Immer noch die gleichen Araber

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Die Ergebnisse der Knessetwahlen haben mich nicht sonderlich überrascht. Als einer der Vielen, die die Wahlen in Protest gegen den Separatismus der arabischen Parteien einerseits und ihre Diskriminierung durch die Regierungsparteien andererseits boykottiert haben, fiel es mir nicht schwer, das Wahlergebnis vorherzusehen…

Von Ziad Abu-Habla, Haaretz, 20.02.13

Die Rechte ist die gleiche Rechte, nur radikaler und zersplitterter, die Araber sind die gleichen Araber, nur zersplitterter, und das bekannte Paradigma „ohne Cherut (von Menachem Begin) und die Kommunisten“* ist immer noch die gläserne Decke, die eine Koalitionsbeteiligung der arabischen Parteien verhindert.

Ich bin nicht enttäuscht von den Erklärungen des frischgebackenen Politikers Yair Lapid, der die Bildung eines gemeinsamen Blocks der Mitte-links- und der arabischen Parteien ausgeschlossen hat, der eine Rechtskoalition hätte verhindern können. Er unterscheidet sich darin nicht von den alteingesessenen Ministern, die auf der Fantribüne von Beitar Jerusalem sitzen, während um sie herum „Tod den Arabern“ gegrölt wird.

Enttäuscht bin ich dagegen von der Schwäche der arabischen Parteien, die sich mit den einschränkenden Spielregeln arrangiert haben, die ihnen das Establishment diktiert – ein Establishment, das in ihnen nur eine Minderheit ohne Einfluss sieht. Dieses Sich-Arrangiert-Haben drückt sich in dem Streben aus, überhaupt in die Knesset zu kommen, anstelle ihre Kräfte zu vereinen, um die Spielregeln zu verändern und die gläserne Decke zu durchstoßen.

Ich sage nicht, dass die arabischen Parteien in den mehr als 60 Jahren ihres Kampfes nichts erreicht hätten – mir ist klar, dass sie letztendlich in einer Umgebung tätig sind, die nicht ihre ist. Meine Kritik an ihnen betrifft vielmehr eine wachsende Distanz zum Wähler in den letzten zehn Jahren und ihre Weigerung, Strategien zu entwickelt, die an die tiefgreifenden Veränderungen angepasst sind, die sich in der politischen Arena vollziehen.

Ich mache dem Wähler, der sie mit der Begründung „das kleinere Übel“ gewählt hat, keinen Vorwurf, aber ich mache den Parteien ganz entschieden den Vorwurf, dass sie das schon als Erfolg sehen – und das, wenn 50% der potentiellen arabischen Wähler zu Hause geblieben sind. Ich mache ihnen ihren Anteil daran zum Vorwurf, dass sie das Komitee der arabischen Bürger Israels faktisch zerstört haben und die regionalen Vertretungen der Araber in der politischen Arena geschwächt. Gar nicht zu reden davon, dass es ihnen nicht gelungen ist, auch nur ein rassistisches Gesetz zu verhindern oder gar den Prawer-Plan zur „Ordnung“ der beduinischen Siedlungen im Negev aufzuhalten.

Durch ihre Aufrufe an die Wähler kurz vor Schließung der Wahllokale ist es den arabischen Parteien gelungen, den arabischen Wähler durch eine ungekannte Zurschaustellung von Separatismus zu verschrecken und ihm zu erzählen, wer nicht wählen gehe, werde die zionistischen Parteien stärken und so eine „Zerstörung der Ehre“ der arabischen Bevölkerung herbeiführen. Sie haben versucht, in zwei Stunden wettzumachen, dass es ihnen über Monate nicht gelungen ist, den arabischen Wähler zu überzeugen – indem sie den Schwerpunkt vom eigentlichen Thema, dem Kampf um die Rechte, zu einem Kampf um die Ehre verschoben haben.

