Wenn Christen zu sehr lieben…

Ein kleiner Streifzug durch die blühenden Landschaften der christlichen Nächstenliebe zum Nahen Osten…

Von Ramona Ambs

Manchmal weiß ich nicht, was schlimmer ist: die mit Pace-Fahnen bewaffneten Gegner Israels oder die vermeintlichen Freunde, die mit Kippa verkleidet dreimal täglich ihr Israelfähnchen in den Wind halten.

Beide Gruppen lösen bei mir heftige allergische Reaktionen aus, die besonders schlimm werden, wenn sich Motivation und Sprache der Agierenden aus dem christlichen Glauben speist. Anders gesagt: Israelfeinde und Israelfreunde sind dann besonders schlimm, wenn sie besonders christlich sind und ihren Glauben als Grundlage und Werkzeug für ihre jeweiligen Bezeugungen benutzen.

Ein alt-bekanntes Beispiel für christlichen Israelhass ist die Webseite kreuz.net. Regelmäßig erscheinen dort die aktuellsten Verschwörungstheorien gegen Juden und insbesondere gegen Israel. Vor wenigen Tagen erst konnte man wieder lesen, wie schlimm es, außer den Palästinensern, auch den Christen in Israel ergeht. Unter der Überschrift „Der Holocaust an den Christen macht gute Fortschritte“ berichtet die Webseite von Christenverfolgung und zitiert Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte des katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Dabei interpretiert man ihn schon mal kreativ nach: „Den langsamen Holocaust des rechtsradikalen Regimes in Israel muß Pelster als Deutscher aus rassenpolitischen Gründen verschweigen.“

Die „Oikoumene“, ein ökumenischer Kirchenrat von 349 Kirchen, hingegen hat ein ganz anderes Image. Laut Selbstbeschreibung wollen diese „gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das alleine klingt schon gruselig, aber wie fast immer, wenn sich religiöse Motivation und politisches Statement mischen, kommt es noch schlimmer. Ganz aktuell findet man dort das sogenannte Kairos Dokument, eine Erklärung, die wie folgt überschrieben ist: „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“. Auf den knapp 19 Seiten findet sich das Wort LIEBE genau 48 mal, das Wort HOFFNUNG 29 mal und GOTT darf sogar 84 mal auftreten. Damit ist dann auch klar, dass das Papier eher als Kirchenpredigt taugt, denn als politisches Dokument. Und auch wenn die Anprangerung palästinensischen Leids ganz sicher seine volle Berechtigung hat, ist die Sicht auf den Konflikt reichlich einseitig, denn „Israel rechtfertigt seine Aktionen, einschließlich der Besetzung, der kollektiven Bestrafung und aller anderen Formen von Repressalien gegen die Palästinenser, als Selbstverteidigung. Unserer Auffassung nach stellt diese Vorstellung die Realität auf den Kopf. Ja, es gibt palästinensischen Widerstand gegen die Besetzung. Wenn es jedoch keine Besetzung gäbe, gäbe es auch keinen Widerstand, keine Angst und keine Unsicherheit. Das ist unsere Sicht der Dinge.“ So einfach ist die Welt. Und so klar der Schuldige: Israel. „Die klare israelische Antwort, die sich jeder Lösung verweigert, lässt keinen Raum für positive Erwartungen. Dennoch bleibt unsere Hoffnung stark, denn sie kommt von Gott. Gott allein ist gütig, allmächtig und voller Liebe, und Seine Güte wird eines Tages den Sieg über das Übel davontragen, dem wir jetzt ausgeliefert sind. Paulus sagt: „Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? (…) Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht, ‚Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag;‘ (…) Denn ich bin gewiss, dass (nichts in der ganzen Schöpfung) uns scheiden kann von der Liebe Gottes“ (Röm 8, 31; 35; 36; 39).“

Auch bei Pax Christi findet sich das Kairos Dokument auf der Webseite. Eingeleitet mit den schönen und salbungsvollen Worten: „Eine Gruppe palästinensischer Christen und Christinnen (…) veröffentlicht einen leidenschaftlichen und vom Gebet erfüllten Aufruf zur Beendigung der Besetzung Palästinas durch Israel.“ Das wundert nicht weiter, hat Pax Christi den Unrechtsfokus doch auch – entgegen eigener, anderslautender Beteuerungen – einseitig auf Israel. Die Deutsche Sektion der internationalen katholischen Friedensbewegung will „handeln aus dem Geist des Friedens und der Versöhnung“. Dabei organisiert man bisweilen höchst Zweifelhaftes. Nicht nur die Beteiligung an der auch von rechtsextremen türkischen Gruppen mit organisierten Gazaflotille, deren erklärtes Ziel es war, Israel als Unrechtsstaat darzustellen, ist -diplomatisch formuliert – problematisch. Jedenfalls war diese Aktion ganz sicher nicht dazu geeignet, zu versöhnen oder gar Frieden zu stiften.

Ganz aktuell hat Pax Christi eine Palästina-Solidaritätskonferenz mit organisiert, die wie folgt angekündigt wird: „Wer im Zuge des Oslo-Friedensprozesses während der 90er Jahre auf eine Zwei-Staaten-Lösung hoffte, machte die Erfahrung, dass keine der etablierten israelischen Parteien bereit war, einen lebensfähigen palästinensischen Staat zu akzeptieren.(…) Als praktische Konsequenz wollen wir die Möglichkeiten diskutieren, von der Bundesrepublik aus den zivilen Widerstand der Palästinenser gegen Besatzung und Diskriminierung zu unterstützen.“ Aha. Schön und gut, aber glaubt man denn ernsthaft, dass derlei „Handeln im Geist der Versöhnung“ ist? Muss eine sehr eigene, christliche Interpretation dieser Handlungsmaxime sein…

