Netanyahu: Ohne Anerkennung Israels kein palästinensischer Staat

Mit großer Mehrheit wurde in der UN-Generalversammlung beschlossen, Palästina als als beobachtender Nichtmitgliedsstaat anzuerkennen…

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich zuvor zur Abstimmung in der UN-Generalversammlung geäußert.

„Israel ist bereit, in Frieden mit einem palästinensischen Staat zu leben, doch damit Frieden dauerhaft bestehen kann, muss die israelische Sicherheit geschützt werden“, so Netanyahu bei einem Besuch im Begin Heritage Center.

„Die Palästinenser müssen den jüdischen Staat anerkennen, und sie müssen bereit sein, den Konflikt mit Israel ein für alle Mal zu beenden. Keines dieser vitalen Interessen, dieser vitalen Interessen des Friedens, […] erscheint in der Resolution, die heute der Generalversammlung vorgelegt wird; und aus diesem Grund kann Israel sie nicht akzeptieren.

Der einzige Weg, Frieden zu erreichen, führt über Abkommen, die zwischen den Parteien direkt ausgehandelt werden; über Verhandlungen miteinander, und nicht über UN-Resolutionen, die Israels Sicherheit und nationale Interessen gänzlich ignorieren. Und da diese Resolution so einseitig ist, bringt sie den Frieden nicht voran, sondern wirft ihn zurück.

Was das Recht des jüdischen Volkes auf dieses Land betrifft, habe ich eine einfache Botschaft für die Menschen, die heute in der Generalversammlung zusammen kommen: Keine UN-Resolution kann die 4000 Jahre dauernde Verbindung des Volkes Israel zum Land Israel beenden.“

Amt des Ministerpräsidenten, 29.11.12, Botschaftd es Staates Israel

106 Kommentare zu “Netanyahu: Ohne Anerkennung Israels kein palästinensischer Staat

  1. Ente – zum einen ging es in Abbas Kommentar vom Oktober 2011 um die Anerkennung Israels als ‚Jüdischer Staat‘.

    Das haben sich die Israelis doch nur ausgedacht, um mal wieder eine neue Hürde zu schaffen.

    Das ist überhaupt nicht nötig. Staaten werden einfach anerkannt, ob sie jüdisch oder sonstwas sind, können sie selbst definieren.

    Die Palästinenser wollen das nicht anerkennen, weil es die Diskriminierung der palästinensischen Minderheit institutionalisiert.

    Es hat übrigens auch kein anderer Staat Israel als ‚Jüdischen Staat‘ anerkannt, ist auch vollkommen überflüssig.

    Es ist auch absurd den Umstand, dass der Friedensprozess nicht weiterkam, OBWOHL Arafat, die PLO, die Fatah Israel anerkannte, weil Israel dies IGNORIERTE und einfach so tat, als ob es keine Anerkennung gegeben hätte. Das ist ja das peinliche und deshalb wollen es die Zeloten ja unbedingt vergessen machen.

    Auf der Grundlage der Grenzen von 67 könnte Israel schon längst mit den Palästinensern und seit 2003 mit der gesamten arabischen Liga Frieden und Anerkennung haben. Das scheiterte nicht an den Palästinensern, sondern an den Israelis.

    Die Friedensintiative der Arabischen Liga wurde auch von der PA unterstützt – sie liegt immer noch auf dem Tisch, aber irgendwann hat die arabische Liga die Nase wahrscheinlich voll.

    Und ja – die Hamas provoziert und gibt markige Töne von sich, sie gab sich nach ihrer Wahl auch schon mal versöhnlicher – wie auch immer – kein Grund moderaten und vernünftigen Vorschlägen der Arabischen Liga, der Fatah etc. nicht entgegenzukommen.

    Ich habe aber eher den Eindruck, dass die Zeloten ganz erleichtert sind, wenn die Hamas tönt, dass sie Israel niemals anerkennen will – das ist genau, was sie wollen. Alle andere Phasen palästinensischer, gemäßigter Ansäte werden zur Not dann ausgesessen.

  2. „Es ging hier darum, die Behauptung, die PLO unter Arafat hätte Israel anerkannt und ihre Charta geändert.“

    Aus einem aktuellen Artikel des Hamburger Abendblatts „…Auch das Verhältnis zur moderateren Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sich verbessert. Obwohl die Fatah die Existenz Israels akzeptiert hat, durften Vertreter der 2007 von der Hamas aus dem Gazastreifen vertriebenen Organisation nun wieder zurückkehren und Maschaal zusammen mit Hamas-Funktionären begrüßen…

    Es ist albern die Anerkennung zu leugnen, die ganze Welt war damals Zeuge.

    • @ Janes: zwischen Akzeptieren und Anerkennen besteht ein himmelweiter Unterschied.
      Aber ich kann mich entsinnen, obwohl ich zu faul bin, es zu suchen, daß Eure Definitionen ja schon immer Pipi Langstrumpf like waren. Als kleines Beispiel sei hier die mehrfach vorgetragene „faktische Anerkennung Israels“ durch die Hamas erwähnt, die von dieser aktuell genauso zusammengefasst wird:

      „Chaled Maschaal, Exilchef der radikalislamischen Hamas, äußerte sich am Sonntag an der Islamischen Universität im Gazastreifen, nachdem er am Samstag anlässlich der Feiern zum 25. Jubiläum der Hamas in Gaza-Stadt gesprochen hatte. „Palästina ist vom Mittelmeer bis zum Jordan und vom Norden bis zum Süden unser Land und unsere Nation“, sagte er vor rund 100 000 Anhängern. „Wir können keinen Zollbreit und keinen Teil davon abgeben“, fuhr er fort. „Wir können außerdem weder die Legitimität der Besetzung Palästinas noch Israel selbst anerkennen.“…
      Hamas-Exilchef provoziert Israel: „Wir können Israel nicht anerkennen“ – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/hamas-exilchef-provoziert-israel-wir-koennen-israel-nicht-anerkennen_aid_878113.html

      Mal sehen was er wohl so sagt, wenn er Israel nicht mehr faktisch anerkennt.

  3. Sie beklagen, dass nach Arafats Tod, sich Sharon lange weigerte mit Mahmud Abbas zu verhandeln und dies nur widerwillig, auf internationalen Druck hin tat. Vielleich rührte die Ablehnung Sharons ja daher, was wir heute auf Wikipedia, bei dem Stichwort Holocaustleugnung, in der Rubrik Arabische Staaten und Palästinensergebiete, über den derzeitigen amtierenden Präsidenten Palästinas Mahmut Abbas nachlesen können.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaustleugnung
    Zitat

    „Der amtierende Palästinenserpräsident Mahmut Abbas behauptete 1983 in seiner Doktorarbeit über Die geheimen Beziehungen zwischen Nazismus und der Führung der Zionistischen Bewegung: Nicht sechs Millionen, sondern maximal 890.000 Juden seien in den nationalsozialistischen Lagern ermordet worden. Sie seien „Opfer eines zionistisch-nazistischen Komplotts“ gewesen. Die Zionisten hätten den Holocaust als Druckmittel zur Schaffung des Staates Israel gewollt.

    Zitat Ende

    Folgende Quellenangabe gibt Wikipedia an: Mahmud Abbas: The Other Side: The Secret Relations Between Nazism and the Leadership of the Zionist Movement, 1983, übersetzt vom Simon-Wiesenthal-Center; Bericht darüber von Ulrich W. Sahm, Stuttgarter Zeitung, 25. April 2003

    In einem Ihrer Posting schreiben Sie, Jane: „Dass da mitunter auch der Extremismus blüht, kann nicht verwundern….“

    Na, meinen Sie vielleicht den Extremismus den Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers In dem Buch „Halbmond und Hakenkreuz“ ab Seite 251 beschreiben?

    Zitat:

    „Nach 1945 war die Affinität zum Nationalsozialismus in der arabischen Welt weitgehend ungebrochen. (………) Historische Reminiszenzen an den Nationalsozialismus zeigen dabei die Kontinuität des Denkens auf. Eine in Damaskus erschienene Zeitung der Moslembrüder brachte das nach wie vor enge Verhältnis zum deutschen „Führer“ auf den Punkt, als darin 1956 zu lesen war: „Man darf nicht vergessen, daß Hitler, anders als in Europa, in der arabischen Welt hohe Achtung genießt. Sein Name erweckt in den Herzen unserer Bewegung Sympathie und Begeisterung.“ (….)
    Die jordanische „Jerusalem Times“ veröffentlichte am 24.April 1961, kurz vor Eröffnung des Prozesses gegen Adolf Eichmann in Jerusalem, einen offenen Brief an den Angeklagten. Der Mitorganisator der Vernichtung der europäischen Juden habe „der Menschheit einen wirklichen Segen“ erwiesen, heißt es darin. „Dieser Prozess“, so wurde weiter angekündigt, „wird eines Tages mit der Liquidierung der verbleibenden sechs Millionen (…) seinen Abschluss finden.

    Zitat Ende.

    Oder jenen Extremismus des politischen Ziehvaters von Arafat, Amin el Husseini der bei Hitler, Himmler, Eichmann und anderen Nazigrößen vorgesprochen hat, nachzulesen in dem o.g. Buch oder in den Büchern von Matthias Küntzel oder in dem Buch von Klaus Gensike „Der Mufti von Jerusalem“ (Arafats großer Held) und die Nationalsozialisten.

    Vielleicht meinen Sie, wenn auf der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus im September 2001 in Durban, die arabischen Vertreter, tonangebend, nichts anderes im Sinn hatten, als Israel zum „schlimmste Ausgeburt des Rassismus“ zu verleumden, und sich dabei Ihrer alten Verbündeten bedienen. Auf dem Konferenzgelände wurden die „Protokolle der Weisen von Zion“ und „Mein Kampf“ verkauft.

    Hier können Sie es nachlesen http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22382.html
    Zitat

    „Auf Demonstrationen kursierten Flugblätter, auf denen unter dem Konterfei Adolf Hitlers geschrieben stand: „Was wäre, wenn ich gewonnen hätte?“ Die Antwort wurde gleich mitgeliefert: „Dann gäbe es kein Israel und kein paläs¬tinensisches Blutvergießen!“

    Zitat Ende

    Warum wollen Sie das Elend des palästinensischen Volkes nur den Juden in die Schuhe schieben? Warum liest man von Ihnen nichts über die völlig entrechteten Palästinenser in den arabischen Staaten? Niemand behauptet, dass es keine Ungerechtigkeiten in Israel gibt. Aber jede Verfehlung, die es überall auf der Welt gibt, nehmen Sie zum Anlass, Israel zu verdammen, wenn es dort passiert, während sie es kalt lässt, wenn die Libanesische Armee Lager der Palästinenser platt macht.