Ihr Unvermögen, eine politische Kultur zu entwickeln, hat den separatistischen und heuchlerischen Diskurs nur noch verstärkt. Die Realität hat sich nicht verändert: Der selbe Knessetabgeordnete, dessen Name hier nichts zur Sache tut, wird weiterhin in der Knesset über die Shoah sprechen und am nächsten Tag die Märtyrer von Ramallah loben und den Katarern, Ägyptern und Jordaniern beweisen, dass er ein nicht weniger guter Patriot ist als sie. So erhalten die arabischen Parteien und die arabische Bevölkerung insgesamt ein wenig schmeichelhaftes Image, ein Image, das immer der israelischen Rechten in die Hände gespielt hat.

Nichts hat sich wirklich verändert. Nicht, weil ich nicht gewählt habe, sondern, weil es nicht eine arabische Partei gab, die Verantwortung übernommen und anders gedacht hätte. Der separatistische Ansatz wird keine Wunderlösungen herbeiführen, er wird dazu führen, dass die Position der arabischen Bevölkerung noch viele Jahre unterlegen bleiben wird und unser Kampf um echte rechtliche Gleichstellung durch einen inneren religiösen Graben abgelöst wird.

Die arabische Bevölkerung muss einen liberaleren und offeneren Ansatz wählen, der zu einer Änderung der Spielregeln führt. Sie muss die Trennung zwischen Staat und Religion unterstützen und von ihren Führern fordern, Mindeststandards für den Stand der arabischen Bürger zu definieren. Diese Mindeststandards sind dann eine Art Gütesiegel für jede Partei, die um die Stimmen der arabischen Bürger wirbt, die dann von welcher Seite auch immer nicht mehr als selbstverständlich angesehen werden. Es ist auch keine Schande, von den jüdischen Gemeinden weltweit zu lernen, denen es gelungen ist, Einfluss zu nehmen, obwohl sie eine Minderheit sind.

Der Autor ist arabisch-israelischer Politik- und Wirtschaftswissenschaftler.

31 Kommentare

  1. Dasselbe frage ich auch den Israelfreunden Chajm: Wo waren sie als Israel vor einem Monat illegal Drohnen nach Syrien schickte? Und wo sind diese Gutmenschen wenn es um die Unmenschlichkeit gegenüber den Palästinensern geht? Der Film „Töte zuerst!“ zeigt eure Heuchelei mehr als genug. Viel Spass!

    • Lieber Eric,
      Sie sollten sich nicht so unnütz echauffieren; es ist Ihrem Wohlbefinden abträglich. 🙂

      „Wo waren sie als Israel vor einem Monat illegal Drohnen nach Syrien schickte?“
      Was weiss ich, wo ich vor einem Monat war – hätt ich gewusst, dass es für Sie von Interesse ist, hätt ichs aufgeschrieben. Möglicherweise hab ich ja die Luftbilder der Drohnen ausgewertet, wer weiss? 😉

      „Und wo sind diese Gutmenschen wenn es um die Unmenschlichkeit gegenüber den Palästinensern geht?“
      Und wieder einer aus der Fraktion derer, die das Schicksal der Palästinenser nur interessiert, wenn sichs gegen den Judenstaat verwenden lässt – ansonsten geht man zur Tagesordnung über.

      „Der Film “Töte zuerst!” zeigt eure Heuchelei mehr als genug.“
      Sie sollten mit dem Wort „Heuchelei“ etwas behutsamer umgehen; das ziemt sich für Sie und Ihre Gefolgschaft nicht. Im Ãœbrigen ist es bezeichnend für die deutsche Fassung dieses Films, den Originaltitel „The Gatekeepers“ in „Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst“ umzuwandeln – die Absicht dahinter verwundert dann aber wiederum nicht, wenn man weiss, welche deutsche Fernsehanstalt als Co-Produzent mit beteiligt war.

