Eskalation in Südisrael

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148 Raketen haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen seit dem Samstagabend auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen trafen Sderot, sowie die Bezirke Eshkol, Shaar ha-Negev und Chof Ashkelon und haben am Sonntagmorgen mehrere Menschen verletzt…

Das Raketenabwehrsystem Iron Dome hat zunächst Grad-Raketen abgefangen, die gegen Ashdod und Beer Sheva gerichtet waren; später wurden zwei Wohnhäuser getroffen.

Die gegenwärtige Krise begann am Samstag, als eine Panzerabwehrrakete aus dem Gazastreifen einen Jeep der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) traf und vier Soldaten verwundete, zwei von ihnen schwer. Die Patrouille von ZAHAL wurde in der Nähe des Übergangs Karni aus dem östlichen Gazastreifen angegriffen. ZAHAL hat das Feuer erwidert.

Gegenwärtig fliegt die Luftwaffe Angriffe gegen Ziele im Gazastreifen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen.

Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte: „ZAHAL geht gegenwärtig aggressiv gegen die Terrororganisationen im Gazastreifen vor, die von ZAHAL harte Schläge einstecken müssen. Die Welt muss verstehen, dass Israel nicht einfach nur dasitzen wird, wenn es angegriffen wird. Wir sind bereit, unsere Reaktion zu intensivieren.“

Am Montagmorgen wurden Einschläge von fünf weiteren Raketen im Süden registriert. Eine sechste Rakete wurde durch Iron Dome abgefangen.

Außenministerium des Staates Israel/Haaretz, 12.11.12, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

32 Kommentare

  1. Hier ein paar Bilder was Palästinenser durch Israelis erleiden (und zwar auch dann wenn es angelich still ist und keinerlei militärische Operationen Seitens Israels durchgeführt werden – also Alltag für Palästinenser unter Besatzung):

    http://occupiedpalestine.wordpress.com/images-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D9%88%D8%B1/

    Ursache für die Gewalt ist die völkerrechtswidrige Unterdrückung und Enteignung der Palästinenser – so lange die Besatzung und die Blockade nicht beendet wird – ist Israel der Agressor, der für das Leid auf beiden Seiten die maßgebliche Verantwortung trägt.

  2. Vorsicht, keine schöne Bilder, aber hier sieht man, was die Hamas mit ihren eigenen Leuten macht, wenn die nicht hinter den Verbrechern stehen:

    http://www.nydailynews.com/news/world/hamas-kills-suspected-collaborators-israel-gaza-article-1.1205010

    Palestinian civilians take pictures of bodies of men, allegedly Israeli collaborators, after they were shot dead Tuesday. The victims had notices pinned to their bodies saying they had been killed by Hamas’s armed wing.

  3. Jane, da Sie die Bevölkerungsdichte in Gaza ansprechen: Sicher haben Sie schon 10 Palästinenser von dort bei sich zu Hause aufgenommen.

    (Wenn nein, warum nicht?)

  4. „Für die Hamas ist es leider kein Problem, dass die Kinder als Märtyrer leiden, weil dann kommen sie in den Himmel, und gleichzeitig sind sie gute Propaganda gegen Israel.“

    Unsinn – die Kinder leiden an dem Krieg mit Israel und unter der Besatzung.

    Wussten Sie Carmela, dass mehrere Jahre auf der israelischen Liste der verbotenen Güter für Gaza auch Spielzeug. Stifte, Musikinstrumente und Kinderschuhe standen?

    Hier eine Meldung in Haaretz – nach 3 Jahren lässt Israel das erste mal wieder Kinderschuhe nach Gaza.

    http://www.haaretz.com/news/israel-lets-clothes-into-gaza-for-first-time-since-hamas-takeover-1.283913

    Wissen Sie, dass die Israelis schon 12-jährige nachts aus ihren Familien holen, in ihre Gefängnisse verschleppen, weil sie mal einen Stein geworfen haben sollen (jüdische Kinder werfen dauernd STeine auf Palästinenser und die Soldaten schauen zu). Wissen Sie, dass diese Kinder oft keinen Rechtsbeistand bekommen, gezwungen werden GEständnisse zu unterschreiben, die sie nicht verstehen und das ohne ihre Familien zu sehen?

    Israel führt auch Krieg gegen Kinder und die dauernde Propaganda, die Palästinenser würden doch gerne ihre Kinder opfern ist unerträglich und verlogen.

