Die neuen Fernsehtipps

Vom 1. bis 15. Februar 2022…

Di., 1. Feb · 02:55-03:10 · MDR
Heute im Osten – Jüdisches Leben in Polen

Verstecken oder bleiben? Zwar gehören junge Jüdinnen und Juden in Polen zu einer winzigen Minderheit, aber unter ihnen wächst ein neues Selbstbewusstsein. Radek, Informatikstudent aus Warschau, hat erst vor kurzem von seiner jüdischen Abstammung erfahren. Er ist glücklich, seine Identität gefunden zu haben, lebt plötzlich streng religiös. Auch Patrycja und Eryc aus Wroclaw sind stolz auf ihre jüdischen Wurzeln, trauen sich aber nicht, sich öffentlich als Juden zu erkennen zu geben. Das junge Paar sieht für sich keine Zukunft in Polen, packt die Koffer für die Ausreise nach Israel.

Di., 1. Feb · 07:30-08:15 · PHOENIX
Berlin und Brandenburg unterm Hakenkreuz (1/2)

Die Hobbyfilmer besuchten den Berliner Zoo und durchstreiften das Havelland, sie filmten im legendären „Wintergarten“-Varieté und zur Kirchweihe in der Prignitz. Sie hielten die ersten Schwimmversuche der Tochter im städtischen Flussbad in Perleberg fest und hatten die Kamera bei der Hochzeitsreise im Paddelboot auf der Oder dabei. Doch bei aller Privatheit: die Politik ist allgegenwärtig in den Aufnahmen der Amateurfilmer: Beiläufig blitzt das NSDAP-Parteiabzeichen am Revers, auf jedem öffentlichen Gebäude, an jedem Ausflugsdampfer auf Havel oder Spree weht die Hakenkreuzfahne – und an beinahe jedem Wochenende gibt es irgendwo einen Nazi-Aufmarsch mit Marschmusik und Militärparade. Der erste Teil der Dokumentation von Jan Lorenzen „Berlin und Brandenburg unterm Hakenkreuz“ erzählt die Jahre von 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939. Er erzählt von einem Land, das glaubte, glücklich zu sein, von Menschen, die sich ihrer Nähe zum NS-Regime noch nicht schämten, von Familien, die Ausflüge machten und Feste feierten und von einer nahenden Katastrophe nichts zu ahnen scheinen – und das, obwohl der Nationalsozialismus in fast allen Aufnahmen präsent ist und auch der Krieg sich in vielen Bildern ankündigt: In den paramilitärischen Spielen der HJ und der Pimpfe, in den Übungen, um die Zivilbevölkerung im Umgang mit Brandbomben zu schulen, oder in Volksfesten, wie dem 800-Jahre-Stadtjubiläum von Perleberg, das unweigerlich in einer militärischen Parade endet. Bei aller scheinbaren Leichtigkeit entsteht das bedrückende Bild einer Gesellschaft auf dem Weg in einen Krieg, der alles verändern wird, durchdrungen vom Geist des Nationalsozialismus. Die zweiteilige Dokumentation zeigt seltene Farbaufnahmen aus Berlin und Brandenburg während der Zeit des Nationalsozialismus. Gedreht nicht von professionellen Wochenschaukameramännern, sondern von Hobbyfilmern jenseits der offiziellen NS-Propaganda. Private Bilder vom Alltag in Berlin und Brandenburg während der NS-Zeit, aufschlussreich und beklemmend.

Di., 1. Feb · 07:50-08:25 · WDR
Planet Schule: Respekt! Rassistisch – Ich doch nicht… Was Weißsein ausmacht

Viele weiße Menschen sehen ihr Weißsein gar nicht. Nicht-weiße Menschen dagegen erleben täglich, dass sie als „anders“ wahrgenommen und diskriminiert werden. Wie passt das zusammen? Ist die angebliche Farbenblindheit weißer Menschen ein Trick, um unbewussten Rassismus zu verschleiern? Rassismus in Deutschland galt lange als kleines Nischen-Problem. Und viele – weiße – Menschen denken, dass die Hautfarbe eines Menschen hierzulande gar keine Rolle spielt. Dabei ignorieren sie, dass ihr Weißsein mit großen Privilegien verbunden ist. Sie blenden die verbreitete rassistische Diskriminierung nicht-weißer Personen aus und merken nicht, dass sie selbst sich oft unbewusst rassistisch verhalten. Respekt-Moderatorin Christina Wolf fragt sich, wie ihr Weißsein ihre Weltsicht prägt. Wie privilegiert ist sie, wie weiß ist ihr Denken und was macht das mit ihrem Verhalten? Im öffentlichen Leben herrscht meist Weiß-Sein vor. Ob im Fernsehen, in der Politik oder in der Kirche. Gott, Jesus und Maria werden meistens als Weiße dargestellt. Über die Folgen von weißem Denken – Alltags-Diskriminierung in Schule, Job, Öffentlichkeit – spricht Christina Wolf mit dem schwarzen Musikjournalisten Malcolm Ohanwe, der auf Twitter zum Nachdenken übers Weißsein auffordert. Und mit dem weißen Ex-Polizisten Thomas Müller, der gegen rassistisches Denken bei aktiven Polizisten ankämpft.

