WM: Immer mehr Israelis für die deutsche Elf

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Die deutsche Fußballnationalmannschaft erfreut sich derzeit auch in Israel immer größerer Beliebtheit. Aus einer Umfrage, die die Zeitung Yedioth Ahronot am Sonntag durchgeführt hat, geht hervor, dass ganze 30.5% der männlichen Bevölkerung darauf hoffen, dass Deutschland Weltmeister wird. Das in Israel traditionell beliebte niederländische Team liegt nur mit einem minimalen Vorsprung von 0.6% vor den Deutschen…

Der Schwerpunkt der Umfrage wurde auf die männlichen Befragten gelegt, da fast die Hälfte der israelischen Frauen (45.6%) keinen WM-Favoriten ihr Eigen nennt; bei den Männern sind es lediglich 13.6%. Auf dem dritten Platz auf der Favoritenliste folgt Spanien mit 23%; dahinter liegt weit abgeschlagen Uruguay mit lediglich 8.1%.

Überraschend ist auch, dass 13.6% aller männlichen Befragten von Turnierbeginn an auf der Seite von Joachim Löws Team standen. Die Deutschen erreichten damit nach Brasilien (22%) und Argentinien (20%) den dritten Platz auf der Beliebtheitsskala.

Yedioth Ahronot, 05.07.10

Yossi Sarid, Kolumnist der Haaretz und früherer Vorsitzender der Meretz-Partei, hat in einem Artikel für die Haaretz besonders die multiethnische Zusammensetzung des deutschen Teams als positiv und vorbildhaft gewürdigt: „Die ethnische und kulturelle Vielfalt der deutschen Auswahl ist das Geheimnis ihres Zaubers und das, was ihr Kraft verleiht. Sie repräsentiert zwar den Staat des deutschen Volkes, aber auch den Staat aller seiner Bürger; und es gibt keinen feindseligen Widerspruch zwischen den beiden Definitionen, sondern eine bewusste Übereinstimmung mit der Lebenswirklichkeit – sowohl als auch. Und das Wunder mit allen Bürgern Deutschlands: neue und alte, gleich welcher Religion, Rasse oder nationalen Herkunft, jubeln ihren Repräsentanten in Südafrika zu. In Deutschland hat man bereits gelernt, dass es unmöglich ist, Gastarbeiter einzuladen, sie auszunutzen und sie dann zu vertreiben; sie zu benutzen und dann wegzuwerfen.“

Haaretz, 05.07.10

Deutschland – Spanien:
Public Viewing in Tel Aviv
Wir freuen uns schon auf die Viertelfinalspiele zwischen Israel : Iran und Algerien : Falistin… Bei der Weltmeisterschaft 2018! Viva Israel! Viva Falistin!Wir über schon mal am Schofar, von wegen Vuvuzela…

29 Kommentare

  1. Hallo,
    aber das ist nun einmal oft die Realität außerhalb Europas.
    Für die Mehrheit der Menschen ist Hitler und dieser Krieg natürlich nicht so wichtig wie geschichtliche Ereignisse die sie selber viel mehr betreffen.
    Der Autor wußte natürlich um Hitler und den Krieg aber für ihn ist dieser Mann halt kein Tabu und Vergleiche mit dominierenden, Respekt gebietenden Sportlern durchaus erlaubt. Wir reden hier von Südafrika. In Indien werden Restaurants und Hotels nach Hitler benannt…Und in China is ein Nazi (Raabe) Volksheld…
    Auf was ich eigentlich hinauswill das selbst dieser Artikel wohlmeinend und respektvoll gemeint war. In tune mit dem positiven Image das Deutschland mittlerweile weltweit genießt.
     

  2. Guten Tag Daniel,
     
    selbst bei größtem Wohlwollen kann ich diesem Hitler-Vergleich nichts positives abgewinnen, wie ich es im übrigen auch sonst nicht könnte.
     
    „Ein neuer ‚Führer‘ mit der Arbeitseinstellung von Stefan Effenberg und der furchterregenden Aura von Adolf Hitler hat das Kommando übernommen“, schrieb Sowetan-Autor Kgomotso Mokoena in einem Kommentar über die deutsche Mannschaft auf Seite 7. Das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird darin zu allem Ãœberfluss als „junge Spielzeugsoldaten“ bezeichnet.


    (Zitat aus dem genannten Artikel).
     
    Der/die Verfasser dieses Artikels wussten sehr genau, was sie schrieben  und von „eher respektgebieted, wenn nicht ehrfürchtig“ kann keine Rede sein.
     
    Im übrigen würde ich an dem Verstand eines jeden zweifeln, der Hitler mit Respekt und Ehrfurcht in Verbindung bringt.
     
    ED

  3. Es tut mir leid zu sagen, aber Schlickewitz ist in seiner Borniertheit typisch deutsch. Wie erfrischend wäre es doch, wenn er anstatt seines preußischen, bierernsten Umgangs mit dem rechten Rand der Republik sich einmal vom guten, alten Kurt inspirieren ließe: „Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft!“ Aber das versteht er nicht, oder vieleicht doch?

  4. @ Julia 26: „Und schaut man sich mal die Herkunft der User auf PI-News.net an, so wird man feststellen, dass dort die meisten User jüdischer Herkunft sind…“

    Man sollte insbesondere nicht vergessen, das Du einen ausgeprägten Knall zu haben scheinst!

    Die eine Hälfte sind evangelikale sogenannte „Christen“, die versuchen die Juden vorzuschicken, um ihr potentielles, leider gewisse Vorkommnisse forderndes, Himmelreich zu ergattern, die anderen sind die bekannten Spinner, die endlich eine bekämpfenswerte Minderheit gefunden haben.

    Toll!

  5. ich gebe meinen vorrednern größtenteils recht!
    @ julia26: natürlich haben sie recht! auch unter muslimen gibt es solche und solche. wenn meine ausführungen zu undifferenziert waren (was ich bei nochmaligem lesen nicht ganz abstreiten kann), dann entschuldige ich mich dafür. ich kenne selbst viele muslime, die mit terrorismus usw. nicht am hut haben und ein ganz normales leben führen. allerdings kommt das groß an problemen weiterhin aus dieser migrantengruppe. seien es nationale integrationsprobleme oder internationale terrorprobleme.
     