  5. Beispiel für die lückenhafte Berichterstattung – welche stets die israelische Gewalt ausblendet oder verharmlost und so oft fälschlich dieselbe nur als Reaktion auf die palästinensische darstellt:

    „Es stimmt, dass am Samstag vor dem ausgedehnten israelischen Bombardement der militärische Arm der Volksfront für die Befreiung Palästinas eine Panzerabwehrrakete auf ein israelisches Militärfahrzeug in der Nähe der Grenze zu Gaza feuerte, wodurch vier israelische Soldaten verletzt wurden. Aber was führte zum Abschuss der Panzerabwehrrakete?

    Als erstes erschossen israelische Militärkräfte am Montag, 5. November den 23 Jahre alten Ahmad Nabhani, als er „sich dem Grenzzaun zu Israel näherte.“ Laut zumindest einer Zeugenaussage war Nabhani geistig behindert.

    Dann, am Dienstag, 8. November, überschritten die israelischen Okkupationskräfte – acht Panzer und vier Bulldozer – die Grenze in den Süden von Gaza, schossen dort herum und töteten einen 13 Jahre alten Buben, wie das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR – Palästinensisches Zentrum für Menschenrechte) berichtet.

    Nach vom PCHR durchgeführten Untersuchungen wurde am Donnerstag ungefähr um 16.30 Uhr der 13 Jahre alte Ahmed Younis Khader Abu Daqqa durch ein Geschoß in den Unterleib schwer verletzt, nachdem israelische Militärfahrzeuge, die in das Dorf Abassan eingedrungen waren, willkürlich herumschossen. Zu der Zeit, in der er getroffen wurde, spielte Ahmed mit seinen Freunden Fussball vor dem Haus seiner Familie, das etwa 1.200 m entfernt ist von dem Gebiet, in dem sich die israelischen Okkupationskräfte befanden….“

    http://dontyoubelievethehype.com/2012/11/gaza-konflikt-wer-hat-angefangen/

  6. „Sechseinhalb Jahre , kurz nachdem die Hamas die palästinensischen Wahlen gewannen und den Gaza übernahmen, kündigte ein hochrangiger israelischer Beamter eine Reaktion Israels an . „Die Idee“, sagte er, „ist die , die Palästinenser auf Diät zu setzen, aber sie sollen nicht vor Hunger sterben.“

    Beamte der israelischen Gesundheitsbehörde stellten Berechnungen an, wie viele Kalorien Minimum die 1,5 Millionen Einwohner des Gazastreifens benötigen, um Mangelernährung zu vermeiden. Diese Zahlen wurden dann umgerechnet in Lebensmittellieferungen per LKW, die Israel täglich für den Gaza erlaubte. Die israelischen Medien versuchten, diese inhumanen Details im besten Licht zu präsentieren. Selbst die liberale Zeitung Haaretz beschrieb diese extreme Form des Kalorienzählen als Heldentat und titelte „Israel stellt sicher,dass Gaza nicht verhungert.“

    Aber ein etwas anderes Bild ergibt sich, wenn man das Kleingedruckte liest. Während das Gesundheitsministerium festlegte, dass Gaza täglich durchschnittlich 2.279 Kalorien pro Mensch benötigte um Mangelernährung zu vermeiden, was ca. 170 Lkw Lieferungen pro Tag entsprach, fand das Militär eine Reihe von Vorwänden, um die Lieferungen stark zu reduzieren. Die Realität war, dass im Durchschnitt nur 67 LKW’s, viel weniger als die Mindestanforderung des Gazas, täglich die Grenzen passierten. Zur Information, vor der Blockade fuhren mehr als 400 Lkw’s in den Gaza. Um diese großen Reduzierungen zu erklären, wurden die Bewertungen der Beamten als zu großzügig eingeschätzt, die selbst angebauten Erzeugnisse im Gaza hochgerechnet und schließlich auf Kulturunterschiede bei der Essensmenge hingewiesen. Gisha stellte fest, die israelischen Beamten hatten die Tatsache, dass die Blockade schwere Auswirkungen auf die Landwirtschaft des Gazas habe und das diese zu einem dramatischen Rückgang der Nahrungsmittelproduktion führt, einfach ignoriert. UN-Mitarbeiter stellten zudem fest, dass selbst die Lebensmittel aus den täglichen 67 LKW Lieferungen nicht vollständig Gaza erreichten.

    Die israelischen Blockadevorschriften sahen vor, dass jede Lieferung überprüft wurde. Die lange Verzögerungen an den Kontrollpunkten ließen viele Nahrungsmittel verderben. Auch wurde die Zahl der Lastwagen mit nährstoffarmen Zucker verdoppelt und dafür die Lieferungen mit Milch, Obst und Gemüse stark reduziert.