Di., 1. Feb · 08:15-09:00 · PHOENIX
Berlin und Brandenburg unterm Hakenkreuz (2/2)

Der zweite Teil der Dokumentation „Berlin und Brandenburg unterm Hakenkreuz “ von Jan Lorenzen erzählt vom Alltag in Berlin und Brandenburg, der zwischen 1939 und 1945 immer mehr zum Kriegsalltag wurde. Bilder voller Gegensätze: Während Leutnant Edgar Forsberg aus Berlin-Halensee seine Kamera mit an die Front nimmt und im polnischen Besatzungsgebiet beobachtet, wie die jüdische Bevölkerung drangsaliert und deportiert wird, choreografiert Hanns Burscher aus Berlin-Schöneberg seine Familie für eine slapstickartige Weihnachtsinszenierung. Während im Brandenburgischen die ersten Zwangsarbeiter aus Frankreich bei der Ernte helfen, werden in Berlin die Luftschutzübungen intensiviert. Während in Stalingrad die 6. Armee unter General Paulus ihrem Untergang entgegensieht, inszeniert der Kameramann Bruno Mondi auf dem Potsdamer Studiogelände eine Schneeballschlacht mit ein paar Freunden – wohl ein Farbfilmtest für den nächsten NS-Durchhaltefilm, bei dem er wieder hinter der Kamera stehen wird. Das Grauen, dass Berlin und Brandenburg während des Krieges erreicht, zeigen die privaten Filmaufnahmen nicht. Bombenangriffe und deren Folgen zu dokumentieren, ist strengstens verboten und kann als Wehrkraftzersetzung oder Spionage mit dem Tode bestraft werden. Ab 1943 wird es für die Amateurfilmer zudem fast unmöglich, an Farbfilmrollen zu kommen. Die letzten bekannten Aufnahmen entstehen im März oder April 1945 an der Oder bei Hohenwutzen, kurz vor dem Angriff der Roten Armee, der den Untergang des Nationalsozialismus besiegeln wird.

Mi., 2. Feb · 22:15-23:00 · RBB
Als Botschafter bei Hitler

Nach der Machtübernahme Hitlers beobachtet das Diplomatische Korps in Berlin, wie die neue Regierung den gesamten Staatsapparat unter ihre Kontrolle bringt. Die Botschafter berichten regelmäßig nach Hause. In ihren Berichten spiegeln sich Angst, Sorge und Abscheu wider, aber auch Faszination und Opportunismus. Manche Warnung, gerade auch vor der deutschen Aufrüstung, stößt auf taube Ohren. Im Juli 1933, wenige Monate nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, kommt William E. Dodd mit seiner Familie nach Berlin. Seine Ernennung zum Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika durch Präsident Roosevelt sorgt für allgemeine Überraschung. Als Historiker und Universitätsprofessor hat er keinerlei Erfahrung mit der Diplomatie und kennt nicht ihre sprachlichen Codes. In der französischen Botschaft beobachtet unterdessen der erfahrene Diplomat André François-Poncet bereits seit zwei Jahren den Aufstieg der NSDAP, deren Propaganda es zunehmend gelingt, ein krisengeschütteltes Volk für sich zu begeistern. Innerhalb weniger Monate bringen die Nationalsozialisten zwar den gesamten Staatsapparat unter ihre Kontrolle, in den diplomatischen Kreisen jedoch fühlen sie sich nicht recht wohl – abgesehen von ein paar wenigen, darunter Hermann Göring oder der Gestapo-Chef Rudolf Diels, die bald zu gern gesehenen Gästen bei den mondänen Botschafts-Diners werden. Hitler selber erscheint nur selten. Die zahlreichen Empfänge werden immer mehr zum Tummelplatz für Spione, zum Schauplatz für Intrigen, Liebeleien, Informationen. William E. Dodds Tochter Martha beginnt gar Affären mit SS-Männern und Sowjet-Attachés. Bis zum Kriegsausbruch 1939 beobachten die Diplomaten den Aufstieg der NS-Diktatur mit einer Mischung aus Angst, Sorge und Abscheu, aber auch Faszination und Opportunismus, und berichten in ihre Hauptstädte. Manche Warnung, gerade auch vor der deutschen Aufrüstung, stößt dort auf taube Ohren. Die Autoren Pierre-Olivier François und Jean-Marc Dreyfus haben geheime Botschaftsberichte, Tagebücher und Erinnerungen ausgewertet und konnten auch zahlreiche neue Quellen nutzen, darunter das Privatarchiv der Familie François-Poncet. „Als Botschafter bei Hitler“ liefert anhand eines facettenreichen Personentableaus eine ungewöhnliche Innenansicht des „Dritten Reichs“ und stellt aus einer neuen Perspektive die entscheidenden Fragen jener Jahre: „Wie konnte es dazu kommen? Hätte Hitler gestoppt werden können? Wie hat alles begonnen?“

