Europa: Deine Manieren werden dich noch umbringen

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Diese Woche hat sich etwas entschieden. Eine Forschungsarbeit der britischen Zeitung „Telegraph“ wurde unter der angsteinflößenden Schlagzeile „Die demographische Zeitbombe“ vorgestellt. Der Artikel löste eine riesige Welle von Reaktionen aus. Übernehmen die Moslems die Kontrolle über Europa?…

Ben-Dror Yemini denkt in M’ariw über Europa und den Islam nach

Diese Diskussion findet schon seit Jahren statt. Sie ist eine Diskussion über Demographie und Kultur. Eine schwere, problematische Diskussion. Einerseits unterliegt sie den Vorschriften des „politically correct“. Andererseits könnte sie leicht in Rassismus abrutschen, was auch schon häufig passiert ist.

Zunächst die Tatsachen… Aus den Zahlen der Studie (siehe dort) folgt, dass in vierzig Jahren, also im Jahr 2050, jeder fünfte Europäer Moslems sein könnte.

Übernehmen die Moslems die Kontrolle über Europa, fragten manche, und ist es Rassismus, sich mit demographischen Veränderungen zu befassen?

Die Argumente sind in Israel schon bekannt. Wie auch der Begriff „Zeitbombe“. Jede Bezugnahme auf Demographie wird in gewissen Kreisen sofort als „Rassismus“ verstanden. Jede Gesellschaft, jedes Volk, jeder Staat hat das Recht, gewisse kulturelle Merkmale zu bewahren, die mit viel Arbeit erworben wurden. Gemeinsame Werte sind eine Vorbedingung für soziale Solidarität.

Es ist kein Zufall, dass die Solidarität in den multi-kulturellen USA gleich Null ist, während sich die skandinavischen Staaten, die immer als Erfolgsmodell dargestellt werden, vor allem durch Homogenität auszeichnen. Solidarität ist denen vorbehalten, die einen gemeinsamen Ethos teilen. Diejenigen, die an anderen Werten festhalten, werden nur theoretisch willkommen geheißen. In der Praxis jedoch weniger.

Das Problem sind nicht die Moslems. Es gibt Millionen Moslems, die sich akklimatisiert haben. Verschiedene Umfragen ergeben verschiedene Ergebnisse bezüglich der Unterstützung des Fundamentalismus- zwischen 7 und 30% in der muslimischen Gemeinde Europas. Die Mehrheit unterstützt den Jihad nicht. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Generation….Die jungen Moslems neigen stärker zum radikalen Islam als ihre Eltern. Sie befinden sich in einem Prozess der Radikalisierung.

Und das ist beängstigend. Denn man braucht keine Mehrheit, um Spannungen und Ängste zu erwecken. Die Radikalen, auch eine kleine Minderheit, geben den Ton an. Eine Umfrage, die in Frankreich unter muslimischen Frauen durchgeführt wurde, die eine Kopfbedeckung tragen, ergab, dass 77% von ihnen dies tun, weil sie sich gezwungen und bedroht fühlen, nicht aus freiem Willen. Die Radikalen geben wie gesagt den Ton an.

Es gibt nur zwei Arten von Europäern: Die, die Angst haben, und die, die Angst haben zuzugeben, dass sie Angst haben. In den Randgruppen entwickelt sich der Rassismus. Die rechtsradikalen Parteien werden stärker. Zum Teil sind diese antisemitisch. Zum Beispiel in Österreich. Andere sind pro-israelisch, wie die Partei von Geert Wilders in Holland. Jedenfalls zeigen die Umfragen, dass der Moslemhass Hand in Hand mit Judenhass geht.

