Anti-israelische Störung bei Konzert in Berlin

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„Raus, Raus. Bitte gehen Sie“, rief aufgebracht eine ältere grauhaarige Frau, als pro-palästinensischen Aktivisten in Berlin am vergangenen Donnerstag ein Spendenkonzert des Jüdischen Nationalfond (JNF) gestört hatten. Der Vorfall wurde erst jetzt durch Berichte in zwei israelischen Zeitungen bekannt und bisher von keinem deutschen Medium aufgegriffen…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 8. Oktober 2012

Eine Gruppe von etwa 20 pro-palästinensischen Aktivisten mit roten T-Shirts mit der Aufschrift „Viva Palästina“ hatten ein Konzert des israelischen Givatron-Kibbuz Chores mit lauten Schreien, Spruchbändern und hoch gehaltenen Plakaten gestört. Dabei wurden sie auch handgreiflich. Das Konzert hatte der Jüdische Nationalfond organisiert, um Spenden zu sammeln. Die Aktivisten, darunter Palästinenser, Iraner, ein Spanier und zwei Israelis riefen auf Englisch: “Vom (Jordan-) Fluss und bis zum (Mittel-) Meer wird Palästina frei sein.” Auf einem Spruchband bezichtigten sie den Jüdischen Nationalfond der „ethnischen Säuberung“.

Der Jüdische Nationalfond, schon 1901 gegründet und in Israel „Keren Kajemet LeIsrael“ genannt, sammelt weltweit Gelder und ist federführend bei der Wiederaufforstung Israels. Der JNF kann als die größte israelische Umwelt-Organisation bezeichnet werden, zumal sie sich um die Konservierung von Wasser und Wüstenbekämpfung kümmert und erzieherische Projekte durchführt.

Bei dem gestörten Konzert des Kibbuzchores hatte einer der Aktivisten gefilmt und seine Dokumentation bei Youtube ins Internet hochgeladen. Dabei sind auch Wortwechsel zwischen den Veranstaltern und Demonstranten  bruchstückhaft zu hören. „Ich störe doch nicht“, sagte eine junge Frau im roten T-Shirt, während ein Veranstalter ihr auf Hebräisch erwidert: „Schämt Ihr Euch nicht, in so eine Veranstaltung einzudringen. Dafür könntet Ihr ins Gefängnis geschickt werden.“ In der letzten Szenen greift einer der Aktivisten vor dem Verlassen des Saales eine israelische Flagge und Spendenbüchsen des JNF und wirft sie auf den Boden.

[youtube]http://youtu.be/DnZk8ozpxzs[/youtube]

Zu dem Film haben die Demonstranten der Organisation „Direct Action Berlin“ auch ein Pamphlet veröffentlicht. Darin wird der JNF als „ältestes und effektivstes Instrument zionistischer Apartheid und Unterdrückung in Palästina´“ bezeichnet, durch die Gründung „illegaler Siedlungen“ und durch „ausbeuterisches Aufkaufen von Land der Einwohner“. Der JNF sei das „ausführende Organ der rassistischen Politik Israels gegen Nicht-jüdische Menschen in seinem Territorium“.

Weiter heißt es dort, dass die Gruppe „aus Solidarität Widerstand leiste, wenn eine solche Organisation gelobt und gepriesen“ werde. Der Widerstand sei „symbolisch und gewaltlos“ gewesen, gegen eine „aktive Beteiligung an Kriegsverbrechen und illegale Apartheid“ (womit das Konzert gemeint ist!). Die Aktivisten beklagen sich, von den Konzertgängern „brutal angegriffen“ worden zu sein und später von „Geheimagenten“ der Berliner Polizei „festgenommen und wie Kriminelle“ behandelt worden zu sein. Das habe wieder einmal bewiesen, dass der Staat Israel „und seine deutschen Verbrechenspartner“ unfähig seien, mit „gewaltlosem Widerstand“ umzugehen.

Auf Facebook bezeichnet sich die Gruppe als „Linksextremistische Politische Organisation“ und wurde nach eigenen Angaben am 10. September 2012 gegründet.

Yoel Parnass, der Chormanager, erklärte gegenüber der Zeitung Jediot Achronot, dass die Aktivisten ein „großes und sehr lautes Durcheinander“ verursacht hätten. Die Chormitglieder seien „sehr verwirrt“ gewesen, denn derartiges sei ihnen seit dem 65-jährigen Bestehen ihres Chores zum  ersten Mal passiert. Nach etwa 10 Minuten, so die Zeitung, hätten örtliche Ordner die Aktivisten des Saales verwiesen. „Es war alles ziemlich beängstigend und sehr peinlich für die Saalbetreiber, die uns sehr freundlich empfangen hatten“, sagte Parnass. Das Konzert konnte nach dieser Störung fortgesetzt werden.

Jüdische oder israelische Kulturveranstaltungen wurden in letzter Zeit immer häufiger gestört, darunter in den USA, in England und in Hannover, wo eine jüdische Tanzgruppe mit Steinen beworfen worden ist.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

80 Kommentare

  1. Zu Günter Grass, der einem schon leid tun kann – da ruiniert jemand systematisch sein Lebenswerk.
    Michael Wulinger beendet seinen kleinen Einwurf zu einem weiterenb Spätwerk von Grass (die Tinte ist ihm doch noch nicht ausgegangen – Gott sei gedankt!) mit der Bemerkung: „Grass aber bringt den literarischen Antisemitismus in Verruf“:

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14190

    lisa freuntlich sei herzlich gedankt für ihre treffenden, abgeklärten Formulierungen. Ein Lichtblick.
    Der Dame G. und dem Herrn S., beide tapfer-obsessive Kämpfer gegen das Böse, sei beigepflichtet:
    „Es ist an der Zeit, dass die Juden in Deutschland endlich mal objektiv informiert werden.“ Und: „Man sollte (…) aber noch hinzufügen, dass es auch noch anständige Zionisten gibt.“ Und: „Sie wollten von mir hören, was ich mit dem Begriff aufgeklärte Deutsche meine.“
    In der Tat: Die Ãœbergriffe von den hier lebenden zehn Millionen Juden gegen wehrlose Deutsche Bürger haben in erschreckendem Ausmaß zugenommen. Sie stören andauernd deutsche und palästinensische Kulturereignisse, attackieren deutsche Chöre, brüllen palästinensische Sänger in Bonn und Berlin nieder, organisieren Kampagnen gegen deutsche Umweltschutzinitiativen… Nichts hat sich gebessert. Nichts. Wir leben in finsteren Zeiten.
    In Frankreich ist es wohl noch ärger:

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14199

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14200

  2. lisa freuntlich Sie bringen es auf den Punkt. Der Antisemit/Die Antisemitin will uns glauben machen, man würde in Deutschland (Österreich) Tapferkeit brauchen, um sekundär antisemitisch tätig zu sein. Diese Antisemiten glauben, mit ihrem ignoranten Israelbashing Kritik zu üben.
    Wie oft habe ich hier auf ihre Sachfehler aufmerksam gemacht. Diese nehmen sie nicht zur Kenntnis sondern setzen fort.
    Es ist mühsam und zeitaufwendig den Israelbashern entgegenzutreten. Und doch notwendig.
    Immer wieder muß den Israelbashern die EUMC Definition des Antisemitismus entgegengehalten werden.

  3. @“Fairness“
    Sie gehen auf den Inhalt nicht ein. Wieso Sie ausgerechnet „Lager“(wieso wohl dieser Begriff?) als vermeintliches Gegenargument anführen, ist mir schleierhaft.
    Sie als Antisemit/In können sich sicherlich nicht vorstellen, dass Nichtantisemiten das was Sie an Juden glauben kritisieren zu müssen, an anderen ebenso kritisieren. Sie kämen gar nicht auf die Idee, sich Gedanken über das wirkliche Elend von realen Flüchtlingen zu machen, weil sie keine Möglichkeit der antisemitischen Projektion entwickeln können.

    Wenn Sie irgendwelche Ungleichbehandlung von Arabern gegenüber anderen Arabern („Lagern“) in den palästinensischen Autonomiegebieten kritisieren wollten, so müssten Sie die Verantwortlichen kritisieren. Die sind nicht in Israel zu suchen. Was kann Israel dafür, dass die palästinensische Verwaltung und die meisten arabischen Staaten Araber nicht gleichbehandelt wenn Vorfahren in der ehemaligen britischen Kolonie Palästina gelebt haben?

    Sie müssten doch über die Lage in Jordanien erfreut sein. Da ist nämlich jeder, der in der ehemaligen Kolonie Palästina gelebt hat sowie seine Nachfahren automatisch Staatsbürger (zur Kolonie gehörten das heutige Jordanien, Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete) – außer er/sie ist Jude/Jüdin. Da ist man nämlich reinlich in den arabischen Staaten. Die sind nämlich um in der Sprache ihrer verleugneten Vorfahren zu bleiben entweder Judenrein oder zumindestens nicht besonder Judenbeschmutzt.

    Dass Sie selbstverständlich die sehr geringe Lebensmittelhilfe an Araber in den Autonomiegebieten kritisieren aber die Apanage-Politik für Terroristenfamilien nicht benennen, wundert mich nicht. Schließlich trauern sie jedem der 1000 Millionen jährlichen Steuereuro der EU, die in die Autonomiegebiete fließen, nach, die nicht für Terrorfinanzierung ausgegeben werden, nicht wahr?

  4. Uri Degania schrieb:
    „Auch in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen findet sich ein Beitrag über antisemitische Kampagnen gegen hiesige jüdische / israelische Kunstaktionen. Ein Trauerspiel deutscher Selbstgerechtigkeit und ein weiterer Beleg für antisemitischen Furor – der sich hinter verbalen Tarnmäntelchen verbirgt.“

    Das ist lobenswert. Es ist an der Zeit, dass die Juden in Deutschland endlich mal objektiv informiert werden über Israel und die Rückwirkungen der israelischen Politik auf das „Jüdische Leben in Deutschland“. Wichtig ist dabei, in der Berichterstattung den mittlerweile fundamental gewordenen Unterschied in der Ethik herauszustellen zwischen der „deutschen Selbstgerechtigkeit“ und der Moral einiger jüdischer Zionisten in Deutschland. Wie sich hier in diesem Fall zeigt: Die meisten Deutschen dürften eine ethnische Säuberung aufgrund der Rassen-, Volks- oder Religionszugehörigkeit der betroffenen Opfer schlimmer finden als das Stören eines Konzertes einer Organisation, die genau sowas mitbetreibt. Dagegen einige jüdische Zionisten hierzulande sehen es genau anders herum, die finden das Stören eines Konzertes schlimmer und antisemitischer als ethnische Säuberung.

