NS-Geschichtsbildchen aus bräunlichem Filmarchiv

ZDF-Doku lässt sich von Ahmadinedschad-Verehrer befüttern…

Kaum ist der Rommel-Rummel durchs Land gezogen, wird schon die nächste (Nazi-)Sau durchs Dorf gejagt. Dieses Mal ist des Führers Stellvertreter Rudolf Heß an der Reihe. Im ZDF war man Jahrzehnte lang an den betulich scheinenden „Chefhistoriker“ Guido Knopp gewöhnt, der im Januar nächsten Jahres aufs Altenteil geht. Jetzt dürfen beim Mainzer Sender andere an die Unendliche Fernsehgeschichte des Dritten Reichs, doch mit dem aktuellen Heß-Film droht dem ZDF eine erhebliche Schlagseite. Beträchtliche Teile des Materials der TV-Darstellung kommen nämlich aus einem bräunlichen Filmarchiv, dessen Betreiber nicht nur eine langjährige einschlägige Karriere in der extremen Rechten aufweist, sondern auch dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad herzlich zugetan ist, dem er im April bei einer „Privataudienz“ die Hand schütteln durfte. Der Filmarchivar Karl Höffkes hat mit dem Thema Rudolf Heß bereits Erfahrung: Im Jahre 2004 war er nämlich maßgeblich an einem revisionistischen Machwerk über den Hitler-Stellvertreter beteiligt („Geheimakte Heß„), das den Obernazi als „Friedensflieger“ beweihräucherte.

Von Sigrid Deutschmann

Im April diesen Jahres gab es Unglaubliches zu vermelden: Da hatte sich eine querfrontige Allianz aus Links- und Rechtsextremisten, Holocaustleugnern und Verschwörungstheoretikern zu einer Reise zusammen getan, die vor allem eines verband: Der Hass auf Israel und die Leugnung der Shoah. Pilgerziel dieser überzeugten Antisemiten war der iranische Präsident Ahmadinedschad, der sie zu einer „Privataudienz“ empfing. Die iranische Presseagentur schickte die Bilder dieser illustren Reisegruppe um die Welt.
Solidarische Reise gegen die zionistische Bedrohung. Unverbrüchliche Solidarität mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad“ titelten wir auf haGalil. „Tee beim Diktator“ überschrieb die Jüdische Allgemeine ihren Beitrag. Die Website reflexion-blog.com brachte gleich mehrere Hintergrundbeiträge, in denen die Teilnehmer dieser Reise ebenfalls portraitiert wurden.

Einer der Teilnehmer dieser Reise dieser vereinigten Antisemiten blieb anfangs unerkannt: Karl Höffkes. Erst auf späteren Bildern beim Tête-à-tête mit dem präsidialen Holocaustleugner war Höffkes zu sehen:

Diese Geschichte setzt sich nun fort: Heute, am 6.11. zeigt das ZDF einen Film, der sich offenkundig maßgeblich aus dem geschichtsrevisionistischen, rechtradikal anmutendem Video-Verlagsprogramm von Höffkes bedient.

Der Ahmadinedschad-Verehrer Höffkes vermeldet nun auf seiner Website voller Triumph: „Gerne machen wir auf eine Sendung aufmerksam, die am 6. November um 20.15 Uhr im ZDF gesendet wird: die“Akte Hess”. Für diese Dokumentation wurde umfangreich auf unser Archivmaterial zurückgegriffen.“

Auf Wikipedia wird bei den Angaben zu Rudolf Hess hierzu konstatiert:

„…Vergeblich versuchte die Rudolf-Heß-Gesellschaft, eine Herausgabe der Akten zu Heß zu erwirken, die erst 2017 freigegeben werden. Obwohl Sperrfristenvon 30 Jahren, bei personengebunden Archivalien auch mehr, im Archivwesen durchaus üblich sind, knüpfen rechtsradikale bzw. geschichtsrevisionistische Publikationen wie der Videofilm Geheimakte Heß aus dem Jahr 2004 daran den Verdacht, die britischen Behörden wollten die Akten nicht freigeben, um Hintergründe von Heß’ Tod zu verschleiern, die ein negatives Licht auf die Rolle der Briten werfen könnten…“

Ein Anlass, Höffkes Wirken im Grenzbereich von Holocaustleugnung, Geschichtsrevisionismus, Verschwörungstheorien und Feindschaft zu Israel ausführlicher zu betrachten.

Bei den Angaben zu Höffkes Person finden wir auf Wikipedia einführend diese Angaben:

„Jahrelang betätigte er sich im Umfeld des Bundes Heimattreuer Jugend (BHJ). Er war von März 1983 bis September 1984 Beisitzer im Vorstand der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik und als Autor für den Arndt-Verlag, den Druffel-Verlag und den Grabert-Verlag tätig, alle drei Organe der extremistischen Rechten. Daneben veröffentlichte er in der ebenfalls rechtsextremistischen Zeitschrift Nation Europa (später: Nation und Europa). Von 1984 bis 1987 war er Redaktionsmitglied und gemeinsam mit Siegfried Bublies, einem vormaligen hochrangigen Funktionär der Jungen Nationaldemokraten und der NPD, Mitverleger der „nationalrevolutionären“ Zeitschrift Wir selbst“.

