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Eines Tages werden wir groß rauskommen und die Welt verändern!

Der neue Film des zweifach Oscar-nominierten Regisseurs Hany Abu-Assad, „Ein Lied für Nour“, erzählt eine Geschichte von außergewöhnlichem Talent und Willensstärke…

Bild oben: Schon von Kindheit an ist Mohammed (Qais Attalah) leidenschaftlicher Musiker und steht gemeinsam mit seiner Schwester Nour (Hiba Attalah) bei Familienfeiern auf der Bühne. © Koch Media

Gaza 2005. Mohammed und seine Schwester Nour wollen ihren Traum verwirklichen und Musik machen. Mit zwei Freunden sparen sie Geld, bauen improvisierte Instrumente, treten im Viertel auf und schaffen es schließlich, richtige Instrumente zu kaufen. Doch aus den Träumen wird nichts, Nour wird krank, nur eine neue Niere kann sie retten. Die nötige Summe kann die Familie nicht aufbringen und Mohammed verliert seine geliebte Schwester.

Zeitsprung ins Gaza im Jahr 2012. Mohammed studiert und fährt Taxi. Die Situation in Gaza ist deprimierend, anders als in der ersten Sequenz. Nours Traum von einer großen Bühne in Kairo hat Mohammed noch nicht ganz aufgegeben. Als Mohammed hört, dass am Wochenende die letzte Audition für „Arab Idol“ in Kairo stattfinden soll, findet er eine Möglichkeit trotz aller Widrigkeiten, den Checkpoint zu passieren und zum Vorsingen zu kommen.

Mit der Startnummer 289 und als einziger „Arab Idol“- Kandidat aus dem Gazastreifen tritt Mohammed an. Er kommt weiter und hat bald eine wachsende Fangemeinde. Am Ende wird er gefeiert und gibt Millionen Hoffnung.

Inspiriert wurde Hany Abu-Assad durch die wahre Geschichte von Mohammed Assaf, der im Gazastreifen aufwuchs und sich gegen alle gesellschaftlichen wie politischen Widrigkeiten seinen großen Traum erfüllte. Er gewann im Juli 2013 die zweite Staffel von „Arab Idol“.

Der palästinensische Hauptdarsteller Tawfeek Barhom war zuletzt in dem israelischen Drama „Farewell Baghdad“ (2013) und unter der Regie von Eran Riklis in „Mein Herz tanzt“ (2014) zu sehen.

Der palästinensische Mohammed (Tawfeek Barhom) kurz vor seinem Auftritt in Kairo, Ägypten. Um auftreten zu können, muss er einen weiten und gefährlichen Weg bestreiten … © Koch Media
Der palästinensische Mohammed (Tawfeek Barhom) kurz vor seinem Auftritt in Kairo © Koch Media

Aber die wirklichen Stars sind die jungen Darsteller in der ersten Sequenz des Film, allen voran Hiba Attalah, die Nour verkörpert. Sie geben dem Film eine Leichtigkeit, die im Gegensatz zu den Realitäten steht, in denen die Handlung verortet ist. Aber, „Ein Lied für Nour“ ist kein politischer Film, auch wenn die Besatzung und die Konsequenzen für die Bevölkerung Gazas natürlich mitschwingen. Aber sie werden positiv umgewandelt und steigern den Willen Mohammeds, seinen Traum zu verwirklichen. Er muss raus aus Gaza, sonst geht er dort zugrunde, wie er sagt. Raus und singen. Wie er es Nour versprochen hat…

Der Film startet am 1. Dezember in den deutschen Kinos.

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