„Jerusalem ist keine Siedlung sondern unsere Hauptstadt“

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Rede des Ministerpräsidenten Binyamin Netanyahu auf der AIPAC Konferenz in Washington (USA), 22.03.2010 …

Sehr geehrte Regierungsmitglieder, Senatoren, Kongressmitglieder, Verteidigungsminister Ehud Barak, Minister Uzi Landau, Botschafter Michael Oren, Vorsitzende von AIPAC, sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der Tatsache, dass die Welt monumentalen Herausforderungen gegenübersteht, weiss ich, dass Amerika und Israel ihnen gemeinsam begegnen. Wir stehen zusammen, weil wir von den gleichen Idealen angetrieben werden und vom selben Traum inspiriert sind – dem Traum von Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Vor einem Jahrhundert war dieser Traum für viele Juden unmöglich.

Diesen Monat beging mein Vater seinen hundertsten Geburtstag. Als er geboren wurde, herrschte der Zar in Russland, das Britische Imperium hat den Globus umspannt und die Ottomanen haben den Nahen Osten regiert. Während seines Lebens sind all diese Imperien zusammengebrochen, andere sind aufgestiegen und wieder zusammengestürzt und das jüdische Schicksal hat sich von Verzweiflung zu einer neuen Hoffnung gewendet – der Wiedergeburt des jüdischen Staates. Zum ersten Mal in 2000 Jahren kann sich das jüdische Volk selbst gegen Angriffe verteidigen.

Davor waren wir unendlicher Barbarei ausgesetzt: dem Blutvergießen des Mittelalters, der Vertreibung der Juden aus England, Spanien und Portugal, das Abschlachten der Juden in der Ukraine, den Pogromen in Russland und es endete in der Steigerung zum Bösesten überhaupt – dem Holocaust.

Die Gründung des Staates Israel hat nicht die Angriffe auf Juden beendet. Sie hat nur den Juden die Kraft gegeben, sich dagegen zu wehren.

Wieder und wieder musste sich die israelische Armee Angriffen von viel größeren Gegnern zur Wehr setzen, die Israel zerstören wollten. Als Ägypten und Jordanien erkannten, dass sie uns durch Krieg nicht bekämpfen können, haben sie den Weg des Friedens eingeschlagen.

Es gibt aber noch jene, die weiterhin den Kampf gegen den jüdischen Staat führen und offen zu unserer Zerstörung aufrufen. Sie versuchen dies durch Terror, Raketen, und zuletzt durch das Anstreben von Atombomben zu erreichen.

Die Ansiedlung des jüdischen Volkes im Staat Israel schreckt diese Fanatiker nicht ab, es regt eher ihren Appetit an. Irans Führer sagen „Israel ist ein Ein-Atombomben-Land“. Der Führer der Hisbollah sagt „Wenn die Juden alle in Israel versammelt sind, erspart es uns, sie auf der ganzen Welt zu verfolgen.“
Meine Freunde, das sind unschöne Fakten, aber Fakten.

Die größte Bedrohung für irgendein Lebewesen oder eine Nation ist, Gefahr nicht rechtzeitig zu erkennen. Vor fünfundsiebzig Jahren haben viele Staatsführer ihren Kopf in den Sand gesteckt. Millionen Menschen starben im Krieg, der darauf folgte. Letztendlich haben zwei der größten Staatsmänner – Franklin Delano Roosevelt und Winston Churchill – geholfen, die Welt zu retten. Aber sie waren zu spät, um sechs Millionen Menschen von meinem Volk zu retten.

Die Zukunft des jüdischen Staates darf niemals von dem guten Willen selbst der größten Menschen der Welt abhängig sein. Israel muss immer das Recht bewahren, sich selbst zu verteidigen.

Heute zeichnet sich eine beispiellose Gefahr für die Menschheit ab. Ein radikales iranisches Regime, ausgerüstet mit nuklearen Waffen, könnte ein Ende für die Ära des nuklearen Friedens bedeuten, den die Welt in den letzten 65 Jahren erlebte. Solch ein Regime könnte Terroristen mit Nuklearwaffen versorgen und selbst geneigt sein, sie zu benutzen. Unsere Welt wäre niemals mehr wie zuvor. Irans schamlose Ankündigung nukleare Bomben zu entwickeln ist zu allererst als Drohung gegen Israel zu verstehen, aber es ist auch eine ernste Bedrohung der Region und der Welt.

Israel erwartet von der internationalen Gemeinschaft, sich schleunigst und entschieden dieser Gefahr in den Weg zu stellen. Aber wir werden immer unser Recht auf Selbstverteidigung bewahren.

Wir müssen uns aber auch gegen Lügen und Verunglimpfungen wehren. In der Geschichte haben die Verunglimpfungen der Juden immer zu physischen Angriffen gegen uns geführt und wurden dafür genutzt, diese Angriffe gegen uns zu rechtfertigen. Die Juden wurden die Brunnenvergifter der Menschheit genannt, die Anstifter zu Instabilität, die Quelle allen Übels unter der Sonne.

Leider haben diese hetzerischen Angriffe gegen Juden nicht mit der Gründung des Staates Israel aufgehört. Eine Zeit lang wurde offener Antisemitismus zurückgehalten angesichts der Scham und des Schocks über den Holocaust. Aber nur eine Zeit lang. In den letzten Jahrzehnten hat der Hass gegen Juden wieder zunehmend an Stärke gewonnen, aber mit einer heimtückischen Wendung. Er ist nicht mehr nur gegen das jüdische Volk gerichtet, sondern zunehmend gegen den jüdischen Staat. In seiner schädlichsten Form argumentiert er, dass wenn nur Israel nicht existiere, viele der Probleme dieser Welt verschwinden würden.

Heißt das, dass Israel über jede Kritik erhaben ist? Natürlich nicht. Israel, wie jede andere Demokratie, hat seine Unzulänglichkeiten, aber wie sind bemüht, sie durch Debatte und Untersuchung zu korrigieren. Israel verfügt über unabhängige Gerichte, Rechtsstaatlichkeit, eine freie Presse und eine lebhafte parlamentarische Debatte – glauben Sie mir, sie ist sehr lebhaft.

Aber Israel sollte nach den gleichen Standards beurteilt werden, die für alle Nationen gelten und Beschuldigungen gegenüber Israel sollten auf Fakten basieren. Eine Beschuldigung, die dies zum Beispiel nicht tut, ist die, dass die Juden in ihrem Heimatland fremde Kolonialisten seien, eine der größten Lügen der modernen Zeit.

Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Staate Israel ist nicht von der Hand zu weisen. Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem ist nicht zu leugnen. Das jüdische Volk hat vor 3.000 Jahren in Jerusalem gebaut, und das jüdische Volk baut heute in Jerusalem.

Jerusalem ist keine Siedlung. Jerusalem ist unsere Hauptstadt.

In Jerusalem behält meine Regierung die Politik aller israelischen Regierungen seit 1967 bei. Dazu gehören die Regierungen unter Golda Meir, Menachem Begin und Yitzhak Rabin. Heute leben fast eine viertel Million Juden – annähernd die Hälfte der jüdischen Bevölkerung der Stadt – in Stadtteilen, welche unmittelbar hinter den Waffenstillstandslinien von 1949 liegen. All diese Stadtteile sind mit dem Auto fünf Minuten von der Knesset entfernt. Sie sind ein integraler und unentwirrbarer Teil des modernen Jerusalems. Jeder weiß, dass diese Stadtteile in jedem abgeschlossenen Friedensvertrag zu Israel gehören werden. Deshalb bedeutet es, dort nicht zu bauen, die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung unmöglich zu machen.

Nichts ist im Nahen Osten seltener als die Toleranz für den Glauben der anderen. Nur unter israelischer Souveränität ist in Jerusalem die religiöse Freiheit aller Glaubensrichtungen garantiert. Während wir unsere Heimat in Ehren halten, anerkennen wir gleichzeitig, dass dort auch Palästinenser leben. Wir möchten sie nicht regieren. Wir möchten ihnen nichts vorschreiben. Wir möchten sie als Nachbarn, die in Sicherheit, Würde und Frieden leben. Und doch wird Israel ungerechtfertigt beschuldigt, nicht in Frieden mit den Palästinensern leben zu wollen. Nichts könnte der Wahrheit ferner stehen.

Meine Regierung hat dauerhaft in Worten und Taten gezeigt, dass sie dem Frieden verpflichtet ist. Vom ersten Tag an haben wir die Palästinensische Autonomiebehörde aufgerufen, ohne Verzögerung in Friedensverhandlungen mit uns zu treten. Ich mache denselben Aufruf heute. Präsident Abbas, kommen Sie und verhandeln Sie über den Frieden. Führungspersönlichkeiten, die ernsthaft Frieden wollen, sollten von Angesicht zu Angesicht zusammen sitzen.

Natürlich können die USA den Verhandlungsparteien helfen, ihre Probleme zu lösen. Sie können aber nicht die Probleme für die Parteien lösen. Frieden kann nicht von außen auferlegt werden. Er kann nur durch direkte Verhandlungen erzielt werden, in denen wir gegenseitiges Vertrauen aufbauen.

Im vergangenen Jahr sprach ich über eine Friedensvision, in der ein entmilitarisierter palästinensischer Staat den jüdischen Staat anerkennt. So, wie die Palästinenser von Israel erwarten anerkannt zu werden, erwarten wir von den Palästinensern, den jüdischen Staat anzuerkennen.

Meine Regierung hat hunderte von Straßenblockaden, Absperrungen und Checkpoints entfernt, um den Palästinensern die Fortbewegung zu erleichtern. Als Resultat haben wir geholfen, die palästinensische Wirtschaft anzukurbeln (Cafés, Restaurants, Unternehmen, sogar Mulitplex-Kinos). Und wir haben ein beispielloses Moratorium zum israelischen Bauen in Judäa und Samaria verabschiedet.

Das ist, was meine Regierung für den Frieden getan hat. Was hat die Palästinensische Autonomiebehörde für den Frieden getan? Nun, sie hat Vorbedingungen an die Friedensgespräche gestellt, führte eine unerbitterte internationale Kampagne, um Israels Legitimität zu untergraben, und verbreitete den notorischen Goldstone-Bericht, welcher Israel fälschlicherweise beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Genauer gesagt, findet diese Verbreitung zu diesem Zeitpunkt bei der UN statt, in einem Gremium, das grotesker Weise UN Menschenrechtsrat heißt.

Leider macht die Palästinensische Autonomiebehörde auch weiterhin Stimmung gegen Israel. Vor einigen Tagen wurde ein öffentlicher Platz in Ramallah nach einer Terroristin benannt, die 37 israelische Zivilisten umgebracht hatte – darunter 13 Kinder. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat nichts dagegen unternommen.

Frieden verlangt Gegenseitigkeit. Er kann keine Einbahnstraße sein, in der nur Israelis Zugeständnisse machen. Israel ist bereit, die für einen Frieden nötigen Kompromisse zu machen. Aber wir erwarten von den Palästinensern ebenfalls Kompromissbereitschaft. Es gibt nur eine Sache, in der wir nie zu Kompromissen bereit sein werden – unsere Sicherheit.