Gelegentlich ist zu offenkundige Identifikation mit rechtsradikalen Theorien und Gruppierungen nicht karrierefördernd. Von daher zieht es mancher vor, sich scheinbar von seinen eigenen rechtsradikalen Gesinnungen zu distanzieren. Ganz in diesem Sinne finden wir nun auf Wikipedia die Formulierung „Mittlerweile distanziert sich Höffkes ausdrücklich von seinen damaligen Tätigkeiten in der politisch rechten Szene.“ Wenn man sein Wirken jedoch weiter verfolgt, ist von einer solchen substantiellen Distanzierung nichts mehr zu bemerken.

Auf Wikipedia findet sich als weitere Beschreibung seines Wirkens u.a. folgendes:

„Er führte viele Interviews mit Angehörigen der Erlebnisgeneration („Zeitzeugen“), die er ebenfalls Interessenten anbietet. Dabei dominieren „Ostfront“-Darstellungen aus Wehrmachtsperspektive, Darstellungen von „Unrecht“ an deutschen Kriegsverbrechern ( „Joachim Peiper, Folterungen durch Amerikaner, Malmedy-Prozess“; „Theo Saevecke, Polizeichef in Mailand 1943, italienische Partisanen“) und von deutscher Zurückhaltung in den besetzten Gebieten (…). Bei einem ganz erheblichen Teil der Interviewpartner handelt es sich um vormalige Führungsfiguren in Partei, SS, nationalsozialistischen Medien usw., denen er unter dem Signum der Authentizität die Möglichkeit bietet, ihre Sicht der Dinge zu vermitteln.“

Kurz danach wird ausgeführt:

„Einen eigenen Schwerpunkt bildet die These von der Ermordung von Rudolf Heß („Eugene Bird, US-amerikanischer Direktor des alliierten Kriegsverbrechergefängnisses von Spandau, …, Todesumstände Hess, Mord“). Damit korrespondiert die Verbreitung der Legende vom „Friedensflieger Heß“ auf einer der DVDs der Firma „Polarfilm“. Als Erscheinungstermin des Films „Geheimakte Heß“, der dann aus undurchsichtigen Gründen wieder zurückgezogen wurde, war der Todestag von Heß vorgesehen.“

Abschließend und resümierend wird hervorgehoben:

„Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart kommt daher in Bewertung von Höffkes archivarischen Aktivitäten zu der Feststellung, er sei ein „rechtsextremer Historiker“. Zu seinen geschichtspolitischen Positionen gehört, die verbale Leugnung bzw. Relativierung von Völkermord, wie sie im Falle der jüdischen Minderheit oder des Genozids an den europäischen Roma als „Auschwitzlüge“ oder wie sie als Leugnung des Genozids an den Armeniern gegeben sind, nicht unter Strafe zu stellen.“

Als sei es damit noch nicht genug hat Höffkes zahlreiche Reisen in arabische Staaten unternommen, bei denen er zu höchst seltsamen Ergebnissen kommt – die er gezielt in etwas nebulöser Weise formuliert.

Am 26.8.2011 berichtet er auf seiner eigenen Website über seine gerade zurück liegende Syrienreise. Als berdrohlich hat er offenkundig nur die aufständischen Oppositionsgruppen gegen den Syrischen Diktator erlebt. Dementsprechend formuliert Höffkes:

„Nur die bewaffnete Opposition trägt den Dialog, der sich langsam zu entfalten beginnt, nicht mit. Woher das Geld und die Waffen stammen, mit denen die Gruppen gegen Polizeistationen, Militäreinrichtungen und Posten vorgehen, kann nur spekuliert werden. Dass eine Destabilisierung Syriens von Interessen außerhalb des Landes bestimmt sind, ist Konsens bei allen meinen Gesprächspartnern.“

2007 bemüht Höffkes sich um eine subtile Verleugnung, eine Relativierung des türkischen Völkermordes an den Armeniern. In einem Interview des vom Verfassungsschutz beobachteten antisemitischen Muslimmarktes – dessen Betreiber Yavuz Özoguz gilt als „rechte Hand“ Ahmadinedschads, dieser hatte auch die Pilgertour dieser vereinigten Antisemiten zu Ahmadinedschad organisiert – führte Höffkes hierzu aus:

„…Wenn ich die bislang vorgelegten Deutungsversuche richtig interpretiere, habe ich den Eindruck, dass versucht wird, uns Deutschen eine Mitschuld zu geben, weil deutsche Militärs und Diplomaten die Türken zum Vorgehen gegen die Armenier ermuntert hätten.“

Es sollte nicht verwundern, dass Höffkes in seinem Filmprogramm alles versammelt hat, was Israels Existenzrecht und Legimitimät in Frage stellt. Der „Muslim-Markt“ fügt dementsprechend die Frage hinzu:

„MM: Eines Ihrer jüngste Filmprojekte heißt „Massaker“ und handelt über Sabra und Schatilla. Es kann sicherlich als eher ungewöhnliches Projekt bezeichnet werden. Worum geht es darin und wie kamen Sie dazu?

Höffkes: Der Film selbst stammt nicht von mir. Ich habe den Film vor einiger Zeit auf einem Festival im Ausland gesehen und war so betroffen, dass ich mich bemüht habe, die Rechte für eine DVD-Veröffentlichung in Deutschland zu bekommen. Da wir zuvor schon den international mehrfach ausgezeichneten Film „Checkpoint“ als DVD veröffentlicht haben, der in dramatischer Weise die alltäglichen Lebensumstände der palästinensischen Zivilbevölkerung dokumentiert, wollte ich unbedingt auch „Massaker“ für das deutsche Publikum zugängig machen. Mir geht es dabei keineswegs um eine Pauschalanklage gegen Israel. Pauschalurteile helfen niemals weiter. Ich möchte der deutschen Öffentlichkeit lediglich zeigen, wie sich das Leben in Palästina wirklich abspielt und dass kein Friede entstehen kann, solange diese menschenunwürdige Situation so ist, wie sie ist.“ (ebda.)

