Israel plant „Kriegsverbrechen“ während Obama-Besuch

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Während des dreitägigen Besuches von US-Präsident Barack Obama in Nahost plant Israel ein „Kriegsverbrechen“ gegen Palästinenser. Am Donnerstag Abend wird bei einem Galadinner, zu dem Staatspräsident Schimon Peres 120 Gäste zu Ehren von Obama geladen hat, Humus (Kichererbsenbrei) und Felafel (in Fett gebackene Kichererbsen) serviert, „typisch israelische Speisen“, wie israelische Zeitungen berichten…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 17. März 2013

In der arabischen und palästinensischen Presse ist ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen. Der Nachrichtendienst Palestine-online schreibt: „Falafel ist eine der ältesten Speisen des palästinensischen Volkes. Doch jüdische Gruppen behaupten, dass Falafel und Humus Teil des jüdischen Kulturerbes seien. Das ist ein verzweifelter Versuch, die öffentliche Weltmeinung zu beeinflussen.“ Palestine Online vergleicht diesen „Diebstahl“ des „Erbes der palästinensischen Küche“ mit jüdischen Behauptungen, wonach die Heiligen Stätten in Jerusalem Teil der jüdischen Geschichte seien.

Die Zeitung Al-Quds beklagt diesen „weiteren Versuch, den Palästinensern die Identität und ihr Erbe wegzunehmen“. Die Zeitung vergleicht das Vorgehen der Juden mit der Änderung der Namen palästinensischer Städte und Landstriche. Gemeint ist die Verwendung biblischer Namen wie Sichem für Nablus und Jerusalem für Al-Quds. Die Zeitung gesteht, dass „einige“ Juden aus arabischen Ländern (immerhin ein Drittel der Israelis) schon Humus, Tahini und Felafel gekannt und gegessen hätten. Dennoch versuche die israelische Regierung „gezielt, arabisches Erbe zu stehlen.“

Der bekannte Aktivist Ali Abunimah beschreibt auf der radikalen palästinensischen Propaganda-Plattform “Electronic Intifada” die Vorgeschichte zu dem nationalistischen Kampf um den Humus. So habe der Chefkoch des US-Präsidenten, Cristeta (Cris) Comerford, in einem Interview mit der israelischen Zeitung Haaretz während des amerikanischen Wahlkampfes den jüdischen Wählern zeigen wollen, wie sehr Obama die Israelis „liebe“. Er habe eine besondere Vorliebe für „jüdische und israelische Speisen“. Deshalb werde im Weißen Haus häufig Humus bereitet, das „moderne Manna“ der Bibel.

Abuminah beklagt, dass mit keinem Wort die palästinensischen, libanesischen, syrischen oder anderen „eingeborenen arabischen“ Einflüsse dieser Speise mit Zutaten wie Sesampaste und Fladenbrot erwähnt worden seien. Vielmehr sei alles in „jüdische Speisen“ umgewandelt worden, um „zionistische Ereignisse“ zu feiern. Abunimah bezichtigt die Israelis eines „Kriegsverbrechens“, wenn sie Humus essen.

Der nahöstliche Humus-Krieg hat eine längere Vorgeschichte. Als Israelis vor einem Jahrzehnt in britischen Supermärkten Humus mit der Aufschrift „Israelische Nationalspeise“ verkauften, wandten sich die Palästinenser erfolglos an die UNO, um Humus als ihre Nationalspeise patentieren zu lassen, so wie Feta-Käse griechisches Nationaleigentum ist. Auch der Libanon reichte eine Klage ein. Später holte sich der Libanon den Weltrekord, indem in Beirut eine Keramikschüssel mit einer Tonne Humus gefüllt worden ist. Doch die Eintragung bei Guinness hielt nicht lange. In Israel wurde kurz darauf eine Satellitenschüssel mit zwei Tonnen Humus gefüllt.

Wie bei anderem nahöstlichen Konfliktstoff ist eine „Lösung“ für diesen Streit nicht in Aussicht, zumal es um die Nationalehre geht. Und gemäß dem üblichen Schema erweisen sich mal wieder die USA als Handlanger der Zionisten.

In den palästinensischen Gebieten kam es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen gegen den unerwünschten Besuch Obamas in Ramallah und Bethlehem, unter anderem wegen den Kichererbsen.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

68 Kommentare

  1. @Dagon

    „Entschuldigung, aber was lernt man heute im Deutschunterricht, sowohl Sek. 1 und Sek. 2, inklusive Dialekte und Slangs?““

    Was Sie im Deutschunterricht gelernt haben, weiß ich nicht.
    Aber vielleicht wollen Sie uns das sagen?

    In der Linguistik jedenfalls wird jedenfalls nicht nur gepaukt, was Lehrpläne vorgeben, sondern auch geforscht und vor allem selbst gedacht.
    Und da ist MAN schon wesentlich über das Niveau der Sekunderstufen hinausgekommen…

    Vielleicht wollen Sie, Dagon, ja mal eine Entdeckungsreise ins Land der Rhizome und Sprachspiele, der Spuren und Differenzen wagen?

    • Hallo SchallundRauch,

      meine Äusserung war natürlich provokativ, sarkastisch und sogar zynisch gemeint, und ich weiß schon, daß der Stand der Linguistik weiter forgeschritten ist als das, was man in der Schule lernt; letzteres jedenfalls im Allgemeinen nicht der Stand der Forschung.

      Eigentlich widerspreche ich mich mit dem Hinweis auf Dialekte und Slang ja selber, zeigen jene ja gerade, dass es nicht „die Deutsche Sprache“ gibt, sondern per Duden „genormt“ wird. Und da ich aus NRW komme, weiß ich, wie unterschiedlich „die Deutsche Sprache“ sein kann (inkl. westfähisch Platt).

      Besten Dank (ernsthaft gemeint) für Ihren Tipp.

      Was mich zu meinem Kommentar bewogen hat war, schlicht und ergreifend, dass über das Absurde, wer welche Speise erfunden hat, gestreitet wird und das aus dem Blickfeld zu verschwinden scheint.

      Und U. Sahm ist U. Sahm, worüber man nicht disskutieren braucht 😉

      Haben Sie beruflich mit Linguistik zu tun? Ich selber interesiere mich für Literatur und Sprache, so dass ich einen kleinen Einblick habe.

      Besten Dank für Ihre Rückmeldung und erholsame Tage
      Dagon.