Ein Friedensabkommen mit den Palästinensern muss effektive Sicherheitsabsprachen vor Ort beinhalten. Israel muss sicher sein, dass das, was im Libanon und im Gaza-Streifen geschehen ist, nicht wieder in der Westbank geschehen wird.

Israels größtes Sicherheitsproblem mit dem Libanon ist nicht die Grenze zum Libanon. Es ist die libanesische Grenze zu Syrien, über die der Iran und Syrien zehntausende Waffen der Hisbollah schmuggelt.

Israels größtes Sicherheitsproblem mit Gaza ist nicht die Grenze zum Gaza-Streifen. Es ist die Grenze von Gaza zu Ägypten, unter der annähernd 1.000 Tunnel gegraben wurden, um Waffen zu schmuggeln. Die Erfahrung lehrt uns, dass nur die Anwesenheit von Israel dem Waffenschmuggel vorbeugen kann. Das ist der Grund, warum ein Friedensvertrag mit den Palästinensern die israelische Präsenz an der östlichen Grenze eines zukünftigen palästinensischen Staates beinhalten muss.

Wenn sich der Frieden mit den Palästinensern als dauerhaft erweist, können wir die Sicherheitsabsprachen neu überdenken. Wir sind bereit, Risiken für den Frieden einzugehen, aber wir werden nicht waghalsig mit dem Leben unserer Bürger und der Existenz des einzigen jüdischen Staates umgehen.

Die Bürger Israels möchten eine Zukunft, in der unsere Kinder die Grauen des Krieges nicht mehr erleben müssen. Wir möchten eine Zukunft in der Israel sein volles Potenzial als globales Technologiezentrum ausschöpfen kann, gebunden an seine Werte und den Frieden mit seinen Nachbarn.

Ich habe die Vision von einem Israel, das noch mehr von seiner Kreativität und naturwissenschaftlichen Talent dafür aufwenden kann, große Herausforderungen dieser Tage zu lösen. Eine der wichtigsten ist die, eine saubere und preiswerte Alternative zum Öl zu finden. Und wenn wir diese Alternative gefunden haben, werden wir aufhören Hunderte von Milliarden Dollar an radikale Regime zu überweisen, die Terrororganisationen unterstützen.

Unsere und Ihre Soldaten kämpfen gegen fanatische Regime, die unsere gemeinsamen Werte verabscheuen. In den Augen dieser Fanatiker sind wir Sie und Sie sind wir. Der einzige Unterschied in ihren Augen ist, dass Sie groß sind und wir klein. Sie sind der große Satan, wir sind der kleine Satan. Dieser fanatische Hass gegenüber westlichen Zivilisationen bestand schon über tausend Jahre vor der Gründung Israels.

Der militante Islam hasst den Westen nicht wegen Israel. Er hasst Israel wegen des Westens; weil er Israel als Außenstelle von Freiheit und Demokratie sieht, die seine Ausbreitung im Nahen Osten verhindert.
Das bedeutet, dass Israel, wenn es einem Feind gegenübersteht, einem Feind Amerikas gegenüber steht.

Harry Truman, der erste Präsident, der Israel anerkannte, sagte Folgendes: „Ich habe Vertrauen in Israel und ich glaube an seine große Zukunft – nicht nur als eine weitere souveräne Nation, sondern als die Verkörperung der großen Ideale unserer Zivilisation.“

Original-Rede in englischer Sprache

70 Kommentare

  1. >>> Die Juden waren und sind Opfer, die Palästinenser aber auch.

    Nein! Die Juden denken gar nicht daran, sich mit der Opferrolle abzufinden, auch wenn es vielen „ehrbaren Antisemiten“ so passen würde. Die Palästinenser hingegen suhlen sich regelrecht in ihrer Opferrolle.

    >>> [Die] Führung der arabischen Muslimischen Welt hat die Schna[u]tze voll von den radikalen Palästinensern

    Woran machst du DAS jetzt fest???

    >>> die westliche Welt hat die Schnauze voll von den radikalen Israelis.

    Ich vermute, das beruht auf Gegenseitigkeit.

  2. @Denn Kosteli

    „Dann sollten die Israelis nicht setig ihr Gebiet vergrößern, weil ich glaube kaum, dass sich die Lage dadurch verbessert! “

    Auch hier sollten sie sich etwas ausführlicher informieren… durch die Räumung von Sinai und Gazastreifen hat Israel sein Gebiet erheblich *verkleinert*. Vergleichen sie z.B. einfach mal die Fläche des Staates Israel mit der Größe des Krügernationalparks… aber ein Reservat für Juden geht für Einige garnicht.

    Das mit dem „Loswerden der Palästinenser“ wird tatsächlich kontrovers disskutiert – wenn alle Juden aus den arabischen Ländern vertrieben wurden, wenn die Palästinenser darauf bestehen, daß ihr Gebiet vollständig ohne Juden (und Christen…) sein muß – ist es dann nicht „irgendwie“ gerecht, wenn die israelischen Araber zu Bürgern eines arabischen/palästinensischen Staates werden!? Aber wie gesagt, informieren sie sich, eine übergroße Mehrheit der Israeli ist gegen solche Aktionen – selbst der angebliche Nazi Liebermann fordert nur, den arabischen Israeli eine Wahl zu ermöglichen: Israeli oder Palästinenser (wobei Gebiete mit israelischen Arabern die zu Palästina wollen gegen Gebiete mit jüdischen Siedlern die keine Palästinenser werden wollen ausgetauscht werden).

    PS – zu den „Kindern auf beiden Seiten: Für mich macht es schon einen Unterschied, ob 13-15jährige Kinder in eine Discothek oder einem Schulbus – oder eben als bewaffnete und vermummte Kindersoldaten der Hamas, bewaffnet mit Maschinenpistole/RPG ums Leben kommen.

  3. @ Yael
    Hast recht, habe ich auch von gehört, dass ist traurig. Aber hast du davon gehört, dass in Palästinenser in Wirklichkeit von israelischen Siedlern und Soldaten erschossen werden? Das die Palästineser Israelis erschiessen steht ausser Frage, anders herum stehts aber auch ausser Frage.
    Und ich glaube im letzten Jahr wurden mehr Palästinenser vertrieben als 30 Familien! Wesentlich mehr!

    @ Willow
    Dann sollten die Israelis nicht setig ihr Gebiet vergrößern, weil ich glaube kaum, dass sich die Lage dadurch verbessert! Es gibt auch Israelis die Tag und Nacht daran arbeiten wie sie sich der Palästinenser entledigen können.

    NOCHMAL!!!! Die Juden waren und sind Opfer, die Palästinenser aber auch. Wenn jeder auf sein vermeintliches Recht bestehen würde gäbe es Weltkrieg! Hier werde ich so ziemlich bestätigt, IHR seid das Problem, IHR seid das Hinderniss für Frieden! IHR wollt die anderen fertig machen, weil IHR glaubt das die anderen die Bösen sind. Mit IHR meine ich die Moslems UND die Juden die NUR beim anderen das Problem sehen WOLLEN!
    Aber eines versichere ich ALLEN, der Führung der arabischen Muslimischen Welt hat die Schnatze voll von den radikalen Palästinensern, und die westliche Welt hat die Schnauze voll von den radikalen Israelis.
    Wo kein Wille da kein Weg! Wohin das führt habe ich bereits zum anfang dieses schweren Dialogs – z.T. Monologs – bekannt gegeben. Solche Leute mit der Einstellung wie ihr sind schuld das Gaza eingezäunt ist, dass Kinder auf beiden Seiten getötet werden, dass es keinen Frieden gibt. Ihr solltet euch schämen! So wird das nichts mit einem Israel oder einem Palästina!

    MfG

  4. Denn Kosteli, Israel ist von Feinden umgeben, die Tag und Nacht daran arbeiten, Israel zu vernichten. Wer da die gleichen Maßstäbe anlegt wie an Schweden oder die Schweiz…

    Wobei es durchaus interessant wär, wie die Schweden reagieren würden, wenn sie jahrelangem Raketen- und Mörserbeschuß ausgesetzt wären. Ich finde, daran gemessen schlägt sich Israel nicht mal schlecht.

    Ãœbrigens, etwa die Hälfte der Israelis wurde aus arabischen Ländern vertrieben – nix „Europäer“. Aber wozu Informationen, wenn man doch seine Vorurteile hat.

  5. „Nehmen wir Schweden als Maßstab, kommt Israel keineswegs gut davon ( Sperrzaun, Enteignung, Tötungen, Militärzensur etc.) Also, was ist der Maßstab?“

    Das ist heute Schweden:

    Skandinaviens Juden fühlen sich nicht mehr sicher

    Zwischen Dänemark und Norwegen steigt die Anzahl antisemitischer Übergriffe. An norwegischen Schulen bekommen jüdische Schüler gelbe Sterne auf den Rücken geklebt und müssen hören, dass “alle Juden erschossen“ gehören.
    Aus Malmö sind im letzten Jahr 30 jüdische Familien ausgewandert, weil ihnen die ständigen Schikanen, denen sie ausgesetzt waren, zu viel wurden. In ganz Skandinavien klagen die jüdischen Gemeinden über zunehmende Übergriffe und dass die Verantwortlichen das Problem ignorieren.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/546769/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

  6. @ willow
    Jacob ist dir vorraus, wenn auch nur unter Vorbehalt, in dem er auf andere Staaten verweist.
    Das es viele jüdische Israelis gibt die gute Ansichten haben weiß ich. Aber hier geht es um solche Bremsen wie dir!

    @ Jacob
    Mit Sicherheit haben Minderheiten in Israel mehr Rechte als Minderheiten oder Frauen im Palästinensergebiet. Aber was ist der Maßstab? Wenn wir die Taliban nehmen ist die Hamas das Vorzeigebild einer Demokratie!!!
    Nehmen wir Schweden als Maßstab, kommt Israel keineswegs gut davon ( Sperrzaun, Enteignung, Tötungen, Militärzensur etc.) Also, was ist der Maßstab?
    Leider ist die Situation im Nahen Osten ein Dilemma! Beide Völker beanspruchen das selbe Stück Land, und beide Seiten meinen den Ursprung der anderen historisch entdeckt zu haben. Die Israelis sind eigentlich Euopäer, und die Palästinenser sind eigentlich Jordanier, Syrer, Ägypter etc. Ich behaupte ganz fest, beides ist richtig und beides ist falsch! Fazit: Es kann keine Pauschalisierungen geben! Das nennt man Reduktion der Komplexität einer Situation! Ist ein Jude der als Europäer zum Judentum konvertiert ist ein Israeli? Ist ein Syrer, der ins britische Kolonialgebiet gezogen ist ein Palästinenser?

