Ein Fünftel der Deutschen ist antisemitisch eingestellt

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, forderte die islamische Gemeinschaft auf, sich stärker gegen Antisemitismus in den eigenen Reihen zu stellen. Graumann reagierte damit auf die Ergebnisse einer neuen Studie zu Antisemitismus in Deutschland. Dem Bericht des „Expertenkreis Antisemitismus“ zufolge, sind rund 20 Prozent der Deutschen „latent antisemitisch“…

Laut dem Bericht besitzt der Islamismus inzwischen ein erhebliches Gefahrenpotential und fördert die Radikalisierung arabisch- und türkischstämmiger Jugendlicher. Antisemitische Argumentationsmuster würden dazu dienen, das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Der Rechtsextremismus sei jedoch weiterhin der wichtigste Mittler antisemitischer Inhalte, so die Experten. Dieter Graumann betont, dass es vor allem darum gehe, „den Rechtsradikalen die Strukturen zu nehmen, die Möglichkeiten, sich zu entfalten. Die Behörden sollten genau dort aktiv werden, wo sich Faschisten heute tummeln und ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten – insbesondere im Internet und in der Hooliganszene.“

Das Verbot der NPD könne dabei nur ein Anfang, jedoch unverzichtbarer Schritt sein. „Diese Partei nutzt die Parlamente als Plattform, sie wird staatlich subventioniert. Es ist höchste Zeit, der NPD all diese Privilegien zu nehmen“, so Graumann.

Graumann wies außerdem im Besonderen auf das schulische Umfeld hin, wo es gute Ansätze gäbe, jedoch weitere Anstrengungen unternommen werden müssten, den antisemitistischen Haltungen und Klischees etwas entgegenzusetzen. Es könne nicht hingenommen werden, „dass „Jude“ auf Schulhöfen inzwischen zum Schimpfwort geworden ist. Da sind nicht nur die Lehrer gefordert, sondern die gesamte Gesellschaft. Es sind häufig gerade junge Muslime, die sich so betont judenfeindlich äußern.“

Vor dem heutigen Spitzentreffen zum Rechtsextremismus im Bundesinnenministerium hatte Graumann mangelnde Fortschritte bei der Aufklärung der Neonazi-Mordserie beklagt: „Die Behörden sind bei der Aufklärung dieser schrecklichen Taten noch immer in den fortgesetzten Winterschlaf verfallen.“ Es müsse jetzt schnell Klarheit geschaffen werden, „Glaubwürdigkeit gewinnt man nur, wenn man mehr Transparenz zulässt – daran mangelt es derzeit offenbar.“

Das Treffen sieht Graumann dagegen sehr positiv. Es könne ein “ Fanfarenstoß gegen Rechts sein“ mit dem klaren Signal: „Es gibt null Toleranz in der Gesellschaft für Antisemitismus und Rassismus.“ Dazu müssten dem Treffen jedoch auch Taten folgen.

Der Bericht des Expertenkreis (pdf)

172 Kommentare zu “Ein Fünftel der Deutschen ist antisemitisch eingestellt

  1. …is doch tatsächlich unsre allseits „geliebte“ PanArabicana Jane wiiieder mal weg …ich wollt ihr so gerne wichtige Neuigkeiten bringen …Jane, Sie haben mir einmal hier vorwurfsvoll gepostet, dass ich mit meiner Sicht zur III-Staatenlösung absolut allein daherkommen mag …bin ich froh, heut ein zutiefst glaubwürdiges statement von Prof. Raphael Israeli von Hebrew Univerity of Jerushalayim mitbekommen zu haben, welcher meine Ihnen „utopisch“ anmutenden Äußerungen relativ pragmatisch, real festzustellend, bekräftigte. Jeder Quadratzentimenter „Land für Frieden“ brachte jeher ganz genau das glatte Gegenteil von SHALOM!!! …es könnte sozusagen scheinbar keine „provozierende Illusion“ meinerseits sein – nun ja, wer mit offnen Augen in der Wirklichkeit unterwegs ist, sieht es ja!!! – eine Utopie, Frieden schaffen zu wollen, indem weiteres Land (welches ohnehin von der Völkergemeinschaft legal Israel zugesprochen wurde …vor VIELEN, VIELEN Jahren schon!!!) an „nichtakzeptieren zu wollende“ dshihadistische Araber ohne jegliche RECHTSGRUNDLAGE einfach abgetrudelt und gegeben NUR ein IRRWEG sein wird!!! …es sei denn, ein „versteckter“ Wille, Israel zu schaden …gar zu vernichten, beflügelt Initiativen und Engagement!!!

  2. Alle jüdischen Volkszugehörigen sollten umgehend nach Israel auswandern, um dort vor Ort zu sein, um alles regeln zu können, was das Wohlergehen der Stämme Juda und Benjamin betrifft.Vom Ausland her ist dies schlecht möglich.

    Shalom David 

    • Dann soll Israel den JUden erstmal vernünftigen Wohnraum und vernünftige Arbeitsbedingungen anbieten, den Juden die bereits in Israel leben.
      Man kann nicht immer aufrufen das alle kommen sollen und dann ist nicht mal richtige Grundversorgung gewährleistet.

  3. Dieter Graumann beschreibt prägnant die Wirklichkeit, welche kaum jemand wegzurelativieren vermag. Ich finde es traurig,  Juden …ISRAEL …immerwährend einzig und allein zu „reduzieren“ auf die Barbarei der Nazi-Scherken – deren mörderisch systematisch forcierten Antisemitismus – es tut weh! …ist ISRAEL …JUDAH doch so sehr VIEL VIEL mehr …die Wiege der (mehr oder weniger?) aufgeklärten „westlichen“ Zivilisation …wichtigster Rechtsnormen im Zusammenleben menschlicher Gesellschaften – nicht zu vergessen, der bekannteste JUDE doch wohl scheinbar „Bedeutendes“ den sich Christen nennenden Milliarden Menschen auf der Erde hinterlassen haben muss. WER von den flubbig locker Plappernden, Israel …Juden leichtfertig kurzsichtig Kritisierenden, weiss das schon??? Eine vorurteilsunbelastete Verständigung ist möglich …sachliche Aufklärung die Basis. …gerade nach sooo vielen Jahren

  4. @Jane
     
    “und sich endlich mit einer Teilung des Landes abfand, wie sie VOM BRITISCHEN Secretary of State for the Colonies W. CHURCHHILL 1922 UND de facto 1946 MIT STAATSGRÜNDUNG DES PALÄSTINENSISCHES HASHEMITISCHES KÖNIGREICHS JORDANIEN VOLLZOGEN WURDE!!! Der von der Uno 1947 angestrebte II. Teilungsplan des verbliebenen Restes von lediglich 22% des Umstrittenen Gebietes “Palästina“ , von den Arabern, Palästinenser inklusive, aber 40 Jahre lang abgelehnt worden war.
     
    JA – die Teilung schon geschehen war und die sog. Palästinenser 78% des sog. “Palästina“ bereits  bekommen hatten!!!
    Es besteht seitdem KEIN weiterer VÖLKERRECHTLICHER Handlungsbedarf, ausser wachsamste AUFMERKSAMKEIT – geschuldet arabischen TERROR in der “Jüdischen Heimstätte“ ISRAEL!!!
    @ C.Fried danke …“So ist es, wenn man Kriege verliert.“ …AUCH für ARABISCHE Einwohner ISRAELS vollumfänglich GÜLTIG!
    …genau das meinte ich schon in zig meiner stats
    KEINE SONDERBEHANDLUNG für arabische Muslime!!!
     
    @ Baruch …Jane platziert bei nahezu JEDEM Artikel – ungeachtet des Inhalts – reflexartig abwertend ihre stats über das “Unrecht“ des Staates Israel – nun da ist’s dann schon auch wichtig, ihr mit historischen FAKTEN aufklärend “behilflich“ zu sein …auf KEINEN Fall sollte Jane’s “Geblubber“ so stehen bleiben! …manchmal is sie auch einfach nur mal weg  – unbekannt verzogen sozusagen 😉
     
    @ A’Mor
    Es ist doch nur redlich und vor allem EHRLICH, wenn man “die Dinge beim Namen nennt“ …halt so, wie sie eben sind …das hat absolut NIX mit Rassismus zu tun – im Gegenteil “die Verantwortlichen“ für Terror, Hass und Krieg MÜSSEN benannt werden und da ist es doch nur folgerichtig, gerade die “Drahtzieher“ um PLO Hamas isl.Dshihad und wie sie alle sonst auch heissen mögen, ein Stückl meeehr als bislang geschehen, in die Pflicht zu nehmen.
    Ihre Einschätzung zu einem leider!!! möglich weiteren “Krieg“ gegen …in …Israel ist real …sehr REAL sogar – ich sehe es ganz genauso, denn sämtliche Bestrebungen der sich selbst lautstark bezeichnenden “Feinde“ Israels (ethnisches, religiöses, stammestechnisches, militärisches, politisches – welch auch immer helfend Dienliches) deuten klar darauf hin – und ja, eine logische Konsequenz Israels darauf nur EXISTENZSICHERND.
    Mit Beschimpfungen kann und muss man leben – sie treffen einem zuweilen auch nur “relativ“ schmerzlich, wenn man da schaut, welches Niveau in der Auseinandersetzung mit dieser doch sehr “ersten“ Thematik zuweilen zum Tragen kommt. Nichts desto trotz – gerade deshalb Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!!!

    Jane, mir ist bewusst, dass Ihnen die FAKTEN und TATSACHEN nicht gefallen – all Ihr auswegloses theoretisierendes Winden ändert absolut NIX daran.

  5. Jane, zunächst dachte ich: na, sie kritisiert Israels Politik, na, sie hat wohl etwas zu sehr dabei die palästinensische Brille auf, na, aber antisemitisch ist sie wohl nicht, na, sie plädiert für die 2 Staatenlösung, sie hat wohl paläst. Freunde und fühlt mit, na, sie wird ja wohl mal Israel besucht haben und wissen, wovon sie redet, zumindest Eindrücke gesammelt haben von allen Seiten. Aber spätestens nach dem heutigen Wort zum Tage von Ihnen, da revidiere ich meine Ansicht: Sie sind nicht gegen Israels Politik, Sie sind gegen Israel an sich. Und damit gegen die Israelis, die Juden. Sie sind also ganz sicher Teil der besagten 20%. Nach Ihrem Weltbild scheint es so zu sein: Alles was zwischen Jericho und Tel Aviv, Eilat und Haifa liegt ist Palästina. All das gehört den Palästinensern, ist deren Staatsgebiet, und wenn da nun Juden leben, ist das deren Problem. Da kann ich sogar ich als Nicht-Jude lebhaft nachfühlen, welch eine Horrorvorstellung das für Juden (und so wie der Islam sich nun generiert, auch für Christen (Hamas: Christen in Palästina sind kulturelle Muslime mit  zurzeit noch anderen Glaubensvorstellungen)) bedeutet.

  6. Orginal Jane:02.02.2012

    „Übrigens, wenn es irgend einen ernsthaften Grund gibt Israel anzugreifen, dann ist es der Umtand, dass Israel die Besatzung nicht beendet und die palästinensische Staatenbildung entgegen sämtlicher UNO-Resolutinen, sabotiert.“
    ———————————————————————————————

    Das muss man sich mal genauer ansehen !

    Hagalil schlaft ihr ?? Hier wird zum Krieg aufgerufen gegen Israel weil Israel nicht macht was Antisemiten wollen ?

    Lasst ihr diese Person schreiben damit hier immer genügend Leute schreiben und Hagalil dadurch bekannt wird im Vergleich zu anderen Jüdischen Platformen ?

    Heizt Ihr mit Absicht über diese Person die Diskusionen an ? 

    Es ist auch auffallend Das Hagalil teilweise nur Negative Berichte über Israel bringt und viele Positive Nachrichten besonders aus Wirtschaft und Politik mit der EU zurückgehalten werden!