Die Höhere Bildung übt normalerweise eine negative Rolle aus. Die politische Korrektheit schließt Gedankenfreiheit aus. Akademiker, die versuchten, gewisse Erscheinungen zu kritisieren, wurden verbannt. „Politically Correct“ wurde zu „Islamically Correct“. „Man kann in den Medien jeden Tag den Dalai Lama angreifen, Mutter Theresa und sonst wen, aber niemals den Islam“, schrieb der französische Philosoph Pascal Bruckner. Dadurch wurde er natürlich als Reaktionär abgestempelt. Diese Angst hat konkrete Ergebnisse. Und wenn eine kritische Situation unmöglich wird, blüht der Rassismus. Aber es verändert sich etwas. Die Tatsache, dass eine Mainstream Zeitung wie der „Telegraph“ das Problem „Zeitbombe“ nennt, ist ein Zeichen für Veränderung. Vielleicht wird die Gedankenpolizei langsam schwächer.

Der große Fehler Europas liegt darin, dass es die radikalen Moslems zu sehr verwöhnt hat. Sie galten immer als besonders authentisch. Das Argument lautete „Man muss mit den Radikalen sprechen“. Denn wenn man mit ihnen eine Übereinkunft erzielt, dann wird die muslimische Gemeinde gehorchen. Und so wurden die radikalen Moslems zu Ehrengästen an britischen Universitäten und in den Medien. Dr. Tarek Ramadan, der Enkel des Gründers der „Muslimischen Brüder“ und auch selbst ein Fundamentalist ersten Ranges, ist auf jedem Campus ein gern gesehener Gast. Hingegen müssen Hunderte andere Moslems, die reformistische Standpunkte äußern, abgesichert werden. Ed Husain, ein frommer Moslem, der in einem Buch seinen Weg in und aus dem fundamentalistischen Islam beschrieben hat, wird hingegen von den britischen Universitäten ignoriert…

Gibt es eine Möglichkeit, den Weg zu ändern? Die Politiker sind im Coma oder von Angst gelähmt. Genau wie in Israel. Man lässt die Zeit das ihre bewirken. Sie bewirkt jedoch nichts Gute. Im Gegenteil. Es handelt sich ja wie gesagt um eine Zeitbombe. Es ist fraglich, ob die moderne Demokratie imstande ist, sich mit der schleichenden, langsamen Veränderung auseinanderzusetzen. Selbst minimale Maßnahmen, wie z.B. eine Ausweisung eines Imams, der Gewalt befürwortet, ist so gut wie unmöglich. Die Debatte über die Rechte schützt die radikale Minderheit, nicht die Mehrheit. Auch nicht die muslimische Mehrheit. Es gibt Dinge, die getan werden können, jedoch nicht getan werden. Zum Beispiel könnten reformistische Moslems gefördert werden, wie z.B. der frühere Mufti von Marseilles, der reformistischen Islam predigt. Er ist nicht allein. Aber Europa lässt ihn und seinesgleichen im Schatten.

Europa zieht die Versöhnung mit den Radikalen vor. Und ihr Appetit nimmt ständig zu. Die Schlagzeile im „Telegraph“ kam wie ein Schlag. Der europäische Riese wacht auf. Es kann sein, dass auch der jetzige Sturm wie die davor zu Ende geht. Das ist auch ein Problem. Welchen Rat können wir den Europäern schon geben? Das einzige, was wir anbieten können, ist Blindheit.

16 Kommentare

  1. Tariq Ramadan is the nice/PR face of Islam. All his politeness and elegant manners are ment to make us believe Islam is not a threat to us. The contrary is true. As it has alway’s done in history Islam takes over a societies. This is because Islam is not only a religion but a social, political and giudicial system. A system which is incompatible with ours and pretends supremacy. If we allow islam to go any futher in Europe in 10/20 years we will become like a big lebanon in which non-muslims and muslim enclaves will be at continuos war. Europe stand up now if not it will be too late! nb. Tariq Ramandan has been recently sacked by Rotterdam university because he has contacts with extremist groups.

  2. @Koshiro,
    nein, ich kann gut verstehen, dass Sie sich von dem deutschen Volk angewiedert abwenden. Das tue ich auch, dank solchen Individuen wie Sie!
     