  2. Werter Dagon,

    letztes Jahr war ich viel auf Reisen, für Sie erwähnenswert wären meine Besuche in der arabischen Wüste und in Tibet. Leider gab es weder in Irem noch in Leng Zugang zum Internet, weswegen ich erst seit Kurzem wieder dem Besuch diverser Foren fröhnen kann. Welche Autoren mir vor diesem Jahr besonders zugesagt haben?

    Die Verlautbarungen des israelischen Aussenministeriums sind immer wieder lesenswert. Bedauerlicherweise kann ich Ihnen keine namentlichen Autoren nennen. Gewisse Artikel zu bestimmten Themen sind für mich von Berufs wegen interessant. Vor Jahren bin ich deshalb erst auf dieses Forum gestoßen.

    Weiter gab es einen Autor der über Vorkommnisse in Bayern berichtete, sein Name ist mir leider entfallen. Dessen Artikel waren recht interessant und gut geschrieben.

    Hingegen gefällt mir Herrn Sahms Schreib- und Recherchestil einfach nicht, um mal wieder den Bezug zum Artikel herzustellen. Aber ich lese ja auch keinen Focus, Stern oder Bild…

    Ach, TLV-01, wenn Sie mir meine Frage nach den Headshops in Tel Aviv beantworten können, werde ich nach etwaigen Nachfragen keine Kommentare mehr posten.

    Laila tov…

    • Werter Scytale,
      herzlichen Dank für Ihre interessante Rückmeldung.

      Die Verlautbahrungen des israelischen Aussenministeriums sind in der Tat sehr lesenswert.

      Mit den meisten Journalisten habe ich generell ein Problem, da sie mit ihrem „ungesunden Menschenverstand und Halbwissen“ berichten.
      Als Naturwissenschaftler fällt mir das sehr im Bereich des Wissenschaftsjournalismus auf.

      Ihnen alles Gute und erholsame Feiertage (ob Pessach oder Ostern 😉

      Grüße Dagon

  3. wie schön, dass man sich inzwischen über die Rechte am Humus streitet und nicht mehr über besetzte Gebiete. Das ist doch ein Fortschritt im „Nahostkonflikt“ – in Gänsefüßchen….;-)

  4. Lieber Uri,vielen Dank für Deine zahlreichen Hinweise. Insbes. für deinen Hinweis auf Publikative.org (den Beitrag von Floris Biskamp) und Deinen Kommentar, in dem Du auf die „öffentlich inszenierte eitle Geschichtsrevision“ hingewiesen hast. Diese eitle Geschichtsrevision, wie Du so treffend sagst, wird, so habe ich das Gefühl, immer schlimmer. Homann, Grass, Blüm, Baring etc. betreiben, jeder auf seine Weise, eitle Geschichtsrevision, indem sie die Juden als Tätervolk halluzinieren und setzten noch einen drauf, indem sie zahllose, moralisierende Belehrungen den Juden gen Israel entgegen bellen. Leider kann ich aus Zeitgründen nicht alles in voller Länge anschauen. Serdar Somuncu ist genial!! Volker Beck hat das Entscheidende angesprochen, in dem er auf diese elenden deutschen Entlastungsdiskurse, die alles nur noch viel schlimmer machen, hingewiesen hat. Wiebke Bruns hat am Ende gesagt, wir alle (unsere christlich deutsche Community) werden diese Hypothek nicht los. So ist es.

  5. @ Skytale,
    wenn hier alles so stümperhaft und vorhersehbar ist, dann würde ich vorschlagen, dass Sie sich ein anderes Forum suchen, wo Sie die Admins und ihre Stamm-Journalisten beleidigen können!
    Dringend..
    Danke!

    • Sparen Sie sich ihre Absoluta… Alles ist hier sicherlich nicht stümperhaft. Dieser Artikel vor einigen Wochen über einen kürzlich verstorbenen Rebbe in den besetzten Gebieten war äußerst lesenswert, wirklich.

      Ist dieser Jane etwa ein Administrator? Dann hat ja wirklich jemand den Eber zum Sauhirten gemacht… Und den Stamm-Journalisten habe nicht ich benässt, sondern er selbst, wie SchallundRauch in vorbildlicher Manier aufgezeigt hat, oder etwa nicht?
      Aufschiebbar..
      Gern geschehen!

    • Scytale:
      „Und den Stamm-Journalisten habe nicht ich benässt, sondern er selbst, wie SchallundRauch in vorbildlicher Manier aufgezeigt hat, oder etwa nicht?“

      Sehe ich nicht so, aber: Ich bin ja nur ein sporadischer Leser, der oftmals den Eindruck hat, dass auf andere Beiträge geantwortet wird als ich hier lese …

      Die Ironie-Diskussion finde ich von einigen Teinehmern jedenfalls genauso erheiternd wie den palästinensichen Anspruch auf die Speisen Humus und Falafel als genuien palästinensisch, wobei letzteres mich an den Streit der Erfindung der Rösties oder des Fondues erinnert…

      Aber wie es, sehr frei nach Tucholsky, mit der Ironie ist: Ironie ist, wenn 90% der Deutschen (oder einer anderen Nationalität oder Sym­pa­thi­santen, nach belieben vertauschbar) beleidigt auf ihrem Sofa sitzen.

  6. Jaja, Sahm der gute, alte Hobbyjournalist sorgt einmal wieder für Verwirrung mit seinen – vorsicht, Ironie – Artikeln. Aber es ist schön zu sehen, dass sich ein paar Dinge nie ändern werden: sinnfreie Popcornthreads bei haGalil mit dem unverbesserlichen Jane und dem Oberlehrer Pfeifer…

    By the way, ich hatte die Frage in einem anderen Thread schon einmal gestellt: Bald bin ich auf einer Hochzeit in Israel eingeladen und bei meinem letzten geschäftlichen Aufenthalt fielen mir in Tel Aviv Headshops auf, die so aussahen als ob dort auch Gras feilgeboten wird. Ist dem nun so oder nicht?

    Abgesehen von SchallundRauch (gute Schreibe;) sollten die übrigen Kommetatoren mal eins bedenken: Ob nun israelische Spezialität oder nicht, spätestens wenn dies köstliche Hummus den Weg durch den menschlichen – ob nun palästinenschen oder israelischen sei dahingestellt – Verdauungstrakt gegangen ist, sollten sich – vorsicht, Ironie – Diskussionen, wie die obige erübrigen.