      „Viel Spass!“
      Den werde ich haben; vor allem, wenn ich mir vorstelle, dass dem einen oder anderen aus ihrem Spektrum nach dem Filmgenuss ein Licht der Erleuchtung aufgeht und er oder sie die Botschaft hinter der Botschaft verstanden haben! 🙂

  2. Chajm, ich komme in 1-2 Tagen darauf zurück, weil ich keine Angst vor (m)einer Lücke habe. Aus meinem Text geht nicht hervor, dass „Sie“ gemeint sind mit Deutschenhass und Rassismus.

    >>>Und bevor Sie sich wieder mit vor gespielter Empörung zitternden Fingern vor die Tastatur setzen, um sich zu erleichtern…<<<
    Chajm, halten Sie das tatsächlich für einen Umgangston?
    Jeder u. überall würde mir daraufhin die Tür zeigen…

    • Aber sicher ist das der richtige Umgangston, denn dies ist die einzige Tonlage, die in Ihre Welt aus Heuchelei und fadenscheiniger „Israelkritik“ noch durchdringt!
      Sie können sich drehen und wenden wie Sie wollen und endlose Tapeten mit immer den gleichen Textbausteinen und nichtssagende Propagandavideos einstellen – es nützt nichts!
      Hinter Ihrer Maske der ach so empörten „Israelkritik“ verbirgt sich nichts weiter als ein ganz ordinärer Hass auf die Juden und ihren Staat!
      Das „Leid der Palästinenser“, welches Sie wie eine Monstranz vor sich her tragen, geht Ihnen doch eigentlich am Allerwertesten vorbei, solang es sich nicht in irgend einer Form zur primitivsten Polemik und zur Delegitimierung des Judenstaates missbrauchen lässt!
      Wo war Ihr und Ihrer Schwestern und Brüder im (Un)Geiste Aufschrei der Empörung, als die Luftwaffe des „Menschenfreundes“ Assad das Flüchtlingslager Yarmouk im Süden von Damaskus bombardierte und diese „Heldentat“ Opfer unter den dort wohnenden Palästinensern verursachte? Selbst ein Herr Ban Ki-moon konnte nicht umhin, dieses als Kriegsverbrechen zu brandmarken!
      Sie und ihre ganze Gefolgschaft, die Sie doch sonst so freizügig und auch recht inflationär mit den Begriffen „Kriegsverbrechen, Unmenschlichkeit, Folter“ und was der Dinge noch mehr sind, um sich werfen – Sie also und Ihre Entourage, wo waren Sie da?
      IHR SCHWEIGEN WAR OHRENBETÄUBEND!

      Und genau dieses Verhalten kennzeichnet Ihre ganze scheinheilige Heuchelei!

    • Und genau dieses Verhalten kennzeichnet Ihre ganze scheinheilige Heuchelei!

      Damit ist ihr die Tür gezeigt, unmissverständlich. Steht allerdings zu befürchten, dass sie es wieder nicht kapiert!

      Diese Leute sind es nicht wert, dass man sich mit ihnen beschäftigt, sinnlos, schade um die Zeit.

    • @jim
      „Damit ist ihr die Tür gezeigt, unmissverständlich. Steht allerdings zu befürchten, dass sie es wieder nicht kapiert!“
      Da stimme ich zu, auch was die Befürchtung betrifft! 🙂

      „Diese Leute sind es nicht wert, dass man sich mit ihnen beschäftigt, sinnlos, schade um die Zeit.“
      Hier bin ich nicht ganz d’accord; man muss sich mit diesen Leuten beschäftigen und zwar ganz intensiv, denn das „Nichtbeschäftigen“, das Ignorieren und Verdrängen dieser Leute und deren Ideologie hat letztendlich auch dazu geführt, das in Auschwitz die Schornsteine rauchten!
      Jede freie Minute sollten wir nutzen – und wenn der Brechreiz ob ihrer Tiraden noch so gross ist – und ihnen ihren nur mühsam verbrämten Judenhass vor Augen halten!
      In Zeiten, in denen so mancher gern ein kleiner Augstein sein möchte, kann es nicht genug Broders geben! 😉

  3. Die Knesseth ist ja keine schlechte Erfindung, und wie sie gehandhabt wird auch nicht.

    Das Problem liegt wo anders.