  3. Nein heißt nein. Negativ. Nicht vorhanden.
    „Das Volk“ hat überhaupt kein Recht auf Kultur. „Das Volk“ hat alles in allem ziemlich wenig Rechte – Rechte haben im Allgemeinen Individuen.
    Ich zum Beispiel gehöre nach den meisten Definitionen zum deutschen Volk. Und ich kann Ihnen schon fast garantieren, daß das meiste, was Sie als kulturelle Werte ansehen, eingeschlossen, um beim Beispiel zu bleiben, die Religion, entweder egal oder zuwider ist. Und daran wollen Sie mich hindern? Mit staatlicher Gewalt gar noch? Haben Sie noch alle Tassen im Schrank?
    Genau so wenig geht es irgend jemanden etwas an, wer sich auf seinem eigenen rechtmäßig erworbenen Grund ein Gebäude zum Zwecke der Religionsausübung baut, oder sonst irgend etwas tut, mit dem er keinen anderem Schaden zufügt.
    Ich hole diese Keule ungerne hervor, aber Sie machen es schwer, das nicht zu tun: Sie wissen möglicherweise, daß es hierzulande schon mal Zeiten gab, in der bestimmte „fremde“ Kultur von der Mehrheit als „undeutsch“ abgelehnt und unterdrückt wurde. War damals unrecht – und zwar völlig unabhängig davon, welche noch viel schrecklicheren Verfolgungsmaßnahmen danach kamen, war auch dies schon unrecht – und ist heute auch noch unrecht.
    Wir leben eben nicht nur in einer Demokratie, sondern auch in einem offenen, freiheitlichen Rechtsstaat. Und da gibt es keine „Diktatur der Mehrheit“ und schon gar keine Diktatur der „Leitkultur“-Schreier.

  4. @Koshiro
    was heißt: Nein? Lust auf das Querulantentum? Oder Herr Koshiro will seine sonderbare Ansichten als Rechtsnorm durchsetzen? Zum Glück haben solche Typen wie Herr Koshiro in diesem Land nichts zu melden. Aus Frust schreiben sie Stuß bei Hagalil.
    So lange das Deutsche Volk möchte seine gewisse kulturelle Merkmale behalten, dann hat es natürlich ein Recht darauf. Wenn das Deutsche Volk lieber Mendelsohn  Wagner und Brahms hören möchte anstatt dieses scherecklichen orientalischen Gedudels aus den geschmacklos eingerichteten Teestüben in Kreuzberg, dann hat es auch ein Recht darauf, und kein Koshiro oder einen anderen Schnösel kann über die Rechte des deutschen Volken entscheiden.
    Und wenn das Deutsche Volk keinen Bock auf die Minareten hat, dann werden keine Minareten gebaut. So einfach ist das. In der Demokratie, Herr Koshiro, entscheidet immer noch die Mehrheit des Volkes und nicht die zugezogene Minderheit die meistens keine Staatsbürgerliche Rechte besitzt.
    Und was Ihr Beispiel  betrifft. aus der Kirche kann man nur in Detuschland, Österreicht oder der Schweiz austreten. In anderen zivilisierten Länder gibt es so was bescheuertes als amtliche (Steuerbezogene) zugehörigkeit zur einer Kirche nicht, und die Religion ist meistens private Sache. Dafür wurde die Revolution in Frankreich gemacht, damit man von irgendwelchen Staatsreligionen nicht unterdrückt wird.
    Das nennt man die Trennung der Kirche von dem Staat. Der Islam kennt so was nicht, weil der Islam weniger eine Religion denn  eine totlitare Ideologie ist.

  5. Jede Gesellschaft, jedes Volk, jeder Staat hat das Recht, gewisse kulturelle Merkmale zu bewahren, die mit viel Arbeit erworben wurden.
    Kurz gesagt: Nein.
    Wenn sich die Kultur ändert, weil sich die Präferenzen der Menschen ändern, dann hat kein Staat, kein Abstraktum wie die Gesellschaft und schon gar keine irrationale und emotionale Größe wie das „Volk“ das Recht, sie daran zu hindern.
    Wenn, um mal ein Beispiel zu nennen, der christliche Glauben in Deutschland immer mehr an Stellenwert einbüßt – was wenig mit dem Islam zu tun hat -  dann kann man das bedauern. Man kann – völlig verständlich – von Seiten der Kirchen versuchen, gegenzusteuern. Aber natürlich gibt es kein „Recht“ darauf, daß die Kultur Deutschlands eine ausgeprägt christliche bleibt. Wie will man so ein „Recht“ auch durchsetzen? Indem man den Kirchenaustritt verbietet?