    Man sollte in dem Bericht aber noch hinzufügen, dass es auch noch anständige Zionisten gibt, selbst in den höchsten Positionen (wenn auch ausserhalb Deutschlands). Hier zum Beispiel die Stellungnahme des ehemaligen Vorstandsmitglieds des Jüdischen Nationalfond (JNF) Seth Morrison. Der trat im letzten Dezember von seinem Posten als Vorstandsmitglied zurück und kappte alle Verbindungen zum JNF, und zwar mit der Begründung, er könne die Menschenrechtsverletzungen des JNF („the systematic transfer of Palestinian property to ideological settlers who wish to put facts on the ground that hinder a lasting peace agreement“) nicht länger mittragen. Zitat aus seiner Erklärung:
    „I have always supported Israel through organizations like JNF because I believe that the Jewish people have the right to a secure, democratic and peaceful homeland in Israel. And I strongly believe that the Palestinian people have the right to a secure, democratic and peaceful homeland in a neighboring Palestinian state. By supporting right-wing settlers in “Judaizing” Palestinian neighborhoods, JNF makes this vision harder to achieve. I fear that such actions endanger Israel’s future as a secure and democratic state.“
    http://forward.com/articles/147766/jnf-board-member-quits-over-evictions/

    Was der wohl gesagt hätte zu der Störung des Konzertes in Berlin? Als „Judaisierung“ bezeichnet er jedenfalls das, was der JNF betreibt und wogegen nach Meinung eines Uri Degania und anderer nicht durch die Störung eines Konzertes in Berlin protestiert werden darf.

  5. Hallo, liebe Gitte,
    an dem Punkt des vermutlich schwer errungenen “Sieges“ der einstigen “römischen „GSG9″“ über das Königreich JEHUDA nach der Zerstörung des II.Jüdischen Tempel in Jerushalayim – samt all den zahlreich blutig gemordeten UNschuldigen – denke “man“ dabei zum Beispiel an die von “den Römern“ erfundene, weltweit bekannteste – wohl grausamste, weil über mehrere Stunden und Tage hinweg tiefschmerzlich todbringende Hinrichtungsmethode schlechthin – scheint Oberster Befehlshaber und Kaiser offensichtlich einen “sehr schwachen“ Moment geistiger Bereitschaft – geprägt von Bildungsferne – gehabt zu haben (eines der einst existierenden und untergegangenen grössten sog. Weltreiche – sozusagen schillert in wahrer GRÖSSE), “man“ könnte daraus schlussfolgernd konstatieren: “Die Sieger schreiben Die Geschichte“ – sooo UNWAHR und schwachsinnig sie auch immer sein möge – Die konsequenziblen Auswirkungen genau DESSEN dürfen wir noch im Hier u. Heute “bestaunen“! hart und oder fair? Gitte, sollte “man“ dort gewesen sein? r.

  6. Hier noch einmal der Link zu der vorzüglichen Fernsehdokumentation von Hafner über die beiden Terrorattentate in München 1970 und 1972. In ihm vermag man sehr viel über linken Antisemitismus, verleugnende, mörderische „Palästinasolidarität“, historische Blindheit etc. zu lernen:
    http://www.youtube.com/watch?v=wf4nxC19D2c
    Auch in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen findet sich ein Beitrag über antisemitische Kampagnen gegen hiesige jüdische / israelische Kunstaktionen. Ein Trauerspiel deutscher Selbstgerechtigkeit und ein weiterer Beleg für antisemitischen Furor – der sich hinter verbalen Tarnmäntelchen verbirgt.

  7. Man muss schon sehr unterbelichtet und gefühllos sein, um nicht den antisemitischen Furor dieser Person zu spüren. Noch eine Fanatikerin, die hier eine Lebensbeschäftigung „im Kampf gegen das Böse“ sucht – den Juden. Ok, den bösen zionistisch-imperialistischen Staat…

  8. @ Karl Pfeifer:
    Ich empfinde viel Respekt vor Ihnen, da Sie sich die Mühe machen, den antisemitischen Müll mit diffizieler Faktendarstellung, die üblicherweise ignoriert wird, offenzulegen.

    Zu der ständigen Behauptung, dass es mutig sei gegen den dt. Mainstream Israel zu „kritisieren“: Schon die Vorgänger der heutigen Israelkritiker, behaupteten obwohl die Zeitungen voll der antisemitischen Schmähungen waren, dass sie mutig „Judenkritik“ betreiben würden, weil sie ja die Wahnvorstellung reproduzieren mussten, dass die Juden übermächtig und gleichzeitig vernichtenswert seien.

    Die eigene Ohnmacht wird in Juden hineinprojiziert und in eine Vernichtungsabsicht gegen sie gewandelt. Ob es sich um klassische „Judenkritik“ oder die, seit Gründung des jüdischen Staates, zeitgemäße Israelkritik handelt ist dabei unerheblich.

    • Frau Freundtlich.
      Ich bin kein Nachfahre der Damaligen und Sie gehen mit dem Begriff Antisemitisch leichtfertig um, zu leichtfertig.

      Ich kritisiere Lager.

      Im Gaza und in der Westbank. Ich kritisiere, dass die EU ZUR ZEIT 2012 11 Millionen Euro für die Ernährung palästinensicher Kinder in diesen Lagern zur Verfügung stellen muss. Beweisen Sie mir doch das Gegenteil.

  9. Zu „fordern“ wäre politisch korrekter eigentlich die Errichtung des „Römischen Reiches“ explizit die Landbrücke zwischen Asien und Afrika – zu Kaiser Hadrians Zeit: Provinz J E H U D A !

    • hallo, lieber riciano

      in einer alten GEO Ausgabe fand ich einen wunderbar bebilderten Bericht über das versunkene Reich des Hadrian.
      Auf einer kleinen Insel im Mittelmeer,irgendwo in der Nähe von Venedig, glaube ich, hatte sich Hadrian eine noch teilweise gut erhaltene Villa und großem Park bauen lassen und allem Komfort der damaligen Zeit. Ein sehr gebildeter Mensch.
      Waren Sie mal dort? Grüße, Gitte

  10. auszugsweise in historischem Kontext betrachtet zum derzeit verwandten „vermeintlich historischen Vokabular“:

    „Wer ist der Urheber der GeschichtsLÃœGE, dass Israel Palästina ist?

    In den Vereinten Nationen geht es um die Frage „Israel oder Palästina“, denn die Palästinenser verlangen ihren eigenen Palästinenserstaat. Doch das ist nicht alles, denn Muslime fordern mittlerweile nicht nur das so genannte „Westjordanland“ (Judäa & Samaria), sondern DAS GESAMTE LAND einschließlich Jerusalem …vom Golan bis zum Roten Meer. Sie begründen ihre FORDERUNG damit, dass dieses Gebiet, das – wie sie sagen – Israel widerrechtlich besetzt hat, HISTORISCH immer „Palästina“ war.
    Sie berufen sich u.a. auf christliche Bibel-Ausgaben, denn in vielen Bibeln findet man im Anhang – also nicht in der Bibel selbst – Landkarten mit der Überschrift „Palästina zur Zeit des Alten Testamentes“ und „Palästina zur Zeit des Neuen Testamentes“. Man muss kein Historiker sein, um zu WISSEN, dass es WEDER zur Zeit des Alten Testamentes und auch NICHT zur Zeit des Neuen Testamentes in den Grenzen Israels, das damals auch Judäa genannt wurde, ein palästinensisches bzw. philistäisches Reich gegeben hat.
    Wer aber hat diese GESCHICHTSLÜGE in die Welt gesetzt, die selbst von Theologen verbreitet wird? Gott nennt dieses Land immer nur „Judäa“ oder „Israel“. Wer gibt der Welt das Recht, das Land, das Gott „Israel“ nennt, in „Palästina“ umzubenennen?
    Dafür ist allein Publius Aelius Hadrianus (76-138) verantwortlich, der von 117 bis 138 n. Chr. römischer Kaiser war.
    Zu Hadrians Imperium gehörte auch das winzige Land Israel, das damals Judäa genannt wurde. Doch dieser jüdische Winzling machte Rom schwer zu schaffen, denn das römische Imperium, das eine Streitmacht besaß, die damals fast die gesamte Welt unterjocht hatte, musste 69 Jahre um den Judenstaat kämpfen. Zum Schluss, im jüdischen Bar Kochba-Aufstand, musste auch Hadrian noch drei Jahre, von 132 bis 135, seine besten Elitetruppen gegen Israel einsetzen. Das war eine demütigende Blamage für die damalige Supermacht der Welt.
    Für diese Blamage rächte sich Kaiser Hadrian und nannte dafür im Jahre 135 Judäa/Israel in „Palästina“ um, „auf dass man Israel bzw. Judäa nimmermehr gedenke“. Hadrian wählte dafür den Namen von Israels Erzfeind. Das waren damals wie heute die Philister, denn die lateinische Aussprache von „Philister“ ist „Palästinenser“ oder auf das Land bezogen „Philistäa“ bzw. „Palästina“. Diese GESCHICHTSVERFÄLSCHUNG ist bis heute noch in Kirchen und Medien und in der Politik gang und gäbe und eine, die ganz aktuell von der UNO vertreten wird und ERNEUT den Judenstaat ISRAEL bekämpft.“

  11. „Unser“ arisch-badisch-deutsches Gewissen meldet sich wieder mal in propagandistischster Höchstform und geneigter Leser braucht sich noch net mal wirklich Mühe geben zu erkennen, WAS sie verbreitend zu meinen versucht!

    „…und dass die Staatsgründung Israels selbst für die Muslime eine Art Kriegserklärung darstellte, erfolgte sie doch unilateral auf Kosten der einheimischen Bevölkerung“

    ILLEGAL???

    „Dass die arabischen Staaten den UNO-Teilungsplan nicht unterstützten ist auch nachvollziehbar – hatte man doch die eigentlichen Betroffenen, die Palästinenser bei diesem Plan völlig außen vor gelassen – und über ihre Köpfe hinweg entschieden. Das war ein unilateraler Prozess, dessen Rechtmäßigkeit schon damals heftig umstritten war, genauso wie die Staatsgründung Israels.“

    UNrechtmässigkeit??? der Existenz des Jüdischen Staates Israel????

    „Die Situation mit Polen/Deutschland können Sie in keiner Weise mit Palästina/Israel vergleichen.“

    WARUM eigentlich NICHT? …so doch ganz KLAR Folgen zweier GERMAN worldwar????

    „Beide Völker würden ihren Staat haben und ihre nationale Unabhängigkeit. Aber keines von beiden im Rahmen des GANZEN Landes.“

    sehr zutreffend, dieser FAKT …Janes:

    „Senderfreiespalaestina“

    Was mag Sie sich wohl insgeheim alles wünschen???

    Ihre „an“kläglich bis zuweilen peinlich anmutenden ArgumetationsVersuche werden all stattgefundene, historische Entwicklungsprozesse NICHT rückabwickeln und Jane, Sie sind nun wirlich die „Allerletzte“, welche dazu autorisiert wäre, über vermeintliches Recht und Unrecht „abschliessend“ befinden zu dürfen! WER könnt dies schon???

  12. @ Jane: „P.S. :”Jane, ich bin ganz bei dir und danke dir; du hast so viel Wissen. – Gitte”

    vielen Dank Gitte – ich mach das hier schon ‘ne ganze Weile und mit Google im Bund sammelt sich dann im Laufe der Zeit wohl tatsächlich ein ziemlicher Fundus an.“

    Vielleicht enthält Dein Fundus auch folgende Hinweise:

    Zaim wurde 1949 gestürzt und hingerichtet,

    Abdullah wurde 1951 ermordet.