    Das Problem liegt darin, dass nicht das dort besprochen wird, was sollte, und dass dort zu wenig Frauen sind.

    Frauen würden dem Ganzen eine besondere Prägung geben.

    Aber es kommen ja andere Zeiten und da wird man gerne kreativ sein.

    Ich auf jeden Fall, mache mir keine Sorgen über das jüdische Volk, weil es ein intelligentes Volk ist und niemanden auslässt, was den Blickwinkel betrifft.
    So macht die Sammlung Israels Spaß! Man weiß, dass man nie verloren gehen kann, ob man in Wien ist oder anderswo, immer trifft man Brüder.

    • „Die Knesseth ist ja keine schlechte Erfindung, und wie sie gehandhabt wird auch nicht.“
      Da wird aber jetzt eitel Freude und Jubilieren sein im Staat der Juden ob der Tatsache, dass eine Internetkoryphäe Ihres Kalibers uns bescheinigt, dass unser Parlament eine gute Erfindung sei!
      CHAPEAU! 🙂

      „Das Problem liegt wo anders.“
      Haben Sie es dortselbst liegen gesehen und wie war das Befinden des Problems? Hat es sich Ihnen mitgeteilt? 🙂

      „Das Problem liegt darin, dass nicht das dort besprochen wird, was sollte, … “
      Sollten Sie über das, was in der Knesset besprochen wird, Insiderwissen verfügen, so wäre es in höchstem Mass löblich, selbiges der gespannten Leserschaft mitzuteilen! 🙂

      “ … und dass dort zu wenig Frauen sind.“
      Rufen Sie bitte ‚Knesset Spokesperson and Director of Public Relations 6408743‘ an und fragen sie nach dem Frauenanteil in der Knesset und dann vergleichen sie ihn mit dem Frauenanteil in Ihrem deutschen Parlament.
      (Wobei der Anteil an Frauen nicht unbedingt etwas über die Qualität der von von einem Gremium getroffenen Entscheidungen aussagt) 🙂

      „Aber es kommen ja andere Zeiten und da wird man gerne kreativ sein.“
      Ãœber die Kreativität des jüdischen Volkes sollten Sie sich nicht Ihren Kopf zermartern – ohne unsere Kreativität hätten wir nicht überleben können!

      „Ich auf jeden Fall, mache mir keine Sorgen über das jüdische Volk, … “
      Na, da können wir uns ja beruhigt zurück lehnen!

      “ … weil es ein intelligentes Volk ist … “
      Das haben Sie aber so richtig schön gesagt; ich bin gerührt!

      “ … und niemanden auslässt, was den Blickwinkel betrifft.“
      Das ist nun wieder recht nebulös ausgedrückt.

      „So macht die Sammlung Israels Spaß! Man weiß, dass man nie verloren gehen kann, ob man in Wien ist oder anderswo, immer trifft man Brüder.“
      Was vermuten Sie hinter der „Sammlung Israels?“
      Die jüdisch-zionistische Lobby/Weltverschwörung/Illuminaten/Bilderberger/das Ostküstenjudentum?
      Klären sie uns bitte auf!

