Das Zeugenhaus: Fiktion und Realität

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Zum ZDF Fernsehfilm der Woche…

Die junge Gräfin Kalnoky, Repro: jgt-archiv„Nürnberg 1945: Zu Beginn der Kriegsverbrecherprozesse richten die US-Amerikaner in einer beschlagnahmten Villa ein Gästehaus ein. Hier werden ehemalige NS-Funktionäre und enge Vertraute der Angeklagten, aber auch KZ-Überlebende und Regimegegner untergebracht, die als Zeugen auf ihre Vernehmung oder ihre Aussage warten. Während draußen die Welt über Deutschland zu Gericht sitzt, wohnen im Zeugenhaus Täter, Opfer und Mitläufer unter einem Dach zusammen. Als Gastgeberin soll die eigens dafür engagierte Gräfin Belavar (Iris Berben) mit festen Hausregeln und gepflegter Konversation eine kultivierte, harmonische Atmosphäre unter den Hausbewohnern schaffen.“ So kündigt das ZDF seinen „Fernsehfilm der Woche“ Das Zeugenhaus (Montag, 24. November, 20.15 Uhr) an: Ein Fernsehfilm auf der Grundlage eines „einzigartigen historischen Stoffs“, der „als modern gestaltetes Ensemble-Drama mit prominenter Besetzung“ inszeniert wurde.

Mit einem Team der Medienwerkstatt Franken besuchte unser Autor 1996 – kurz vor ihrem Tod – die echte Gräfin, Ingeborg Kalnoky, in Cleveland (Ohio). Hier können Sie seinen Bericht „Brisante Wohngemeinschaft: KZ-Häftlinge und Nazis unter einem Dach“ lesen.

Die Medienwerkstatt Franken drehte das einzige TV-Interview mit der Zeitzeugin. Das Feature „Das Zeugenhaus – Die Gräfin und die Nazi-Schergen“ sehen Sie hier:

[vimeo]http://vimeo.com/59720837[/vimeo]

Foto: Die junge Gräfin Kalnoky, Repro: jgt-archiv