    Du kannst Dir gerne die Hintergründe ergoogln, aber eigentlich scheints ja respektabel zu sein:

    „Um sich positiv entwicklen zu können, muss man das Recht auf den eigenen Weg respektieren und davon absehen, dauernd übergriffig zu sein, um sich klammheimlich irgend welche wirtschaftlichen Vorteile zu sichern – dann können auch die Muslime ihr positives Potential sehr viel wirkungsvoller entfalten – da habe ich gar keine Zweifel.“

  13. Wie ich und andere bereits früher schrieben: Es ist mir nicht erkennbar, welchen Sinn es haben soll, dass auf dieser jüdischen Website fortdauernd fanatisch-antisemitische Websites protegiert werden, die in organisierter, denunzierender Weise antisemitische, deligitimierende und antiisraelische Kampagnen organisieren.
    Es wurde in diversen Beiträgen, auch jüngst in der neuen Jüdischen Allgemeinen, aufgezeigt, welche Websites, Institutionen und Personen (Gabi Weber, Edith Lutz etc., hier auf haGalil halt die ewig gleichen Antisemiten) Störaktionen gegen musiaklisch-künstlerische Events bis hin zu körperlichen Übergriffe in schon progromartiger Weise organisieren und legitimieren.
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14170
    Oder: Die Liebe der Hamas:
    http://www.juedische-allgehttp://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14170meine.de/article/view/id/14172
    oder auch gerne: Der rote Großvater:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14167

    • Uri Degania

      Dies ist nach dem Impressum eine offene Seite für Deutsche und Israelis, für jeden anderen ebenfalls.
      Und das macht es ja so spannend.

      Ohne „Antisemiten“ wären Sie als „Anti-Deutscher“ doch eh nur noch „Unter Sich“ und würden sich, nach einer angemessenen Zeit, schrecklich langweilen.

      P.S. Ewig bleibe ich hier auch nicht.

  14. ‚Jane glaubt der Sender Freies Palästina, sei eine zuverlässige Quelle‘

    Ich sehe jedenfalls keinen Grund dem Sender Freies Palästina die Glaubwürdigkeit abzusprechen Herr Pfeifer – das tue ich dann doch eher Ihnen.

    Es ist mir klar, dass Sie Palästinenser lieber mundtod sehen wollen – und so haben in Ihren Augen diese wohl kaum ein Recht ihre Situation selbst darzustellen; Sie behaupten – grundsätzlich sowieso alles Lüge, deshalb braucht man sich das, was sie mitteilen garnicht anzuhören.

    Sie behaupten Israel und der JNF würden die Beduinen nicht vertreiben und wenn doch, dann hätten sie eben keinen Rechtsanspruch auf ihr Land. Sie haben doch gelesen, dass die Beduinen Recht an dem Land und Unterlagen dazu haben, die noch aus osmanischer Zeit stammen. Israel erkennt sie halt nicht an. Tja – was soll man da machen?

    Nun – auf Grund dieser Sachlage hat z.Bsp. David Cameron seine Unterstützung des JNF beendet – glauben Sie auch, dass er schlecht informiert war? Es gibt übrigens inzwischen zahlreiche TV-Dokus über die Vertreibungt der Beduinen und seit Jahren melden die NGOs vor Ort vom Kampf der Beduinen um ihre Heimat.

    Zu den Geschichtskenntnissen:

    Die arabischen Staaten haben Israel im Mai 1948 angegriffen – Herr Pfeifer – stellen Sie sich vor, das ist mir durchaus bekannt.

    Der Fairness gebührt es sich einzugestehen, dass es dafür sehr nachvollziehbare Gründe gab, denn in Palästina war eine grausame,ethnische Säuberung im Gange und dieser ging ein Jahrzehnt lang jüdischer Terror von Irgun und Hagana gegen die palsätinensische Zivilbevölkerung voraus.

    Ich möchte hiermit auch noch mal klar und deutlich zu verstehen geben, dass ich nicht Juden im Allgemeinen, auch nicht Israelis im Allgemeinen und schon gar nicht die Flüchtlinge des Holocaust dafür verantworlich mache. Das wäre in der Tat absurd – aber es ist genug Zeit vergangen um sich zu bilden, um zu begreifen, dass vieles am israelischen Narrativ einseitig und unzureichend ist, und dass der Terror der jüdischen Untergrundgruppen alles andere als harmlos war und dass die Staatsgründung Israels selbst für die Muslime eine Art Kriegserklärung darstellte, erfolgte sie doch unilateral auf Kosten der einheimischen Bevölkerung, flankiert von einer Blutschneise durch palästinensische Dörfer – man hat ihre Belange dabei auch sträflich vernachlässig, bzw. vollkommen ignoriert. Auf Grundlage dieser Einsicht könnte man die Geschichte neu bewerten und mit gutem Grund ehrlich versöhnlich auf die Muslime zugehen, mit ECHTEN Eingeständnissen und Zugeständnissen, welche dann die neue Sichtweise glaubhaft untermauern. Würden die Israelis zu solch einer Haltung mehrheitlich und ernsthaft finden können,so habe ich keinen Zweifel, dass die arabischen Nachbarn gerne mit Israel in friedlicher Nachbarschaft leben wollten. Sie haben es oft genug glaubhaft dokumentiert, z.Bsp. durch das Friedensangebot der arabischen Liga und auch durch die schriftlichen Anerkennung Israelis durch Arafat. Allerdings forderten Kolonialismus und Post-Kolonialismus ihren Tribut und wenn das soweiter geht, dann ist der Nahe Osten bald nur noch ein einziger Hexenkessel. Das ist jedenfalls für nichts und niemanden förderlich.

    Sie wollen vielleicht behaupten, die Israelis hätten sich doch so verhalten, mit Oslo, Camp David etc. – das betrüblich ist nur – es ist offensichtlich, dass Israel da über Jahre einen diplomatischen Eiertanz vollführte, weil es Verträge umsetzen sollte (inernationaler Druck), dies es aber offensichtlich nicht wirklich erfüllen wollte – die Einsicht, von welcher ich oben sprach, die gibt es in Israel nur bei einer kleinen Minderheit und vor allem nur bei einer kleinen Minderheit von Politikern, die die wenigsten hören wollen. Es wurden Angebote gemacht – aber es waren fast immer Tricksereien, Mogelpackungen etc., eigentlich hat man immer seinen Ehrgeiz darein gesteckt, die Palästinenser möglichst gut über den Tisch zu ziehen – so wird das natürlich nichts – es waren Angebote, die dem Geist der Sache niemals gerecht wurden – weil es eigentlich für diese Angebote auch unter israelischen Abgeordneten mehrheitlich in der Knesset nie wirklich eine echte Unterstützung gab. Schon Oslo wurde nur nach tausend Zugeständnissen (Zugeständisse, die schon damals von pal. Seite eigentlich zu weit gingen) und nur mit Hilfe der Stimmen der arabischen Abgeordneten durchgesetzt. Danach tat Israel alles um sich von Oslo ‚zu befreien‘, aber es musste noch das Gesicht wahren – nur so kann man das doppelte Spiel der israelischen Politik (Verhandeln und Siedeln) begreifen. Israel spielte lediglich auf Zeit und das Scheitern von Camp David und die blutige Niederschlagung arabischen Protests, war für Zionisten wie Sharon gewissermaßen ein ‚Befreiungsschlag‘ vom lästigen internationalen Diktat von Oslo.(fraglos auch für Netanyahu)

    Um auf 48 zurückzukommen, eine ethnische Säuberung ist durchaus ein nachvollziehbarer Angriffsgrund und den nennt auch das Völkerrecht als einen der wenigen Gründe, die einen Angriffskrieg rechtfertigen. ( Israel sah ja schon die Entführung bzw. den ungeklärten Tod 2er Soldaten an der Grenze als Libanon als ‚legitimen Grund‘ ein Land zu zerstören – wieso sollen dann unzählige Massaker an Zivilisten und eine ethnische Säuberung KEIN Grund für einen Angriffskrieg sein – dieser Vergleich macht mal wieder die extrem solibzistische Haltung Israels deutlich und den Umstand, dass Israel beständig und aufs selbstverständlichste mit zweierlei Maß misst )

    Dass die arabischen Staaten den UNO-Teilungsplan nicht unterstützten ist auch nachvollziehbar – hatte man doch die eigentlichen Betroffenen, die Palästinenser bei diesem Plan völlig außen vor gelassen – und über ihre Köpfe hinweg entschieden. Das war ein unilateraler Prozess, dessen Rechtmäßigkeit schon damals heftig umstritten war, genauso wie die Staatsgründung Israels.

    Wie auch immer – ja die Araber waren in diesem Krieg unterlegen – aber Frieden macht man, indem man dem Unterlegenen zugesteht sein Gesicht zu wahren, das erste Hindernis ist diese grenzenlose Selbstgerechtigkeit der Israelis, die real durch nichts begründet ist, außer mit dem schrecklichen Völkermord in Europa – aber das ist nun einmal nicht die Verantwortung der Muslime.Es muss für Muslime schon eine grenzenlose Zumutung sein, dass man dieses Argument mehr oder weniger unterschwellig die Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat rechtfertigt.

    Werden arab. Staaten nicht immer wieder vom Westen destabilierst, ausgeplündert, kolonisiert – jetzt sollen sie auch noch die moralische Schuld der Europäer, bzw. der Deutschen ‚erben‘.

    Für die Muslime und objektiv betrachtet waren die Israelis Invasoren, die eine ethnische Säuberung an der einheimischen Bevölkerung verübten und sich deren Land aneignen wollten.

    Die Bereitschaft den UNO-Teilungsplan anzunehmen von König Abdullah – übrigens schon während des Kriegs (in Geheimverhandlungen signalisierte er, dass er die Gebiete verteidigen wollte, die der Plan den Palästinensern zugesprochen hatte) – ist ja ein Eingeständnis der Niederlage und die Bereitschaft den Plan anzunehmen ist ja das Entgegenkommen auf Grund der unbestreitbaren Niederlage.

    Wenn Israel Frieden wollte, dann müsste es eben auch entgegenkommen und nicht bis aufs letzte sich jeden Vorteil auf Kosten anderer verschaffen. Das ist eine Mentalität mit der man sich natürlich ewige Feinde schafft.

    Wenn Sie aber immer nur auf Kriegsbeute aus sind und dem Satz ‚Leben und Leben lassen‘ nicht begreifen, wenn Israel, dass so rechtmäßig durchaus nicht handelte, nicht begreift, dass es dem Unterlegenen zugestanden werden muss, sein Gesicht zu wahren – ja dann brauchen Sie sich über fortwährende Feindschaft nicht zu wundern. Mit Antisemitismus hat das gar nichts zu tun.

