“In etwa vergleichbar mit der Einführung der Bio-Produkte, wächst die Nachfrage nach Koscher und Halal-Produkten auch bei nicht-jüdischen und nicht-muslimischen Kunden merklich. Sie sehen diese Produkte als wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zu einer gesunden Ernährung”, so Günther Ahmed Rusznak von der IIDZ Austria…
Fa. Moser & Co.GmbH mit Sitz in Wieselburg, erhält als eines der ersten heimischen Unternehmen für sechs seiner Wurst-Produkte die Halal-Zertifizierung des IIDZ Austria (Islamisches Informations- und Dokumentationszentrum Österreich). Die Kennzeichnung mit dem Halal-Siegel macht die zertifizierten Moser-Produkte einwandfrei identifizierbar und für die muslimischen Kunden entfällt so das große Rätselraten beim Einkauf.
“Erlaubt und rein” – also “halal” ist die Moser Puten-Range, angeführt von der Schwarzen Pute: Bunte Pute Premium, Feine Pute Premium, Putenkrakauer Premium, Putenkäsewurst Premium und Putenbrustschinken Premium. Im Zusammenhang mit den Auflagen zur Lebensmittelsicherheit bereits ausreichend zertifiziert, hat man bei Moser die Produktionsabläufe um die entsprechenden halal-konformen Überwachungs- und Prüfkriterien ergänzt.
Den Vorteil der strengen Zertifizierungs-Standards und die besondere Produktsicherheit schätzen auch zunehmend Kunden, deren Einkauf keinen religiösen Regeln folgt.
Zurzeit profitiert primär der Export in den arabischen Raum von dem Zertifikat. Noch nicht untersucht ist das Potenzial am heimischen Markt. Der Halal-Lebensmittelmarkt wird allein in Europa auf 12 bis 15 Milliarden Euro geschätzt. In deutschen Supermärkten sind “Halal-Abteilungen” bereits üblich.
Was beim Essen “erlaubt” ist, kann viele Auslegungen haben. Die profane Sicht, die sich auf die Energiezufuhr bezieht, meint unter erlaubt: wenig Fett, wenig Kalorien. Die Anhänger der bewussten Ernährung meinen mit “erlaubt und rein”: gentechnikfrei, ohne Allergene, etc. Das religiös motivierte “erlaubt” bedeutet für Juden “koscher” und für Muslime “halal” (Arabisch: erlaubt, rein)
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