  6. @Philmen,

    es ist einfach nicht wahr, dass Tariq Ramadan ein reiner Theoretiker wäre. Vielmehr nimmt er konkreten politischen Einfluss, indem er die Idee des aufgeklärten Euroislam propagiert und zu allen möglichen politischen Themen Stellung bezieht.

    Es ist ja sogar so, dass er von Muslimen dafür kritisiert wird, dass er die Assimilation der Muslime in Europa unterstützen würde. Assimilation bedeutet hier: Aufgabe der Sprache der Einwanderergeneration und Eingliederung in die jeweilige Kultur der europäischen Länder.

  7. Natürlich dürfen Nichtmuslime gegen den Islam polemisieren, und davon machen die selbsternannten Islamkritiker ja auch reichlich Gebrauch. Weniger witzig wird es, wenn Reformtheologen attackiert werden, die genau die Sachen ändern wollen, die jene Islamkritiker angeblich kritisieren.

    Islamophobie kann man im Falle Tariq Ramadan wörtlich nehmen. Man hat wahnsinnige Angst vor dem Reformator, der den Islam an das Hier und Heute anpassen will. Irgendein „Islamkritiker“ sagte einmal, die Musliminnen ohne Kopftuch seien die eigentliche Gefahr. Der antimuslimische Rassismus nimmt also immer mehr antisemitisches Gedankengut auf, demzufolge ein Jude immer ein Jude bleibt, in dem Sinne, dass er immer schlecht ist, egal was er tut oder sagt.

  8. Komische Bemerkung, dass Frau Kelek eine Nichtmuslimin sei. Immerhin stammt sie aus einer sehr streng-religiösen Familie. Doch was hat das Argument hier verloren? Warum soll eine Nichtmuslimim/ein Nichtmuslim nicht polemisieren dürfen? Herr Ramadan vertritt zwar interessante Ansätze für ein zeitgemässes Lesen von Koran und Sunna, aber zum Thema Aufklärung und Trennung Religion/Staat äussert er sich nicht, denn das geht über seinen rein theoretischen Ansatz hinaus. Ähnlich hatten sich frühe Aufklärer auch verhalten (z.B. Galilei, siehe http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/der_bruder_des_papstes_1.3349808.html), aber heute ist die Situation doch anders. Die muslimischen Immigranten in Europe kommen direkt aus dem Mittelalter und sie werden von den islamischen Theologen im Stich gelassen. Diese betreiben – da hat Frau Kelek völlig Recht! – keine Seelsorge. Junge Muslime haben es schwer, sich zurecht zu finden. Uns fehlt das Problembewusstsein; wir denken in Kategorien wie Toleranz. Damit holen wir diese Migranten aber nicht ab; Toleranz war und ist dem Mittelalter fremd. Wir verunsichern sie damit nur noch mehr.
    Genau wie bei Alkoholsüchtigen hilft nur eins: Rücksichtslose Strenge im Durchsetzen liberaler Werte, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und der Menschenrechte. Eine Religion zu haben entschuldigt gar nichts: keine Gewalttat und keine Unterdrückung. Das ist zugegeben schwierig, aber der einzig erfolgversprechende Weg.
    Durchsetzen muss man dieses Prinzip in der Bekämpfung von häuslicher Gewalt und Jugendgewalt, in der Schulbildung für alle (inklusive Turnunterricht für beide Geschlechter), im Kampf gegen das Rasertum auf Strassen, und in der Ablehnung von Judenhass, Islamhass, Weissenhass, Schwarzenhass, Schweizerhass, Deutschenhass, Franzosenhass, Blondinenwitzen und von wilden Polemiken von Nichtmuslimen!