  7. Eine Lachnummer ist allerdings die ganze oben gebrachte sog. „Feindpropaganda“: kein Mensch hat Beweise dafür, kein vernünftiger Mensch glaubt das (allein ein sog. City-buster hat das Ausmaß eines Kleinbusses, die USA brachten gerade mal zwei davon in ihren größten Bombern, den B52 unter. Den letzten „Kleinbus“, eine typische Kalter-Krieg-Waffe, bauten sie im Vorjahr zur Verschrottung auseinander. Aber Israel hat sie, fährt sie wahrscheinlich mit Gabelstaplern zum Einsatzort, denn B52 hat es keine. „es gibt kaum einen Zweifel daran, dass Israels Atomwaffen, die vor allem für die Kriegführung im Nahen Osten vorgesehen sind, zu den am höchsten entwickelten der Welt gehören.“  – zu gut Deutsch heißt das „es gibt kaum einen Zweifel“: man weiß überhaupr nichts. und plappert drauflos über Sachen, von denen man was irgendwo aufschnappte und aber garantiert weiß, dass Israel die hortet, samt Mausefallen speziell für Kampfmäusen aus Gaza-City, das wurde vergessen. Shahak ist seit 10 Jahren nicht mehr unter den Lebenden, keine seiner Prophezeiungen ist eingetroffen. Die Gen-Story ist ebenfalls nur ne Story, schiere science fiction. Bekanntlich haben viele Juden die gleichen Gene wie Palästinenserinnen, weil viele von zwangskonvertierten Juden abstammen. Umgekehrt haben jüdische Einwanderer aus arabischen Ländern meist „arabisches Blut“ in den Adern. Falls es sowas gäbe, würden die jüdischen Menschen „da unten“ zumindest einen Teil von sich selbst dmit umbringen. Und so weiter – nichts als Humbug. Mensch muss nicht alles glauben, was aus Hass geboren ist, sondern garnichts davon. Es ist erlaubt, wie Karl K. immer sagte, a la Kant seinen Verstand zu gebrauchen.
    .
    Wer gute Horrorgeschichten lesen will, sollte z.B. E.A. Poe zur Hand nehmen, aber keine Kriegspropaganda, von keiner Seite. Sonst fängt man auch noch an zu glauben, was absolut zuverlässig belegt im Internet nachzulesen ist: Nachdem das Manhattan-Projekt nicht klappte, konfiszierte ein amerikanisches Sonderkommando die bereits gebauten deutschen Atombomben bei Ohrdruf und warf sie auf Hiroshima und Nagasaki. Das ist die reine Wahrheit, aber wird natürlich von beflissener Seite vertuscht.  Und im Ersten Weltkrieg schlugen „die Hunnen“ belgische Babies zum Zeitvertreib an Bäumen entzwei, usw. 

  8. das Waffenlager im Gaza-Streifen im Libanon und sagte ihnen: “. Das sind die größten, die ich kenne”, “Der Nahe Osten ist die Region mit der höchsten Bewaffnung ist die Welt, und Israel ist das Ziel, dieser Bewaffnung “.

     
    Na – das ist jetzt aber wirklich ‚Ne Lachnummer. Die wirklich größten Waffenlager hat der GEneralmajor natürlich ‚vergessen. 

    Ariel Scharon: »Die Araber mögen das Öl haben – wir haben die Zündhölzer.« 

    Gegenwärtig schätzt man Israels Kernwaffenbestand auf mindestens 200 bis über 500. Und es gibt kaum einen Zweifel daran, dass Israels Atomwaffen, die vor allem für die Kriegführung im Nahen Osten vorgesehen sind, zu den am höchsten entwickelten der Welt gehören. Einen Teil des israelischen Kernwaffenbestandes bilden Neutronenbomben, miniaturisierte Atombomben, mit einem Maximum tödlicher Gammastrahlung bei einem Minimum an Sprengwirkung und langfristiger Strahlung – im wesentlichen dazu bestimmt, Menschen zu töten und ihren Besitz zu schonen. Zu den Waffen gehören auch ballistische Raketen und Bomber, die Moskau erreichen können, Flügelraketen (Cruise missiles), Landminen (in den 80ern verlegte Israel nukleare Landminen entlang der Golanhöhen) und Artilleriegeschosse mit einer Reichweite von 70 Kilometern. Im Juni 2000 traf eine von einem israelischen U-Boot abgeschossene Flügelrakete ein Ziel in 1500 Kilometer Entfernung, das war zuvor nur den USA und Russland gelungen. Von diesen praktisch nicht zu besiegenden U-Booten wird Israel drei stationieren, jedes ist mit vier Flügelraketen ausgerüstet. 

     Das Spektrum der Bomben reicht von »Städte-Knackern« (city-busters), größer als die Hiroshimabombe, bis zu taktischen Miniatomwaffen. Israels Bestand an Massenvernichtungswaffen lässt die tatsächlichen oder potentiellen Bestände aller anderen Nahoststaaten zusammengenommen recht mickrig erscheinen, und übersteigt bei weitem jegliches nachvollziehbare Bedürfnis nach »Abschreckung«.


    »Ethnobombe«
    Israel besitzt auch ein umfassendes Arsenal chemischer und biologischer Waffen. Nach Angaben der Sunday Times hat Israel chemische und biologische Waffenarten mit hoch entwickelten Trägersystemen produziert. Mit den Worten eines hohen israelischen Geheimdienstlers: »Es gibt wohl keine einzige bekannte oder unbekannte Form chemischer oder biologischer Waffen, … die im Biologische Institut Nes Tziyona nicht erzeugt würde.« Derselbe Bericht beschrieb F-16 Kampfjets, die speziell für chemische und biologische Ladungen bestimmt sind und deren Besatzungen dafür ausgebildet wurden, diese Waffen in Windeseile zu bestücken. Die Sunday Times berichtete, dass Israel unter Nutzung von Forschungsergebnissen aus Südafrika eine »Ethnobombe« entwickelte. »Bei der Entwicklung ihrer „Ethnobombe“ versuchen die israelischen Wissenschaftler, Forschungsergebnisse der Medizin bei der Identifizierung eines besonderen Gens zu nutzen, das einige Araber haben, und dann genetisch modifizierte Bakterien oder Viren zu schaffen … Die Wissenschaftler versuchen, tödliche Mikroorganismen herzustellen, die nur Menschen mit diesen Genen angreifen.« Dedi Zucker, ein linker Abgeordneter der Knesset, prangerte diese Forschung mit den Worten an: »Eine solche Waffe ist, wenn wir von unserer Geschichte, unserer Tradition und Erfahrung ausgehen, moralisch ungeheuerlich und muss geächtet werden.« (Sunday Times, 15. November 1998)

    In den Worten Israel Schahaks: »Nicht der Wunsch nach Frieden, wie so häufig angenommen, ist meines Erachtens Prinzip der israelischen Politik, sondern der Wunsch, die Herrschaft und den Einfluss Israels auszudehnen.« Und: »Israel bereitet sich auf einen Krieg vor, wenn es sein muss, auf einen Kernwaffenkrieg, um zu verhindern, dass es in einigen oder allen Staaten des Nahen Ostens zu inneren Veränderungen kommt, die ihm nicht passen … Israel bereitet sich eindeutig darauf vor, die offene Hegemonie über den gesamten Nahen Osten zu erreichen … und zögert nicht, zu diesem Zweck alle verfügbaren Mittel zu nutzen, einschließlich nuklearer.«

    Seine überwältigende Kernwaffenüberlegenheit erlaubt es Israel, sogar angesichts einer weltweiten Opposition straflos zu agieren. Als typischer Fall kann die Invasion in den Libanon und die Zerstörung Beiruts 1982 gelten, die von Ariel Scharon geführt wurde – zum Schluss mit 20000 Toten, die meisten davon Zivilisten. Trotz der Vernichtung eines arabischen Nachbarstaates konnte Israel den Krieg über Monate ausdehnen, nicht zuletzt auch aufgrund seiner atomaren Drohung.

    Ein anderer Hauptzweck der israelischen Bombe ist der Druck auf die USA, sogar dann zugunsten Israels zu agieren, wenn das gegen die eigenen strategischen Interessen gerichtet ist. Während des Krieges von 1973 nutzte Israel die nukleare Erpressung, um Kissinger und Nixon zu zwingen, gewaltige Mengen Kriegsmaterial über eine Luftbrücke nach Israel zu bringen. Ein Beispiel für diese Strategie lieferte Amos Rubin, der Wirtschaftsberater des Ministerpräsidenten Yitzhak Schamir, im Jahre 1987: »Wenn Israel alleingelassen wird, wird es keine andere Wahl haben, als auf eine riskante Verteidigung zurückzugreifen, die es selbst und die Welt stark gefährden wird … Um Israel in die Lage zu versetzen, auf die Abhängigkeit von Atomwaffen zu verzichten, braucht es zwei bis drei Milliarden Dollar an US-Hilfe jährlich.« Seither hat sich Israels Kernwaffenbestand exponentiell vergrößert, sowohl quantitativ als auch qualitativ, und der Geldhahn der USA bleibt weit offen…..

     http://www.palaestinaonline.de/kernwaffen_jw.htm

    Das macht dann auch wohl recht deutlich, warum die Einschätzung vieler Europäser, dass Israel unter anderen Ländern eines der Länder ist, welche eine ernsthafte Gefahr für den Weltfrieden darstellen, schlichtweg realistisch ist.

    Übrigens, wenn es irgend einen ernsthaften Grund gibt Israel anzugreifen, dann ist es der Umtand, dass Israel die Besatzung nicht beendet und die palästinensische Staatenbildung entgegen sämtlicher UNO-Resolutinen, sabotiert.

    Da auch unter diesen Umständen Israel seit 1973 nicht angegriffen wurde, macht deutlich, dass die Nachbarländer das nicht können. Umwieviel besser wäre die Situation, würde diese dauernde Provokation der arabischen Welt endlich ein Ende haben. (die Vorstellung, dass sich sicherheitstechnisch etwas ändern würde, nur weil die West-Bank und der Gaza-STreifen Palästina wären, ist auch eine ziemliche Lachnummer, wird aber dauernd subtil ins Feld geführt). 

    Hinzu kommen dann noch solche Überlegungen, wie hier bei Hagalil zu lesen:

     
    · Die EU fördert Maßnahmen, durch die Israel isoliert und zum Aussätzigen in der Völkerfamilie gemacht werden soll.

    Das heutige Europa ist eigentlich bereit, Israel für seine Beziehungen zur moslemischen Welt zu opfern. In anderen Worten, jeder normale Israeli sollte Europa als seinen Feind betrachten. Man kann natürlich nicht verallgemeinern. Die Ministerpräsidenten Italiens und Spaniens sind echte Freunde, und auch einige der osteuropäischen Führer. Aber die deutsch-französisch-belgisch- holländisch- skandinavisch -irische Achse wird allmählich ungeduldig, da Israel bereits 55 Jahre alt geworden ist. Wenn Israel in die Ecke gedrängt werden sollte, wenn ihm eine existenzielle Gefahr droht, dann würde es keine andere Wahl haben, als die Waffe des Jüngsten Tags auch gegen diejenigen einzusetzen, die seinen Feinden das Potential für Massenvernichtung geliefert haben. Ich schlage der israelischen Führung nicht vor, diesen Kontinent zu bedrohen, aber die Botschafter der EU-Staaten in Israel sollten eine Übersetzung dieses Artikels erhalten, damit sie verstehen, dass ihre Länder einfach zu weit gegangen sind…

     http://www.nahost-politik.de/europa/eu-israel-0.htm

    •  
      Das Verhalten der Teilnehmerin Jane ist, ganz ebenso wie ihre unbeirrbar antiisraelische Geisteshaltung, ablehnenswert und zu verurteilen, im Übrigen, das vorgegebene Thema, laut header, lautet: „Ein Fünftel der Deutschen ist antisemitisch eingestellt“, nur zur Erinnerung, …
       
       

    • @Jim,

      egal, wie Sie Janes  „Verhalten“ finden .. Ihr eigenens ist übrigens deutlich mehr zu beanstanden als Janes.