    Robert Turner, Direktor der UN-Flüchtlings-Agentur Operationen im Gazastreifen, beobachtet: “ Fakt ist, die Einfuhren fielen stets unter die roten Linien.“

    Es bedarf keines Experten, die Einführung der Weisglass „Diät“ würde eine weit verbreitete Unterernährung zur Folge haben, insbesondere bei Kindern. Ein durchgesickerter Bericht des Internationalen Roten Kreuzes besagt „Eine chronische Unterernährung ist auf einem stetig steigenden Trend, auch von großer Bedeutung sind die Mikronährstoff-Defizite“.

    Israel bestreitet weiter die Vorwürfe. Die Dokumente seien lediglich „Rohfassungen“ und wurden nie umgesetzt . Aber warum tatsächlich nur 67 LKW’s Gaza jeden Tag beliefern, wurde nicht erklärt. Es kann kein Zweifel geben, der Hunger im Gaza war als eine Form der kollektiven Bestrafung an die Bevölkerung gedacht. Das Ziel war „Wirtschaftskrieg“, der zu einem Volksaufstand gegen die Hamas führen sollte.

    Wer zweifelt noch ernsthaft, dass angesichts der Erfahrungen von Gaza, es weitere Dokumente in den israelischen Armeearchiven gibt, die ähnliche Experimente von „Social Engineering“ beinhalten? Dass Israel auch über Strom und Wasser Rationierung nachdachte, über Verknappung von Wohnfläche oder welches Arbeitslosen- Niveaus Unruhen auslöst.

    Indizien sind:

    · Die Entscheidung, im Jahre 2006 Gaza`s einziges Kraftwerk zu bombardieren und anschließend die ordnungsgemäße Reparatur zu blockieren.
    · Die Verweigerung einer Entsalzungsanlage, die einzige Möglichkeit, Überbohren verunreinigen den Strip unterirdische Wasserversorgung zu verhindern;
    · Die Erklärung von großen Landflächen zu „No-go-areas“, was die Landbevölkerung in die schon überfüllten Städte und Flüchtlingslager zwang.
    · Die anhaltende Blockade auf Exporte und ein systematisches dezimieren der Gaza Wirtschaft.

    Dieses „Sicherheitskonzept“, wie die israelische Armee es nennt, beinhaltet die völlige Zerstörung einer Gemeinschaft und deren Infrastruktur. Die Menschen sollen so intensiv mit dem Ãœberlebenskampf und Wiederaufbau beschäftigt sein, dass andere Belange, einschließlich der Bekämpfung oder dem Widerstand gegen Besatzer, nicht durchführbar sind.

    Am ersten Tag der Offensive in Gaza, erklärte Yoav Galant, zuständiger Kommandant, das Ziel kurz und bündig: „Wir schicken Gaza Jahrzehnte in die Vergangenheit“. Matan Vilnai hat wohl in ähnlicher Weise gedacht, als er Monate vor der Operation „Gegossenes Blei“, warnte, dass Israel bereit ist, Gaza eine „Schoah“ zuzufügen. Schoah ist das hebräische Wort für Holocaust. In diesem Zusammenhang gesehen, kann „Weisglass Ernährung“ nur als eine weitere Verfeinerung der Dahiya Lehre verstanden werden: eine ganze Gesellschaft so umzugestalten, dass sie die Unterwerfung durch eine Kombination von Gewalt, Armut, Unterernährung und einem ständigen Kampf um begrenzte Ressourcen akzeptieren.“

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:oM–v7NFXgAJ:z4h.de/z4h-wochenthema/global/israel/israels-diaet-fuer-den-gaza.html+gaza+nahrungsmittel+israel&cd=20&hl=de&ct=clnk&gl=de

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/oct/17/israeli-military-calorie-limit-gaza?newsfeed=true

    Autor:Jonathan Cook gewann den Martha Gellhorn Special Prize for Journalismus. Seine neuesten Bücher sind „Israel und die Clash of Civilisations: Irak, Iran und der Plan zum Remake des Nahen Ostens“ (Pluto Press) und „Disappearing Palästina: Israel Experiments in Human Despair“ (Zed Books).

    Red Lines Dokument:

    http://z4h.de/images/zh4/pdf/red_lines.pdf

    Dokument das belegt, die Lieferungen wurden nicht auf Grund von Raketenangriffen reduziert!

    http://z4h.de/images/zh4/pdf/DefenseMinistryDocumentsRevealedFOIAPetition.pdf

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte fest, dass es in Gaza immer mehr Mangelernährung gibt, die zu Wachstumsstörungen führt: Mehr als 10 Prozent aller Kinder in Gaza litten unter dieser Störung. Es wird davon ausgegangen, dass sie an einer chronischen Unterversorgung mit Proteinen, Eisen und wichtigen Vitaminen leiden. Außerdem warnt die WHO vor einer Zunahme der Anämien: Bereits heute litten 65 Prozent der Babys und Kleinkinder unter 12 Monaten unter „Blutarmut“ sowie 35 Prozent der Schwangeren.