  9. Hallo Frau Willow,

    wenn Tariq Ramadan für ein Moratorium der Körperstrafen im Islam eintritt, ist damit gemeint, dass sie in denjenigen Ländern und Regionen, wo sie noch praktiziert werden, abgeschafft werden. Beispielsweise geht es da um die Steinigung. Tariq Ramadan ist muslimischer Theologe (Necla Kelek meint in dem von Ihnen angeführten Kommentar, es gäbe keine islamische Theologie und dass keiner das Recht habe, den Koran auszulegen), und wenn er so etwas fordert, handelt es sich um eine innerislamische Reformbewegung. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Reformbewegung innerhalb einer Religion nach den Regeln dieser Religion funktioniert. Wenn man „als Muslim“ gegen Körperstrafen eintritt, dann mit dem Koran und der Sunna.

    Es geht bei einem Moratorium um einen Stopp der Anwendung solcher Strafen, bis sie in den jeweiligen Gesellschaften auch grundsätzlich überwunden sind, also ihre religiöse Rechtfertigung verworfen wird. Wir reden hier ja von Dingen „im Islam“, und natürlich sind Koran und Sunna ewig, aber ihre Lesart muss mit der Zeit gehen. Genau das versteht man unter Reform und Aufklärung.

    Mit „Salafismus“ hat das nichts zu tun. Da plappern Sie etwas nach, ohne es selber verstanden zu haben. Lesen Sie doch einmal Ramadans Texte auf seiner Homepage anstatt wilde Polemiken von Nichtmuslimen wie Kelek gegen ihn.

  10. Ramadan ein Reformer? Informieren sie sich, er ist zwar moderat im Ton, aber in der Sache -der Unveränderlichkeit der Sunna- bleibt er bekennender Salafist. Ist es tatsächlich „gemäßigt“, für Westeuropa die Einführung islamischen Rechtes zu fordern, aber Körperstrafen (wie z.B. die Steinigung ) zunächst einzufrieren (Moratorium) – bis „wir“ reif dafür sind!? Im Ãœbrigen sind natürlich *immer* die Anderen Schuld … googeln sie einfach mal nach tariq einreiseverbot , vielleicht wundern sie sich.
     

  11. Gegen Tariq Ramadan werden regelmäßig wirre Unterstellungen ins Feld geführt. Necla Kelek folgt dieser Tradition der „Islamkritiker“, denen auch Reformer ein Dorn im Auge sind. Wenn aber „Islamkritik“ keinen Raum für Reformer lässt, obwohl man andererseits lauthals nach „Aufklärung“ ruft, dann ist das natürlich Islamfeindlichkeit im Wortsinne. Es ist dann egal, was man als Muslim macht. Wenn man wie Tariq Ramadan für ein weltweites Moratorium von Körperstrafen ist, dann ist es diesen „Islamkritikern“ nicht recht. Das bedeutet aber, dass es ihnen gar nicht um die Opfer bei der Sache geht.

  12. Nun ist es natürlich schon etwas seltsam, wenn ein Gemäßigter und Reformer derart enge Beziehungen zu Islamisten und Terroristen hat wie Herr Ramadan (nein, ich rede nicht von seinem Großvater, Gründer der Moslembruderschaft… sondern z.B. über Treffen mit Zawahiri). Kennen sie diesen Artikel von Necla Kelek? http://www.perlentaucher.de/artikel/4360.html

    Und bittebitte, erklären sie Frau Kelek jetzt nicht pauschal zur Judenhasserin, deren Beiträge man ja nicht lesen muß…
     

  13. Tariq Ramadan ist doch kein Fundamentalist, sondern einer der führenden Reformer. Das Problem ist, dass genau solche Leute massiv angefeindet werden, eben *weil* sie das wären, was man angeblich verlangt. Aber hier ist es wie beim Antisemitismus: Der Musel kann es nie recht machen. Sagt er was Vernünftiges, ist es nur eine Finte, um sich Raum zu schaffen.

    Und wenn man doch mal einen Reformer lobt, dann dient er als Kronzeuge gegen die schlimmen Orthodoxen.

    Aber in einem hat der Artikel dann doch recht: Judenhass und Muslimhass reichen sich oft die Hand.

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