      Wenn Sie sich hier erblöden, an das Thema zu erinnern, wundert es mich doch, dass Sie dies noch nie bei den ständig vom Thema abweichenden Kommentaren von Schlicke und dem Forumclown BZ tuen .. könnte dies an Ihrer Parteilichkeit liegen?

      Nulpe!

      😀
        

  9.  
    “Expertenkreis Antisemitismus” zufolge, sind rund 20 Prozent der Deutschen “latent antisemitisch”…
     
    Last uns Bitte anfangen zwei Stunden Geschichtsunterricht in den Schulen Bayerns über den Stammbaum von Hitler zu streichen, den es ist nicht wichtig ob er diese oder jene Vorfahren hatte. Dieser Unterricht ist Rassistisch, wichtig ist, wer hat diesem Verbrecher nach 1925 geholfen. SOS  SOS  SOS helfen Sie mit.
     

  10. Wie die DDR Waffen an Jassir Arafats PLO lieferte

    „Über die Beziehungen von PLO und DDR ist wenig bekannt. Eine neue Untersuchung zeigt, wie Ulbricht und Honecker mit der Terrororganisation zusammen arbeiteten.“

    „Außenpolitik ist Machtpolitik – für Moral ist da kein Platz. Nach dieser Maxime jedenfalls handelte die DDR. Besonders gut erkennbar ist das an der Nahostpolitik der SED, die stets am Nutzen für die eigenen Interessen ausgerichtet wurde. Jetzt, rund vier Jahrzehnte nach dem Beginn intensiver Beziehungen zwischen der DDR und der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO unter Jassir Arafat, werden zum ersten Mal die Umrisse dieses Kalküls genauer erkennbar.“

    „Das ist das Verdienst des jungen Historikers Lutz Maeke, der am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin seine Doktorarbeit schreibt. Das wichtigste außenpolitische Interesse der ostdeutschen Diktatur war die internationale Anerkennung als „normaler“ Staat – trotz Mauer und Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze. Dafür waren Walter Ulbricht und sein Nachfolger Erich Honecker bereit, einiges zu riskieren – auch die Zusammenarbeit mit einer Terrororganisation. “

    Politisch-moralische Unterstützung für die PLO

    „Schon im Oktober 1969 hatte das Ost-Berliner Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA), überbesetzt angesichts der wenigen Staaten, die offizielle Kontakte mit der DDR unterhielten, eine vorsichtige Kooperation empfohlen: „Die DDR sollte politische Kontakte zur PLO herstellen und ihr politisch-moralische und materielle Unterstützung leisten.“

    „Zugleich allerdings warnten die ostdeutschen Diplomaten: „Die Unterstützung der palästinensischen Widerstandsbewegung muss in Umfang, Art und Form so erfolgen, dass eine Identifizierung der DDR mit den extrem-nationalistischen Forderungen der palästinensischen Organisation sowie ihren teilweise terroristischen Kampfformen ausgeschlossen ist.“

    „Anzeige
    Deshalb sah das MfAA die Einrichtung eines PLO-Büros skeptisch. Stattdessen könnte man die „Beziehungen zur palästinensischen Widerstandsbewegung, insbesondere zur PLO“ von „gesellschaftlichen Organisationen der DDR“ wahrnehmen lassen: „Federführende Institution ist das Afro-Asiatische Solidaritätskomitee der DDR.“

    Medizinische Hilfe für PLO-Kämpfer

    „Zu dieser Zeit war die PLO eine reine Terrororganisation und jede Zusammenarbeit mit ihr ein offener Verstoß gegen den Konsens der zivilisierten Staaten, solche Gruppen nicht zu unterstützen. Dennoch unterstütze das SED-Politbüro die Initiative und beschloss im April 1970 den vorsichtigen Aufbau von Kontakten, um „das Ansehen der DDR bei den arabischen Völkern weiter zu heben“.

    „Das außenpolitische Ziel einer möglichst breiten Anerkennung überwog die Sorgen. Immerhin hielt das Politbüro auch fest: „Nationalistische Konzeptionen der palästinensischen Widerstandsorganisation, die eine Liquidierung des Staates Israel beinhalten, werden nicht unterstützt“. Jedoch wurde zugleich zivile und „nicht-zivile“ Hilfe genehmigt, insgesamt 1,5 Millionen Mark für 1970. “

    „Unter zivile Hilfe fielen etwa Feriencamps für Palästinenser in der DDR und die medizinische Hilfe für verletzte PLO-Kämpfer, die zur Behandlung in die DDR ausgeflogen wurden. Was unter „nicht-ziviler“ Hilfe zu verstehen war, kann man an einem Vorgang aus dem Jahr 1973 ablesen. Die DDR verpflichtete sich nämlich insgeheim, der PLO 2000 Maschinenpistolen, 500 Sprengsätze, zehn Scharfschützengewehre und 1000 Rucksäcke zu liefern.“

    Arafat besuchte Ost-Berlin

    „Zu dieser Zeit war PLO-Chef Arafat bereits mehrfach offiziell in Ost-Berlin begrüßt worden. Reiste er 1971 noch als Gast des „Afro-Asiatischen Solidaritätskomitees der DDR“ ans Brandenburger Tor, kam er zwei Jahre später schon als offizieller Gast der SED zu den X. Weltjugendfestspielen. “

    „Damit trat genau ein, was Israels Botschafter in Bonn, Eliashiv Ben-Horin, schon am 24. November 1971 vorausgesagt hatte: „Beide deutsche Staaten werden sich in absehbarer Zukunft in einigen arabischen Staaten in Konkurrenz miteinander wiederfinden. Dies verpflichtet die kalte ostdeutsche Logik dazu, dass sie die arabische Sache vollständig auf das Extremste gegen uns unterstützen werden.“

    „Zutreffend fasst Lutz Maeke zusammen: „Mit dem Besuch von Arafat signalisierte die DDR auch nach ihrer diplomatischen Anerkennung die Kontinuität ihrer Israel-feindlichen Außenpolitik nicht nur beizubehalten, sondern in neuer Form weiterzuführen.“

    Die Stasi überwachte die PLO-Vertreter

    „Für die SED fand die faktische Anerkennung der PLO vor dem Hintergrund der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel statt. In der offiziellen DDR-Ideologie galt Westdeutschland als „neofaschistisch“ und Israel als „zionistisch-imperialistisch“, was auch nur eine Sonderform von „faschistisch“ sein sollte. Durch die Anerkennung und Unterstützung von Israels Todfeind Arafat erhoffte sich das Politbüro also Vorteile im Ringen mit dem größeren, erfolgreicheren, demokratischen, also: dem besseren Teil Deutschlands.“

    „Das hinderte freilich das Ministerium für Staatssicherheit nicht, das bald eingerichtete inoffizielle PLO-Büro in Ost-Berlin durch Spitzel zu überwachen. Zeitweise bis zu acht IM gleichzeitig berichteten über die Arbeit der PLO-Vertreter. Außerdem hielt man Kontakt zu anderen, noch radikaleren Vertretern palästinensischer Organisationen wie George Habash, dessen PFLP für ein halbes Dutzend Flugzeugentführungen und weitere Attentate verantwortlich war. In den Achtzigerjahren unterstützte das MfS sogar die radikale Gruppe um Abu Nidal massiv, einen palästinensischen Todfeind Jassir Arafats. “

    „Das Doppelspiel beschränkte sich freilich nicht auf die SED – auch der PLO-Chef instrumentalisierte die Beziehungen zur DDR fast nach Belieben. Er spielte mit dem innerdeutschen Konflikt und zog Vorteile daraus: „Arafat wusste, dass er Westeuropa brauchte, und versuchte, seine Stellung in der Bundesrepublik auch über seine Beziehung zur DDR auszubauen.“

    Arrafat erlebte Honeckers politisches Ende

    „Die deutsch-deutsche Dimension, deren Nutzung strategisches Denken voraussetzte, war entscheidend, schreibt Maeke: „Das war Arafats doppelte Deutschlandpolitik.“ Als allerdings Erich Honecker in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre immer deutlicher danach verlangte, die Beziehungen aufzubessern, gab er bedenkenlos den bisherigen Verbündeten preis.“

    „Ein Spitzel im PLO-Büro in Ost-Berlin berichtete dem MfS über dort geführte geheime Gespräche: „Eine wichtige Komponente der Politik der DDR sei ihre ,infame Judenfreundlichkeit’, mit der sich der Generalsekretär des ZK der SED, Genosse Honecker, eine ,Fahrkarte in die USA’ beschaffen wolle.“ Das allerdings gelang nicht – über seinen Empfang in Bonn kam der greise Diktator nicht mehr hinaus.“

    „Aus der ersten Reihe verfolgte übrigens Jassir Arafat das Ende von Honeckers Macht. Er saß am 7. Oktober 1989 mit am zentralen Tisch der Staatsgäste im Palast der Republik und lauschte der letzten politischen Rede im Leben Erich Honeckers. Was er dabei gedacht hat, ist nicht überliefert. Jedenfalls hatte seine doppelte Deutschlandpolitik Erfolg gehabt: Aus dem Gast zweiter Klasse in Ost-Berlin von 1971 war ein geachteter Politiker sowohl in der DDR wie in der Bundesrepublik geworden. “
    http://www.welt.de/kultur/history/article13842028/Wie-die-DDR-Waffen-an-Jassir-Arafats-PLO-lieferte.html

  11. Scytale 1. Februar 2012 – ח׳ בשבט תשע״ב at 07:28

    Willkommen!

    „Wenn wir als Deutsche nun hingehen und Israel kritisieren oder verteidigen, sprechen wir einer ganzen Nation die Mündigkeit ab. Ja, in meinen Augen hat derlei Verhalten etwas patronisierendes, gönnerhaftes und vielleicht sogar chauvinistisches.“

    Absolut, da ist was dran!
    Bin mir auch nicht zu schade diesen Gedanken auf mich selbst anzuwenden, jedoch Antisemitismus, und bei „Israelkritik“ geht es gewöhnlich im Kern darum, geht alle Juden etwas an, und insbesondere auch die nichtjüdischen Deutschen, deren Elterngenerationen in irgendeiner Form am sogenannten ‚2.Weltkrieg‘ beteiligt waren. Zumindest wäre das wünschenswert…
    Und für Juden ist der Staat Israel nicht einfach ein Land da irgendwo, aber das wissen Sie.

    „Frau Weisband von den Piraten (…) Aber mal im Ernst, wieviele der Leser wurde die Religionszugehörigkeit – (…) Volkszugehörigkeit (…) – erst mit ihrem Rücktritt bewusst?“

    Das mag auf die meisten Leser hier auf ‚hagalil‘ oder sonstwie „Unbeteiligte“ zutreffen, aber den Angehörigen und Zugehörigen der Partei ‚Die Piraten‘ ist es wohl bekannt, und Antisemitismus aus den Reihen eben dieser Partei gibt es auch schon länger.
    Aber -„gerechterweise“- in welcher deutschen Partei gibt es das nicht?

    „Für meinen Teil glaube ich, dass ich nur mich selbst verändern kann, anderen nur ein Beispiel aufzeigen kann, selbst ein besseres Leben zu leben beginne…“

    Kluge Antwort, finde ich, sehe ich auch so. Es heißt: „Ein Leben ist die Welt.“
    Zusätzlich jedoch, die Diskussionen, die sich zB auf ‚hagalil‘ entwickeln können, mögen dem einen oder anderen geeignet sein die eigene Orientierung zu verbessern/zu überdenken, immerhin.

