Hilfe für traumatisierte Kinder

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JNF-KKL öffnet Sommerferienlager Nes Harim…

Der Jüdische Nationalfonds – Keren Kayemed LeIsrael ruft zum Spenden für Kinder und ihre Familien im Süden Israels auf. Die Region ist seit Tagen unter Dauerbeschuss von Terrororganisationen aus dem Gaza-Streifen. Alleine gestern und heute wurden 250 Raketen abgefeuert. 250.000 Kinder harren in Schutzräumen aus. In Kiriyat Malachi starben drei Menschen. Ein 14-jähriger Junge und zwei Babys liegen verletzt in Krankenhäusern. Die Lebenssituation ist unerträglich.

Um diesen Kindern und ihren Familien zu helfen, hat der JNF-KKL das Sommerferienlager Nes Harim in der Nähe von Jerusalem für Betroffene geöffnet. Sobald die Sicherheit für Bustransporte gegeben ist, werden Kinder aus der Region mit ihren Angehörigen dort einige Tage in Ruhe und geschützt vor Angriffen verbringen können. Sie erhalten dort auch eine psychologische Betreuung.

„Damit wir das Angebot des Aufenthaltes in Nes Harim möglichst Vielen machen können, benötigen wir finanzielle Unterstützung. Alleine die Kosten für ein Kind betragen 180 Euro“, erklärt Dr. Shaul Chorev, Hauptdelegierter des JNF-KKL für Deutschland. „Wir bitten daher diejenigen, denen Israel und die Menschen am Herzen liegen, um Spenden. Jeder Euro hilft.“

Weiter unter: http://www.jnf-kkl.de/cgi-bin/internetal.pl?d=1&fw=&a=p1632&gr=14000101

6 Kommentare

  1. Und was ist mit den Kindern im Gazastreifen?
    Wieso sollte jemand denen weniger helfen als den kindern in Südisrael?

    • Apropos: Was ist eigentlich mit den syrischen Kindern? Die scheinen mal, wieder auch hier, niemanden zu interessieren!!

    • Nebenbei, es werden paläst. im Kinder Hadassah Krankenhaus Tel Aviv behandelt, die verletzt sind.

      „PTBS bei Jugendlichen in Sderot weit verbreitet

      43,5% der Jugendlichen in Sderot zeigen Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Dies geht aus einer Studie hervor, die im vergangenen Monat, noch vor Beginn der gegenwärtigen Eskalation in Südisrael, im Journal of Adolescent Health veröffentlicht wurde.

      Für die Studie wurden 154 Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben und acht untersucht. Sderot hat 20.000 Einwohner und leidet seit dem Jahr 2000 unter Raketenbeschuss.

      Leiter der Studie ist Dr. Rony Berger von der Ben Gurion-Universität des Negev, beteiligt sind außerdem Forscher der Universität Haifa und der medizinischen Fakultät der Stanford University.

      Die Datenerhebung fand noch 2008 statt – untersucht wurde darüber hinaus, inwieweit eine psychologische Betreuung durch Lehrer beim Abbau der Symptome hilfreich sein könnte. Hier gelangten die Forscher zu dem Ergebnis, dass wöchentliche Sitzungen zu deutlichen Verbesserungen führten.“

      (Haaretz, 20.11.12)

    • aber es gibt doch auch schon sehr schöne Sommerferienlager für die Kinder im Gazastreifen, die Hamas kümmert sich ja so rührend um ihr pädagogisches Wohl

      http://www.demotix.com/news/1326763/hamas-camps-children-and-youths-gaza-strip#media-1326739

      mal im Ernst, wie kann man sogar noch dann zwanghaft nach was zum Herumkritteln suchen, wenn es darum geht, dass traumatisierten Kindern das Leben ein paar Tage lang ein wenig leichter gemacht werden soll. nur weil es sich dabei um israelische Kinder handelt.

      vermutlich, wenn es morgen in der Zeitung hieße „Israelischer Arzt entdeckt Heilmittel gegen AIDS“ wäre die Reaktion mancher Leute darauf wohl nur „Und warum hat er keins gegen Krebs gesucht?!“

  2. Falls die Kampfhandlungen längere Zeit anhalten, reicht die Kapazität des Lagers eventuell nicht aus. Zu bedenken wäre ferner, dass bereits jetzt Raketen die Gegend um Jerusalem erreichen können. Deshalb müsste man überlegen, ob die Kinder nicht an einen sicheren Ort außerhalb Israels gebracht werden könnten.

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