Mein Israel

Damals, als Großmutter und ich im Jahre 1952 nach Kfar Samir zogen und sie, mit Hilfe eines älteren Arabers, dort ein kleines, etwa vier mal fünf Meter großes Haus baute, in unmittelbarer Nähe von den zwei Brunnen, in denen sich stets frisches Wasser befand, wußte ich nicht, daß diese schon fünfzig Jahre zuvor gebohrt worden waren…

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Der Bus war halb leer

Der Bus war halb leer. Es war früher Vormittag, kurz vor neun Uhr. Die Frische des Morgens, die er an der Haltestelle des Kibbuz vor weniger als einer Stunde gespürt hatte, war verflogen. Die Sonne, am Himmel schnell hochgestiegen, hatte die Herrschaft übernommen. Schwüle Hitze breitete sich im Bus aus. Die meisten Fahrgäste wirkten wie in leichtem Dämmerschlaf. Der Junge auf einem der Fenstersitze gleich hinter dem Ausstieg des Busses saß neben einer älteren Frau, die, unpassend für Ort, Jahres- und Tageszeit, eine Pelzjacke trug…

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Regensburger Gedenkpolitik

Die von der Wehrmacht verantwortete Ermordung von 33.000 Juden in der Schlucht von Babi Jar zählt zu den größten Massakern des Zweiten Weltkriegs. Dass Oberbürgermeister Hans Schaidinger bei mehreren Gedenkreden angesprochen hat, dass ein Regensburger daran maßgeblich beteiligt war und deshalb 1971 ein „Juden-Mordprozeß“ am hiesigen Landgericht stattfand, erscheint verdienstvoll. Ist es das wirklich? …

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Gedenken an Nazi-Opfer: Zickzack-Kurs in Deggendorf

Vor 70 Jahren wurden acht  jüdische Bürger aus der Stadt Deggendorf  an der Donau verschleppt. Jetzt wollen die Räte der niederbayerischen Stadt die Mitglieder aus drei Familien ehren: Sie planen, „Stolpersteine“ an den einstigen Wohnhäusern der vermutlich in Piaski, Theresienstadt und Auschwitz Ermordeten zu setzen.[01] Damit fährt die Stadt jenen  Zickzack-Kurs weiter, den sie schon 1962/63 bei Straßenwidmungen zu Ehren der drei Familien eingeschlagen hatte: Denn noch vor kurzem hatte sie die „Stolpersteine“ abgelehnt und eine eigene Art unübersehbaren Gedenkens auf Wandtafeln angestrebt…

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  1. PASSAUER NEUE PRESSE/DEGGENDORFER ZEITUNG (im folgenden PNP/DZ), 06.01.2012, kw  (= das ist Katrin Wittler):  Stolpersteine sollen auch in Degendorf verlegt werden. []