    Der Verweis auf das „Problem“ mit den Migranten in europäischen Staaten ist qualitativ gänzlich von dem „Problem“ in Israel verschieden. Es ist ja nicht so, dass es immer schon Araber in Europa gab, Israel dagegen war lange Zeit der Nährboden einer mehrheitlich anderen Bevölkerungsgruppe als Juden. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. In Deutschland ist es „Abschiebung“, in Israel in den meisten Fällen „Vertreibung“, genau wie die „Vertreibung“ der Juden durch die Römer. Sobald ein Volk irgentwo über Generationen seßhaft geworden ist, ist es Vertreibung, und keine Abschiebung. Israel ist ein Präzedenzfall! Oder würde man es „Abschieben“ nennen wenn die nordamerikanischen Indianer die „neuen“ Amerikaner entfernen?

    MfG

  7. >>> Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit?

    Natürlich. Israel ist weit davon entfernt perfekt zu sein. Dass bspw. muslimische Araber in Israel trotz allem noch nicht gleichgestellt sind, ist doch kein Geheimnis. Da muss sich noch einiges tun. (Dieses Problem teilt Israel im Ãœbrigen mit vielen anderen westlichen Ländern. Werden diese deswegen als „rassistisch“ oder „Apartheidstaat“ bezeichnet, wie es mit Israel geschieht? Spricht man z. B. Deutschland das Existenzrecht ab, weil es mit der Integration der muslimischen Migranten dort nicht so recht klappen will?)

    Allerdings musst auch du zugeben, dass du als Muslim in Israel weitaus mehr Freiheiten, Rechte und Privilegien genießt als deine Glaubensgenossen in den autonomen Palästinensergebieten (insbesondere wenn du eine Frau bist). Oder?

  8. „“In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!”
    Die Betonung liegt auf EINE, und dass wurde auch Zeit! Ja, dass ist rassistisch, wenn bisher noch kein Araber gelehrt hat. Was soll es denn sonst sein? Nenn mir eine vernünftige Begründung.“

    Informieren sie sich einfach… selbstverständlich gibt es sehr viel mehr arabische Professoren als nur diese Eine. Genau darum geht es doch – der Anteil sowohl der „arabischen“ Studierenden als auch der „arabischen“ Dozenten entspricht ziemlich exakt dem Bevölkerungsanteil – mit all seinen regionalen Streuungen.

    „Ich kenne aber kein muslmisches Land, in dem ne Volksgruppe im Käfig gehalten wird, die wenn sie keine Tunnel hätten krepieren würden, weil dort keine Nahrung ankommen würde. Oder irre ich mich, bitte kläre mich auf! “

    Gerne! Kannst du sogar twittern:

    126 trucks of humanitarian aid have entered #Gaza today through the Kerem Shalom Xing

    April 6th: 168 trucks/4,671 tons of humanitarian aid + 185,010 liters of diesel fuel were imported into #Gaza.

    273 trucks of humanitarian aid to enter #Gaza Strip today. Erez Xing open. 2:11 AM Apr 7th

    http://twitter.com/IDFSpokesperson

    „Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit? “

    Geh auf eine beliebige israelische Tageszeitung – da findest du Kritik und Anprangerung von Verfehlungen pur! Allerdings -im Gegensatz zu hier- auch Hinweise zu Massenhinrichtungen durch Hamas oder das Benennen von Straßen und Plätzen nach „verdienten“ Terroristen duch die Fatah.

    und zu den Nationalstaaten – solange es über 20 arabische Nationalstaaten gibt, warum nicht auch einen einzigen, klitzekleinen jüdischen? Zumal sich das mit der Zufluchtsstätte für verfolgte Juden ja keinesfalls „erledigt“ hat – nach wie vor werden Juden vertrieben.

  9. @ Jacob P.

    „So! Nun geh und erzähl das mal den fanatischen Muselmanen. In Israel hätten sie nämlich genau DAZU die Möglichkeit, wenn sie nur wollten.“

    Geh mal zu DEN!!! Ich bin auch Muselmane, und mich würd es nicht stören. Sicherlich hast du recht, dass es viele von den Palästinensern stört, aber genauso würde es viele jüdische Israelis stören. Und bitte, verwende doch neutrale Worte und net „Muselmanen“. Was soll das?

    „In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!“
    Die Betonung liegt auf EINE, und dass wurde auch Zeit! Ja, dass ist rassistisch, wenn bisher noch kein Araber gelehrt hat. Was soll es denn sonst sein? Nenn mir eine vernünftige Begründung.

    willow

    @Denn Kosteli

    Es ist natürlich absoluter Zufall, daß sie ausgerechnet im Fall Israel finden, Nationalstaaten seien doof – und die Juden sollen sich nicht so haben, schließlich haben sie ja jahrhunderte Erfahrungen damit, wie es ist als Minderheit zu existieren.

    Nein, es ist kein Zufall, ich komme aus Bosnien, und ich finde es zum kotzen wie das dort läuft. 5Km fahrt, serbische Grenze, 5Km fahrt, kroatisch/bosnische Grenze, 5km fahrt kroatische Grenze usw. Wie behämmert ist das denn?
    Nationalismus ist gänzlich behämmert! Kram von gestern, da ist es mir schnuppe ob Jude, Moslem oder Chinese, Nationalismus ist BULLSHIT! Das sollte grade ein Jude verstehen, der 2000 Jahre und mehr Mutlikultur/nationalität in sich trägt, aber jeder andere auch!

    „Vielleicht sollten sie sich ja einfach mal informieren, gerade im arabisch/muslimischen Gebiet ist es irgendwie Tradition, daß Minderheiten nicht annähernd so fair behandelt werden wie die Israelis arabischer Herkunft in Israel. Ich behaupte sogar, daß die arabischen Israelis mehr Rechte und Freiheiten haben als “Normalbürger” in irgendeinem arabischen Land! Die warten auch nur darauf, endlich wieder rechtlose Untertanen eines arabischen Despoten zu werden…“

    Ja stimmt, und ist es deshalb richtiger was Israel mit den Palästinensern macht? Leid kann man nicht relativieren, Leid bleibt Leid! Ich kenne aber kein muslmisches Land, in dem ne Volksgruppe im Käfig gehalten wird, die wenn sie keine Tunnel hätten krepieren würden, weil dort keine Nahrung ankommen würde. Oder irre ich mich, bitte kläre mich auf!

    @ Jacob und willow
    Ich sehe, welchen Mist den einige ( Muslime) bauen, dass gebe ich auch gerne zu, warum auch nicht, ist ja so! Aber was ist mit euch? Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit?

    MfG

  10. Jemand wie Koshiro oder Jane, der niemals Israel live erlebte iund sein verzehrtes Israelbild aus merkwüdigen Quellen bezieht, wird nie eine Wahrheit über Israel erfahren. Und auch nicht, wenn die Moderatoren bei Hagalil ihren Kommentaren freundlich gesinnt sind und sie freigeben. Dann denken sich diese komsischen Gestallten wie Jane oder Koshiro oder wie sie alle zu nennen mögen, dass sie im Recht sind, weil sie ihre antiisraelischen Kommentare bei einem Israeli wie Herr Gal posten dürfen.
    Das ist aber falsch. Herr Gal erlaubt jedem Idioten wie Koshiro oder Jane ihre Erzeugnisse hier zu posten.

  11. Was ich gerade auch in einem anderen Kommentar geschrieben habe: Ein funktionierender „Zwergstaat Jerusalem“, der gänzlich von Israel und Palästina unabhängig ist, aber dennoch beiden Staaten als Hauptstadt und Regierungssitz dient, könnte eine produktive Lösung sein.

  12. Ach Koshiro… informieren sie sich einfach:

    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Brennpunkt-Nahost/article6061957/Palaestinenser-die-Israel-den-Vorzug-geben.html

    „Einer gängigen Meinung zufolge wünschen sich die in Ost-Jerusalem lebenden Palästinenser nichts sehnlicher als die Ãœbergabe ihrer Stadtbezirke an die Palästinensische Autonomiebehörde. Das Gegenteil ist der Fall: Die Mehrheit der Palästinenser weiß die Vorteile eines Lebens unter israelischer Herrschaft durchaus zu schätzen.“

    Und genau deshalb haben sich, seit es tatsächlich echte Chancen auf einen Palästinenserstaat gibt, zigtausende „israelische Palästinenser“ einen „richtigen“ israelischen Personalausweis besorgt. Immer dann, wenn z.B. die Ãœbergabe einiger Viertel (Ost-)Jerusalems an die PA als vertrauensbildende Maßnahme auch nur im Gespräch war, bildeten sich seeehr lange Schlange vor den entsprechenden Behörden.

    Dadurch werden aber „israelische Palästinenser“ zu „arabischen Israelis“ – es ist also irgendwie richtig, daß die „israelischen Palästinenser“ nur „Residents“ sind… was aber eben nicht automatisch bedeutet, daß eine Mehrheit des arabischen Bevölkerungsanteils in „Ostjerusalem“ Palästinenser sind.

    Vielleicht einfach mal den verlinkten Artikel lesen…

  13. „(etwa ein Drittel mit Staatsbürgerschaft, Rest Residents)“
    Wo kommen diese Zahlen her?

    „bekanntlich wollen ja auch von den Arabern mit Resident-Status nur gaaanz wenige (weniger als 20%)“
    Und diese?

    Nein, Ihre dahingeschleuderten Behauptungen sind nicht bis zum Beweis des Gegenteils richtig. Und nein, ich nehme Ihnen nicht die Recherchearbeit ab.

    Lustig übrigens, daß Sie jetzt nach aktuellen Zahlen fragen und damit gleich mal klarstellen, daß Sie sich Ihre vorhergehende Aussage einfach aufgrund von Hörensagen aus den Fingern gesaugt haben.

  14. @simcha

    Hast du verläßliche *aktuelle* Zahlen? Den von dir geschilderten Zustand (etwa ein Drittel mit Staatsbürgerschaft, Rest Residents) kannte ich bis in die 90er hinein… danach, insbesondere ab ca. 2000, sollen aber extrem viele Araber aus Ostjerusalem die israelische Staatsbürgerschaft beantragt (und bekommen) haben – bekanntlich wollen ja auch von den Arabern mit Resident-Status nur gaaanz wenige (weniger als 20%) unter palästinensische Obrigkeit kommen…

  15. es ist richtig, daß die überwiegende mehrheit der palästinenser ist ostjerusalem keine israelische staatsbürgerschaft haben. aber sie könnten sie erweben, wenn sie wollten und damit zum beispiel an den wahlen der knesset teilnehmen. palästinenser in ostjerusalem werden ihnen erzählen, daß sie aus religiösen gründen keine israelische staatsbürgerschaft annehmen dürfen und wenn sie sie annehmen, werden sie sehr oft als verräter angesehen. nichtsdestotrotz beantragen palästinenser immer wieder die staatsbürgerschaft.

  16. @Denn Kosteli

    Es ist natürlich absoluter Zufall, daß sie ausgerechnet im Fall Israel finden, Nationalstaaten seien doof – und die Juden sollen sich nicht so haben, schließlich haben sie ja jahrhunderte Erfahrungen damit, wie es ist als Minderheit zu existieren.