Ein weiterer „Ruf zur Versöhnung“ ertönt aus einer anderen, quasi der gegenüberliegenden christlichen Ecke. Dort stehen Christen mit „einem Herz für Israel und die jüdischen Menschen“. Das Herz für Muslime muss irgendwie abhanden gekommen sein, zumindest kommt es innerhalb dieser christlichen Nächstenliebe nirgends vor. Dafür aber gibt’s „palästinensische Gewalttäter“ und ein bisserl Islamisierungsphantasien. Die „Christen an der Seite Israels“ sind wohl die Bekannteste dieser Gruppierungen, die sich regelmäßig durch israelsolidarische Aktionen profilieren wollen. Doch die Israeldemonstrationen und Kongresse der christlichen Brüder und Schwestern waren bereits im Jahr 2002 vielen Juden ein Ärgernis. Denn „die Demonstranten, die israelische Fahnen schwenkten“ und sich durch ihr Äußeres jüdisch gaben, „waren zumeist fundamentalistische Christen, die einen palästinensischen Staat ablehnen und glauben, dass die jüdische Kontrolle über das biblische Land Israel eine Voraussetzung für die Rückkehr Jesu ist.“

Der „Wächterruf“ nimmt offiziell weniger an Demonstrationen und Kongressen teil. Diese christliche Gruppe betet aber für diese Konferenzen (z.B. für den erfolgreichen 1. Deutschen Israelkongress in Frankfurt/Main unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ am 31. Oktober 2010) und natürlich auch für Israel. Denn: „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht Euer Gott“ (Jes. 40,1). Nichtjüdische Menschen, die an den Gott Israels glauben, werden von Gott selbst ermutigt, Israel zu trösten. Für wen könnte diese Aufforderung mehr Gültigkeit haben, als für Christen aus Deutschland, nach dem Leid, das unser Volk dem jüdischen Volk zugefügt hat?“ Aber der Wächterruf will nicht nur trösten, er will auch über das Volk Israel wachen: „Die geistliche Verbundenheit dieser deutschen Gebetsbewegung mit Israel drückt sich nicht zuletzt im Namen aus. Der Name „Wächterruf“ ist angeregt durch die Bibelstelle aus Jesaja 62,6-7 :O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!“ Offenbar hat sich in diesen Kreisen noch nicht herumgesprochen, dass die realen Erfahrungen des Volkes Israels mit deutschen, christlichen Bewachern in der Vergangenheit- nun, sagen wir mal- nicht die Besten waren. Aber offenbar macht es Spaß, Bewacher von Juden zu sein. Und wenn man sogar noch ein Bibelzitat dazu parat hat!

Der November-Gebetsbrief des Wächterrufs stammt von Harald Eckert, dem Vorstandsvorsitzenden der „Christen an der Seite Israels“. Zu Beginn steht eine Wächter-Warnung : „Dieser Gebetsbrief ist vertraulich und dient ausschließlich als Hintergrundinformation zu Gebet und Fürbitte“. Klingt ja spannend. Christliche Gebete für Israel sind vertraulich und geheim? Warum nur? Betrachten wir also mal dieses „Gebet“: „Die Entwicklungen des Jahres 2010 zeigen im Rückblick: Der Druck auf Israel verstärkt sich. Die Gegner bzw. Feinde Israels rücken näher zusammen, zum Beispiel Türkei und Iran. Islamisten und Linke. Gerade die Flotilla-Ereignisse im Frühjahr haben dies gezeigt. Die einzige richtige Reaktion der Freunde Israels darauf muss sein: Auch wir rücken enger zusammen.“ Oha – solche Gebete kannte ich noch gar nicht. Aber es geht noch weiter: „Der größte Teil der Welt setzt die israelische Regierung unter erheblichen Druck, Land abzugeben und den Bau von Wohnungen in Jerusalem einzustellen. Lasst uns beten, dass Gott dieser Regierung – und besonders PM Netanyahu – Kraft, Weisheit, Entschlossenheit und den Schutz schenkt, immer wieder in Seinem Sinne für Sein Volk und Sein Land zu entscheiden.“ Prima, Christen beten für weiteren Siedlungsbau in Israel und nennen das dann Friedensgebet. Andererseits betet der Wächterruf ja für so manch seltsame Sache. Im einem anderen Brief beispielsweise dankt man Gott dafür, dass sich in den letzten „10 Jahren die Akzeptanz eines Nationalbewusstseins auch für Deutsche wieder eingestellt hat“ und man vor „diesem Hintergrund sich wieder traut von einer Leitkultur“ in diesem Land zu sprechen.

Aber es wird noch mehr gebetet. Die „christlichen Freunde Israels“ beten beispielsweise: „Lasst uns den Allmächtigen dafür preisen, dass Er die Kontrolle hat, und dass Er uns bereits durch die Propheten gesagt hat, wie der Ausgang sein wird (Sacharja 12,1–9; 10–13; 14,1–15). Lasst uns dafür beten, dass die Leiter Israels mit Weisheit handeln und von Gott hören, wie sie in den folgenden Tagen militärisch vorangehen sollen. Lasst uns dafür beten, dass Israel als Nation beginnt, den Höchsten Gott mehr und mehr um Führung und Antworten zu suchen, in mitten all diesen internationalen Drucks.“

Das militärische Vorgehen Israels in Gottes Hand? Die christliche Nächstenliebe treibt bisweilen seltsame Blüten. Aber nicht nur für die jüdischen Führer in Israel wird gebetet. (Nicht, dass da Neid aufkommt!) Man betet auch für unsereins: „Bitte beten Sie für die jüdischen Menschen des linken politischen Flügels, dass es unter ihnen ein Erwachen bezüglich des biblischen Mandates für Israel geben möge“.

