Kadimah: Mofas gegen Livni

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Eine Umfrage, die das „Dialog-Institut“ im Auftrag von haArez durchführte, hat einen weiteren Zuwachs der Rechten bestätigt.
Neun Monate nach den Wahlen ist also die Rechte noch stärker geworden, während sich die von Ehud Barak in eine Koalition geführte Arbeitspartei auf dem besten Weg ist, von der politischen Landkarte ganz zu verschwinden. Gäbe es eine 5%-Klausel, könnten die Sozialdemokraten diese gerade noch überwinden…

Wenn die Wahlen heute stattfinden würden, könnte der Rechts-Block mit 72 Mandaten rechnen, während das Zentrum-Links Lager (inkl. der aus dem Likud hervorgegangenen Kadimah) nur 48 Mandate erhalten würde, davon sechs (von 120 Sitzen) für die sozialdemokratische Arbeitspartei.

Gleichzeitig ist aber noch immer eine klare Mehrheit der Bevölkerung für Verhandlungen mit der Hamas. So findet auch der aktuelle Plan von Ex-Verteidigungsminister Shaul Mofas (Kadimah), der dazu aufruft, Verhandlungen mit der Hamas zu führen, eine Unterstützung von 57%.

Mofas will sich mit dem Vorschlag wohl gegen Zipi Livni profilieren, die von seinem Vorstoß erst durch die Presse erfuhr. Ihre erste Reaktion war erstaunt: „Jahrelang haben wir die ganze Welt mobilisiert, nicht mit der Hamas zu sprechen, dann sollen ausgerechnet wir
einen Rückzieher machen?“

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