    Das Kinderhilfswerk Unicef, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das ‚Ard-Al-Insan-Zentrum für Ernährung‘ in Gaza und verschiedene andere Organisationen weisen auf den Zusammenhang zwischen einer fehlenden Versorgung mit Gemüse und Proteinen und diesen Mangelerscheinungen hin.

    Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) schreibt in einem Bericht vom Juni 2009, die Folgen der unausgewogenen Ernährung seien u.a. „zunehmende Infektionsanfälligkeit, Müdigkeit und Lernschwäche“. Das ICRC warnt vor den möglichen Langzeitfolgen für die unterernährten Kinder Gazas.

    Ebenfalls im Juni forderten 38 NGOs – Oxfam, Care World Vision, mehrere UNO-Organisationen und andere – ein Ende der Blockade und betonten die Wichtigkeit eines normalen Handels mit Gaza. Auch in dem oben zitierte Bericht des ICRC wird eine Wiederaufnahme der Import- und Exportaktivitäten gefordert. Gleichzeitig warnt das Rote Kreuz, die Situation in Gaza sei so verheerend, dass es Jahre dauern werde, bis sich das Gebiet erholen könne.

    http://www.zmag.de/artikel/gaza-die-mangelernaehrung-zeigt-folgen

    90-95% des Grundwassers von Gaza stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Da sie kein Leitungswasser trinken sollen, zahlen viele Einwohner Gazas für eine private Wasserversorgung. Doch auch dieses Wasser ist nicht viel sicherer: Untersuchungen ergaben, dass auch dieses Wasser zehn Mal mehr Schadstoffe beinhaltet als die Menge, die Gesundheitsexperten für vertretbar halten. Die Abriegelung des Gazastreifens hat die Rehabilitierung des Wasser- und Abwassersystems verhindert bzw. verzögert. Folglich fließen 90 Millionen Liter Abwasser täglich nur teilweise gefiltert oder gänzlich ungefiltert ins Meer und verschmutzen die Fischgründe. Ist jemand durch das Wasser krank geworden ist, so ist auch die Versorgung mit Medikamenten nicht gesichert. Mehr als 202 der 480 Medikamente, die von der Weltgesundheitsorganisation als essentielle Grundmedikamente definiert sind, gibt es momentan in Gaza nicht.

    ..Die Bewohner Gazas können über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten ausreisen – vorausgesetzt die israelischen, die ägyptischen und die Hamas-Behörden erlauben es ihnen. Doch ihre wichtigsten Ziele, die Westbank und Ostjerusalem können sie damit nicht erreichen. Um dorthin anzukommen, müssen sie über den israelischen Übergang Erez reisen. Doch das dürfen nur sehr wenige, und das seit langem. Denn die Politik der Abriegelung des Gazastreifens begann lange, bevor die Hamas in Gaza die Macht übernahm. Seit bald 20 Jahren dürfen die Bewohner Gazas die Westbank nur mit Sondergenehmigung besuchen. Die im Humanitären Völkerrecht verbriefte Bewegungsfreiheit innerhalb eines besetzten Gebiets gilt damit nicht für die Palästinenser. Die Mehrheit der Bewohner Gazas haben deshalb den anderen Teil der besetzten palästinensischen Gebiete, die Westbank und Ostjerusalem nie gesehen und kennen also nur ihren 350 Quadratkilometer großen Streifen, der etwas kleiner ist als das ehemalige Westberlin.

    http://www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost/dokumente/einige-irrtuemer-zu-gaza-und-die-lebenswirklichkeit-in-einem-abgeriegelten-streifen/4235/

    Stoppt die israelische Aggression gegen Gaza!

    Sicher ist in jedem Fall, dass die israelischen Angriffe keine Reaktion auf Raketenangriffe aus Gaza sind. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Der Bruch des Waffenstillstands zwischen Hamas und der israelischen Armee, der seit 2009 in Kraft war, geht auf eine Serie mörderische Anschläge Israels im September und Oktober zurück, als 57 PalästinenserInnen umkamen und 257 verletzt wurden – 209 infolge von Angriffen durch israelische Raketen, 69 durch Gewehrfeuer und 18 durch Panzerbeschuss. So wurden z.B. vier Jugendliche beim Fußballspiel durch israelische Artilleriegranaten getötet.