Bei aller Absurdität darf man jedoch nicht vergessen, dass diese christlichen Gruppen nicht nur im stillen Kämmerlein vor sich hin beten, sondern mittlerweile verstärkt versuchen, mit jüdischen Institutionen zusammenzuarbeiten, Konferenzen zu organisieren und Demonstrationen durchzuführen – und leider lassen sich hin und wieder jüdische und deutsch-israelische Organisationen darauf ein, mit diesen vermeintlichen Freunden Israels zusammenzuarbeiten. Zum Glück aber noch immer eher selten. Deshalb fordern die christlichen Freunde ihre Glaubensbrüder und -schwestern dazu auf, diese Gebete zu intensivieren: „Bitte beten Sie für alle jüdischen religiösen Institutionen, damit sie Wege finden, wie sie zum Wohle aller zusammenarbeiten können.“

Der arme christliche Gott hält sich mittlerweile bestimmt alle Ohren zu, wenn er von seinen Schäfchen angerufen wird. So viele widersprüchliche Gebete könnten ja einen Tinnitus verursachen. Die einen Christen beten für die Befreiung Palästinas von den israelischen Besatzern, die andern beten für ein rein jüdisches Israel. Beide Lager veranstalten Konferenzen und betreiben Büros, Zeitungen und Webseiten. Sie organisieren Demonstrationen und Konferenzen, deren Aussagen widersprüchlicher nicht sein könnten.

Eins jedoch haben israelkritische und israelsolidarische Christen gemeinsam: sie missbrauchen biblische Verheißungen für ihre jeweils eigene Mission. Und schon allein deshalb sollte man diese Gruppen ausschließen. Solange diese christlichen Splittervereine auf Kirchentagen, Israelkonferenzen oder Palästinademonstrationen ein Forum bekommen oder man gar mit ihnen gemeinsam derlei vorbereitet, verschafft man ihnen eine Legitimität, derer sie nicht würdig sind. Und man verschafft ihnen die Möglichkeit, ihre abstrusen Ideen in Form von Flugblättern und Broschüren unters Volk tragen zu können. Dabei gehören diese Anliegen in religiöser Verkleidung nun wirklich in ein stilles, oder besser schalldichtes Kämmerlein, meinetwegen verpackt in ein einsames Gebet…

Mehr zum Thema:
http://juden.judentum.org/
http://www.hagalil.com/israel/fundamentalismus/nai.htm

70 Kommentare zu “Wenn Christen zu sehr lieben…

  1. @Uccelino,-mir ging es um die Verknüpfung(en).
    Politische Positionen darf jeder haben wie er will,die müssen mir nicht gefallen, – aber die Verknüpfung solcher Positionen mit christlicher Religion bei gleichzeitigem Tunnelblick nur auf Israel- das stört mich. Insbesondere dann, wenn dann noch ein bisserl Missionierung mitschwingt…und die Vereinnahmung, also, die meist unausgesprochene Forderung, alle Juden mögen das bitte genau so sehen, wie diese Christen, die es doch nur ach so gut mit uns meinen.

  2. Hallo Frau Ambs,
     
    mir ist beim Lesen Ihres Artikels an einigen Punkten nicht ganz klar geworden, inwieweit sich ihre Kritik eher gegen die beschriebenen Positionen an sich richtet, oder eher dagegen, dass diese von Christen vertreten werden, bzw. mit christlichen Begründungen unterlegt sind.
     
    Beispielsweise zitieren Sie eine christliche Gruppe:
     
    „Die Entwicklungen des Jahres 2010 zeigen im Rückblick: Der Druck auf Israel verstärkt sich. Die Gegner bzw. Feinde Israels rücken näher zusammen, zum Beispiel Türkei und Iran. Islamisten und Linke. Gerade die Flotilla-Ereignisse im Frühjahr haben dies gezeigt. Die einzige richtige Reaktion der Freunde Israels darauf muss sein: Auch wir rücken enger zusammen.“ Oha – solche Gebete kannte ich noch gar nicht. Aber es geht noch weiter: „Der größte Teil der Welt setzt die israelische Regierung unter erheblichen Druck, Land abzugeben und den Bau von Wohnungen in Jerusalem einzustellen. Lasst uns beten, dass Gott dieser Regierung – und besonders PM Netanyahu – Kraft, Weisheit, Entschlossenheit und den Schutz schenkt, immer wieder in Seinem Sinne für Sein Volk und Sein Land zu entscheiden.“ (Ende Zitat)
     
    … und kommentieren (ironisch) wie folgt: Prima, Christen beten für weiteren Siedlungsbau in Israel und nennen das dann Friedensgebet. (Ende Zitat)
     
    OK, diese Kritik ist m. E. völlig berechtigt.
     
    Aber: ist das, was die o. g. christliche Gruppe schreibt, etwas anderes, als das, was in einigen Passagen der Erklärungen auf der Homepage des Israel-Kongresses gefordert wird?

    Zwei Zitate:
     
    1.     Wir fordern ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates ISRAEL in Frieden und Freiheit in anerkannt gesicherten Grenzen mit einer ungeteilten Hauptstadt JERUSALEM. (Ende Zitat)
     
    [ Wir ] fordern die deutsche Politik dazu auf … – es zu unterlassen, dem Staat Israel, der sich seit über 60 Jahren in einem Überlebenskampf befindet, besserwisserische Ratschläge zu erteilen, wie er sich gegen Bedrohung und Terror zur Wehr zu setzen habe.  … (Ende Zitat)
     
    Die Forderung nach internationale Anerkennung der Annektion Ost-Jerusalems impliziert m. E. die Akzeptanz eines weiteren Siedlungsbaus in Ost-Jerusalem, läuft also auf genau dasselbe hinaus, was die o. g. christliche Gruppe fordert.
     
    Sie (Frau Ambs) fordern, dass christliche Gruppen, die Positionen vertreten, wie die oben von Ihnen zitierten, von Israelkongressen etc. ausgeschlossen werden sollen, und wünschen, dass solche Positionen allenfalls in einem schalldichten Kämmerlein geäußert werden sollten. Streng genommen müsste dieser Ihr Wunsch dann aber auch für einige Passagen aus der Deklaration des Israelkongresses gelten.
     
    Liege ich da richtig? Und wenn nicht, würde ich mich über einige erläuternde Worte freuen, wo hier genau der Unterschied liegt.
     