Mi., 2. Feb · 23:00-23:45 · WDR
Als Olympia die Unschuld verlor – Die Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen

Die IV. Olympischen Winterspiele von Garmisch-Partenkirchen waren die ersten Winterspiele der Superlative. Eine halbe Million Menschen kamen aus aller Welt, um im Schatten der Zugspitze den 646 Athleten aus 28 Nationen bei ihren Wettkämpfen zuzusehen. Nie zuvor hatten Winterspiele derartige internationale Aufmerksamkeit und derartiges Zuschauerinteresse geweckt. Die Wintersportstars der Zeit wie Christl Cranz, Willy Bogner, Birger Ruud oder Sonya Henie begeisterten die Massen. Für die Nationalsozialisten aber waren die Winterspiele vor allem eins: die Möglichkeit, sich der Weltöffentlichkeit als vermeintlich tolerantes, weltoffenes und erfolgreiches Regime zu präsentieren. Und dies angesichts einer ernst zu nehmenden internationalen Boykott-Bewegung, die angesichts der nationalsozialistischen Rassenpolitik für ein Fernbleiben von den Spielen eintrat. Damit waren die Spiele von Garmisch-Partenkirchen auch der entscheidende Testlauf für die Sommerspiele in Berlin. Und nachdem vor allem die USA sich zur Teilnahme an den Spielen entschlossen hatte und die gesamte Olympische Familie folgte, wurden sie zum internationalen Propagandaerfolg und Triumph für die nationalsozialistischen Gewaltherrscher. Der französische Botschafter André Francois-Poncet kabelte von der Zugspitze nach Paris: „Alle Welt ist begeistert.“ Goebbels notierte in seinem Tagebuch: „Das haben wir gut gemacht. Viel Arbeit hat’s gekostet. Doch hat es sich gelohnt.“ Rudolf Heß schrieb: „Wir hätten es nicht besser einrichten können, wenn wir selbst das Schicksal zu beeinflussen gehabt hätten.“ Die Nazis feierten ihren ersten weltweiten PR-Coup. Heute sind die Winterspiele von 1936 in der Öffentlichkeit weitgehend vergessen. Die Dokumentation schließt zum 80. Jahrestag diese Lücke und erzählt die Geschichte der Winterspiele neu: ihre politische Vorgeschichte, ihre Bedeutung für die Etablierung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, ihre sportliche Geschichte im Zeichen des Hakenkreuzes. Wären die Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen gescheitert, hätten die internationale Gemeinschaft und die olympische Familie die Spiele in Garmisch boykottiert, hätte es auch kein „Fest der Völker“ im Sommer 1936 in Berlin gegeben.

Do., 3. Feb · 23:45-01:15 · HR
Die Ungewollten – Die Irrfahrt der St. Louis

Ein altes Grammofon, Briefe und ein Tagebuch. Auf dem Dachboden einer Hamburger Villa lag jahrelang unentdeckt eine alte Seekiste, der Nachlass von Gustav Schröder. Er war Kapitän auf dem Transatlantik-Passagierschiff der HAPAG, der „St. Louis“. Sein Name erinnert in der Internationalen Holocaust Gedächtnisstätte Yad Vashem in Jerusalem an die dramatischen Ereignisse an Bord der „St. Louis“. Voller Zuversicht verlassen 937 jüdische Flüchtlinge 1939 den Hamburger Hafen. Nazi-Deutschland hinter sich, die Freiheit vor sich. Ein Visum für Kuba verspricht ein Leben ohne Angst. Doch Havanna verweigert die Einreise. Kapitän Schröder nimmt Kurs auf die USA. Auch Washington lässt die „St. Louis“ nicht in einen sicheren Hafen. Als auch noch Kanada die Aufnahme verweigert, gerät die Fahrt in die Freiheit zur Odyssee auf dem Atlantik. An Bord machen die Worte Selbstmord und Meuterei die Runde. Knapp einen Monat nach dem Verlassen des Hamburger Hafens läuft die „St. Louis“ in Antwerpen (Belgien) ein. Fast ein Drittel der Passagiere werden in den folgenden Jahren von den Nazis ermordet. Die größte Krise mit Geflüchteten in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg und aufkeimender Antisemitismus lassen die Ereignisse an Bord der „St. Louis“ erschreckend aktuell erscheinen. 2019 erinnerte die „Washington Post“ an die Ereignisse aus dem Jahr 1939, Kanadas Premierminister Justin Trudeau entschuldigte sich bei den Familien der jüdischen Geflüchteten, die einst von Kanada abgewiesen wurden.