    • @Scytale:
      „Jaja, Sahm der gute, alte Hobbyjournalist sorgt einmal wieder für Verwirrung mit seinen – vorsicht, Ironie – Artikeln.“

      Wer wäre denn, Ihren Meinung nach, auf Hagalil ein ernsthafter Journalist.

      Wirklich interessiert nachfragend Dagon,
      ein sporadischer Leser

  7. „Vielleicht könnte die Redaktion von Hagalil, die Autoren ersuchen, nicht mehr Gänsefüßchen für Ironie zu verwenden, sondern in Klammern Ironie! setzen, damit es auch der letzte Dodel unter den Israelbashern versteht.“

    sachlichkeit und gegenseitiger respekt sind ja schon fest
    in der hagalil hausordnung verankert und werden auch von
    allen respektiert. wir koennen ja die regeln fuer ironie
    auch einfach dazufuegen und alle muessen sie dann befolgen.

    J

  8. Schall und Rauch, danke für die Belehrung. Bierernste Deutsche tun ja das gerne. Sie werden hier sicher auch das letzte Wort haben. Anglizismen verwende ich wie die meisten deutschsprachigen Schreiber, weil diese in die deutsche Sprache eingegangen sind.
    Vielleicht könnte die Redaktion von Hagalil, die Autoren ersuchen, nicht mehr Gänsefüßchen für Ironie zu verwenden, sondern in Klammern Ironie! setzen, damit es auch der letzte Dodel unter den Israelbashern versteht.

    • Oh Mann, Karl Pfeifer. Echt.

      Sie zeigen gerade sehr eindrücklich, dass derjenige, der keine Ironie versteht, Sie sind.
      Und derjenige der gerne belehrt. Der Rest ist Projektion.

      „Ich mache hier jetzt den Deutsch-Lehrer…“
      Das war Ironie, mit der ich Sie, Herr Pfeifer, gespiegelt hatte, da Sie derjenige Sind, der hier den Deutsch-Lehrer macht und andere belehrt.

      Ich hätte wohl Gänßefüsschen verwenden sollen, extra für Sie.
      Es sieht ganz danach aus, als sollten wir die Redaktion von Hagalil bitten, Ironie besonders zu kennzeichnen, damit sie auch – jetzt bin ich mal so freundlich wie Sie – der letzte Herr Pfeifer versteht.

      Außderdem sind Sie, Herr Pfeifer, derjenige, der Anglizismen verwendet, „weil Sie in die deutsche Sprache eingegangen sind“.
      Das ist ja mal eine Argumentation! Junge, Junge! Verbrenn Dir da mal nicht die Finger…

      „die deutsche Sprache“
      Schon mal auf die Idee gekommen, dass es „die deutsche Sprache“ so nicht gibt? Allenfalls im Duden.

    • „SchallundRauch:
      “die deutsche Sprache”
      Schon mal auf die Idee gekommen, dass es “die deutsche Sprache” so nicht gibt? Allenfalls im Duden.“

      Entschuldigung, aber was lernt man heute im Deutschunterricht, sowohl Sek. 1 und Sek. 2, inklusive Dialekte und Slangs?

      Aber Hauptsache wir streiten uns um Ironie und Details im Artikel und müssen ja nicht auf die Absurdität der palistinensischen Argumantation und ihres Aufschreies bezüglich der Speisenherkunft eingehen, wie sie durch andere Quellen ebenso belegt wird. Oder?

  9. von reiner tiroch
    20. März 2013 – ט׳ בניסן תשע״ג at 09:05 ·

    „“wenn nun tausende neuer Wohnungen gebaut und das land zersiedelt wird, glaube ich schon, dass Obama nicht weiß was er den Palästinensern da noch erzählen soll““

    Da wird Obama sein altes Redemanuskript von Anno dazumal wieder rauskramen. Vorher wird er yes we can postulieren und ablesen.
    Ich hoffe sehr, ich irre mich gewaltig.

    • Besonders bezeichnend ist übrigens, wie Sie, Herr Pfeifer,
      die ganze Diskussion auf die Sache mit der vermeintlichen „Ironie“ lenken und damit das Wesentliche umgehen. Die Frage nämlich, ob Sahm die Wahrheit spricht.
      Aber dann müssten Sie ja zugeben, Sahm auf den Leim gegangen zu sein. Und das ist schwer, wenn man für die gute Sache kämpft, gell?

  10. Es ist erstaunlich mit welcher Hartnäckigkeit hier die Israelbasher die Regeln der deutschen Sprache ignorieren und auf ihre Mantra beharren. Man muss ja nicht unbedingt Ignorant sein, um Israelbasher zu werden, aber es hilft.
    E.C. unterstellt deutschen Staatsbürgern – nur weil sie Juden sind – sie würden in Deutschland die Interessen Israels mehr vertreten als der israelische Botschafter und greift damit voll in die antisemitische Mottenkiste.
    Was wirklich wahr ist, viele deutsche mit muslimischern/arabischen Hintergrund konsumieren antisemitische Medien ihrer Ursprungsländer und verbreiten hier dieses Gift. Doch wer das thematisiert, was Wissenschaftler untersucht und dokumentiert haben, wird beschuldigt „Islamophobie“ zu verbreiten.
    Wieder einmal wurde hier aufgezeigt, Fanatiker können/wollen keine Ironie begreifen und die Regeln der deutschen Muttersprache kennen sie nicht oder mißachten diese.
    Sie haben halt das was die Engländer onetrack mind nennen. Ohne Israelbashing und gelegentliche antisemitische Schlenker können sie nicht leben.

    • Ich mache hier jetzt den Deutsch-Lehrer und versuche es noch mal (wikipedia hilft mir dabei):

      @ Herr Pfeifer!
      Es stimmt wohl, dass Sahm versucht hat „ironisch“ zu sein.
      Aber er war es nicht.

      Denn:

      1.
      Zur Ironie gehören „geteilte Wissensbestände“.
      z.B. Fußballspiel A und Fußballspieler B derselben Mannschaft wissen beide, dass sie schlecht gespielt und deshalb verloren haben. A sagt zu B: „Heute haben wir wieder genial gespeilt.“
      DAS ist Ironie und B versteht das ohne Probleme. Diese Ironie ist nicht auf Gänßefüsschen angewiesen.

      2. Muss der Hörer/ Empfänger der ironischen Äußerung eine Implikatur vornehmen. Er muß also die Intention des Sprechers/ Senders herausfinden.