    Aber – Ben Gurion habe in einer Kabinettssitzung bemerkt, die israelische Öffentlichkeit sei „betrunken vom Sieg und nicht in Stimmung für Konzessionen, maximale oder minimale .

    Weiterhin:

    1949 erklärte Syriens Staatsoberhaupt Husni Zaim offen seine Bereitschaft, der erst arabische Regierungschef zu sein, der einen Friedensvertrag mit Israel abschließt – ebenso sei er bereit, die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien anzusiedeln. Er bot wiederholt an, sich mit Ben Gurion zu treffen, der aber standhaft ablehnte. Am Ende wurde nur ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichne“

    König Abdullah von Jordanien engagierte sich zwei Jahre lang für Verhandlungen mit Israle, war aber nie in der Lage, vor seiner Ermordung einen bedeutenden Durchbruch zu erreichen. Sein Angebot, sich mit Ben Gurion zu treffen, wurde ebenso abgelehnt. Außenminister Moshe Sharet kommentierte vielsagend: „Transjordanien sagte – wir sind sofort zum Frieden bereit. Wir sagen – wir möchten natürlich auch Frieden, aber wir können nicht rennen, wir müssen im Schritttempo laufen.“ Drei Wochen bevor er ermordet wurde, sagte König Abdullah: „Ich könnte einen Frieden rechtfertigen, indem ich Zugeständnisse der Juden vorweise. Aber ohne Zugeständnisse von ihrer Seite bin ich gescheitert, bevor ich anfange.“ ..

    Die Situation mit Polen/Deutschland können Sie in keiner Weise mit Palästina/Israel vergleichen.

    Deutschland hatte einen umfassenden, gigantischen Angriff auf halb Europa gestartet und unendlich viel Leid über die Menschen in Europa und über die Juden gebracht.

    Das Ergebnis war, dass Polen an seiner Ost-Flanke selbst Land verlor.

    Polen hatte das Land auch nicht annektiert, sondern die Allierten hatten es Polen ‚vorbehaltlich‘ zugesprochen, bis zu einer endgültigen Friedensregelung. Diese ‚Quasi-Annexion‘ wurde allerdings erst mit der freiwilligen Anerkennung Deutschlands rechtmäßig. Ohne das Einverständnis Deutschlands hätte es also keine Annexion gegeben. Dass Deutschland einverstanden war hatte gute Gründe und basierte auf dem Einsehen, dass Deutschland viel Leid, viel Verlust und in diesem Fall Polen ebenfalls Gebietsverluste beschert hatte. So macht man Frieden – mit Zugeständnissen. Gemäß dem Völkerrecht war dies auch nur deshalb rechtmäßig, weil die Anerkennung tatsächlich freiwillig geschah – unter Zwang ist dies nicht rechtens.

    Die Schuld der Deutschen kann man überhapt nicht vergleichen mit den Motiven für den arabischen Angriff 1948.

    Wenn ich es jetzt mal ganz bösartig formulieren will, Sie sind ganz wild darauf überall Schuld auszumachen, nicht zu letzt, weil sie daraus Kapital schlagen – in diesem Fall jedenfalls ist es so. Würden Sie in dieser Hinsicht ehrlicher sein, dann würde es Ihnen nicht schwer fallen, den Unterschied zwischen Hitlers Angriffskriegen und dem arabischen Angriff 1948 zu begreifen.

    Das Problem ist, dass Israel niemals für irgendwas verantwortlich sein will, es dämonisiert die Muslime und nimmt sich was es will – die Muslime sind weit aus kompromissbereiter, als sie ihnen zugestehen – aber Israel müsste anfangen Verantwortung zu übernehmen – und Zugeständnisse machen – ohne das ist Frieden ausgeschlossen.

    „Machen Sie sich bitte nicht lächerlich damit. Kein Staat auf der Welt wird in deutschen Medien mit einer derartigen Häme und oft auch mit antisemitischen Stereotypen “kritisiert”, wie der jüdische Staat“

    @Herr Pfeifer – wer zerfließt hier vor Selbstmitleid?

    „Aber Gitte und Jane belabern uns mit ihrer ignoranten Mantra, wonach Israel vor dem Faschismus steht“

    Herr Pfeifer – das sah auch der von Ihnen so hoch geschätzte Yehoshua Leibowitz so.

    „Die ganze Welt toleriert, die eklatante Diskriminierung von Frauen in der arabischen Welt und in vielen muslimischen Staaten.“

    Und Sie wollen sagen, dass Israel die WB und Gaza besetzt hat um dort den Frauen die Gleichberechtigung zu bringen?

    Was Syrien anbetrifft – ja das ist fruchtbar – ich wünsche mir auch eine Intervention – gleichzeitig gibt es Gründe für das Zögern, die man nicht leugnen kann – es kann daraus schnell ein Flächenbrand entstehen, der alles noch viel schlimmer macht. Das ist eine akute schlimme Krise – und bislang gibt es offensichtlich keine vernünftige Antwort darauf.

    Israel hingegen trägt seit seinem Entstehen nicht unerheblich dazu bei, das Verhältnis zwischen der muslimischen und der westlichen Welt zu vergiften – es ist aber nicht Israel allein – es sind naütrlich auch die Komplizenschaft des Westens mit Israel und natürlich auch die Interventionen der USA und Großbritaniens in den Ländern des Nahen Ostens, zuvor die grausame Geschichte des Kolonialismus, an welchem natürlich auch andere europäische Länder beteiligt waren. Diese Herrschaft, die nicht auf irgend welchen heeren Werten, sondern auf dem Faustrecht, bzw. dem Gesetz des Dschungels beruht – hat den Nahen Osten entwicklungstechnisch geschätzte 100 Jahre zurückgeworfen. Dass der Kolonialismus ein Verbrechen an den davon betroffenen Völkern war ist heute allgemein anerkannt.

    Wenn Sie sich mit den Grausamkeiten der jüdischen Terrogruppen und auch der westlichen Kolonisten auseinandersetzen, müssen sie feststellen, ‚wir‘ sind auch nicht wirklich besser – wir haben nur das Glück einmal zu einer einigermaßen vernünftigen STaatsform gefunden zu haben und sind jetzt weitgehend frei von Krieg seit 70 Jahren. Zuvor war dies freilich jahrhunderte lang anders.

    An vielen Kriegen im Nahen Osten, tragen der Westen und Israel direkt oder indirekt Schuld und Mit-Schuld. Um sich positiv entwicklen zu können, muss man das Recht auf den eigenen Weg respektieren und davon absehen, dauernd übergriffig zu sein, um sich klammheimlich irgend welche wirtschaftlichen Vorteile zu sichern – dann können auch die Muslime ihr positives Potential sehr viel wirkungsvoller entfalten – da habe ich gar keine Zweifel.

    P.S. :“Jane, ich bin ganz bei dir und danke dir; du hast so viel Wissen. – Gitte“

    vielen Dank Gitte – ich mach das hier schon ’ne ganze Weile und mit Google im Bund sammelt sich dann im Laufe der Zeit wohl tatsächlich ein ziemlicher Fundus an.

    • Eine Schilderung der Historischen Zusammenhänge des Nahostkonflikts gibt das Buch von Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers:

      “Halbmond und Hakenkreuz – Das Dritte Reich, die Araber und Palästina”.

      Hier ein Zitat aus dem Buch:

      “Beim arabischen Proteststreik gegen die jüdische Einwanderung im Oktober 1933 war auf Flugblättern und an den Mauern häufig das Hakenkreuz zu sehen. “Efforts to organize Nazi Associations have been revived”, berichtet die britische Polizei im Sommer 1934 und beobachtet im Herbst des Jahres eine anhaltende NS-Propaganda in der arabischen Presse. In der palästinensischen Literatur wurden die Juden als geldgierig, verschlagen und skrupellos beschrieben, als Feiglinge, “neue Shylocks” und Söne des klingenden Goldes”. Und es fand sich dort Lyrik wie diese: “Tretet den Juden auf die Köpfe./um Buraq und Haram zu befreien,/Ihr jungen Männer, schließt die Reihen,/greift sie zu tausenden an./ O Gott, wie schön ist der Tod/zur Befreiung von Haram und Buraq”

      Zitat Ende aus dem o.g. Buch. Seite 49-50.

      Oder lesen Sie das hier:

      http://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/rechtsextremismus/rechtsrock/nationalsozialismus-islamismus-terrorpop/nationalsozialismus-u-2

      Zitat:

      „Als Ende 1942 über die Ausreise jüdischer Kinder aus der Slowakei, Polen und Ungarn nach Palästina verhandelt wurde, intervenierte el-Husseini direkt beim Reichsführer-SS Heinrich Himmler, verhinderte das Unternehmen und schickte die Kinder so in den sicheren Tod. Solche Eingaben des Muftis wiederholten sich: Im Februar 1943 unterbreitete Großbritannien Bulgarien das Angebot, 5.000 jüdischen Kindern die Ãœbersiedelung nach Palästina zu ermöglichen. El-Husseini wandte sich darauf hin direkt an Reichsaußenminister von Ribbentrop, forderte vom Dritten Reich die „die Lösung des Weltjudenproblems“ und wandte ein:
      „Die Auswanderung der Juden […] wird ihnen erlauben mit den übrigen Juden der Welt […] ungehindert in Kontakt zu treten, und werden [sic!] somit viel schädlicher und gefährlicher als bisher.““

      Zitat Ende

      Jane,dass sich unter den o.g. Verhältnissen,im Angesicht der durch Nazideutschland ermordeten sechs Millionen Juden, die geflohenen Überlebenden in Palästina zur Wehr setzen, werfen Sie den Überlebenden vor?

  15. Fairness, Sie können sich bis geht nicht mehr selbst bestätigen aufgeklärt zu sein. Doch ihre und Janes Passion des Israelbashing zeigen, dass manche im Milieu stecken bleiben.
    Wie sie und Jane da uns mit Zitaten traktieren, die beweisen sollen, dass Israel rassistisch oder vor dem Faschismus steht, das zeigt, wie wenig aufgeklärt Sie und Jane sind.
    Ich würde es nicht wagen über Atomphysik zu schreiben, nur weil ich ein-zwei Artikel über dieses Thema gelesen habe und die zitieren kann.
    Was sich hier auftut ist eine Menge Ignoranz, die sich mit langen Zitaten versucht zu legitimieren.
    Diese Ignoranz habe ich in einigen Fällen bloßgestellt. Doch ich habe natürlich weder Zeit noch Lust auf Ihre langen ermüdenden Mantras einzugehen.

  16. Eine fröhliche, erleichternde Erkenntnis für die hier fröhlich und zahlreich postende Pewrsoninnen mit antisemitischer Botschaft:
    „Jews helped Hitler build gas chambers, killed Libyan ambassador“:
    http://elderofziyon.blogspot.co.il/2012/10/craziness-from-egypt-2-jews-helped.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+blogspot/PDbq+(Elder+of+Ziyon)&utm_content=Google+Reader.

    Und noch eine beruhigende Erkenntnis für diese Antisemiten: „Egyptian protesters burn down library. Israel blamed“:
    http://elderofziyon.blogspot.co.il/2011/12/egyptian-protesters-burn-down-library.html
    Lila sei gedankt.