    • Abbas im Oktober 2011: “I will never recognize the Jewishness of the state, or a ‘Jewish state’”
      “Hamas kidnapped – or rather, captured – a soldier, and managed to keep him for five years, and that is a good thing”,

  4. Ach und auch ein nicht unwesentlicher Punkt. Sharon wurde gewählt und weigerte sich jahrelang zu verhandeln. Alles bis dato vereinbarte war mit seiner Wahl Makulatur. Nach Arafats Tod, weigerte er sich auch lange mit Mahmud Abbas zu verhandeln und tat dies schließlich nur widerwillig auf internationalen Druck hin.

    Die RoadMap hat er mit seinen Aktionen völlig konterkariert.

  5. „Am 20. November 2000, bei einem Bombenanschlag auf einen Schulbus in der Nähe der jüdischen Siedlung Kfar Darom werden zwei Kinder getötet und neun zum Teil schwer verletzt.“

    Das war aber nicht der Anfang Sebastian:

    Bereits seit Anfang Oktober ermordeten die IDF zig Menschen in den besetzten Gebieten.

    „Die UN-Resolution Nr. 1322 vom 7. Okober 2000 bedauert die Provokation bei Al-Haram Al-Sharif in Jerusalem und die Gewalt, die anschließend dort und an anderen heiligen Stätten stattfand und mit dem Tod von über 80 Palästinensern und vielen Verletzten endete. Der exzessive Gebrauch von Gewalt gegenüber Palästinensern wird verurteilt“

    http://www.ipk-bonn.de/docu/origs/un-sr-1322en.pdf

    Arafat war nicht schuldig
    Yossi Ben-Ari, Haaretz, 4.4.06

    „…Dichter, der Chef des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (GSS bzw. Geheimdienst) während der fünf Jahre der 2. Intifada überraschte alle, als er von Verhören vieler Palästinenser berichtete, die kurz nach dem Ausbruch des Aufstandes im September verhaftet wurden. Diese Verhöre klärten ein für alle Mal, dass Yasser Arafat nicht hinter dem Aufstand stand, der spontan an Ort und Stelle ausbrach.

    Ich erinnere mich an einen Artikel von Akiva Eldar ( Haaretz 13.2.06) der die Worte eines ranghohen Sicherheitsbeamten zitierte: „ Die Unruhen an Ort und Stelle waren nicht geplant und es war kein Plan aus Arafats Schublade, der sie anheizte“. Das sagte Yuval Diskin , der stellvertretende Chef des GSS damals und sein Chef heute; Dr. Matthi Stienberg, Sonderberater des GSS-Chefs damals; ….

    Zu jener Zeit erwähnte Eldar gegenüber dem Schreiber dieser Zeilen – und er hatte Recht – ein Verhör, das ich damals auf Wunsch des Geheimdienstes im November 2000 durchführte, es enthüllte auch… ,dass es in dem Monat, der den Ereignissen vorausging, keine Anzeichen von Plänen für Gewalt durch Arafat oder durch andere im palästinensischen Lager gab. Er selbst war überrascht davon. Im Gegenteil: Arafat bemühte sich, aus Angst, die Kontrolle zu verlieren, im Laufe der nächsten zwei Tage die Lage zu beruhigen ..

    Trotz ihrer Bedeutung wurden diese Erkenntnisse fast nur innerhalb der Geheimdienste weitergegeben und nicht den Politikern . Es ist erstaunlich, zu sehen, dass Dichter unter jenen ist, die folgendes glaubten: wenn die zentralsten Leute, die damals beim Geheimdienst operierten, dieser Meinung waren, wie ist es dann möglich, dass das Konzept des Geheimdienstes und die strategische Auffassung genau in entgegengesetzter Richtung ging. … Gab es da eine „vorgefasste Meinung“, die nur auf eine Gelegenheit wartete, ausgeführt zu werden ?.

    Und was die zweite Diskussion betraf: ein anderer früherer Geheimdienstchef, Ami Ayalon, erwiderte heftig auf das, was er als einen Versuch General (Res) Amidrors wahrnahm, „ die Öffentlichkeit in Schrecken zu versetzen“. Mit erstaunlicher Offenheit berichtete Ayalon, dass er im Laufe seiner 38 Jahre Dienst … in dieser Arbeit spezialisiert war, wie man die Wahrnehmung der ( feindlichen) Bedrohung intensiviert, um ein größeres Budget zu erhalten.

    http://cosmos.ucc.ie/cs1064/jabowen/IPSC/php/art.php?aid=36267

    Wer fing aber wann an was zu planen? So schreib die Welt im Juli 2000:

    „Die israelische Armee bereitet sich angesichts des gescheiterten Gipfels in Camp David auf den „Ernstfall“ vor: Blutige Zusammenstöße mit palästinensischen Demonstranten im Westjordanland und dem Gazastreifen. Die Armeeführung hat bereits damit begonnen, jüdische Siedler in gefährdeten Siedlungen in den besetzten Gebieten zu bewaffnen und an diesen Waffen auszubilden. …

    Schon unmittelbar nach den blutigen Unruhen im Westjordanland Mitte Mai begann die Armee mit der „Aufrüstung“ ihrer Truppen für eine mögliche neue Intifada (der Palästinenseraufstand zwischen 1987 bis 1994, der fast 2000 Palästinenser das Leben kostete). Spezialeinheiten wurden aufgestellt und auf den Einsatz bei Unruhen vorbereitet.

    Die Armeeführung hat außerdem damit begonnen, eingemottete Waffensysteme, die sie während der Intifada gegen Steine und Molotowcocktails werfende Demonstranten eingesetzt hatte, wieder zu aktivieren….

    Arafats Jerusalem-Beauftragter Faisal Husseini rief die Bevölkerung auf, die Straßen in Ost-Jerusalem und die Zufahrtswege zu den besetzten Gebieten zu blockieren, falls Israel mit der Macht seiner Armee eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Arafats verhindern wolle.

    Doch die Besorgnis erregenden Berichte aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland und die eskalierende Propaganda haben die palästinensische Bevölkerung bisher kalt gelassen. „Berichte, wonach die Bevölkerung bereits Lebensmittel hortet, um sich auf einen Konflikt vorzubereiten, sind völliger Unsinn,“ meint der Journalist Saud Abu-Ramadan. „Unsinn“ seien auch Behauptungen, wonach palästinensische Kinder in den zahlreichen Ferienlagern bereits im Waffengebrauch ausgebildet würden….

    In einer Kabinettssitzung warnte Israels Geheimdienst vor drohenden Attentaten gegen Barak und auch gegen Palästinenserpräsident Jassir Arafat. „Potenzielle Täterkreise befinden sich auf der palästinensischen wie auf der israelischen Seite, doch die einschlägig bekannten Gruppierungen werden ständig beobachtet“, versicherte der Geheimdienst den Ministern. Die größte Gefahr gehe – wie schon vor dem Attentat gegen Jizchak Rabin – von bislang unbekannten Einzeltätern aus.

    Die Zeitung „Ha’aretz“ berichtete, der Geheimdienst befürchte auch Attentate verrückter Einzeltäter gegen öffentliche Einrichtungen. Islamistische Radikale könnten auf einen Verhandlungskompromiss mit neuen Bombenattentaten gegen Israels Zivilbevölkerung reagieren. Bislang arbeiten der palästinensische und israelische Geheimdienst eng zusammen. Der einzige Bereich, in dem Zusammenarbeit noch klappt. Nach einem Fehlschlag in Camp David wäre auch sie bedroht. ..“

    http://www.welt.de/print-welt/article525072/Israels-Armee-bereitet-sich-auf-eine-neue-Intifada-vor.html

    DIE israelische Gesellschaft weigert sich, Konzessionen zu machen, die den Frieden mit den Palästinensern in den Bereich des Möglichen rücken. Der mit großer Mehrheit zum neuen Ministerpräsidenten gewählte Scharon konnte gleich nach der Wahl verkünden, dass er sich an die Verhandlungsresultate seiner Vorgänger nicht gebunden fühle. Dass die Palästinenser nun einem Mann gegenüberstehen, der für sie seit dem Massaker der Flüchtlingslager in Sabra und Schatila als „Kriegsverbrecher“ gilt, wird die Kluft zwischen beiden Völkern vertiefen.

    Unter dem neuen israelischen Regierungschef Ariel Scharon ist eine Zuspitzung der Auseinandersetzungen garantiert…

    …Die neue Intifada gilt als die Folge der – in den Augen der Palästinenser – unbefriedigenden Verhandlungsangebote Baraks beim letzten Camp-David-Treffen. In dieser Sicht ist die Intifada, ob spontan entstanden oder von Arafat gelenkt, ein Ausdruck des palästinensischen Volkszorns angesichts der Tatsache, dass Israel ablehnt, was den Palästinensern als gerade noch vertretbare Minimalposition erscheint. Entsprechend glaubt man, die Gewalt werde ein Ende finden, sobald Israel sich auf akzeptable Bedingungen einlässt.

    Doch das ist eine schwer wiegende Fehleinschätzung. Arafat mag versucht haben, die Intifada für seine Zwecke zu nutzen, aber die jüngsten Gewaltausbrüche im Westjordanland und im Gasa-Streifen hatten nicht das Ziel, Arafats Verhandlungsposition zu stärken. Selbst wenn die israelische Behauptung, Arafat habe die neue Intifada angeheizt, richtig wäre, so ist sie doch nur möglich geworden, weil die Verzweiflung der Palästinenser so groß ist, dass sie sich von den Friedensverhandlungen nicht mehr eine Verbesserung ihrer unerträglichen Situation oder ein Ende der verhassten israelischen Besatzung versprechen. Die Wut der Palästinenser ist keine Antwort auf die fehlenden Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Barak und Arafat, sondern auf die tagtägliche Erfahrung der Schikanen und Erniedrigungen unter dem Besatzungsregime und auf die ständigen Eingriffe Israels in ihr Territorium und ihre Lebensweise. Die meisten Palästinenser wissen kaum, wie genau die Vorschläge beider Seiten bei den Verhandlungen aussehen. Und es interessiert sie auch nicht, weil sie längst nicht mehr glauben, dass Abkommen zwischen ihrer Führung und der israelischen Regierung ihre Lebensverhältnisse verbessern werden ….“

    http://www.antikriegsforum-heidelberg.de/palest/hintergrund/wahl_scharons_lmdipl.htm

    Opferzahlen lt. der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem:

    Israeli security forces killed 6371 Palestinians, of whom 1317 were minors. At least 2996 of the fatalities did not participate in the hostilities when killed. 2193 were killed while participating in the hostilities. For 694, B’Tselem does not know whether they participated in the hostilities or not. An additional 248 were Palestinian police killed in Gaza during operation Cast Lead, and 240 were targets of assassinations.