    zumindest wollten „mich“ jüdische, spanische oder italienische mitbürger noch nicht in die luft sprengen. wobei zumindest die juden – zugegebenermaßen -  aufgrund unserer geschichte durchaus einen grund hätten. ^^
    ——————
    natürlich hat deutschland nach wie vor probleme mit dem rechten gesocks. im gegensatz zu Robert Schlickewitz bin ich jedoch nach wie vor der auffassung, dass man diesen ewig gestrigen nicht damit beikommt, sich in seinem selbsthass zu suhlen.
    vielmehr müssen wir den rechten gegenübertreten und ihnen und auch dem rest der welt klarmachen: seht her nicht die, sondern wir sind deutschland und bei uns ist jeder willkommen, solange er sich an die spielregeln hält.
    ein solches gesundes selbstvertrauen (das dazu nötig ist), erlangt man aber nicht durch selbsthass und kleinem ego. ein gesundes maß an patriotismus (bzgl. z.b. dem während der wm ’06 und ’10 oft kritisierten schwart-rot-goldenes fahnenmeer) gehört schon dazu….krankhafter nationalismus hingegen gehört abgelehnt und in seine schranken gewiesen.

     ich freue mich jedenfalls, wenn die junge israelische bevölkerung ein normales verhältnis zu uns deutschen hat bzw. bekommt, denn ich habe auch ein normales verhältnis zu ihnen 🙂

  6. @Eine Deutsche
    Sie gehen fälschlicherweise davon aus das dieser Hitler Vergleich negativ gemeint war. Aber dem war nicht so…eher respektgebieted, wenn nicht ehrfürchtig! Leider wird in vielen Teilen der Welt Hitler und der ganze Krieg oftmals anders gesehen als in Europa oder Amerika. Das hat mit Unkenntnis und anderen lokalen Eigenheiten zu tun (Hitler als Feind der englischen Besatzungsmacht in Indien beispielsweise).
     
    Trotzdem ist es wahr zu sagen das das Image Deutschlands enorm positiv ist und das nicht nur seit dieser WM.

    Deutschland belegt immer Spitzenplätze (oftmals sogar die Nummer 1) bei weltweiten Popularitäts-polls. Man kann schon sagen das wir durch die Bank weg respektiert, geachtet und auch bewundert werden.

    Das unsere Nationalmannschaft jetzt auch noch so einen tollen Fußball spielt verstärkt diesen
    Trend auch noch! 🙂

    http://www.young-germany.de/news-verwaltung/news-singleview/article/f46419ca83/bbc-survey-shows-germany-to-be-most-popular-country-in-the-world.html?no_cache=1

    http://www.marketingcharts.com/topics/asia-pacific/germany-first-us-seventh-in-nation-brands-index-of-country-reputation-6146/

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705194,00.html
     

  7. @Julia26
     
    Oh, was muß es einem Antideutschen wie Ihnen weh tun, wie SEHR Deutschland zur Zeit überall auf der Welt GELOBT und GELIEBT, ja gerade zu VERGÖTTERT wird!
     
    Nun, so würde ich das nicht sagen:
     
    http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/deutsches-team/nationalmannschaft-zeitung-vergleicht-schweinsteiger-mit-hitler_aid_527824.html
     
    Auch England bediente sich eines Kriegs-Vergleichs, in dem sinngemäß gesagt wurde, dass wenn England im 2. WK gegen die Deutschen so gekämpft hätte, wie im Fußball, so würden die Engländer heute alle deutsch sprechen. Das mag man nun dem schwarzen britischen Humor zuschreiben, allerdings zeigt es, dass diese Vergleiche nach wie vor sehr gerne gezogen werden und wir von „gelobt, geliebt und vergöttert“ Lichtjahre entfernt sind. Wobei es das ja eigentlich auch gar nicht braucht, weil ein Miteinander würde schon reichen.
     
    ED

  8. „A) Deutschland, heute, ist eines der fremdenfeindlichsten Länder des zivilisierten Europas.
    B) Deutschland, heute, ist eines der antisemitischsten Länder d. z. Europas.

    Ist das nun bei Ihnen angekommen? Speichern Sie’s auch ab im eigenen Hirn?
    Gut.“

    @ Robert Schlickewitz: Als was Sie hier die Deutschen abstempeln, ist gerade zu lächerlich.
    Aber was noch schlimmer ist, Sie stellen es als Tatsache hin, sind überzeugt und nur IHRE Wahrheit gilt, dass was Sie montezuma vorwerfen trifft wohl eher auf Sie zu – denn Sie sind hier derjenige, der zu keiner Diskussion fähig ist.

    Auch wenn Sie es sich noch so sehr wünschen, Deutschland ist kein fremdenfeindliches Land mehr, das ist absoluter Quatsch.

    Oh, was muß es einem Antideutschen wie Ihnen weh tun, wie SEHR Deutschland zur Zeit überall auf der Welt GELOBT und GELIEBT, ja gerade zu VERGÖTTERT wird! 😉

    Und diese Mannschaft repräsentiert das heutige Deutschland PERFEKT:

    tolerant, weltoffen, multikulturell und sympathisch.

    Deutschland kann stolz auf sich sein.

    Aber ärgern Sie sich doch nicht so doll, Sie werden bestimmt noch ein anderes Thema finden, über das Sie bald wieder schreiben können, bestimmt…;-)

  9. Ein großer Anteil Deutschlands fühlt sich sehr wohl mit den muslimischen Migranten, so wie ich zum Beispiel.

    Und schaut man sich mal die Herkunft der User auf PI-News.net an, so wird man feststellen, dass dort die meisten User jüdischer Herkunft sind…
    Woher also kommt diese jüdische Ablehnung zum Islam??

  10. @ Robert Schlickewitz

    schön das sie wieder reflexartig in ihre arrogantes und beleidigendes verhaltensmuster verfallen. ich sehe es ihnen nach.

    oh ja, die uno und der un-menschrechtsrat…ist dass das gleiche gremium in dem auch saudi-arabien, jordanien, china und pakistan sitzen?!? entschuldigen sie bitte die ausdrucksweise, aber sie wollen mich wohl verar…en! bei ihren hütern der menschenrechte hat man wohl den bock zum gärtner gemacht, um es einmal äußerst höflich zu formulieren.

    mit schöner regelmäßigkeit verhindern ihre hüter der menschenrechte, dass ihre eigenen verbrechen (enthauptungen mit dem schwert, steinigungen, verstümmelungen nach der ach so humanen scharia) in diesem gremium angeprangert werden, und zeigen lieber mit dem finger auf die westlichen staaten.

    schauen sie sich mal die kairoer erklärung zu den menschenrechten von 1990 und die arabische charta der menschenrechte von 1994 an. da sehen sie mal, was ihren menschenrechtshütern diese menschenrechte wert sind.

    hier bietet sich auch ein vom „großen“ türkenführer erdogan gebrauchtes zitat an:

    „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

    dazu passt dann auch wunderbar die christenverfolgung bzw. -diskriminierung, die u.a. in der türkei und in pakistan stattfindet.