Als sollte selbst das billigste Klischee Bestätigung finden wird auch Höffkes Protegierung von dusseligsten Verschwörungstheorien rund um den 9.11. angesprochen:

„MM: Und dann wollen Sie auch noch ein Hörbuch des ehemaligen SPD-Abgeordneten von Bülow über die Rolle des CIA und den versuch, den Islam zum neuen Gegner der „freien Welt“ hochzustilisieren veröffentlichen. Haben Sie kein Angst vor dem Islam und den Muslimen?…“

Man fragt sich schon, weshalb eine solche schrägste Figur am Fernsehprogramm des ZDF mitwirken darf…

31 Kommentare zu “NS-Geschichtsbildchen aus bräunlichem Filmarchiv

  1. Zitat, Sachen gibts…:”Warum taucht Herr Höffkes anfangs auf den meisten Gruppenphotos nicht auf?”

    „Vielleicht hat er die meisten selbst fotografiert?“

    Antwort:
    „Die Photos wurden von der staatlichen iranischen Nach­rich­ten­agen­tur IRNA ver­öf­fent­licht“ – ergo auch selbst gemacht.

    Quelle: http://reflexion-blog.com/?p=2353
    Dort wqaren sie viele Wochen lang alle zu bewundern – nur Herr Höffkes tauchte anfangs nirgends auf…

    • Zitat aus der „Quelle“ erster Satz:

      „In der ver­gan­ge­nen Woche reiste eine deut­sche Rei­se­gruppe in das Her­zen des klerikal-faschistischen Mullah-Regimes.“

      Ab da aufgehört zu lesen, das ist Propaganda, was wollten Sie mir sagen? Die IRNA hat die Fotos gemacht? Und warum fragen Sie da den Herr Höffkes, warum er nicht drauf ist? Und was tut das zur Sache? Er war dort, bestreitet das auch nicht, und da ist gut. Ich habe da grundsätzlich keine Probleme damit, warum auch, ich bin ja kein Israeli.

  2. „Ich selbst sehe auch keinen Grund zur Veranlassung mehr, meine Interpretation des Weltgeschehens irgendwie zu rechtfertigen, schon gar nicht auf persönlicher Ebene. Es ist schon entwürdigend genug darauf zu antworten, dann noch dieses Niveau anzunehmen, wäre die pure Selbstverachtung.“… “ Dagegen nehme ich Aussagen die Antisemitismus oder Verschwörungstheorie vorwerfen, schon lange nicht mehr ernst.“

    Na dann bist Du ja hier richtig Jensi.

    Vor weiterer Energieverschwendung empfehle ich ruhige Minuten, mit Mama versöhnen, Zeit anders nutzen. Aber jetzt ist es echt gut. Meiner Meinung nach.

    http://www.youtube.com/watch?v=3QDDzaY1LtU&feature=fvwrel

  3. Sachen gibts, oder gibt es sie nicht? Jedenfalls ist „Verschwörungstheorie“ für mich keine adäquate und befriedigende Antwort auf die dort aufgeworfenen Fragen. Da geht es ja nicht um eine Einladung zum Bilderbergtreffen und wie man dazu kommt, nein, es geht darum was dort für uns alle wirksam (aber verdeckt) beschlossen wird, von Leuten die wir nicht einmal kennen, geschweige denn dazu gewählt oder bestimmt haben. Dass diese Treffen -ein wichtiger Kernpunkt aller „Verschwörungstheorien“- stattfinden, wurde nun schon mehrfach bestätigt. Fragen bleiben und werden immer mehr und immer konkreter.

    Ich selbst sehe auch keinen Grund zur Veranlassung mehr, meine Interpretation des Weltgeschehens irgendwie zu rechtfertigen, schon gar nicht auf persönlicher Ebene. Es ist schon entwürdigend genug darauf zu antworten, dann noch dieses Niveau anzunehmen, wäre die pure Selbstverachtung.

    Es gibt sich ja kaum jemand mal die Mühe, eine sachbezogene Diskussion zu führen. Das ist meist nur hohles BlaBla, angereichert und verfeinert mit allerlei Negativassoziationen ohne konkrete Kritik und nur selten mit echten Argumenten, dafür aber mit ganz viel Pathos und emotionaler Manipulation. Es wäre wohl noch am sinnvollsten, über die rhetorischen Qualitäten und manipulative Finessen zu diskutieren, das hat wenigstens noch etwas Substanz. Da kann auch ein geschulte Rhetoriker von dem der es „fressen“ soll, noch was lernen.

    Schon interessant zu beobachten, wie sich so viele sinnloser Weise disqualifizieren, weil sie kaum Sachargumente bringen und Personenbashing betreiben. Das scheinen Leute zu sein, die keinerlei Zweifel daran haben, eine vollste Berechtigung und absolute Richtigkeit zu besitzen.

    Zitat, Sachen gibts…“Warum taucht Herr Höffkes anfangs auf den meisten Gruppenphotos nicht auf?“

    Vielleicht hat er die meisten selbst fotografiert? Das ist ja auch wirklich eine völlig banale Frage…Wie kam denn eigentlich Klaus Kleber dazu, so ein urpeinliches Interview mit dem iranischen Präsidenten zu führen? Der arme Klaus hat da voll schlecht ausgesehen und das zeigen die noch im ZDF. Was manche für Geld so alles machen.