    Mit freundlichen Grüßen,
    uccellino

  3. ente schrieb:
    @Rudi und alle Sammler der meisten Misionierungspunkte. So schön Weihnachten ist …
    Könntet ihr nicht mit Palin Fischchen jagen.
    Oder von Haus zu Haus gehen.

    Muß es hier sein! 

    Hallo Ente, oder auch N.T. ?
    Ich dachte, wir diskutieren hier.  Solche  Beiträge wie deiner  trägt aber kaum zu einem Meinungsaustausch bei. Na gut, ich werte ihn mal als witzigen Beitrag. Übrigens: ich werde nicht mit Palin Fischchen jagen auch nicht von Haus zu Haus gehen und Missionspunkte sammeln schon gar nicht! Alle die mich kennen wissen genau dass es mir fernliegt irgendwie zu missionieren! Da liegst du, zumindest bei mir, total daneben. Wenn hier jemand wirbt oder missioniert doch wohl Linke mit ihren weltverbessernden krusen Ideen!
    So, jetzt widme ich mich nützlicheren Dingen. Solltet ihr auch, geht raus. Schnee schippen, das rettet zwar nicht die Welt, befreit aber die Gedanken.
    shalom
    Rudi

  4. ‚…und alle Sammler der meisten Misionierungspunkte“
     
    meinten Sie damit möglicherweise meine Streifzüge durch das Gebot der Nächstenliebe, bis hin zur Feindesliebe im Christentum?
     
    In Anbetracht des Themas des Artikels ist das ein Beitrag, der ganz genau in diesen Thread gehört, ganz gleich ob er nun Ihre Zustimmung findet oder nicht – und insofern hier eine vielfältige Diskusion erwünscht ist, gibt es absolut keinen Grund das auszuklammern – es ist ja das Thema –
     
    Ich habe manchmal den Eindruck, dass manche hier geradezu hysterisch auf den Hinweis reagieren, dass das Christentum auch seine guten Seiten hat.
     
    Ich stelle die dunkle Seite der Kirche und der christlichen Geschichte nicht in Abrede, aber ich denke es genügend Gründe auch auf die lichten mitunter hinzuweisen, Schelte muss die Kirche ja nun schon lange einstecken und oft mit gutem Grund.
     
    Ist es so schwer über seinen Schatten zu springen und sich das unvoreingenommen mal von allen Seiten anzuschauen und zu differenzieren?
     
    Wir Menschen sind doch alle mehr oder weniger weit weg vom Ideal – ein bischen Nachsicht würde da nicht schaden – vielleicht ist es ja das – was sich ein möglicher Gott denkt – in Anbetracht dieses disharmonischen Chors seiner Menschenkinder – denn wenn es einen Gott gibt – dann kann es doch nur der Gott aller Menschen, Tiere etc. sein – und nicht etwa nur der Gott der Juden, Christen etc.
     
    Vielleicht ist ja auch das nichts anderes, als das alberne Gezänk kleiner Kinder, dass eher komisch ist – so lange sie einander nicht die Treppe runter schupsen.
     
    Ich hoffe ich werde nicht missverstanden, ich bin hier auf keinem Missionierungstrip und gehöre selber keiner Kirche an –
     
    aber ich kann mich ja genauso an islamischen oder jüdischen Schriften erbauen und neben all den ärgerlichen Dingen eben auch das Positive sehen – sollte es Gott geben – wozu hat der dann diese Welt in dieser Vielfalt geschaffen?
     
    Wenn man eine solch unvoreingenommene Betrachtung schon als Bedrohung sieht – wie brüchig ist dann eine Identität in Wirklichkeit? Kann es sein, dass eine solche sich eben auch durch das Kultivieren von Feindbildern als integraler Bestandteil der eigenen Kultur, der eigenen Identität mitkonstituiert an die man sich gewissermaßen ängstlich klammert, weil sonst die ganze Identität eventuell den Bach runter gehen könnte?
     
    Ich weiß, dass ich mich hier mal wieder auf dünnes Eis begebe – es soll auch um Gottes Willen keine Schuldzuweisung sein – aber des Eindrucks kann man sich mitunter nicht erwehren.

  5. Hier tobt mal wieder das Leben – und der Artikel von Frau Ambs wird missbraucht, um seiner Islamfeindschaft Ausdruck zu verleihen. Nun ja.

    Kürzen wir das Ganze angemessen ab:

    a) In den heiligen Büchern der großen monotheistischen Religionen finden sich Stellen, die isoliert betrachtet geeignet sind, zu Feindseligkeit gegenüber großen Teilen der Menschheit aufzufordern (auch im neuen Testament, Rudi).

    b) Diese Stellen werden von Fundamentalisten und Fanatikern auch genau zu diesem Zweck genutzt.

    c) U.a. von Islamfeinden, die dem kreierten Feindbild häufig zum Verwechseln ähneln. Stört sie aber nicht, da es nicht um Argumente geht, sondern darum, gehört zu werden.

    ps:

    @Leyla: Klasse Kommentar.

    @ente: Wegen der klaren Luft soll die Sicht bei Frau Palin fulminant sein. Vielleicht hätte man sogar die Chance, einen russischen Stör zu erlegen. 🙂

    @Ramona Ambs: Ein sehr spannender und lesenswerter Artikel. („Holocaust an den Christen“, meine Güte!)

  6. @Rudi und alle Sammler der meisten Misionierungspunkte. So schön Weihnachten ist …
    Könntet ihr nicht mit Palin Fischchen jagen.
    Oder von Haus zu Haus gehen.

    Muß es hier sein! 

  7. Hallo Jim, wer nicht mit vollem Namen postet, muss es sich einfach gefallen lassen geduzt zu werden. 🙂
    Das ist einfach so.
    Jörg, während ich noch suchte,  hast du schon geantwortet, Danke!
    Wenn ich das lese, fällt es mir schwer an die Friedensreligion Islam zu glauben.
    Kommt mir jetzt bitte nicht mit dem alten Testament, Das hat Jörg schon gut erklärt.
    Ramona Ambs Text erkläre ich mir einfach mal mit negativern Erfahrungen ihrerseits. Gut dass ich jüdische Freunde habe die völlig angstfrei vor christlicher Missionierung sind! 🙂
    shalom
    Rudi

  8. P.S.: ich hatte oben leider „iranische koranexegese“ geschrieben. natürlich heißt es „islamische koranexegese“, gilt nämlich wieder für den mainstreamdiskurs koranischer exegese in der gesamten islamischen welt. ich entschuldige mich für all die blöden tippfehler. das kommt davon, wenn man sich zu sehr über ignorante kommentare anderer aufregt und zu schnell schreibt!