      Sahm verstößt gegen diese Regeln der Ironie.

      zu 1.:
      Es gibt keine geteilten Wissensbestände, da Sahm lügt. Er will dem Leser suggerieren, dass Abunimah gesagt hätte, Israelis begehen Kriegsverbrechen, wenn sie Falafel als Nationalgericht ansehen. Aber Abunimah hat das nicht gesagt. Auch nicht auf Twitter. Und deshalb gibt es kein geteiltes Wissen im Sinne von objektivem Wissen, sondern nur Sahms subjektives „Wissen“, das in diesem Fall Unwahrheit/ Lüge ist.

      zu 2.
      Worin nun könnte die Intention von Sahm liegen?
      Zu sagen, dass pro-palästinensische Autoren lächerliche Argumentationen haben.
      Gescheitert aus Gründen von Punkt 1.

      Will er sich darüber lustig machen, dass pro-palästinensische Autoren Israel inflationär Kriegsverbrechen unterstellen?
      Das kommt oft vor, auch Abunimah tut das. Aber eben nicht so inflationär, dass dabei Hummus-Essen und Kriegsverbrechen verwechselt würden (vgl. Punkt 1.). Und deshalb schießt Sahm hier ein gehöriges Eigentor! Schließlich können die nicht-objektiven, ideologischen pro-palästinensischen Redner jetzt sagen: Schaut her, wie lächerlich und verlogen die Argumentation unserer zionistischen Gegner ist. Und das Tragische: im diesem Fall haben sie Recht!

      Wer also „Freunde“ wie Sahm hat…

      Jetzt noch ein Zitat aus Wikipedia:
      „Was das Mittel der Ironie im Journalismus angeht, so entstehen dort die gleichen Erkennbarkeitsprobleme wie im Literaturabschnitt beschrieben. Wendet sich eine Zeitschrift an ein spezielles Publikum, so kann Ironie durchaus selbstverständlich sein. Je breiter das Publikum jedoch ist, an das sich ein Journalist richtet, desto größer ist die Gefahr, dass Ironie an einem Teil der Adressaten vorbeigeht. Daher die unter Publizisten übliche Warnung: Ironie versteht der Leser nie. In den Medien ist sie deshalb, von unfreiwilliger Ironie abgesehen, fast nur in Reservaten anzutreffen. Glossen beispielsweise sind zumeist klar als solche gekennzeichnet und haben oft einen festen Stammplatz (Rubrik in der Zeitung, Sendeplatz im Rundfunk).“

      >>>> „Ironie versteht der Leser nie.“

      Ironie im Journalismus gehört also in die Reservate.
      Und wir müssen Sahms Äußerungen eben als Glosse einordnen, die in ein Reservat gehört. Sahm ist kein Korrespondent, sondern Glossenschreiber.

      Glosse = Subjektive Meinung
      Damit gilt:
      Sahm gibt nur seine subjektive Meinung wieder. Und die basiert in diesem Fall auf einer Lüge.

      P.S.:
      Herr Pfeifer,
      sie verwenden aber viele Anglizismen für einen deutschen Duden-Fan.

      P.P.S.:
      Für Interessierte:
      http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article109618247/Warum-nicht-jeder-Ironie-versteht.html

  11. „Glaubt hier eigentlich ernsthaft jemand, Abunimah sei so dumm, dass er Hummusessen und Kriegsverbrechen nicht unterscheiden kann? “

    Abunimah sicher schon – aber Herr Sahm gibt sich redlich Mühe den Unterschied zu verwischen.

  12. Naiv wie ich bin, glaube ich an die Existenz völkerrechtlicher Grundsätze. Dazu gehört auch eine ganz besondere Nummer: Kriegspropaganda ist verboten, da sie zu Desinformation führen soll und Menschen aufeinander aufhetzt.
    WEas Herr Sahm, der früher einmal ein recht scharfsinniger Nahostkorrespondent war, sich seit einiger Zeit leistet, ist nur noch abstoßend. Man könnte ihm ohne Bedenken den Titel eines ehrenamtlichen israelischen Regierungssprechers verleihen, so wie Graumann, Kramer und Broder Israels Interessen in Deutschland mehr vertreten als der offizielle Botschafter ( zumindest was die „Drecksarbeit“ anbetrifft, in aller Öffentlichkeit unliebsame Personen zu verleumden).

    • Das brauchen Sie gar nicht an die große Glocke des Völkerrechts zu hängen: Der Pressekodex des deutschen Presserates und entsprechende Regeln anderenorts sprechen da schon eine eindeutige Sprache. Allerdings ist weder das eine noch das andere wirklich durchsetzbar, zumal im Internet. Selbst wenn der Presserat eine Rüge ausspricht, gibt es keine Pflicht, das öffentlich zu machen.

  13. Zur Frage, woher das Wort „Falafel“ stammt, meint Wikipedia:
    Das Wort selbst stammt aus dem Sanskrit Wort „pippali“, welches ins Persische „pilpil“ übernommen wurde und danach ins Arabische „filfil“ bzw. dessen Pluralform „falafil“. Bedeutung: Pfeffer(schote).

    Eine andere Deutung ist die, dass das Wort koptischen Ursprungs ist und „pha la phel“ („aus vielen Bohnen“) bedeutet.

    Soweit zur Herkunft des Wortes. Wikipedia meint zu wissen, dass der Ursprung der Speise selbst in Ägypten zu finden sei.

    So gesehen ist Falafel keine „original“ (im Sine von „ursprünglich“) Israelische Speise, genausowenig, wie Wiener Schnitzel original Österreichisch ist. Dennoch wird das Wiener Schnitzel als Exponat original österreichischer Küche gesehen. Das gebackene Schnitzel stammt aus Italien (Mailand) und Falafel aus Ägypten. So. Jetzt wissen wirs.
    Guten Appetit.

    PS: Die Unterstellung eines kulinarischen „Kriegsverbrechens“ finde ich geschmacklos (auch wenn ich U.Sahms Kommentare im allgemeinen goutiere).

    PPS: Ja, man kann einen an der Falafel haben. Humus z.B. (ist es wirklich „der“ Humus ?)