    ~ * ~

    „Herr Mor (…) Auch wenn wir uns mal etwas ernster unterhalten haben und anderer Meinung waren, so hatten Sie doch nie Ihren Respekt mir gegenüber missen lassen. Ich hoffe, das Sie über mich das gleiche sagen.“

    Eine frohe wie auch traurige Überraschung.
    Sie wollen fernbleiben, für mich etwas traurig.
    Aber wie Sie auch entscheiden, Alles Gute, Glück und Gesundheit!
    Und froh, nu, Danke, daß Sie mich so freundlich erwähnen…

    Scytale, Ihr ‚hoffen‘ werte ich mal als rhetorische Form, obgleich die Frage darinnen natürlich immer berechtigt ist. Was ist denn schon selbstverständlich?
    Wissense, ich habe da so eine Näschen… 😉

    Also geradeaus; na klar sage ich das Gleiche über Sie!
    Ich weiß zwar nicht genau, was Sie mit „belustigend“ meinen (hier bitte den ‚Smiley mit warnenden Zeigefinger‘ imaginieren… 😛 ), aber unseren humorvollen Schlagabtausch habe ich sehr genossen! Im besten Sinne des Verständnisses.

    Auch unsere ernste Auseinandersetzung fand ich fruchtbar und gut.
    Die Meinungsverschiedenheit zwischen uns -hoffentlich bin ich im richtigen Bilde- hat mit meiner harschen Aussage gegenüber den Arabern der Gebiete zu tun.
    Es würde mich betrüben, wenn Sie mich nun als „Rassisten“ betrachten.
    Zum einen habe ich versucht eine Lösung der Problematik zu liefern, eine resolute (und auch grausame) Form, aber hier paßt -finde ich- ein Sprichwort, gewöhnlich an unglückliche Beziehungen gerichtet:
    „Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.“

    Das wäre ein Aspekt der Angelegenheit auf den Punkt geführt.
    Und bringen Sie es noch auf die Ebene der Kinder. Es sind die Kinder, die in einer grausamen Welt zu grausamen Menschen erzogen werden, weil ihre erwachsenden „Vorbilder“ keine Rücksicht nehmen. Das sollte nicht so weiter geführt werden.
    Es muß eine „rote Linie“ geben, und eigentlich wurde diese schon längst übertreten. Daher also „…wenn es wieder zum offenen Krieg kommen sollte…“

    Nicht „die Araber“ sind die Bösen, die Kriegstreiber und Haßprediger sind es, darunter sind Araber, zB. Nu, und die Mehrheit der Menschen sind eben Mitläufer.
    Und was „Kultur“ angeht, bedenken Sie nur die Haltung gegenüber der Frau und den Kindern in einer jeweiligen Gesellschaft…, zB in der islamischen Gesellschaft.
    “Religion“? Das ist doch nur zum bitter auflachen!
    Wenn solche Leute nur einen Funken Judentum übernommen hätten (zum Anspruch auf Jerusalem reicht es wohl…), dann gäbe es diese Verachtung gegenüber der Frau und den Mädchen nicht.

    Wenn ich von „den Arabern“ spreche, dann meine ich vor allem die Tonangeber, die ihre Menschen/Kinder zu Rassisten und ängstlichen Hassern erziehen, die den Kindern den Judenhaß als „gerechte Sache“ beibringen, nicht „nur“ in der Moschee oder zu „religiösen“ Anlässen, sondern direkt in der Schule über die Schulbücher, im Fernsehen, im Radio, auf der Straße. Und nicht „nur“ in islamischen Ländern!

    Was in den letzten Jahrzehnten geschah, was geschieht, hier ist schon der nächste Konflikt vorprogrammiert, der strenggenommen unter „dem Mantel“ stets manifest ist.
    Aber das bekommen nur die direkt Betroffenen mit, denn die sogenannte „Öffentlichkeit“ schweigt sich darüber aus. Und damit überläßt man den Rechtsradikalen die Deutungshoheit. Denn die aufgegriffenen Fälle, die dann entsprechend politisch instrumentalisiert werden, sie sind eben nicht an den Haaren herbeigezogen.
    Und was bekommt man von dort? Aus Frust gegenüber der Heuchelei der sogenannten „Öffentlichkeit“ wird wieder nur Haß…

    Ist das etwa Kalkül? Und wenn, wer hat was davon?
    Unsere Kinder nicht, das kann man wohl festhalten, meinen Sie nicht auch?

    Auch „der Araber“ trifft irgendwann für sich individuell die Entscheidung, ob er „böse“ handelt oder nicht, aber, das Umfeld prägt nuneinmal, und es ist geeignet auch das feinste Gewissen zu „übertönen“.
    Das befreit zwar nicht von individueller Schuld bei bösem Handeln, aber es einfach auszuklammern, das wäre ignorant. Sei’s der Araber, sei’s der Deutsche usw.

    Im Laufe meines Lebens, auch als Ausgewachsener/Erwachsener, habe ich an mir selbst bemerkt, daß ich beeinflußbar bin. „Intelligenz schützt vor Torheit nicht“, heißt es.
    Hölle, allein viele Akademiker liefern dafür treffliches Beispiel!

    Sie lassen in Ihrem Schreiben auch Selbstkritik zu ( „…viele unnötigen Emotionen in diesem Forum wahr, sowohl bei mir selbst als auch bei anderen…“), und dieses kann ich gut nachvollziehen.

    Manches emotionale hier, jim hat es passend ausgedrückt, ist letztlich ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Manches andere jedoch gezielte Strategie, so scheint’s…

    ZB erinnere ich mich, wie eine ‚Jane‘ mal die Erkenntnisse eines Schopenhauer zur Polemik zum Besten gab. Polemik ist geeignet um das Fruchtbare in Diskussionen im Keime zu ersticken.
    Wo es nur um Rechthaberei geht, kommt es nicht zu Lösungen oder intelligenten Ansätzen zu weiterführender Diskussion, es geht dann nur noch um das Recht des (hier: verbal/schriftlich) Stärkeren, bzw Unnachgiebigeren…
    Es kommt zu Grabenkämpfen, es kommt zu Angreifern/Angegriffenen, ja, Scytale, Sie haben wirklich recht, es ist vergebene Mühe.
    Zumal im ’schriftlichen‘ Feld der/die Niedergestreckte immer wieder aufsteht, vollkommen erkenntnisresistent, geschliffener im Stil mit der Zeit, aber immer das gleiche Muster: „die Juden sind das Übel…“
    Ja, davon wird mir wirklich übel… Übelkeit mit Tradition, sozusagen…

    Die Themen, mit denen wir uns befassen, sind zu ernst, als daß man sie auf dem Altar einer wohlfeilen Polemik-Wettkämpferei opfern sollte.
    Das ist wohl auch nicht im Sinne von ‚hagalil‘, aber die „offene Form“ in den Kommentarsträngen ist im besten Sinne wohl gemeint als eine Spiegelfläche für „die Gesellschaft“, also hier vor allem der deutschsprachigen.
    Auch riciano verwies darauf. Manche/r „Kritiker/in“ fordert (wohl auch unbeabsichtigt) heraus, daß wir uns um die Klarstellung zu manchen festen Größen bemüht sehen.
    Dann geht es nicht mehr nur um Meinung, sondern um Fakten zur Antwort.
    Das ändert nicht die Meinung einzelner, aber Mitleser haben dadurch tatsächlich einen Lernwert.
    So hat es sein gutes.

    Und doch, so recht als „Spiegel der Gesellschaft“ will es mir nicht gelten.
    Nicht jeder, der hier schreibt, tut das nur aus eitlen Gründen (zB schätze ich Ihre Beiträge so nicht ein, die einiger anderer ebenfalls nicht), und doch, etwas Eitelkeit wird wohl immer mitschwingen alleine bei der Entscheidung sich überhaupt schriftlich in dieser Form zu äußern.
    Wenn man so will, kann man das als eine Spielart der Arroganz betrachten.
    Denn die eine Frage bleibt: „wer sind Sie, wer bin ich, wer bist Du, oder Du“, daß wir uns erheben unsere Meinungen/Erkenntnisse (usw) im ‚www‘ zu äußern?!

    Jeder Einzelne mag sich fragen, was es ihm/ihr bringt, sich hier zu äußern. Als Außenstehender scheint es mir hin und wieder leichtzufallen, die Motive zu erörtern, aber kann ich sicher sein?
    Manche Leute schreiben hier um zu verletzen, zu ärgern, zu provozieren, zu agitieren, manche schreiben vielleicht nur, damit sie was zu tun haben, und ‚die Juden‘ (oder ‚die Araber‘) „geht sie was an“. Mancher möchte aufklären oder anregen. Usw.
    Wir haben hier „Spalter“ und „Versöhner“, auch „Frager“ und manches mal auch „sagenhafte“ Selbstüberschätzung. Tja, und die sogenannten „Trolls“ auch noch. Und, natürlich eben auch manch unfreiwillige Komik. Wenn es nur von mir käme, das wäre nicht so schlimm, vermute ich…

    Von unseren „regelmäßigen“ Besuchern hier kann man schon -in aller Bescheidenheit- die jeweiligen Motivlagen ausmachen. Einige gefallen mir (selbst wenn ich nicht immer allem zustimmen mag), andere wiederum mißfallen mir (selbst, wenn ich dort hin und wieder bedenkenswertes finde).
    Aber das ist natürlich egozentrisch orientiert.
    Wer bin ich?
    Kann ich vom Himmel herab schreien, wenn ich doch „da unten“ auf der Erde stehe? Echo?

    Also, abschließend zu dem oben angerissenen Thema -unsere Meinungsverschiedenheit-, mag sein, daß wir meinungsverschieden bleiben, aber es würde mich in Ihrem Falle betrüben, wenn Sie in mir einen „Rassisten“ ausgemacht hätten. Andererseits, woher dann Ihr Respekt, wenn es so wäre?
    Sie haben also verstanden, worum es mir geht?
    Nein, ich male keinen Krieg an die Wand, dieser „Krieg“ ist im vollen Gange.
    Ich werde nach diesem Schreiben an Sie etwas anfügen, ein link zu einem Video.

    😉 Ich bin ein Träumer, aber ich bin in „harter Realität erzogen/geworfen“. Klar, bin nur ein Mensch, vieles von der „großen Welt“ weiß ich nicht, und wer bin ich, daß ich meine „den Menschen“ zu kennen? Ich kenne nur das, was ich selbst erfahren habe, mit diesem Verstand also lese ich das, was andere schreiben.
    Bildung ist wichtig, aber ich war immer schlecht im Zitieren, hat was mit Dickköpfigkeit zu tun, schätze ich, vielleicht auch was mit Eitelkeit und was die Tiefen eines Seelenzustands wohl so hergeben mögen … 😛 

    Übrigens, natürlich, weil Sie jetzt nochmal darauf hinweisen,
    Ihre Frage?
    „Wie trennen wir Israelkritik von Antisemitismus?“
    (aus: Scytale 25. Januar 2012 – ח׳ בשבט תשע״ב at 16:33 )

    Diese?
    Hatte Sie noch garnicht gelesen, war einige Tage nicht unter der Leserschaft.
    In kurz, eine kluge Frage, einen eigenständigen Artikel wert, möchte ich meinen.
    Allgemein mag die vielleicht schwammige Antwort sein: „es kommt darauf an.“
    ZB wer und warum und wie…

    Für mich ist es meistens (scheinbar) leicht zu erkennen, was nun sachliche Israelkritik ist, was Antisemitismus ist, fasse ich mal zusammen als entsprechende ‚Sensibilisierung‘.
    Meine „Israelkritik“ wiederum hat Ihnen offenbar sauer aufgestoßen, das ehrt Sie, finde ich.
    Trotzdem und wie gesagt, ich bin kein „Antiaraber“.

    Ein umfassende Antwort darauf jedoch würde hier den Rahmen sprengen, außerdem müßte ich persönlich dafür recherchieren, damit „meine Meinung“ für manche Aspekte eben wissenschaftlich-fundierte „Begleitmusik“ hätte.
    Trotzdem, davon gehe ich aus, überrascht es Sie nicht im mindesten, daß ich mir an der Stelle eine Sensibilisierung zutraue. Richtig, oder?