    Vielleicht sollten sie sich ja einfach mal informieren, gerade im arabisch/muslimischen Gebiet ist es irgendwie Tradition, daß Minderheiten nicht annähernd so fair behandelt werden wie die Israelis arabischer Herkunft in Israel. Ich behaupte sogar, daß die arabischen Israelis mehr Rechte und Freiheiten haben als „Normalbürger“ in irgendeinem arabischen Land! Die warten auch nur darauf, endlich wieder rechtlose Untertanen eines arabischen Despoten zu werden…

    Wer sich da auf Wikipedia verläßt… naja.

  17. >>> Wenn es nach mir gehen würde, würde es kein Israel und kein Palästina geben, sondern 1 Staat, in der die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen zusammen leben!

    Du willst also EINEN Staat haben, in dem die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen zusammenleben können.

    So! Nun geh und erzähl das mal den fanatischen Muselmanen. In Israel hätten sie nämlich genau DAZU die Möglichkeit, wenn sie nur wollten.

    (In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!)

  18. „die arabisch/palästinensischen Bewohner der Viertel, die übergeben werden könnten, haben inzwischen ganz überwiegend die israelische Staatsbürgerschaft“

    Nein, haben sie nicht. Arabische Einwohner Ostjerusalems haben ganz überwiegend lediglich ein dauerhaftes Wohnrecht, aber keine Staatsbürgerschaft. Sie können, um nur eine Einschränkung beispielhaft herauszugreifen, zwar bei Lokalwahlen, nicht jedoch bei den Knessetwahlen wählen gehen. (Man kann das aus beliebigen einschlägigen israelischen Quellen, aber auch schon aus Wikipedia erfahren.)

    Es erstaunt mich immer wieder, wie man, wenn man solche grundlegenden Fakten nicht kennt, die Chuzpe haben kann, sich zu einem Thema zu äußern, als sei man Experte.

  19. @Michal: Könnte es nicht sein, dass Israel den USA rechtzeitig klar machen musste, dass man sich an Obamas Aipac-Aussage zu halten gedenkt, dass er Jerusalem nicht teilen wollte? Nur für den Fall, dass er seine Aussage vergessen sollte. Deshalb ist er so wütend, schließlich gilt in solchen Fällen: „Was geht mich mein Geschwätz von gestern an“. Auf der anderen Seite spielt man diese Sache jetzt so richtig hoch, denn wer weiß schon was die Realität ist. Die ist kompliziert und „kompliziert“ kommt nicht in die Medien. Vermutlich braucht Obama einen schnellen Erfolg und da er die Palis nicht zu bewegen vermag, wird eben Israel erpresst. Das geht bei einem Partner leichter als bei einem Gegner.
    Außerdem hat es eine lange Tradition, dass man Israel erpresst. Jetzt passiert es gerade wieder.
    Da sieht es denn so aus: Israel gibt genügend nach und gibt sich selbst auf oder Israel gibt nicht nach und dann gibt es vielleicht keine ernsthafte Front gegen den Iran und höchste Gefahr droht von dort.
    Tolle Alternativen 🙁

  20. @willow

    Wenn es nach mir gehen würde, würde es kein Israel und kein Palästina geben, sondern 1 Staat, in der die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen zusammen leben! Und kein islamischer Gottesstaat! Aber auch kein „jüdischer“ Staat, ich erwähnte bereits, ich bin gegen Nationalstaaterei, dass ist schlicht weg unnatürlich!

    Natürlich gibt es Spaltungstendenzen innerhalb der israelisch jüdischen Gesellschaft, die einen interpretieren sich primär als z.B. als demokratisch, liberal, sozial, Freiheitsliebend, tolerant gegenüber anderen, aber die anderen unterwerfen sich der Religion, nicht dem Gesetz! Und dieser Splatungstrend nimmt immer mehr zu. Was allen gemeinsam ist, ist die jüdische Identität, aber längst haben nicht alle das selbe Verständnis vom jüdisch sein!

    @ Peter Langer
    Kritik an Israel ist nicht gleich Zu sezten mit Antisemitismus. Was sie kann eigentlich gar nicht im Sine Israel sein, nämlich alles mit dem Etikett des Antisemitismus zu versehen, was teilweise berechtigt an Israel beanstandet wird. Die Folge ihre Praktik wird sein, dass es den Menschen gleichgültig sein wird, wenn sie jeden als Antisemiten bezeichnen, der der Meinung ist, dass dort eine Ungerechtigkeit statt findet!
    Metaphorisch könnte man es so ausdrücken. Wenn ich glaube die Farbe Gelb zu sehen, und mir sagen sehr viele, dasss es nicht stimmt und ich Farbenblind sei, dann werden sie wohl richtig liegen. Aber wenn ich die Farbe Gelb sehe, und sehr viele anderen auch, und dann kommt mir einer, der mir erzählen will, dass wir alle Farbenblind sind, dann sollte derjenige sich mal untersuchen lassen!

    MfG

  21. Die grössten Hindernisse für einen Frieden zwischen den Palästinensern und Israel liegen gewiss nicht in der vorläufigen Genehmigung zum Bau von Apartments in einem Teil Jerusalems, der ohnehin immer zu Israel gehören wird. Das Bekanntwerden dieses bürokratischen Aktes gerade zum Zeitpunkt des Besuchs von US-Vizepräsident Biden in Israel war zweifellos ungeschickt. Gegenüber Israel war die Haltung der US-Administration aber schon zuvor von beispielloser Feindseligkeit geprägt. In Washington wurde Netanyahu jetzt wie der Regierungschef eines Dritte Welt-Landes abgekanzelt. Man geht mit Freunden und Verbündeten nicht so um, wie die Obama-Regierung dies tut.

    http://www.steinhoefel.de/blog/2010/03/israelische-apartments-sind-kein-friedenshindernis.html#more-3009

  22. >>> Da ermorden islamische Fanatiker(-innen) Menschen in der U-Bahn und schon höre ich in Radiokommentaren wieder das Verständnis, das man gegenüber den benachteiligten Regionen des Kaukasus aufbringen sollte.

    Gut beobachtet. Aber das war doch schon im jugoslawischen Bürgerkrieg so. Die Islamisten konnten dort machen was sie wollten (morden, foltern, plündern, vergewaltigen). Die Bösen waren eh immer die Serben.

  23. @Peter Langer
    Herr Langer,
    verstehen Sie eigentlich, was Sie hier lesen? Wie können Sie Kritik aus Sorge um Israel als Antisemitismus bezeichnen? Sie tun Ihrem Land damit keinen Dienst, ganz im Gegenteil

  24. @Peter Langer. Es sieht so aus, als gäbe es eine weltweite Pro-Islam-Ideologie die ein einfaches Modell etabliert hat: Was z.B. die Palästinenser machen, die armen Underdogs, das ist immer richtig. Sollte es einmal etwas falsch aussehen, was eigentlich nicht vorkommt, dann muss man das verstehen, denn … usw. Demgegenüber ist alles falsch, nachgerade furchtbar, was Israel macht. Daran darf nicht gerüttelt werden. Ein wenig spiegelt sich dieses Modell auch in Russland. Da ermorden islamische Fanatiker(-innen) Menschen in der U-Bahn und schon höre ich in Radiokommentaren wieder das Verständnis, das man gegenüber den benachteiligten Regionen des Kaukasus aufbringen sollte.
    Genauso hat man endlos Geduld mit Raketen aus Gaza. Das muss man eben verstehen. Demgegenüber will Israel Häuser in seiner Hauptstadt bauen. Furchtbar. Entsetzlich, wie können die nur…
    Die Ideologie scheint zunehmend fixiert und als abstraktes Modell unangreifbar. Eine differenziertere Realität hat demgegenüber keine Chance.
    Israel geht aus Gaza raus. Na und? Raketen aus Gaza? Warum nicht … muss man verstehen. Ziel: Israel aus Westbank raus. Na und? Raketen aus der Westbank? Na ja, muss man verstehen.
    Dieser ganze Wirrsinn ist derzeit wohl nicht aufzuhalten.
    Da hilft vermutlich nur, „cool“ bleiben, Ruhe bewahren.

  25. Ist das möglich, dass die Webseite hagalil eine Heimstätte der Drechsratten von antisemiten ist. So verbringt der Admin seine Schäferstündchen? Was für einen anderen Grund kann Admin haben so einer Dreck den Platz für ihr antisemitisches Gift zu geben? Perverse, Pfui! Aber so eine Meinung von PRO ISRAEL KRÄFTE WIRD HIER ZENSIERT!!!
    DRECKSAU!!!!!!!!

  26. >>> Ein gewisser “Arzt” namens Baruch Goldstein z.B.

    Und sicherlich wird Herr Goldstein von den Israelis auch als Held und Märtyrer verehrt, wie die Palästinenser ihre mit Sprengstoff umgurteten „Shahids“ verehten, oder?

  27. Die Leserschaft von Hagalil scheint sich in den letzten Jahren zunehmend geändert zu haben. Schien vor einigen Jahren noch klar zu sein, dass die Mehrheit der LeserInnen entschieden gegen Antisemitismus und Rassismus eingestellt ist, hat sich das Bild nun geändert. Aus den Kommentaren entnehme ich, dass recht viele LeserInnen Anti-Israelisch eingestellt sind. In meinen Augen ist diese anti-Israelische Position leider nichts anderes als der alte Antisemitismus. Stellen Sie sich vor, ein jüdisches Portal, in dem eine Mehrheit antisemitisch argumentiert. Eigentlich unwahrscheinlich, allerdings kommentieren natürlich auch jede Menge nicht-jüdische Deutsche, daher irgendwie auch wieder verständlich.
    Und noch kurz zum Thema des Artikels. Warum ist es für viele so eine unglaubliches Verbrechen, wenn Wohnungen für Juden gebaut werden? Mit dem gleichen Argument, könnten auch deutscher Siedlungsbau in Spanien und der Türkei angeprangert werden? Vielleicht eine kleine Intifada auf Mallorca gegen die Deutschen Besatzer gefällig? Nur wenn es Juden sind, dass ist natürlich was anderes, Juden sollen nicht einfach Wohnungen bauen (ein selbstverstänliches Argument am Deutschen Stammtisch). Ein anderes Argument, Israel würde sich einfach Gebiete aneignen, die militärisch erbeutet worden seien und andere westliche Staaten würden das doch gar nicht mehr machen. Allerdings, die anderen westlichen Staaten müssen auch nicht mehr oft militärisch aneignen, weil ihnen sowieso schon fast alles gehört und es kaum Staaten gibt, die vor westlichen Investitionen zurückschrecken (ja, wenn es keine Juden sind, nennt man es „Investitionen“). Aber wenn das nicht reicht, werden auch vom Rest des Westens Kriege geführt (Griechenland, Korea, Malaysia, Laos, Algerien, Kongo, Kuba, Goa, Vietnam, Südafrika, Kambodscha, West-Sahara, Angola, Zaire, Tschad, Afghanistan, Falkland, Grenada, Panama, Irak, Yugaslawien, wieder Irak und Afghanistan), wobei oft auch über Stellvertreter. Also, solange keine Juden Krieg führen, scheint es für die gesamte Menschheit kein Problem zu sein, dass es auch nach dem 2. WK überall Kriege gibt und viele Menschen sterben. Nur wenn die Juden daran beteiligt sind, läuft Millionen der Geifer aus dem Mund. Und, wie es scheint, bekommen auch die Bildschirme so mancheR KommentatorInnnen hier Flecken davon…

  28. @Denn Kosteli

    Zwischen „Schweinefleisch essen stillschweigend tolerieren“ und „das Gesetz erlaubt“ ist aber schon ein Unterschied? Zumal gerade der Beschluß über säkulare Eheschließungen mal wieder deutlich zeigt, welch religiös-nationalistische Hardliner z.Zt. regieren…

    Natürlich haben auch schon vor, sagen wir 1880, Menschen in diesem Landstrich gelebt – Araber, Drusen, Juden und Christen. Aber eben sehr wenige. Insbesondere die Palästinenser behaupten aber, daß ihre Vorfahren schon seit Jahrtausenden diesen Landstrich bewohnen – und die Welt will ihnen glauben.