  14. http://www.makehummusnotwar.com/index.html

    Zitat:

    „One of the inspirations for the Make Hummus Not War project was the multi faith organisation, Chefs For Peace based in Jerusalem.“

    „Chefs for Peace now involves 30 Jewish, Arab and Christian chefs. Their secret ingredient is mixing foods and produce from the three religious cultures into a singular ‚Holy Lands‘ cuisine, so that one day this „fusion flavor“ will bring together politicians from both sides to sit at the same table and share in harmony the Chef’s fine food, including hummus at the centre of the table.“

    Damit dürfte klar sein, was dem aufgeregten electronic intifada Mitgründer vorschwebte bei seinem Gesabber: ein Torpedieren der im Film angedachten Bemühung und ähnlicher Ideen, gerade die Ähnlichkeiten des Essens in der Levante zu einer Brücke des Friedens zwischen den beiden Seiten zu nutzen.

    Der gehässige Typ hat noch ganz anderes verdient als nur dass man seine Sprüche etwas „verfeinert“ und ihn tüchtig durch den sprichwörtlichen Kakao zieht, wie Sahm es verdienstvollerweise tat.

  15. Wir haben es mit hartnäckigen Ignoranten zu tun, die einfach die Regeln der deutschen Sprache, wie sie im Duden festgeschrieben sind nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder können.
    Ich habe also meinen „Duden, die deutsche Rechtschreibung, das Standardwerk zu allen Fragen der Rechtschreibung auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln“, 21. Auflage, Band 1 einer 12 Bände umfassenden Ausgabe, aus dem Jahr 1996 in die Hand genommen. Auf Seite 23 fand ich folgendes Stelle:
    „Gelegentlich stehen Anführungszeichen auch zur ironischen Hervorhebung § 94 (4).
    Er hat „nur“ 2 Millionen auf dem Konto
    Dieser „treue Freund verriet ihn als Erster.“

    Wir haben es wirklich mit bierernsten, humorlosen, unwissenden Deutschen zu tun, die zu faul oderzu dumm sind, um zum Duden zu greifen
    Die Hartnäckigkeit mit der diese Ignoranten ihr Unwissen verteidigen könnte überraschen, aber für geeichte Israelbasher heiligt der Zweck die Mittel. D.h. die Regeln des Duden werden von den hier ihre Ergüsse produzierenden Israelbasher außer Kraft gesetzt.

    In der gestrigen FAZ schrieb Hans-Christian Rößler seinen Artikel über den Besuch von Obama in Israel folgendermaßen:
    >>Peres Speiseplan verurteilten die palästinensischen Köche daher als einen „schamlosen Angriff der israelischen Besatzer auf unsere Kultur“.<< Das aber meinten diese Köche nicht ironisch sondern wörtlich.

    • „Die Regeln der deutschen Sprache, wie sie im Duden festgeschrieben sind…“

      Jawoll!
      Und wenn diese Ignoranten nach eingängiger Dudenlektüre immer noch nix kapieren, dann kann man den dicken, schweren, gelben Wälzer immer noch als schlagkräftiges Argument zur Durchsetzung deutscher Interessen verwenden.
      Links um!

      Spaß beseite.
      Ist aber schon auch eine ausgesprochen deutsche „Tugend“, den Duden stets griffbereit zu haben.

    • Karl Pfeifer – auch schon dudenmäßig wachgeworden?
      Sehen Sie mal hier:

      von fairness
      18. März 2013 – ז׳ בניסן תשע״ג at 18:29

      auszugsweise: “ Anführungszeichen (“) benutzt man entweder zur Herausstellung, zur besonderen Beachtung durch den Leser oder eben auch zur Darstellung von Unglaubwürdigkeiten und/oder zu ihrer ironischen Darstellung.“

      Wissen Sie, Pfeifer, normalerweise hätte ich keinen Deut darum gegeben, dass ich schneller und besser war als Sie; ich habe es nur getan, um Ihr selbstzufriedenes Grunzen zu beenden.

      Ihre Worte: „“unwissenden Deutschen zu tun, die zu faul oderzu dumm sind, um zum Duden zu greifen
      Die Hartnäckigkeit mit der diese Ignoranten ihr Unwissen verteidigen könnte überraschen, aber für geeichte Israelbasher heiligt der Zweck die Mittel. D.h. die Regeln des Duden werden von den hier ihre Ergüsse produzierenden Israelbasher außer Kraft gesetzt““

      Man muss schon Pfeife heißen, um solch einen verallgemeinderen Müll abzulassen. Year!

  16. @ Karl Pfeifer
    @ Jakobo
    @ Koshiro
    @ Reinhard Stroh
    @ Uri Degania
    @ Heron
    @ Ente
    @ Jane
    @ E.C.

    Hört mal her, Leute!

    Hier ist nochmal Sahms Quelle:

    http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/did-you-know-obama-eats-hummus-and-other-typical-israeli-foods-white-house

    Jeder kann jetzt selbst prüfen, was Abunimah gesagt hat und was nicht.

    Aber!
    Sahm sagt wörtlich:
    „Abunimah bezichtigt die Israelis eines ‚Kriegsverbrechens‘, wenn sie Humus essen.“

    Abunimah sagt das nicht. In keiner Weise.
    Also lügt Sahm.

    Es gibt aber noch eine andere Quelle. Hier nochmal für alle:
    https://twitter.com/aliabunimah/status/263764948516233217

    Hier sagt Abunimah wörtlich:
    „And did you know that Obama loves Hummus served with war crimes?“
    „Und wußtet ihr, dass Obama Hummus serviert mit Kriegsverbrechen liebt?“

    Abunimah ironisiert! Zwar von einem zweifelhaften Standpunkt aus, aber er ironisiert.

    Wohingegen Sahm in keiner Weise ironisiert. Er stellt eine Behauptung auf, die nachweisbar unwahr ist. Und benutzt diese Behautung für eine pseudo-ironische Überschrift/ Schlagzeile. Die Sahmsche Ironie könnte nur funktionieren, wenn Abunimah gesagt hätte, was Sahm ihm unterstellt. Hat Abunimah aber nicht.

    Das kann keiner von Euch

    @ Karl Pfeifer
    @ Jakobo
    @ Koshiro
    @ Reinhard Stroh
    @ Uri Degania
    @ Heron
    @ Ente
    @ Jane
    @ E.C.

    bestreiten.

    Zumindest bis jemand eine Quelle auftut, wo Abunimah nachweislich sagt, das der Hummusverzehr durch Israelis ein Kriegsverbrechen sei.
    Glaubt hier eigentlich ernsthaft jemand, Abunimah sei so dumm, dass er Hummusessen und Kriegsverbrechen nicht unterscheiden kann?

    Das aber seine Leser glauben zu machen, war der Versuch Sahms.