    Embedded Journalists kann man nun mal nicht vertrauen, die sind nicht unabhängig.

    Also ich habe mir angewöhnt, bei solch heftig abgelehnten Personen, besonders gern und genau zu zuhören. Dagegen nehme ich Aussagen die Antisemitismus oder Verschwörungstheorie vorwerfen, schon lange nicht mehr ernst.

    Zitat, Karl Höffkes: „Sie werden sicher nachvollziehen können, dass ich mich darauf nicht einlasse. Das ist wirklich zu blöde.“

    Jap, das ist wirklich zu blöde und bringt auch nichts, das ist Energieverschwendung.

  4. @ Ente
    Wie gesagt: „So wächst zusammen, was zusammen gehört – im Kampf gegen “den Zionismus”. Gratulation.“
    Wie aufgezeigt: Rund um den Diktator-Pilger Höffkes versammelt sich wirklich alles, was im umkreis von Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Hass auf Israel und Juden sowie Geschichtsleugnung „Rang und Namen“ hat. Und dieser Herr, der sich beharrlich weigert, auch nur auf eine einzige der aufgeworfenen Fragen zu antworten, spielt hier auch noch die beleidigte, missverstandene Leberwurst. Erbärmlich.

    Erinnert sei an den nur sieben Monate zurück liegenden Ausgangspunkt dieser Analyse – im Beitrag wird hierauf einführend ja auch rekurriert:
    http://test.hagalil.com/2012/04/30/solidarische-reise/

    Auf den ersten – von der iranischen Staats-Presseagentur sogleich zu Propagandazwecken verbreiteten – Gruppenphotos der Dikator-Verherrlicher tauchte der selbstmitleidige Herr Höffkes nicht auf. Erst später publizierte der Reflexion-Blog das auch im Beitrag von Sigrid Deutschmann veröffentlichte Photo von Karl Höffkes. (Dort steht er übrigens gleich neben den beiden Kölner „Arbeiterfotographen“, schwerst-Verschwörungstheoretikern und ausgewiesenen Antisemiten „Khaki-Kampfdress“ Andreas Neumann und Anneliese Fikentscher (O-Ton: „Die „linke“ Verschwörungsfanatikerin Fikentscher trug ein schickes, verhüllendes Kopftuch, die Hände hierbei brav gefaltet.“).

    Es bleibt die – zugegebenerer Weise spekulative – Frage: Warum taucht Herr Höffkes anfangs auf den meisten Gruppenphotos nicht auf? Hatte er doch Schiss? Hat er sich gar beim Photoshooting mit dem iranischen Präsidenten auf der Toilette versteckt?
    Fragen bleiben…

  5. Danke für den Hinweis über „das verschwörungsideologische Vierteljahres Magazin “Hintergrund”“.
    Ich kannte es in der Tat nur vom Namen her, vermochte es inhaltlich nicht zuzuordnen und bin nur durch den Beitrag über den Gerichtsprozess darauf hingelenkt worden.
    Ja, große Teile der Bewegungslinke sind in der Tat weitgehend aufklärungsresistent – insbesondere wenn es „um Israel geht“.

  6. das Verschwörungsideologische Vierteljahres Magazin
    „Hintergrund“
    http://inrur.info/wiki/Hintergrund
    von Ronald Thoden & Co
    als Quelle anzugeben ist zurückhaltend ausgedrückt, äußerst fragwürdig

    nur weil VerschwörungsideologInnen immer wieder untereinander streiten sollte so eine Quelle nur mit Kontextualisierung – d.h. Information über Hintergründe und Zusammenhänge, verwendet werden

    auch wenn der Artikel vom altgedienten VVN-BdA-Bundessprecher Ulrich Sander ist und andere bekannte „Linke“ wie Christoph Butterwegge http://inrur.info/wiki/Christoph_Butterwegge
    oder der möchtegern Antisemitismus Experte Freerk Huisken
    http://archive.org/details/FreerkHuiskenWasIstAntisemitismusLinkeBuchtageBerlin15.6.2012
    in „Hintergrund“ schreiben

    deren Inhalte und Publizistik bestätigen, daß sie im perfidesten verschwörungsideologischen Magazin (neben Compact http://www.inrur.info/wiki/Compact von Elsässer & Co) das derzeit auf dem Markt ist, genau richtig sind.

    Ronald Thoden http://www.inrur.info/wiki/Ronald_Thoden soll gut zahlen heißt es
    und anscheinend benutzt er die ähnliche Strategie, wie die „Junge Freiheit“ http://www.inrur.info/wiki/Junge_Freiheit
    (dem „Schwestern Blatt“ von Compact und Eifrei http://www.inrur.info/wiki/Eigent%C3%BCmlich_frei)
    Der Verweis auf vorherige Autoren zieht neue bekannte AutorInnen.

    Da Verschwörungsglaube sich seit jeher gut verkauft und die Bewegungslinke weitgehend aufklärungs- und kritik-restistent
    ist, ist es noch ne Menge Arbeit auf diesem Feld zu leisten, wenn mensch mit Aufklärung und Emanzipation durchzudringen will.

  7. Überall in der Welt findet man die braun lackierten und natürlich nehmen die zu im Thema Zionismus.

    Dass der Iran zu solchen Leuten Kontakte pflegt, ist eine Tatsache, die darauf schließen lässt, dass sie sonst niemanden haben.

