Solidaritätskundgebung in Berlin

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Bei einer Kundgebung am Sonntagmittag (18.11.) kamen etwa 500 Menschen zum Joachimstaler Platz, um ihre Solidarität mit Israel zu demonstrieren. Israel brauche und verdiene diese Solidarität, sagte Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, in seinem Redebeitrag…

Kramer kritisierte, dass der „Raketenterror seit Jahren verniedlicht“ werde. Eine ganze Generation von Kindern wachse im Bunker auf. „Die Weltöffentlichkeit muss endlich aufhören, Israel das legitime Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen“, so Kramer weiter. Auch die palästinensische Zivilbevölkerung leide unter der Hamas, gab er zu Bedenken.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, sagte, dass „der Islamismus untergehen wird wie Faschismus und Kommunismus“. Die israelische Seite stellte der in Jerusalem lebende Journalist Ulrich Sahm dar, der zunächst dem Vorwurf widersprach, die Militäroperation sei eine wahltaktische Überlegung von Israels Ministerpräsident Netanyahu. Auch die Sorgen um die Gefährdung der angeblichen „Stabilität“ im Nahen Osten hält er nicht für angemessen, gäbe es doch in der Region sowieso keine Stabilität.

Jochen Feilcke von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg betonte, dass es echten Frieden nur mit friedfertigen Menschen geben könne, nicht jedoch mit militanten Palästinensern. „Während deutsche Politiker am warmen Kamin nach Formulierungen suchen, ob die Gegenangriffe Israels verhältnismäßig sind, sterben Menschen im Raketenhagel der Hamas“, mahnte er.

Die Kundgebung wurde von verschiedene pro-israelische Organisationen organisiert, die ab sofort jeden Sonntag fortgeführt werden solle, so lange Israel weiter vom Gazastreifen aus beschossen wird.

Fotos: © Margrit Schmidt

5 Kommentare

  1. Gut diese Solidaritätsveranstaltungen. Ich stehe voll dahinter war auch schon in Stuttgart beim Kippaflashmob.Wurde ja über FB zu der Gruppe eingeladen
    ES ist wichtig zu demonstrieren auch die Zeitungen und Medien immer wieder anzuschreiben ,

  2. Erdogan… Wenn er seine Streitkräfte mal wieder in den Irak einmarschieren lässt, um dort KurdInnen zu jagen, wenn er Ähnliches im Schulterschluss mit dem Iran, den er ansonsten nicht mehr ab kann, weil der den Syrer unterstützt, in den gemeinsamen Grenzgebieten veranstaltet, auch sonst kein Rezept außer Militäreinsätzen gegen aufmüpfige KurdInnen im eigenen Land hat, dann ist das zwar ganz klar Terror, weil es vor Allem Zivilpersonen trifft, aber glücklicherweise gibt es ja Israel, auf das er ablenkend zeigen kann: am Balken im eigenen Auge vorbeischielend, auf den Beifall arabischer und persischer Führer erpicht.

    Erinnern wir uns: genau in den Tagen, als es den Zwischenfall mit der Gaza-„Hilfsflotille“ gab und Erdogan scheinbar(!) vor Wut geiferte, brach sein Militär zu Lande und in der Luft in den Irak ein und tötete dort vor Allem kurdische Frauen und Kinder, ging es gleichzeitig zusammen mit dem Iran, der da noch (fast) „Gut Freund“ war, massivst gegen KurdInnen zur Sache. Viele Menschen kamen dabei um, viele Dörfer wurden zerstört, Vieh vernichtet usw. Was den damals auf Israel fixierten Weltmedien keine Zeile wert war.

  3. Natürlich(?) gab es am gleichen Tag auch eine Demo derjenigen, die meinten, sie müssten Flagge (von jede Menge palästinensisch über die der DKP etc. bis zu der des Dschihad), Kufiyas und Kopftücher zeigen gegen „die israelischen Angriffe“:

    http://de.indymedia.org/2012/11/338172.shtml

    Beachtenswert sind die Kommentare.

    Das altetablierte deutsche Indymedia ist manchen Leuten zu zahm. Deshalb hat sich ein Zweig gebildet: linksunten. indymedia. org. Dort ist der Bericht auch veröffentlicht, mit anderen Kommentaren:

    https://linksunten.indymedia.org/fr/node/71773

    Noch ein gleichfalls kommentierter Indymedia-Bericht dazu, mit einigen Bildern:

    http://de.indymedia.org/2012/11/338158.shtml

    Dort ist ein die Demo teilweise zeigender youtube-clip verlinkt:

    http://www.youtube.com/watch?v=m4anK-NuwgA

    • Natürlich(?) stellt sich die Frage, falls das Sprichwort: „Die Feinde meines Feindes sind mein Freund“ stimmt, wie kann ich mit dem Kurdistan und Palästina Transparent da mitlaufen. Gerade noch hat Erdogan Israel als terroristischen Staat bezeichnet, schon ist er selber der A….?
      Ansonsten sehe ich in der Anzahl der durchaus hamasskeptischen Kommentare eine gewisse, von mir positiv empfundenen, Entwicklung. Vielleicht lernen es auch die anderen noch: Als sie mich holten gab es keinen mehr der demonstrieren konnte.

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