    Palestinians killed 1083 Israelis in Israel and the Occupied Territories. 741 of the fatalities were civilians, of whom 124 were minors, and 342 were members of the security forces.

    http://www.btselem.org/press_releases/20100927

  6. „Das, was Sie über die israelischen Generäle berichten, zeigt wie sehr die Israelis, bis zu hohen Militärs, mit sich selbst ringen, wenn sie die Menschen in Israel mit Waffen verteidigen müssen.“

    Das ist völliger Blödsinn – der Geheimdienst gab seine Erkenntnisse auch erst Jahre später preis, und das hatte in der Öffentlichkeit Null Wirkung. Es war übrigens die Einschätzung zu der der Geheimdienst eben damals gekommen war. Von irgend einem ‚Ringen mit sich Selbst‘ einem Zögern GEwalt einzusetzen, kann nun wirklich gar keine Rede sein.

    Wenn so viel Blut fließt – und im Herbst 2000 floss sehr viel unschuldige Blut, und zwar palästinensisches, dann ruft das natürlich alle mölgichen militaristischen Kräfte auf den Plan,im Grund genommen herrscht Panik und mit solchen Reden versuchen die Menschen sich Rückhalt zu geben.Tatsächlich sprangen sie nur auf einen Zug auf, denn die Israelis ins Rollen bebracht hatten. Die Männer in patriarchalen Gesellschaften und nicht nur dort, dort aber umso mehr, haben ein Bedürfnis den anderen zu siganlisieren, dass sie Herr der Lage seien, auch wenn das völliger Blödsinn ist, ganz einach weil die Menschen Angst haben, Angst vor den israelischen Soldaten und dazu hatten sie allen Grund.

    Sie haben ja auch überhaupt nicht realisiert was der isralische Befehlshabende jener Zeit Oberst Malka sagte, nämlich, dass die IDF schossen, schossen, schossen, eine Millionen Kugeln im Herbst 2000 – ohne dass es irgend einen Terroranschlag oder bewaffneten Widerstand o.ä. gegeben hätte.Es gab nur massenhafte Proteste und sicher flog auch mal der ein oder andere Stein. Hunderte Menschen oft genug Jugendliche zu erschießen – das ist dadurch in keiner Weise gerechtfertigt.

    Es waren auch tatsächlich die Israelis die die Palästinenser mit einer Welle der Gewalt und zwar gegen zivilen, unbewaffneten Protest, überzogen. Die Gewalt damals ging ganz maßgeblich von den Israelis aus, nicht umgekehrt. Was ihr freilich den Anlass bot, die palsätinensische Gesellschaft war in Aufruhr – und das aus gutem Grund – ein bewaffneter Kampf, war das aber da noch gar nicht – das wurde es dann erst.

    Aus diesem Grund erließ damals der Weltsicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung eine gegen Israel gefasste Resolution zum Schutz der Palästinenser, da die Israelis völlig unverhältnismäßig unbewaffnete Protestierende erschossen.

    Daher kann man selbst aus einer chronoligischen Betrachtung der Ereignisse schließen, dass die Palästinenser ja gar nicht begonnen hatten. Was sie begonnen hatten war massenhafter Protest und der wurde die durch die Autonomiebehörder auch nicht unterbunden – aber warum sollte es den Palsätiennseren auch nicht gestattet sein, ihren Unmut über die politische Situation und die Härten, die die Besatzung ihnen aufoktruiert zum Ausrdruck zu bringen – ein bewaffneter Krieg ist aber was anderes und mehr als Protest war es eben nicht – die tögliche Gewalt begann Israel und setzte damit natürlich eine neue Runde gewaltsamer Auseinandersetzung in Gang, wobei natürlich der Sieger von vornherein feststeht.

    Zu behaupten Isreal täte sich schwer Gewalt gegen Muslime einzusetzen, um die eigene Bevölkerung zu schützen, verkehrt den tatsächlichen Sachverhalt komplett ins Gegenteil, damals und auch zu anderen Zeiten.

    ‚Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Israel einen übertriebenen Einsatz von Gewalt vorgeworfen: Soldaten hätten scharfe Munition gegen unbewaffnete libanesische Demonstranten benutzt, als diese im Mai versuchten, einen Grenzzaun zu durchbrechen. ‚

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/vorwuerfe-gegen-israel-uno-ruegt-exzessive-gewalt-bei-grenzprotesten-a-772988.html

    Sie können nicht erwarten, dass die Palästiennser friedlich zu Hause bleiben, während Soldaten des IDF Tag für Tag ihre Kinder erschießen – und genau so war das damals.Viele der Opfer waren unbewaffnete Jugendliche aus einer Gruppe von Unbewaffneten. Auch arabische Israelis demonstrierten damals für Palästina und im Norden Israels hat die israelische Polizei 14 unbewaffnete arabische Israelis erschossen.

    Auch laut Aussagen israelischer Soldaten ist eine der Hauptaufgaben des IDF in den besetzten Gebieten schlichtweg eine DauerSituation von Angst und Schrecken zu verbreiten und zwar ausdrücklich unter der Zivilbevölkerung.

    Um sich dessen zu vergewissern müssen sie die Seiten von ‚Breaking The Silence‘ einer israelischen Organisation für Ex-Soldaten gehen, die dort sehr selbstkritisch von ihren Einsätzen berichten, deren militärischer Sinn oft in keiner Weise gegeben war und kaum dem Schutz der israelischen Bevölkerung diente.

  7. @Jane

    Eine infame Unterstellung?

    Wenn Sie mir nicht glauben, glauben Sie vielleicht einem Minister von Arafat, lesen und hören Sie selbst:

    http://wahrheitgraben.wordpress.com/2010/03/07/wer-hat-die-2-intifada-ausgelost/

    Dem Video geht ein einführender Text voran:

    Zitat

    “The Palestinian Authority Minister of Communication explains that the current Palestinian violence against Israel was planned since Arafat returned from the last round of talks at Camp David and well before Prime Minister Sharon´s visit at the Temple Mount.”

    Zitat Ende

    In der Rede des Ministers, erfährt man laut Übersetzung, unter anderem das Folgende:

    Zitat

    “The intifada was already planned ever since the presidents return from the last talks at Camp David, at which (Arafat) stood up to President Clinton and firmly rejected the American terms (for an agreement) in the heart of America. Arafat is the first president to unequivocally tell America that he rejects the American terms when he was in the heart of America when he was still in Washingston and Camp David and to state that he will not give in to the American terms whatever the circumstances or challenges.”

    Zitate Ende

    Das, was Sie über die israelischen Generäle berichten, zeigt wie sehr die Israelis, bis zu hohen Militärs, mit sich selbst ringen, wenn sie die Menschen in Israel mit Waffen verteidigen müssen.
    Was ging dem voran, worüber Sie sich empören, dass Juden sich zur Wehr setzen.
    Am 20. November 2000, bei einem Bombenanschlag auf einen Schulbus in der Nähe der jüdischen Siedlung Kfar Darom werden zwei Kinder getötet und neun zum Teil schwer verletzt.
    Von 1948 bis 1967 gab es keine besetzten Gebiete. Terror gab es gleichwohl in diesen Jahren. Schauen Sie hier:

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_attacks_against_Israeli_civilians_before_1967

    Geben Sie ein Beispiel, wie die palästinensischen politischen Eliten sich selbstreflektierend über den Terror in der o.g. Liste äußern. Jeder militärischen Aktion Israels, ging Terror voran, der von den Palästinensischen Eliten initiiert wurde. Geben sie ein Beispiel, wie palästinensische Eliten der Hamas oder der Fatah ein Bedauern über die suizidalen Massenmorde auf Israels Straßen äußern. Im Gegenteil. Anonym hatte Ihnen bereits einen Hinweis gegeben

    http://test.hagalil.com/2012/12/04/hamas-24/comment-page-1/#comment-42399

  8. Israel will kein Palästina – und weil es alle Trümpfe (vermeintlich – denn die öffentliche Meinung und auch die Loyalität seiner treuesten Partner bröckelt mittlerweile merklich) in der Hand hat – kann es diesen Konflikt – von dem es profitiert – noch ewig weiterführen.

    Die Palästinenser sind dem hilflos ausgeliefert – mit Folgen die weitaus brutaler sind als umgekehrt.

    Dass da mitunter auch der Extremismus blüht kann nicht verwundern und es ist auch kein Freibrief für die schleichende ethnische Säuberung, die Israel in Palästina betreibt (ist ja jetzt anerkannt) und auch nicht für die Ansiedelung eigener Bevölkerung.

  9. „Das ist kein Blödsinn, sondern allgemein bekannt.“

    Jaku – Sie und Ihre Gesinnungsgenossen (und davon gibt es viele) wissen es natürlich besser, als der israelische Geheimdienst.

  10. ‚Jaku‘ kanns halt einfach nicht lassen und läuft so langsam wieder zur alten Form auf – den Rest verkneife ich mir jetzt mal lieber.

    Und übrigens – die Kassams sind gegenüber der Gewalt durch israelische High-Tech-Waffen – ebenfalls gegen Palästinenser eingesetzt tatsächlich ein Klacks.

    Um das zu verdeutlichen muss man sich vor Augen halten, dass 10 Tausende Kassams insgesamt ungefähr 15 Todesopfer gefordert haben. Keine Frage 15 Todesopfer zu viel, aber die meisten Kassams landen auf irgend welchen Feldern oder reißen ein paar Dachziegel vom Dach.

    Die Bombadierung vor 2 Wochen des Gazastreifens kostete alleine in einer Woche 10 mal mehr Menschen das Leben – als all die Kassams in 12 Jahren.

    Die Opferzahlen der Palästinenser in diesem Konflikt auch die der Zivilisten, die in keinerlei Kampfhandlungen verwickelt sind, sind ein vielfaches und es sind auch weiß Gott nicht immer die Palästinenser, die bestehende Waffenstillstände torpedieren.

    Die Wahrnehmung ist hier allgemein total verzerrt.