    Und zum Schluss noch der Clou!
    Tatatata!!!!

    Beide Beiträge Abunimahs sind vom 31. Oktober 2012.

    Deshalb haben beide Einträge auch in keinster Weise mit dem gegenwärtigen Besuch Obamas in Israel zu tun.

    Zusammenfassend läßt sich also sagen:
    Abunimah mag ein streitbarer Autor sein, ja er mag sogar eine ideologische und anti-israelische Sicht auf die Welt haben. Falls das so ist, ist das so. Schlimm genug.
    Das spielt hier aber keine Rolle! Denn selbst wenn Abunimah der beste Freund von Ahmadinejad wäre, hat er nicht gesagt, was Sahm ihm unterstellt.
    Und soviel Fairness muss sein. Alles andere würde gegen die Spielregeln im demokratischen Diskurs verstoßen und wäre sogesehen ein „Kriegsverbrechen“.

    P.S.:
    Aus welcher Sprache stammt eigentlich das Wort „Falafel“?

    P.P.S.:
    Kann man auch einen an der Falafel haben?

    • „Abunimah mag ein streitbarer Autor sein, ja er mag sogar eine ideologische und anti-israelische Sicht auf die Welt haben. Falls das so ist, ist das so. Schlimm genug.
      Das spielt hier aber keine Rolle! Denn selbst wenn Abunimah der beste Freund von Ahmadinejad wäre, hat er nicht gesagt, was Sahm ihm unterstellt.“

      Exakt so ist es. Aber geben Sie’s lieber auf: Das begreift Herr Pfeifer nicht, auch wenn Sie es ihm noch tausend Mal erklären.

    • Hier ist übrigens noch mal ein Zitat – aus einer von Abunimah veröffentlichten und unterschriebenen Erklärung:

      „We reaffirm that there is no room in this historic and foundational analysis of our struggle for any attacks on our Jewish allies, Jews, or Judaism; nor denying the Holocaust; nor allying in any way shape or form with any conspiracy theories, far-right, orientalist, and racist arguments, associations and entities. Challenging Zionism, including the illegitimate power of institutions that support the oppression of Palestinians, and the illegitimate use of Jewish identities to protect and legitimize oppression, must never become an attack on Jewish identities, nor the demeaning and denial of Jewish histories in all their diversity.“

  17. Die Kichererbse wurde zuerst in Anatolien kultiviert. Vor ca. 8.000 Jahren. Es wird angenommen, dass indogermanische Menschen dort wohnten. Sie dürften Hummus-Ähnliches verzehrt haben, was demnach weder arabisch noch, wegen Anatolien, später eher türkisch, aber dann eben doch wohl eine „indogermanische“ Erfindung sein wird.

    Da wir Deutschen überwiegend zu den Indogermanen gehören, wurde sie also auch uns gestohlen von Arabern, und nun tun die so, als hätten sie das Hummus erfunden. Ein halber Indogermane wie Obama darf es eher als sie ohne weiteres essen ohne zu fragen, wer es wo zubereitet hat.

    Kaffee ist eine original arabische Erfindung. Wenn der amerikanische Präsident auch den in Israel getrunken hat, düpierte er damit die gesamte arabische Welt – shocking!

  18. Degania – Aussteiger-Beratung für Nazis „Exit“ wird weitergefördert! Aktuell 20.3. Friedrichs, Innenminister
    zu Ihrem Thema:
    Lesenswert: Anti-Rechts-Initiativen fordern dauerhafte Förderung –
    ………………………………………….

    was für haGalil allemal gelten sollte!: Meinen Sie tatsächlich, Spots wie dieser sollten gefördert werden????? siehe unten:

    Chajm
    21. März 2013 – י׳ בניסן תשע״ג at 12:09
    Und stell Dir mal vor, wir haben extra ein Flight aufgestellt, welches Kotztüten an die Julius-Streicher-Fraktion verteilt!

  19. Koshiro versteht als bierernster Israelbasher nicht, was Gänsefüßchen bedeuten, nämlich Ironie. Koll. Sahm ging davon aus, dass dies von den Lesern von Hagalil verstanden wird und schrieb „Kriegsverbrechen“. Er hat Koshiro & Co überschätzt.
    Aber vielleicht werden die Redakteure von Hagalil, doch den lieben Kollegen Ulrich Sahm bitten, ironisch gemeinte Wörter nicht nur unter Anführungszeichen zu setzen sondern danach auch (Ironie!) anzumerken.

    • „was Gänsefüßchen bedeuten“

      Die bedeuten im deutschsprachigen Raum, dass es sich um ein Zitat handelt. Wie Sie in dieser Diskussion sehr oft beobachten können.

      Ich finde es übrigens sehr lustig, wie Sie jetzt behaupten, das wäre ja nur Ironie gewesen, obwohl Sie zuvor behauptet haben (Achtung, Zitat von Ihnen!):

      “Denn die Aussage habe ich binnen 0,24 Sekunden gefunden.”

      Also Sie haben die angebliche Aussage gefunden, aber nachdem ich Sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass sie da nicht steht, ist Ihnen eingefallen, dass es Ironie war und Herr Abunimah doch nicht gesagt hat? Soweit richtig?

  20. Koshiro ein bierernster Israelbasher kann keine Ironie erkennen. Abu. hat beanstandet in diesem Artikel, dass die Israelis Humus als eigene Speise betrachten.
    Die Hagalilredakteure sollten Koll. Sahm bitten, doch nach solchen Sätzen für die geistig armen Israelbasher hinzufügen
    (Ironie!)

    Einige pal. Journalisten haben was für Hitler übrig. Das gefällt ihren Lesern und denjenigen sekundären Antisemiten, die hier posten.
    PA’s welcome to Obama:
    Americans behind 9/11 attacks and

    Hitler was greater than Roosevelt

    Official PA daily:
    History is written by the victors,
    therefore „Muslim terrorists“ are falsely blamed for 9/11
    and Nazism is prosecuted instead of honored

    „Had Hitler won, Nazism would be an honor“

    http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=8684

    • „kann keine Ironie erkennen.“
      Meinten Sie Ihre Behauptung, die Aussage innerhalb von 0,24s gefunden zu haben – obwohl sie wie erwähnt nicht existiert – also ironisch? Sie wollten sich selbst ein bißchen auf die Schippe nehmen? Klang nicht so.