    Ach Scytale…Menschen sajn mir! Willkommen!
    (Und meinetwegen, denn das Potential ist hier bei etlichen Beteiligten vorhanden, wie Sie zwischenzeitlich selbst bemerkten: bleiben Sie, gönnen Sie sich eine Auszeit -so wie ich sie die letzten zwei Wochen hatte-, aber schnuppern Sie vorbei.
    Das auch andere Ihnen mit Respekt hier begegnen, das ist Ihnen nun „sogar“ bei Baruch Zion ( 😀 ) aufgefallen, nicht wahr?
    (Und hey, Sie haben sich das Hintertürchen aufgelassen, also…)

    Willkommen, Sie „Freund des Allschönen“!
    Ein wenig „Heidentum“ kann nicht schaden.
    Hätte Deutschland mehr davon, ein Hitler wäre nicht möglich gewesen, das denke ich.
    Und ich sehe da nicht das geringste Problem mit dem Judentum. Nur weil es Heiden gibt, können Juden doch Juden bleiben, und umgekehrt, also: „nema problema!“

    Wer hat denn ein Problem damit?
    Sagen Sie, ist das eine rhetorische Frage?

    Außerdem: auch im Tanach kann man von „Heiden“ lesen, tja, was es so gibt, und wie lange schon…

    ~ * ~

    Ich kündigte es bereits an, es geht aber an alle, und insbesondere auch an Jane.
    Was Jane sagt, kann man hier nachlesen.

    Was aber sagen ihre ‚Schützlinge‘ die „armen Palästinenser/Araber“?

    (Und Verzeihung, das sind keine gute Nachrichten. Nicht sooo aktuell, aber…)

    (Die Moderatorin am Ende des Videos, sind Sie das, Jane?
    -lahmer Witz, schon klar! Aber verblüffend, wie Sie sich in dem „Diskussionsstil“ ähneln-
    Und Jane, das sind dann schon wieder „nur ein paar Fanatiker“?
    So wie etwa das religiöse Oberhaupt der arabisch-islamischen „Palästinenser“, der zum „religiös fundierten“ Mord an Juden ausruft?
    Mord ist gut?????
    Nur ein Fanatiker??

    ~ * ~

    😎  Nur so, für jim (und dem ‚Ungarn‘ Karl P.)…

    • >>Nachbearbeitung.
      Hat leider nicht geklappt, mein Kommentar kam nur als Text, dabei habe ich links eingefügt, die nicht erschienen. Liefere ich sie also nach, immerhin beziehe ich mich auf sie…

      Willkommen!
      (belegt mit)
      http://www.youtube.com/watch?v=9IOQ9ARwj38

      Zwei links so circa Ende zweites Drittel
      (Kennzeichnung per Smileys)
      😉 Ich bin ein Träumer
      http://www.youtube.com/watch?v=uCSN1wiLMVI
      &
      was die Tiefen eines Seelenzustands wohl so hergeben mögen …  😛
      http://www.youtube.com/watch?v=e9vrfEoc8_g

      Das angekündigte Video im letzten Teil
      Was aber sagen ihre ‚Schützlinge‘ die „armen Palästinenser/Araber“?
      http://vimeo.com/16779150

      Und letzte Zeile
      Nur so, für jim (und dem ‘Ungarn’ Karl P.)… (da sollte auch noch ‚Magdalena‘ stehen…)
      http://www.youtube.com/watch?v=w_j9yI3lvyI

      >>Es hat sich anscheinend was geändert an der Bearbeitungsweise von Kommentaren, da muß ich wohl ersteinmal neu dazulernen, bevor ich mir ‚kursiv‘ und mit ‚link unterlegen‘ usw in einem weiteren Kommentar „erlauben“ kann…

      So kommt das Ganze nun zwar etwas kompliziert rüber, aber wie sagt man so schön?

      ! B A L A G A N

      ~ * ~

      PS/ Israel hat genau 73, 75 Atombomben, sagt mein Bauch gerade, der muß das doch wissen?

  12. Und: wie wäre es, über die Studie und ihre – meiner Meinung nach – teilweise tief irreführenden Begriffen, Zahlen, Thesen und Folgerungen zu diskutieren, statt  Geschichte und Politisches aus dem Nahen Osten endlos oft durchzukauen?

  13. Von allen hier, Jane scheint m.E.  bei weitem die Vernünftigste und am wenigsten völkisch-religiös verdorbene Gestalt zu sein.
    Sie vertritt die zu erwartende Zukunft der Menschheit, wogegen ihre ausgesprochen feindseligen Diskursgegner eine  überkommene Unterart der vergangenheitsgesteuerten Überreste dämonisierenden völkisch-religiösen Gruppen  (unter mehreren) bilden.. Sie werden morgen, übermorgen als eine Bereicherung der Fossilienwelt betrachtet …
    Trotzdem viele Grüße.

  14. Arafat am 09.09.1993 an Rabin:
    “Die PLO erkennt das Recht des Staates Israel auf Existenz in Frieden und Sicherheit an.”
    Rabin an Arafat:
    “…die israelische Regierung hat beschlossen, die PLO als die Vertretung des palästinensischen Volkes anzuerkennen.”

    An Jane:
    Sie zitieren sicher richtig Dokumente aus dem Jahre 1993, nach denen Israel die PLO und die Existenz eines paläst. V. anerkannte. Die PLO im Gegenzug Israels Existenzrecht und sein Recht auf Frieden/Sicherheit.
    Es kommt nun auf Feinheiten an, und das sollten Sie wissen: 1) Feinheit: Vertritt die PLO Palästina heute noch? Wie steht die Hamas zu Arafats Worten?
    2) Die Anerkennung der PLO beinhaltet nicht Israels Existenz als JÜDISCHER Staat. Das meint: Wenn Israel eine Demokratie bleiben will mit Wahlrecht etc. für alle Bürger, so geht das nur, wenn das Land das Land der Juden bleibt, kein Rückkehrrecht der Millionen paläst. Flüchtlinge, die 1948 und später gegangen sind. Diese Flüchtlinge würden die Demografie des Landes so verändern, dass die Juden Minderheit würden und Israel zu einem Land würde, in dem Juden wieder Minderheit wären. Das war aber nicht der Sinn dieser Staatsgründung. Israel ist per Selbstverständnis das Land der Juden. Der sichere Hafen für alle Juden der Erde.
    Dem Dilemma könnte Israel nur entgehen, wenn es ein Apartheidstaat würde, in dem die zurückgekehrten Palästinenser ZweiteKlasseEinwohner würden. Das will die Mehrzahl der Israelis nicht. Also bleibt nur: Eine Rückkehr der Flüchtlinge geht nicht. Das muss die PLO und Hamas, will sie es ernst meinen mit dem 1993 Gesagten, zugestehen. Ebenso das Jüdischsein des Staates Israel. Meine Mutter hatte auch kein Rückkehrrecht nach Ostpreußen. Jetzt wo alles sich entspannt hat könnte sie dahin zurück, nicht mehr ins alte Haus, aber doch zurück. Jetzt ist sie alt und bleibt wo sie eine neue Heimat fand. So ist es, wenn man Kriege verliert. 

    P.S. Auch sollte das Palästinensische Tourismusamt darauf verzichten, heute noch Landkarten zu verteilen an Touristen, auf denen es kein Israel gibt. 

  15. @Jane: Artikel 2 der palästinensischen Nationalcharta von der aktuell aufgewerteten Generaldirektion in Berlin (ist wohl das aktuelle Weltbild der PLO) (wenn Dir ganz langweilig ist, suchst Du mal in den Dokumenten der jetzigen Mission das Wort Israel:)

    Artikel 2
    Palästina ist innerhalb der Grenzen, die es zur Zeit des britischen Mandats hatte, eine unteilbare territoriale Einheit.

     

     

  16. אש בדרום: שמונה קסאמים בערב אחד
    מטח רקטות לעבר ישובי הדרום: שמונה רקטות נחתו מאז שעות הערב בשטחי ישראל, מבלי לגרום לנפגעים או לנזק. התרעת „צבע אדום“ פעלה באופן תקין סמוך למוקדי הנפילות, בשטחים פתוחים במועצה האזורית שער הנגב. הרמטכ“ל, רא“ל בני גנץ, התייחס הערב למצב בעזה ואמר: „מחסני הנשק שם הם מהגדולים שאני מכיר“
    http://glz.co.il/NewsArticle.aspx?NewsId=98544

    Acht Kassam Raketen innerhalb einer Stunde vom Gaza Streifen auf den Staat Israel.

    Baruch haschem keine Verletzten unter der Israelischen Zivilbevölkerung.

    Stabschef Generalmajor Benny Gantz, sprach am frühen Abend auf der Herzliya Interdisciplinary Center über das Waffenlager im Gaza-Streifen im Libanon und sagte ihnen: „. Das sind die größten, die ich kenne“, „Der Nahe Osten ist die Region mit der höchsten Bewaffnung ist die Welt, und Israel ist das Ziel, dieser Bewaffnung „.

  17. Zivilbevölkerung als menschlichen Schutzschild

    „Seit 15 Jahren arbeitet Abu Rahma für die palästinensische Menschenrechtsorganisation al-Mezan im Gazastreifen. Er ist für die internationale Kooperation und Kommunikation verantwortlich. Solange Abu Rahma und seine Organisation sich mit den der israelischen Besatzung beschäftigen, mussten sie die in Gaza de facto regierende Hamas nicht fürchten. Dass Kritik an der Regierung gefährlich ist, wusste Abu Rahma.“

    „Immer wieder wurden Büros von Menschenrechtsorganisationen in Gaza durchsucht, Computer beschlagnahmt oder Kameras von Journalisten, die das falsche Motiv gefilmt hatten. Trotzdem veröffentlichte der sehr sanft sprechende Abu Rahma am Silvesterabend 2011 auf der Webseite der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan einen Artikel, der ihn fast das Leben gekostet hätte. “

    „Die Bürger eines Staates haben die Verpflichtung, jene zu kritisieren, die sie regieren“, schrieb er. Und dabei nahm Abu Rahma in seinem langen Text kein Blatt vor den Mund. Kaum jemand kommt ungeschoren davon: Die Israelis natürlich nicht, die Fatah-Regierung im Westjordanland auch nicht. Die Schmuggler an der Grenze zu Ägypten nicht und die Lehrer, die ihre Schüler schlagen, ebenfalls nicht.“

    Schutz des Volkes vor Regierung

    „Doch am schärfsten geht er mit den „bewaffneten Widerstandsgruppen“ ins Gericht, die anderswo auf der Welt auch Terrorgruppen genannt werden. Die Hamas-Regierung komme ihrer Verpflichtung nicht nach, die Bevölkerung angemessen zu schützen, schreibt Abu Rahma und kommt zum Kern des Problems: „Wer wird das Volk schützen vor den Widerstandskämpfer und der Regierung?“
    „Die Antwort gibt er gleich selbst: Es sei eine sichere Annahme, das weder die Regierung noch die „Widerstandsorganisationen“ willens seien, für die Sicherheit von Menschen einzustehen, die an ihnen Kritik geübt hätten. „Jeden Tag sehen wir Festnahmen und Verhaftungen von Dutzenden Bürgern; nicht weil sie gegen Gesetze verstoßen hätten, sondern für das, was sie sind und was sie denken, oder auch nur für ihre politischen Loyalitäten.“ Mehrere Menschen seien in Haft gestorben, es gebe zahllose Berichte von Missbrauch und Folter in Gefangenschaft – sowohl in Gaza als auch im Westjordanland.“

    Regelmäßig tödliche Explosionen

    „Durch Querschläger aus den Trainingslagern der „Widerstandsgruppen“ seien mehrere Menschen, darunter auch Kinder, verletzt worden. Es gebe regelmäßig tödliche Explosionen in dicht besiedelten Gebieten, Schüsse lösten sich aus Versehen in Privathäusern, militärische Übungsgebiete befänden sich in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten oder gar Schulen. Von dort abgefeuerte Raketen würden die ansässige Zivilbevölkerung zum Ziel israelischer Angriffe machen, schreibt Abu Rahma. “

