TV-Radar: haGalil Fernsehtipps

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Vom 01.01. bis 15.01.2010 …

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Fr, 1. Jan · 17:30-18:00 · BR
Am heiligen Fluss

Entlang des Jordans, dem von Legenden umwobenen Fluss, in dem sich Jesus der Überlieferung nach taufen ließ, befindet sich eine der schönsten, kargsten und kulturell interessantesten Landschaften des heiligen Landes: das Jordantal.

Der Israelkorrespondent Richard C. Schneider hat sich dort auf eine faszinierende Reise begeben, durch Gegenwart und Vergangenheit gleichermaßen, vom See Genezareth bis nach Jericho. Er begegnet Israelis und Palästinensern, trifft eine deutsche Jüdin aus Berlin, die den Kibbutz Kfar Ruppin mit aufgebaut hat und die mit ihren über 90 Jahren noch immer voller Energie und Plänen steckt. Er ist dabei, als eine archäologische Sensation entdeckt wird, und taucht ein in das bunte Treiben arabischer Kamelmärkte in Jericho. Die Reportage ist eine Reise in das heiße Herz Israels, bei Temperaturen, die mit 45 Grad und mehr einem Backofen gleichen.

Fr, 1. Jan · 23:50-01:40 · BR
Die Spiele der Frauen

Die leichtlebige Aristokratentochter Gilda Bessé lernt 1933 in Cambridge den zurückhaltenden Studenten Guy kennen. Obwohl sie charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnten, stürzen sie sich in eine kurze, leidenschaftliche Affäre, bevor sie sich wieder trennen. Drei Jahre später bekommt Guy überraschend einen Brief aus Paris – von Gilda. Noch am selben Tag lässt er seine bürgerliche Existenz hinter sich, reist in die französische Metropole und zieht bei Gilda und ihrer spanischen Freundin Mia ein.

Der exzentrisch-ausschweifende Lebensstil des Trios wird bald immer stärker von Hitlers bedrohlich wachsender Macht überschattet. Als der Spanische Bürgerkrieg ausbricht und Mia und Guy sich im Gegensatz zu der anscheinend politisch völlig desinteressierten Gilda den spanischen Antifaschisten anschließen wollen, kommt es zum Bruch zwischen den Freunden. Sechs Jahre später kehrt Guy, der inzwischen für den britischen Geheimdienst arbeitet, nach Paris zurück, um die Résistance zu unterstützen. In einem Restaurant trifft er zufällig Gilda wieder – an der Seite eines deutschen Majors. Guy ist fassungslos über Gildas Allianz mit den Nazis. Er ahnt nicht, dass sie keineswegs die gedankenlos-dekadente Frau ist, für die er sie hält. Fast zu spät erkennt er, dass er Gilda, die er immer noch liebt, jahrelang völlig falsch eingeschätzt hat.

Sa, 2. Jan · 00:35-02:20 · SWR
Henning Mankell: Die Rache des Tanzlehrers

Die Ermordung des pensionierten Polizisten Herbert Molin stellt die Ermittler vor einige Rätsel: Blutige Fußabdrücke am Tatort weisen ein eigenartiges Muster auf – als hätte der Mörder mit seinem Opfer noch einen Tango getanzt.  Kommissar Stefan Lindman (Jonas Karlsson) hat gerade seinen Vater zu Grabe getragen und will sich bei dem pensionierten Ex-Kollegen Herbert Molin (Peter Kneip) für den Kranz bedanken, den dieser schickte. Doch er trifft ihn nicht mehr an: Molin wurde brutal ermordet, markante Blutspuren auf seinem Dielenboden erinnern an eine Reihe von Tanzschritten. Zuständig für diesen Fall ist der hiesige Polizeichef Rundström (Mats Bergman), der sich jedoch als schlampiger Kriminalist erweist.

Lindman nimmt eigene Ermittlungen auf und stellt rasch fest, dass er den langjährigen Freund offenbar nicht gut kannte. Warum änderte Molin schon vor geraumer Zeit seinen Namen? Und warum wurde sein Haus von einem Hochsitz aus beobachtet? Die Maklerin Elsa Berggren (Lena Granhagen), von der Molin das Haus kaufte, hatte offenbar eine engere Beziehung zu ihm, über die sie sich jedoch ausschweigt. Nicht sehr redselig ist auch der Nachbar David Andersson (Göran Graffman), der im Gespräch plötzlich sehr nervös wird. Andersson konnte Molin auf den Tod nicht ausstehen. Worin diese Abneigung gründet, kann Lindman aber nicht mehr herausfinden, denn auch Andersson wird brutal ermordet. Während die Kollegen nach einem Zusammenhang zwischen den Taten suchen, stößt Lindman bei nochmaligem Durchstöbern von Molins Haus auf alte Dokumente, die seinen Freund als überzeugten Altnazi ausweisen. Mit Hilfe seines Kollegen Giuseppe Larsson (Douglas Johansson) stößt Lindman auf ein braunes Netzwerk, zu dem auch Molins sympathische Tochter Veronica (Lia Boysen) gehört – und sogar sein eigener Vater war Mitglied dieser Organisation. Allein der Mord an Molin bleibt rätselhaft.