    Eine aufschlussreiche Grafik zum Vergleich von Opferzahlen unter Kindern:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/nahostkonflikt-siedlungen-gefaehrden-israels-demokratie-1.1539881

    Und hören Sie mir auf mit der Mär, die Palästinenser würden ja ihre Kinder als Schutzschilde missbrauchen – das ist auch nur eine weitere zynische Selbtschutztheorie.

    Und hier eine Erinnerungssite mit den Namen aller in diesem seit 2000 getöteten Kinder, Israelis und Palästinenser:

    http://www.rememberthesechildren.org/remember2012.html

    • „‘Jaku’ kanns halt einfach nicht lassen und läuft so langsam wieder zur alten Form auf – den Rest verkneife ich mir jetzt mal lieber.“

      Wenn man bei Ihnen zur „alten Form“ aufläuft, weil man Sie zitiert, was Sie am liebsten vergessen möchten, ist das wirklich das Köstlichste was ich von Ihnen jemals las.
      Verwechseln Sie mal nix. Sie können es nicht lassen, indem sie mehrfach wiederholten, die Paläst. Nationalcharta wäre geändert wurden, obwohl jeder weiß, dass das nicht stimmt. Dem haben viele widersprochen und keiner hatte den Wunsch, darauf Ihre immer gleichen Tiraden zu lesen.

      „Und hören Sie mir auf mit der Mär, die Palästinenser würden ja ihre Kinder als Schutzschilde missbrauchen – das ist auch nur eine weitere zynische Selbtschutztheorie.“

      Womit ich aufhöre, überlassen Sie gefälligst mir. Aber dass Sie das negieren, obwohl es sogar die Hamas mehrfach zugab, zeigt, dass Sie einer eigenen Welt leben, in der Sie selektieren, was Ihnen nicht passt.
      Auch das ist nichts neues unter der Sonne, ebenso die Wiederholung, Arafat hätte die 2. Indifata nicht initiiert, obwohl es dazu Belege noch und nöcher gibt.

      Dass Sie Opfer gegeneinander ausspielen, ist auch nichts neues. Zynisch waren Sie ja schon immer.

      Quatschen Sie mich einfach nie mehr an, vor allem, wenn ich anderen Fragen beantworte, die Sie nichts angehen. Dann ist alles gut. Nur: Lügen und Verdrehungen werde nie einfach so stehen lassen.

      Aber gut, bleiben Sie in Ihrer selbst erschaffenen Welt, die mit der da draußen Null zu tun hat. Viel Spaß dabei.

  11. “Zahar will gemeinsam mit der Fatah Israel bekämpfen
    Dienstag, 4. Dezember 2012 | nai
    Hamas-Anführer Mahmud Zahar hat die rivalisierende Fatah dazu aufgefordert, seiner Organisation beizutreten, um gemeinsam Israel zu bekämpfen. Man solle aufhören, Zeit und Mühe für den Friedensprozess zu verschwenden, forderte Zahar.
    Versöhnliche Töne derweil auch aus Ramallah: Palästinenserpräsident und Fatah-Chef ’Abu Mazen’ teilte den Reportern vor Ort mit, höchste Priorität für ihn habe nun die Beendigung der Rivalitäten mit der Hamas. Er sehe keinen Grund, warum beide Seiten keine Einigung erzielen könnten. …“

  12. Es ging hier darum, die Behauptung, die PLO unter Arafat hätte Israel anerkannt und ihre Charta geändert.

    Es ist kein Problem, diese und ähnliche Behauptungen zu widerlegen, die Charta ist bis heute nicht geändert, zum einen, und zum anderen, man stößt immer wieder auf Aussagen hoher Fatah-Funktionäre, Herr Abbas Zaki ist nicht irgendwer, die unverholen vom „Phasenplan“ zum Ende Israels reden.

    Bezüglich der Intifada wäre zu sagen, dass diese, schon im Juni 2000 von Arafat persönlich angedroht, lt. Marwan Barghuthi, selbstverständlich lange vor ihrem Beginn geplant und vorbereitet worden ist.

    Nebenbei aber möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass hier, und nun aber schon zum wiederhohlten Male, kaum maskiert in einschlägiger Weise der Versuch unternommen wird, den Terror gegen Israels Zivilbevölkerung zu legitimieren. Was das bedeutet ist bekannt.

    • „Nebenbei aber möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass hier, und nun aber schon zum wiederhohlten Male, kaum maskiert in einschlägiger Weise der Versuch unternommen wird, den Terror gegen Israels Zivilbevölkerung zu legitimieren. Was das bedeutet ist bekannt.“

      Es hat sich auch diesbezüglich nichts geändert.

      Noch damals als Catya:

      „Die Kassams sind dagegen ein Klacks

      Da wundert man sich, dass Militante wieder zu den Waffen griffen?

      Wie kann man sich da über die Kassams wundern?“

      http://forum.hagalil.com/board-a/messages/279/44964.html?1253214311#POST185719

  13. „Das ist richtig. Arafat hat die 2. Intifada initiiert.“

    Das ist Blödsinn – und nichts als israelische Propaganda und eine Selbstentlastungstheorie,

    der selbst israelische Geheimdienste klar widersprachen. Zunächst haben gar nicht die Palästinenser einen Krieg begonnen, sondern die Israelis, zudem machte der Geheimdienst deutlich, dass es keinerlei Hinweise für irgend eine Planung gab – im Gegenteil, Arafat bat den bereits im Vorfeld heftig umstrittenen Spaziergang Sharons zu verhindern, indem er Ehud Barak eindringlich bat, denselben zu verhindern, da er Unruhen fürchtete. Der ‚Spaziergang‘ eine politische Demonstration hinsichtlich des künftigen Status Jerusalems, wurde auch im Vorfeld in der Knesset hitzig diskutiert. Alle Beobachter waren sich im Vorfeld einig, dass dies zu heftigen Protesten führen könnte. So kam es dann auch und Israel schoss scharf auf weitgehend unbewaffnete Palässtinenser, was, wie ich schon schrieb eine gegen Israels völlig unverhältnismäßige Gewaltanwendung, gerichtete Resolution des Weltsicherheitsrats zur Folge hatte.

    Hier ein Link zu den Erkenntnissen des israelischen Geheimdienstes hinsichtlich dieser Frage.

    http://cosmos.ucc.ie/cs1064/jabowen/IPSC/php/art.php?aid=36267

  14. Wenn ein Fatah-Mitglied etwas sagt, muss das noch lange nicht der Kurs der Parteiführung sein – und letztendlich ist das auch egal – worauf es ankommt ist zu rechtsgültigen gegenseitigen Abkommen zu kommen, die Rechtssicherheit schaffen.

    Dass sich Palästinenser und Israelis gegenseitig wegträumen ist ja nichts neues und da gibt es genügend entsprechende Äußerungen – und zwar von beiden Seiten.

    Gegenwärtig verteidigt Israel nicht seine Grenzen und auch nicht seine Bevölkerung gegen Übergriffe, sondern eine rechtswidrige Besatzung.

    Die Palästinenser haben Israel nicht besetzt.

  15. “Jane
    5. Dezember 2012 – כ״ב בכסלו תשע״ג at 23:57 • Reply
    Riciano – Sie verstehen nichts und basteln sich alles so zusammen. Was soll man da machen – es ist sinnlos.“
    “Die palästinensische Nationalcharta behauptet, der UN-Teilungsplan für Palästina nach der UN Resolution 181 vom November 1947 und die Teilung in einen jüdischen und einen arabischen Staat seien illegal gewesen. …
    Der bewaffnete Kampf sei der einzige Weg um das in der palästinensischen Nationalcharta FESTgeschriebene ZIEL, die Befreiung der Region Palästina durch Zerstörung Israels, zu erreichen. Dies sei, vom arabischen Gesichtspunkt aus, nationale Pflicht.“ wiki
    …die Errichtung einer kämpferischen unabhängigen nationalen Autorität in J E D E M Teil sog.’Palästinas’, der befreit wird“ siehe Hamastan

    Das Sie vollkommen ÜBERFORDERT sind, argumentativ in der Sache UNWIDERLEGBARE FAKTEN zur Kenntnis zu nehmen, zeigten und zeigen Sie in nahezu jedem Ihrer gegen Israel hetzenden Propaganda-post’s – wirklich Jeder erkennt dies in aller kürzester Zeit!!! Erbärmlicher geht kaum.

    ZITAT:

    “Revision der PLO-Charta
    Am 26. April 1996 beschloss der im Januar erstmals frei gewählte 21. Palästinensische Nationalrat in Gaza, das höchste legislative Organ der Palästinenser, alle Artikel aus der PLO-Charta zu streichen, die den im Oslo-Friedensprozess seit 1993 getroffenen Abkommen widersprachen. Ein Rechtsausschuss SOLLTE die Charta überarbeiten und sie dem Zentralrat bei der nächsten Sitzung vorlegen. Die überarbeitete Fassung blieb jedoch unveröffentlicht.“ Wikipedia

    kurz: gibt es …existiert NICHT! …für die geneigte (Welt)“Öffentlichkeit“

    …nix als wohlfeile arabische Taqyia-Bekundungen ähnlich dem arisch-deutsch-badischen Jane-Gelaber ;-(

  16. Jim – so redeten zionistische Führungspersönlichkeiten umgekehrt von Anfang an und tun es auch heute noch:

    “Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind wie Gott auf diesem Planeten. Wir unterscheiden uns von anderen Rassen wie diese sich von Insekten unterscheiden. Im Vergleich zu uns sind andere Rassen wie Vieh, sie sind der Abfall der Menschheit. Es ist unsere Bestimmung, über die anderen, minderwertigen Rassen zu herrschen. Sie werden unsere Füße lecken und uns wie Sklaven dienen.”

    Am 25. Juni 82, Menachem Begin in der Knesset

    Der ehemalige Generalstabschef der israelischen Armee, Raphael Eitan, sagte während seiner Amtszeit ebenfalls ein paar höchst umstrittene Sachen. So veröffentlichte die New York Times am 14. April 1983 einen Artikel in dem folgende Aussagen von Eitan stammen:
    “Wenn wir das Land besiedelt haben, werden die Araber nur noch wie betäubte Kakerlaken in einer Flasche herumhuschen können.”