  4. Chajm

    Sie kommen, ebenso wie Heron, über das Stadium des Versuchs einer persönlichen Verletzung durch Hinterfragung eben nie hinaus, das gehört zu Ihrer gemeinsamen Taktik der Verunsicherungen; Sie betreiben regelmäßig Mobbing der primitiveren Art.
    Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie und keine wissenschaftliche.
    Schauen Sie mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Beitar_Jerusalem
    GESCHICHTE
    Wikipedia: >>Dieser Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt usw. <<

    Dieser Hinweis bezieht sich auf den Teil Geschichte der Beitar Jerusalem und die interessiert hier nicht. Hingegen war der Punkt 4 über Rassismus und Islamphobie der Beitar bewusst- selektiv von mir eingefügt worden. Wer (zu Recht) auf die unverschämten Nazis in DE hinweist, muss auf den sich offen steigernden Rechtsextremismus in Israel's Stadien und seiner Gesellschaft schauen; und "schauen" allein genügt hier nicht, er muss bei seinem Namen genannt werden! Sonst ist er für mich unglaubwürdig und benutzt ihn als Argument wissentlich für seinen unverhohlenen Deutschenhass und seinen Rassismus gegenüber Arabern.

    • „Hingegen war der Punkt 4 über Rassismus und Islamphobie der Beitar bewusst- selektiv von mir eingefügt worden. Wer (zu Recht) auf die unverschämten Nazis in DE hinweist, muss auf den sich offen steigernden Rechtsextremismus in Israel’s Stadien und seiner Gesellschaft schauen“

      viele wege fuehren zur israel-kritik, was? eigentlich koenntest
      du jenen beitar fans schon fast dankbar sein, vielleicht bist
      du es auch. zumindest scheinen sie deinem ego gut zu tun.

      J

    • Und wieder selektieren Sie(Sie scheinen ein Faible dafür zu haben; woran mags wohl liegen?); einmal, indem Sie, argumentativ auf dem Bauch gelandet, plötzlich WIKI nicht mehr die Bedeutung zusprechen, die Sie mit dem Link zu suggerieren versuchten und zum anderen blenden Sie bewusst die von mir gemachten Anmerkungen über die beiden muslimischen Spieler und über Olmert aus, die eben belegen, dass sich die israelische Gesellschaft nicht mit diesen Auswüchsen identifiziert! Und wenn Sie in der Lage wären, sich unvoreingenommen darüber zu informieren, müssten Sie das auch erkennen und zugeben; stattdessen attestieren Sie mir Deutschenhass und Rassismus gegenüber Arabern – primitiver gehts nimmer!

    • Chaim:

      es ist leider so… die leute interessieren sich fuer
      beitar jerushalaim aber hapoel tel aviv oder macabi haifa sind
      ihnen egal… und sie interessieren sich fuer die situation
      von schwulen in jerushalaim aber die schwulen in tel aviv sind
      ihnen egal…

      und wenn man als guter freund deutschland kritisiert werden alle
      schnell sensibel und beleidigt…

      selektiv eben wie du auch schon sagst.

      J

  5. Jane wenn es denn besetzte Gebiete geben wuerde

    Die Israelischen Juden in Shomron und Judea leben in Israel und das koennen Sie mit ihrer Kopierten Palaraber Propaganda nicht aendern.

  6. @fairness

    (Rund 20 Prozent der israelischen Staatsbürger sind Palästinenser)

    Wo lernt man denn so ein Schwachsinn in GEO Heftchen ?

    Rund 20% der Israelischen Staatsbuerger sind entweder Christlich Arabische Israelis oder Moslemisch Arabische Israelis oder Drusische Israelis aber in keinem Fall Palaestinenser.

    Wenn Sie schon was schreiben dann versuchen Sie es dochmal mit Fakten und nicht mit Grimms Maerchen aus GEO Haeftchen.