Sa, 2. Jan · 19:30-20:00 · PHOENIX
Patente und Talente: Das Kondom des Herrn Fromm

Es gibt sie in allen Größen, Farben und Formen. Sie sind unverzichtbarer Schutz vor Aids oder anderen Krankheiten und verhindern eine ungewollte Schwangerschaft – die Kondome. Erfunden von einem Berliner Juden: Julius Fromm. Sein Patent: Glaskolben in eine Rohgummi-Lösung tauchen…

http://buecher.hagalil.com/fischer/fromms.htm

Sa, 2. Jan · 23:15-01:15 · Das Erste (ARD)
Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses

1964, im US-Bundesstaat Mississippi: Eines Nachts verschwinden drei junge Bürgerrechtler, offenbar ermordet von fanatischen Anhängern des rassistischen Ku-Klux-Klan. Da von den Leichen jede Spur fehlt, werden zwei FBI-Agenten auf den Fall angesetzt. Der alte, abgeklärte Anderson und der junge, idealistische Ward könnten gegensätzlicher kaum sein. Mit höchst unterschiedlichen Methoden versuchen die beiden, den aufsehenerregenden Mordfall zu lösen – und stoßen dabei in ein gefährliches Wespennest aus Hass, Korruption, Rassismus und Gewalt. „Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses“ ist ein packendes Drama von Alan Parker; in den Hauptrollen glänzen Gene Hackman und Willem Dafoe. Amerika, 1964. Im US-Bundesstaat Mississippi kämpft die schwarze Bevölkerung mit zunehmendem Erfolg für die Gleichberechtigung. Dann aber verschwinden in einer Sommernacht drei führende Köpfe der Bürgerrechtsbewegung, zwei Weiße und ein Schwarzer.

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die drei von fanatischen Anhängern des rassistischen Ku-Klux-Klan ermordet wurden – nur fehlt von den Leichen jede Spur. Um Licht in die Sache zu bringen, schickt das FBI zwei Spezialagenten nach Jussep County, Mississippi, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Der junge Ward (Willem Dafoe) ist ein intellektueller und idealistischer Harvard-Absolvent, während es sich bei dem alten Agenten Anderson (Gene Hackman) um einen abgebrühten und zynischen Ex-Sheriff handelt, der selbst in Mississippi aufgewachsen ist und aus alter Erfahrung weiß, wie man an die Leute in der Gegend herankommt. Doch bei den zuständigen Behörden der Südstaaten-Kleinstadt stoßen beide auf Granit.

Vor allem der einflussreiche Sheriff Stuckey (Gailard Sartain) und sein undurchsichtiger Deputy Pell (Brad Dourif) lassen Ward und Anderson spüren, dass deren Nachforschungen in Jussep County unerwünscht sind. Zugleich lösen die unerbittlichen Ermittlungen der beiden FBI-Männer immer brutalere Reaktionen des Ku-Klux-Klans aus: Häuser brennen, Schwarze werden überfallen, entführt und grausam misshandelt. Zwar sind Ward und Anderson überzeugt, dass auch der Polizeichef und seine Männer mit den rassistischen Geheimbündlern unter einer Decke stecken – beweisen aber können sie es nicht. Als die Gewalt immer weiter zu eskalieren droht, beschließen die beiden Ermittler, ebenfalls mit härteren Bandagen gegen das schier undurchdringliche Netz aus Hass und Gewalt vorzugehen. Und tatsächlich stellen sich nun erste, wenn auch kleine Erfolge ein. Um endlich an die Drahtzieher der Morde heranzukommen, versucht Anderson, Pells junge, sympathische Ehefrau (Frances McDormand) dazu zu bewegen, die Gewalttaten ihres Mannes nicht länger zu decken – mit fatalen Konsequenzen.

Basierend auf einem realen Fall, hat Meisterregisseur Alan Parker mit „Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses“ ein spannendes und aufwühlendes Rassismus-Drama inszeniert.

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