  17. *Sebastian

    Sie wollten von mir hören, was ich mit dem Begriff aufgeklärte Deutsche meine.
    Ich verstehe darunter Menschen mit einiger politischer Bildung, die zeitung lesen, Radio hören, gutes TV sehen, und die relativ einen guten Überblick über Geschehnisse, Unruhen, Machtpotentiale, Kriegsgefahren, Parteienausrichtungen besitzen und aktualisieren.
    Was interessiert Sie an dem Begriff -aufgeklärt- und welche Vermutung haben Sie?

    Um das abzukürzen, ich meine k e i n e rechten Nazideutsche (die ich auch nicht kenne)

    Gitte

  18. Fairness Das Selbstmitleid gewisser Deutscher ist nicht zu übertreffen. Die Armen beklagen sich über die Zionisten, die die deutschen Medien beherrschen und angeblich keine Kritik an Israel zulassen, dabei sind diese Medien wie Sie ja auch schreiben voll der Kritik. Also wie hätten Sie es gerne?
    Machen Sie sich bitte nicht lächerlich damit. Kein Staat auf der Welt wird in deutschen Medien mit einer derartigen Häme und oft auch mit antisemitischen Stereotypen „kritisiert“, wie der jüdische Staat.
    Israel wird eben nicht wie jedes x-beliebige Land behandelt. Denn den Juden wirft man vor, nicht aus Auschwitz gelernt zu haben. Oder aber doch aus Auschwitz gelernt zu haben. Antisemiten sind nicht wegen irgendetwas was Juden tun aufgeregt, sie regen sich furchbar darüber auf, dass es Juden gibt, dass es einen jüdischen Staat gibt.
    Fairness machen Sie sich nicht lächerlich, über die „ganze Welt“ zu schreiben, die sich angeblich ausgerechnet über Israel Sorgen machen soll.
    Die ganze Welt sieht zu wie es in Syrien bereits zu mehr als 30.000 Opfern kam, wie in Jemen Hungersnot herrscht, weil die das kostbare Wasser zur Produktion von Kat verwenden, wie in Ägypten die Kopten gelegentlich ermordet, ihre Kirchen abgefackelt werden. Die ganze Welt toleriert, die eklatante Diskriminierung von Frauen in der arabischen Welt und in vielen muslimischen Staaten. Die ganze Welt hat zugeschaut als in Algerien ganze Dörfen durch Halsabschneiden liquidiert wurden und es zu 100.000 Opfern kam.
    Aber Gitte und Jane belabern uns mit ihrer ignoranten Mantra, wonach Israel vor dem Faschismus steht. Das oben geschilderte interessiert sie nicht. Sie sind auf dem Israelbashing trip und da lassen sie sich von Fakten nicht stören.

  19. Hendyk Broder hat mit seinem deutschen Journalistenkollegen Erich Follath ein Buch herausgegeben.
    Titel: Gebt den Juden Schleswig-Holstein! ISBN 978-3-421-04482-2
    Angeblich soll Ahmadinedschad das erzürnt ausgerufen haben.
    Ich möchte das gemeinsame Vorwort hier zitieren:

    „Land der Täter, Land der Opfer“ oder „mein Feind, der Freund“
    Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten – aber auch eine Besatzungsmacht, die Menschenrechte verletzt. Sollen sich Deutsche mit Kritik zurück halten? Verpflichtet die Geschichte sie besonders, Miss-Stände anzuprangern? Oder geht das: Israel wie jedes x-beliebige Land behandeln?

    Follath fragt Broder: Kennen Sie den schon?

    Kommen zwei Israelis nach Reykjavik. Der isländische Beamte kontrolliert die Pässe und fragt: „Occupation?“
    Sagen die Israelis wie aus einem Mund: „nein, nein, wir wollen nur zwei Tage bleiben“

    Broder und Follath sind trotzdem Freunde geblieben.

  20. * Jane, ich bin ganz bei dir und danke dir; du hast so viel Wissen. – Gitte

    Herr Pfeifer, ne, ne, Jane hat zusammengefaßt gesagt, ob Sie nicht mal darüber nachdenken wollen, …damit solche harmlosen Provokationen überflüssig werden.

    Originalzitat: „…nicht letzt endlich solch, friedliche, aber deutlich provokative Protestaktionen absolut überfällig macht.
    Und stets Ihre kleinen gnädigenen Herablassungen, „damit Jane“ es auch versteht.
    Herr Pfeifer die ganze Welt hat schon längst verstanden, nur die großen Teile der israelischen Bevölkerung immer noch nicht.

  21. Frau Fairness, hier noch mal die Homepage unserer Bremer Friedensfreunde:

    http://www.bremerfriedensforum.de/1024/1125/Bremer-Friedensforum-Veranstaltungsarchiv-Nahost/

    Die Bremer Friedensfreunde halten gerne mal eine „Mahnwache“ gegen den Israeltag für Bremer Schulen, können aber in ihrer Rubrik -Naher und Mittlerer Osten- bis heute keine Erwähnung für über 30.000 tote Menschen in Syrien aufnehmen.
    Meinen Sie die, wenn Sie von aufgeklärten Deutschen sprechen?
    Oder meinen Sie vielleicht jene als aufgeklärte Deutsche, die sich seit geraumer Zeit um kleine jüdische Jungs „kümmern“, wie hier:

    http://www.taz.de/Kinderarzt-kritisiert-Beschneidung/!103381/

    Was von meiner Community in der Diskussion über die Beschneidung alles für`n Müll geschrieben wird,kann ich hier ohne rot anzulaufen nicht wiederholen. Die Obsession der Deutschen kennt keine Grenzen. Man verfolgt die Juden über die halbe Welt bis in den nahen Osten und bis ins Schlafzimmer. Meinen Sie sowas, wenn Sie von aufgeklärten Deutschen sprechen?

    Die Liste der Anmaßungen meiner deutsch christlichen Community gegenüber der jüdischen Community könnte man endlos fortsetzen. Der von ihnen angesprochenen Günter Grass hat mit seinem „Gedicht“ eine literarische Anmaßung verzapft. Uri Degania hat in seinem Beitrag auf haGalil dazu genau die richtigen Worte gefunden. Lesen Sie bitte seinen Beitrag -Günter Grass mochte keine roten Rosen-

    http://test.hagalil.com/2012/04/11/grass-8/

    • Sebastian, ich kann Ihnen leider nicht folgen.Auf was genau beziehen Sie sich mit meinem angebl. Ausspruch über die aufgeklärten Deutschen? Dann antworte ich.
      Zu der Beschneidungfrage habe ich mich nur sehr oberflächlich gemeldet, mir war der zwingende Zusammenhang zwischen Religion und Jüdischsein schon vor der Debatte klar.
      ICH brauche zur Meinungsbildung über GRASS keinen URI und keinen Sebastian.

      Sie schreiben „“unsere Bremer Friedensfreunde“““ welche? Ihre und meine? – Ich kenne die Gruppe nicht, habe jedoch eine dunkle Ahnung, wie Sie das meinen könnten: nämlich unfreundlich.

  22. Jane rechtfertigt also die Störung von Konzerten.

    Niemand kann Menschen in Israel, die rechtmäßige Besitzer des Landes sind, von diesem vertreiben. Da muß es ein Gerichtsurteil geben. Und dann kann der davon betroffene Mensch sich noch an den Obersten Gerichtshof wenden.
    Jane glaubt der Sender Freies Palästina, sei eine zuverlässige Quelle. Dieses Sprachrohr eines Stuttgarter Pal-Komitees, das sich vom Antisemiten Gilad Atzmon unterstützten läßt, ist halt eine extremistische Propagandagruppe, die davon träumt, den jüdischen und demokratischen Staat abzuschaffen.

    Die Geschichtskenntnisse der Jane beruhen auf Propaganda:
    „Stimmt nicht – es war eher so, dass die Israelis nie irgendwelche Bedingungen akzeptierten und nie zu irgendwelchen Zugeständnissen bereit waren – so war schon König Abdullah 49 zu einer Grenz- und Friedensregelung bereit, die auf dem UN-Teilungsplan beruht hätte – die Israelis wollten aber das zusätzlich erbeutete Land nicht mehr hergeben.“

    Also machen wir da mal wieder einen Analogieschluss, damit es auch Jane versteht. Die „böse“ Sowjetunion und das „böse“Polen haben nach 1945 deutsches Gebiet annektiert und es war grundfalsch, dass sie dies getan haben. Das ist die Botschaft, die uns Jane, ganz in der Gedankenwelt der NPD befangen, vermitteln will.

    Nun werde ich keine zionistische oder proisraelische Quelle nennen, sondern eine die als palästinenserfreundlich akzeptiert werden muß, Gudrun Krämer: „Geschichte Palästinas“ Beck, 3. Auflage 2002, Seite 368
    „Die Arabische Liga hatte seit April [1948] Vorbereitungen für ein militärisches Eingreifen getroffen. In der Nacht zum 15. Mai rückten arabische Truppen aus Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und Irak, unterstützt von klenen saudischen und jemenitischen Kontingenten, gegen den jüdischen Staat vor; …“

    Deutschland griff Polen 1939, dann die Sowjetunion 1941 an. Und deswegen hat es nach 1945 Gebiete verloren.
    Die arabischen Staaten griffen Israel gleich nach Entstehung an und deswegen gab es keine Rückkehr zu dem in Teilungsplan der UNO – den die Araber nicht akzeptiert haben- vorgesehenen Grenzen.

    Jane ich habe nicht immer Zeit Ihre Geschichtslügen, Halb- und Viertelwahrheiten sowie propagandistischen Verdrehungen zu überprüfen. Hier habe ich nur ein Beispiel für Ihre Ignoranz gegeben. Sie sollten ihre Mantras doch lieber auf der Website der NPD oder des Stuttgarter Palästinakomitees verkünden. Dort wird man Ihnen auch nicht widersprechen.

  23. Der Aufforstungsplan des JNF:

    „Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in der Bundesrepublik bahnt sich im Negev Schlimmes an. Bereits am 11. September 2011 hat die Knesseth den Prawer Plan verabschiedet, der die zwangsweise „Umsiedlung“ von 30.000 PalästinenserInnen (möglicherweise sogar mehr, laut Adalah sind es 45.000) vorsieht.

    …Nach dem Prawer Bericht sollen 30.000 (Adalah spricht von bis zu 45.000) Beduinen mit ihren Familien von ihrem Land vertrieben und innerhalb von 5 Jahren zwangsumgesiedelt werden. Sie sollen bis zu 50% Kompensation für ihren Besitz erhalten. Wenn dies gelingt ist dies die größte und einzigartige Umsiedlung die je in Israel seit seiner Gründung durchgezogen wurde.

    Gestern kam die Polizei noch einmal, um das Dorf Al-Arakib zu zerstören und von der Erdoberfläche zu tilgen, zum 21. Mal in weniger als einem Jahr. Noch einmal wurden die schäbigen Hütten und Zelte zerstört und die Reste auf LKWs geladen und weggefahren, um ja nicht ein Spur zu hinterlassen.