Fr., 4. Feb · 20:15-22:05 · 3sat
Ein Dorf wehrt sich

Ein kleines Dorf gegen den Rest der Welt: In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wagen die Bergarbeiter von Altaussee den Aufstand gegen den nationalsozialistischen Irrsinn. Dieser droht ihre Existenzgrundlage, die Salzmine, zu zerstören. Die Bergleute retten neben dem Salzbergwerk auch den größten zusammengeraubten Kunstschatz Europas vor der sicheren Vernichtung. Altaussee im April 1945: Die Freunde aus Kindertagen – Sepp Rottenbacher, Bergarbeiter in der Salzmine, und Franz Mitterjäger, Schuhmacher des Ortes – hoffen auf ein baldiges Kriegsende. Während Franz, der unter Beobachtung der Gestapo steht, mit seiner Frau Elsa jungen Dorfbewohnern hilft, zu desertieren und im Gebirge zu überleben, hält sich Sepp aus allem heraus. Elsa wirft ihm mangelnde Distanz zu den Nazis, Feigheit und Untätigkeit vor. Sepp muss mit den anderen Bergleuten die von den Nazis in ganz Europa geraubten weltberühmten Kunstwerke in das Salzbergwerk in Altaussee schaffen. Er kann zwar seinen Freund zunächst noch vor einer Verhaftung warnen, dennoch wird Franz vor den Augen seiner Frau auf der Flucht erschossen. Die Nazis verweigern das Begräbnis von Franz Mitterjäger. Doch wenn es um einen der ihren geht, halten die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner – auch Elsa und Sepp – zusammen und erzwingen eine würdige Beerdigung. Mit dem Nahen der Alliierten spitzt sich die Situation zu. Der fanatische Gauleiter Eigruber lässt kurz vor der Kapitulation Fliegerbomben in die Stollen bringen, um den Berg und seine Schätze lieber zu sprengen, als dem Feind zu überlassen. Nicht nur den wertvollen Kunstwerken droht die Vernichtung, sondern auch der Existenzgrundlage des Dorfs: dem Salzbergwerk.

Mo., 7. Feb · 22:25-00:15 · 3sat
Von Werra

Franz von Werra war Jagdflieger, Kriegsheld und Star der Nazi-Medien. 1941 geriet er nach einer Bruchlandung in britische Kriegsgefangenschaft. Nach mehreren Versuchen gelang ihm als einzigem deutschen Piloten die Flucht und die Rückkehr nach Deutschland. 1958 wurde sein Leben unter dem Titel „Einer kam durch“ mit Hardy Krüger verfilmt. – Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Lebensgeschichte des Piloten. Ursprünglich war von Werra Schweizer und stammte aus einer verarmten Walliser Adelsfamilie. Zusammen mit seiner Schwester war er als Kind von einem deutschen Baron adoptiert und standesgemäß erzogen worden. Werner Schweizer machte sich zusammen mit Hardy Krüger auf Spurensuche. Anhand von Dokumentarmaterial und Ausschnitten aus dem Spielfilm „Einer kam durch“ rekonstruiert er von Werras Lebensgeschichte.