    Und so wie ich Sie verstanden habe moechten Sie gerne Beispiele ueber Rassismus in der Bundesliga? Das duerfte leicht fallen

  7. Rund 20 Prozent der israelischen Staatsbürger sind Palästinenser, doch Beitar Jerusalem weigert sich seit mehr als siebzig Jahren, Palästinenser in die Mannschaft aufzunehmen. Die Anhänger der Mannschaft sind bekannt für ihre rechtsextreme politische Ausrichtung und vor allem für ihren rabiaten Rassismus. Bei einem Spiel kurz vor dem Holocaust-Gedenktag 2013 zeigten sie im Stadion ein Banner mit der Aufschrift „Beitar ewig rein“ („בית“ר טהורה לעד“) und „70 Jahre Prinzipien“ („70 שנים של עקרונות“), um gegen die Pläne zu protestieren, zwei muslimische Spieler aus Tschetschenien in die Mannschaft aufzunehmen.[2] Ein früherer muslimischer Spieler, Ibrahim Nadallah aus Nigeria, musste die Mannschaft aufgrund der ständigen rassistischen Beschimpfungen durch die eigenen Fans verlassen. Christliche Spieler werden jedoch durchaus akzeptiert. Im März 2012 griffen hunderte Beitar-Anhänger nach einem verlorenen Spiel palästinensische Angestellte eines Einkaufszentrums an und riefen rassistische Parolen. Die Polizei schritt nicht ein.[3] Die Ausschreitungen wurden in Israel selbst vielfach als Pogrom charakterisiert, darunter vom stellvertretenden Bürgermeister von Jerusalem, Pepe Alalu.[4] Die Fans sind offen rassistisch und stolz darauf: Wenn die Mannschaft zum Aufwärmen auf das Spielfeld kommt, intonieren die Fans: „Hier kommt sie, die rassistische Gruppe des Staates [Israel]“ („×”× ×” היא עולה, הקבוצה הגזענית של המדינה“). Weitere gängige Schlachtrufe sind „Tod den Arabern“ („מוות לערבים“) und „Vernichtet die Amalekiter“ („למחות את זרע עמלק“).[5] – Aus Wikipedia

    So viel über das „Reinbleiben“ und sich trotzdem schmutzig machen. Die Kunst des Verdrängens.

  8. mfg die HizbAllah ist eine libanesische Terrorgruppe. Aber in der Knesseth sind mehrere arabische Parteien vertreten und der Hinweis darauf, dass in Spanien eine baskische Partei wegen Separatismus verboten wurde, ist gerechtfertigt.
    Als während des kalten Krieges die KPD in Westdeutschland verboten war, gab es in Israel eine legale KP, deren Abgeordnete mit israelischen diplomatischen Pässen versehen im Ausland Israel verleumdeten, eben wie es die damalige sowjetische Linie vorsah.

    • „Als während des kalten Krieges die KPD in Westdeutschland verboten war…..“

      nicht zu vergessen, dass der krieg im nahen osten tatsaechlich
      ein heisser krieg war, und zwar zwischen israel und eben jenen
      arabischen laendern, die gleichzeitig von der SU unterstuetzt
      wurden.

      dennoch gab es diese parteien.

      so einen toleranten umgang mit leuten aus verfeindeten laendern und voelkern gab es in europa glaube ich nie und von
      keinem land und von keinen ideologischen parteien. (eigentlich
      gibt es diesen umgang nicht mal fuer die minderheiten in
      europa)

      J

  9. @mfb

    wie kommt man denn in Ihrem verwirrten Kopf von Israelisch Arabische Parteien darauf das die Terrororganisation Hizbollah aus dem Libanon sei eine Arabisch Israelische Partei ?

    Zumal das Thema des Artikel ausschliesslich Arabische Parteien und Arabisch Israelische Waehler IN ISRAEL ist!

    KPD-Verbot

    „Das KPD-Verbot vom 17. August 1956 war das zweite Parteienverbot in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, nachdem die Sozialistische Reichspartei (SRP) 1952 verboten worden war.

    Es führte zur Zwangsauflösung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), dem Entzug ihrer politischen Mandate, dem Verbot der Gründung von Nachfolgeorganisationen und Gerichtsverfahren gegen tausende Mitglieder.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/KPD-Verbot

    Wie heisst es „Grosse Klappe und nichts dahinter “ !

