Trauer um Peter Höllenreiner

Am gestrigen Nachmittag verstarb Peter Höllenreiner, der über lange Jahre hinweg mit der Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und des Dokumentationszentrums eng verbunden war. Peter Höllenreiner hat als Kind das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt. In den letzten Jahren hat er intensiv die Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte und der seiner Familie gesucht. Als Holocaust-Überlebender hat er an zahlreichen Veranstaltungen des Zentralrates teilgenommen, und die Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma als Zeitzeuge dokumentiert…

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Sinti und Roma – Die Schuld der Kirchen

Während die beiden deutschen Kirchen sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Sinti und Roma gegenüber in erster Linie abweisend, gleichgültig oder passiv verhalten, bzw. ihren Beistand und ihre Barmherzigkeit von Bedingungen abhängig gemacht hatten, luden sie während der zwölf Jahre, die das „Dritte Reich“ währte, passiv und aktiv Schuld auf sich. Diese Schuld ist in ihrer Schwere nicht wiedergutzumachen, sie ist unsühnbar und untilgbar, sie entzieht beiden christlichen Kirchen in Deutschland jedwede Glaubwürdigkeit…

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„Schutz und Bewahrung des Denkmals steht an erster Stelle“

„Der Schutz und die Bewahrung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas hat für uns oberste Priorität. Wir haben hier unsere Verbundenheit aus unserer gemeinsamen Geschichte, unser gemeinsames Schicksal von Juden, Sinti und Roma zusammengebracht, als Künstler der eine, und als Bürgerrechtler und Politiker der andere“, erklärten gemeinsam nach einem ausführlichen Gespräch Dani Karavan und Romani Rose…

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Gedenken zum 80. Jahrestag der nationalsozialistischen „Maideportationen“

Die sogenannten Maideportationen der Sinti und Roma 1940 jähren sich zum achtzigsten Mal. Am 16. Mai 1940 wurden ca. 2500 Sinti und Roma verhaftet und wenige Tage später in das damalige „Generalgouvernement“ im besetzten Polen deportiert. Nur wenige erlebten das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft. Den 80. Jahrestag dieser Deportationen begehen Landesverbände, Vereine und Initiativen mit Online-Gedenkveranstaltungen…

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Stolperstein von Johann „Rukeli“ Trollmann mit SS-Runen beschmiert

Im Hamburger Schanzenviertel wurde am Dienstag, den 12. Mai, ein Stolperstein, der an die Verfolgung und Ermordung des Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann erinnert, von unbekannten Tätern mit SS-Runen beschmiert. Anwohner, die die Beschädigung entdeckten, haben die NS-Symbole umgehend entfernt und den Gedenkstein gereinigt. Der Landesverein der Sinti in Hamburg e.V. erstattet heute Anzeige bei der Hamburger Polizei…

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