Di., 8. Feb · 00:00-01:20 · MDR
Der schwarze Nazi

Sikumoya Mumandi (Aloysius Itoka) lebt in Leipzig mit seiner deutschen Freundin Moni (Judith Jacobs) und bereitet sich in einem Kurs auf seinen Einbürgerungstest vor. Er kam vor Jahren als politischer Flüchtling aus dem Kongo, spricht inzwischen sehr gut Deutsch, ist Liebhaber der Werke von Goethe und Schiller und schätzt Deutschland als Hort der Kultur. Auf dem Weg zum Einbürgerungskurs kommt er an einem Informationsstand der „Nationalen Patrioten Ost“ (NPO) vorbei. Gegen die Partei läuft ein Verbotsverfahren wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen. Nicht nur bei dieser Gelegenheit wird er mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert. In der Straßenbahn wird er unverhohlen angestarrt, auf dem Arbeitsamt zum „ordentlichen“ Lernen aufgefordert, und auch die Eltern seiner Freundin, die ein Kind von ihm erwartet, begegnen ihm mit Ablehnung und starken Vorurteilen. Er reagiert darauf, indem er sich noch stärker an vorgeblich typisch deutscher Kultur orientiert: eine Deutschlandfahne an der Wand, Thüringer Rostbratwurst zum Mittag und hartes Sprachtraining, um seinen Akzent abzustreifen. Doch dann wird er von Neonazis auf der Straße beschimpft, verfolgt und zusammengeschlagen und kommt ins Krankenhaus. Im Koma geschieht die groteske Verwandlung: Als Sikumoya erwacht, ist er der „perfekte Deutsche“ und sympathisiert mit der NPO. Deren Chef Dirk Eberlein (Bernd-Michael Baier) verpflichtet ihn als „Integrationsbeauftragten“ der Partei. Mit diesem geschickten Schachzug will er den Rassismus kaschieren und dem Verbotsverfahren die Grundlage entziehen. Doch Sikumoya funktioniert nicht als Marionette, sondern überholt die Neonazis noch von rechts. Durch sein umfangreiches Wissen über Deutschland und seine im Koma erwachte Radikalität kann er sogar einen Teil der Rechtsextremen auf seine Seite ziehen. Während seine Freundin Moni versucht, ihn mit allen Mitteln wieder zur Vernunft zu bringen, startet er mit Unterstützung seiner neuen Kameraden Aktionen, um alles „Undeutsche“ von den Straßen zu tilgen. So führen sie bei Passanten Passkontrollen und Integrationstests durch. Doch als Sikumoya beginnt, seine Vorstellungen vom „Deutschsein“ gegen die Nazis selbst zu wenden und ihnen den sächsischen Dialekt abtrainieren will oder einzelne Kameraden als „Undeutsche“ ausschließt, kommt es zum Showdown mit überraschendem Ausgang.

Mi., 9. Feb · 22:15-23:00 · RBB
Die alte Neue Rechte

Wer sich heute demonstrativ rechts verortet, stellt die Werte einer offenen und liberalen Gesellschaft in Frage. Der Film von Autor und Regisseur Falko Korth hinterfragt Geschichte und Gegenwart der sogenannten „Neuen Rechten“: Woher sie kommen, was sie denken und wohin sie wollen. Woher kommen die Ideen der sogenannten Neuen Rechten? Auf wen berufen sich ihre Akteure? Was sind ihre Thesen? Die Dokumentation von Autor und Regisseur Falko Korth zeichnet die Kontinuität völkisch-nationalistischer Denktraditionen in Deutschland und Frankreich nach und zeigt, dass die heutigen „neuen“ Rechten nicht aus dem Nichts heraus entstanden sind. Wichtiger Bezugspunkt sind die Schriften Armin Mohlers, der in den Nachkriegsjahren der Bundesrepublik mit seinem Werk zur „Konservativen Revolution“ zum meinungsstarken Vertreter rechtskonservativer Kreise aufstieg. Der radikale Ernst Jünger und mit ihm Männer wie der Jurist Carl Schmitt und der Philosoph Oswald Spengler sind heute dank Mohler Säulenheilige der Neuen Rechten. Armin Mohlers Ideen beeinflussen auch die französischen Nouvelle Droite um Alain de Benoist. Er gründet 1968 mit Gleichgesinnten GRECE, eine neofaschistische Denkfabrik. Das Ziel: die „Kulturrevolution von rechts“. Die „Neuen Rechten“ geben sich modern und intellektuell, doch hinter der Fassade stecken altbekannte antidemokratische bzw. rassistische Denkmuster.

Do., 10. Feb · 20:15-21:45 · RBB
Elser

Am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Pult, an dem Hitler seine Jubiläumsrede hielt, eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der festgenommene Mann ist Georg Elser, ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe und dem Gestapochef Heinrich Müller zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist – dass der Mann, den er töten wollte, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht und die Geschichte seiner Tat schildert. Er wird gefoltert, weil Nebe und Müller ihm nicht glauben, dass er seine Tat ganz allein beging. Nach den Verhören kommt er in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau, wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird – nur wenige Tage vor Ende des Krieges. Wer war dieser Mann, der aus einfachen Verhältnissen kam, der aber die Gefahr, die von Hitler ausging, deutlicher erkannte als die meisten anderen? Der bereit war zu handeln, als diese anderen mitliefen oder schwiegen? Regisseur Oliver Hirschbiegel und die Autoren Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer erzählen die packende Geschichte eines Handwerkers, der trotz schwerster innerer Konflikte in Kauf nahm, durch seine Tat auch andere Menschen zu töten als denjenigen, dem sie eigentlich galt.