    Im Koenig-Memorandum, auch als Koenig-Report bekannt, einem internen, israelischen Regierungsdokument schrieb der Verfasser Yisrael Koenig folgendes:
    “Wir müssen Terror, Attentate, Einschüchterungen, Landnahme sowie den Stop aller sozialen Leistungen benützen, damit Galiläa seine arabische Bevölkerung los wird.” Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

    Einer der höchsten israelischen Geistlichen Ovadia Josef, ehemaliger Großrabbiner des Staates Israel, ein Mann der nicht nur mächtig ist, sondern auch ein enormes Ansehen genießt, behauptet am 10. Oktober 2010, dass “alle Nicht-Juden (Goyim) auf der Welt seien, um Juden zu dienen. Gott habe ihnen ausschließlich zu diesem Zweck ein Leben auf der Welt geschenkt.” Ovadia Josef, selbst ein orientalischer Jude der in Bagdad auf die Welt kam, hat in der Vergangenheit des öfteren solche Aussagen von sich gegeben. In diesem Fall war es die israelisch-liberale Zeitung, die darüber berichtete. Die europäischen und amerikanischen Medien ignorierten Josefs Aussagen und nahmen es sich vor, gar nichts darüber zu berichten.

    Und dieser Tage – Netanyahu:

    Der Regierungschef hat viel geredet zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag. Darüber, dass die Palästinenser keinen Frieden wollen, auch darüber, dass man weiter in Jerusalem und auch überall dort bauen werde, wo es im »strategischen Interesse« Israels sei, solange es keine Verhandlungsergebnisse mit den Palästinensern gebe – Dinge also, die Israels Vertreter bereits sagen, seit die palästinensische Führung versucht, Palästina zum Mitglied der Vereinten Nationen zu machen.

    Doch als die Medienvertreter den Raum verlassen hatten, beschloss das Kabinett auf Antrag von Premierminister Benjamin Netanjahu eine Resolution, der ein Satz vorangestellt ist, »der alles, was davor und danach gesagt worden ist, zur Lüge macht«, wie Israels größte Zeitung »Jedioth Ahronoth« am Montag zusammenfasste: »Das jüdische Volk hat ein natürliches, historisches und juristisches Recht auf seine Heimstatt und dessen ewige Hauptstadt Jerusalem als den Staat des jüdischen Volkes und ein Anrecht auf Gebiete im Land Israel, deren Status umstritten ist.«

    Ein Satz, der für Jubel bei Israels Rechten und noch viel mehr Applaus bei der Siedlerbewegung sorgte. Es sei das erste Mal, dass eine Regierung »Judäa und Samaria«, die biblische Bezeichnung für das Westjordanland, zum Teil des Staates Israel erkläre, heißt es beim Jescha-Rat, einem einflussreichen Siedlergremium, das die Resolution als »historische Erklärung« feiert. Netanjahu sei »endlich zu seinen Wurzeln zurückgekehrt«.

    Die Wurzeln: Der sogenannte »Revisionismus«, eine Richtung innerhalb der zionistischen Bewegung, die ein Groß-Israel propagiert, das das Westjordanland und Gaza einschließt. Netanjahus Vater Professor Ben Zion Netanjahu, ein Historiker, war einer der Vordenker des Revisionismus; sein Sohn hat sich bisher nie öffentlich dazu geäußert – und wurde deshalb vom rechten Rand des Likud-Blocks, einem Bündnis aus Parteien, deren Ideologie zum Teil auf dem Revisionismus fußt, stets misstrauisch beäugt. …“

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/806278.netanjahu-bei-seinen-wurzeln.html

    Dinge – die israelische Politker auch lieber unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit so von sich geben:

    Israeli PM Netanyahu: I „stopped“ Oslo peace process –

    http://www.youtube.com/watch?v=eeT_KLuCdug

    Was bleibt da übrig, vernünftige Verträge für eine vernünftige Lösung und eine Rückkehr zu den Grundsätzen des Völkerrechts – und mehr als die Palästinenser haben die Israelis da ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

  17. „Arafat Selbstmordattentate, soweit ich weiß ab dem 22. Dezember 2000 initiiert“

    Das ist eine infame Unterstellung – aber wo Sie doch angeblich so beschlagen sein wollen Sebastian – was ging denn diesem Anschlag in der 2. Jahreshälfte voraus?

    Irgend eine Ahnung?

    Das war ja im Verhältnis beider Völker eine sehr wichtige Zeit. sozusagen eine Periode der Verfinsterung nach zerstörten Hoffnungen.

    Nun – da das bestimmt der Teil der Geschichte ist, welcher in Ihrem Hirn unter Totalamnesie fällt, werde ich Ihnen gerne auf die Spränge helfen.

    „…. Einen Monat, nachdem die Intifada vor vier Jahren begann, fragte Generalmayor Amos Malka – damals die Nummer drei in der Militärhierarchie und bis 2001 der Chef des israelischen Militär-Geheimdienstes ( MI), einen seiner Offiziere (Major Kuperwasser) wie viele (5,56) Kugeln das Kommando der Mitte während dieses Monats nur in der Westbank verschossen hat. Drei Jahre später sprach Malka über diese schrecklichen Zahlen. Folgendes sagte er zu Haaretz“ diplomatischem Kommentator Akiva Eldar über den 1. Monat der Intifada : „( es waren) 30 Tage von „Unruhen“, ( es gab) keinen terroristischen Akt, kein palästinensisches Schießen:“ Kuperwasser gab die Zahl mit 850 000 an. Meine Zahl war 1,3 Millionen Kugeln in der Westbank und im Gazastreifen. Dies ist eine strategische Zahl, die besagt, unsere Soldaten schossen, schossen und schossen. Ich fragte: „War es das, was Ihr bei euren Vorbereitungen beabsichtigt habt?“ Er verneinte. Ich sagte: Dann liegt die Bedeutung also darin, dass wir die Höhe der Flammen / das Maß der Konfrontation bestimmen wollten.“ (Haaretz, 11.6.2004) „Es war eine Kugel für jedes palästinensische Kind,“ sagte einer der Offiziere bei jenem Treffen. Wenigstens dies enthüllte die Tageszeitung Maariv vor zwei Jahren. Als die schrecklichen Zahlen das 1. Mal bekannt wurden, änderte sich nicht viel an der „öffentlichen Meinung“, weder hier noch im Westen, weder vor zwei Jahren noch vor 4 Monaten, als Malka schließlich seinen Mund öffnete. Man las es, als hätte sich das sonst wo ereignet oder vor sehr langer Zeit, oder als ob es nur eine Version wäre, eine von vielen Stimmen, die das Hauptthema verbirgt: „Wir, die Israelis, haben recht – die andern haben unrecht.

    … Es geht auch um das totale Zurückweisen der palästinensischen Aklagen während dieser Monate im Herbst 2000: keiner, nicht einmal die Pro-Palästinenser im Westen, glaubten ihnen, wenn sie ihre Geschichte zu erzählen versuchten, die die Realität der gegen sie abgeschossenen 1,3 Millionen (5,56-) Kugeln mit einschloss. Oder, als sie ihre Version der Geschichte zu erzählen versuchten, Israel mache jede nur mögliche Anstrengung, um die Unruhen des Herbstes in ein Blutbad zu verwandeln und um die verschiedenen (pal.) Fraktionen zu ermuntern, ( endlich) ihre Waffen zu benützen, damit dies dann ins Endstadium des noch ungeschriebenen Oslo-Prozesses verwandeln werden kann. Dies war das Ziel von Ehud Barak und seinen Männern, General Shaul Mofaz (damals Generalstabschef, jetzt Verteidigungsminister) General Moshe Yaalon, der führende Kopf hinter dem Plan und nach den eigenen Worten: „in die palästinensischen Köpfe einbrennen“, dass sie uns nie besiegen können.“

    http://www.zmag.de/artikel/Eine-Kugel-fuer-jedes-palaestinensische-Kind

    Dem voraus ging ein verhältnismäßig längerer Zeitraum ohne Anschläge – und das ganz ohne Mauer. Die Palästinenser dachten sie würden endlich ihren eigenen Staat erhalten – ein Staat in dem sie das sein können, worauf Menschen ein Recht haben – ein normaler Bürger ihres Landes zu sein.

    Der These die Palästinenser, ja Arafat hätten einen blutigen Krieg geplant – haben selbst israelische Geheimdienste längst widersprochen.

    Noch unsinniger ist diese These, welche sich wohl aus psychologischen, ganz gewiss nicht aus faktischen Gründen in den Köpfen vieler Israelis und vieler Sympathisanten Israels festgesetzt hat, wenn man sich chronologisch die tatsächliche Folge der Ereignisse im Herbst 2000 ansieht.

    Dann wird eines klar – diesen Krieg haben die Israelis begonnen. Sie waren es die mit unbarmherziger und zügelloser Gewalt auf die nachvollziehbaren Proteste der Palästinenser reagierten – und natürlich führte dies schließlich zu einem gewaltsamen Schlagabtausch beider Seiten.

    Doch angefangen hatten eindeutig die Israelis – in ihrem Bestreben den Palästinensern klar zu machen, dass sie keine Forderungen zu stellen haben und dass sie ein Angebot, dass angeblich ein gutes sein soll, zu akzeptieren und nicht zu hinterfragen haben.

    Es war eine blutige Niederschlagung eines mehr als berechtigten Volksbegehrens, das aber zunächst kein Kampf, sondern ein Massenprotest war.
    So stellte sich die palästinensische Opferbilanz im Spätsommer 2000 zunächst folgendermaßen dar:

    Eine Schautafel, welche israelische und arabische Opfer in diesem blutigen Konflikt anzeigt, macht deutlich, wie unsinnig die Wahrnehmung der Palästinenser als Täter in diesem Fall ist.

    So starben im Herbst 200 282 Palästinenser, viele von Ihnen Teenager und Kinder – dem entgegen stehen 41 getötete Israelis, was in Folge der blutigen Auseinandersetzung natürlich nicht ausblieb.

    http://www.ifamericansknew.org/stats/deaths.html

    Diese Zahlren beruhen auf extrem vorsichtigen Berichten von B’Tselem, tatsächlich geht das internationale Rote Kreuz von sehr viel mehr palsätinensischen Opfern aus.

    Die völlig unverhältnismäßig, brutale Reaktion israelischer Sicherheitskräfte auf arabischen Protest hatte damals auch eine gegen Isreal erklärte Resolution des Weltsicherheitsrats zur Folge.