    Zu den von ihnen beharrlich angesprochenen „Spaltungstendenzen“ innerhalb der israelischen Gesellschft – gab es die, inclusive des Streites zwische Religiösen und Säkularen, nicht schon immer? Wenn sie etwas genauer hinschauen (und sich nicht ausschließlich auf die hiesigen Medien verlassen) könnte es so scheinen, als wär die israelische Gesellschaft gerade im Moment in den wirklich wichtigen, existentiellen Fragen einig wie nie zuvor…

    „So wie es heute aussieht wird keine Forderung der Palästinenser an die Israelis erfüllt, die gegen die Interessen der Israelis spricht. “

    Können sie mir bittebitte erklären, warum Politiker gegen die Interessen ihres Landes handeln sollen!? Insbesondere, wenn dieses Land sehr klein und von Todfeinden umgeben ist?

    (Und wenn Nationalstaaten Relikte des 20.Jh. sind, warum treten sie so vehement dafür ein, einen weiteren Staat zu etablieren? Oder auch zwei (Gaza)? Gibt ja auch erst 21 arabische Nationalstaaten…)

  29. Genau „David Galim“, Baruch Goldstein ist eines der gaaaanz wenigen Beispiele. Aber für bestimmte Leute ist ein israelischer Anschlag schlimmer als tausende arabisch/palästinensische. Läßt tief blicken, wie auch:

    „einer bei dem die Öffentlichkeit nicht zu vermeiden war.“

  30. @willow
    um dem Super-Patrioten „willow“ seine letzte Frage zu beantworten:
    Ein gewisser „Arzt“ namens Baruch Goldstein z.B., einer bei dem die Öffentlichkeit nicht zu vermeiden war.
    Opferzahl: 29, falls ich mich recht erinnere.
    MfG

  31. @ willow
    – Avigdor Liebermann bekam Probleme mit den Ultraorthodoxen, weil er das Schweinefleisch essen toleriert, und „Kein“ Gesetz dagegen initiieren will, er gilt zwar international, und auch bei mir radikal, aber nicht als gläubig!
    – Das dieser Landstrich, auf dem sich Israel heute wieder befindet keiner gelebt haben soll, das wage ich schlicht weg zu bezweifeln! Das können selbst sie nicht glauben. Wer sonst soll den da gelebt haben wenn nicht hauptsächlich Araber? Drusen? Juden? Christen? Ihr Argument ist lediglich eines, um in meinen Augen, die Vertreibungen der arabischen Bevölkerung zu relativieren!
    – Ich habe nicht einmal behauptet, dass radikale numerisch mehr Anschläge verübt haben als Araber, darum geht es schliesslich auch nicht. Mir geht es mit diesem Beispiel darum, darauf hinzudeuten, dass es eine Tendenz gibt, die zur Zersplitterung der jüdisch israelischen Gesellschaft führt. Ich will hier nichts aufwiegen, also lenken sie bitte nicht vom Thema ab!
    – So wie es heute aussieht wird keine Forderung der Palästinenser an die Israelis erfüllt, die gegen die Interessen der Israelis spricht.

    Fazit: Sie WOLLEN nicht verstehen!

    @ Schula
    Danke für die Korrektur, man kann nie genug lernen. Wie ich es bereits willow mitgeteilt habe, geht es hier nicht darum wer wen, wieoft attackiert hat. Es geht um den innerisraelischen Wandel, der wirklich für Israel gefährlich werden kann. Die Anschläge sind Symtome, keine Ursachen, dass sollte man mal begreifen lernen!
    Wir könnten so auch der Endlosschleife verfallen, wenn ich anfange die Feldzüge zb. gegen den Libanon oder im Gaza als Anschlagsäquivalent zu bezeichnen. Immer dann wenn Unschuldige getötet werden ist es Mord in meinen Augen, vor allem dann, wenn man die Tötung von Zivilisten billigend in Kauf nimmt.

    Leider treiben Menschen, die nicht gewillt sind, eigene Fehler einzugestehen beide Nationen ( für mich sind die Palästinenser eine Nation), Palästina und Israel in den Ruin! Nur hat hat Israel den längeren Hebel, sie können was verändern, sie haben die Macht! Die Palästinenser können nur zugucken was geschieht!
    Wer weiter so hartnäckig sein eigenes „vermeintliches“ Recht verteidigt, der macht das, was er eigentlich will kaputt! Eine HEIMAT!!!

    Mit Verlaub, aber sowas bescheuertes wie die Hartliner in Israel und Palästina kann keiner gebrauchen, Steinzeit, kann ich da nur zu sagen. Alle Grenzen öffenen sich, die Globalisierung steht unter Volldampf, die Nationalstaaten sind Relikte des 20 Jh. und was passiert dort? Wie lange noch? Wenn wir anfangen den Mars zu besiedeln? Oder unser Sonnensystem verlassen?

    MfG

  32. @Denn Kosteli

    Es tut mir Leid, aber sie sind einer Reihe von Irrtümern aufgesessen:

    – es ist einfach nur falsch, daß die Vorfahren einer Mehrheit der Araber seit „2000 Jahren“ in der Gegend leben. Ähnlich wie bei der jüdischen Bevölkerung sind auch die heutigen Palästinenser nach dem letzten Drittel des 19.Jh. eingewandert.

    – das Vorurteil „die Orthodoxen müssen nicht zur Armee und leben auf Kosten des Staates“ ist zwar weitverbreitet stimmt aber so nicht.

    – „Und die Orthodoxen stört es, dass erstere nach dem Gesetz Schwein essen dürfen, und sich nicht an die Religion halten wie es vorgeschrieben ist.“ zeigen sie mir bitte das Gesetz, nach dem Nicht-Orthodoxe Schwein essen dürfen…

    – wie viele Anschläge wurden bisher von „radikalen Juden“ verübt? Mit wie vielen Todesopfern?

    Im Ãœbrigen würde ihr „Friedensplan“ zwar dazu führen, daß die Maximalforderungen der arabisch-palästinensischen Seite erfüllt werden – aber ob das dann verbleibende Mini-Israel mit 60-70% palästinensischer Bevölkerung überlebensfähig wär… naja, für sie wohl kein wirkliches Problem.

  33. „ich denke, weiß es aber nicht – religiösen Gründen nicht arbeiten“

    Das ist ein Mythos. Man sollte nicht alles glauben, was einem in den Medien oder anderswo so verkauft wird.

    „die orthodoxen vom Wehrdienst befreit sind.“

    Grundsätzlich ja, aber die Orthodoxen überhaupt nicht.
    Was Sie meinen sind Gruppierungen der sog. Ultraorthodoxen, aber auch die dienen durchaus in der IDF („Nachal HaCharedi ist diese Armeeinheit http://www.nahalharedi.org/ )

    „Ich meine man kann sehr gut eine Analogie zwischen radikalen Juden und radikalen Moslems herstellen.“

    Ich hoffe, Sie können noch unterscheiden, daß es einen quantitativen Unterschied zwischen radikalen Gruppierungen gibt. Ihre Aufrechnerei beider Seiten wird den Tatsachen nicht im Ansatz gerecht. Ansonsten verharmlosen Sie bewußt den arabischen Terrorismus.

  34. @ Inan
    Natürlich hätte ich einen Lösungsvorschlag parat, jedoch würde dieser genau solche Personen wie sie dazu bringen, warum das so ungerecht gehandhabt wird, und auf der Seite der Araber würde es ebenfalls Menschen geben die schreiend und klagen rufen, warum wir, wir sind doch die Opfer.

    Zunächst einaml muss ich ihnen wiedersprechen, dass es nur Angriffskriege der Araber gab, dass sind in einigen Konfrontationen schlicht weg verdrehte Tatsachenbehauptungen. Hat die Israelische Armee doch auf bitten europäischer Nationen in die Suezkrise eingegriffen, um nur eine „Präventiv“maßnahme zu nennen. Man kann nicht immer Krieg damit begründen, dass wenn wir nicht angefangen hätten, es die anderen getan hätten, dass ist der Versuch von Geschichtsfälschung. Ich bezweifel keineswegs, dass einige arabische Staaten die Zerstörung des Staates Israel ( wie auch immer das aussehen mag) anstreben, aber ich bezweifel auch nicht im geringsten, dass sehr viele Israelis meinen, dass Gaza und Westjordanland Teil Israels ist, und entsprechend mit den Menschen, die dort die letzten 2000 Jahre gelebt haben entsprechend umgehen.
    Aber nun zu meinem Lösungsvorschlag:
    Mein Augangspunkt is die Überzeugung, dass die regierenden Araber die Schnauze voll von diesem Konflikt haben, genauso wie die Verbündeten Israels auf der westlichen Seite. Daher würde ich eine Blockade des gesamten israelisch/palästinensichen Gebietes fordern, und nur bei dem die Blockade Stück für Stück aufheben, der den Forderungen der UNO in den einzelnen Punkten entpricht, solange, bis es keine Blockade mehr gibt.
    Jeder der mir hier kommt mit “ Aber die Palästinenser wolen doch keinen Frieden“ oder “ Aber die Israelis wollen doch keinen Frieden“ sind genau jene Menschen die den Frieden blockieren! Auf beiden Seiten hat man sich an die Nase zu fassen.

    @willow
    Ich gebe dir in dem Pnkt recht, das es in der israelischen Gesellschaft einen Konsens darüber gibt, wie der Status Jerusalems zu regeln sei. Jedoch ist das nur eine Dimension einer möglichen Reibung. Die innerisraelischen Konfliktlinien, die ich meine, und wo ich glaube, dass sie den Staat Israel zerstören können, ist der Zwist zwischen sekularen und orthodoxen Juden. Erstere stört es, dass die orthodoxen vom Wehrdienst befreit sind, das sie auf Kosten der Gesellschaft leben, da sie aus – ich denke, weiß es aber nicht – religiösen Gründen nicht arbeiten und sich ihrer Religion hingeben. Und die Orthodoxen stört es, dass erstere nach dem Gesetz Schwein essen dürfen, und sich nicht an die Religion halten wie es vorgeschrieben ist. Das ist der Kern des Problems! Ich meine man kann sehr gut eine Analogie zwischen radikalen Juden und radikalen Moslems herstellen. Der radikale Moslem bringt andere Muslime um, die nicht nach den Regeln des Korans lebt, der radikale Jude sprengt ne Schwulendisko n die Luft. Der radikale Moslem zündet seine Bombe in einem israelischen Bus, um möglichst viele Zivilisten umzubringen, der radikale Jude stellt einen Van voll Sprengstoff vor eine arabische Schule. Aber dank der israelischen Polizei konnte die Zündung verhindert werden, und wie werden sie beschimpft von den radikalen Juden? NAZISCHWEIN!
    Wenn das so weiter geht, erlebt Israel das, was die Palästinenser bereits erlebt haben, eine Gesinnungsspaltung innerhalb der Gesellschaft. Dort Hamas, hier Fatah!
    Und dann hat ISrael ein dickes Problem, weil die Unterstützung von außerhalb unter solchen Umständen garantiert nachlassen würde.