Fr., 11. Feb · 09:30-10:00 · ARD-alpha
RESPEKT: Mut und Moral – Was wir von Sophie Scholl lernen können

Mit Flugblättern klärte die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ die Menschen über die Verbrechen Nazi-Deutschlands auf. Sophie Scholl und fünf weitere Widerstandskämpfer bezahlten ihren Mut mit dem Leben. Die RESPEKT-Reportage fragt zum 100. Geburtstag Sophie Scholls, wieviel die Botschaft der Weißen Rose heute noch zählt. Die „Weiße Rose“ prangerte ab Juni 1942 die Verbrechen der Nationalsozialisten an und rief zum Widerstand auf. Der innere Kreis der Gruppe bestand aus den Geschwistern Hans und Sophie Scholl, den befreundeten Studenten Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf sowie dem Universitätsprofessor Kurt Huber. Insgesamt 6 Flugblätter verfasste die Widerstandsgruppe, verschickte sie massenhaft per Post in ganz Deutschland und verteilte sie heimlich. Ein Flugblatt gelangte nach England, wurde dort millionenfach vervielfältigt und 1943 von Flugzeugen der Royal Airforce über ganz Deutschland abgeworfen. Ihren Mut bezahlten alle 6 Mitglieder des inneren Kreises der Weißen Rose mit dem Leben: Sie wurden entdeckt und nach Schnellverfahren 1943 hingerichtet. Respekt-Moderatorin Sabine Pusch macht sich auf Spurensuche: Wo in München finden sich noch Erinnerungen an die Widerstandsgruppe – und gibt es auch heute noch Menschen, die sich ähnlich couragiert wie die Geschwister Scholl für Menschenrechte einsetzen, obwohl sie sich damit in Todesgefahr bringen? Beispiele für solchen Mut finden sich weltweit: Die Menschenrechtsaktivistin Malala Yousafzai aus Pakistan überlebte 2012 ein Attentat schwer verletzt, trotzdem setzt sich bis heute für Kinder- und Frauenrechte ein. Chelsea Manning aus den USA gab 2010 Geheiminformationen über schwerste Menschenrechtsverletzungen durch US-Soldaten während der Kriege in Irak und in Afghanistan sowie im Gefangenenlager Guantanamo an Wikileaks weiter. Wegen Hochverrats drohte ihr die Todesstrafe. 2013 wurde sie zu 35 Jahren Haft verurteilt. Seit ihrer Begnadigung 2019 setzt sich Chelsea Manning weiter für Menschenrechte ein. Aber auch in Deutschland trifft Moderatorin Sabine Pusch Menschen, die sich mutig für die Demokratie engagieren, auch wenn das nicht ungefährlich ist. Trotz Gewaltandrohungen und gewalttätigen Einschüchterungsversuchen setzen sich etwa in Berlin Menschen für die Demokratie und gegen Neonazi-Gruppen ein. Die Respekt-Reportage zeigt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Engagement unter Todesgefahr gegen den Nationalsozialismus und für Menschenrechte damals vor 75 Jahren und heute.

Fr., 11. Feb · 09:45-11:20 · arte
Die Nazis, die Arbeit und das Geld

Der Dokumentarfilm basiert auf neueren wissenschaftlichen Forschungen der Professoren Adam Tooze von der Columbia University, Richard Overy von der University of Exeter, Frank Bajohr vom Institut für Zeitgeschichte in München und der Privatdozentin Marie-Bénédicte Vincent von der Universität von Angers. Sie zeigen in ihren Forschungen zur NS-Zeit, welch treibende Rolle wirtschaftliche Aspekte für das Familienleben, die Arbeitswelt und die Kriegsführung im Deutschen Reich gespielt haben. Animationen im Stil der Collage-Kunst der 30er Jahre veranschaulichen die außerordentlichen Währungsmanipulationen der Nationalsozialisten. Damit wird der Blick auf einen bisher wenig beachteten Kriegsschauplatz gelenkt, nämlich auf die Fabriken des Deutschen Reichs, auf die Sparbücher der deutschen Familien, die Planungsbüros der Manager und kaum bekannte Protagonisten, die agierten: der Generalfeldmarschall und Staatssekretär in Görings Reichsluftfahrtministerium Erhard Milch (1892-1972) etwa, der die gesamte Luftfahrtindustrie umstrukturierte und bereits 1954 aus der lebenslänglichen Haft entlassen wurde; der NSDAP-Gauleiter von Thüringen Fritz Sauckel (1894-1946), der in seiner Funktion als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz für die Zwangsarbeit von Millionen von Menschen verantwortlich war und in Nürnberg hingerichtet wurde; oder SS-Mann Herbert Backe (1896-1947), der als Reichsminister und Leiter des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die rigide kriegswirtschaftlich und rassenideologisch begründete Hungerpolitik in Osteuropa plante und organisierte und sich in Nürnberg durch Suizid der Verantwortung entzog. Der Dokumentarfilm zeigt, wie die Nationalsozialisten ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild in allen Bereichen der Großindustrie, der Landwirtschaft und der Finanzwelt implementieren konnten. Sie schufen damit ein abscheuliches, auf Währungsmanipulation, Gewalt, Raub und Völkermord beruhendes Wirtschafts-„Modell“, das nur durch Krieg und Unterdrückung funktionierte und zur Zerstörung Europas führte.