    Am 5. November wurde ein 20jähriger geistig Behinderter, Ahmad al-Nahabeen, erschossen, als er der Grenze zu nahe kam. Am 8. November wurde ein 13jähriger beim Spiel vor seinem Haus von gepanzerten Fahrzeugen der israelischen Armee umgebracht. Als Vergeltung wurden eine Reihe Raketen abgefeuert. Aber es scheint, dass Hamas daraufhin – am 12. November – einen Waffenstillstand angeboten hat. Darauf deuten jedenfalls Berichte israelischer Medien hin, dass Unterhändler über eine langfristige Feuerpause verhandelte hätten. Doch genau zu diesem Zeitpunkt begann die Offensive….

    http://www.onesolutionrevolution.de/?p=3478

  7. Lüders: Radikalere Gruppierungen als die Hamas beschießen Israel mit Raketen

    Mit Michael Lüders, Publizist und Nahost-Experte, sprach Christiane Kaess

    ….Die Regierung Netanjahu will Stärke zeigen, am 22. Januar sind Neuwahlen in Israel, und Premierminister Netanjahu und sein Verteidigungsminister Barak haben nunmehr die Möglichkeit, der israelischen Regierung ihre Entschlossenheit zu signalisieren. Alle Oppositionsführer verblassen gegen diese Aktion, die die israelische Regierung jetzt leistet gegenüber dem Gaza-Streifen. Damit entspricht sie den Gefühlen, den Bedürfnissen weiter Teile der israelischen Bevölkerung, die Härte sehen wollen gegen die Hamas. Also dem Wahlsieg von Netanjahu wird wohl kaum etwas noch im Wege stehen können. Aber das ganze ist natürlich sehr kurzfristig gedacht aus israelischer Perspektive. Es gibt wahrhaftig keinen Grund, die Hamas zu mögen, aber wie die Zeitung „Haaretz“ heute geschrieben hat in einem Artikel, Dschabiri, der jetzt als Massenmörder dargestellt wird von israelischer Seite, war – so die Formulierung von „Haaretz“ – ein Subunternehmer Israels. Er war derjenige, an den man sich in Israel gewendet hat, wenn es darum ging, die Gewalt im Gaza-Streifen unter Kontrolle zu behalten. Die Hamas verhält sich sehr kooperativ im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegenüber Israel; es sind radikalere Gruppierungen, die immer wieder Raketen schießen auf Israel, die bislang die Hamas unter Kontrolle hatte, jetzt aber wohl nicht mehr.

    Kaess: Und wie weit, Herr Lüders, wären diese radikalen Gruppen bereit zu gehen?

    Lüders: Bis zum äußersten. Es ist sehr unklug, dass sie das tun, dass sie das machen, denn man muss sich die Lage im Gaza-Streifen immer mal vor Augen führen, ohne diesen Beschuss in irgendeiner Weise rechtfertigen zu wollen. Aber der Gaza-Streifen ist ein riesiges Freiluft-Gefängnis. Nach Auskunft der Vereinten Nationen wird im Jahr 2025, also in gar nicht mal ferner Zukunft, der Gaza-Streifen aus ökologischen Gründen nicht mehr bewohnbar sein, weil das Land völlig überbevölkert ist, weil die Böden ausgelaugt sind, kaum noch Landwirtschaft betrieben werden kann bis dahin.

    Es ist eine katastrophale Situation, und die Palästinenser im Gaza-Streifen haben keinerlei Perspektive auf Unabhängigkeit und einen eigenen Staat. Da gibt es dann natürlich radikale Kräfte, die glauben, mit Terror und Gewalt die Dinge in ihrem Sinne beeinflussen zu können. Das ist allerdings nicht der Fall. Nur umgekehrt hat man offenbar auf Seiten der israelischen Regierung immer noch nicht verstanden, dass mit Gewalt das Palästina-Problem nicht zu lösen ist. Es bedarf einer politischen Lösung, und die Hamas war politisch im Aufwind. Vergessen wir nicht, dass vor zwei Wochen erst der Emir von Katar im Gaza-Streifen zu Besuch war. Die Hamas wird auch von den Europäern, von der EU immer mehr als Gesprächspartner anerkannt. Und nun der Showdown im Gaza-Streifen, das wirft die Region erneut zurück, führt aber nicht zu einer Friedenslösung….“

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1922801/

  8. Meine Güte Jane!!??

    Früher warn` s die Zinsen heute sind`s die Zölle. Kommt halt doch immer mal wieder Opas braune Zeug n`bisschen durch.

  9. Hat nicht der Papst eine Friedenstaube fliegen lassen wollen, die garnicht fliegen wollte?

    Vom Papst kommt kein Frieden und keine Lösung, der wartet nur, bis alles ekelhaft wird und die Regierungen bei ihm in Schlange stehen, dass er eingreift.