    sie haben natürlich recht, wir müssen noch mehr geld ausgeben und noch nachsichtiger sein, mit einer einzelnen minderheit, die einer weltherrschaftsideologie folgt. ehrenmorde, bombenanschläge und gewalt gegen andersgläubige und –denkende legitimiert (zumindest im letzten punkt gibt es ja durchaus gemeinsamkeiten mit den linksextremen 🙂 ). die die israelis ins meer treiben und töten wollen (stichwort hamas-charta).

    lassen wir sie alle herkommen und bitten sie – auf den knien kriechend – doch unsere werte (die werte der mehrheitsgesellschaft) zu aktzeptieren, oder wenn es ihnen vielleicht nicht zu viel abverlangt ist, sie wenigstens zu tolerien. machen wir es doch wie die engländer…pfeifen wir auf unseren art. 3 abs. 1 gg und führen scharia gerichte ein. sie sagten ja bereits, unsere gesetze seien ausländerfeindlich, also pfeifen wir doch auf das gg und die darin verbrieften universellen menschenrechte und bekennen uns zur arabischen charta der menschenrechte, vielleicht hat man uns dann ja lieb und wir können uns unter der nazikeule wegducken. //ironie off

    bevor sie jetzt mit dem 2. beliebtesten totschlagargument ankommen…nein ich bin nicht islamophob! ich kann aber meine augen vor tatsachen nicht verschließen, die so offensichtlich sind, dass sie eigentlich auch durch ihre rosarote gutmenschen-brille dringen müssten.

    deswegen wiederhole ich es auch für sie gerne noch einmal:

    integration ist zunächst einmal eine bringschuld! das gilt für jeden ausländer in einem anderen land (übrigens auch für deutsche). wer in einem fremden land leben will, muss sich vorher darüber gedanken machen, ob er mit der gesellschaftsform und den dortigen regeln zurecht kommt oder nicht. wer diese attribute mitbringt ist willkommen und gehört unterstützt und auch geschützt vor ausländerfeindlichen übergriffen. wer allerdings lediglich in sozialsysteme einwandern will, die hiesige gesellschaft ablehnt…ja teilweise sogar verachtet und ihr den krieg erklärt bzw. die mehrheit oder andere minderheiten angreift, der muss draußen bleiben! oder: OH SCHRECK gehört abgeschoben!

    es gibt nämlich unterschiede zwischen integrationsproblemen und integrationsunfähigkeit bzw. –unwilligkeit (denken sie wieder an erdogan der der integration der türken in deutschland mit seinem dumpfen reden ja wieder einen bärendienst erwiesen hat). einer gesellschaft muss es erlaubt sein, darauf angemessen zu reagieren! angemessen bedeutet dabei nicht, die geldbörse zu öffnen und noch mehr geld für integrationsunwillige personen auszugeben.

    freilich muss die bestehende integrationspolitik stetig verbessert werden, es gibt aber auch grenzen…oder salopp formuliert: das leben ist kein ponyhof! nicht für uns deutsche und nicht für andere.

  11. Ganz bestimmt, es gibt sie, die antisemitischen Mitbürger in Deutschland. Allerdings werden sie nur selten in der Öffentlichkeit bemerkt. Selten hört man von offenen antisemitischen Aktionen, auch wenn es sie gibt. Versteckt sind in den evangelischen Kirchen in Deutschland die Attacken immer wieder zu bemerken (so z.B. bei einer Konferenz in Bad Boll). Das ist eine große Gefahr.
    Nicht bei dem Umgang mit „Gastarbeitern“. Obwohl manche, nicht alle, Probleme machen. Das will ich nicht ignorieren. Womit wir „Deutsche“ uns schwertun, ist der Umgang mit den Juden. Obwohl wieder viele in Deutschland leben. Von einer Versöhnung zwischen Deutschen und Juden sind wir weit entfernt. Genau dafür möchte ich leben.

  12. @montezuma

    Und schon wieder am Thema vorbei. Ich hatte zuletzt lang und breit versucht zwei Tatsachen bei Ihnen klar zu machen. Belege hierzu hatte ich ebenfalls beigebracht, noch dazu solche die hieb- und stichfest sind.

    A) Deutschland, heute, ist eines der fremdenfeindlichsten Länder des zivilisierten Europas.
    B) Deutschland, heute, ist eines der antisemitischsten Länder d. z. Europas.

    Ist das nun bei Ihnen angekommen? Speichern Sie’s auch ab im eigenen Hirn?
    Gut.

    Ja, korrekt, Muslime haben die größten Schwierigkeiten sich zu akklimatisieren; das liegt einmal an der anderen Religion/Kultur und an einer extrem stark verankerten Betonung patriarchalischer Strukturen in der traditionellen muslimischen Gesellschaft.

    Leider aber spielen bei dieser schlechteren Integrierbarkeit auch die in vielen Jahrhunderten herangezüchteten christlichen Aversionen (bei der Mehrheitsgesellschaft) eine nicht unbedeutende Rolle. Man denke an die bis in die Gegenwart andauernden islamfeindlichen und ausgrenzenden Redensarten besonders von katholischer Seite.

    Eine Gesellschaft, der an der Integration auch der Muslime gelegen ist (unsere Ges.), muss sich hier andere, aufwendigere, kompliziertere Methoden ausdenken, um diese Menschen an die neue Umgebung heranzuführen. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel München, wo die Stadt für eine andere Minderheitengruppe, die Sinti und Roma, eigens geschulte Kräfte unterhält, die bei Lebens- und Integrationsfragen ausschließlich dieser Gruppe zur Verfügung stehen.

    Für nix gibt’s nix. D.h., wollen wir die jungen Muslime behalten und sie zu einem Teil unserer Gesellschaft werden lassen, dürfen wir sie nicht sich selbst überlassen, sondern müssen wir ihnen gewisse Hilfestellungen leisten. Das kostet selbstverständlich Geld – ist aber auf die Dauer billiger, als sich später mit Sozialfällen, Kriminalität, womöglich auch noch Terror abfinden zu müssen.
    Abwarten und nichts tun, kommt also teuer. Abschieben wäre billig, handelte uns aber Menschenrechtsverletzungsvorwürfe ein, die wir uns nicht leisten können.
    Also sollten wir die Muslime wie Sinti und Roma fördern, meine ich.

    Schreiben Sie doch keinen solchen Quatsch: Sehr wohl ging ich auf Ihre Gegenargumente ein (siehe oben letzter Absatz und hier)!