  9. blabla….die hier so „gelehrsam“ (?) zitierten koranverse sind alle in einer art und weise dargeboten, wie sie im mainstream der islamischen theologie noch nie verstanden worden sind. das ist ein fakt!
    dass es imemr wieder marginalisierte radikale gruppierungen gibt, die das anders gesehen haben mögen, ist eine ganz andere sache.
    aber was den theologischen mainstream angeht, ist die sache klar.

    ich will gar nicht erst auf die stümperhafte art der darbietung dieser verse eingehen. bei den meisten versen hilft es oft einfach, ein paar verse davor und danach (also den konkreten kontext!) hinzuzunehmen und sofort sieht die deutung schon wieder ganz anders aus.

    bei den hier dargebotenen versen sure 2 verse 191 und 193 ist das etwas so dermaßen klar, dass man hier nur von übler böswilliger unterschlagung durch den obigen poster sprechen kann. ich möchte jeden leser auffordern, sich eine gute koranübersetzung zu schnappen und den kontext der vesre zu lesen und es wird jedem leser klar sein, dass die angelegenheit nicht so eindeutig ist.

    mal davon abgesehen, dass in der iranischen koranexegese imemr die sogenannten asbab-un-nuzul eine große rolle spielen, d.h. die historischen umstände der offenbarung der jeweiligen verse. d.h. dass diese verse zunächst einmal prinzipiell auf eine bestimmt historische begebenheit im leben muhammads (s.a.s.) bezogen sind und nicht automatisch per se handlungsanweisungen für alle zeit.

    höchst problematisch ist hier auch die übersetzung des wortes „kafir“ als „ungläubig“ und die gleichsetzung des begriffes mit „nichtmuslim“.
    im islamischen mainstreamdiskurs hat so eine gleichsetzung nie stattgefunden.
    der status eines „kafirs“ zeigt sich nach dem koran nie einfach nur durch ein äußeres religiöses bekenntnis, sondern imemr auch durch ethsich bedenkliche handlungen (der islam ist keine religion des reinen credos, sondern eine der werkgerechtigkeit).

    und in der islamischen theologie sind in der regel keinesfalls alle nichtmuslime als „kafir“ bezeichnet worden.

    im übrigen könnte ich ohne mühe nun auch eine liste von ähnlich isolierten zitaten aus der thora, dem tlmud oder dem evangelium anstellen, die das judentum oder christentum ganz ähnlich dastehen lassen würde. aber so etwas überhaupt zu unternehmen und mit übler absicht unfrieden zwischen menschen sähen zu wollen verbietet mir schon der gute geschmack.

    für den mainstream der gelehrten muslimischen theologie sind heutzutage definitiv folgende verse wegweisend für den muslimischen umgang mit juden und für die bedeutung von toleranz (und die klare aussage dieser verse entspricht auch ihrem konsens und dem gesamtkoranischen kontext:

    Ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Vor Gott ist der Angesehenste von euch derjenige, der am meisten im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott lebt. Gott ist wissend und nimmt alles wahr (Sura 49:14).

    […] Einem jeden von euch haben Wir einen ethisch-rechtlichen Rahmen und einen Weg gegeben. Hätte Gott gewollt, Er hätte euch alle zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Er will euch jedoch prüfen durch das, was Er euch gegeben hat. Wetteifert also miteinandern in guten Handlungen. Zu Gott ist euer aller Heimkehr, dann wird Er euch aufklären über das, worin ihr uneinig wart (Sura 5:49).

    Es geht weder nach den eigenen Wünschen von euch (Muslimen) noch nach den Wünschen der Leute der Schrift (Angehörige der früheren Schriftreligionen). Wer Böses tut, dem wird vergolten werden, und er wird außer Gott keinen Freund oder Helfer finden. Wer aber Gutes tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist – sie werden in den Garten gelangen und nicht das geringste bißchen Unrecht erleiden. Und wer hat eine schönere Religion als jemand, der sich Gott völlig hingibt, Gutes tut und der Haltung Abrahams folgt, des Aufrichtigen? Und Gott nahm sich Abraham zum Freund (Sura 4:124-126)

    Die Luete der Schrift sind nicht alle gleich. Unzter ihnen gibt es eine aufrechte Gemeinde, welche die Verse Gottes zur Zeit der nacht liest und sich niederwirft. Diese glauben an Gott und an den Letzten Tag und wetteifern in guten Werken; und sie gehören zu den Rechtschaffenen. Und was sie an Gutem tun, es wird ihnen niemals bestritten; und Gott kennt die Gottesfürchtigen“ (Sura 3:113-115)

    Gewiss, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer, alle, die an Gott und das Jenseits glauben und rechtschaffen handelt, ihnen wird ihr Herr es belohnen, und sie werden ohne Furcht und Sorge sein. (Sura 2:62 )

  10. “So eine Liebe ist nichts anderes als Verachtung, bis hin zum Hass.”

     So ein Unsinn – es gibt einen urchristlichen Impuls (ja wahrscheinlich einen urmenschlichen Impuls) Menschen grundsätzlich in Liebe zu begegnen – nicht nur den Freunden, sondern allen Menschen. ja auch Tieren der Natur – der ganzen Welt wenn Sie so wollen – und zwar uneigennützig aus sich selbst verströmend, vielleicht eine Art und Weise wie kleine Kinder mitunter noch der Welt zu begegnen vermögen. (Man denke an das Jesus Wort ‚ehe Ihr nicht werdet wie die Kinder…)
     
    Das ist wirklich keine schlechte Idee – aber natürlich überfordert sie die meisten Menschen, auch die meisten Christen, da ist gar kein Unterschied.
     