    Aus der Resolution 1322 des Weltsicherheitsrats:

    „tief besorgt über die tragischen Ereignisse, die seit dem 28. September 2000 zahlreicheTote und Verwundete, hauptsächlich unter den Palästinensern, gefordert haben,
    erneut erklärend, dass eine gerechte und dauerhafte Lösung des arabisch-israelischen Konflikts auf seinen Resolutionen 242 (1967) vom 22. November 1967 und 338 (1973) vom 22. Oktober 1973 gründen und durch einen aktiven Verhandlungsprozess herbeigeführt
    werden muss,mit dem Ausdruck seiner Unterstützung für den Nahost-Friedensprozess und die Anstrengungen im Hinblick auf eine endgültige Regelung zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite und mit der nachdrücklichen Aufforderung an beide Seiten, bei diesen Anstrengungen zu kooperieren, erneut erklärend, dass alle die Heiligen Stätten der Stadt Jerusalem voll zu achten haben, und jegliches gegenteilige Verhalten verurteilend,

    1. missbilligt die Provokation vom 28. September 2000 am Haram al-Sharif in Jerusalem sowie die anschließende Gewalt an dieser und an anderen Heiligen Stätten sowie in
    anderen Teilen der gesamten von Israel seit 1967 besetzten Gebiete, die zum Tode von mehr als 80 Palästinensern geführt und viele weitere Opfer gefordert hat;

    2. verurteilt die Gewalthandlungen, insbesondere die Anwendung übermäßiger Gewalt gegen Palästinenser, die zu Verletzungen geführt und Menschenleben gefordert haben;

    3. fordert die Besatzungsmacht Israel auf, sich strikt an ihre rechtlichen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten aus dem Vierten Genfer Abkommen vom 12. August 1949
    zum Schutze von Zivilpersonen in Kriegszeiten351 zu halten;

    4. fordert die sofortige Einstellung der Gewalt und die Durchführung aller notwendigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Gewalttätigkeiten aufhören, dass neue Provokationshandlungen vermieden werden

  18. Jane, wenn sie sich schon bei einem Posting auf mich beziehen, sollten Sie auch tatsächlich auf den Inhalt meiner Anmerkung eingehen.

    Es geht darum Israel als Jüdischen Staat anzuerkennen. Sobald es 2000 darum ging einen Friedensvertrag abzuschließen, unter Anerkennung Israels als jüdischen Staat, hat Arafat Selbstmordattentate, soweit ich weiß ab dem 22. Dezember 2000 initiiert. Dazu nochmal der detaillierte Bericht des damaligen Israelischen Außenministers Shlomo Ben-Ami über das Ende des Friedensprozesses:

    http://embassies.gov.il/berlin/AboutIsrael/the-middle-east/naherostendokumente/Ben_Ami.pdf

    Zu Arafat habe ich jüngst ein interessantes Posting in der taz gelesen (http://www.taz.de/!c106553/):

    Zitat

    „Laut verschiedenen Quellen nannte Jassir Arafat seinen politischen Ziehvater Mohammed Amin el-Husseini, der während der Shoa Mufti von Jerusalem war, als „Helden“ oder „unseren Helden“

    Siehe hier: http://www.ca-ira.net/verlag/leseproben/selent-glaeschen_lp4.html

    oder wikipedia, letzter Absatz der Überschrift: „Nachkriegszeit“:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini

    Laut Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung „El-Husseini: Akteur der Shoa“, hat el Husseini direkt beim Reichsführer – SS Heinrich Himmler, interveniert, als Ende 1942 über die Ausreise jüdischer Kinder aus der Slovakei, Polen und Ungarn nach Palästina verhandelt wurde. Himmler verhinderte das Unternehmen und schickte die Kinder so in den sicheren Tod.

    Außerdem ist dort nachzulesen, dass im Februar 1943 Großbritanien, Bulgarien das Angebot unterbreitete 5.000 jüdische Kinder die Übersiedlung nach Palästina zu ermöglichen. El-Husseini wandte sich dann direkt an Reichsaußenminister Ribbentrop. Mit dem Eingriff des Mufti wurden auch diese Kinder in den Sicheren Tod geschickt (vgl. vgl. El-Husseini: Akteur der Shoa, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung 5. Absatz des folgenden Links):

    http://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/rechtsextremismus/rechtsrock/nationalsozialismus-islamismus-terrorpop/nationalsozialismus-u-2

    Zitat Ende

  19. Zitat Jane:

    “dass die Fatah ihre Charta geändert hat“

    KEINESWEGS! Weder PA, Fatah, Hamas oder irgendwelche anderen arabischen sich ’palästinensisch’ nennende Macht- und KampfVereinigungen haben dies jemals getan!

    Jane, eine ’arafatsche’ + in Folge Lottogesellschaft teilt Ihnen und vielen anderen dieser Welt SCHRIFTLICH (ausserhalb jeglicher REAL fest zugesichert VERLÄSSLICHER ’Gewinnbenachrichtigung’) per BRIEF mit, dass, wenn und falls Sie dessen BEDINGUNGEN Punkt 1 – XXX jeweils richtig erfüllen, Ihnen ein ’Gewinn’ (für Israel wäre es in etwa, wenn auch seeehr wage ’verlässlich’- wie die Geschichte immer wieder bitter belegte – , in etwas so was GEWESEN) ins Haus stehen KÖNNTE – vollkommen bindungs-, garantie- und VERPFLICHTUNGSLOSe Ankündigungen, Bekundungen von EVENTUALITÄTEN! Die vermeintlich für ’ungültig’ erklärten Artikel der PA:

    “ Im Januar 1998 sandte deshalb Arafat dem US-Präsidenten einen Brief, der mit folgenden Worten schloss: «Die Artikel 6-10, 15, 19-23 und 30 sind annulliert worden, und die Teile der Artikel 1–5, 11–14, 16–18, 25–27 und 29, welche mit den obgenannten Verpflichtungen nicht übereinstimmen, sind ebenfalls annulliert worden“

    sind nahezu die KOMPLETTE Charta! Meinte Arafat, meint Abu Mazen, meinen SIE, Clinton, Rabin, die UN …die Welt ist total BEKLOPPT??????

    Sie sollten DRINGEND beginnen. die REALITÄT zur Kenntnis nehmen!!! …weniger gefühlsSPEKULIEREND, vielmehr irgendwann anfangen, sich mehr mit dieser auseinanderzusetzen – AUCH wenn es Ihnen schwer fallen mag oder gar nicht zu GEFALLEN scheint – Israel wurde aufgrund dieser REALITÄT seit seiner Wiedergründung UNGEFRAGT dazu GEZWUNGEN, musste lernen, damit umzugehen, um ganz schlicht und einfach weiterexistieren – ÜBERLEBEN – zu können!!!!!

  20. Fakt ist: Die PLO-Charta, eigentlich im Rang eines Grundgesetzes bzw. einer Verfassung, ist bis heute nicht geändert. Sämtliche Briefe, vorgebliche Willenserklärungen und eventuelle Abstimmungen sind nicht bindend und deshalb rechtlich, auch völkerrechtlich, völlig irrelevant.

  21. @Sebastian

    Sie sind nicht in der Lage Fakten aufzunehmen.

    „“….die palästinensische Führung hat bislang jeden Friedensvertrag abgelehnt, der die Anerkennung und den Bestand eines jüdischen Staates beinhaltet,“

    „10. September 1993
    Israel und die PLO wechseln Briefe zur gegenseitigen Anerkennung. In letzter Verhandlungsminute erhält Holst die Unterschriften Arafats (PLO) und Rabins (Israel). Das Exekutivkomitee der PLO billigt trotz interner Widerstände den von Yassir Arafat in Tunis vorgelegten Text.

    Arafat am 09.09.1993 an Rabin:
    „Die PLO erkennt das Recht des Staates Israel auf Existenz in Frieden und Sicherheit an.“
    Rabin an Arafat:
    „…die israelische Regierung hat beschlossen, die PLO als die Vertretung des palästinensischen Volkes anzuerkennen.“ “

    http://test.hagalil.com/israel/geschichte/zeittafel-1992.htm

    Hierin wird der Fehler von Oslo allein schon deutlich – während die PLO Israel als Staat innerhalb der bis dato geltenden international anerkannten Grenzen anerkennt, erkennt Israel lediglich die PLO als Vertretung der Palästinenser an.

    Die Hamas hat oft genug signalisiert, dass sie eine Zwei-Staaten-Lösung nicht ausschließt – nach den leidvollen Erfahrungen von Oslo allerdings, ist sie nicht bereit Israel anzuerkennen, ohne, dass Israel eben auch Palästina anerkennt – als ultimatives Endziel von Verhandlungen auf Augenhöhe.

    Was immer man über die Hamas denken mag, nach den Erfahrungen von Oslo, bei welchen die Fatah unter Arafat Israel in jeder Hinsicht großzügig entgegenkam, ohne irgend etwas reeles dafür zurück zu erhalten, will die Hamas nicht noch einmal den gleichen Fehler machen. Verständlich!

    @Lisa – selbstverständlich haben Juden und Israelis für mich, genauso wie alle anderen Menschen ein Existenzrecht – was mich von Ihnen unterscheidet, dass dieses Palästinenser und Muslime natürlich auch haben – und die Palästinenser, um die es heute geht, werden von Juden auf ihrem eigenen Grund und Boden entrechtet – und nicht etwa umgekehrt.

  22. „Was war den von 1948 bis 1967? Ist Israel in den Jahren bis 1967 etwa nicht terrorisiert worden?“

    Kaum – es gab zwar Übergriffe an der Grenze – allerdings waren die beidseitig – und die Übergriffe der Israelis auf die Nachbarn, oft Anschläge auf Zivilisten, waren nicht selten.

    Alles in allem war das Land gar nicht in Gefahr.

    Es ist lächerlich die Expansion Israels als ‚Sicherheitslösung‘ zu verkaufen – die eigentliche Motivation ist natürlich eine ganz andere und natürlich macht dieselbe das Leben in Israel unsicherer und nicht sicherer.

  23. „Fakt ist: Die PLO-Charta, eigentlich im Rang eines Grundgesetzes bzw. einer Verfassung, ist bis heute nicht geänder“

    Das ist kompletter Blödsinn – das ist nur eine Prinzipienerklärung aus der Gründungszeit der PLO. Allein die Anerkennung Israels wäre demnach ja nicht möglich gewesen – Fakt ist, die Passagen die zur Zerstörung Israels aufrufen wurden annuliert. Ein ‚Grundgesetz‘ stellt die Prinzipienerklärung natürlich nicht dar, genauso wenig wie die Charta der Hamas, die auch im Widerspruch zu dem Wahlprogramm der Hamas im Jahr 2006 steht.