    Selbst – so eine Schande – hat der Oberrabbiner Chaim Eisenberg den Papst in Wien um Hilfe gebeten, damit der im Nahem Osten hilft! Eine größere Macke kann niemand mehr verkörpern.

    Die Hamas wird unterstützt von der CIA, so wie jeder Terrorist aus der PLO und wie sie alle heißen.

    Die arbeiten verdeckt als Mitglieder des Malteserordens.

    Widerlich!

  10. Liebe Jane,

    genau, wenn die Kinder so leiden, warum ändert die Hamas nicht die Strategie?

    Für die Hamas ist es leider kein Problem, dass die Kinder als Märtyrer leiden, weil dann kommen sie in den Himmel, und gleichzeitig sind sie gute Propaganda gegen Israel.

    Israel macht das auch so, denn Politik lebt von Propaganda.

    Damit ist keine Lösung in Sicht, weil bei einer Lösung muss man aufhören mit Propaganda.

  11. Liefern die Israelis den Menschen in Gaza Nahrung? Ich dachte, das macht die UNO. Ach ja Рdie Israelis nehmen noch Z̦lle darauf und verdienen daran.

    Und ja natürlich – wie wir jüngst erfuhren – sind die Israelis sogar so besorgt um die Ernährung der Menschen in Gaza, dass sie genau ausgerechnet haben, wieviele Kalorien jeder im Durchschnitt haben darf.

    „Das israelische Militär kalkuliert die Kalorien, die die Bewohner des Gazastreifens konsumieren müssen um „malnutrition (zu verhindern) during a sweeping blockade imposed on the Palestinian territory between 2007 and mid-2010“. Dies enthüllt ein Dokument des Verteidigungsministeriums.

    Dieses Dokument ist der Beweis, dass Israel die Lebensmittellieferung limitiert hat, um Druck auf Hamas auszuüben. Laut dem Militärsprecher, Major Guy Inbar, ist das mit einer mathematischen Formel geschehen, die den Bedarf an Lebensmittel errechnete, um eine „humanitarian Crisis in Gaza“ zu verhindern. Israel hätte niemals die Kalkulation dazu benutzt die Lebensmittelzustellung im Gazastreifen zu restringieren. In der Kalkulation wurden 2.279 Kalorien pro Person berechnet, dies stünde, so Israel, in Ãœbereinstimmung mit den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation.“

    http://www.inamo.de/index.php/israel-palaestina-beitrag-lesen/items/israel-setzte-die-gaza-bevoelkerung-auf-diaet.html

    „Nun findet Staatsterror in der Art einer mittelalterlichen Belagerung statt und trifft die Schwächsten. Für die Palästinenser ist ein Krieg gegen ihre Kinder kaum etwas Neues. Eine 2004 veröffentlichte Feldstudie in einer britisch medizinischen Zeitschrift berichtet, dass in den letzten vier Jahren „Zwei Drittel der (von Israelis) getöteten 621 Kinder – an Checkpoints, auf dem Weg zur Schule oder in ihren Häusern – durch kleine Waffen starben, die zur Hälfte auf den Kopf, den Hals und die Brust gerichtet waren – es sind Wunden von Scharfschützen. Ein Viertel der palästinensischen Kinder unter fünf sind akut oder chronisch unterernährt. Die israelische Mauer wird 97 (Primary-)Gesundheitskliniken und 11 Krankenhäuser von der Bevölkerung trennen, der sie dienen sollten.“

    Die Studie beschreibt „einen Mann in einem jetzt eingemauerten Dorf nahe Qalqilia, als er sich mit seiner schwer kranken Tochter im Arm einem Tor näherte und die Soldaten darum bat, ihn passieren zu lassen, damit er sie ins Krankenhaus bringen könne. Die Soldaten verweigerten dies.

    …Gaza, das nun wie ein Gefängnis abgesperrt ist und vom Lärm einer die Schallgeschwindigkeit durchbrechenden Knallerei der israelischen Luftwaffe terrorisiert wird, hat eine Bevölkerung, die zur Hälfte unter 15 Jahre alt ist. Dr. Khalid Dahlan, ein Psychiater, der einer Kinderklinik vorsteht, erzählte mir: „Nach der Statistik, die für mich unerträglich ist, sind 99,4 % der Kinder, mit denen wir es zu tun haben, traumatisiert …99,2 % erlebten, wie ihr Haus bombardiert wurde, 97,5 % waren Tränengas ausgesetzt; 96,6 % waren Zeugen als geschossen wurde; ein Drittel sah, wie Familienmitglieder oder Nachbarn verletzt oder getötet wurden.“

