Ganz Israel freute sich gestern mit einer Braut und einem Bräutigam. Denn es war nicht irgendein Paar, das unter die Chupa trat, es waren Eliya Cohen und Ziv Abud.
Die beiden sind Überlebende des 7. Oktober. Sie waren nach dem Beginn des Hamas-Überfalls vom Festival in einen Bunker am Straßenrand geflüchtet, der als „Todesbunker“ bezeichnet wird. Etwa 30 junge Menschen hatten dort dicht zusammengedrängt Schutz gesucht. Es gibt Aufnahmen davon, wie Hamas diesen Bunker angreift. Immer wieder werfen die Terroristen eine Handgranate hinein, immer wieder wirft sie jemand wieder hinaus. Aner Shapria, ein Soldat der Nahal Brigade, der an diesem Tag Urlaub hatte und ebenfalls das Nova Festival besuchte, stand am Eingang des Bunkers und warf die Granaten wieder und wieder hinaus. Die achte Granate explodierte in seiner Hand und tötete ihn. Der Bunker wurde darauf gestürmt, Eliya, Hersh Goldberg-Polin, Alon Ohel und Or Levy wurden lebend herausgezogen, auf einen Pickup geworfen und nach Gaza entführt. Ziv ist eine der wenigen, die verletzt und unter den Leichen der anderen versteckt, überlebte.
Es sollte 505 Tage dauern bis Eliya endlich freigelassen wurde. Ziv kämpfte in dieser Zeit für seine Rückkehr.
Eliya und Ziv waren bereits seit sieben Jahren ein Paar. Von Eliyas Mutter erfuhr Ziv, dass er einen Ring gekauft hatte und ihr einen Heiratsantrag machen wollte. Der 7. Oktober veränderte ihr Leben für immer, aber seit Eliyas Freilassung kämpfen sich die beiden zurück ins Leben. Vor zehn Monaten verlobten sie sich und gestern war es dann so weit. Der Sänger Amir Benayoun geleitete das Paar mit seinem Song „Nizacht iti hakol“ („Du hast mit mir alles besiegt“) unter die Chuppa.
Masal tov für Eliya und Ziv! Mögen sie kein Leid mehr erfahren und die Traumata hinter sich lassen.