  13. @ Robert Schlickewitz
     
    nun sie gehen ja auch auf keinerlei gegenargumente ein, sondern spulen nur ihr programm ab. ich dagegen greife wenigstens zum teil ihren argumentationsstrag auf. Wenngleich ich nicht bestreiten will, dass ich nicht auf alle ihre argumente eingehe! das hat aber andere gründe als sie vielleicht denken mögen…
    im übrigen stimme ich den übrigen postern zu! natürlich ist die integration in deutschland alles andere als perfekt. man muss aber auch die tatsache aktzeptieren, dass es unter den – insbesondere muslimischen immigranten – eine beachtliche anzahl gibt, die sich als erstaunlich integrationsunwillig…ja gar integrationsresistent erweist. muss man sich diesem personenkreit tatsächlich bis zur völligen selbstaufgabe und –verleugnung anbiedern?
     
    es gab da ein sehr aufschlussreiches sunnitisches forum…ich könnte ihnen da dinge herauszitieren…leider wurden vor wenigen wochen alle beiträge gelöscht und das forum „resettet“.
     
    ich freue mich natürlich, dass die junge israelische bevölkerung der deutschen mannschaft freundlich gestimmt ist. das ist alles andere als eine selbstverständlichkeit und zeigt wieder einmal die großartige mentalität dieses volkes. es ist nämlich eine weitaus größere leistung zu verzeihen, als sich als angehöriger des sog. „tätervolkes“ selbst zu verleugnen und verzweifelt zu versuchen, sich auf gedeih und verderb abzugrenzen. es wirkt einfach glaubwürdiger!
     
    das sie mich weiterhin versuchen in die braune ecke zu stellen, zeugt mehr von ihrer verbohrtheit, als von meiner politischen gesinnung. ich kann ihnen meine politische gesinnung aber auch einmal gerne zusammenfassen, damit auch sie sie verstehen:
     
    wer nach deutschland kommt, um teil dieser gesellschaft zu werden, sie zu verbessern und seinen beitrag zu leisten, dem reiche ich – unabhängig von religion und hautfarbe – gerne die hand! wer aber nach deutschland kommt und versucht diese gesellschaft zu unterwandern, die freiheitlich-demokratische ordnung in frage zu stellen, dem weise ich (im übertragenen sinne) mit genau derselben hand die tür.

  14. Warum immer so polemisch. Es ist doch klar, dass hier vieles im Argen liegt. Das gibt jetzt sogar die CDU zu:

    Zuwanderer sind im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt weiterhin „dramatisch“ benachteiligt. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), griff am Mittwoch bei der Vorlage des achten Berichts zur Lage von Ausländern in Deutschland zu scharfen Worten: „Von Chancengleichheit kann noch keine Rede sein“.
    Es gebe noch immer keine gleichberechtigte Teilhabe, sagte Staatsministerin Böhmer. So lag die Schulabbrecherquote bei Einwandererkindern dem Bericht zufolge im Jahr 2008 bei 13,3 Prozent und die Arbeitslosenquote bei Zuwanderern fast doppelt so hoch wie bei Deutschen ohne Migrationshintergrund.
    „Integration ist eine Schicksalsfrage für unser Land“, sagte Böhmer mit Blick auf den zunehmenden Einwandereranteil in der Gesamtbevölkerung. Zum Vergleich: Während 34,4 Prozent der Kinder unter fünf Jahren aus Zuwandererfamilien stammen, sind es bei den über 65-Jährigen nur 8,5 Prozent.

  15. @montezuma

    Es hat wenig Sinn mit jemandem zu diskutieren, der auf Argumente nicht eingeht, sondern parallel monologisiert und sich als erkenntnisresistent erweist.

    Während ich in meinem obigen Kommentar meine Kritik an der deutschen Gesellschaft rechtfertige und mich dabei auf Aussagen der UNO und eines bekannten Gesellschaftskritikers beziehe, ferner Ihren, mir gegenüber erhobenen, Vorwurf der Deutschenfeindlichkeit demontiere, fabulieren Sie in Fortsetzung eines vorangegangenen Mails darüber, dass man der deutschen Gesellschaft den Vorwurf der besonderen Ausländerfeindlichkeit auf gar keinen Fall machen dürfe und empfinden dies von mir auch noch als „unverschämt“.

    Irren dann Ihrer Meinung nach sämtliche Institute wie etwa die Friedrich Ebert Stiftung, die uns Deutschen eine ganz besonders bedenkliche Fremdenfeindlichkeit bescheinigt?

    „Studie
    Jeder zweite Deutsche fremdenfeindlich

    Einer Studie der Universität Bielefeld zufolge sind in Ostdeutschland 60,2 Prozent der Menschen ausländerfeindlich, im Westen soll das auf 45,9 Prozent zutreffen.“
    http://www.focus.de/politik/deutschland/studie_aid_120975.html

    Irren dann die Soziologen, die seit Jahrzehnten zu ganz entsprechenden Ergebnissen kommen? Sind das für Sie alles „Linke“, die man nicht ernst nehmen darf?

    Oder die Berichte, die uns Deutschen einen stetig zunehmenden Antisemitismus bzw. wachsende Israelfeindlichkeit bescheinigen:

    „Antisemitismus in Deutschland wächst
    In Deutschland treten Antisemiten immer offener auf. Für die Amadeu-Antonio-Stiftung sind es längst nicht mehr nur Rechtsextreme, die ihre judenfeindlichen Einstellungen verbreiten. Die Stiftung fordert vor allem eins: Bildung, Bildung, Bildung.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-in-deutschland-waechst/1088924.html
     
    „Wie es um den Antisemitismus in Gesamtdeutschland bestellt ist, zeigt die Langzeitstudie“ „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF) der Universität Bielefeld, die noch bis 2012 laufen wird. Es handelt sich dabei um eine „Empirische Langzeitbeobachtung menschenfeindlicher Einstellungen in der Bevölkerung“. Es werden verschiedene Arten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit untersucht, darunter auch Antisemitismus. Die Ergebnisse dieser Studie sind Teil der Ausstellung“„Bewachter Alltag: Antisemitische Mentalitäten – Ausschnitte einer verschobenen Normalität“ in den Räumen der Amadeu Antonio Stiftung und geben Anlass zum Nachdenken. So meinen laut dieser Studie im Jahre 2004 ganze 21,5 % der Befragten „Juden haben in Deutschland zuviel Einfluss“ und 17,4 % glauben„durch ihr Verhalten sind die Juden an ihren Verfolgungen mit schuld“. Wobei die Zahlen 2006 mit 14,1 und 10 % rückläufig sind. Der „israelbezogene Antisemitismus“, bei dem die Abneigung gegenüber Juden mit der Politik Israels begründet wird, fand bei 44% Zuspruch. 50% stellten die Solidarität einheimischer Juden zu Deutschland in Frage und 65% zeigten eine Abwehrhaltung gegenüber der Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Deutschen an den Juden. Ãœber 80% der Befragten äußerten sich zudem kritisch zur Palästinenserpolitik Israels. Zudem wird in der Studie konstatiert, dass der Vergleich der israelischen Politik mit dem Naziregime längst Teil des öffentlichen Diskurses ist. Eine Tendenz, die endlich wachrütteln sollte! 

    http://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Public%20Affairs.php?id=10258
    http://www.bpb.de/themen/MY3WZ8,0,0,Antisemitismus_heute.html
     
    Sind das Ihrer geschätzten Meinung nach alles Phantastereien irgendwelcher linker Deutschlandfeinde?
     
