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Vom 14. bis 19. Juni 2022 findet  in Berlin und Potsdam das Jüdische Filmfestival Berlin | Brandenburg (JFBB) statt. Sechs Tage lang werden internationale Filme aller Genres vom Arthouse Film bis zum Blockbuster, von der Geschichtsreflexion bis zur Familienkomödie gezeigt. Das Festival beleuchtet jüdische Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Oft mit einem Augenzwinkern, aber immer tiefgründig.

Das Jüdische Filmfestival Berlin | Brandenburg (JFBB) wurde 1995 gegründet und hat sich seitdem als größtes und bedeutendstes Forum deutschlandweit für Filme mit jüdischer Thematik sowie zu Filmen aus Israel etabliert. 2020 hat die Gründerin Nicola Galliner das Festival zum letzten Mal geleitet. Seit 2021 wird das Festival von Doreen Goethe und Andreas Stein organisiert. Als Macher des FilmFestival Cottbus und diverser Kulturveranstaltungen im Südosten Brandenburgs bringen sie ihre langjährige Expertise und Erfahrung in die Durchführung und Weiterentwicklung des JFBB ein. 

Gezeigt wird ein internationales Programm mit Filmen, die jüdische Themen diskutieren, Geschichte und Geschichten aus jüdischer Perspektive verhandeln, Positionen jüdischer Filmschaffender zeigen, jüdische Biografien erzählen und Judentum in seinen verschiedenen Ausprägungen reflektieren. Aufgabe des Festivals ist es außerdem, die Erinnerung an die Shoa wachzuhalten, Geschichtsbewusstsein zu vermitteln und antisemitischen Einstellungsmustern zu begegnen.

Im diesem Festivaljahr werden 43 Filme und 2 Serien gezeigt. Die Programm-Vielfalt reicht in diesem Jahr von bissiger Mockumentary, über die Auseinandersetzung mit der Shoah bis hin zur leichtfüßigen französischen Komödie; vom brasilianischen Dschungel, über Israel, die Ukraine bis nach Uganda.

Im Zentrum des Festivals stehen die beiden Wettbewerbe um den besten Spiel- und Dokumentarfilm. Außerdem zeigen wir in Nosh Nosh ausgewählte Kurzfilme. In Serial Fresh zeigt das JFBB ausgewählte Serien. Eine bunt gemischte Genrevielfalt, das besondere Kino des JFBB, findet sich in Kino fermished.

Eine Hommage wird ist in diesem Jahr der Regisseurin, Autorin und Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, Jeanine Meerapfel, gewidmet. Die Hommage geht deutlich über eine reine Werkschau hinaus, denn die Filme beeindrucken durch ihre zeitlose persönliche Reflexion der condition humaine. In Doppelfeatures werden einige ihrer Filme mit jeweils einem thematisch passenden, aktuellen Film einer jungen Filmschaffenden kombiniert.

Die Festivalspielstätten sind in diesem Jahr in Berlin das Delphi Lux am Zoologischen Garten, das Passage-Kino in Neukölln und das Jüdische Theaterschiff MS Goldberg in Spandau. Open Air bespielen wir das Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz. In Potsdam ist das JFBB in diesem Jahr im Filmmuseum, im Kino Thalia in Babelsberg und im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte (HBPG), dort wird Open Air auch der Kutschstallhof bespielt.

Mehr Informationen zum Programm und den Tickets: jfbb.info

Foto: JFBB/Esra Rotthoff

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