Tel Aviv stellt alle Partnerschaften gleich

Die Pride Week muss in diesem Jahr Corona-bedingt bescheiden ausfallen. Aber die Stadt Tel Aviv hat ein ganz besonderes Geschenk an die LGBTQ-Gemeinde. Bis auch der Staat im Jahr 2020 angekommen, so heißt es provokativ im Statement der Stadt, wird Tel Aviv tun, was zu tun ist, nämlich die Eintragung ALLER Partnerschaften gleichwertig anzuerkennen…

Ein großartiger Schritt, den so können alle Paare die Vorteile nutzen, die die Stadt verheirateten Paaren zuspricht, von Ermäßigungen für die Grundsteuern bis zur Registrierung der Kinder für Kindergärten und städtische Freizeit- und Kultureinrichtungen. Bürgermeister Ron Huldai erklärte: „Zu Ehren der Gay Pride Week haben wir beschlossen, die Regierung herauszufordern und die Registrierung einer Partnerschaft auf der Grundlage einer Erklärung zu ermöglichen“.

Damit sind nun sowohl LGBTQ-Paare gleichgestellt, wie auch Paare, die aufgrund unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in Israel bisher nicht heiraten können. Auch säkulare Paare, die nicht im Rabbinat heiraten wollen, können ihre Partnerschaft nun registrieren.

Initiiert wurde die Registrierung von Meretz-Stadtratsmitglied Etai Pinkas-Arad. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte er angekündigt, dass die Stadt die Möglichkeit prüfe, Lebensgemeinschaften zu registrieren und sogar standesamtliche Ehen zu ermöglichen.

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