    „Der mutige Menschenrechtler berichtet von einem Mann, der neben einem militärischen Übungslager lebte und sich immer wieder besorgt beim Kommandeur über die Gefahr für das Leben seiner Familie und deren Hab und Gut äußerte. „Aber ihm wurde gesagt, die Familie könne nicht aus der Gegend wegziehen, selbst wenn sie die Mittel für einen Umzug gehabt hätten.“ Der Mann starb am 9. Dezember 2011 gemeinsam mit seinem elfjährigen Sohn durch einen israelischen Luftangriff auf das Lager. Seine Frau und vier Kinder wurden verletzt. “

    Zivilbevölkerung als menschlichen Schutzschild

    „So deutlich hat wohl noch nie öffentlich ein Palästinenser zugegeben, dass die Hamas und andere militante Organisation tatsächlich – wie von den Israelis behauptet – ihre Zivilbevölkerung als menschlichen Schutzschild einsetzt. Zweifellos wurde Abu Rahma wegen dieser deutlichen Worte zum Ziel – auch wenn die Hamas zunächst auf einen ganz normalen kriminellen Hintergrund verwies. Doch nachdem sich die Beschwerden häuften, kündigte das von der Hamas geführte Informationsministerium nun eine gründliche Untersuchung des Vorfalls an.“

    „MEs handele sich um eine offensichtliche Menschenrechtsverletzung, hieß es. Die Hamas respektiere das Recht auf politische Meinungsäußerung, so lange es nicht im Widerspruch zur „nationalen Verantwortung“ stehe. Doch bisher sind das Lippenbekenntnisse: „Ich habe noch keine Informationen über Ermittlungsfortschritte“, sagt Abu Rahma. Eine Kundgebung zu seiner Unterstützung wurde von der Hamas nicht genehmigt und bei einem Solidaritätstreffen verschiedener Organisationen in Gaza fehlte nicht nur die Hamas, sondern auch die Fatah und der Islamische Dschihad.“

    Hamas gibt sich ahnungslos

    „Der Angriff auf Abu Rahma war nicht der einzige gewalttätige Übergriff in der Woche. Nach dem Bericht eines Augenzeugen stürmten Männer in Polizeiuniformen der Hamas ein Haus in Beit Lahija, wo etwa 15 Schiiten dem Ende der 40-tägigen Trauerzeit für den Imam Hussein gedachten. Nach einem Bericht von al-Mezan wurden mindestens sieben der Anwesenden brutal zusammengeschlagen, festgenommen und auf der Polizeiwache weiter misshandelt, bevor sie in einem Militärkrankenhaus behandelt worden seien.“

    „Die Hamas gab sich ahnungslos: Die Palästinenser im Gazastreifen seien ja für gewöhnlich Sunniten, hieß es. Man wisse gar nichts von irgendwelchen Schiiten. Und außerdem habe es sich mal wieder um ganz gewöhnliche Kriminelle gehandelt. “

    http://www.welt.de/politik/ausland/article13846508/Der-Palaestinenser-der-Hamas-die-Stirn-bietet.html

  18. Der Palästinenser, der Hamas die Stirn bietet

    „Der Menschenrechtler Abu Rahma im Gazastreifen hat seine Regierung kritisiert – und fast mit dem Leben dafür bezahlt. Er bestätigt, dass die Zivilbevölkerung als Schutzschild missbraucht wird.“

    „Den ersten Angriff hatte Mahmud Abu Rahma noch verschwiegen. Sein Bruder war krank, er hatte andere Sorgen und außerdem war ja nicht viel passiert. Die maskierten Männer waren unbewaffnet gewesen und hatten ihm vor seiner Wohnung aufgelauert. „Sie wollten mir wohl einen Denkzettel verpassen“, sagt der 38-jährige Menschenrechtsaktivist. Doch bevor sie so richtig zuschlagen konnten, gelang ihm die Flucht. “

    „Täglich bekam er Hass- und Drohbriefe, immer wieder klingelte das Telefon: Unbekannte Anrufer beschimpften den dreifachen Vater, drohten mit Prügel oder mit dem Tod. „Sie sagten, ich sei ein Kollaborateur und solle auf meine gerechte Strafe warten oder meinen Artikel widerrufen.“ Aber dazu war Abu Rahma nicht bereit.“

    Stichwunden im Bein, Rücken und in der Schulter

    „Zehn Tage später kam der zweite Angriff. Er sei gerade vom Haus seines genesenden Bruders heimgekehrt, als er die drei maskierten Männer bemerkte, die ihm durch die Gassen von Gaza-Stadt folgten. „Ich wollte schnell in mein Haus flüchten, bin aber auf der Treppe gestolpert und hingefallen“, erinnert er sich. Mit einem scharfen Gegenstand stachen die Angreifer ihm mehrmals in das Bein, in den Rücken und in die Schulter, währen sie ihn einen Verräter und Atheisten schimpften.“

    „Auch seine Hand wurde verletzt. Schlimmeres konnte Rahma wohl nur verhindern, weil er sich sein Laptop schützend vor die Brust hielt. Schließlich gelang ihm die Flucht zu einem befreundeten Arzt. Und dieses Mal ging er an die Öffentlichkeit: In seiner Wohnung geben sich seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus die verschiedensten Besucher die Klinke in die Hand. Palästinensische und internationale Menschenrechtsorganisationen fordern die Aufklärung des Vorfalls. “
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13846508/Der-Palaestinenser-der-Hamas-die-Stirn-bietet.html

  19. “ die indirekte Anerkennung des israelischen Staats; die offizielle folgte 5 Jahre später“
     
    Welch ein Quatsch – NIE haben sie’s getan – die DÜRFEN gar nicht!


    UNSINN!



    Nach Amman stand Arafat abermals kurz vor dem Ende. Doch dann, am 8. Dezember 1987, begann in den besetzten Gebieten spontan, weder von Israel noch von der PLO vorausgeahnt, die Intifada, der Aufstand der Palästinenser gegen ihre israelischen Unterdrücker.
    Gegen zähen Widerstand der Radikalen in der PLO setzte Arafat schließlich durch, daß die PLO den Anspruch auf einen einzigen eigenen Staat in ganz Palästina aufgab und sich endlich mit einer Teilung des Landes abfand, wie sie von der Uno 1947 beschlossen, von den Arabern, Palästinenser inklusive, aber 40 Jahre lang abgelehnt worden war.
    Doch inzwischen hatten sich die Israelis an den Gedanken gewöhnt, daß ganz Palästina historisch ihnen gehöre, und 120 Siedlungen für 70 000 Menschen in „Samaria und Judäa“ errichtet. Nicht mal die sozialdemokratische Arbeitspartei brachte eine glaubwürdige Alternative zu der schleichenden Annexion der besetzten Gebiete zustande, die von den Ultras offen proklamiert wurde.
     
    Alle Kompromißvorschläge, die etwa US-Außenminister George Shultz auf zahllosen Nahostreisen ventilierte, wurden in Jerusalem brüsk zurückgewiesen.
     
    Als Arafat zunächst in Algier, dann auf der Konferenz mit US-Juden in Stockholm sowie vor der Uno-Generalversammlung in Genf und schließlich – nach erheblichem Druck – auf seiner anschließenden Pressekonferenz das Existenzrecht Israels anerkannte und dem Terrorismus entsagte, ließen Reagan und Shultz die jahrzehntelang gewährte Unterstützung der USA für Israel in der PLO-Frage fallen.
     
    Sosehr die Israelis Verrat schrien, die Reaktion der meisten führenden US-Juden bestätigte die US-Politiker in ihrer Entscheidung.
     
    Der jüdische Publizist Charles Krauthammer schrieb in „The New Republic“, daß es in der US-Öffentlichkeit zwei Israel-Bilder gebe. Das erste sei durch den Otto-Preminger-Film „Exodus“ bestimmt, das zweite durch die allabendlichen Fernsehbilder aus den besetzten Gebieten: Je mehr das Bild knüppelnder und schießender israelischer Soldaten die Erinnerung an das Exodus-Israel verdränge, desto inbrünstiger hofften die US-Juden auf Bewegung im israelisch-arabischen Konflikt.
     
    In Israel selbst löste die jähe Wende der amerikanischen Nahostpolitik vorwiegend Schrecken aus. Nur wenige klarsichtige Israelis werteten die neueste Entwicklung positiv, etwa der Schriftsteller Amos Os: „Lange haben wir auf diesen Augenblick gewartet, nun haben sich unsere ärgsten Feinde mit unserer staatlichen Existenz abgefunden.“ Und der Politologe Schlomo Avineri mahnte, der Zionismus sei schließlich „die Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, nicht aber eine Bewegung zur Unterdrückung der Palästinenser“.

    Doch Israels nächste Regierung, wohl wieder eine Große Koalition und wieder unter dem Superfalken Schamir, wird weiterhin versuchen, eine Annäherung an die PLO zu blockieren.



    Seit dem tödlichen Anschlag eines israelischen Killerkommandos auf seinen Stellvertreter Abu Dschihad im April dieses Jahres bei Tunis hat der PLO-Vorsitzende seine Sicherheitsmaßnahmen nochmals verstärkt.
    Bei allen Sicherheitsmaßnahmen hat Arafat genaue Vorstellungen von seinem Ende: „Ich weiß ganz genau, daß ich im Bett sterben werde.“
    Ob dieses Bett aber in einem Haus in Palästina stehen wird, hat er nicht gesagt.
     
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13532125.html
     
    DAS HISTORISCHE ABKOMMEN: ISRAEL – PLO

    1993 wird einer der schicksalhaftesten Verträge in der Geschichte des Nahen Ostens unterschrieben. Israel und die PLO, seit Jahrzehnten verfeindet, schließen das „Rahmenabkommen“ (Osloer Prinzipienerklärung): Damit ist die Zeit der Kämpfe zu Ende, der Großteil des Gazastreifens und die Gegend um Jericho werden den Palästinensern übergeben.


    Die Übereinkunft wird in Geheimgesprächen, in die nur wenige eingeweiht sind, ausgehandelt; sie finden vor allem in Oslo statt. Während in Washington seit mehr als einem Jahr eher unfruchtbare bilaterale Gespräche mit den Palästinensern und einigen arabischen Staaten geführt werden, schreiten die Geheimgespräche unter norwegischer Schirmherrschaft rasch voran. Sie wurden vom stellvertretenden israelischen Außenminister Jossi Beilin eingefädelt, selbst Außenminister Rabin wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt über die Gespräche in Kenntnis gesetzt – er gab erst nachträglich seine Zustimmung dazu.


    Am 20. August unterzeichnen die Verhandlungspartner das »Oslo-Abkommen«, das weltweit mit größtem Staunen aufgenommen wird. Die meisten Israelis sind erleichtert, nur rechte Kreise, darunter die Siedler in Judäa, Samaria und Gaza, greifen es scharf an. Auch bei den Palästinensern findet der Vertrag mehr Befürworter als Gegner.

    Am 13. September 1993 wird das »Rahmenabkommen« in Washington unterzeichnet. Israel erkennt die PLO an; die PLO verpflichtet sich zum Frieden und zum Streichen jener Paragraphen ihrer Charta in denen zur Auslöschung Israels aufgerufen wird. Yitzhak Rabin kommentiert: »Genug der Tränen und des Bluts, jetzt beginnt ein neues Zeitalter.« Und Jassir Arafat erklärt: »Endlich herrscht Frieden im ‚Land des Friedens‘.« Höhepunkt der Zeremonie ist der Händedruck zwischen Rabin und Arafat, bei dem Präsident Clinton zwischen beiden steht, um darüber zu wachen, daß im letzten Augenblick nichts schiefgeht.


    4. September 1993
    Das Zentralkomitee der Al-Fatah nimmt die Prinzipienerklärung mehrheitlich an. Jordanien und der Golf-Kooperationsrat erklären sich bereit, den Oslo-Prozeß zu unterstützen.



    Rabin im September 1993, Ansprache zum Jom Kipur:
    ‚Breite aus den Frieden – Gutes und Segen, Leben, Guete und Gnade, Gerechtigkeit und Erbarmen – ueber uns und ueber ganz Jisrael, Dein Volk‘.