    DESHALB finde ich es schädlich Kontakte zum IRAN zu vernachlässigen. Gerade als JUDEN müssten die Kontakte zum Iran durch Gerechtigkeit verbunden werden. Sie sollten zu allen islamischen Staaten eine Vorbildstellung haben.

    Im Nahen Osten hat man entweder nichts oder eine Vorbildstellung. Der Islam verträgt keine minderwertige Moralstellung aus anderen Religionen, selbst wenn sie für ihre Moral mittelalterlich leben.

    Dass durch den Zionismus ein Vakuum im Nahen Osten entstanden ist, werden andere ausfüllen, die noch alles dreckiger machen.

    Ihr habt es sicher nicht besser können, aber deshalb braucht das Judentum Unterstützung, in Form von Ergänzung.

    Dieses Vakuum, was durch den Zionistischen Staat entstanden ist, muss geschlossen werden. Ihr habt selbst gesagt, dass ihr alles tut und es für Richtig betrachtet, aber die Forderung an euch im Nahen Osten ist sehr hoch, wenn man lebensfähig sein will.

    Seid nicht beleidigt, seid eher froh, wenn das Vakuum geschlossen werden muss, oder es implodiert aus dem Islam in den Staat Israel.

    Es geht um eure Existenz und noch viel mehr.

    Deshalb seid schlau und nicht dumm.

  8. Herr Höffkes,
    es ist schon ziemlich peinlich, wenn Sie nicht in der Lage ist, auch nur eine einzige Frage zu Ihrem Besuch beim iranischen Diktator und Antisemiten zu beantworten. Sie sind erkennbar auch nicht in der Lage, auf die im obigen Beitrag wiedergegebenen Beschreibungen und Analysen einzugehen.
    Zur Erinnerung: „Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart kommt daher in Bewertung von Höffkes archivarischen Aktivitäten zu der Feststellung, er sei ein „rechtsextremer Historiker“.

    Die Kollegen von Publikative.org haben ebenfalls ausführlich über Ihren Beitrag zum ZDF-Heß-Film geschrieben:

    http://www.publikative.org/2012/11/06/rudolf-hes-das-zdf-will-geheimnisse-luften/

    Auch dort sind Sie unfähig, auch nur eine Frage konkret zu beantworten. Und auch dort empfehlen Sie sich selbst als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion…
    Vermutlich ist Ihnen nicht nachvollziehbar, dass hier niemand ein Interesse daran hat, „rechtsextremer Historiker“ s.o.) auch noch als Diskussionsteilnehmer einzuladen.
    Publikative.Org bemerkt hierzu treffend:
    „Ich habe zudem überhaupt kein Interesse daran, an einer Veranstaltung teilzunehmen, auf der es um Ihre Positionen von Heß bis Ahmadinedschad geht. Da möchte ich Ihnen dann doch lieber Herrn Elsässer als Veranstalter empfehlen.“

    Da sich die Diskussionen ähneln seien zur Komplettierung des Bildes einige Reaktionen auf Publikative.Org wiedergegeben:

    Volker hört die Signale said:
    „@Karl Höffkes:
    Ich war zunächst geneigt, Ihnen zuzugestehen, dass es kein Verbrechen ist, sich mit Irans Präsidenten zu treffen, da sie aber selektiv diese Frage beantworten und zu ihrer Position bzgl. “Geheimakte Hess” und Olaf Rose (NPD) schweigen, disqualifizieren Sie sich hierfür: Sie versuchen offenbar, um im Kriegsjargon zu bleiben, eine Schlacht zu wählen, die Sie gewinnen können, um zu verschleiern, dass der Krieg längst verloren ist.
    Hätten Sie ein Interesse daran, sich auch hierfür rechtfertigen zu können, hatten Sie die Gelegenheit – offenbar ist es Ihnen aber lieber, hierzu zu schweigen – das verrät zu viel über Sie, als dass ich noch geneigt wäre, Ihnen ein unpolitisches Treffen mit Herrn Achmedineschad zuzugestehen.“

    Eine weitere Stellungnahme von Publikative.Org selbst:
    „Sehr geehrter Herr Höffkes,

    Sie haben hier ein Interview angeboten und ich danke Ihnen für Ihre Antworten, allerdings weichen Sie einigen Fragen aus: Niemand hat behauptet, Sie hätten diese Reisegruppe zusammengestellt, sondern die Frage war lediglich, wer sowas organisiert und warum Ahmadinedschad Sie wohl empfangen hat. Wenn man sich die verschwörungsideologischen Autoren bei Polar Film anschaut, könnte man zumindest eine Idee bekommen, wie sowas zustande kommt.“

    Dabei sollten wir es belassen. Es bleibt die Verwunderung, dass das ZDF einen derart dubiosen Menschen, der nichts unversucht lässt, Kontakte zu ausgewiesenen Antisemiten zu suchen, der sich an einer Pilgertour zu einem antisemitischen Diktator beteiligt und unfähig ist, hierzu konkret Stellung zu beziehen, in seine redaktionelle Arbeit mit einbezieht.