    Mein Vorschlag wie oben genannt! Blockade für beide Seiten, die nur durch erfüllung der Auflagen der UNO nach und nach aufgehoben wird.

    Aber ich sehen es schon kommen, wieder besteht jeder auf SEIN vermeintliches Recht!

    MfG

  35. Herzlichen Glückwunsch, Arabische Liga!
    von David Harnasch

    Am 22. März 1945 wurde die Arabische Liga gegründet, David Harnasch setzt sich zum 65. Geburtstag des Staatenbundes mit den zwei aktuellen Themen der Liga auseinander: die „Arabische Charta der Menschenrechte“ und Israel und Palästina.

    Vor allem zu zwei Themen hört man von dem Staatenbund: 2004 wurde die „Arabische Charta der Menschenrechte“ verabschiedet, die freilich nicht bindend ist und ihre Anführungszeichen auch sonst redlich verdient – wobei man wenigstens hoffen darf, dass sie eines Tages bei der Demokratisierung der Region ähnlich segensreich wirkt, wie die KSZE-Schlussakte beim Niedergang der Sowjetunion. Das Schicksal der Palästinenser ist vorgeblich das andere große Anliegen des Vereins seit seiner Gründung. Grade deren Leidensweg beweist, dass keine Feinde braucht, wer solche Freunde hat.

    Dass Palästina tatsächlich an die Juden verloren wurde, hat die Arabische Liga bis heute weder akzeptiert, noch verstanden. Die Bauernopfer sind die palästinensischen Flüchtlinge und ihre Nachkommen in den arabischen Ländern, denen einerseits fundamentale Rechte vorenthalten, und andererseits Märchen von einer „Rückkehr“ ins israelische Kernland erzählt werden. Selbst unter prowestlichen, gebildeten, christlichen Libanesen erntet man blankes Unverständnis mit dem Vorschlag, die ins Land geflüchteten Palästinenser aus den Lagern zu lassen, ihnen Arbeit zu erlauben und sie gesellschaftlich zu integrieren. Dabei wäre das in der arabischen Welt hochgeschätzte Deutschland eigentlich ein gutes Beispiel, wie ein Land nach einer selbst verschuldeten Kriegsniederlage mit Gebietsverlusten Flüchtlinge integriert und wirtschaftlich auf die Beine kommt. Doch hierfür müssten die Fakten zunächst anerkannt werden – und die sind der Liga so gleichgültig wie das Leiden der Palästinenser, deren Chancen auf einen eigenen Staat die kompromisslose Haltung der Nachbarn bei exakt Null hält.

    Bereits der siebte Abschnitt der „Arabischen Charta der Menschenrechte“ zeigt, wie fern solche Fortschritte sind: „Alle Arten von Rassismus, Zionismus und Besatzung verstoßen gegen die menschliche Würde und sind ein Haupthindernis bei der Ausübung fundamentaler Völkerrechte; all diese Praktiken müssen verurteilt und eliminiert werden.“

    http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&item=4863

  36. Wow! Ein Jubiläum! Jane hat tatsächlich mal etwa Zutreffendes geschrieben:

    „Den Juden wurde auch kein Staat in Aussicht gestellt, sondern lediglich eine „nationale Heimstätte“.“

    – und dabei wär es wohl auch geblieben, wenn die radikalen arabischen Kräfte es zugelassen hätten. Stattdessen wurde der den Radikalen wohl zu wenig islamistische arabische Herrscher umgebracht und der Versuch gestartet, die Juden (die inzwischen schon etliche Erfolge bei der Urbarmachung des Landstrichs erreicht hatten) umzubringen oder zu vertreiben. Wohlgemerkt, nachdem der Völkerbund mehr als zwei Drittel des Mandatsgebietes „den Arabern“ exklusiv zugesprochen hatte d.h. alle Juden wurden vertrieben.

    Dann kommen natürlich wieder die Jane-Halbwahrheiten:

    „Seit Jahren erneuert die Arabische Liga ihr Angebot an Israel, dasselbe voll und ganz anzuerkennen und normale Handels- und diplomatische Beziehungen einzleiten, wenn Israel seine eigenen Grenzen endlich anerkennt und der Gründung eines palsätinensischen Staates jenseits der Grünen Linie mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zustimmt.“

    – haben sie nicht das Rückkehrrecht für *alle* Nachkommen *aller* palästinensischen Flüchtlinge „vergessen“!? Der palästinensische Staat soll also alle Gebiete „hinter der grünen Linie“ inklusive der Jerusalemer Altstadt und Ölberg bekommen, Israel dagegen zusätzlich zu seinen 20% arabischer Bevölkerung noch 7-8 Millionen palästinensische Neubürger aufnehmen!? Klingt total verlockend, zumal für die jüdischen „Vertriebenen“ (es wurden mehr Juden als Araber vertrieben) keinerlei Kompensation eingeplant wird…

    Alles in Allem, sie fordern von Israel, Selbstmord zu begehen und bezeichene dies als „Frieden“!

  37. @Willow

    ’nennen sie ein Beispiel dafür, daß die arabisch/palästinensische Seite jemals Zugeständnisse gemacht hätte! ‚

    Die Palästinenser haben das größt mögliche Zugeständnis überhaupt gemacht, sie haben Israel anerkannt und zwar genau in den Grenzen, in denen es vom Großteil der Welt anerkannt ist. Sich danach noch auf diesen absurden Oslo-Prozess einzlassen, anstatt auf umgehende gegenseitige Anerkennung zu bestehen, war ein einziges großes (und leider ziemlich unsinniges) Zugeständis an die Israelis, denn es war in jeder Hinsicht zu Ungunsten der Palästienser formuliert und öffnete diesem ‚Unfriedens-Prozess‘ den Israel nutzte, um das Territorium eines potentiellen palästinensischen Staates an sich zu reißen, Tür und Tor.

    Weiterhin: Seit Jahren erneuert die Arabische Liga ihr Angebot an Israel, dasselbe voll und ganz anzuerkennen und normale Handels- und diplomatische Beziehungen einzleiten, wenn Israel seine eigenen Grenzen endlich anerkennt und der Gründung eines palsätinensischen Staates jenseits der Grünen Linie mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zustimmt. Auch dieses Angebot wurde Israel erstmals mit der ausdrücklichen Billigung Arafats unterbreitet. Seither wurde es viele Jahre immer wieder erneuert.

    Bisherige Reaktion seitens Israel – Kein Anschluss unter dieser Nummer.

    So kann es mit Frieden eben nichts werden.

  38. @Simcha

    ‚rhr ständiges zurechtlügen von tatsachen geht mir auf den Senkel. durch die balfour deklaration stand schon seit 1917 fest, daß es einen jüdischen staat geben wird. hören Sie auf, anderen ständig vorzubeten, israel gebe es ausschließlich wegen der shoa und die palästinenser müßten die rechnung des deutschen Völkermordes dafür tragen. ‚

    Wortlaut der BalfourDeklaration:

    „Die Regierung Seiner Majestät betrachtet die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina mit Wohlwollen und wird alles dafür tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei klar sein muss, dass nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status von Juden in irgendeinem anderen Land beeinträchtigen könnte.“

    Noch vor der Ausrufung des israelischen Staats wurde die Hälfte der muslimsichen Bevölkerung gewaltsam vertrieben.

    ‚Dass Palästina die historische Heimat der Juden war, unterlag keinem Zweifel. Doch als 1914, zehn Jahre nach Herzls Tod, der Erste Weltkrieg ausbrach, lebten dort nur etwa 55 000 Juden neben 600 000 Arabern. Insofern kam den in der Balfour Declaration enthaltenen Einschränkungen erhebliche Bedeutung zu. So sollten die Rechte der nichtjüdischen, sprich: der arabischen Gemeinschaft im Lande respektiert werden. Den Juden wurde auch kein Staat in Aussicht gestellt, sondern lediglich eine „nationale Heimstätte“. Dieser Begriff war im Völkerrecht bis dahin unbekannt, und die Worte „in Palästina“ definierten auch kein Territorium. Gleichwohl bedeutete das Dokument für die zionistische Bewegung einen gewaltigen Prestigegewinn. In Millionen von Exemplaren wurde es weltweit in den jüdischen Gemeinden verbreitet und sogar über deutschen und österreichischen Städten aus Flugzeugen abgeworfen.‘

    Die Briten hatten das Kunststück fertiggebracht, den Zionisten mit der Balfour Declaration dasselbe Territorium in Aussicht zu stellen, das sie zuvor auch schon den Arabern versprochen hatten. Nun behielten sie es selbst. Im April 1920 teilten sich Großbritannien und Frankreich auf der Konferenz in San Remo ihre Kriegsbeute. Die Briten unterstellten Palästina und den Irak ihrer Herrschaft, die Franzosen taten das Gleiche mit Syrien und dem Libanon. ‚

    Aus http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/art15504,2412723

    So simpel ist es halt mit der Geschichte nicht Simcha, wie Sie es sich hier zurechtrücken.

  39. @Inan

    Haben Sie schon mit der israelischen Armee über Ihren Plan gesprochen? Mich interessiert, wieviele Soldaten man für diesen Krieg benötigt und woher die kommen sollen.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Olaf

  40. Je mehr ich über die Probleme lese, die Israel mit etlichen Nationen zur Zeit hat und wenn ich lese, dass Israelis denken, dass der Kern des Problems darin liegt, dass in diesen Nationen die tatsächliche Lage nicht differenziert gesehen und verstanden wird, desto mehr habe ich den Eindruck, dass auch niemand die tatsächliche Problematik verstehen will. Vielmehr hat jede Regierung ihre eigene Agenda, die sie mit Druck auf Israel und auf Kosten Israels durchsetzen will. Darüber hinaus ist ihnen allen Israel wurscht und die Palästinenser natürlich auch. Na, das wird was geben ….

  41. Zu dem von Michal verlinkten Arikel (den Heplev lediglich übersetzt hat) haben sie nicht zu sagen, keine Argumente? Nun, dann ist es verständlich, daß die Seite schlecht ist …

  42. für nick „willow“: Sofern man auf Sites verweist, auf denen offenbar nur Hardcore-Zionisten zu Wort kommen sollen (durch zensur-ähnliches Eingreifen z.B.) ist man schwerlich „politisch korrekter“ als die Verfasser gezielt anti-israelischer Presseartikel!