    10. September 1993
    Israel und die PLO wechseln Briefe zur gegenseitigen Anerkennung. In letzter Verhandlungsminute erhält Holst die Unterschriften Arafats (PLO) und Rabins (Israel). Das Exekutivkomitee der PLO billigt trotz interner Widerstände den von Yassir Arafat in Tunis vorgelegten Text.


     
    Arafat am 09.09.1993 an Rabin:
    „Die PLO erkennt das Recht des Staates Israel auf Existenz in Frieden und Sicherheit an.“
    Rabin an Arafat:
    „…die israelische Regierung hat beschlossen, die PLO als die Vertretung des palästinensischen Volkes anzuerkennen.“



    13. September 1993
    Unterzeichnung der -> Osloer Prinzipienerklärung in Washington durch -> Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und Shimon Peres; historischer Handschlag zwischen Yassir Arafat und Yltzhak Rabin vor dem Weißen Haus. Die Knesset nimmt die Prinzipienerklärung am 23. September 1993 ganz knapp mit 61 von 120 Stimmen an. Der Zentralrat der PLO in Tunis billigt die Prinzipienerklärung 12. Oktober 1993.

    http://test.hagalil.com/israel/geschichte/zeittafel-1992.htm


     

  20. @riciano 

    die Meschuggene weiss um die Fakten trotzdem Hezt die aus allen Rohren weil sie eine Antisemiten ist. 

    Kann ein Hund aufhören mit dem Schwanz zu wedeln ? Nein

    Eine Antisemiten kann nicht aufhören Antisemitisch zu sein anscheinend müssen wir damit leben und versuchen klar zu kommen das es Antisemiten immer geben wird.

    Soweit wie möglich auf Abstand halten damit man selber nicht von dem Schlechten und Bösen was von Antisemiten ausgeht erfasst wird.

    Vieleicht ab und an ein weinig lustig machen über die Antisemiten denn ein bischen Simche gehört immer dazu.
     

    • Eine Antisemiten kann nicht aufhören Antisemitisch zu sein anscheinend müssen wir damit leben und versuchen klar zu kommen das es Antisemiten immer geben wird.
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      Wir haben nie damit aufgehört  und es wird auch so weitergehen; das ist vieleicht ein
      Erbe…

  21. Ich habe ein sehr interessantes Buch zum Thema gefunden:
     
    ‚Feindbilder – Psychologie der Dämonisierung‘ von Haim Omer, Nahi Alon und Arist von Schlippe
     
    http://books.google.de/books?id=lsQHtO2evKUC&pg=PA17&lpg=PA17&dq=feindbild+reproduzieren&source=bl&ots=d3XaPUntco&sig=7vm0Kzol8FMbVQOz6QC9d9Evils&hl=de&sa=X&ei=xzYpT_GuA47pOceB7aoC&ved=0CEMQ6AEwBw#v=onepage&q&f=false
     
    Insbesondere ab Seite 17 ist das sehr interessant, die Dämonisierung und die destruktive Konstruktion von Feindbildern trifft zweifellos auf die Dämonisierung von Juden in der V’ergangenheit zu. Aber ich sags noch mal – auch wenn es sicher hier und da marginale Überreste dieser Haltung gibt, hat sie heute weitgehend ausgedient.
     
    Wenn ich mir immer die wütenden und oft beleidigenden Kommentare durchlese und den Film von Yoav Shamir anschaue, dann scheint mir dass es wichtig wäre, dass sich die Israelis auch mal mit der Konstruktion von Feindbildern, ihren negativen Konsequenzen und den Folgen der Dämonisierung auseinandersetzen.
     
    So völlig unangebracht eine solche Forderung vor 50 Jahren gewesen wäre, so sehr kann man nach allem und in Anbetracht der niemals enden wollenden Probleme in NahOst doch darauf hinweisen, dass auch Juden, Israelis, eine Sozialisation, die konsequent am der Erfahrung des Holocaust anknüpft eben auch negative Feindbilder, bis hin zur Dämonisierung erzeugt, ob gegen Nicht-Juden allgemein oder gegen Muslime und Palästinenser im besonderen.
     
    Auch in den religiösen jüdischen Schriften finden sich solche Traditionen, die gerade heute weiß Gott nicht nur unbeachtet vor sich hindümpeln würden und ja natürlich auch in den religiösen Schriften anderer; ein Beispiel war ja gerade die Rede des Mufti von Jerusalem.
     
    Wenn man sieht, wie die israelischen Schüler auf ihrem Ausschwitzbesuch völlig hysterisch glauben, von Feinden und Menschen umgeben zu sein, die ihnen etwas wollten und alle Menschen mit denen sie, wenn überhaupt in Kontakt kommen durch eine dermaßen negative Brille sehen, wie sie glauben,  dass diese sie und Israel hassen, dann ist das ziemlich grotesk. Nun sind Teenager ja oft etwas überdreht, vor allem auf so einer Reise, aber diese Feindbilder werden offenkundig von Lehrern und Eltern oft noch verstärkt anstatt ihnen entgegenzuwirken.
     
    Deutschland hatte einiges aufzuarbeiten und ich denke zu einem guten Teil ist das auch geschehen.
     
    Mir sind Nationalismen völlig wurscht, ich weiß dass es immer viel zu kritisieren und zu verbessern gibt – hier und anderswo. Das nimmt kein Ende – so ist das halt.
     
    Aber heute denke ich, ist es sehr dringlich, dass Israelis und Juden mal anfangen die Konzeption von den Bösen Anderen und den bösen Muslimen zu hinterfragen – aber die Sache ist schon dermaßen verhärtet, dass ich eigentlich nicht mehr daran glaube, dass es hier aus eigener Kraft mehrheitlich zu einer Richtungsänderung kommt – so bewundernswert sich auch jüdische Minderheiten, die heute in Israel keinen leichten STand haben, dafür einsetzen; aber wer weiß – vielleicht irre ich mich ja auch.
     
    Den Text, unter oben genanntem Link, kann ich jedenfalls nur sehr empfehlen. Er liest sich teilweise ab Seite 17 wie eine genaue Beschreibung, was man hier an Agitation, an Misstrauen, an Wut, an Feindbildreproduktion  etc. so um die Ohren gehauen bekommt.
     
    Sehr interessant.
     
    Wenn ich Israel kritisiere, dann einfach nur, weil ich die Politik als sehr destruktiv sehe und es für skandalös halte, dass das Leid der Palsätinenser so ignoriert wird. So machen sich andere Staaten auch Deutschland an der Situation mit schuldig.
     
    Ich wünschte mir, dass dieser Panzer aus Selbstgerechtigkeit mal aufbricht. Für mich sind alle Menschen gleich. Es gibt keine guten oder schlechten Nationen, Religionen oder Ethnien. Aber es gibt Mechanismen, die dazu beitragen gedeihliche Verhältnisse zu schaffen und es gibt Mechanismen die unweigerlich zu Destruktion führen.
     
    Ich halte nichts von Schuldzuweisungen um ihrer Selbstwillen und auch nichts davon Schuld ewig aufzurechnen, schon gar nicht nachfolgenden Generationen, das gilt auch für Deutsche und genauso gilt es für Juden.
     
    Ich habe den Eindruck, dass es bei manchen Juden eine Konzeption des Bösen gibt, die es sich daraus erklärt, dass das Böse ‚die Anderen‘ sind. Aber das ist eine sehr destruktive und auch unsinnige Definition. Sie finden das Böse überall, auch bei Juden und das Gute auch.
     
    Entwicklunen die verderblich sind sollte man erkennen und beenden – und dann ist es gut. Das gilt auch für alle – alles andere läuft auf eine zirkuläre Reproduktion von destruktiven Zuständen hinaus. Wen ich hier schreibe, dann nur weil ich mir wünsche, dass das da aufhört und dass es dort Frieden geben kann, nicht um irgend wen an einen Pranger zu stellen, das ist mir kein Bedürfnis – weiß Gott nicht.
     
    Es ist schade, wenn man da keinen Ausweg findet.
     
    Ich wünsche dem jüdischen Volk jedenfalls alles Gute, so wie allen anderen Menschen auch.

    • Wenn ich Israel kritisiere, dann einfach nur, weil ich die Politik als sehr destruktiv sehe und es für skandalös halte, dass das Leid der Palsätinenser so ignoriert wird. So machen sich andere Staaten auch Deutschland an der Situation mit schuldig.
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      In Ordnung, das können Sie auch; was aber hat dies in einen Threat…
      „Ein fünftel der Deutschen…“ zu suchen? GAR NICHTS.  

    • Ich habe den Eindruck, dass es bei manchen Juden eine Konzeption des Bösen gibt, die es sich daraus erklärt, dass das Böse ‘die Anderen’ sind. Aber das ist eine sehr destruktive und auch unsinnige Definition.
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      Ich glaube jetzt „Baruch Zion“  hat recht, Sie haben ein Problem; aber ein gewaltiges!
      Sind Sie jetzt schon so weit, Juden zu analysieren ?

  22. „65 Prozent der Deutschen haben in einer Umfrage angegeben, sie hielten Israel für die größte Gefahr für den Weltfrieden.“

    auch das ist nicht wahr. Es gibt keine Umfrage in der 65 % der Deutschen angegeben haben, sie hielten Israel für die größte Gefahr für den Weltfrieden.

    Tatsache ist, das in dieser Umfrage 65 % der Deutschen angegeben haben, sie hielten Israel überhaupt für eine Gefahr für den Weltfrieden. Es waren Mehrfachnennungen möglich und fast alle Befragten haben auch andere Länder genannt, ohne zu gewichten, welche Länder sie für gefährlicher als andere halten.

  23. Fundstück: Marlene Dietrich singt auf Hebräisch

    „In Deutschland wurde sie als „Verräterin“ beschimpft und in Israel erhielt sie Standing Ovations von einem zutiefst gerührten Publikum – keine Frage: Marlene Dietrich war nicht nur eine Ausnahmekünstlerin, sondern auch ein ganz besonderer Mensch mit einem einzigartigen Lebensweg.“

    „Geboren 1901 in Berlin, emigrierte sie Anfang der 1930er Jahre in die USA und nahm 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Sie war als Truppenbetreuerin „öfter an der Front anzutreffen als General Eisenhower“ und hatte eine innige Bindung zu den US-Soldaten, ihren „Boys“, mit denen sie 1945 gemeinsam in Deutschland einmarschierte. “Die Deutschen kämpften für Hitler. Aber die jungen Amerikaner kämpften für die Freiheit anderer. Amerika hatte überhaupt keinen Grund, in den Krieg einzutreten. Dennoch hat es seine Soldaten geschickt. Deshalb bewunderte, liebte und beweinte ich sie”, erklärte Marlene Dietrich 1966.“

    Und auch zu Israel hatte die Grande Dame Marlene Dietrich eine besondere Beziehung: 1960 war sie die erste Künstlerin, die in dem jungen Staat auf Deutsch singen durfte. Den Erlös aus ihrem Konzert in Israel spendete sie einem Reha-Zentrum der israelischen Armee, was ihre Beliebtheit noch weiter erhöhte.“

    „Der Publizist Richard Herzinger schreibt auf seinem Blog über ihr Verhältnis zu Israel: „Wie zuvor bei ihrer erbitterten Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus und ihrer bedingungslosen Parteinahme für die Sache der Freiheit an der Seite der USA im Zweiten Weltkrieg bewies Marlene auch mit der tiefen emotionalen Bindung, die sie zu Israel einging, ein geradezu instinktives Gespür für das moralisch Richtige. Wie im Kampf gegen das NS-Regime hat sie auch nach 1945 untrüglich erkannt, an wessen Seite sie sich mit Herz und Seele zu stellen hatte – in diesem Fall an die Seite des jungen jüdischen Staats, jenes Staats, in dem die Überlebenden des deutschen Jahrtausendverbrechens eine Heimstatt gefunden hatten.“

    „Auf dem Weg nach Israel lernte sie, so heißt es, von einer Stewardess das hebräische Lied „Shir HaTan“ über Hunger und Stimmen in der Nacht, das sie bei ihrem Auftritt in Tel Aviv vor begeistertem Publikum als Zugabe sang.“

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    In Deutschland wurde sie als „Verräterin“ beschimpft

    das ist das Problem in deutschland bis heute das die guten deutschen Beschimpft und Verjagt werden.