    …Und wieder kamen die Bulldozer des Jüdischen Nationalfond, um mit dem Vorbereiten der Aufforstung auf diesem verwüsteten Stück Land zu beginnen. Und als die Polizei und die Bulldozer den Ort verlassen hatten, kamen die sturen Beduinen zurück und stellten neue Zelte und Hütten auf – zum 22. Mal und setzen die tägliche Routine des Lebens ohne Strom und Wasser oder Abwässerrohre fort – bis zur nächsten Zerstörung, der nächsten Vertreibung und der nächsten Rückkehr.

    http://senderfreiespalaestina.de/negev.htm

    „Nach keinem der Kriege gaben die Araber ihre Niederlage zu“

    Stimmt nicht – es war eher so, dass die Israelis nie irgendwelche Bedingungen akzeptierten und nie zu irgendwelchen Zugeständnissen bereit waren – so war schon König Abdullah 49 zu einer Grenz- und Friedensregelung bereit, die auf dem UN-Teilungsplan beruht hätte – die Israelis wollten aber das zusätzlich erbeutete Land nicht mehr hergeben.

    Auch 67 waren die arabischen Parteien mit der Resolution 242 einverstanden, insofern sich Israel aus den besetzten Gebieten wieder zurückzieht – Israel wollte aber nicht – zu den berühmten 3 Neins kam es, weil die Israelis nicht bereit waren sich zurückzuziehen.

    Auch Nasser wollte mit Israel zu einer klaren Grenzregelung kommen, welche auch dazu beigetragen hätte die Grenzregion zu befrieden – viele Araber wollten schlichtweg zurück in ihre Häuser – und wurden von israelischen Milizen umgebracht – was dann zu der Bildung der Fejadin führte – die Israelis wollten aber keine Regelung und sabbotierten das.

    Als Sharett durch eine Zusammenarbeit von Israel, den angrenzenden arabischen Staaten und den Vereinten Nationen Grenzsicherheits-Vereinbarungen verabschieden wollte, um die gefährlichen Vergeltungsanschläge zu vermeiden, reagierte Moshe Dayan zornig :

    „Solche Garantien könnten Israel die Hände binden. Die Vergeltungsschläge sind unser Lebensnerv. Sie helfen uns, in der Bevölkerung und der Armee eine hohe Spannung aufrecht zu erhalten….um junge Männer in den Negev zu bringen, müssen wir hinausschreien, dass sie in Gefahr sind.“ (26.5.1955. S.1021, Tagebuch Moshe Sharett)…

    „Abschließend sei gefragt: Wenn viele der arabischen Staaten in solch einem Chaos leben, was wurde dann aus Israel, dem Todfeind der Araber“

    Israel müsste nicht mehr der Todfeind der Araber sein, denn die zeigten sich sehr viel kompromissbereiter als umgekehrt, aber Israel wollte weiter Unfrieden und keine Verbindlichkeiten, denn es hatte sein unausgesprochenes Expansionsprojekt bis heute noch nicht beendet – und die arabischen Länder wären nicht in dem Chaos in welchem sie sind, wenn die Kriegszüge und die Einmischungen der Amerikaner und Engländer und auch die Kriegszüge Israels gegen den Libanon – die Länder nicht immer wieder aufs neue destabiliert hätten – da brauchen Sie sich über die Feindschaft nicht weiter zu wundern – sie ist verständlich.

    Hier übrigens ein Video mit Reden von Yehoshua Leibowitz zum Thema:

    http://www.youtube.com/watch?v=n3yA_I3B8rE

    Es ist wohl mehr als klar, auf wessen Seite die Sympathie Professor Leibwoitz’s hinsichtlich oben benannten Vorfalls gewesen wäre, daran lassen seine Aussagen auch nicht den allergeringsten Zweifel – gewiss nicht auf Seiten des JNF.

    Ich finde es auch seltsam, dass all die Zeloten anscheinend gar nicht realisieren, oder realisieren wollen – was Yehoshua Leibowitz – an und für sich vollkommen unmissverständlich sagt, dass die Unterwerfungs- und Vertreibungspolitik Israels für ihn das Werk der ‚Judeo-Nazis‘ ist und dass diese Politik das jüdische Volk beschmutzt.

    Ich frage mich wirklich, was davon eigentlich in die Hirnzellen unserer Zeloten dringt – oder ob es einfach von einem zum anderen Ohr durchrauscht.

  24. „Fairness. Was bitte hat der verstorbene J. Leibowitz mit den Provokateuren zu tun, die ein Konzert unterbrechen?“

    Herr Pfeifer – meine vorangegangenen Postings dürften diese Frage klar beantworten.

    Eines ist doch hier klar – dass der Protest in erster Linie der Politik des Jüdischen National Fond galt.

    Aber alle reden hier davon, dass dies mit anitsemitischen Aktionen der National-Sozialisten gleichzusetzen sei.

    Das ist doch einfach nur lächerlich.

    Es scheint Sie haben komplett verdrängt, was und wie die Nazis wirklich waren – sonst könnten Sie unmöglich zu diesen extremst verharmlosenden Vergleichen greifen, zudem Motive und Gesinnung der Nazis und der Protestierenden schlichtweg gar nichts gemein haben.

    Das scheint eben die Formel zu sein, die einem beständig wachsenden faschistischen Geist in Israel zuarbeitet (Gleichschaltung) – zwingt sie doch jeden sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden – entweder Du bist für eine diskriminierende, rassistische Landpolitik in Israel, oder Du bist ein Nazi und hast damit in unserer Gemeinschaft keinen Platz und jeder der so denkt wie Du (bezieht sich jetzt auf Nicht-Juden, wie z.Bsp. mich) ist ‚unser‘ Feind. Es kann nicht ausbleiben, dass Sie dann die Welt bald nur noch als einen Hort von Feinden sehen.

    Das wird einem massenhaft von den Zeloten und ihren Fürsprechern als vorgeblich einzige Alternative präsentiert – ergo Kritik und Alternative – ausgeschlossen. (Erinnert ein bischen an Merkels ewige Flosel von der angeblichen Alternativlosigkeit, dies aber harmlos vergleichsweise)

    Das war eine sicher überraschende, für viele offensichtliche ärgerliche, aber letztendlich harmlose Protestveranstaltung, die der in der Tat sehr fragwürdigen Landgewinnungspolitik Israels und dem dafür maßgeblichen Orang, dem ‚jewish Naitonal Fond‘ galt und das hat gar nichts mit dem Antisemitismus der National-Sozialisten gemein, eher schon im Gegenteil. Die rassistische Landpolitik, die Juden Zuerst-Mentalität, für die der ‚Jewish National Fonds‘ exemplarisch steht, ist in der Gesinnung der einst ‚überlegenen arischen Rasse‘ sehr viel näher, als die Motive der Protestierenden, die fraglos vom Geist des Humanismus und der Brüderlichkeit aller Menschen getragen ist, also genau das Gegenteil von Faschismus und Antisemitismus. Hier Y. Leibowitz anzführen ist absolut passend, denn der sah das genauso – wie seine Zitate zeigen, sah er die faschistische Entwicklung voraus – zu welcher ein Festhalten an den besetzten Gebieten letztendlich führen wird.

    Merkmale des Faschismus:

    Die eigene Nation bzw. das eigene Volk steht an erster Stelle. Jede Entwicklung, auch im Ausland, wird ausschließlich danach bewertet, ob sie den Bedürfnissen der eigenen Nation dient. Tut sie das nicht, kann dies ein ausreichender Grund für einen Angriff sein.
    Unterfüttert wird diese Denkweise mit einem Rassismus, der das eigene Volk als höherwertig und überlegen gegenüber anderen Völkern betrachtet. Deshalb soll eine Stärkung und Vergrößerung dieses Volkes zu einer Verbesserung der Welt führen. Der Rassismus, oftmals verbunden mit Antisemitismus, entfaltete sich bisher nur im nationalsozialistischen Deutschland in vollem Umfang, allerdings ist jedes faschistische Regime dafür anfällig.

    Zur Reinerhaltung des Volkes (man denke an die gefängnisstrafe für einen araber der einvernehmlich sex mit einer jüdin hatte, die dachte er sei jude) erfolgt eine Auslese, in deren Rahmen als minderwertig geltende Gruppen herabgesetzt oder „aussortiert“ werden. Dies kann sich auf Behinderte oder Homosexuelle beziehen, aber auch auf Anhänger unliebsamer Weltanschauungen oder Immigranten und deren Nachkommen…“(Araber/Linke/Bedouinen)“

    http://www.dir-info.de/dokumente/def_faschisten.html

    Es zeigt auch die Hysterie, mit der man in Teilen jüdischer Kreise auf Protest, auf anderes Denken reagiert. Ich denke das ist auch ein Anzeichen dafür, dass viele wahrscheinlich unterschwellig doch spüren auf welch dünnem Eis sie sich da eigentlich bewegen – und dennoch sind sie dazu angehalten dieser Politik immer und ewig, auf Gedeih und Verderb, koste es was es wolle, ganz egal, was Israel auch tut – die Stange zu halten, weil sie angeblich sonst sich und ihre Gemeinschaften Amalek ausliefern –

    Also allen denen es so geht möchte ich sagen – das ist Vodoo, eine machtvolle Suggestion – und letztendlich Quatsch. So schwarz-weiß ist die Welt nicht – und die Goyim sind weiß Gott nicht nur ‚böse Antisemiten‘, die darauf lauern die Juden zu verbrennen. Wenn man die Vergangenheit wirklich vollständig betrachtet – dann war das auch früher nicht so – und die Fairness gebietet zu erkennen, dass Juden oft auch nicht besser sind und waren, als Nicht-Juden auch. Wie Einstein sagte, Juden haben sich wenn in der Vergangenheit, dann nur aus Mangel an Gelegenheit (Macht) nicht ähnlich negativ hervorgetan. (auch wenn ich die Traumatisierung, nach den wahrlich abscheulichen, monströsen Verbrechen der National-Sozialisten verstehen kann und es auch für richtig halte, dass darauf lange besondere Rücksicht genommen wurde; das kann aber nicht für immer und ewig so bleiben). Aber andere Völker haben durchaus ähnliches durchgemacht – und lassen dann irgendwann schlicht und ergreifend ‚los‘ – weil sie wissen – dass dies notwendig ist, für ein gutes Morgen – denken Sie z.Bsp. an die Vietnamensen, die heute den Amerikanern wieder unumwunden freundlich begegnen – es scheint mir aber dass es in Teilen des Judentums eine Art Leidkultiviererei gibt, die es unmöglich macht, sich aus diesem einseitigen Freund-Feind-Schema zu befreien. In gewisser Weise denke ich, ist sie zum maßgeblichen Faktor der zugesagten ‚Auserwähltheit‘ geworden und wenn die sich sonst schon nicht hinreichend realisiert, dann wenigstens in einer vorgeblich, aber eigentlich herbei phantasierten, moralischen Ãœberlegenheit) Damit legt die jüdische Community aber in Teilen selbst den Grundstein für ihr eigenes Ghetto – man kann das nicht alles der Umwelt ankreiden und auch nach solch fraglos, monströsen Verbrechen, wie die der Nazis, ist es notwendig, umso mehr nach 70 Jahren – es ist durchaus wichtig – irgendwann wieder zur Normalität zu finden. Wenn Sie aber als ihre Normalität die Ausgrenzung und die grundsätzliche Feindseligkeit sehen und damit die Israel-Zuerst, Juden-Zuerst Politik rechtfertigen, die nicht wenigen von Ihnen dermaßen selbstverständlich zu sein scheint, dass Sie sie gar nicht mehr bemerken – dann haben Sie ein Problem – welches es anderne Völkern schlichtweg unmöglich macht – mit ihnen irgend wie vernünftig auszukommen, dies gilt vor allem für die Nachbarn Israels, für die arabischen Israelis und vor allem für die rechtlosen Palästinenser unter Israels Herrschaft.. Es bleiben dann noch die Speichellecker, die im Pro-Zionismus zu einer Art Ersatzreligion gefunden haben, die uns kleinen verwirrten Menschen, die ultimative Handlungsstrategie im großen Spiel von ‚Gut und Böse‘ an die Hand gibt. (Eigentlich ein Kindergauben, eine Märchenwelt) Von einem tragfähigen moralischen Kompass kommen Sie so freilich immer weiter ab.

