Europäische Politiker versprechen Israel Hilfe gegen Waffenschmuggel

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Sechs europäische Staats- und Regierungschefs haben sich am Sonntagabend in Jerusalem mit Israels amtierendem Premier Ehud Olmert getroffen. Sie sicherten Israel Unterstützung für die Bemühungen zu, den Waffenschmuggel der Hamas in den Gazastreifen zu verhindern. Zuvor hatten sie an einem Krisengipfel im ägyptischen Scharm el-Scheich teilgenommen…

Spontan reisten Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premier Gordon Brown, der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der italienische Premier Silvio Berlusconi und sein spanischer Kollege José Luis Rodriguez Zapatero in die Nahostregion. Auch der tschechische Premierminister Mirek Topolanek, der seit Jahresbeginn die EU-Ratspräsidentschaft hat, schloss sich den Politikern an. Dies berichtet die Tageszeitung „Haaretz“.

Samstagnacht hatte Israel nach dreiwöchiger Offensive eine einseitige Feuerpause im Gazastreifen erklärt. Daraufhin lud der ägyptische Präsident Hosni Mubarak die europäischen Politiker nach Scharm el-Scheich ein. Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas beteiligte sich an dem Gespräch. Israel war nicht vertreten. Die Europäer boten technische und andere Hilfe für die Verhinderung des Schmuggels an. Allerdings lehnte Mubarak eine Stationierung ausländischer Soldaten auf seinem Staatsgebiet zur Kontrolle der Grenze zum Gazastreifen ab. Mittlerweile hatte die Hamas mitgeteilt, sie sei zu einer einwöchigen Waffenruhe bereit. In dieser Zeit müsse sich die israelische Armee aus dem Gazastreifen zurückziehen. Am Sonntag landeten noch etwa 20 palästinensische Raketen in Israel.

Olmert: „Zivilisten sind Opfer der Hamas“

Bei dem Treffen in Jerusalem wiederholte Olmert sein Bedauern über den Tod und die Verletzungen palästinensischer Zivilisten bei der Operation „Gegossenes Blei“. „Wir wollten ihnen und ihren Kindern keinen Schmerz zufügen. Sie sind Opfer der Hamas.“

Sarkozy forderte die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der im Juni 2006 in den Gazastreifen verschleppt wurde. Israel werde sicherlich bereit sein, im Austausch palästinensische Häftlinge freizulassen. Schalit, der auch die französische Staatsbürgerschaft hat, war in den israelischen Waffenstillstandsplänen nicht erwähnt worden.

Bundeskanzlerin Merkel betonte, Israel habe das Recht auf ein Leben in Frieden und ohne Bedrohung. Der Waffenschmuggel nach Gaza, ob über das Meer oder über Land, müsse vereitelt werden. Deutschland sei hier zur Unterstützung bereit.

Unterdessen begann Israel, seine Soldaten schrittweise aus dem Gazastreifen abzuziehen. Zudem kündigte es am Montag an, dass 200 Lastwagen mit Hilfsgütern in das palästinensische Gebiet einreisen dürften.

inn, 19.01.2009

5 Kommentare

  1. Es sollen sogar schon atomwaffenfähige U-Boote in diese Region geschmuggelt worden sein. Ich finde auch, daß so etwas unbedingt unterbunden werden muß.

  2. Es ist ein riesen Unsinn zu glauben dass die Europäer je ihr Wort halten.. zu mindest welche uns Israelis geben! Versprechungen sind sie immer bereit zu machen, doch leider halten tun sie dies nicht!

    Wie sie gegen d Tunnelbau vorgehen wollen, weis ich nicht, da weder an d Seite
    Ägyptens noch in d Seite von Gaza diese kontrollieren und verhindern können…

    …doch kann sein dass sie anderen Mitteln haben! Die Bischöfe beteten darum dass die Israelis nicht mehr die Unschuldige Gazaaner morden, und  zu mindest ein Waffenstillstand entstehen… und jetzt nehmen sie als ihr Erfolg an,d ass es dazu kam, da ja als Gebetserhörung…

    Also ich hätte noch einige Anliegen für die Herren Bischöfen außer d Tunnel, wobei sie sicher intensiever beten müssten da die Tunnelgeschäfte schon wieder im Gang gesetzt sind… doch wie wäre wenn sie beten würden dass auhc d Terrorismus aufhöre, und um noch weitere überbevölkerung zu verhindern keine mehr als 1-2 Kinder bekäme… oder dass sie zu Kath. Priesternachwusch werden, und dadurch die fehlede Priester schaar problemen verkleindert und durch d  Zölibat eine gewisse Bevölkertungsminderung entstehen kann…

    ..aber wer weis, weche Mitteln noch die Europäer haben… doch um ihr Wort nicht zu halten sind (NOCH) zu wenig Angehörige d Islam dabei, wobei es kein Problem ist andersgläubiger -vor allem Juden- zu belügen und betrügen!

    Tiqvah Bat Shalom

  3. Wie, bitte, wollen die Europäer helfen?? Der Tunnel“handel“ ist doch schon längst wieder in vollem Gange (siehe Nachrichten ZDF). Nahrungsmittel werden da wohl kaum durch die Tunnel kommen, die liefern ja UNO und EU.
    Soll die Nato jetzt den Sinai besetzen, um die Beduinen und diverse andere vom Schmuggel abzuhalten? Dann bricht in Ägypten aber bald die Wirtschaft zusammen.

  4. Solange sich Ägypten kategorisch weigert etwas gegen diese Tunnel zu unternehmen und/0der andere Länder die Überwachung machen zu lassen, können die Europäer versprechen was sie wollen, dann beginnt die Beschießung Israels wieder von vorn.

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