  9. Wenn das, was jetzt auf Ihrer Seite zu lesen ist, auch weder etwas mit einer echten Auseinandersetzung noch mit journalistischer Sorgfaltspflicht zu tun hat, so besitzt es doch einen gewissen Unterhaltungswert. Ich habe mich jedenfalls amüsiert über das Niveau manches Beitrages. Es ist immer unterhaltsam, wenn Menschen glauben, dass sie die Wahrheit in sich tragen und deswegen die Deutungshoheit über andere besitzen. Sie werden sicher nachvollziehen können, dass ich mich darauf nicht einlasse. Das ist wirklich zu blöde. Wenn Sie eine öffentliche Podiumsdiskussion organisieren, komme ich gerne dazu, um mit Ihnen zu diskutieren. Sie wissen ja, wie Sie mich erreichen. Beste Grüße Karl Höffkes

  10. In allen mitgereisten Herzen brennt das Feuer der Liebe! Manche waren selbst überrascht bei den anderen Mitreisenden diese Liebe aus den Augen ablesen zu können, denn …

    pathognomonisch

  11. Freunde auf dem Weg der Liebe. Und Liebe ist stärker als jeder Hass!

    Nach einer Beschäftigung mit weiteren Beiträgen rund um die Iran-Reise unseres geschätzten Demokraten und Wahrheitssuchers Karl Höffkes muss ich gestehen: Ich habe diesem treuen Freund des demokratischen und friedliebenden Irans und seiner liberalen Regierung unter Ahmadinedschad bitter Unrecht getan: Seine Freund, der die Reise dieser 16 tapferen Menschen gemeinsam mit seiner gottgläubigen Ehefrau organisiert hat, hat Höffkes Persönlichkeit und untadeliges, zutiefst menschliches Engagement treffen in Worte gefasst:
    „…diese wahrhaftigen Deutschen, diese Menschen, die das Feuer der Liebe in ihrem Herzen nicht haben erlöschen lassen….“ (s.u.).

    Ja, mit tiefer seelischer Zerknirschung muss ich erkennen, den Lügenmärchen von „Gegner(n) Deutschlands, Rassisten, Faschisten, Kapitalisten, Imperialisten und Zionisten“ (s.u.) aufgesessen zu sein…

    Ein weiterer Link zu mehreren Analysen de Iran-Reise zu Ahmadinedschad im April 2012:

    http://planet-dissi.de/?cat=673

    Ein Auszug hieraus:
    „In den Medienberichten des iranischen Regimes wird die „Privataudienz” beim Antisemiten Ahmadinedschad ausführlich gewürdigt. Ein Bericht auf der Internetseite des iranischen Präsidenten erwähnt die Motivation der Reisenden. Die Gruppe sei in den Iran gereist, um einen Eindruck über die „islamische Gesellschaft” im Iran zu erhalten. Der Reiseleiter sprach während der „Privataudienz” von „zionistischen Medien, insbesondere in Europa”, die ein „verfälschtes Bild über den Iran” präsentieren würden. Es sei eine Reisegruppe aus „wahrhaftigen Deutschen” gewesen, „die das Feuer der Liebe in ihrem Herzen nicht haben erlöschen lassen”, schreibt der „Muslim-Markt”–Betreiber Özoguz nun in seinem Reisebericht, andere bejubeln das Treffen mit ihrem Idol ebenfalls. (…) Nach der Audienz beim Antisemiten reisten Claus Hübscher und seine Gefährten am 29.04.2012 zurück nach Deutschland.“

    Auf der Website Planet-dissi wird auch aus dem „Reisebericht“ des in der Bundesrepublik lebenden Ahmadinedschad -Getreuen und Betreibers des antisemitischen „Muslim-Marktes“, Herrn Özuguz, zitiert (dem ja auch Herr Höffkes ein Interview gegeben hat, s. Beitrag oben). Herr Özuguz hatte diese Reise organisiert, so ist zu vernehmen.
    Auszüge aus diesem „Reisebericht“ dieser 16 von tiefer Liebe durchdrungenen deutschen Freunde:

    „Während die Gegner Deutschlands, Rassisten, Faschisten, Kapitalisten, Imperialisten und Zionisten aus allen Rohren ihrer verkommenen Seelen Feuer spucken, warten Sie, sehr geehrte Leser, zurecht auf unsere Berichte. Haben Sie noch etwas Geduld. Der eine oder andere Teilnehmer wird sicherlich noch etwas dazu schreiben bzw. hat es schon getan. (…)
    Aber allen 16 war eines ganz deutlich gemeinsam: In allen mitgereisten Herzen brennt das Feuer der Liebe! Manche waren selbst überrascht bei den anderen Mitreisenden diese Liebe aus den Augen ablesen zu können, denn man kannte sich zuvor größtenteils nur aus den Medien, und die verbreiten nur Hass. (…)
    Auch für mich war es eine wunderbare Erfahrung. Es war die Erfahrung innerhalb von zehn sehr intensiven Tagen so viele wunderbare Menschen sehr gut kennengelernt zu haben. Und die Medien können schreiben, was immer sie wollen; es gibt sie, diese wahrhaftigen Deutschen, diese Menschen, die das Feuer der Liebe in ihrem Herzen nicht haben erlöschen lassen.

    Die zehn Tage im Iran waren Gnade. Ich bin dankbar für diese Gnade und werde – so Gott will – noch die eine oder andere Episode von der Reise berichten. Aber es ist für mich von großer Bedeutung gleich zu Anfang darauf hinzuweisen, dass die Worte Imam Chomeinis, dass jeder Mensch ein Lichtstrahl Gottes ist, keine leeren Worte sind. Und der Spiegel der Wahrheit wird auch auf solch einer Reise erkennbar. Wohl denen, die dieses Licht in ihrem Herzen pflegen, selbst wenn sie glauben, Gott nicht zu kennen, denn Gott kennt sie.