  10. Man sollte vielleicht auch erwaehnen, dass es in israel arabische
    parteien gibt, waehrend zum beispiel in spanien eine baskische
    partei verboten wurde, weil sie zu separatistisch war und unter verdacht stand mit der eta zusammen zu arbeiten.

    genauso kann man auch die existenz oder nicht-existenz von einer
    kommunistischen partei in israel und in deutschland anschauen.

    soviel zum thema demokratie

    J

    • „Man sollte vielleicht auch erwaehnen, dass es in israel arabische parteien gibt, waehrend zum beispiel in spanien eine baskische partei verboten wurde, weil sie zu separatistisch war und unter verdacht stand mit der eta zusammen zu arbeiten.“

      Aja .. die Hisbollah ist also in Israel eine legale politische Partei?? ..

      „genauso kann man auch die existenz oder nicht-existenz von einer kommunistischen partei in israel und in deutschland anschauen.“

      Genau .. kommunistische Parteien gibt es in Deutschland gar nicht .. sind schlicht verboten ..
      http://www.dkp.de/
      http://www.mlpd.de/
      .. um nur mal zwei zu nennen .. sind in Deutschland streng verboten und die o.a. Webseiten sind Undergroundseiten .. 😀

      @Jacobo,
      wer von nix ne Ahnung hat, sollte mal die Fre__e halten .. 😉

    • „Aja .. die Hisbollah ist also in Israel eine legale politische Partei?? ..“
      Wo hat der user Heron im Zusammenhang mit der Parteienlandschaft in Israel irgend etwas erwähnt, das Sie schlussfolgern lässt, die von Ihnen benannte Terrortruppe sei in Israel eine legale politische Partei?
      Oder war da wieder der Wunsch der Vater des Gedanken? 🙂

      „Genau .. kommunistische Parteien gibt es in Deutschland gar nicht .. sind schlicht verboten ..“
      Wenn es noch eines Beweises Ihrer absoluten Unbedarftheit gebraucht hätte – mit diesem Satz haben Sie ihn geliefert! 🙂
      Sie sollten schon in der Lage sein, die verlinkten Seiten auch zu lesen und inhaltlich zu erfassen, sonst wird es eine argumentative Bauchlandung!
      Nur weil die DKP vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet wird, ist sie noch lang nicht verboten; sie ist eine Nachfolgepartei der 1956 tatsächlich verbotenen KPD – übrigens ein Fehler, wie sich später herausgestellt hat – ist doch eine Partei, die aus der Illegalität heraus operiert, wesentlich schwerer zu überwachen.
      Gleichfalls nicht verboten ist auch die andere von Ihnen benannte Sekte, die MLPD. Und selbst die Internetauftritte von beiden „Beglückungssekten“ sind keine „Undergroundseiten“ wie Sie zu suggerieren belieben; es sind ganz legale Internetseiten und der Zugriff durch Internetuser unterliegt keinerlei Beschränkungen – warum auch; sollen sich doch die user selbst ein Bild von der verquasten Weltsicht jener Sekten machen – das ist heilsamer als ein Verbot!:-)

      „@mfb, (ich habe mir freundlicherweise erlaubt, den Adressaten zu ändern)
      wer von nix ne Ahnung hat, sollte mal die Fre__e halten ..“ 🙂

      In der Hoffnung, dass Sie diesen Ihren letzten Satz vollinhaltlich erfasst haben und ihn beherzigen, verbleibe ich mit den besten Grüssen zum Purimsfest!