    Bezüglich Ihres Einwandes
    „wir sind weder besser noch schlechter als andere. wir haben uns auch nicht ausgesucht in welches volk man hineingeboren wurde….“:

    Von besser oder schlechter war bei mir an keiner Stelle die Rede, nur davon, dass wir trotz unserer schlimmen Vorgeschichte immer noch eines der fremdenfeindlichsten und eines der antisemitischsten Länder Europas sind.
    Dies können Sie u.a. auch dem Buch Der neue Antisemitismus von Philipp Gessler entnehmen.
    Gessler gilt als Spezialist für das Thema Antisemitismus in Deutschland. Wollen Sie seine Angaben ebenfalls bezweifeln?

    Wenn ich Ihre Ausdrucksweise mit der der „braunen Mitte“ vergleiche, so haben Sie sich dies selbst zuzuschreiben. Ihre Argumentation mit der „Nazikeule“ etwa ist üblicherweise typisches Vokabular der „Jungen Freiheit“ oder das rechter CSU- oder  FDP-Kreise.

    Ihr Vergleich mit den amerikanischen Südstaaten ist ebenfalls einer, den man sonst in rechten Kreisen gerne gebraucht. Also wundern Sie sich nicht, wenn man aus Ihren Worten auf Sie schließt.

    Natürlich ist es erfreulich, dass Sie schon in Auschwitz waren und sich auch für Ihre ausländischen Freunde und Bekannten einsetzen, wie Sie schreiben – nur Ihre Argumentation und Ihr Bestehen auf fragwürdigen Positionen (Deutschland nicht fremdenfeindlich) stellen Sie in eine ganz andere Ecke.
    Bezüglich Nationalmannschaft stimme ich Ihnen zu, nur ändert dies nichts daran, was die erwähnten anerkannten Institute feststellten: wir sind zu fremdenfeindlich mit weiterhin aufsteigender Tendenz.

  16. Deutschland hat Probleme mit einigen wenigen Einwanderergruppen und nicht mit Einwanderern per se. Das haben andere wichtige Studien bewiesen.
    http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,grossbild-1416723-603588,00.html (Immer dieselben die sehr schlechte Werte bekommen)
    Diese Integrationsprobleme können Sie nicht immer den Deutschen aufhalsen Herr Schlickewitz. Warum integrieren sich die meisten Immigranten  sehr gut in die deutsche Gesellschaft und einige wenige (immer aus derselben Immigranten Gruppe) nur sehr schlecht?
    Und @Montezuma, wer immer noch denkt sich rechtfertigen zu müssen wenn er deutsch flaggt dann ist ihm nicht mehr zu helfen. Ich kenne keinen der das tut, dafür aber jede Menge Leute die mit Stolz „Flagge zeigen“.  Immigranten ebenso! 🙂
    Das die deutsche Nationalmannschaft jetzt auch Immigranten Nachwuchs in ihren Reihen hat ist doch nur logisch…die deutsche Gesellschaft ist eben NICHT per se ausländerfeindlich wie manche (die ebenfalls Probleme mit der neuen deutschen Fahnen-Fröhlichkeit haben) immer behaupten.
    PS: Dieses ganze Theater in Neukölln das ein arabischer Immigrant seine deutsche Fahne vor linken „Gutmenschen“ beschützen muss zeigt doch die ganze Traurigkeit und Lächerlichkeit von Herrn Schlickewitz und seinesgleichen.

    PS: Apropos „Mut gegen Rechts“ und deren Sprachrohr Annetta Kahana… Wir Ostdeutschen haben IM Victoria ihre freiwillige Arbeit für die DDR-Gestapo noch nicht vergessen… Sie ist kaum die Richtige Freiheit und Demokratie zu predigen (wenn sie das überhaupt will)

  17. @ Robert Schlickewitz
     
    kurzer nachtrag! zu ihrer letzten frage:
    ich verbringe den großteil meiner freizeit mit spaniern, italienern, serben, türken und marokkanern. da – auch wenn sie es ja nicht glauben – der großteil meiner freunde und bekannten dieser herkunft sind. tatsächlich habe ich einmal einem afrikaner (den ich beim arbeitsamt traf) einen antrag ins englische übersetzt, nachdem er mich darum gebeten hat. während meiner schulzeit habe ich 2 mal am polnischen schüleraustausch teilgenommen, während andere nach italien ans meer gefahren sind. 🙂 dort habe ich auschwitz besucht und das grauen gespürt, dass noch immer an diesem schrecklichen ort auf irgendeine unheimliche art heimisch ist.
    wurde damals in polen – als deutscher – das ein oder andere mal angefeindet und hatte dafür auch verständnis.

    meine (adoptierte) schwester ist gebürtige halbtürkin und mein onkel ist afro-amerikaner. in der schule hatte ich eine jüdische freundin.
     
    wahrlich ich muss wohl zur braunen mitte gehören! 🙂

  18. @ Robert Schlickewitz

    so so, jetzt gehöre ich also zur braunen mitte. sie haben in ihrem offenkundigen selbsthass doch jedes maß verloren. natürlich dürfen sie auch kritik an dieser gesellschaft üben, ja sie sollen und müssen sogar kritik üben! denn diese gesellschaft ist ganz und gar nicht perfekt….aber sie ist die beste gesellschaftsform, die die deutschen bis jetzt hatten.

    andererseits ist es ganz offensichtlich, dass sie lernen müssen auch kritik zu ertragen. das können sie offensichtlich nicht, denn sie werden direkt persönlich. was für eine ungesunde und undemokratische grundeinstellung spricht. denn davor sind auch die linken „gutmenschen“ nicht gefeit.

    rückgrat und mut beweist nur, wer sich als deutscher zu seiner nation und zu seiner (dunklen) geschichte (mit allen konsequenzen) bekennt und dafür sorgt, dass sich so etwas nicht mehr wiederholt. derjenige der sich zwanghaft und reflexartig versucht von seinen „bösen“ landsleuten abzugrenzen beweist nur das gegenteil und es hilft ihm nichts, denn er wird im ausland immer als deutscher wahrgenommen werden 🙂

    genau da liegt aber auch das problem! warum sollen sich ausländische mitbürger oder deutsche mit migrationshintergrund mit einer gesellschaft identifizieren wollen, die sich selbst geißelt und sich in selbstmitleid und -verachtung suhlt?