    Ich glaube nicht, dass ich übertreibe, dass 16 Menschen unterschiedlichster Ausrichtung zu Freunden geworden sind, Freunde auf dem Weg der Liebe. Und Liebe ist stärker als jeder Hass!“
    Herr Höffkes, Sie können sich glücklich schätzen, einer solchen friedliebenden, religiösen Gemeinschaft anzugehören! Friede sei mit Ihnen – wie auch mit Ihren Unterstützern von Kreuznet.

    • @: was es nicht alles gibt: Ich bin begeistert von Ihrer Werbung für ein, in meiner Meinung nach, völlig verblödetes Internetportal, dessen Bekanntheitsgrad glücklicherweise sinkt. Aber viel Spaß noch! Bekommen Sie eigentlich Punkte für Konvertiten? Und gibt es dann einen Engel extra? Fragen über Fragen.

  12. Herr Höffkes,
    nochmals, es ist doch eine naheliegende Frage: Erklären Sie uns, wie Ihr „überraschendes“ Treffen mit dem iranischen Präsidenten zustande kam. Interessiert mich wirklich:
    „Die Gelegenheit, den Präsidenten Irans persönlich kennenzulernen, kam überraschend. Es gab – wie bei solchen Gelegenheiten üblich – auch keine Diskussion, sondern eine Ansprache zu religiösen Themen.“
    Und: Wie kamen Sie in diese illustre Reisegruppe?
    Was war der Inhalt seiner „Ansprache zu religiösen Themen“? Sie müssen doch in der Lage sein, dies darzustellen. Ich und wir sind sehr neugierig.

  13. Manchmal frag ich mich, auf welchem Planeten der oder die Autor(in) der hier versammelten Artikel leben.

    Zum ersten: Ja – Rommel war wahrscheinlich ein Kriegsverbrecher .. (fast) alle Generäle waren und sind Kriegsverbrecher – völlig unabhängig von ihrer Religion und Staatszugehörigkeit. Um nur mal nichtdeutsche Beispiele zu nennen .. General Custer war eineindeutig ein Kriegsverbrecher .. Bomberharris sowieso .. beiden ist ohne Anstrengung nachzuweisen, dass sie sich bemüht haben, einen möglichst großen Teil der (gegnerischen) Zivilbevölkerung zu ermorden – und so etwas nennt sich Kriegsverbrechen. ieles von diesem lässt sich (Fast) jedem General jeder Armee nachsagen – und ich bin davon überzeugt, dass mit einer Beförderung zum General grundsätzlich ein Platz in der Hölle reserviert ist.

    Zum zweiten: Sollte mensch – von 1stens unberührt – trotzdem noch versuchen, ein „gutes Haar“ an Militärpersonen zu finden .. auf de „Hitliste“ der deutschen WKII-Generale nimmt Rommel sicher einen vorderen Platz ein – das gefällt vielleicht weder einem Pazifisten wie mir noch einem Deutschenhasser – ist aber so. Die Männer (wieso eigentlich nie die Frauen ?)des 20. Julis waren in meine Augen auch mehrheitlich faschistische Kotzbrocken .. wieso gibt es hier keinen Protest gegen entsprechende Fernsehaufführungen???

    Zum Dritten: Rudolf Hess .. ein nazistischer Vollidiot .. trotzdem glaube ich, dass er es mit seiner „Friedensinitiative“ ernst meinte .. nicht aus Menschenfreundlichkeit .. sondern aus Hass auf die „slavischen Untermenschen“. Und ich weis nicht, was sich jemand davon verspricht, die Akten geheim zu halten.

  14. Ihre polemischen Ausfälle sind derart inakzeptabel, dass sich jede weitere Diskussion erübrigt. Da Sie alles wissen und vor allem besser wissen, ist ein Diskurs überflüssig. Wer so argumentiert setzt sich selbst ins Abseits. Das ist mir zu niveaulos und dafür ist mir meine Zeit zu schade. Gruß KH

  15. Herr Höffkes,
    Ironie ist wohl nicht Ihre Sache. Sie reisen in eine Diktatur, mit dem Wissen, dass diese mehrfach dem demokratischen Staat mit Auslöschung gedroht hat, dass diese den Hinterbliebenen von Selbstmordattentätern von israelischen Bürgern eine lebenslange Rente zahlt, dass dieser seit Jahren Terrortruppen ausbildet, finanziell und militärisch ausrüstet, die gegenwärtig täglich Bomben nach Israel schicken etc. etc. – und es kommt, welch Wunder, bei ihrer Reise (gemeinsam mit der Creme de la Creme von querfrontigen deutschen Holocaustleugnern, einschließlich des Betreibers des „Muslimmarktes“!) zu einem „nicht geplanten … Treffen“ mit dem iranischen Präsidenten, offenkundig in dessen Präsidentenamt! Glauben Sie wirklich, dass Ihnen irgend jemand ein solches lächerliches Märchen abzunehmen vermag???
    Statt auf den einfach unglaublichen Sachverhalt inhaltlich einzugehen schreiben Sie nun einen solchen erkennbaren Unfug!
    Sie schreiben – nun wird’s wirklich interessant: „Es gab – wie bei solchen Gelegenheiten (welchen Gelegenheiten? Ein zufälliges Treffen auf der Straße mit dem Präsidenten?) üblich – auch keine Diskussion, sondern eine Ansprache zu religiösen Themen.“

    War der Zweck Ihrer Reise also der Empfang einer „Ansprache zu religiösen Themen?“ War es also doch eine religiöse Pilgerreise nach Mekka – achso, ne: Nach Teheran? Der Oberquerfront-Stratege Elsässer hat ja nach seiner Reise geschrieben, dass er am zentralen Freitagsgebet in Teheran teilgenommen habe.
    Aber, ich vermag Sie zu beruhigen: Sie sind nicht allein in der Welt, nein, keineswegs, Sie haben noch weitere tatkräftige, religiöse Unterstützer – bei „Kreuznet“:
    http://www.kreuz.net/article.15112.html
    http://www.kreuz.net/article.15142.html
    http://www.kreuz.net/article.15371.html

    So wächst zusammen, was zusammen gehört – im Kampf gegen „den Zionismus“. Gratulation.