    Ich glaube wenn man in Israel und den jüdischen Communities, welche über die Welt verstreut sind, und diese Politik so mittragen so weiter macht, dann ist die Formel 2 Juden, 10 Meinungen auf jeden Fall von gestern – und Sie haben bald 1000 Juden – eine Meinung – (und 5 bleiben lieber zu Hause) und darauf läuft das ganze hinaus.

    Zur Politik des JNF – die wird von Menschenrechtsorganisationen, Amnesty International, Humans Rights Watch und israelischen Menschenrechtsaktivisten heftig kritsiert.

    Was besagtes Aufforstungsprojekt betrifft – an Aufforstung grundsetzlich ist natürlich nichts zu beanstanden – aber was hat es hiermit konkret auf sich?

    Al-‘Araqib is one of more than 40 “unrecognized villages” in Israel whose residents lack security of tenure and public services. Contrary to statements by the ILA, the residents of al-‘Araqib can document their claims to the land dating back to Ottoman times, but the Israeli government has consistently refused to recognize these claims….

    …The villagers have initiated legal proceedings seeking recognition of their traditional land claims. However, some of their court appeals are pending even as the Jewish National Fund (JNF) continues with forestation plans over the villagers’ lands.

    …The JNF – a semi-governmental organization which promotes Jewish settlement in Israel and has offices in several Western countries as well as Israel – has already landscaped the entire area of the village to prepare for forestation.

    …The Bedouin village of al-‘Araqib in the Negev desert in southern Israel has been demolished at least 20 times since July 2010. Each time the residents re-erect their makeshift shelters, the Israel Land Administration (ILA) arrives with bulldozers to flatten the village again.

    http://www.amnesty.org/fr/node/22995

    “ Das Negev-Projekt ist nur ein Beispiel für die Vorgehensweise des Jüdischen Nationalfonds-KKL, der in derselben Artund Weise auch im Westjordanland bei Jerusalem und im Jordantal aktiv ist. Aufgrund der öffentlichen Diskussion verliert der Jüdische Nationalfonds-KKL immer mehr Unterstützer. Im Mai 2011 hat sich beispielsweise der britische Premierminister David Cameron als Schirmherr der Organisation in
    England zurückgezogen ..“

    http://www.guardian.co.uk/politics/2011/may/29/david-cameron-resigns-patron-jnf

    http://www.ipk-bonn.de/downloads/Protestbrief-gegen-den-JNF.pdf

    Vielleicht sollten Sie mal zur Abwechslung offen und vorbehaltslos darüber nachdenken, ob es nicht doch, ernst zu nehmende Gründe, für die zunehmende Distanzierung von der israelischen Politik gibt – und ob der Meinungsvodoo, den Sie betreiben, indem sie jegliche Kritik mit den Verbrechen der National-Sozialisten gleichsetzen – nicht letztenlidch solch, friedliche, aber deutlich provokative Protestaktionen absolut überfällig macht und ob Sie, indem sie die Protestierenden, solcherart diffamieren, nicht das Projekt Israel und die Religion Judentum und auch das Gedenken an die Opfer des National-Sozialismus kollektiv, solibszistisch missbrauchen.

    • Jane sind Sie wirklich so einfältig, so dumm wie Sie sich hier geben? Sie kommen hier mit Faschismusdefinitionen und prophezeien Faschismus in Israel. Den Balken im Auge der Gegner Israels, die solches jetzt sagen merken Sie natürlich nicht.
      So spricht in Israel kein verantwortlicher Politiker:
      Spiritual leader Mohammed Badie said Jews were spreading ‚corruption‘ and desecrating holy sites; Wiesenthal Center calls on U.S. to sever ties with Brotherhood.
      By The Associated Press | Oct.13, 2012 | 6:54

      The Simon Wiesenthal Center, which monitors anti-Semitic incidents worldwide, said on Saturday that the U.S. cannot conduct „business as usual“ with Egypt’s Muslim Brotherhood, after statements made by the group’s spiritual leader.

      Mohammed Badie said during his weekly message that Jews were spreading „corruption,“ had slaughtered Muslims and desecrated holy sites. He further called on Muslims to fight Israel, saying Zionists only understood force.

      „We are not dealing with a YouTube video or a lone extremist imam, but a call to anti-Semitic violence by a man who has tens of millions of followers and leads the organization that controls Egypt’s future,“ the center’s Rabbis Marvin Hier and Abraham Cooper were quoted as saying in a statement.

      They called on the White House to condemn the speech, and sever official and unofficial contacts with the Muslim Brotherhood.

      Israel has increasingly become concerned over its relations with Egypt as the formerly repressed Muslim Brotherhood has risen to power with the election of an Islamist president following the ouster of Hosni Mubarak. The jitters come despite a pledge by newly elected President Mohammed Morsi that Egypt will abide by a 1979 peace accord with Israel.

      Muslim Brotherhood members frequently make statements against Israel’s occupation of East Jerusalem, accusing Jews of trying to smother the city’s Islamic identity and calling on Muslims to rise up and protect the city and its holy shrines.

      But Badie’s statement was the first time the group’s supreme leader has made such strong statements since Morsi’s election. Morsi has avoided speaking of Israel in public, making only pledges to respect Egypt’s international agreements.

      Badie referred to longstanding Muslim calls to „defend“ Jerusalem’s Al-Aqsa Mosque, a holy site for both Muslims and Jews. Muslims believe the Prophet Muhammad ascended to heaven from there, while Jews call the compound the Temple Mount because of the biblical Jewish temples that stood there.

      „It is time for the Muslim [nation] to unite for the sake of Jerusalem and Palestine after the Jews have increased the corruption in the world, and to shed the blood of [Muslims],“ Badie said in comments published on the group’s website and emailed to reporters on Thursday.

      „Muslims must realize that restoring the sanctuaries and protecting honor and blood from the hands of Jews will not happen through the parlors of the United Nations, or through negotiations. The Zionists only know the way of force,“ he added.

      Israeli lawmaker Danny Danon called on the U.S. and the European Union „not to bury their heads in the sand and ignore the worrying reality.“

      „Incitement and anti-Semitism in Egypt must stop before the U.S. sends (Egypt) hundreds of millions of dollars,“ he said in a telephone interview. „The direction of the new Egyptian government is very worrying and we are following with great concern what is being said and done and what is not being done there against extremists.“

  25. Uri Degania, zum Geltungsdrang läßt sich sagen, besser wäre gewesen, Sie hätten mein Gefühl für Gerechtigkeit zur Kenntnis genommen, das ich mit dem von mir sehr geschätzten Dr. Jeshayahu Leibowitz offensichtlich teile! Meine Darstellungen legen überhaupt nicht nahe, dass ich Herrn Leibowitz für irgendetwas benutze, paperlapap. Leibowitz hat seinen israelischen Mitbürgern den Spiegel hingehalten und das wollen viele wohl nicht verstanden haben bzw. zogen daraus überhaupt keine Schlüsse. Ja, ich nehme zur Kenntnis, dass sich israelische und jüdische Institutionen zu Recht in der deutschen Gesellschaft etabliert haben, warum auch nicht? Ich höre mit Interesse die Sendung Sabbat Shalom im Radio und sie könnte gerne länger sein, weil dort keine antisemitismus-Keule geschwungen wird, was in diesem Forum Uso ist. Es ist nur so, dass israelischen und jüdischen Institutionen bei jeder festivalen Gelegenheit ein Mikrofon bereitwillig hingehalten wird, um deren Statements zu ihrer Politik und zu der Grund- und Bringschuld der Deutschen in alle Ewigkeit in alle deutschen Wohnzimmer bringen kann. Und die ist mittlerweile so stereoty wie nur irgendetwas. Aufgeklärte Deutsche, die geringschätzig mit „linken Friedensfreunden“ postituliert werden, wissen, dass der Hase ja ganz anders gelaufen ist seit der Unabhängigkeitserklärung der Israelis. Mit dem wichtigen Unterschied, dass sie sich Gehör verschaffen dürfen, weil es eine nicht niedergeschriebene Vereinbarung gibt, die unseren deutschen Medien sagt, man sähe es nicht gerne, wenn israelische Politik negativ dargestellt würde. Die BILD-Zeitung hält sich ja daran, so hörte ich im DLF Radio, armes Blatt. Deshalb hat Günter Grass in den deutschen Medien keine Chanche gehabt. Ist das nicht eine Schande in diesem Lande?

  26. Erinnerung an Y. Leibowitz von Uri Avnery:

    Als ich ihn diesmal fragte, war er bereit zu reden, unter einer Bedingung: er wolle nur über ein einziges Thema sprechen: dass die Soldaten ihren Dienst in den besetzten Gebieten verweigern sollten.

    „Bitte sprechen Sie über alles, was Sie wollen,“ erwiderte ich, „schließlich ist dies ein freies Land – bis zu einem gewissen Punkt .“

    Also kam er und hielt eine Rede, in der er unsere Soldaten mit der Hamas verglich, die damals (wie heute) als die brutalsten Terroristen angesehen wurden. Dies führte zu einem schrecklichen öffentlichen Aufschrei. Rabin drohte, die Preisverleihungsfeier zu boykottieren….

    Als wir beide am Tag nach dem 6-Tagekrieg verlangten, die besetzten Gebiete aufzugeben, hatten wir verschiedene Gründe. Er sagte voraus, dass die Besetzung Israel zu einen faschistischen Staat mache. ..“

    … Er verglich gewisse Einheiten der israelischen Armee mit der Nazi-SS, und die Jugend der Siedlungen erinnerten ihn an die Hitlerjugend. ..