    Diese Kinder leiden unvermindert an Alpträumen und „Nachtterror“, und sie müssen sich weiterhin mit eben diesen Situationen auseinandersetzen. Einerseits träumen sie davon, Doktor und Krankenschwester zu werden, „damit sie andern helfen können“; andrerseits wird dieser Wunsch von einer apokalyptischen Vision überholt, dass sie die nächste Generation der Selbstmordattentäter seien. Sie machen konstant nach israelischen Angriffen diese Erfahrung. Für einige Jungen sind nicht mehr Fußballspieler die Helden, sondern eine Verbindung des palästinensischem „Märtyrer“ mit dem Feind, „weil israelische Soldaten stärker sind und Apache-Kanonenboote haben.“

    http://www.aurora-magazin.at/gesellschaft/pilger_krieg_druck.htm

  12. Natürlich Jane.
    Jabri war ein äußerst großer Israelfreund.
    Jane, wen glauben Sie mit Ihrem Blödsinn veräppeln zu können. Gershon Baskin ist ein linksdesorientierter, verdrehter Professor, der immer wieder gegen den jüdischen Staat hetzt. Vielleicht ist er ein sebsternannter Vermittler, aber bestimmt kein von der Regierung ernannter.

    Auch die Behauptung, dass Israel den Gazastreifen aushungert ist reinster Propaganda Quatsch.
    Zunächst einmal wird der Gaza Streifen von Israel aus tagtäglich mit Lebensmitteln beliefert. Die Israelis liefern außerdem Strom, Wasser, Benzin und Gas (gegen Bezahlung natürlich). Diese Lieferungen sind zu keinem Zeitpunkt gestoppt worden, weder während des elf Jahre anhaltenenden Raketenbeschusses Südisraels noch während der Bodenoffensive der israelischen Arme vor vier Jahren.
    Außerdem liefert die internationale Gemeinschaft Gaza Geld und Lebensmittel in Hülle und Fülle. Wofür das Geld ausgegeben wird sieht man nur allzugut an der Anzahl der Raketen in Gaza. Und dann ist da noch Ägypten, liebe Jane.
    Der Gazastreifen hat eine ziemlich lange Grenze mit Ägypten. Warum öffnen die ägyptischen Moslembrüder nicht ganz einfach diese Grenze? Wenn sie das täten, dann wäre schwuppdiwupp Gaza nicht mehr von der Außenwelt, was sie ja sowieso nicht sind, abgeriegelt. Übrigens liebe Jane, dieses Freiluftgefängnis haben sich die Palästinenser im Gazastreifen selbst zuzuschreiben. Sofort nach dem Abzug der Israelis aus Gaza haben sie damit begonnen Südisrael mit Qasam Raketen zu beschießen. Sie werden doch wohl nicht erwarten, dass wir die zweite Backe hinhalten, oder? Denn wenn jemand hier im Nahen Osten beide Backen hinhält, dann ist auch meistens sein Kopf sehr schnell weg.

    LG aus Israel

  13. Jane die sterben für den Iran, weil die Ayatollas die Aufmerksamkeit vom Abschlachten in Syrien ablenken wollen. Da sind schon über 35.000 Todesopfer zu beklagen.

  14. Sterben Palästinenser und Israelis jetzt für Netanyahus Wahlkampf?

    …Gershon Baskin, der in den letzten Wochen zwischen israelischer Regierung und Hamas vermittelte, hat das inzwischen in der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ und in persönlichen Bemerkungen deutlich gemacht…

    Im Gegensatz zur israelischen Propaganda versichert Baskin, dass der Hamas-Führer für die Raketenangriffe der letzten Monate nicht nur nicht verantwortlich war, sondern obendrein seine Truppen in Marsch gesetzt hatte, um die Raketenabschüsse anderer Gruppen zu unterbinden!

    …Musste der Militärchef wegen seiner Verhandlungsbereitschaft sterben, fragt Baskin mittlerweile verbittert und unverblümt. …

    Vollständig unter:

    http://www.aixpaix.de/autoren/steinbicker/gaza.html

  15. Bis jetzt nix in deutschen Medien zur Frage, wer Hamas mehr steuert — Iran oder die ägyptische Muslimbruderschaft? Glauben denn die deutschen Journalisten, Hamas würde autonom agieren?

    • Was meinen Sie Jaku, wann die Palestinenser ihre Opfer als angemessen geräc…äh vergolten betrachten?