    der breiten masse der deutschen per se ausländerfeindlichkeit zu unterstellen, ist schlicht und ergreifend ein unverschämtheit. wir sind weder besser noch schlechter als andere. wir haben uns auch nicht ausgesucht in welches volk man hineingeboren wurde….wäre ich als afrikaner, israeli, chinese usw. auf die welt gekommen….ich hätte kein problem damit. ich bin aber nun einmal als deutscher auf die welt gekommen und auch wenn sie es nicht glauben können…ich habe mich damit arrangiert und kann damit gut leben 🙂

    was das deutsche recht angeht. zufälligerweise bin ich jurist und während meiner ausbildung in der strafrechtsstation im referendariat war ich einem jugendrichter zugewiesen. soll ich ihnen etwas verraten? der großteil der täter war ausländischer herkunft. bin ich deswegen auf die idee gekommen alle „ausländer“ als kriminelle abzuqualifizieren?!? nein! aber man sollte sich darüber gedanken machen und es nicht als die propaganda der „braunen mitte“ (um bei ihrem sprachgebrauch zu bleiben) abtun und ignorieren.

    was den sprachgebrauch in den gesetzestexten angeht, so ist dies zum großen teil auf das alter der rechtsvorschriften zurückzuführen und hat nichts mit der aktuellen stimmung im lande zu tun.

    zurück zur nationalmannschaft:
    diese hat schon jetzt einen größeren beitrag zur integration ausländischer mitbürger geleistet, als alle ihre interviewpartner, studien usw. denn plötzlich identifizieren sich auch diese bevölkerungsgruppen mit dieser mannschaft, weil sie sich in ihr wiederfinden und sie zeigt, dass es nicht auf die hautfarbe oder herkunft ankommt um erfolg zu haben. es kommt auf die leistung, zumindest aber auf die leistungsbereitschaft an und auf die persönliche einstellung.

    das darf natürlich nicht sein. denn das passt den linken ganz und gar nicht, wie man an folgendem beispiel sehen kann:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/autonome-zerstoeren-deutschland-fahnen-tuerkischer-berliner/1869978.html

    wie bereits gesagt wurde, es gibt überall ewig gestrige. die gibt es aber in anderen ländern auch, bereisen sie z.b. mal die us-amerikanischen südstaaten….
    das macht es freilich nicht besser, zeigt aber das ausländerfeindlichkeit oder rassismus keinesfalls exklusive deutsche eigenschaften sind!

  19. @montezuma

    Kritik an der deutschen Gesellschaft hat ganz und gar nichts mit „offenkundiger Deutschenfeindlichkeit“ oder „Deutschen-Bashing“ zu tun, wie Sie es mir unterstellen.

    Im Gegenteil steuerte ich in Form einschlägiger Links wertvolle Argumente bei (die Sie allem Anschein nach nicht der Lektüre für wert befunden haben), um zum Nachdenken über das so geschönte (und fragwürdige) deutsche Eigenbild anzuregen.

    Kann es denn wirklich „Deutschenfeindlichkeit“ sein, wenn man seine Landsleute auf ungeheure Mängel, Mängel an der eigenen Gesellschaft, aufmerksam macht, Mängel, die auch den Vereinten Nationen nicht verborgen blieben:

    „Auch der Sprachgebrauch im deutschen Recht und bei Behörden wurde von den Anti-Rassismus-Experten der Vereinten Nationen bemängelt. Außerdem würde im deutschen Strafrecht die rassistische Motivation von Verbrechen nicht ausdrücklich als strafverschärfend angesehen. Ausländer, die Opfer von Gewalttaten wurden, erhalten nach Angaben des UN-Gremiums meist weniger Geld nach dem Opferentschädigungsgesetz als Deutsche.“
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3566923,00.html

    Mängel, die einen anerkannten Gesellschaftskritiker wie Günter Wallraff zu seinen Untersuchungen mit folgenden Erkenntnissen anregten:

    „In unserer so modernen, aufgeschlossenen Gesellschaft wirkt der Bericht Günter Wallraffs niederschmetternd und bedrückend. In Zeiten, in denen Politiker, Prominente und Stammtischbrüder gemeinsam mit der Mehrheit der deutschen Bürger nach mehr Integrationswillen von Migranten schreien, wirken diese Parolen wie eine bittere Farce. Denn integrationsbemühte Migranten lässt man – wie schon im Kindergarten – nicht mitspielen bei allen Spielen der Deutschen. Kein Schrebergarten, kein Campingplatz, kein Fußballstadion, nichts, was typisch deutsch ist. Wie bitte soll dann Integration noch ablaufen können, wenn Menschen, die einfach dabei sein wollen, nur wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Kulturzugehörigkeit oder sonstigen Dingen ausgegrenzt werden? Die Konsequenz kann nur eine sein: Nicht mehr länger mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf die rechtsradikalen Alt- und Neonazis zeigen, sondern anfangen, vor der eigenen Haustüre zu kehren. Erst wenn Migranten, ob aus Afrika, der arabischen Welt oder aus der Türkei, bei uns wirklich willkommen sind, sehen sie auch keine Veranlassung mehr, sich in Parallelgesellschaften von uns Deutschen abzuschotten und neben uns her zu leben. Mit uns leben würde vielleicht ein großer Teil gerne, wenn wir ihn nur ließen.“
    http://politik-gesellschaft-deutschland.suite101.de/article.cfm/fremdenfeindlichkeit_in_deutschland

    Im übrigen, leben wir denn in der DDR oder im NS, dass Kritik an unserer Gesellschaft nicht erlaubt wäre?

    Ich bin Deutscher und nehme lediglich das mir verfassungsgemäß zustehende Recht in Anspruch, meine Meinung zu sagen, nicht mehr und nicht weniger.

    Ihre Argumentation hingegen hat viel von der der herrschenden CDU/CSU- und FDP-Kreise an sich. Jene Herrschaften pflegen ebenfalls Kritik an „unserem schönen Deutschland“ gern mit Primitivargumenten („Nazikeule“) abzuschmettern.

    Hier, speziell für Leute wie Sie, für Angehörige der „braunen Mitte“:
    http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/reportagen/neue-studie-ebert-stiftung-braune-mitte/
     
    Die Integration ist tatsächlich bei manchen Immigrantengruppen vorerst gescheitert, aber sie ist nicht gescheitert, weil diese Einwanderer bösartig wären, sondern weil unsere deutsche Gesellschaft, weil jeder einzelne von uns versagt hat. Oder haben Sie sich schon einmal eines Ausländers, der neu im Land war, angenommen, ihn auf die Behörden und Ämter begleitet, ihm als Nachbar und freundlich gesonnener Zeitgenosse das Gefühl gegeben, dass er Ihnen willkommen ist, dass Sie Ihre Freizeit auch mit ihm verbringen wollten etc.?
     

