Berlusconis größter Wunsch: Israels Beitritt zur EU

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Italiens Premierminister Silvio Berlusconi hat sich für einen Beitritt Israels zur Europäischen Union ausgesprochen. Der Regierungschef war am Montag mit militärischen Ehren in Israel empfangen worden. Zu Beginn seines dreitägigen Besuches sicherte er dem jüdischen Staat seine Unterstützung zu…

inn – Israel gehöre zu den fünf Ländern, die Italien am nächsten stünden, sagte Berlusconi bei einem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. „Ihr könnt Euch in jeder Angelegenheit um Unterstützung bei der internationalen Staatengemeinschaft an uns wenden. Das möchte ich Euch versprechen, das ist nicht nur meine Position. Das ist auch die Position der gesamten italienischen Regierung und des Volkes“, versicherte Italiens Regierungschef. So lange er in der Politik aktiv sei, sei ein Beitritt Israels in die EU sein größter Wunsch.

Netanjahu bezeichnete Berlusconi als einen der „größten Freunde Israels“. Er warnte in dem Gespräch vor der nuklearen Bedrohung durch den Iran. Die Menschheit stehe derzeit ihrem schwierigsten Test seit dem Zweiten Weltkrieg gegenüber. „Die nächste Generation wird lernen, wie Regierungen und Führer während dieser Krise gehandelt haben. Die Führer müssen Entschlossenheit und Mut zeigen, um das Böse rechtzeitig zu stoppen“, so Netanjahu. Er lobte den italienischen Regierungschef. Dieser habe eine klare Vision, Entschlossenheit und den Mut eines wirklichen Führers. Man könne nur hoffen, dass sich die Führer der freien Welt gegen die Gefahr vereinen.

Berlusconi war mit acht Ministern in Israel eingetroffen. Bei einem Besuch auf dem Herzlberg in Jerusalem hatte er einen Baum gepflanzt. Später hatte er die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem besucht und dort einen Kranz niedergelegt. Am heutigen Dienstag stehen erstmals gemeinsame Kabinettssitzungen auf dem Programm. Am Mittwoch ist eine Rede Berlusconis vor der Knesset geplant. Diese seltene Ehre wurde bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel zuteil.

Vor seinem Rückflug am Mittwochabend will Berlusconi noch nach Bethlehem zu Gesprächen mit Vertretern der palästinensischen Regierung reisen.

D. Nowak

5 Kommentare

  1. Silvio Berlusconi und Gianfranco Fini sind sich über ihre Sympathie für Israel einig. In einem Interview betont Fini der Antisemitismus sei heute ein „Anti-Zionismus“, der die Sache des Islam fördere. Er sieht darin eine noch „schlimmere Sache“ und warnt vor der Islamisierung Europas. Er erkennt in den Linken und Liberalen die Trojanischen Pferde der Mullas.
    Den Handel mit dem Iran sieht er als „Blindheit“, meint aber auch, dass in Europa die Zeit des Erwachens naht. Wilders und andere Parteien werden die wichtigen Warnungen vor dem Islam, wie sie führende Intellektuelle längst formulierten, aufgreifen und Europa wieder zur Heimat der Europäer machen.
    Gott helfe ihm!

  2. Haha. Irgendwie auch zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Sami, kein Grund neidisch zu sein. In Berlusconis Amtszeit haben sich die Geschäfte zwischen Italien und dem Iran vervierfacht und belaufen sich jetzt auf über 10 Milliarden $ jährlich.
    Israels Freunde sind oft genug nicht nur peinlich, sondern auch falsch.

  3. Als Jude aus der Türkei frage ich mich: Wo legen eigentlich die Grenzen Europas? Warum klappt es mit der Türkei EU Beitritt nicht? Was steckt denn wirklich dahinter?
    Und bevor der Mafiosi Berlusconi leere Versprechungen macht, die er nicht einlösen kann, sollte er die EU dazu bewegen sich gerecht – ohne für Israel Partei zu ergreifen - für den Frieden zwischen  Palastina und Israel einzusetzen.

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