Die Shoah in Bildung und Erziehung heute

Dieses Buch untersucht multiperspektivisch die Wirkungsgeschichte der Shoah in verschiedenen Settings von Erziehung und Bildung und reflektiert die bisherige theoretische und empirische Forschung. Das Wissen über und Bezüge zur Shoah vermitteln sich zwischen den Generationen weiter und aktualisieren sich zugleich fortlaufend in institutionellen und diskursiven Kontexten der Gegenwartsgesellschaft.

Dies betrifft Pädagog*innen in mehrfacher Hinsicht: In ihrer eigenen Biographie und Lerngeschichte und in ihrer späteren Vermittlungspraxis. Die Autor*innen beschäftigen sich u.a. mit der Erinnerungspolitik, Gefühlserbschaften und der Thematisierbarkeit der Shoah in verschiedenen Sozialisierungsprozessen.

Eine entscheidende Rolle in der narrativen Verknüpfung spielen intergenerationale Narrationen, Wissensbestände und Praktiken, die das Denken und Handeln von Einzelnen und ganzen Gemeinschaften regulieren. Die fortlaufende institutionelle und diskursive Aktualisierung des Wissens zur Shoah betrifft Pädagog:innen in mehrfacher Hinsicht: In ihrer eigenen Biographie und Lerngeschichte und in ihrer späteren Vermittlungspraxis. Die Geschichte der Shoah und des Nationalsozialismus bilden in Deutschland einen kollektivbiografischen Referenzrahmen, der jedoch in seiner Bedeutung in Bildungs- und Erziehungsverhältnissen bislang kaum berücksichtigt wird.

Vor diesem Hintergrund untersuchen die Beiträge des Sammelbandes multiperspektivisch die Wirkungsgeschichte der Shoah in verschiedenen Sozialisierungsprozessen. Die hier versammelten Artikel bündeln transdisziplinäre Perspektiven, divergente Erfahrungsdimensionen, konzeptionelle sowie begriffliche Überlegungen und reflektieren den bisherigen theoretischen und empirischen Forschungsstand.

Marina Chernivsky, Friederike Lorenz-Sinai (Hg.): Die Shoah in Bildung und Erziehung heute. Weitergaben und Wirkungen in Gegenwartsverhältnissen, Verlag Barbara Budrich 2022, Bestellen?

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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