  20. Das find ich klasse.
    Zum Glück ist meine (jüngere) Generation nicht mehr so ewiggestrig, und das Gleiche gilt auch für junge Israelis, die Berlin völlig unvoreingenommen besuchen und die Deutschen ohne Vorurteile akzeptieren.

  21.  @ Robert Schlickewitz
    zunächst einmal verbitte ich mir ihre unverschämten unterstellungen bezüglich meines bekanntenkreises. ich erlaube mir auch kein urteil über ihre interviewpartner, wobei ich mir, ob ihrer offenkundigen deutschfeindlichkeit eine lebhafte vorstellung machen kann.
    und… ups da ist sie wieder die nazikeule.
    vorwegschicken möchte ich folgendes: das was nazideutschland verbrochen hat, war eines der schlimmsten verbrechen die in der menschheitsgeschichte dokumentiert sind. ich empfinde gegenüber den tätern größte abscheu…schuld empfinde ich – als jahrgang 1975 – aber nicht, habe ich nie und werde ich nie.
    man muss sich natürlich mit dem unermesslichen leid auseinandersetzen, welches die deutschen damals über die juden und ganz europa gebracht haben. man kann und muss daraus natürlich ebenso seine schlüsse für die zukunft ziehen. die deutschen sollten auch mithelfen, dass sich so etwas auf der ganzen welt nicht wiederholt.
    langsam sterben aber die letzten täter aus und fahren hoffentlich zur hölle. andererseits kann man die nachkriegsgenerationen nicht in sippenhaft nehmen oder ihnen eine art erbschuld auferlegen.
    die integration bestimmter migrantengruppen ist nicht nur in deutschland gescheitert, sondern auch in europa. Man denke nur an die pariser vororte, wo nächtlich randaliert wird und autos und mülleimer in flammen aufgehen. Im focus nr. 26 von letzter woche war ein interessantes interview bzgl. der französischen nationalmannschaft und ihrer unwürdigen wm-darbietung. der tenor des interviews war, dass die gang-mentalität aus den vororten und problemvierteln nun auch in der nationalmannschaft herrschen.
    die deutschen als „das tätervolk“ abzuqualifizieren und ihnen per se ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen ist bestenfalls unredlich. deutschland hat sich seit dem krieg durchaus gewandelt und befindet sich noch im wandel. dieser wandel, hin zu einer demokratischen gemeinschaft, wurde mit dem blut von millionen weltkriegsopfer erkauft. für die befreiung von der tyrannei des ns-regiemes und das händereichen danach, dafür müssen wir auch heute noch dankbar sein. Schuld jedoch müssen die generationen nach 1945 nicht mehr empfinden.
    ich persönlich freue mich, dass wir eine neue multikulti nationalmannschaft haben. ich würde mir zwar wünschen, dass diese spieler – die im deutschen trikot auflaufen und für deutschland spielen – sich auch dadurch zu ihrer neuen heimat bekennen, dass sie die nationalhymne mitsingen…man kann aber wohl nicht alles haben 🙂
    aber selbst multi-kulti bietet keinen schutz vor der nazikeule, wie man an den schlagzeilen (insbesondere den englischen) während der wm wieder sehen konnte. da war wieder von panzern, krieg und blitzkrieg die rede. fotos von vielleicht 10 jährigen englischen fans mit weltkriegs-stahlhelmen machten die runde usw. vielleicht sollte man sich über dieses deutschen-bashing auch mal so seine gedanken machen? allein die tatsache, dass man sich für eine schwarz-rot-goldene fahne am auto während der wm rechtfertigen muss, ist schon ungesund.

  22. „Sie repräsentiert zwar den Staat des deutschen Volkes, aber auch den Staat aller seiner Bürger“
    Der für Israelis und die meisten Nichtwesteuropäer unverständliche Punkt ist, dass das deutsche Volk die Gesamtheit seiner Bürger ist. Und Punkt.

    Außerdem besteht die französische Nationalelf schon seit Jahren größtenteils aus Einwandererkindern, fällt das niemandem auf? Bei den Holländern sind die Einwanderer und deren Kinder schon seit den 80ern oder 70ern in der Nationalelf. Dass die Deutschen so lange gebraucht haben (und, was jetzt deutlich wird, wie viel sie dadurch verloren haben), ist eher ein schlechtes Zeichen. Aber glücklicherweise ist der DFB nun auch in der Postmoderne angekommen.

  23. @montezuma

    Sie verwechseln Ursache mit Folge. In einem Land (Deutschland) mit Bürgern, die geradezu Ausbunde an Fremdenfeindlichkeit waren und sind (siehe meine obigen Links) ist es nun mal für viele Menschen unglaublich schwer heimisch zu werden und sich rasch zu integrieren.
    Ich bin zufälligerweise der Autor einer Studie zu den Jugoslawen in Berlin, habe dort vor paar Jahren Dutzende Migranten interviewt und kam zu Schlüssen, die es meinem städtischen Auftraggeber geraten erscheinen ließen, mich zwar verabredungsgemäß zu entlohnen, die Studie jedoch unveröffentlicht in den ‚Giftschrank‘ zu sperren.

    Soziologen kommen übrigens seit den 1960er Jahren zu ganz ähnlichen Resultaten: ‚unser‘ Deutschland gilt als eines der integrationsfeindlichsten Länder Europas.
    Und so schnell werden ‚wir‘ wohl unseren schlechten Ruf als „Hitler’s people“ auch nicht los, wenn Sie mal aufmerksam die von mir beigesteuerten Links (oben) einer eingehenden Lektüre unterziehen.

    Ist es nicht eine Affenschande, dass ‚wir‘ trotz „Drittem Reich“ und Shoah, trotz intensiver Bürgeraufklärung seit über zwei Generationen in allen Medien, trotz immer besserer Bildung, dass wir in rein menschlichen Dingen weiterhin derart erbärmlich versagen!

    PS: Wenn Ihre 80 % „Freunde“ mit Migrationshintergrund ehrlich sein könnten (können Sie wahrscheinlich Ihnen gegenüber nicht), dann würden Sie Ihnen ähnliche Dinge berichten, wie mir meine Interviewpartner.