Fr., 11. Feb · 11:20-12:15 · arte
Algerien 1943. Der Betrug an den Juden

Algier, im Juni 1940: Während Frankreich kurz vor dem militärischen Aus stand und die Pariser Bevölkerung vor der vorrückenden deutschen Wehrmacht floh, blieb die algerische Hauptstadt von Luftangriffen und deutscher Besatzung verschont. Das von Frankreich beherrschte Algerien schloss sich vom Sommer 1940 bis zum Sommer 1943 mit großer Begeisterung der vom Vichy-Regime unter Marschall Philippe Pétain propagierten „Révolution nationale“ an. Dieses Frankreich sollte General Maxime Weygand repräsentieren, während des deutschen Vormarschs Oberbefehlshaber der französischen Armee, dann Verteidigungsminister unter Pétain. Anfang Oktober 1940 wurde er zum obersten Vertreter der Pétain-Regierung in Nordafrika ernannt. Er sollte die Politik von Vichy umsetzen, angefangen bei der strengen Anwendung des sogenannten „Judenstatuts“, dem in Algerien die Aufhebung des Décret Crémieux vorausging. 1870 hatte dieses Gesetz, benannt nach Adolphe Crémieux, die algerischen „eingeborenen Israeliten“, wie es hieß, zu französischen Staatsbürgern erklärt. Durch die Aufhebung wurden die Juden aus der Armee und von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen: Lehrer, Richter, aber auch Journalisten und Filmschaffende. Neue Gesetze legten Quoten für Ärzte und Rechtsanwälte fest. 3.500 jüdische Beamte wurden entlassen. Auch jüdische Schüler und Studenten waren von erniedrigenden und diskriminierenden Maßnahmen betroffen. Immer wieder wurden Aktionen „zur Säuberung der nationalen Gemeinschaft“ gefordert. Nach der erbarmungslosen Logik, Juden vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen, organisierte Algier – genau wie die Vichy-Regierung – die Beschlagnahmung und „Arisierung“ von Unternehmen, Vermögen und Wertgegenständen der Juden. Zudem errichtete die Vichy-Regierung mehrere Konzentrationslager in Algerien. In Bedeau, südlich von Sidi Bel Abbès, wurden die ersten jüdischen Zwangsarbeiter interniert. Nach der Landung der Amerikaner im November 1942 erwarteten viele die Abschaffung des sogenannten „Judenstatuts“, doch dies geschah zunächst nicht. Erst knapp ein Jahr später, im Oktober 1943, annullierte Charles de Gaulle schließlich die Abschaffung des Crémieux-Dekrets. Gegen den hartnäckigen Widerstand seitens der europäischen Bevölkerung, die weiterhin auf ihren Privilegien beharrte.

Fr., 11. Feb · 20:15-22:40 · ProSieben
Er ist wieder da

70 Jahre nach Kriegsende taucht Adolf Hitler plötzlich wieder in Berlin auf. Die Leute halten ihn aber für einen Comedian und ein TV-Sender versucht, mit ihm groß rauzukommen.

Sa., 12. Feb · 07:30-08:00 · SWR
Engel fragt: Deutschrap – hohl und sexistisch?

Sexismus sei die DNA des Rap, heißt es oft in der Szene. Während anderswo frauenverachtende oder homophobe Sprüche geschäftsschädigend sein können, gilt Sexismus im Rap als Erfolgsgarant. Doch mittlerweile gibt es immer mehr kritische Stimmen aus der Szene selbst, die sich dagegen wehren, dass diskriminierende oder frauenverachtende Zeilen als „Kunst“ beschwichtigt werden.