      „Abu. hat beanstandet in diesem Artikel, dass die Israelis Humus als eigene Speise betrachten.“
      Das steht nicht in Abrede. Sondern nach wie vor diese Behauptung:

      „Abunimah bezichtigt die Israelis eines ‚Kriegsverbrechens‘, wenn sie Humus essen.“
      … die offensichtlich dazu gedacht ist, Abunimah lächerlich zu machen, aber ebenso offensichtlich weder wörtlich noch sinngemäß der Wahrheit entspricht.

      „Einige pal. Journalisten haben was für Hitler übrig.“
      Das kann sein oder auch nicht sein, ist aber hier nicht das Thema.

      P.S.: Stehen Sie einfach nur mit der Technik auf Kriegsfuß, oder ist das jetzt wirklich Trotz, dass Sie sich beharrlich weigern, die Funktionen der Kommentarfunktion vernünftig zu nutzen.
      P.P.S.: Ein Name wie Abunimah ist nun wirklich nicht so lang, dass man ihn abkürzen müsste.

    • „P.S.: Stehen Sie einfach nur mit der Technik auf Kriegsfuß, oder ist das jetzt wirklich Trotz, dass Sie sich beharrlich weigern, die Funktionen der Kommentarfunktion vernünftig zu nutzen.
      P.P.S.: Ein Name wie Abunimah ist nun wirklich nicht so lang, dass man ihn abkürzen müsste.“

      auf welche offiziersschule sind sie denn gegangen?

      J

      war sogar mit reply

    • Enthält nur leider auch nicht die Aussage, die Herr Sahm getätigt hat. (Darum brauchen wir auf die bildhafte Sprache ’served with war crimes‘ und den Sinn und Unsinn des Wörtlichnehmens offensichtlicher Metaphern nicht weiter einzugehen.) Das ist ungefähr so seriös, als würde eine Zeitung ohne weiteren Zusammenhang berichten:

      „Deutscher Israel-Korrespondent Sahm nennt Obama Kriegsverbrecher!“

      Denn Herr Sahm hat ja was geschrieben, und da kommen Obama und das Wort Kriegsverbrechen drin vor. Das reicht ja zur Recherche, gell? Bei Lichte betrachtet wäre das sogar erheblich seriöser als das, was Sahm hier seinem palästinensischen Kollegen unterschieben möchte.

  21. Koshiro, Sie sind ja sehr großzügig („ich bin gewillt“).
    Sie sind ja ein besonders böswilliger Poster der mit Fakten und Wahrheit auf Kriegsfuß steht: „habe ich die Website sogar schon nach den von Herrn Sahm unterstellten Aussagen untersucht. Nur gefunden habe ich seltsamerweise nichts.“
    © Koshiro
    Entweder haben sie nicht gesucht, oder Sie lügen. Denn die Aussage habe ich binnen 0,24 Sekunden gefunden.

    http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/did-you-know-obama-eats-hummus-and-other-typical-israeli-foods-white-house

    Das erinnert mich an die Behauptung der Sowjets, der Russe Ivanov hätte das Radio erfunden. Frage an Radio Jerewan und wer hat Ivanov erfunden?
    Was ist das für eine Argumentation. Wenn man in palästinensischen Spitäler lebensrettende Geräte aus Israel benützt, sollte da der anwendende Arzt, jedem Patienten bekanntgeben, das Gerät wurde in Israel erdacht und produziert?

    Koshiro wollte Kollegen Sahm madig machen und hat sich selbst diskreditiert.

    • @ Karl Pfeifer:

      ich liebe es wie sich leute ueber diese dinge aufregen
      koennen. schon allein deshalb ist es das wert.

      erinnern sie sich noch was war als auf einmal palaestinenser
      kopftuecher mit david sternen drauf produziert wurden?

      schade dass sich diese mode nicht durchgesetzt hat. diese
      typisch israelische kleidung war wirklich schoen anzusehn.

      J

    • „Denn die Aussage habe ich binnen 0,24 Sekunden gefunden.“

      Wo denn? Diese Seite habe ich natürlich gelesen. Nur steht da eben nichts davon, dass ‚Abunimah die Israelis eines ‚Kriegsverbrechens‘ bezichtigt, wenn sie Humus essen.‘

      Die einzige Erwähnung von Kriegsverbrechen oder Kriegsverbrechern in diesem Artikel ist die Bezeichnung von Shimon Peres als ‚war criminal‘. Kann man geteilter Meinung drüber sein, hat aber mit Herrn Sahms Aussage nichts zu tun.

      Ich bin schon wieder großzügig und nehme mal zu ihren Gunsten an, dass Sie einfach das Englische nicht ausreichend beherrschen, um den Artikel wirklich zu erfassen. Wenn Sie das wider erwarten aber doch tun sollten: Zitieren Sie doch bitte einfach den Satz, in dem Abunimah das Verspeisen von Humus durch Israelis als ‚Kriegsverbrechen‘ bezeichnet.

      P.S.: Und wirklich, gewöhnen Sie sich doch bitte die Benutzung der „reply“-Funktion an, das dient ernsthaft der Ãœbersichtlichkeit. Das einfach nur aus Trotz nicht zu tun, weil ich böser Mensch Sie darauf aufmerksam gemacht habe, ist doch nun albern.

  22. Ohne Humor ist kein Konflikt auf Dauer zu lösen, auch nicht „der Nahostkonflikt“.
    Darum ein netter Witz (Dank an Marco Schreuder):
    Ein Rabbi sagt zu Gott: „Hilfe, mein Sohn ist Christ geworden, was soll ich bloß tun?“ Gott antwortet: „Mach dir nichts draus, mein Sohn ist auch Christ geworden.“ Rabbi: „Und was hast du getan?“ Gott: „Ich habe ein neues Testament geschrieben.“
    http://orf.at/stories/2172493/2172524/

  23. Lesen erweitert den Horizont. Auch die Beiträge von Herrn Sahm zu lesen weitet den Horizont – unabhängig davon, ob man ihm d`accord mit ihm geht.

    Weiterhin lesenswert – und zu kaufen:
    Das Erbe des Comandante:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15443

    Lesenswert: Anti-Rechts-Initiativen fordern dauerhafte Förderung – was für haGalil allemal gelten sollte!:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15482

    Und: Mord, einfach so:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15430

    Sowie: Nie wieder Nationalelf Рwegen ̦ffentlichem Antisemitismus:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15492

    Und:
    Unermüdlich streitbar: Ralph Giordano wird 90:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15540

  24. Aber, hey, Uli!
    Die Schlagzeile haut natürlich voll rein.
    „Israel plant ‚Kriegsverbrechen‘ während Obama-Besuch.