    Daraus dann freilich – ‚Verachtung oder gar Hass‘ – zu fabrizieren, das ist schon dreist und offenbart doch nur die Unwilligkeit und das Unvermögen sich diesem Gedanken öffnen zu können.
     
    Dieses Unvermögen ist ganz menschlich und wie gesagt, nur weil man Christ ist ja auch nicht weil man ein Würdenträger ist, ist man unbedingt in der Lage diese Idee aus dem eigenen Innern ehrlich  zu leben. Mitunter gibt dann ein solcher Christ tatsächlich ein verzerrtes Bild dieser Idee weiter und das stösst dann mitunter tatsächlich auf berechtigte Abwehr.
     
    Als Leitidee ist sie aber tatsächlich ein ganz wichtiger Beitrag des Christentums, welche sich ein zugegebenermaßen hehres Ziel gesetzt hat – eine friedliche Welt.
     
    Denn es ist doch eine Tatsache, dass Gewalt Gewalt erzeugt und dass das ein nie enden wollender Kreislauf ist.
     
    Wenn Jesus das Gleichnis von der Backe vortrug, dann meinte er damit gewiss nicht, dass man ein Idiot sein sollte, sondern, dass man dem anderen einen Spiegel vorhält indem man nicht in der üblichen Weise reagiert, die Tat für das Gegenüber zu einem großen Fragezeichen wird, so dass man im besten Fall eine Tür öffnet die den Weg raus aus diesem Kreislauf öffnet.
     
    Ich finde, dass das ein zentraler und wichtiger Beitrag des Christentums ist und ich möchte ihn nicht missen.
     
    Dass allerdings auch Christen dies eben mitunter nicht leben, sondern heucheln. oder die Idee in ihrer ganzen Tragweite selbst gar nicht verstehen, ja das ist sicher nicht selten. Ich weiß z.Bsp. nicht, wie man als Christ gegen den Islam hetzen kann – ich glaube man hat dann die wesentliche Botschaft gar nicht verstanden. Genau diesen Kreislauf wollte Jesus doch durchbrechen, jedenfalls insofern seine Botschaft tatsächlich die ist, die uns das Neue Testament erzählt.
     
    Aber genauso gibt es sehr authentische Beispiele von Menschen, die diese Botschaft aus tiefster Überzeugung leben, nicht selten z.Bsp. solche, die aus christlicher Überzeugung nicht davor zurückschreckten ihr eigenes Leben zu riskieren, um Juden zu retten und gegen das Nazi-Regime vorzugehen (Weiße Rose – aber es gibt noch viel mehr Beispiele).
     
    Auch die Angst vor Terroranschlägen etc. rechtfertigt solche Hetze gegen den Islam nicht, was natürlich die Strafverfolgung tatsächlich begangener Verbrechen einzelner Terrorzellen ganz gleich welcher Weltanschauung keinen Abbruch tut und vor allem kann man den Terror auch nachvollziehen, wenn man bedenkt für wieviele Blutbäder der Westen in den muslimischen Ländern verantwortlich ist. Zu soviel Selbstkritik sollte ein überzeugter Christ eigentlich fähig sein und nicht nur den Terror, sondern auch die postkoloniale Politik des Westens in Frage stellen.
     
    Ich glaube man kann nicht ohne Grund sagen, dass Juden selbst in ihrer Religion sehr auf Abgrenzung bedacht sind. Da stellt dann die christliche Fürbitte, Liebe etc. eine Provokation der eigenen Haltung dar und wird mit Ärger begegnet, aber das ist nicht per se dem Christentum vorzuwerfen, dass diese Haltung, zumindst in Teilen der Christenwelt allen Menschen gegenüber kultiviert.
     
    Nachvollziehen kann ich den Ärger, aber ich glaube nicht, dass er der Weisheit letzter Schluss ist und gleichzeitig gibt es fraglos Beispiele, die ihn rechtfertigen und solche, die ihn als ein Zeichen einer beschränkten Auffassung offenbaren.
     
    Diese Art von Mentalitätenkonfrontation mitunter gut gemeinter Gesten gibt es genauso in anderer Art.
     
    Ich habe z.Bsp. ein Problem mit dieser Alleee der Gerechten unter den Völkern.
     
    Ich finde auch, dass Menschen, die im dritten Reich Juden retteten sich sehr heldenhaft verhielten und natürlich ist es richtig, wenn man sie in Israel ehren möchte und das auch tut .
     
    Aber warum ‚Gerechte unter den Völkern‘ – das insuiert – dass ‚die Völker‘ ja sonst ungerecht sind und es nur ein paar einzelne Lichtlein gäbe, tatsächlich entspricht der Glaubensauffassung manch jüdischer Strömungen.
     
    Es stört mich auch, dass nur die Rettung ‚eines Juden‘ dann zu Gerechten macht. Warum nicht auch die Rettung eines Muslimen oder eines Sinti und warum gibt es nicht auch die ‚Gerechten unter den Juden‘, die z.Bsp. Palästinenser retten. Ich finde z.Bsp. man könnte die Mitarbeiter von B’Tselem oder dem Parents Circle als ‚Gerechte unter den Juden‘ bezeichnen – aber ich lasse das lieber – weil das halt auch etwas demagogisches hat – nicht jeder Israelis, der nicht in einer pazifistischen NGO ist, ist deshalb ein Sympathisant von Kriegsverbrechen und Rassismus, aber genau das wird ein Stück weit durch diese Formel insuiert.
     
    Tatsächlich hätten die Palästinenser auch nicht wenig Grund eine Allee für die ‚Gerechten unter den Juden‘ einzurichten und Kandidaten gibt es dafür auch schon. Ich weiß nicht, wie eine Mehrzahl der Juden das fände.
     
    Natürlich ist das per se erst mal eine freundliche Geste – aber sie hat eben auch einen Beigeschmack, der mir mitunter übel aufstößt.