So., 13. Feb · 16:10-17:05 · arte
Gabriele Münter – Pionierin der Moderne

Gabriele Münters Werk entstand in geschichtlich turbulenten Zeiten: die beiden Weltkriege; die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten Kandinsky, der 1914 kriegsbedingt in seine russische Heimat zurückging, wo er 1917 – entgegen seinem Eheversprechen an Münter und ohne deren Wissen – die junge Russin Nina Andrejewskaja heiratete und nach der Oktoberrevolution vier Jahre lang Führungsfunktionen in kunstpolitischen Gremien der jungen Sowjetmacht übernahm; die Zwischenkriegszeit im Zeichen von Inflation und Wirtschaftskrise. In der Nazizeit dann konnte die Künstlerin ab 1937 überhaupt nicht mehr ausstellen, da die Avantgarde als „entartete Kunst“ diffamiert wurde. Die 60-Jährige stand vor dem Nichts, doch im Keller ihres Hauses in Murnau, in dem sie von 1909 bis 1914 zusammen mit Kandinsky gelebt und gearbeitet hatte, versteckte sie neben den eigenen Arbeiten Kandinskys zurückgelassene Werke und die der gemeinsamen Freunde vom „Blauen Reiter“. So rettete sie diese wegweisenden Werke der modernen Kunst vor dem Zugriff der Nazis. Gestützt auf Interviews und persönliche Schriften, beschreibt die Dokumentation die Entwicklung der Malerin im Deutschland der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigt, wie sie als Frau in die männlich dominierte Welt der Kunst vordrang. Gabriele Münters Biografie gibt Einblick in den schwierigen Übergang zwischen zwei grundlegenden Strömungen der modernen europäischen Malerei: dem Impressionismus und dem Expressionismus.

Mo., 14. Feb · 20:15-21:55 · arte
Lemon Tree

Die verwitwete Palästinenserin Salma Zidane pflegt seit etlichen Jahren den alten Zitronenhain ihres verstorbenen Vaters, der im Westjordanland direkt an der Grenze zu Israel liegt. Durch den Zuzug des Verteidigungsministers Israel Navon und seiner Frau Mira in das Nachbarhaus werden die Zitronenbäume, die Salmas Leben bedeuten, plötzlich zum Problem. Der Geheimdienst sieht in dem Zitronenhain ein mögliches Versteck für Terroristen, die das Leben des Ministers und seiner Frau bedrohen könnten, und erwirkt durch einen Beschluss die Rodung der Plantage. Salma, die die Entscheidung nicht akzeptieren will, sucht nach Unterstützung und findet diese bei Anwalt Ziad Daud. Gemeinsam ziehen die beiden bis zum Obersten Gerichtshof Israels, um dem Beschluss entgegenzuwirken. Der Fall wird zum Politikum, das auch von der internationalen Presse Aufmerksamkeit erfährt, und findet in einem Vergleich ein Ende. Dieser besagt, dass die Hälfte der Zitronenbäume abgeholzt und der Rest bis zu einer gewissen Höhe gekürzt werden muss. Die starke Zuneigung, die sich zwischen Salma und Ziad entwickelt, wird von Außenstehenden bemerkt und bringt der Witwe Ärger ein. Während der gesamten Situation bringt allein Mira, die Frau des Ministers, Salma Verständnis entgegen, wobei auch ihr Verhältnis durch die unglücklichen Umstände begrenzt bleibt. Am Ende verlässt Mira ihren Mann, der in seinem neuen Haus, mittlerweile umgeben von einer Mauer, die an den halb gerodeten Zitronenhain grenzt, alleine zurückbleibt.
Bild: © Rainer Klausmann

Di., 15. Feb · 10:55-11:55 · SWR
Planet Wissen: Judenhass – Eine mörderische Ideologie

Laut einer aktuellen Studie denkt ein Viertel der Deutschen antisemitisch. Warum ist Antisemitismus (immer noch) so häufig und wie ist dieser unseligen Ideologie am besten beizukommen? Die Geschichte des Antisemitismus ist Jahrtausende alt und bis heute haben sich uralte Stereotype gehalten. Die Ideologie als Ganzes aber hat sich gewandelt, sie „modernisiert sich“ sozusagen unablässig. Aus der christlichen Judenfeindlichkeit des Mittelalters wurde im 19. Jahrhundert der rassistische Antisemitismus, der im Holocaust gipfelte. Heute „tarnt“ sich Judenfeindlichkeit häufig als Kritik an der Politik Israels. Gäste: Dr. Anette Seidel-Arpaci, PD Dr. Gideon Botsch