Zum 75. Todestag von Erich Mühsam

Vor 75 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1934, wurde Erich Mühsam im KZ Oranienburg ermordet. Der Schriftsteller und Anarchist, Sohn jüdischer Eltern und Anführer der Münchner Räterepublik war bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verhaftet worden. Aus Anlass seines Todestages geben wir neben einigen seiner Gedichte seine Selbstbiographie wider…

Mehr …

Alle Farben des Lebens: Gedenken an Lenka Reinerová

Franz Kafka, Egon Ewin Kisch, Max Brod und Lenka Reinerová – sie alle haben eines gemeinsam: Sie waren Prager Autoren, die auf Deutsch geschrieben haben. Lenka Reinerová war die letzte der deutschsprachigen Autoren in Prag. Bekannt wurde sie durch Bücher wie „Mandelduft“, „Närrisches Prag“ und „Traumcafé einer Pragerin“. Sie starb vor einem Jahr mit 92 Jahren. Am Samstag war ihr Todestag, aus diesem Anlass wurde eine Gedenktafel enthüllt – und zwar an dem Haus, in dem sie 50 Jahre lang lebte…

Mehr …

Lena Gorelik im Interview

Ein schönes, dunkelgraues Altbauhaus in einer grünbewachsenen Strasse im Münchner Stadtviertel Haidhausen. Eine junge Frau mit sympathischen, etwas müden, grünbraunen Augen in Jeans und blauem T-Shirt, öffnet mir die Tür und fragt, ob ich Angst vor Hunden hätte. Im selben Moment, saust ein kleines, schwarzes Etwas auf mein rechtes Bein zu und schleckt mir übermütig die Finger – „Blacky“, Lena Goreliks neues Familienmitglied seit einigen Tagen. Bei süßen Erdbeeren und grünem Kräutertee, sprechen wir dann auf einem gemütlichen, breiten, roten Sofa über Hundeerziehung, Cafes in Haidhausen, Kinder und den deutschen Arbeitsmarkt…

Mehr …

Faruk Hosni: Die Schande der Unesco

Wer erklärte im April 2001: „Israel hat nie einen Beitrag zur Zivilisation geleistet, zu keiner Epoche; es hat sich immer nur die Güter anderer angeeignet“? Und wer hat zwei Monate später nachgelegt: „Die israelische Kultur ist eine unmenschliche Kultur, eine aggressive, rassistische, überhebliche Kultur, die auf einem ganz einfachen Prinzip beruht: Zu stehlen, was ihr nicht gehört, um es anschließend als etwas Eigenes auszugeben“?…

Mehr …

Wladimir Kaminer: Sekt und Selters im Heidelberger Karlstorbahnhof

Der russisch-jüdische Schriftsteller Wladimir Kaminer, der mit seinen Erzählbänden „Russendisko“ und „Militärmusik“ berühmt und mit seiner Russendisko berüchtigt wurde, hat mittlerweile 12 Bücher veröffentlicht. Jetzt machte er wieder im Heidelberger-Karlstorbahnhof Station, um sein neuestes Werk „Es gab keinen Sex im Sozialismus“ zu präsentieren…

Mehr …