  24. berlin ist ein sozialer brennpunkt. da ist es natürlich klar, dass vorurteile auf beiden seiten entstehen. kleine kostprobe gefällig?
    http://www.youtube.com/watch?v=EdtwPAdJvzM
     
    http://www.youtube.com/watch?v=FKSFfRJ2bq4&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=skCZT5dUnlI
     
    http://www.youtube.com/watch?v=1Z6gy9QSR-g&feature=related
     
    solche vorfälle tragen wesentlich zu ressentiements gegenüber BESTIMMTEN gruppen ausländischer bevölkerungsteile bei und ich kann es ihnen auch nicht verdenken.
    komischerweise sind es fast immer die gleichen migranten, die probleme verursachen, während man mit anderen ausländischen mitbürgern überhaupt keine probleme hat (z.b. japaner, spanier, italiener usw.).
    80% meines freundeskreises sind nicht-deutsche und man hört fast keine klagen von ihnen im hinblick auf ausländerfeindlichkeit. im übrigen – ohne relativieren zu wollen – ist ausländerfeindlichkeit ein phänomen, dass sie in jedem land finden (können), wenn sie nur lange genug suchen. die deutschen sind, aufgrund ihrer vergangenheit im nationalsozialismus, natürlich besonders empfindlich wenn die nazikeule geschwungen wird.
    integration ist für mich zuerst einmal eine bringschuld. wer hier (oder in einem anderen land) leben will, der hat sich an die dortigen gesetze zu halten und muss erkennen lassen, dass er gewillt ist seinen beitrag zu der dortigen gesellschaft zu leisten. wer das nicht will, der muss ja nicht einwandern. das mag sich jetzt pauschal anhören, ist aber eine völlig logische tatsache.
    wenn ich ins ausland fahre, dann wähle ich urlaubsziele mit deren „regeln“ ich einverstanden bin und dort benehme ich mich auch diesen regeln entsprechend. länder mit deren „regeln“ und gesellschaftsformen ich nicht einverstanden bin, kommen für mich nicht in frage. nichts anderes kann für auswanderer bzw. einwanderer gelten. Diesen Maßstab lege ich – wie gesagt – auch bei mir an, wenn ich einmal auswandern sollte. 🙂 einzuwandern und nur forderungen stellen, im gegenzug der einheimischen bevölkerung ausschließlich den schwarzen peter zuzuschieben ist ein no go, dass ausschließlich in deutschland möglich ist.

  25. @montezuma

    „…Eine zunehmende Zahl rassistischer Vorfälle in Deutschland lässt die Vereinten Nationen aufhorchen. Die Bundesregierung gehe nicht entschlossen genug gegen fremdenfeindliche Ãœbergriffe vor, kritisiert das UN-Komitee zur Beseitigung von Rassismus (CERD). In letzter Zeit seien vor allem Juden, Muslime, Sinti und Roma sowie afrikanische Asylbewerber von Ãœbergriffen betroffen, heißt es in einem Bericht des Komitees, der am Freitag (15.08.2008) in Genf verabschiedet wurde…“

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3566923,00.html
     
    „Günter Wallraff rüttelt die Nation auf mit seinem Enthüllungsjournalismus. Das hat bereits Christine Konkel ihrem Artikel über den „Journalist Günter Wallraff“ klar aufgezeigt. Nun hat Günter Wallraff wieder recherchiert zu einem Thema, das in Deutschland gerne totgeschwiegen wird, die Xenophobie. Man möchte sich kaum vorstellen, dass es in Deutschland klare Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit außerhalb des rechtsextremen Sektors gibt. Und dennoch hat Günter Wallraff genau dies in seinem jüngsten Projekt aufgezeigt. Er war in Deutschland unterwegs, und zwar als Dunkelhäutiger. Im neuen Magazin der ZEIT schildert er die Ergebnisse seiner Recherchen, die alles andere als beruhigend sind. Dachte man bislang immer, dass es zwei konträre kleinere Lager gibt, die sich unvereinbar gegenüberstehen, nämlich die rechtsextremen Rassisten und Fremdenfeinde auf der einen Seite und die unverbesserlichen, multi-kulti-befürwortenden Gutmenschen auf der anderen Seite. Die bürgerliche Mitte jedoch stehe zwischen den Lagern und spreche sich klar für ein integriertes, friedliches Miteinander der Kulturen aus. Dachte man, dabei sprechen die Ergebnisse Wallraffs eine andere Sprache. Deshalb wir es an der Zeit, sich mit dem Thema „Xenophobie“ intensiver auseinanderzusetzen…“

    http://politik-gesellschaft-deutschland.suite101.de/article.cfm/fremdenfeindlichkeit_in_deutschland
     

    Jeder vierte Migrant fühlt sich unerwünscht – und jeder fünfte Deutsche ist Ausländern gegenüber grundsätzlich negativ eingestellt: Erstmals untersuchte eine repräsentative Studie die Ansichten und Wertvorstellungen von Deutschen und in Deutschland lebenden Migranten.
    „Berlin – Etwa jeder fünfte Deutsche ist Ausländern und Migranten gegenüber grundsätzlich negativ eingestellt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von den Meinungsforschungsinstituten INFO und Liljeberg Research International am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Forscher hatten rund 2100 Deutsche und Personen mit Migrationshintergrund aus 83 Staaten zu Werten, Lebenseinstellungen, Religiosität sowie zu integrationspolitischen Haltungen befragt…“
     
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694325,00.html

  26. @ Garrincha,
    ihre behauptung bzgl. der vielen ermordeten asylbewerber ist doch völliger blödsinn. belegen sie ihre aussage doch einmal mit nachweisen. tatsächlich ist es so, dass in letzter zeit vermehrt deutsche von personen mit migrationshintergrund getötet wurden.
    man denke nur an die jüngsten messerattacken.
    wenn sie die deutschen und deutschland nicht mögen, so ist das eine sache…verleumdungen sind eine andere.
    viele grüße

  27. Tja, Israel ist auch nicht mehr, was es mal war. Von Deutschland haben die Israelis mittlerweile wohl keine Ahnung mehr.
    „In Deutschland hat man bereits gelernt, dass es unmöglich ist, Gastarbeiter einzuladen, sie auszunutzen und sie dann zu vertreiben; sie zu benutzen und dann wegzuwerfen.“
    Und wie, wenn diese Gastarbeiter vorwiegend Antisemiten sind?

    „Die ethnische und kulturelle Vielfalt der deutschen Auswahl ist das Geheimnis ihres Zaubers und das, was ihr Kraft verleiht. Sie repräsentiert zwar den Staat des deutschen Volkes, aber auch den Staat aller seiner Bürger; und es gibt keinen feindseligen Widerspruch zwischen den beiden Definitionen, sondern eine bewusste Ãœbereinstimmung mit der Lebenswirklichkeit – sowohl als auch.“
    Und wer spricht von den vielen Asylbewerbern, die auf deutschem Boden in letzter zeit ermordet oder zumindest getötet worden sind? Was ist mit dieser „Lebenswirklichkeit“?

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