      Ihr Chajm

    • Hallo Chaim:

      wie du sagst, die KPD ist in deutschland verboten, in israel
      ist die entsprechende partei nicht verboten, hesbola? hat niemand von geredet. aber es gibt in israel legale arabische
      parteien (mit teilweise zweifelhafter arbeit), waehrend in anderen laendern es keine minderheiten
      parteien gibt (zum beispiel HB in spanien wurde verboten, deutschland wuerde von ganz links bis ganz rechts auch keine tuerkische partei verkraften, zuindest trau ich es ihnen nicht zu). das waren nur beispiele fuer leute, die die demokratie in israel in
      frage stellen wollen. Die sollten sich mal in ihren eigenen
      laendern umschauen.

      und ja… was mfb betrifft… ich denke mfb hat einfach meinen kommentar nicth verstanden, im artikel oben geht es auch nicht
      um die hisbola, auch ncith um den libanon. kann vorkommen…

      „@Jacobo,
      wer von nix ne Ahnung hat, sollte mal die Fre__e halten .. ;-)“

      dafuer zeigt er sich heute mal (trotz ueberragenden
      lesefaehigkeiten) von seiner charmant zivilisierten seite…

      J

  11. Ich finde es positiv, dass Hagalil auch solche Stimmen bringt.
    Dem letzten Absatz würden die meisten jüdischen Israelis – mit Ausnahme des letzten Satzes – vorbehaltlos zustimmen. Israel kann und soll – soweit es irgendwie unter den Bedingungen des Nahen Ostens möglich ist – der Minderheit die gleichen Rechte garantieren und für ihre Durchsetzung sorgen. Freilich wer gleiche Rechte fordert muß auch die gleichen Pflichten erfüllen. Und dieses Prinzip sollte auch für Juden gelten.
    Der Autor irrt aber, wenn er glaubt alle Linken wären frei von Vorurteilen und wenn er glaubt alle Rechten wären gegen die Gleichberechtigung. Der israelische Fußballverband hat gegen Betar Jerusalem Maßnahmen gesetzt.
    Der letzte Satz „Es ist auch keine Schande, von den jüdischen Gemeinden weltweit zu lernen, denen es gelungen ist, Einfluss zu nehmen, obwohl sie eine Minderheit sind.“ ist problematisch.
    In keinem Land Europas ist es jüdischen Gemeinden gelungen, den Antisemitismus, der oft genug hinter der Maske des Antizionismus in den Mainstream geraten ist und den weitverbreiteten Antisemitismus in dem muslimischen Gemeinden zurückzudrängen. Der israelische Mainstream zeichnet sich nicht durch antiarabischen Rassismus aus. In den staatlichen Medien (TV und Radio) gibt es keine antiarabische Hetze. Abweichende Meinungen können dort sehr im Gegensatz zu Österreich häufig ausgedrückt werden.

    • „Der letzte Satz “Es ist auch keine Schande, von den jüdischen Gemeinden weltweit zu lernen, denen es gelungen ist, Einfluss zu nehmen, obwohl sie eine Minderheit sind.” ist problematisch.“

      problematisch vielleicht, aber ich denke du wirst leider nicht viele araber finden, die soetwas sagen wuerden.

      J

  12. Fuer welche Lesergruppe ist denn dieser Artikel gedacht gewesen ?
    Und von welchen Israelischen Arabern spricht der Autor von den Moslimischen oder Christlichen Arabischen Israelis?

    Arabische Israelis lesen keine Haaretz sondern ihre Arabischen Zeitungen.

    „Ich sage nicht, dass die arabischen Parteien in den mehr als 60 Jahren ihres Kampfes nichts erreicht hätten – mir ist klar, dass sie letztendlich in einer Umgebung tätig sind, die nicht ihre ist“

    Interessanter Ansatz, sind damit die Juden gemeint oder das Land ?

    “ Es ist auch keine Schande, von den jüdischen Gemeinden weltweit zu lernen, denen es gelungen ist, Einfluss zu nehmen, obwohl sie eine Minderheit sind.“

    Der Autor kann sich seine Fragen mit der Jahrhunderte langen Herrschaft der Osmanen ueber die Araber selber beantworten.

    Also ist der Artikel fuer die Israelische Linken gedacht den Arabern, die es in 60 Jahren nicht geschafft haben eine andere Umgebung zu schaffen, dabei zu helfen gegen die Juedische Herrschaft anzugehen.

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