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Wir wählen, wen wir wollen

Es wäre nicht Österreich, wenn nicht die Kellernazi wieder anfangen würden zu barmen und den amtierenden Bundespräsidenten, mit einem hier seit 1945 oft angewandten Untergriff, als Emigranten, d.h. Juden hinzustellen…

Von Karl Pfeifer

Auf den Wahlpostern bei der Wiener Autobushaltestelle des 11A Ecke Lassallestraße und Vorgartenstrasse hat einer dieser Mitleidhaschenden dem 1938 in Graz geborenen Heinz Fischer unterstellt, er wäre im Krieg im sicheren Ausland gewesen. Doch das ist eine Lüge, denn er war als Kind während des Krieges mit seinen Eltern in Wien.

Und da die Kellernazi, wie man ja weiß, dreist behaupten für alle Österreicher zu sprechen, fügte der Schmierfink noch hinzu „jetzt die Nazikeule für uns“ und wie es Psychopathen tun, versah er diese Behauptung gleich mit drei Rufzeichen.

Ein anderes Kaliber ist HC Strache, der glaubt den Stein des Weisen gefunden zu haben und plakatieren lässt:

„Wir wählen, wen wir wollen.“

Das ist ein freches Plagiat, denn schon die ÖVP hat 1986 anlässlich ihrer antisemitischen Wahlkampagne für Kurt Waldheim, solches plakatiert. Doch seither ist einiges braune Wasser die Donau herabgeflossen und die ÖVP will heute nichts mit Leuten – die das Verbotsgesetz ersatzlos abschaffen wollen – zu tun haben. Und Frau Rosenkranz hat sich auch schon eidesstattlich zu den Verbotsgesetzen bekannt, was ja für manchen ihrer Anhänger, der noch an der alten Parole „Unsere Ehre heißt Treue“ hängt eine herbe Enttäuschung ist.

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