Antisemitischer Angriff auf Mitarbeiter des JFDA

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Foto: JFDA

Hamas-Dreieck an Wohnhaus: JFDA-Mitarbeiter offenbar gezielt bedroht. Das JFDA fordert konsequente Aufklärung und Schutz für Menschen, die Antisemitismus dokumentieren.

Berlin, 29. April 2026. Am Morgen des 29. April 2026 wurde an der Klingelanlage des Wohnhauses eines Mitarbeiters des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) ein rotes Dreieck festgestellt. Der Name des Mitarbeiters war zudem mit roter Farbe beschmiert. Der Betroffene hat die Polizei informiert und Strafanzeige erstattet.

Das JFDA wertet den Vorfall als schwerwiegenden Einschüchterungsversuch. Das rote Dreieck wird in einschlägigen antisemitischen und terrorverherrlichenden Kontexten als Droh- und Zielmarkierung verwendet. Dass ein Mitarbeiter einer jüdischen Organisation in seinem privaten Wohnumfeld markiert wird, ist ein alarmierendes Signal.

„Wer Mitarbeitende einer jüdischen Organisation an ihrem Wohnort markiert, überschreitet eine weitere Grenze. Das ist kein politischer Protest, sondern eine gezielte Einschüchterung. Menschen, die Antisemitismus dokumentieren und öffentlich machen, dürfen nicht selbst zur Zielscheibe werden“, erklärt Levi Salomon, Sprecher des JFDA.

Der betroffene Mitarbeiter wurde bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Beobachtung israelfeindlicher und teils antisemitischer Demonstrationen bedroht und angegriffen. Auch Reporter ohne Grenzen hat Angriffe auf Personen dokumentiert, die im Kontext solcher Versammlungen journalistisch oder dokumentierend tätig waren.

Das JFDA fordert eine konsequente Aufklärung des Vorfalls. Die Ermittlungsbehörden müssen mögliche politische und antisemitische Tatmotive prüfen und den Schutz der betroffenen Person sicherstellen. Angriffe, Bedrohungen und Einschüchterungsversuche gegen Mitarbeitende jüdischer Organisationen sind nicht nur Angriffe auf Einzelne. Sie richten sich auch gegen die Arbeit der Zivilgesellschaft, gegen die Dokumentation von Antisemitismus und gegen die demokratische Öffentlichkeit.

–> https://www.jfda.de/