      „Zahlen des palästinensischen Informationsministeriums belegen, dass israelische Besatzungssoldaten vom 29. September 2000 bis zum 28. September 2009 insgesamt 7.515 Palästinenser, darunter 1.309 Minderjährige, töteten. Diese Angaben implizieren auch die 1.382 Opfer der israelischen Operation „Gegossenes Blei“.“

      http://www.palaestina.org/index.php?id=158

      Hier war mal jemand einigermaßen empört, als ich den Eliten Rachsucht vorwarf. Natürlich sind sie rachsüchtig, sie müssen alles vergelten und dürfen sich nichts bieten lassen, wie ein Schulhofschläger.

      Für diese Leute macht die Lila Greulpropaganda, die sollte sich schämen!

  16. Wie wäre es, wenn Hamas und wie sie alle heissen ihre terroristische Energie umwandeln würden für den Aufbau des Gazas? Ich denke, Israel würde Hand bieten.

    • Nein würde es nicht – im Gegenteil.

      Bereits im Jahr 2005 setzte Israel alles daran, eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Gaza zu unterbinden.

      Auch der Beauftragte der Weltbank beklagte sich über das israelische Verhalten damals sehr deutlich.

      Zudem kommt mittlerweile ans Licht, dass der Hamas-Chef weder für die Raketenabschüsse verantwortlich war, ja sogar alles daran setzte sie zu verhindern und mit Israel zu einer robusten Verhandlungslösung zu kommen.

      Der israelische Verhandlungsführer Gershom Baskin fragt mittlerweile unverblümt und öffentlich, ob Netanyahu jetzt auf Eskalation setzt, um seinen Wahlkampf zu promoten und ob der verhandlungsbereite Hamas-Führer sterben müsste, weil er alles daran setzte eine Eskalation zu verhindern.

      Artikel unter:

      http://www.aixpaix.de/autoren/steinbicker/gaza.html

  17. Wo NUR bleibt all ‚ratschlaggebende‘ FriedensGutmenschenfraktion??????? …die REALITÄT in Konsequenz vollständig ‚abgezogenen‘ Handelns ‚tobt‘ – Uri Avnery, Jane, Fairness, Rika Chaval, Maor David, mfb, …

  18. […] 150 Raketen aus Gaza auf Israel abgefeuert wurden, tötet die israelische Luftwaffe in einem gezielten Angriff einen Kommandanten der Terrororganisation Hamas. Wie der Alltag im Süden Israels seit Tagen aussah schildert auf tagesschau.de die Ärztin Mirella Sider, ‘die bereits 2008 bei einem Raketenangriff verletzt wurde. Wieder habe sie Angst aus dem Haus zu gehen, wieder schliefen die Kinder im Bunker, klagte sie: “Ich möchte einfach nicht noch einmal verletzt werden, ich will das nicht alles noch einmal durchmachen müssen.” Alle versuchten, ein normales Leben zu führen, aber sie hätten  Angst. “Das ist wie russisches Roulette”, meint Sider, “man weiß nie, wann und wo es einen trifft. Das ist kein Leben, wenn Du jeden Schritt zweimal überlegen musst.”‘ Be Sociable, Share! Tweet This entry was posted in Allgemein by Webmaster. Bookmark the permalink. […]

  19. Die Terroristen in Gasa versuchen, Israel so zu attakieren, dass Israel wieder Gasa angreift und besetzt, damit sie ein großes Geschrei anstimmen können, das dann die Welt zum eingreifen gegen Israel anregen soll.

  20. Da hat der Gazastreifen Autonomie und was macht er daraus? Warum genügt es nicht, zu bekommen was man will (Autonomie + Truppenabzug)? Was in aller Welt haben die Terroristen davon, von Gaza aus Israel zu beschießen – und einfach nicht aufzuhören? … einfach nicht aufzuhören?….einfach nicht aufzuhören?….

  21. No na Carmela!!!!!!!!!!!!!!!!Und trotzdem. Wie unendlich lange müssen sich die Bewohner Israels das gefallen lassen, sollen sie alle gefügig sein?

  22. Die gleiche Ansicht hat Gaza auch, dass sie nicht einfach dasitzen und zuschauen können, wie sie eingesperrt sind und leiden.

    Wer wo was macht, ist überhaupt kein Thema mehr, solange er mit Gewalt kommt, egal ob Israel oder Gaza. Weder Gewalt vom Staat Israel löst das Problem, noch die Gewalt aus dem Gaza.

    Die Situation wird immer dramatischer, weil sich da die Hoffnungslosigkeit darin spiegelt.

    Tausendmal kann man Waffenstillstand haben und brechen, aber einmal seine Vernunft einschalten, das gelingt niemanden.

    So ein Elend!

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