    Es gibt gar nichts, was die palästinensischen Parteien verpflichten würde, diese Charten umzusetzen, und sie haben sich auch in der Vergangenheit oft klar davon wegbewegt – das alles ist doch nur ein weiterer Aufhänger, um die israelische Einbahnstraße auf gar keinen Fall in Frage stellen zu müssen.

    @Lisa – seit zig Jahren vertreiben Juden Muslime -nicht umgekehrt und natürlich haben israelische Staatsbürger nicht ein Recht sich niederzulassen wo sie wollen, auf dem Grund und Boden anderer Menschen. Sie und ich, wir dürfen das auch nicht.

  24. Dass sich beide Vertragspartner von Oslo an die Verträge halten müssen, auf die Idee kommen Antisemiten nicht. Wieso auch? Schließlich ist alles, was Juden dämonisiert, von Ihnen zu fördern. Wie soll Israel mit einer Partei verhandeln, die in Wort und Tat die Auslöschung Israels mitsamt seiner Bürger betreibt?

    Wie kann Israel eigentlich zugemutet werden mit einem Partner zu verhandeln, der allen Juden das Aufenthalts- und Lebensrecht verweigert. Was ist das für ein Partner, der Juden dazu zwingt in abgeriegelten bewachten Dörfern und Vororten zu leben (Antisemiten verwenden gerne den false-friend „Siedlung“) und von ihnen fordert, selbst aus denen zu verschwinden?

    Wie wahnsinnig erfüllt von Antisemitismus müssen Menschen sein, wenn sie die Existenz jüdischen Lebens in den sog. Palästinensischen Autonomiegebieten als Hindernis für einen Frieden behaupten? Ist die Hamas friedlicher geworden, nachdem sie alle Juden aus Gaza vertrieben hat und ihre Synagogen geschändet hat?

  25. Fakt ist: Die PLO-Charta, eigentlich im Rang eines Grundgesetzes bzw. einer Verfassung, ist bis heute nicht geändert. Sämtliche Briefe, vorgebliche Willenserklärungen und eventuelle Abstimmungen sind nicht bindend und deshalb rechtlich, auch völkerrechtlich, völlig irrelevant.

  26. Jane, Sie sind nicht in der Lage Fakten aufzunehmen

    lesen Sie hier: http://www.haolam.de/?site=dertag&id=5575

    Auszug:

    „….die palästinensische Führung hat bislang jeden Friedensvertrag abgelehnt, der die Anerkennung und den Bestand eines jüdischen Staates beinhaltet, unabhängig von seinem Grenzverlauf, und an dieser Ablehnung hält sie bis heute fest.
    Diese Verweigerungshaltung ist auch der wahre Grund dafür, daß die Palästinenser auf die Angebote der früheren Premierminister Ehud Barak (im Jahr 2000) und Ehud Olmert (im Jahr 2008), einen palästinensischen Staat zu errichten, der so gut wie das ganze Westjordanland und Gaza umfasst hätte, nicht eingingen….“

    Auszug Ende

    • Nein, sie ist dazu nicht in der Lage. Deswegen auch das verzweifelte negieren von Fakten, wo es nichts zu negieren gibt. Erinnert mich an kleine Kinder, die nicht zugeben wollen, sich geirrt zu haben und nun verzweifelt herumtrotzen, damit Mama ihnen Recht gibt, damit sie wiederum ihre Ruhe hat.

      Jim schrieb es, was jeder normale Mensch auch versteht. (Antisemiten und penetrante Israelhasser selbstredend ausgeschlossen).

      „Fakt ist: Die PLO-Charta, eigentlich im Rang eines Grundgesetzes bzw. einer Verfassung, ist bis heute nicht geändert. Sämtliche Briefe, vorgebliche Willenserklärungen und eventuelle Abstimmungen sind nicht bindend und deshalb rechtlich, auch völkerrechtlich, völlig irrelevant.“

      Das passt den Janes dieser Welt nicht in den Kram, wenn es umgekehrt wäre, es würde also Israel betreffen, wäre es wiederum ganz anders. Hier wird nach dem Motto Pipi Langstrumpfs gehandelt: „Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.“

  27. http://www.algemeiner.com/2011/09/26/senior-palestinian-backtracks-on-end-of-israel-remarks/

    „JERUSALEM- A senior Fatah official, speaking on pan-Arabic satellite network Al Jazeera this Friday, seemingly reiterated the PLO’s continuing support for its 1974 “phased plan” for the destruction of Israel, undercutting the Palestinian Authority’s effort’s to shift blame for the lack of a political settlement onto Prime Minister Benjamin Netanyahu’s conservative government.

    On the same day that Palestinian Authority President Mahmoud Abbas spoke at the United Nations, declaring that Palestine has been under occupation for 63 years, essentially delegitimizing the existence of Israel, Abbas Zaki, a member of the Central Committee of the President’ ruling Fatah faction, stated to an audience of millions of viewers that there is a “greater goal” beyond that of Palestinian independence based on the two state solution.“

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=WG2Ym7B38N4

  28. Lächerlich ist, dass Sie nicht mal zur Kenntnis nehmen, dass die PLO Israel ja anerkannt hat. Mehr geht schließlich nicht. Natürlich können Sie immer auf irgend welche Exemplare der ursprünglichen Charta verweisen, die im Netz kursieren und so tun, als gäbe es irgendwo einen Geheimplan zuer Zerstörung Israels – das ist dann ungefähr so wie ‚Die Protokolle der Weisen von Zion‘. Die kursieren sicher auch irgendwo im Netz und natürlich ist die ursprüngliche Charta ein historisches Dokument, was nichts daran ändert, dass einige ihrer Paragraphen (nicht die ganze Charte) von der palästinensischen Nationalversammlung und Arafat für ungültig erklärt wurden.

    Genauso wenig interessiert sie die Unterstützung der PLO für die Friedensinitiative der Arabischen Liga. Sie wollen gar keinen Frieden.

    Der Punkt ist, dass Israel auch nach der Ungültigerklärung der entsprechenden Passagen seinen Verpflichtungen nicht nachkam und den Friedensprozess konterkarierte, und das Wye-Abkommen nicht umsetzte. Daher geriet natürlich der ganze Prozess ins Stocken.

    „In Wye stimmte Israel zu, weitere Gebiete im Westjordanland an die Autonomiebehörde abzutreten, den freien und sicheren Verkehr von Palästinensern zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland zu ermöglichen und einige der 3.000 palästinensischen Gefangenen frei zu lassen. Im Gegenzug versprach die Autonomiebehörde, militante anti-israelische Gruppen wie die Hamas in Zaum zu halten, scharf gegen Waffenbesitz vorzugehen und die Passagen in der Charta der PLO zu streichen, in denen die Zerstörung Israels gefordert wurde. Arafat stimmte sogar zu, unter der direkten Aufsicht der CIA zu arbeiten.

    Netanyahu erwies sich jedoch als unfähig, seinen Koalitionspartnern diese Vereinbarung schmackhaft zu machen, und setzte sie nach einem einzigen Rückzug im Dezember 1998 nicht weiter um, behauptete allerdings, die Palästinenser hätten den Vertrag gebrochen. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass Sharon Vorteile aus seinem öffentlichen Amt zog, um sich selbst, seine Familie und Freunde zu bereichern, wie der Korruptionsprozess gegen seinen ehemaligen Partner David Appel später nahelegte.“

    http://www.wsws.org/de/articles/2006/feb2006/sha2-f04.shtml

    Hier übrigens aus der selben Quelle aus der Jim auch seine Version hat (palästina.org):

    „2. PLO-Charta
    Das Exekutivkomitee der PLO und der Palästinensische Zentralrat bekräftigen den Inhalt desBriefs von PLO-Führer Yasser Arafat an US-Präsident Bill Clinton vom 22. Januar 1998 imHinblick auf die Aufhebung der Artikel der PLO-Charta, die im Widerspruch zum Briefwechsel zwischen PLO-Führer Arafat und der israelischen Regierung vom 9./10.
    September 1993 stehen. Der Vorsitzende der PLO Arafat, der Sprecher des Palästinensichen Nationalrats und der precher des Palästinensischen Legislativrats werden die Mitglieder des Palästinensischen Nationalrats sowie die Mitglieder des Zentralrats, des Legislativrats und die Vorsitzenden der palästinensischen Ministerien zu einer Sitzung einladen, auf der sie von Präsident Clinton aufgefordert werden, ihre Unterstützung für den Friedensprozeß und die
    bereits genannten Entscheidungen des Exekutivkomitees und des Zentralrats zu bekräftigen.“

    http://www.palaestina.org/fileadmin/Daten/Dokumente/Abkommen/Friedensprozess/wye_abkommen.pdf

    Überhaupt nicht zu bestreiten ist allerdings, dass Israel die West-Bank und Gaza überfallen hat und die Staatswerdung Palästinas sabotiert und ein Groß-Israel anstrebt – das kann ja jeder sehen, denn es passiert ja vor unseren Augen.

    Auw Wikipedia:

    Trotzdem wurde niemals ein neuer Text für die Nationalcharta verfasst, was zu anhaltenden Kontroversen führt. Kritiker der palästinensischen Organisationen behaupten, dass die Tatsache, dass keine Veränderungen durchgeführt wurden, die Unaufrichtigkeit der palästinensischen Seite beweise. Darauf wurde unter anderem damit geantwortet, dass die Verfassung des zukünftigen Staates Palästina die Charta ersetzen würde. Der veröffentlichte Verfassungsentwurf enthält folgenden Abschnitt in Bezug auf das Staatsgebiet: „es ist eine unteilbare Einheit, basierend auf den Grenzen vom 4. Juni 1967“.

    De facto sind die Passagen, welche zur Zerstörung Israels aufrufen, bereits mit der Ausrufung Palästinas in den Grenzen von 67 und der Anerkennung Israels irrelevant.