  43. @Denn Kosteli

    Ihr Beitrag gibt die gewgenwärtige Mainstream-Ansichten wider, was nicht automatisch bedeutet, daß diese Ansichten zutreffend sind. Nur Denkanregungen:

    – wenn sie sich die letzten hundert Jahre ansehen, war es nicht immer die jüdische, später israelische Seite, die Kompromisse einging? Ob es nun um die Aufteilung des Völkerbundmandatsgebietes ging, den Teilungsbeschluß der UN (der den Juden gegenüber extrem ungerecht war), das Friedensabkommen mit Ägypten oder den Osloprozess… nennen sie ein Beispiel dafür, daß die arabisch/palästinensische Seite jemals Zugeständnisse gemacht hätte!

    – zu Israel, wenn der „Abstand“ zwischen den Lagern immer größer wird, wie erklären sie sich die hohe Ãœbereinstimmung in der „Jerusalemfrage“? Wie erklären sie sich, daß über 90% der Israelis Lagerübergreifend weitere einseitigen israelischen Zugeständnissen entschieden ablehnen, weil sie Israel einseitig schaden ohne einem Frieden näherzukommen? Wobei eine Mehrheit der Israelis -wenn Israels Ãœberleben davon nicht bedroht wird- für einen weiteren Palästinenserstaat sind.

    – welchem arabischen Staat hat Israel jemals mit Vernichtung gedroht? Die Gegenseite dagegen, auch führende Kräfte der „gemäßigten“ Fatah, fordern nach wie vor offen die Vernichtung Israels und machen kein Geheimnis daraus, daß sie Friedensabkommen als Schritt auf diesem Weg ansehen, eben weil Israel geschwächt wird!

  44. „Das Problem sind solche Menschen wie z.B. der Kommentator Inan, oder allgemein Menschen, die keinen Kompromiss eingehen wollen, die nicht einen spaltbreit zurücktreten, um den Wünschen des anderen auch zu entsprechen, dass Problem sind militärische Mittel, die unausgewogen in den Händen von genau solchen Menschen liegen.!

    Nun, die Araber hatten mehrmals die Möglichkeit, mit Israel Frieden zu schließen. Sie haben dem jungen jüdischen Staat, hinterrücks den Krieg erklärt und mit mehreren Armeen eben jenen angegriffen, und kläglich verloren. Krieg erklärt, Krieg verloren. Ergo? Die Antwort geben Sie mir. Die Liste der Aktivitäten seitens der PLO ist lang, ebenso die der Fatah und Hamas. Jedes, ich wiederholde, jedes andere Land auf diesem Planten hätte die PA des Platzes verwiesen, sie weder eingebürgert noch Lebensmittel zukommen lassen. Klar der Krieg in Gaza war unverhältnismäßig. Aber die ganze Situation im NO ist unverhältnismäßig schwierig. Meiner Empfehlung, welche zugegeben an den Haaren herbeigezogen und aus den Fingern gesogen ist, und nicht wirklich ernst gemeint war, ist wenigstens ein Lösungsansatz, wenn auch nicht ein guter, keine Frage. Doch was haben Sie anzubieten? Sie erklären eine Situation, die allseits bekannt ist, bieten keinen Lösungsansatz. Und dass solche Menschen, wie icke, das PROBLEM sein sollen, erklären Sie mir bitte nochmals, denn anscheinend bin ich zu dumm, um zu verstehen. Und Israel wird die Konfrontation suchen, denn jedes Einlenken, wird im Orient als Schwäche aufgefasst, und diese können sich die Israelis nicht leisten. Obwohl meist genau das Gegenteil der Fall ist. Stärke hat der, der auch Fehler zugeben kann, der der auch mal Nein sagt und auch der, der Frieden will. Letzteres ist ein Menschheitstraum.

  45. Ich bleibe dabei, Netanjahus Rede ist eine Zumutung für den Rest der Welt.-

    Auch das Truman Zitat:

    “ …sondern (Israel) als die Verkörperung der großen Ideale unserer Zivilisation.”

    zeigt einen ganz anderen Zeitgeist. Leider verkörpert Israel heute nicht mehr die großen Ideale unserer Zivilisation. Ganz im Gegenteil, es geht einen illegalen und äußerst besorgniserregenden, einsamen Weg. Einen Weg der arroganten Konfrontation und des ewigen Beharrens auf Unmögliches. Und dann klagt es auch noch über schlechte Presse. Meine Sorgen wachsen.

  46. Das Problem im Nahen Osten, ist nicht Iran, auch nicht die Araber und auch nicht Israel! Das eigentliche Problem ist die Idee einer Heimat, die Engstirnigkeit und das fehlende Verständnis für die andere Seite!
    Die Juden wollen nach Jahrtausenden eine Heimat, und Sicherheit vor der Verfolgung, weil man anders ist, jüdisch halt.
    Die Palästinenser wollen auch eine Heimat, die leider genau dem gleichen Territorium entspricht, wie die ersehnte Heimat der Juden!
    Die Iraner wollen offenbar die Führung in der muslimische Welt übernehmen, daher instrumentalisieren sie den Konflikt zwischen Palästinenser und Juden. Das bedeutet aber auch, dass nicht der Iran schuld an diesem Konflikt ist, weshalb das Problem im Nahen Osten NICHT der Iran ist, der schürt nur die Emotionen, die daraus entstehen.
    Wo ist nun das Problem?
    Das Problem sind solche Menschen wie z.B. der Kommentator Inan, oder allgemein Menschen, die keinen Kompromiss eingehen wollen, die nicht einen spaltbreit zurücktreten, um den Wünschen des anderen auch zu entsprechen, dass Problem sind militärische Mittel, die unausgewogen in den Händen von genau solchen Menschen liegen. Es gibt auf der Seite der Palästinenser, die haben die Schnauze voll, die wollen kein Problem mit den Juden habe, und es gibt Menschen auf jüdisch israelischer Seite, die wollen ebenfalls Frieden haben, do die Hartliner in ihren eigenen Lagern lassen diese Menschen nicht zu! Wären die Palästinenser die Stärkeren, würden sie genauso mit den Juden umgehen, wie sie es nun mit den Palästinensern tun. Nicht mehr, und nicht weniger!
    Das die ISraelis am längeren Hebel sitzen ist wohl kaum zu bestreiten, aber sie haben ein sehr sehr großes Problem! Es ist kein Äusseres, sondern ein Inneres, weshalb ich mir recht sicher bin, dass Israel in dieser Form nicht lange bestehen bleibt!
    Durch die Nahostsituation ist in beiden Lagern eine Radikalität entstanden, deren Dynamik immer mehr an Fahrt aufnimmt. Die Palästinenser wurden bereits gespalten in HAMAS und FATAH. In Israel gibt es zwar Parteien, und eine Demokratie in ihrem Sinne, aber die Flügel entfernen sich immer mehr voneinander. So hat die Radikalität in Israel ebenfalls stark zugenommen, damit meine ich die radikalen (schas-Partei) und z.B die von Livni (Kadima). Es gibt einen Konflikt zwischen sekularen Juden und den fundamentalistischen. Egal wie es kommt, nur eine Annäherung un Eingeständnisse an die Palästinenser kann dieses innere Problem lösen.
    Sucht ISrael weiter die Konfontation, nehmen die Radikalen bei den Palästinensern zu. Neben dadurch die Beschüsse und Anschläge zu, Werden die Israelis immer radikaler. Gibt es immer radikalere Israelis, gerät Israel 1. International immer mehr in Kritik 2. Werden die innerpolitischen Reibungen immmer stärker!
    Daher komme ich zum Schluss, wenn Israel – weil sie am längeren Hebel sitzen – keine Eingeständnisse macht, wird es nicht lange ein ISrael geben!

  47. herr fischinger, ich habe nichts anderes von ihnen erwartet.
    Ende.

    herr galim, ich weiß es auch nicht. ich habe nur eben nicht sie angesprochen. diejenigen die es betrifft, wissen es aber genau.

  48. Ich weiß nicht, ob ich ein wirklich „anständiger“ Bürger bin (?) …Nur darum ging es ja nicht, sondern um Ihre besonders hervorgehobene Konnotation des Statements.

    (auch wenn Sie partout das letzte Wort haben möchten, für mich ist das Thema jetzt abgehandelt.) 🙂

    David

  49. im übrigen herr Galim. der verweis auf die engliche presse macht die deutsche leider nicht besser. das ist daher ein sehr schwaches argument.ich hoffe, die mazzen werden ihnen an pessach schmecken und nicht wieder hochkommen. ich meine so als anständiger deutscher staatsbürger.

  50. Betr. nick „simcha“: >>…fällt mir immer wieder gerade bei Deutschen auf. Eine Heuchelei…<<
    Mit Verlaub auf die private Moral-Keule zu antworten: Auch ich bin deutscher Staatsbürger (wenn auch noch anderweitig angehörig) und schon gar kein Heuchler, da Aspie-Autist. Das heisst: immer schön deutlich und klar heraus.
    Dies soweit zur Routine-Entrüstung. Dazu noch ein kleiner Tip in Sachen Unzufriedenheit mit Äußerungen von Leuten in deutschen Medien. Lesen Sie mal beispielsweise und zur Abwechslung die englische Presse, verehrte simcha. Ich denke da würde wohl gerade Ihnen Ihre letzte Pessach-Matze hochkommen. Das allerdings dann ganz ohne moralin-saures Aufstoßen…

  51. @Gunnar Bluhm

    Wisses sie, wie Jordanien nach der Eroberung der Altstadt mit den jüdischen Gebäuden, mit den Synagogen und Gräbern umgegangen ist? Wissen sie, wie viele Synagogen zerstört, wie viele Gräber geschändet wurden?

    Bei den Friedensverhandlungen wurde auch über Jerusalem gesprochen, Israel ist durchaus bereit, etliche Viertel „Ostjerusalems“ an den zukünftigen Palästinenserstaat zu übergeben… nur:

    – die aktuell sooo angeprangerten Bauvorhaben liegen allesamt in einem Teil Jerusalems, der nach allen bisherigen Verhandlungen bei Israel bleiben wird.

    – die arabisch/palästinensischen Bewohner der Viertel, die übergeben werden könnten, haben inzwischen ganz überwiegend die israelische Staatsbürgerschaft, warum wohl?

  52. Berlin, d. 24.03.2010

    Ich kann die Rede von B. Netanyahu – fast – vollständig unterschreiben; finde sie sehr beeindruckend.
    Nur – muss ganz Jerusalem unbedingt die Hauptstadt des Staates Israel sein ? Sollte in dieser Frage nicht doch ein Kompromiss möglich sein ? Mit Jerusalem hätte Israel bei den Verhandlungen ein Pfund in der Hand, mit dem es wahrlich wuchern könnte.

    Freundliche Grüße
    G. Bluhm

  53. @Jane
    rhr ständiges zurechtlügen von tatsachen geht mir auf den Senkel.
    durch die balfour deklaration stand schon seit 1917 fest, daß es einen jüdischen staat geben wird. hören Sie auf, anderen ständig vorzubeten, israel gebe es ausschließlich wegen der shoa und die palästinenser müßten die rechnung des deutschen Völkermordes dafür tragen.

