze Hotels auf die Bedürfnisse der Mitteleuropäer eingerichtet wurden.

  13. Also folgen wir jetzt Ihrer Logik, dann könnte ein Hotelier auch einer mit Burka verschleierten Frau ein Zimmer verweigern. Wenn das geschehen würde, dann gäbe es einen Riesenskandal in Österreich.
    Und die Geschichten Ihrer Oma können auch erlogen und erstunken sein. Denn irgendwo besteht ja das tiefe Bedürfnis der Bevölkerung, die zugeschaut hat, als man die Juden zwang sich gelbe Sterne an die Brust zu heften dies im Nachhinein mit irgendwelchen „Geschichten“ zu begründen.

    Ich bin gespannt, ob eine Kündigung eines österreichischen Angestellten, weil er Juden ein Zimmer vermietete beim Arbeitsgericht durchgehen wird und hoffe nur, dass dieser Mitglied des ÖGB ist.
     

  14. Wenn ein Gast zu mir kommt, versuche ich, es ihm so gemütlich wie möglich zu machen. Aber wenn ein Gast sich dermaßen in MEINE Bräuche einmischt, wie das offenbar einige jüdische Gäste tun, würde ich ihn auch rausschmeißen.
    Wer so extrem anders ist, sollte bei sich zu Hause bleiben, wenn er sich nicht anpassen kann. Ich kann daher einige Hoteliers verstehen, die mit solchen Gästen Probleme haben. Wenn ich z. B. Nichtraucher oder Tierhaarallergiker bin, checke ich eben nicht in Hotels oder Zimmern ein, wo geraucht wurde oder Tiere mitgebracht werden dürfen. Also buche ich ein Nichtraucherzimmer, was es ja in allen Hotels mittlerweile geben dürfte. Aber dass ein gesamtes Hotel sich nach mir richten muss, ist wohl etwas übertrieben. 
    Warum denken manche Menschen, dass alle Welt sich nach Ihnen richten muss, wie das offenbar bei den orthodoxen Juden der Fall ist? Meine Oma arbeitete vor dem 2. Weltkrieg bei einer jüdischen Arztfamilie. Als sie ein Weihnachtspäckchen von zu Hause erhielt, wurde dies von der Arztfrau geöffnet und der Inhalt einfach von dieser weggeworfen, weil er „nicht koscher“ war. Im Päckchen war u. a. Wurst von einem hausgeschlachteten Schwein. Warum musste meine Oma darauf verzichten? Sie war keine Jüdin, sondern Christin.
    Dennoch finde ich es übertrieben, Gäste in der Nacht vor die Tür zu setzen. Es gibt ja in jedem Hotel eine Hausordnung. Wer gegen diese verstößt, kann rausgeschmissen werden. Solange dies aber nicht nachweislich der Fall ist, kann man als Hotelier keinen Gast von vornherein abweisen.
    Ähnliches habe ich in der Türkei mit Russen erlebt. Da hatte ein Hotel auch keine Russen mehr aufgenommen, nachdem dort mal eine Gruppe angereist war, die sich wie die Schweine benommen hatten.
    Es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille.

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