    Peres lobt ideologische Wandlung der PLO

    „Palästinensischer Nationalrat streicht Passage über Vernichtung Israels aus seiner Charta

    Die Entscheidung des palästinensischen Nationalrates, die Passagen über die Vernichtung Israels aus der PLO-Charta zu streichen, ist weltweit begrüßt worden. Der amerikanische Präsident Bill Clinton sprach von einem „bedeutenden Schritt voran auf dem Weg zu einem Frieden zwischen Israel und den Palästinensern“. Bundesaußenminister Klaus Kinkel nannte den Beschluß eine „historische Entscheidung“. Zugleich dankte er Präsident Jassir Arafat für dessen persönlichen Einsatz bei diesem „richtungweisenden“ Schritt im Nahen Osten. Israels Regierungschef Schimon Peres erklärte, die von Arafat durchgesetzte Entscheidung sei „in ideologischer Hinsicht wahrscheinlich die bedeutendste Wandlung des Jahrhunderts“. Die Änderung der PLO-Charta sei zudem ein Beweis für die Vertragstreue des PLO-Chefs. Arafat selbst wertete die Entscheidung als einen Beleg für das Funktionieren der palästinensischen Demokratie. Auf einem Sonderkongreß hatte der palästinensische Nationalrat am späten Mittwoch abend entschieden, alle Passagen aus der PLO-Charta von 1968 zu streichen, die zum bewaffneten Kampf gegen Israel und zur Zerstörung des Staates der Juden aufrufen. Das Votum in Gaza fiel mit einer in dieser Höhe nicht erwarteten Mehrheit aus: 504 Delegierte hatten sich für, 54 gegen die Änderung der Charta ausgesprochen. Innerhalb eines halben Jahres soll nun eine neue Charta ausgearbeitet werden. Israelische Politiker wie der Chefunterhändler Uri Savir sehen nun „grünes Licht“ für die zügige Umsetzung der Bestimmungen des Autonomieabkommens einschließlich des Rückzugs der israelischen Armee aus Hebron. …..“ (Wozu es ja auch nicht kam)

    http://www.welt.de/print-welt/article647724/Peres-lobt-ideologische-Wandlung-der-PLO.html

    Und wenn nicht nur die entsprechenden Passagen annuliert, sondern auch eine neue Charta ausgearbeitet worden wäre, dann würden Sie sagen, dass sei nur ein Schein-Dokument etc. etc.

    Sie wollen es gar nicht anders, genau wie z.Bsp. Netanyahu – und das alles, weil Sie nicht sehen wollen, dass Israel Palästina zerstört. (Das welches es schon seit den 80ern sein könnte – ein Staat NEBEN Israel, entlang der Grenzen von 1967)

  29. Und hier noch mal aus einem Artikel von Hagalil zur Änderung der PLO-Charta:

    „Schon in Oslo verpflichteten sich Yassir Arafat und die PLO, alles, was «die Vernichtung Israels, den bewaffneten Kampf gegen Zionismus und Judenstaat» betraf, aus der Charta zu streichen. 1996 geschah dies in Gaza deutlich mit 504 gegen 54 Stimmen. Israels damals regierende Arbeitspartei strich daraufhin abmachungsgemäss ihren Widerstand gegen die Gründung eines palästinensischen Staates aus ihrem Parteiprogramm.

    ..Doch die kurz danach gewählte nationalkonservative Regierung unter Netanyahu wollte die Annullierung nicht anerkennen. Im Januar 1998 sandte deshalb Arafat dem US-Präsidenten einen Brief, der mit folgenden Worten schloss: «Die Artikel 6-10, 15, 19-23 und 30 sind annulliert worden, und die Teile der Artikel 1–5, 11–14, 16–18, 25–27 und 29, welche mit den obgenannten Verpflichtungen nicht übereinstimmen, sind ebenfalls annulliert worden. Ich kann Ihnen im Namen der PLO und der Palästinensischen Autorität versichern, dass alle Bestimmungen der Charta, welche nicht im Einklang sind mit den Verpflichtungen vom 9./10. September 1993 gegenüber Ministerpräsident Rabin, annulliert worden sind.»

    Weder dies genügt Netanyahu, noch dass der Palästinensische Zentralrat letzten Donnerstag den Arafat-Brief formell bestätigte.

    So schalten auch die Palästinenser auf stur. Wenn morgen Präsident Clinton in Gaza an einer Sitzung der «Grossen Volksversammlung» teilnimmt, wird Arafat in seiner Rede noch einmal seinen Brief erwähnen. Applaus der Versammelten soll dann als Bestätigung des Verzichts auf die umstrittenen Passagen genügen. ..“

    http://test.hagalil.com/98/12/plo.htm

    Das Problem – Groß-Israel Anhänger wie Netanyahu brauche konsistente, palästinensische Feindbilder, um von ihren eigenen Groß-Israel und Palästina-Verhinderungsplanen abzulenken – so geht dieses Spiel bis auf den heutigen Tag und zahllose HasbaraSeiten widmen sich inbrünstig dem Thema in der Hoffnung, sowohl die Anerkennung Israels durch Arafat und die Fatah, als auch die Ännulierung der strittigen Passagen der PLO-Charta vergessen zu machen.

    • Die Frage war “dass die PLO- Charta dahingehend abgeändert wurde- wann ist das geschehen und wann wurde diese Änderung konkret veröffentlicht(Drucklegung)?”
      Und sie wurde bis heute nicht geändert.
      ENDE der Durchsage!

  30. Sie wurde geändert – Glauben Sie denn der Tagesspiegel hat irgend eine Zeitungsente geschaltet?

    Arafat Letter of Assurance Affirming Changes in the PLO Charter
    (January 13, 1998)

    „Letter From Yassar Arafat to President Clinton
    January 13, 1998

    His Excellency President William Clinton
    President of the United states Of America
    Washington D.C.

    Dear Mr. President.

    In the. mutual recognition letters between myself and the late Prime Minister Itzhaq Rabbin of September 9/10, 1993, the PLO committed to recognize the right of the State of Israel to exist in peace and security, to accept UN Security Council Resolutions 242 and 338 and to a peaceful resolution of the conflict between the two ides. The PLO also agreed to secure the necessary changes in the Palestinian Covenant to reflect these commitments.

    Accordingly, the P.N.C. was held in Gaza city between 22-25 of April 1996, and in an extraordinary session decided that the „Palestine National Charter is hereby amended by canceling the articles that are contrary to the letters exchanged between the P.L.O and the Government of Israel on 9/10 September 1993″.

    It should be noted that the above mentioned resolution acquired the consent of both the American Administration and the Israeli Government. Afterwards I sent letters concerning this historic resolution to your Excellency and Prime Minister Shimon Peres, and later a similar letter was sent to Prime Minister Benyamin Netanyahu. ….

    We would like to put to rest these concerns. The Palestine National Council’s resolution, in accordance with Article 33 of the Covenant, is a comprehensive amendment of the Covenant. All of the provisions of the Covenant which are inconsistent with the P.L.O. commitment to recognize and live in peace side by side with Israel are no longer in effect.

    As a result, Articles 6-10,15, 19-23, and 30 have been nullified, and the parts in Articles 1-5, 11-14, 16-l8, 25-27 and 29 that are in consistent with the above mentioned commitments have also been nullified.

    I can assure you on behalf of the PLO and the Palestinian Authority that all the provisions of the Covenant that were inconsistent with the commitments of September 9/10, 1993 ) to P rime Minister Rabin, have been nullified.

    Nablus : January 13, 1998

    Yasser Arafat …“

    http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Peace/ArafatCharterAssurance.html

    • Das ist ein Brief, aber nicht die Charta.
      Wollen Sie uns hier alle wirklich verarschen?

      Die Frage war „dass die PLO- Charta dahingehend abgeändert wurde- wann ist das geschehen und wann wurde diese Änderung konkret veröffentlicht(Drucklegung)?“
      Und sie wurde bis heute nicht geändert. Aber machen Sie sich nur weiter lächerlich.
      ENDE!

  31. Mal abgesehen, was alles letztendlich nicht vollgültig umgesetzt wurde von beiden Seiten, kann man nicht darüber hinwegsehen, dass Arafat Israel ja innerhalb der international anerkannten Grenzen schriftlich anerkannt HAT, womit die Paragraphen, welche zur Zerstörung Israels aufrufen ohnehin irrelevant sind.

    Weiterhin hat die PA auch die Arabische Friedensinitiative unterstützt, welche Israel eine gesicherte und anerkannte Existenz, mit normalen Handels- und diplomatischen Beziehungen zu allen arabischen Ländern garantiert – im Gegenzug für die Anerkennung seiner eigenen Grenzen, also jenen, welche auch von Israels Partnern wie USA, EU, Deutschland als seine Grenzen betrachtet werden und einer zu verhandelnden Lösung für das Flüchtlingsproblem, welche allerdings im Einklang mit den demographischen Interessen ausfallen sollte.

    Israel hat daran kein Interesse – denn Israel will mehr Land und dazu muss es einen palästinensischen Staat neben dem eigenen verhindern.

    Darüberhinaus:

    14. Dezember 1998: Der Palästinensische Nationalrat erklärt die Bestimmung der PLO-Charta für ungültig, in der Israels Vernichtung gefordert wird. Radikale Palästinenser wie Ahmad Dschibril (Foto) protestieren dagegen: Mahnend hält der Anführer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) ein Exemplar der Charta in die Höhe, die Arafat am Tag darauf modifizieren lässt.

    http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/politik/14-dezember-1998-der-palaestinensische-nationalrat-erklaert-die-bestimmung-der-plo-charta-fuer/6328162.html

    Darüberhinaus wäre es wünschenswert, dass Israel ein klares Bekenntnis zur Zwei-Staatenlösung abgibt und zusagt, in Zukunft alles zu vermeiden und alles rückgängig zu machen, was die Unversehrtheit palästinensischen Territoriums beschädigt und die die Eigentumsrechte der einheimischen Bevölkerung verletzt. Siedlungs’stopp‘ kann da nur ein allererster kleiner Schritt sein.

  32. …dann ist doch definitiv davon auszugehen, dass die PLO- Charta dahingehend abgeändert wurde- wann ist das geschehen und wann wurde diese Änderung konkret veröffentlicht(Drucklegung)?

  33. Ntanjahu ist ein Dummschwätzer ..

    Die Welt hat bezeugt, dass Palästina ein pälestinensischer Staat mit einem pälestinensischem Volk ist.
    Und als zusätzliches Toffifee kann dieser Staat nun Israel wegen seiner Verbrechen vor den internationalen Gerichtshof zerren.

    Daumen hoch!

  34. es wäre so einfach. GOTT gab seinem Volk Israel Aufgabestellungen gegenüber IHM und den anderen Völkern,dazu gab ER ihnen das entsprechende Land mit seinen Grenzen die festgelegt sind. Viele andere Resolutionen helfen da nicht weiter, auch keine Drohungen … sondern nur das Anerkennen des Willens GOTTES! Es wäre alles so erfrischend einfach und logisch.

  35. Man kann den Spieß ja rumdrehen, zudem die Palästinenser schon einmal den israelischen Staat, folenlos, anerkannt hatten – keine Anerkennung Israels ohne Anerkennung Palästinas.

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