  16. Sie haben offenbar ein tiefliegendes Problem mit der Darstellung von Tatbeständen. Aus meiner Aussage, dass der Besuch bei Herrn Achmedinedschad überraschend kam, konstruiert ihr Beitrag, dass ich „scheinbar gegen meinen eigenen Willen vom dortigen Präsidenten empfangen wurde“. Habe ich das gesagt oder geschrieben? Das meine ich mit meiner Kritik an einer ideologisierten Darstellung. Es muss alles in eine bestimmte Sicht passen, weil Sie wissen, was gut und falsch ist, wie andere Menschen denken und wie Ereignisse einzuordnen sind. Schade, Sie berauben sich damit der notwendigen Ernsthaftigkeit zum Diskurs. Dennoch beste Grüße Karl Höffkes

  17. Karl Höffkes höchstpersönlich schreibt nun, in einer Replik:
    „Das Treffen mit Herrn Achmedineschad war – entgegen manchen Darstellungen – nicht geplant. Die Gelegenheit, den Präsidenten Irans persönlich kennenzulernen, kam überraschend. Es gab – wie bei solchen Gelegenheiten üblich – auch keine Diskussion, sondern eine Ansprache zu religiösen Themen.“
    http://www.publikative.org/2012/11/06/rudolf-hes-das-zdf-will-geheimnisse-luften/comment-page-1/#comment-104272
    Interessant: Da macht jemand eine Reise in ein Land – und wird ganz überraschend, scheinbar gegen seinen eigenen Willen, vom dortigen Präsidenten empfangen… Sachen gibt’s…

  18. Einfach nicht anschauen. Die „Junge Welt“, die hier, meist eher zu Unrecht, scharf kritisiert wird, hat die unsägliche Rommel-Verehrung (die ja seit Jahrzehnten gegen alle Fakten weit verbreitet ist, übrigens auch in UK und USA oft) ausführlichst kritisiert. („Rummel um Rommel“, 1.11.2012, lesenswert).

    Guido Knopp ist so einseitig (aber nicht anti-israelisch, immerhin), diese mit martialischen Werbe-Sprechern angereicherten tamtam-Sendungen sind grauslig. Man weiß aber nicht, was die Sendungen bewirken. Ich kenne nur Leute, die sagen, „schon wieder Hitler – ich kann es nicht mehr hören“. Darauf bildet sich Knopp dann ein, er wäre Aufklärer…sehr lustig.

    Zu Ahmadinedschad und ZDF kann ich aber nur sagen, meist wird er, übrigens wirklich mit Aussagen, die er so nicht gemacht hat neben seinem absurden Hass-Gerede, als „Irrer von Teheran“ im konservativen deutschen Fernsehen gesehen. Da sind sich taz, ZDF und fast sämtliche Medien einig. Argumente fallen immer aus, „der Irre“, das reicht seit Jahren. Nur hilft das nichts. #
    Lieber sollten wir seine tatsächliche Macht untersuchen, wer was im Iran will, und nicht pauschal vom „Irren von Teheran“ reden.
    Ist euch wirklich nicht aufgefallen, daß Ahmadinedschad im März eine herbe Wahlniederlage einsteckte – und daß ZDF, ARD und alle möglichen Zeitungen kaum darüber berichteten?

    Ahmadinedschad-Freundlichkeit kann man deutschen Medien wirklich nicht unterstellen. Damals waren alle, taz, Süddeutsche und viele mehr, auf dem „Timoschenko“-Trip. Schon vergessen? Jene korrupte Oligarchin, korrupt wie der ebenso korrupte jetzige Landeschef, war allen Medien viel wichtiger als Ahmadinedschad. Fakten unterblieben auch da. Daß Timoschenko 2009, als ai den Bericht über grauslige Gefängnisse in der Ukraine brachte, seit 2007 an der Macht war, und nie was änderte – egal……

    Einfach nicht schauen, solche Sendungen. Aber es verzerrt wirklich, so zu tun, als wäre nun grade Ahmadinedschad auf irgendeine Weise auch noch beliebt im ZDF. Er ist und bleibt, ohne daß man gegen ihn argumentiert, „der Irre von Teheran“. Die deutschen Medien werden ihr Hassobjekt Nummer 1 vermissen, ihr werdet es sehen.
    Afghanistan, Irak, Libyen, irgendwann wird es ein Krieg zuviel sein – hunderttausende Tote, zerstörte Länder, aber nirgendwo hat der „war on terrorism“ gesiegt… Ich wünsch mir eine linkere Regierung in Israel, die realistischer denkt. Solche Sendungen wie vom ZDF – „und in China fällt ein Buch um“ schrieb dazu wieder die „Junge Welt“. Zurecht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.