  11. Ach Du liebe Zeit – ellenlange Islamhetze – durch einen vermutlich evangelikalen Christen – der sich – dem Judentum anbiedert.
     
    @Jörg – diese Zitate stehen in historischen Zusammenhängen in Kriegssituationen und haben keinen allgemeingültigen Charakter und dies ergibt sich zumeist auch aus dem Koran, wenn man ihn den weiterliest.
     
    Entsprechende Zitate finden sie übrigens auch in der Bibel und im Talmud, bis hin zur Aufforderung zum Völkermord. Da geht es auch nicht anders zu. Übrigens dienen solche Zitate mittlerweile auch mitunter jüdischen Siedlern als Matrix für nicht wenige Verbrechen an Muslimen, von den Kreuzzügen gegen die muslimische Welt mal ganz zu schweigen.
     
    Genauso finden sie in allen diesen Religionen Weisungen, welche zu Anstand und Gerechtigkeit genauso gegenüber den Fremden anstiften.
     
    In Berlin ist inzwischen schon zum zweiten Mal eine Moschee angezündet worden.
     
    Jörg – Sie verstehen sich als Christ – aber als Christ sollten Sie wissen, dass es mit dem Christentum nicht vereinbar ist gegen andere Völker, gegen Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit zu hetzen und nichts anderes stellt diese aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate dar – die dazu angertan sind Angst und Wut gegenüber dem Islam zu schüren – auf eine Art und Weise, die völlig unverantwortlich ist.
     
    Die überwiegende Mehrheit der Muslime in Deutschland sind friedlich und nicht extremistisch – es gibt ein ernsthaftes Problem mit männlichen türkischen Jugendlichen, was aber zu einem guten Teil darauf beruht, dass sie in diesem Land von vornherein sehr schlechte Karten haben. Die Elterngeneration ist oft besser integriert als die Jungen, was an der sich allgemein ausbreitenden Armut liegt, auch unter den Deutschen.
     
    Dem sollte man durch eine Verbesserung der Lebensbedingungen und eine bessere Integration entgegentreten und nicht durch zum Hass anstiftende Brandreden – ich finde Ihr Verhalten wenig ‚christlich‘.

    Und dann stellen Sie hier noch was rein, was die tatsächlich über ein Jahrtausend währende Geschichte des Anti-Semitismus auch noch den Muslimen in die Schuhe schiebt, wo jeder weiß, dass Juden aus Europa über die Jahrhunderte Zuflucht in den muslimischen Ländern suchten und fanden, wo es eine vergleichbare Feindseligkeit nie gegeben hatte.

    Das ist einfach erbärmlich und falsch.

    Sie mögen sich hier als ‚Judenfreund‘ anbiedern – aber Ihr Denken ist so falsch und schräg – so sehr auf ihr missionarisches ‚Endziel‘ bedacht – dass man nur den Kopf schütteln kann.

  12. lol ..

    .. bitte weitere 50 Postings .. wirklich unterhaltend .. 🙂

    @ Jane,
    ich teile nicht immer und unbedingt Deine/Ihre Meinung .. Deine/Ihre Haltung und Standing bewundere ich allerdings .. so etwas nenne ich Sendungbewusstsein .. 😉

    ach ja .. bevor jetzt hier jemand den Herzinfakt bekommt:
    http://www.youtube.com/watch?v=sSF89swJ9IU
    ab Minute 3 wirds wirklich entspannend .. und ist auch garantiert weder antisemitisch noch antiislamis noch antichristlich .. einfach nur schön 😉

  13. Erstens stimmt schon logisch die Herleitung dieser Aussage nicht. Ich will aber gar nicht ausschliessen, dass es so etwas auch gibt. Man soll sich ja in allen Dingen immer wieder prüfen! Aber allein der Satz zeigt schon, wieviel sich an negativen Erfahrungen angesammelt hat, die dann zu solchen Aussagen führen. Ich sage das jetzt nicht als Vorwurf. Aber vielleicht ist es auch mal dran, dass ihr, die ihr wie du solche Sätze prägt, auch selbst mal schaut, was bei euch drin los ist.

     
    Ich habe nicht geschrieben: „… Liebe ist nichts anderes als Verachtung, bis hin zum Hass.“, sondern, „So eine Liebe ist nichts anderes als Verachtung, bis hin zum Hass.“
     
    Das zum Einen, zum Zweiten möchte ich Sie bitten hier nicht zu duzen, zum Dritten, wie kommen Sie auf die Idee im Plural zu schreiben, ich selbst bin überhaupt nicht jüdisch; im Übrigen beharre ich auf meinen Einlassungen und habe dem nichts mehr hinzu zu fügen.
     
    Leben Sie wohl.

  14. @Bülent Yilmaz

    Hallo, Bülent,
    ja z.B. Sure 5, Vers 52.

    Anbei eine Auflistung mit Koranversen, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sein dürften.

    Die meisten dieser Zitate erfüllen nach deutschem Recht den Tatbestand der Anstiftung zu Verbrechen, §30 StGB, oder der öffentlichen Billigung einer Straftat, § 140 StGB.

    Vorwort: In der Spätzeit Mohammeds rief dieser immer wieder zu Gewalt gegen Christen und Juden auf. Nachfolgend einige der Zitate, die Terroristen zur Durchsetzung ihrer Ziele dienen. Immer wieder meist von Muslimen zitierte Vergleiche mit der Bibel, die angeblich HEUTE zu Gewalt aufrufen sollen, sind insofern unrichtig, da Jesus im Neuen Testament zu Vergebung bis hin zur Feindesliebe predigte. Auch im Alten Testament sind insofern Weisungen von Gott zum Krieg jeweils geschichtlich eingebettet und keine direkten Aufforderungen des Lesers oder Gläubigen zum gewaltsamen Terror.