    @ Fischinger

    sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, israel wäre wie der iran, der sich die vernichtung des Irans auf die Fahnen geschrieben hat (und kommen sie nicht mit den dummen übersetzungsfehlern). wer Israel mit einem dikatorischem regime vergleicht, der hat nicht viel verstanden.

    „Ein Staat am Pranger

    Man darf bezweifeln, dass das allein brennender Anteilnahme am Schicksal unterdrückter Palästinenser geschuldet ist. Denn die wird Opfern anderswo in der Welt zu oft vorenthalten.“

    http://www.welt.de/die-welt/debatte/article6865338/Ein-Staat-am-Pranger.html

    vor allem die bestätigung des satzes fällt mir immer wieder gerade bei deutschen auf. eine Heuchelei sondergleichen.

  54. Ob das gut ist oder eher schlecht – zu allen Zeiten wurden Kriege geführt und die Sieger haben in der Regel gewonnen. Fertig. Da plötzlich, gerade wenn Israel seine Grenzen nach einer Reihe von gewonnenen Kriegen bestimmen und auch dazu verhandeln will, wird plötzlich das Völkerrecht entdeckt und werden Wege gesucht, dieses gegen Israel anzuwenden. Sollte das je erledigt sein, ist es bestimmt damit wieder vorbei und alle machen, was sie können. Wann wäre es zum Beispiel mit dem Völkerrecht vorbei? Na etwa, wenn die Araber zusammen mit dem Iran und den Palästinensern Israel besiegt hätten, spätestens dann gäbe es vielleicht noch ein wenig Geschrei in den Medien oder auch nicht, aber keiner würde auch nur einen Finger rühren, um Israel wieder herzustellen. Oder kann sich jemand vorstellen, dass z.B. deutsche (französische, englische usw.) Truppen eingesetzt würden, um einen solchen Sieg zu korrigieren? Vollkommen absurd, nicht? Es gibt also letztlich nur ein einziges Land, das mit oder ggf. auch ohne Völkerrecht die Sicherheit Israels garantiert und das ist … ISRAEL. Also sollte man nicht in einer Tour Israel in seine Sicherheitsvorstellungen hinein reden und, wenn man keine robusten Garantien anzubieten hat, lieber die Klappe halten.

  55. Baut die Siedlungen aus, weist die Palästinenser als Bürger 3 Klasse aus, greift weiterhin Gaza an, tötet weiter zielgenau Terroristen und Waffenschmuggler, aber sorgt endlich für RUhe da unten liebe Israelis. Wir haben keine Lust mehr auf die Spielchen der Araber, seit Jahrhunderten macht dieses Volk nur bullshit. Mehr als ein dutzend arabische Staaten kriegen keine Pan Arabien hin, was für Klappfliegen. Im Vereinten liegt die Kraft, siehe EU(lol), siehe USA. Aber das werden diese Kameltreiber nie, niemals verstehen. Ich bin für Israel, gegen eine PA Staat, denn dieser wird Israel immer, immer feindlich gegenüber stehen. Keine 2 Staaten Lösung, bis Ägypten und Syrien nicht in die Demokratie gebombt wurden und die Menschen endlich frei sein können von ihren Herrscherfamilien, die sie seit Jahrzehnten unterdrücken, und somit den Islamismus fördern. Nicht Israel ist das Problem, sondern die arabischen Mächtigen, allen voran Mubarak, der Vampir. Aber auch Syrien und der Iran. Krieg erklären, den Kurden ihr Land zurcükgeben,mit Israel eine gemeinsame Grenze ziehen und den Irak auflösen. Nordirak geht an die Kurden, der Süden um Basra geht an den Iran und der Rest wird nochmals zwischen Israelis und den Kurden aufgeteilt. Sie sind die mitunter die ältestens Völker in dieser Region. Die Araber kamen viel später aus der Wüste hierher, und dahin schicken wir sie auch wieder hin. Wunschdenken? Mag sein. Aber wer keine Wünsche und Ziele hat, mögen sie noch so verworren klingen, wird niemals etwas erreichen können.

    In diesem Sinne.

    Inan

  56. … Irans schamlose Ankündigung nukleare Bomben zu entwickeln…

    Israel seinerzeit hat das nicht einmal angekündigt, sondern heimlich still und leise getan.

    … Israel muss immer das Recht bewahren, sich selbst zu verteidigen….

    Selbstverständlich! Viele Leute erkennen in Israels Aktionen allerdings eine beträchtliche „Notwehrüberschreitung“.

    …. Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem ist nicht zu leugnen. Das jüdische Volk hat vor 3.000 Jahren in Jerusalem gebaut, und das jüdische Volk baut heute in Jerusalem.

    Jerusalem ist keine Siedlung. Jerusalem ist unsere Hauptstadt…..

    Ja, Israel verhält sich genau so. Das ist und bleibt jedoch im höchsten Maße illegal.

  57. Juden haben nach dem Krieg einen in großer Ãœbereinstimmung der Weltgemeinschaft ihren Staat bekommen. Das ist prinzipiell gut, vor allem vor dem Hintergrund des Völkermords an den Juden in Deutschland. Tatsächlich geschah das auf Kosten der Palästinenser, die den deutschen Völkermord in keiner Weise zu verantworten haben. Das ist nicht gut und es sollte nicht allzu schwer sein zu begreifen, dass die Palästinenser ganz und gar nicht einsehen wollen, warum sie diese ‚Rechnung‘ bezahlen sollten. Eingedenk der Ãœbermacht und der realen Existenz Israels hatten sie sich freilich unter der Führung Arafats pragmatisch mit dem ‚Möglichen‘ abgefunden und Israel anerkannt.

    Das war 1993. Seither stellt die israelische Führung das primäre Hindernis für eine Friedenslösung dar, da sie die UNO-Beschlüsse zur Sache und das Völkerrecht nicht akzeptieren mag und sämtliche Verhandlungen von Winkelzügen gekennzeichnet waren, die echte Lösungen eher aus dem Weg gingen und auf eigene Faust über die eigenen, soweit akzeptierten Grenzen siedelt und in großem Umfang investiert, was de facto kein Staat anerkennen kann, ohne sich gegen das akzeptierte Völkerrecht hinwegzusetzen. Es ist auch nicht einzusehen, dass die Palästinenser noch mehr verlieren, als das was sie ohnehin unwiderbringlich verloren haben.

    Israel ist auch keineswegs das friedfertige Opfer, das immer wieder angegriffen wurde. Oft handeltes es sich um sogenannte Präventivkriege oder auch um unerklärte Kriege, wie den Plan Dalet, der eine Kriegserklärung an die zivilie palästinensische Gesellschaft war und zum Exitus der Hälfte der palästinensischen Bürger jener Zeit führte.

    Bevor Lösungen im Nahen Osten überhaupt möglich werden könnten, müsste mehr Ehrlichkeit in die Debatte einkehren. Die Gegensätze Holocaust/Juden/Opfer von Völkermord gegen Palästinenser ist schlicht unfair.

    Die westliche Wertegemeinschaft beruht heute auch auf einer ganz anderen Grundlage, als dies noch vor 100 Jahren der Fall war. Kolonialismus und das willkürliche Verschieben von Grenzen sollten nach dem Willen der westlichen Mächte seither ein Ende haben. Israel ist das einzige Land, welches sich zu dieser Wertegemeinschaft bekennt, ohne jedoch diese grundlegende Maxime zu akzeptieren. Mit der Nibelungentreue zur Israel machen sich westliche Staaten daher in der Welt recht unglaubwürdig und ziehen den Zorn der muslimischen Welt, die sich durchaus immer wieder auch kooperativ und kompromissbereit zeigte, nicht ohne Grund auf sich.

    Die westliche Gesellschaft, die USA und Europa haben es Israel freilich bislang recht einfach gemacht und vor deutlichen Worten und Konsequenzen zurückgeschreckt.

    Es bleibt zu hoffen, dass das mal ein Ende nimmt, aber früher wäre besser gewesen. Es hätte eine Menge Leid auf allen Seiten und auch die Verschwendung von horrenden Summen gespart.

  58. David, könnte es nicht auch sein, dass ein Nachgeben und eine Reduktion Israels auf die Grenzen von 67 das Land in einen Zustand versetzen würde, der es dann den Gegnern deutlich erleichtern würde, schließlich Israel doch „von der Landkarte zu wischen“ oder wie die mörderischen Pläne sonst noch geäußert werden. Zudem hat Israel die ihm aufgezwungenen Kriege gewonnen und dabei auch Land gewonnen. Das meiste wurde zurück gegeben. Das Wenige, das Israel u.a. aus Sicherheitsgründen behalten möchte, sollte es doch so behalten, wie das alle Nationen in vergleichbaren Fällen tun. Die Beispiele sind zahllos.

  59. Netanyahu kann sich doch all diese albernen Reden sparen. Er sollte sagen, dass Israel keinen Fussbreit vom Stadtgebiet von J’lem abgeben will, und zwar unter keinen Umständen! Gleichzeitig sollte er aber auch allen jüdischen Bürgern mitteilen, dass sie ihre Shalom-Betereien einstellen können, denn solches wird es niemals geben, die Militär-Oppression wird weiter bestehen und die alltägliche Unsicherheit ebenfalls. Zu fürchten ist allerdings sehr, dass die laute Klopferei an jede Tür bezügl. des finsteren Irans künftig auf immer weniger Resonanz (incl. USA) stossen dürfte. Wie sie das diplomatisch hinbekommen wollen bleibt ein echtes Mirakel und dürfte kaum ewig durchzuhalten sein. Denn eines scheint ebenfalls klar zu sein: der Iran wird bis zu seinem Ziel weiter aufrüsten; und so mit ihm zu verfahren, wie seinerzeit mit dem irakischen Reaktor, wird aus mehreren Gründen misslingen. Erstens ist der Iran auf jeglichen (potentiellen) Angriff drauf eingestellt, hat eine enorme territoriale Größe und hat wohl längst alles ausserordentlich dezentralisiert. Und eventuelle Hilfe aus den USA ist höchst zweifelhaft, zumal die ja reichlich mit Afghanistan, Pakistan und Irak genug am Halse haben. Eines ist jedenfalls absehbar: die diplomatische Isolation Israels wird schleichend stetig zunehmen – vielleicht überhaupt die Strategie des Iran. Und dann rückt das Szenario eines „Befreiungsschlages“ immer näher, mit all seinen Konsequenzen, besonders für die Zivilbevölkerung. Zugegeben, solch hartes Brot auszuteilen ist allemal unangenehmer als patriotische Reden vor den amerikanischen Israel-Lobbyisten zu halten. Gerade in den USA macht sich – ganz langsam noch – ein Bewusstsein breit, dass der (bisher) super-enge Gleichschritt mit Israel für die Amerikaner einen immens hohen Preis in Sachen Security & Economy bedeutet, welcher wohl nicht auf ewige Dauer gezahlt werden möchte. Netanyahu täte gut daran, seine Staatsbürger aud diese Entwicklung drauf einzustimmen.

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