Am Nein zur FPÖ ändert sich vorerst nichts

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien unterhält derzeit keine wie auch immer gearteten Beziehungen zur FPÖ: Es gibt keine Treffen mit FPÖ-Politikern und –Politikerinnen, diese werden auch nicht zu Veranstaltungen wie etwa Podiumsdiskussionen in der Wiener jüdischen Gemeinde eingeladen. Basis dafür ist ein immer noch aufrechter, viele Jahre zurück datierender Beschluss des Kultusvorstands…

Von Alexia Weiss
Erschienen in: Wiener Zeitung v. 17.10.2017

Nun sind die Nationalratswahlen geschlagen das Ergebnis ist aus Sicht der Kultusgemeinde in zwei Punkten sensibel: Erstens das Scheitern der Grünen, die, wie IKG-Präsident Oskar Deutsch am Dienstag im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ betonte, fehlen werden. „Wann immer es um Antisemitismus, um Menschenhass ging, haben sich die Grünen sehr vehement eingesetzt, um gegen solche Strömungen anzukämpfen.“

Der zweite Punkt: Eine allfällige Regierungsbeteiligung der FPÖ. Deutsch gratulierte am Dienstag sowohl ÖVP als auch SPÖ zu deren Ergebnissen, appellierte aber gleichzeitig an beide, keine Koalition mit den Freiheitlichen einzugehen. „Es gibt nun drei Möglichkeiten für eine Koalition. Und ich hoffe sehr, dass am Ende die FPÖ nicht in der Regierung sitzt.“

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Bild oben: © Alexia Weiss

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