Cinemaviv – Israelisches Filmfestival Berlin

Vom 10. bis 12. Oktober 2010 findet zum zweiten Mal Cinemaviv – das Israelische Filmfestival Berlin statt…

Folgende Filme werden im Rahmen des Festivals gezeigt:

Sonntag, 10. Oktober 2010, 18.00 Uhr
„Lost Islands“
, Israel 2008, Buch & Regie: Reshef Levi, 103 min., OmeU, Deutschlandpremiere
Darsteller: Michael Moshonov, Oshri Cohen, Yuval Sharf, Shmil Ben-Ari, Ofer Shechter
Israel in den 80er Jahren: Die Levys sind eine glückliche und bunt gemischte Familie. Der Vater ist besessen von seinem Garten, in dem er Kakteen züchtet. Unermüdlich predigt er seinen Kindern, wie wichtig es ist, sich eigene Träume zu erfüllen: „Ein Mensch ohne einen Lebenstraum, ist ein toter Mensch.“ Die Mutter, experimentierfreudige Köchin, lehrt ihre Kinder bedingungslosen Familienzusammenhalt. Erste Risse bekommt das idyllische Familienleben, als beide Zwillingsbrüder, Erez und Ofer, sich in das neue Mädchen in der Stadt verlieben. Außerdem entdeckt Erez ein Geheimnis und wirft damit das Familiengefüge endgültig aus der Bahn.
Auszeichnung durch die Israelische Film Academy in den Kategorien: Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Bestes Kostüm, Beste Musik.

Sonntag, 10. Oktober 2010, 20.30 Uhr
„Year Zero“
, Israel 2004, Buch & Regie: Joseph Pitchhadze, 135 min., OmeU
Darsteller: Yussuf Abu-Warda, Jack Adalist, Assaf Ashtar, Keren Mor, Moni Moshonov, Menashe Noy
Year Zero erzählt die Geschichte von sieben Menschen, deren Leben eine harte Wendung nimmt: Die allein erziehende Mutter Anna hat ihren Job verloren. In ihrer Not prostituiert sie sich. Dabei lernt sie Matti kennen, in den sie sich verliebt. Wohnungsmakler Ruven, der Anna herzlos vor die Tür gesetzt hat, fühlt sich mit über 40 zu alt, um noch einmal Vater zu werden. Vor Aufregung über seine missliche Lage, überfährt er einen Blindenhund. In der Zwickmühle steckt auch Radiotechniker Kagan – der neue Chef will eine Sendung über Kagans verstorbenen Vater, den Gründer der israelischen Punkmusikszene, absetzen lassen.
Mit Chuzpe zeichnet der Regisseur Pitchhadze ein Bild vom heutigen Israel, dass sich liebevoll dem „ganz normalen Wahnsinn“ des Lebens widmet.

Montag, 11. Oktober 2010, 18.30 Uhr
„Diplomat“
, Dokumentarfilm, Israel 2009, Regie: Dana Goren, 80 min., OmeU
Das Hotel Diplomat war einst eines der schönsten 5 Sterne Hotels in Jerusalem. Seit 20 Jahren ist es nun Zuflucht für 600 Immigranten der ehemaligen Sowjetunion. Nie richtig in die israelische Gesellschaft integriert, haben sie sich im Hotel ihre eigene kleine Insel geschaffen. Viele von ihnen bewegen sich ausschließlich in ihrem Zufluchtsort. Grundversorgung und kulturelle Aktivitäten werden im Haus und in russischer Sprache angeboten. Diplomat bleibt so eine Welt in einer Welt, eine russische Enklave.
Ausgezeichnet vom Internationalen Filmfestival Jerusalem, in der Kategorie: Bester Dokumentarfilm.

Montag, 11. Oktober 2010, 20.30 Uhr
„Vasermil“
, Israel 2007, Buch & Regie: Mushon Salmona, 90 min., OmeU
Darsteller: Avinoam Blumenkrantz, Benni Adega, Edna Fanta, Oksana Sokol
Fußball ist ihre Hoffnung auf ein besseres Leben. Shlomi, Pizzabote, lebt bei seiner Mutter und seinem Stiefvater. Adiel, der aus Äthiopien stammt, muss sich um seinen kleinen Bruder und seine kranke Mutter kümmern. Und der aus Russland eingewanderte Dima, wird beherrscht von seiner Verachtung für den arbeitslosen Vater. Ein trostloses Leben, bis der Coach der lokalen Mannschaft die Teenager für das Beersheva-Fussballturnier rekrutiert. Der Film ist nach dem örtlichen Fußballstadion der Stadt Beersheva benannt. Vasermil portraitiert drei Teenager, die in einer trostlosen Vorstadt ohne Perspektiven aufwachsen.
Ausgezeichnet vom Internationalen Filmfestival Jerusalem, in der Kategorie: Jury-Preis. Ausgezeichnet vom Internationalen Filmfestival San Francisco, in der Kategorie: Beste Nachwuchsregie.

Dienstag, 12.Oktober 2010, 18:30 Uhr
„Pickles“
, Dokumentarfilm, Israel 2005, Regie: Dalid Kimor, 59 min., OmeU
Acht israelisch-arabische Witwen entscheiden sich, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen und gründen ein Unternehmen für Gurkenanbau- und Handel.
Fatma, die Witwe mit elf Kindern, ist die einzige die Auto fahren kann – so wird sie mit dem Vertrieb beauftragt. Samira, die hebräisch spricht, wird Geschäftsführerin. Die Frauen, die einander vorher nicht kannten, kämpfen sich nun gemeinsam durch den Businessdschungel. In der Gruppe finden sie Rückhalt und Freundschaft, im Unternehmen finden sie ihr zweites Zuhause.

CINEMAVIV – Israelisches Filmfestival Berlin
Sonntag, 10. Oktober bis Dienstag, 12. Oktober 2010
Kino „Die Kurbel“
Giesebrechtstr. 4
10629 Berlin
Tel.: 030 / 88 91 59 98
www.cinemaviv.de

3 Kommentare zu “Cinemaviv – Israelisches Filmfestival Berlin

  1. Liebe Welpe!
    Es ist wunderlich, dass etwas anschauen, wie z.B. „Du sollst nicht lieben“. mit so viel „Kohle“ verbunden ist. Ich bin gern bereit den Preis dafür zu zahlen. Jedoch kann es sein, dass Du wirklich ein/e „Welpe“ bist? Oder heist Du etwa so?! Na dann bis
    heute um 17:00 Uhr im Babylon. Ich bin Grauhaarig, und die Gehhilfe ist auch dabei! Na ja eben schon ein (sehr) alter Mann (81), ABER noch fit im Kopf!
    Mickey

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