  24. @Ronit

    Gar nicht Antworten die hat doch einen Knall und Minderwertigkeitskomplexe.

    Selbst wenn alle Juden morgen auf einem anderen Planeten ziehen würden, wären am nächsten Tag auch alle Antisemiten auf dem gleichen Planeten.

    Juden brauchen keine Antisemiten

    Aber Antisemiten brauchen die Juden siehe die Ober Meschuggene hier.

  25. “Die Palästinenser??? haben schon in den 70ern das Gespräch gesucht und Friedensverhandlungen wären …“
     
    Jane, meinen Sie die „Abgsesandten“ von PLO???, welche den „beschwerlichen“ Weg nach München auf sich nahmen??? Ergebnis bekannt …
     
    Das VÖLKERRECHT ist eindeutig – lesen Sie die MandatsBEDINGUNEN nach! …von Schuld zu schreiben ist mühsam …bringt NICHTS lösungsnäher – unrühmlich – ja, die beauftragten Briten hätten den Völkerwille durchaus VOLLSTÄNDIG umsetzen können!
     
    “Dann haben sie den Palästinensern im Kampf gegen die Osmanen einen unabhängigen Staat in Palästina versprochen,“
     
    …und wie alle feststellen müssen, siehe da – Churchhill hat’s dann tatsächlich auch getan! – ganz im Gegensatz zum eigentlich DOKUMENTIERTEN Völkerwille!!! …schwierig wegzuschweigen
     
    “Palästinenser, zu denen sie wortbrüchig wurden“ – KEINESWEGS!
     
     
    “Arafat hat sich damit als friedensbereiter Pragmatiker, jenseits irgend welcher Ideologien etabliert.“
     
    Vor “Alpträumen“ ist keiner sicher!!! – wenn er irgendwas wollte, dann Terror, Krieg, Vernichtung …die Gelaberrunden waren lediglich äußerst einträglich devisenbeschaffende Maßnahmen im alt bekannten Täuschungsstil gegenüber “Ungläubigen“ – sonst NIX weiter! – Fehlanzeige!
     
    “ die indirekte Anerkennung des israelischen Staats; die offizielle folgte 5 Jahre später“
     
    Welch ein Quatsch – NIE haben sie’s getan – die DÜRFEN gar nicht!
     
    “ …zweier Staaten, die friedlich nebeneinander leben“
     
    …beide existieren – sind durch den Jordangraben getrennt! …Karte schauen
     
    “… und natürlich die Anerkennung Israels innerhalb der Grenzen von 1967 vor“
     
    Die Grenzen wurden bereits mit der britischen Teilung sogenannten Palästinas 1922 gezogen – Israel braucht über keinen einzigen Quadtat-Millimeter mehr mit irgendjemandem verhandeln!
    Auch Beschimpfungen denen gegenüber, die es benennen, ändern es dennoch NICHT!
     
    “ ich wüsste auch nicht, was die Muslime sonst noch tun sollten.“
     
    …ich schon – sie könnten ganz einfach damit beginnen, zu akzeptieren, was im 20.Jahrhundert geschah, Kriegsresultate endlich zur Kenntnis nehmen ganz genauso, wie aber Millionen Europäer dies mussten und taten! KEINE Sonderbehandlung!!! …kein “unabhängig autonomes Kampfgebrüll“!
    Jane, was wollen Sie zig Tausend Menschen in Europa mitteilen, die sich nach Kriegsende in einem völlig anderen Staat wiederfanden??? Gründung einer Befreiungsorganisation und Kampf??? Es gibt Dinge, die am Ende kriegerischer Barbarei als Ergebnis vorliegen – unabhängig davon, ob sie einem gefallen oder nicht! Kein z. B. ehemaliger Deutscher an der Bernsteinküste wurde befragt, ob eine sowjetische Staatsbürgerschaft für ihn vorstellbar wäre.
     
    “ …können nicht erwarten, dass sie Ost-Jerusalem und die West-Bank und Gaza aufgeben“
     
    Alle andren mussten’s!!! …da liegt das UNRECHT – die Welt versucht NIE so vorher Dagewesenes auf terrorschallenden Druck sich vormittelalterlich gebärdender Stammeshäuptlinge. never ending experience …
    Israel macht es vollkommen richtig – alles andre ist  Wunschdenken Unbetroffener!!!
    Jane, Sie sind meisterlich im ignoranten Umsegeln von historischen völkerrechtsrelevanten FAKTEN und TATSACHEN – mal schauen, wie tragend solcher Weg sein wird – eines jedoch ist sicher: an der Realität ist noch NIE jemand vorbeigekommen!
     

  26. Also Ronit – jetzt muss ich mich noch mal bei Ihnen entschuldigen – ich habe Berlinos Zitat jetzt auch entdeckt.
     
    Berlinos Beiträge stellen aber insgesamt den Antisemtismus nicht in frage – er beschreibt lediglich ziemlich offen und ehrlich die Realität, wie sie sich für Leute darstellt und die ist tatsächlich so, dass sowohl der Antisemitismus als auch Juden im Allgemeinen für viele eben gar keine Rolle spielt,  und genauso wenig Juden, einfach weil sie eben keine kennen.
     
    Zu glauben, dass die Leute dann dennoch latent irgend welche JudenStereotypen reproduzieren würden, trifft für viele Leute eben tatsächlich einfach nicht zu. heute wurden viele alte Stereotypen auch durch neue abgelöst, gespeist vom tapferen Juden, vom Mossad etc. und Stereotypen gibts so ziemlich alle betreffend – vieles davon ist harmlos, es gibt über Juden genauso positive wie negative STereotypen und mitunter reproduzieren Juden diese selbst ganz gerne und natürlich reproduzieren auch Juden Stereotypen über andere.
     
    Bei allen Hinweisen, wie wichtig es sei den ‚latenten Antisemitsmus‘ zu erkennen, muss man auch mal darauf hinweisen, dass man mit solch einer Haltung natürlich auch ein aktives Statement in die Welt schickt, eines dass eben auch Wirkung zeigt und auch, dass der Spekulation damit Tür und Tor geöffnet werden und das kann dann eben letztendlich selbst eine destruktive Haltung sein. Ich will hier keine empirische Wertung abgeben und kann es auch nicht – aber auch der Richter kann zum Henker werden – ums mal grob zu sagen.
     
    Man denke an die Zeit von Mc Carthy oder an die Inquisition – da spürten vermeintliche Autoritäten, fraglos gespeist von entsprechend gesponsorten Expertisen auch beständig ‚dem Bösen‘ nach und heute begreifen wir, wieviel Schaden sie selbst damit auch anrichteten.
     
    Darauf hinzuweisen, sollte echten Rassismus, ob Antisemtismus oder welchen auch immer, nicht verharmlosen, ja sicher den gibt es, allerdings kann man auch viel Schaden anrichten, wenn man so versessen darauf ist, überall das ‚vermeintlich Böse‘ finden zu wollen und natürlich ist es auch eine Haltung mit der man einfach jeden Unbill wegrationalisieren kann. So dokumentiert die ADL zum Beispiel auch Vorfälle die ihr gemeldet werden als antisemtisisch, wie zum Beispiel folgenden:
     
    Ein Arbeitnehmer meldet, dass er nicht wie gewünscht einen Tag Urlaub von seinem Arbeitgeber bekommen hat und wertet das als einen Fall von Antisemtismus. Wenn man so Buch führt, dann wird man über kurz oder lang ganz sicher zu dem Ergebnis kommen, dass der Antisemitismus beständig steigt.
     
    Es ist einfach nichts, was viele Menschen beschäftigt, weder im guten noch im schlechten. Draüberhinaus hat Israel hat genauso viele Sympathisanten wie Kritiker, und Leute die beides in sich vereinigen, so wie andere Themen eben auch. Mehr wollte er damit auch kaum sagen, wenn man dieses Zitat im Kontext liest und das in dem Zusammenhang zu begreifen, ist durchaus auch angebracht.

  27. @Ronit
     
    nach allem was ich in diesem Thread von Berlino las, haben Sie freilich ihm dieses angebliche ‚Zitat‘ in den Mund gelegt.
     
    Ich habe das ursprünglich auf mich besogen und mich dafür entschudligt. Mangels Angabe von wem denn das angebliche Zitat sein soll, hatte ich allerdings gleich in Erwägung gezogen, dass Sie vielleicht auch jemand anderen meinen.
     
    Ich denke jetzt ist es an Ihnen sich bei Berlino zu entschuldigen, denn  fingiert ist das Zitat anscheinend eben doch.
     
    Andernfalls wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen woher Sie denn dieses angebliche Zitat herhaben.

  28. Jane, Sie brauchen Hilfe. In vielerlei Form. Die Anführungszeichen in meinem posting kennzeichnen, wie im Deutschen üblich, ein Zitat (in diesem Falle von berlino)
    Es ist ihnen wohl entgangen, dass ich diese Möglichkeit auch in Betracht gezogen hatte.. Es handelt sich also um ein Missverständnis, das habe ich selbst schon für möglich erklärt und dank für die Aufklärung – ohne Diffamierung würde es freilich gehen.
     
    Dieses Detail betreffend entschuldige ich mich also bei Ihnen.
     
    Die üblichen Beleidigunen von wegen ‚professioneller Hilfe‘, Obsession etc. können Sie sich allerdings sparen -die können Sie genauso gut auf sich selbst anwenden.

  29. denn durch Bloßstellung wird niemand zu einem bessern Mensch.
     
    Da Sie ja doch das Wort an mich richten Scytale, seis mir auch erlaubt etwas zu erwidern – ich sehe das im Prinzip auch so (insofern Sie damit die Bloßstellung der israleischen Politik meinten) und dennoch gibt es im Allgemeinen und im Besonderen Situationen, die die Bloßstellung unvermeidlich machen und manchem Betroffenen die Scham nicht erspraren können.
     
    In diesem Fall ist es so, dass Europa und die USA Israel seit Jahrzehnten die Stange halten und gleichzeitig aber darauf hinweisen, dass die Besatzung zu beenden, die Besiedelung illegetim und die Gründung eines palsätinensischen Staats neben Israel die einzige Lösung des Konflikts bedeutet.
     
    Viele Menschen halten und hielten sich lange Zeit mit Kritik zurück, aus Rücksicht auf die besondere Geschichte und das Trauma des Holocaust – so auch ich.
     
    Es wäre den Israelis durchaus möglich gewesen die Besatzung zu beenden und den Palsätinensern die Hand zu reichen. Die Palästinenser haben absolut alles getan, was dazu nötig war.
     
    Seither wird die Geschichte verdreht. Seit dem Zusammenbruch des Oslo-Prozesses stehen nicht nur die Palsätinenser am Ende ihrer bescheidenen und berechtigten Hoffnung, auch die Internationale Gemeinschaft muss begreifen, dass Israel die Gelgenheit einzulenken und das Gesicht zu wahren verpasst hat. Nicht nur die Palsätinenser, auch die internationale Gemeinschaft, Europa und die USA reichen Israel schon lange die Hand und unterstützen es massiv und das obwohl sie mit der Bestzung ganz und gar nicht einverstanden sind.
     
    Weiter darauf zu hoffen, dass die Israelis aufhören einen palsätinensischen Staat zu sabotieren führt ganz bestimmt zu nichts. Dafür ist die Besiedelung schon viel zu weit fortgeschritten.
     
    Konfrontation ist nicht schön aber mitunter unumgänglich.
     
    Südafrika wurde konfrontiert und das führte zum Ende der Apartheid. Heute hat das Land Süd-Afrika keine schlechten Klang mehr. So kann es eben auch gehen. Mit irgend einer idiotischen Zuschreibung vom ‚ewigen Juden‘ oder so – hat das gar nichts zu tun.

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