Suche nach Paul Celan

Der Filmemacher Frieder Schuller, Pfarrerssohn aus Katzendorf/Cata in Siebenbürgen, drehte 1988 in Bukarest einen umwerfenden, großartigen Spielfilm über die zwei Bukarester Jahre Paul Celans. Am 13. April 2020 sollte dieser Film „Im Süden meiner Seele“ in Berlin gezeigt werden, doch die Kinos sind für uns geschlossen, der Virus verschiebt unser aller Leben. Doch die Erinnerung an Paul Celan ist in diesem Jahr bedeutungsvoll, seinen einhundertsten Geburtstag würde der weltbekannte deutschsprachige-jüdische Lyriker aus Czernowitz in diesem Jahr feiern und am 20. April 2020 erinnern wir uns an seinen Tod vor fünfzig Jahren…

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„Ich möchte leben“

Das ist der Titel eines der berührenden, ergreifenden siebenundfünzig Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger, dem jungen Mädchen aus Czernowitz, das 1941 mit ihrer Familie in ein Todeslager nach Transnistrien deportiert wurde und 1942 dort unter unmenschlichen Verhältnissen mit 18 Jahren an Entkräftung und Typhus starb. Am 7. Juli 1941 schrieb sie dieses Gedicht unter großen Ängsten, bereits Todesängsten…

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Mein Herz ruht müde

Sie gehörte zu den herausragendsten Vertreterinnen der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus und war eine der wichtigsten deutsch-jüdischen Dichterinnen, die ihr jüdisches Erbe vielfach in ihrem Werk verarbeitete. Vor 150 Jahren, am 11. Februar 1869 wurde Else Lasker-Schüler geboren. Ausschnitte aus ihrem großen Werk…

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Gedichte von Jehuda Amichai

Jehuda Amichai, mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert, ist einer der bedeutendsten Lyriker der Gegenwart. Geprägt von der europäischen Moderne und der jüdischen Tradition reicht seine Dichtung von klassischen Formen bis zu modernen Strukturen. Sie kontrastiert biblische Zitate und Figuren mit der individuellen Erfahrung des heutigen Menschen und spricht die großen Themen an: Liebe, Eros, Verlust, Vertreibung und Krieg. Getränkt mit den Schrecken der Shoah und der vielen Kriege, an denen er selbst teilgenommen hat, ist seine Lyrik ein Bollwerk gegen falsches Heldentum und ein Plädoyer für Menschlichkeit…

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Zerreißproben

Ihre autobiografischen Erinnerungen, 1992 unter dem Titel „weiter leben“ erschienen, haben Ruth Klüger berühmt gemacht. Hierin schreibt die 1931 in Wien geborene amerikanische Literaturwissenschaftlerin über ihre Jahre in Theresienstadt, Auschwitz und Christianstadt. 1942 war sie mit ihrer Mutter nach Theresienstadt verschleppt worden, da war sie elf. 1945 gelang ihr mit ihrer Mutter und zwei Mithäftlingen die Flucht, 1947 emigrierte sie in die USA…

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