    Im Islam wird gepredigt, daß zur Durchsetzung der Ziele Allahs auch das Mittel der Lüge und Irreführung angewendet werden soll. Die Bibel hingegen sagt unmißverständlich „Du sollst nicht lügen!“

    Behauptungen von Muslimen, der „Dschihad“ müsse im übertragenen Sinne aufgefaßt werden und nicht in Gewalttat, lassen sich anhand klarer Formulierungen des Koran nicht nachweisen. Zitate aus der Koranübersetzung von RECLAM (Max Henning – Vorwort Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel) soweit nicht anders angegeben.

    Anmerkungen in Klammern von J. Müller:

    „Sure 2, Vers 191: „Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. …“;
    Sure 2, Vers 193: „Und bekämpfet sie, bis die Verführung [zum Unglauben] aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist. …“ (Die „Ungläubigen“ stellen wegen ihrer heidnischen Auffassung eine Verführung dar und müssen allein deshalb bekämpft werden.)
    Sure 2, Vers 216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.“ (Kampf mit Waffen.)
    Sure 4, Vers 74: „Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.“ (Diesen „Verkauf“ ihres Lebens haben die Attentäter von New York offensichtlich vollzogen. Siehe unter 6. Jenseitsvorstellungen des Islam)
    Sure 4, Vers 76: „Wer da glaubt, kämpft in Allahs Weg, und wer da nicht glaubt, kämpft im Weg des Tagut. So bekämpfet des Satans Freunde. Siehe, des Satans List ist schwach.“
    Sure 4, Vers 84: „So kämpfe in Allahs Weg; nur du sollst (dazu)gezwungen werden; und sporne die Gläubigen an. …“
    Sure 4, Vers 89: „Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.“
    Sure 4, Vers 89: „Sie möchten gern, ihr wäret (oder: würdet) ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Gottes willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, …“ (Digitale Bibliothek Band 46: Der Koran, S. 230 (c) Verlag W. Kohlhammer, Übers.: Rudi Paret)
    Sure 4, Vers 92: „Ein Gläubiger darf keinen Gläubigen töten, es sei denn aus Versehen; und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, der soll einen gläubigen Nacken (Gefangenen) befreien, …“ Dies ist ein Zitat, das den kriegerischen Zusammenhang eindeutig beweist, wie die folgenden Zitate, die aus einem Kriegshandbuch entnommen sein könnten.
    Sure 5, Vers 52: „Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden.“ Siehe auch Sure 3, Vers 118 : „Oh ihr, die ihr glaubt schließet keine Freundschaft außer mit euch. …“
    Sure 8, Vers 12: „… Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“
    Sure 8, Vers 39: „Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt..“
    Sure 8, Vers 41: „Und wisset, wenn ihr etwas erbeutet, so gehört der fünfte Teil davon Allah und dem Gesandten und (seinen) Verwandten und…“
    Sure 8, Vers 60: „So rüstet wider sie, was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah aber kennt…“ Siehe 7.)
    Sure 9, Vers 5: „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig.“
    Sure 9, Vers 5: „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! …“ ( Digitale Bibliothek Band 46: Der Koran, S. 373 (c) Verlag W. Kohlhammer, Übers.: Rudi Paret)
    Sure 9, Vers 111: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. … Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist die große Glückseligkeit.“
    Sure 9, Vers 111: „Gott hat den Gläubigen ihre Person und ihr Vermögen dafür abgekauft, dass sie das Paradies haben sollen. Nun müssen sie um Gottes willen kämpfen und dabei töten oder (w. und)(selber) den Tod erleiden. … Freut euch über (diesen) euren Handel, den ihr mit ihm abgeschlossen habt (indem ihr eure Person und euer Vermögen gegen das Paradies eingetauscht habt)! Das ist dann das große Glück.“ ( Digitale Bibliothek Band 46: Der Koran, S. 397 (c)Verlag W. Kohlhammer, Übers.: Rudi Paret) Darin ist der „Märtyrertod“ begründet. Siehe unter 6.)
    Sure 9, Verse 44 und 45, Verse 90 – 93 besagen, dass nur Ungläubige um Erlaubnis bitten, nicht kämpfen zu müssen. Also: Wer nicht kämpft ist ungläubig, es sei denn, er ist schwach und krank.
    Sure 9, Vers 41: „Ziehet aus, leicht und schwer, und eifert mit Gut und Blut in Allahs Weg.“ [Es ist gemeint: „leicht und schwer bewaffnet“].
    „Eifern mit Gut und Blut in Allahs Weg – für den Islam“ ist ein Passus, der oft im Koran erscheint und durchaus den militärischen Kampf meint. Im Kontext ist von Krieg, Kampf und Heerscharen die Rede. (z. B. Sure 9, Vers 81, 88, Sure 49, Vers 15, Sure 61 „Die Schlachtordnung“, Vers 11)
    Sure 9, Vers 52: „Sprich: ‚;Erwartet ihr (die Ungläubigen) etwa, dass uns nicht eins der beiden schönsten Dinge treffen wird (Sieg oder Märtyrertod)?‘ Und wir erwarten von euch (den Ungläubigen), dass euch Allah mit einer Strafe treffen wird, sei es von Ihm oder durch unsere Hand. Und so wartet; siehe wir warten mit euch.“ (vgl. auch Strategie von Mili Göres)
    Sure 61 „Die Schlachtordnung“, Vers 3 u. 4 : „Großen Hass erzeugt es bei Allah, dass ihr sprecht, was ihr nicht tut. Siehe Allah liebt die, welche in seinem Weg in Schlachtordnung kämpfen, als wären sie ein gefestigter Bau.“
    Sure 4, Vers 104: „Und erlahmet nicht in der Verfolgung des Volkes (der Ungläubigen); leidet ihr, so leiden sie, wie ihr leidet.“
    Sure 47, Vers 35: „Werdet daher nicht matt und ladet (sie) nicht ein zum Frieden, während ihr die Oberhand habt; …“
    Sure 5, Vers 38 (42): „Und der Dieb und die Diebin, schneidet ihnen ihre Hände ab als Lohn für ihre Taten. (Dies ist) ein Exempel von Allah, und Allah ist mächtig und weise.“

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