    Witzischkeit kennt keine Grenzen,
    Witzischkeit kennt kein Pardon.

  25. @Jane
    (Humus und Falafel sind originär und typisch arabische Speisen)

    Woher wollen Sie das wissen Sie kennen doch gar nicht die Geschichte des Nahen Osten

    Und nur wer Arabisch spricht heisst nicht das er auch Araber ist.

    Oesterreicher sind auch keine Deutschen nur weil sie einen Deutschen Dialekt sprechen. Richtig

  26. wenn nun tausende neuer Wohnungen gebaut und das land zersiedelt wird, glaube ich schon, dass Obama nicht weiß was er den Palästinensern da noch erzählen soll.

  27. Koshiro, Sie wissen doch wie man eine israelbashing Website erreicht.
    Wenn Sie Herrn Sahm bei einer Fälschung oder Unwahrheit erwischen, dann können Sie das hier herausposaunen. Doch da Sie das nicht können versuchen sie Herrn Sahm madig zu machen.
    Das kann ihnen aber nicht gelingen. Er ist einer der besten deutschsprachigen Korrespondenten in Israel und ich nehme an, die meisten Leser von Hagalil schätzen seine Art zu berichten.

    • „Koshiro, Sie wissen doch wie man eine israelbashing Website erreicht.“

      Ich weiß, wie man jede Art von Website erreicht, und wie Sie meinem Posting hätten entnehmen können und sollen, habe ich die Website sogar schon nach den von Herrn Sahm unterstellten Aussagen untersucht. Nur gefunden habe ich seltsamerweise nichts. Ein Journalist sollte aber seine Quellen, zumal öffentliche, schon sauber nachweisen können. Und auch wenn mich die Vergangenheit anderes erwarten lässt, bin ich doch gewillt, Herrn Sahm – oder auch Ihnen, wenn Sie mögen – die Gelegenheit dazu zu geben, statt Ihn gleich der Falschaussage zu beschuldigen. Wären Sie oder Herr Sahm also bitte so freundlich, mir diese Behauptung hier zu beweisen?

      „Abunimah bezichtigt die Israelis eines „Kriegsverbrechens“, wenn sie Humus essen.“

      P.S.: Wenn Sie auf einen Beitrag antworten wollen, klicken Sie doch auf „reply“, dazu ist diese Funktion da.

    • @ Karl Pfeifer: So sehr ich Ihre Kommentare und Artikel liebe, so sehr – oder eigentlich deswegen-
      werde ich persönlich nie vergessen, daß dieser Mann die Ermordung norwegischer Jugendlicher und Kinder durch Breivik einen Tag später in einem -in meinen Augen empathiefreien- Beitrag relativierte.

      Daher kann und will ich Ihnen hier, nur für mich, nicht zustimmen.

  28. Wenns nur darum ginge – aber mal davon abgesehen – Humus und Falafel sind originär und typisch arabische Speisen – wenigstens diese klitze kleine Größe dies zuzugeben, sollte den Israelis doch wohl möglich sein.

    • „Die Böhmische Küche, also die Küche des westlichen Landesteils der heutigen Tschechischen Republik ist vor allem mit der österreichischen Küche und ungarischen Küche, aber auch mit den Küchen Süddeutschlands, Sachsens und Schlesiens verwandt. Die Küche Böhmens wurde – so wie anderswo auch – wesentlich von der Geographie und dem Klima des Landes beeinflusst. … Einer Sage nach soll der Urvater ÄŒech der Tschechen gesagt haben, es sei ein Land wo Milch und Honig fließen würde.“ wiki

      „Ort und Zeit der Entstehung des Gerichts sind nicht bekannt, es dürfte aber sehr alt sein. Allgemein wird von Historikern angenommen, dass es in Ägypten entstanden ist, wo es auch Ta’amia genannt wird, und möglicherweise von den christlichen Kopten als fleischloses Gericht für die Fastenzeit geschaffen wurde.[1] Populärerweise wird seine Herkunft jedoch eher im Libanon oder in Palästina vermutet.[2] Heute gehört Falafel zu allen Küchen des Nahen und Teilen des Mittleren Ostens und Nordafrikas.“ wiki

      Aber noch wichtiger fände ich die Größe, Vor- und Nachnamen fairerweise innerhalb der jeweiligen Gruppierungen zuzuordnen, Bezeichnungen von Landesteilen und Gebieten endlich mal jahrhunderterlanger Tradition zu entledigen und sich völlig der klitzekleine Größe hinzugeben, das dies so ein sinnfreies Geplapper ist .

    • „aber mal davon abgesehen – Humus und Falafel sind originär und typisch arabische Speisen – wenigstens diese klitze kleine Größe dies zuzugeben, sollte den Israelis doch wohl möglich sein.“

      sie springen wirklich auf jeden zug auf auch wenn er noch so
      absurd ist.

      J

  29. „Abunimah bezichtigt die Israelis eines „Kriegsverbrechens“, wenn sie Humus essen.“

    Können Sie wohl bitte den Eintrag auf Electronic Intifada verlinken, in dem er das angeblich tut? Denn diesen Eintrag gibt es ja sicher – obwohl ich ihn weder per Google noch per Suchfunktion auf der Seite gefunden habe – da Sie ja eine solche Äußerung nicht einfach jemandem böswillig unterschieben würden, richtig?

  30. Zu fragen bleibt, wie erwünscht Obama bei seinen Gastgebern vom Schlage Danons ist.
    Herr Sahm, das mag ja nun herzerfrischend komisch sein, wie Sie hier die immer wieder erschütternde Unsachlichkeit und Dämlichkeit der Araber durch den Kakao ziehen. Ich komme gerne darauf zurück, wenn wieder einmal ein deutscher Journalist über steinewerfende ultraorthodoxe Demokratiefeinde in Jerusalem schreibt, und dann zu hören bekommt, das sei schon deswegen antisemitisch, weil die ersten Juden, die Opfer des antisemitischen Terrors in Deutschland wurden, Ultraorthodoxe gewesen seien.
    Da muss ich nun wohl die Bilder in unseren Geschichtsbüchern revidieren: Karl Liebknecht bekommt Schläfenlocken und Rosa Luxemburg wird völlig verdrängt, weil sie als Frau- dazu noch links- ja nun gar nicht gegangen wäre.

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