    …IN DEN LETZTEN Jahren vor seinem Tod 1994 widmete alle seine Kräfte der Bemühung, Soldaten davon zu überzeugen, den Wehrdienst in den Besetzten Gebieten zu verweigern..

    …behauptete Leibowitz, dass es das Wichtigste für einen einzelnen Soldaten wäre, aufzustehen und sich zu weigern, an der Besatzung teilzunehmen, egal welche Folgen es für ihn persönlich hat – Gefängnis, Ächtung, Einsamkeit. Wenn dies genügend Soldaten tun würden, So würde die Besatzung zusammenbrechen, glaubte er.

    Da definierte er seine politische Einstellung auf die kürzeste und einfachste Weise. Ich übersetze aus dem Deutschen.

    „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: das eine ist Krieg auf Leben und Tod im vollsten Sinn des Wortes, wobei Israel ein faschistischer Staat werden wird. Die andere Möglichkeit, die einzige, die diesen Krieg vermeiden helfen kann, ist die Teilung des Landes. Eine solche Teilung des Landes wird sehr schmerzhaft für beide Parteien. Beide Völker würden ihren Staat haben und ihre nationale Unabhängigkeit. Aber keines von beiden im Rahmen des ganzen Landes.

    Leibowitz: „Ich glaube, dass eine Teilung kommen wird, wenn nicht durch ein Übereinkommen zwischen dem Staat Israel und der PLO, dann als eine aufgezwungene Ordnung, aufgezwungen von den Amerikanern und den Sowjets .

    Wenn weder das eine noch das andere geschieht, dann steuern wir auf eine Katastrophe zu.

    Ich wiederhole: eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.

    Seit dem 6-Tage-Krieg ist Israel ein Machtapparat, ein jüdischer Machtapparat zur Beherrschung eines anderen Volkes.

    Deswegen sage ich es in schärfster Form: Dieser glorreiche Sieg war das historische Unglück des Staates Israel. Im Jahr des „Völkerfrühlings“, 1848, warnte (der österreichische Dramatiker) Franz Grillparzer vor dem Weg, der „von der Humanität durch die Nationalität zur Brutalität führt“. Im 20. Jahrhundert ist das deutsche Volk tatsächlich diesen Weg bis zum Ende gegangen. Wir haben diesen Weg nach dem 6-Tage-Krieg betreten. Es kommt darauf an, diesen Gang zu beenden.“

    http://test.hagalil.com/2012/02/05/leibowitz/

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    • Klar doch Jane, Ihrer Meinung nach ist Israel der direkte Nachfolger des „III. Reichs“. Und dazu zitieren Sie Leibowitz. Das Problem dabei ist, dass alles im Kontext verstanden werden muss. Ben Gurion nannte Menachem Begin einen Faschisten, weil er glaubte mit dem Holzhammer diskutieren zu müssen. War Begin ein Faschist? Hat Begin die israelische Demokratie abgeschafft und einen Einparteienstaat eingeführt? natürlich nicht.
      Leibowitz war Naturwissenschaftler und Arzt und glaubte seine Meinung nur veröffentlichen zu können, wenn er maßlos übertreibt. In Israel genoß er trotzdem Respekt und das mit Recht. Nur ist zu beachten: In der Umgebung, in der sich Israel befindet ist es wohl der am wenigsten nationalistische Staat. Er ist ja auch der einzige demokratische Staat in der Region.
      Sie haben einige krasse Vorurteile und glauben diese mit Zitaten von J. Leibowitz versachlichen können. Aber der Pferdefuß schaut heraus.

  27. „Aber J. Leibowitz zu bringen unter einem Artikel über durchgeknallte Hasser, die ein Konzert stören ist schon seltsam.“

    J.Leibowitz hat offensichtlich einen Heiligenschein, der alle Zeloten irgnedwie komplett benebelt – sonst müssten Sie sich eingestehen, dass sie ihn wahrlich nicht für sich in Anspruch nehmen können – hat doch J.Leibowitz den Ausdruck ‚Judeo-Nazis’für die rechts-radikale Siedlerbewegung geprägt, die heute stärker ist denn je und verlangte ohne Wenn und Aber den Rückzug aus den besetzten Gebieten. Am Festhalten an den besetzten Gebieten sah er die moralische, innere Zerstörung Israels voraus – er wäre fraglos auf Seiten der Protestierenden gewesen.

  28. Auszüge aus einem Kommentar von Abdulateef Al-Mulhim
    06.10.2012, arabnews.com
    Vollständige englische Version: http://arabnews.com/arab-spring-and-israeli-enemy

    „Nach keinem der Kriege gaben die Araber ihre Niederlage zu und die palästinensische Sache wurde komplizierter. Und nun hat die arabische Welt durch den endlosen arabischen Frühling keine Zeit mehr für die palästinensischen Flüchtlinge oder die palästinensische Sache, denn viele Araber sind selbst Flüchtlinge und leiden unter den ständigen Angriffen ihrer eigenen Truppen. Die Syrer verlassen ihr eigenes Land – und das nicht wegen israelischer Flugzeuge, die Bomben auf sie werfen, sondern wegen der syrischen Luftwaffe, die Bomben auf sie wirft. Die intelligentesten irakisch-arabischen Moslems verlassen den Irak. Im Jemen wird die traurigste menschliche Tragödie von den Jemeniten selbst geschrieben. In Ägypten sind die Menschen im Sinai vergessen.

    Abschließend sei gefragt: Wenn viele der arabischen Staaten in solch einem Chaos leben, was wurde dann aus Israel, dem Todfeind der Araber? Israel hat heute die modernsten Forschungseinrichtungen, Spitzenuniversitäten und die fortschrittlichste Infrastruktur. Viele Araber wissen nicht, dass die Lebenserwartung der Palästinenser, die in Israel leben, viel höher ist als diejenige der Menschen in vielen arabischen Ländern. Und die Palästinenser in Israel erfreuen sich viel größerer politischer und sozialer Freiheit als viele ihrer arabischen Brüder. Selbst die Palästinenser, die unter israelischer Besatzung im Westjordanland und Gazastreifen leben, erfreuen sich mehr politischer und sozialer Rechte als es sie in vielen Teilen der arabischen Welt gibt. War nicht einer der Richter, der einen früheren israelischen Präsidenten zu einer Gefängnisstrafe verurteilte, ein israelischer Palästinenser?

    Der arabische Frühling zeigte der Welt, dass die Palästinenser glücklicher sind und dass ihre Situation besser ist als diejenige ihrer arabischen Brüder, die für ihre Befreiung von den Israelis gekämpft haben. Nun ist es an der Zeit, den Hass und die Kriege zu beenden und bessere Lebensbedingungen für die zukünftigen arabischen Generationen zu schaffen.“

  29. @ „Fairness“. Ich nehme Ihren Geltungsdrang zur Kenntnis. es bleibt die Frage: Was hat der große Philosoph J. Leibowitz mit diesen antisemitischen Kampagnen und Ãœberfällen zu tun? Ihre Darstellungen legen es nahe, dass Sie ihn als Kronzeugen gegen in der Bundesrepublik vertretene israelische Institutionen verwenden. Beeinträchtigt es Ihr Wohlbefinden und Ihr ästhetisches Empfinden, dass in der Bundesrepublik israelische und jüdische Institutionen „es wagen“, öffentlich in Erscheinung zu treten? Wollen Sie sie belehren?

  30. Herr Pfeifer, der Artikel „ Arab Spring and the Israeli enemy“ ist absolut genial. Und genau da fängt das Problem mit unseren deutschen „Friedensfreunden“ an. Solche vernünftigen Stimmen aus dem Nahen Osten wollen die nicht hören. Unsere deutschen „Friedensfreunde“ kleben sich an Arabern und Palästinenser die das eigene Ressentiment teilen, hetzen diese auf und verstecken ihren eigenen Antisemitismus dahinter.

  31. Liebe Gitte,
    ich schätze all wahrhaft ehrlich Interessierte am sog. „NahostKonflikt“ und das friedliche „Ringen“ um Lösungsmöglichkeiten, Denkansätze, Ideen u. u. u., nehme interessiert jegliche Standpunkte dazu zur Kenntnis, auch all die übermässig reich an der Zahl kommunizierten Vorwurfstiraden und GeneralSchuldzuweisungen an Israel. Menschen empfinden, schlussfolgern aus ihnen medial aufbereitet „Serviertem“, entwickeln Sympathien …Abneigungen …ja sogar Hass. Dies muss und sollte sehr ernstgenommen werden, auch und bedauerlicherweise allzu oft weit weg von jeglicher Realität! Wissen Sie, Israel – das Jüdische Volk – hat nicht wirklich EXPERIMENTELLE SPIELräume für ein: vielleicht ??? möglicherweise ??? eventuell ??? irgendwann ??? -PseudoLÖSUNGEN, auch wenn durchaus gutgemeint. Wissen Sie, es geht um die Sicherheit und das Ãœberleben von MENSCHEN. Meinen Sie tatsächlich, „man“ könnte die sogenannten Palästinenser …vielmehr konkreter deren ideologisierte AnFÃœHRER??? dazu Z W I N G E N , einen 2.Araberstaat neben dem Königreich Jordanien und AKZEPTANZERWIRKENDERWEISE dem Jüdischen Staat Israel auf dem Gebiet sogenannt ehemals Palästina (klar definierte Hinterlassenschaft nach dem Ende des 1.Weltkrieges und dem Zerfall des Osmanischen Reiches – sei an der Stelle ausdrücklich festgehalten, dass wir GENAU definieren, WORÃœBER alle Welt so sehr lange schon spricht) für „diese“ als hinreichend – genügend deklariert, ANZUERKENNEN????????
    Wenn Sie näher und intensiver hinschauen, hinhören, wird auffallen, dass KEINSTE Bereitschaft dafür seitens der „opferstatuskultivierenden“ arabischen StammeshäuptlingCliquen zu KEINSTER Zeit je erkennbar wurde – GANZ im GEGENTEIL – „die“ (flappsig) kämpfen gegen Israel für die sogenannte BEFREIUNG sogenannt GANZ Palästina!!! WIE nur kann „man“ vor dem Hintergrund solch doch überaus deutlicher TATSACHEN zu dem Schluss kommen, „die“ würden uns plötzlich LIEBEN und akzeptieren lernen??????????, wenn eine DRITTE Staatlichkeit vor Ort entstünde? Ich frage Sie: WAS wäre dann anders, als es jetzt ist? In großen Teilen mit enormster weltweiter Unterstützung jeglicherseits und auf sämtlichen Ebenen existiert seit den sog. Osloer Verträgen administrative Autonomie – Raketenbeschuss und Terror gegen Israel sind dennoch unverändert geblieben! Wollen Sie „die“ GEWALTSAM zu Ihren …der von tausenden Mächtigen weltweit …LÖSUNGSweg zwingen? Wären Sie bereit, im Falle von „Grüne Linien“-ÃœberSchiessungen (siehe Hamastan), NICHTeinhalten von STAATLICHEN Mindestnormen, Eskalation von Gewalt im kampfestaumelnden Versuch der „Befreiung GANZ Palästinas“ NACHHALTIG in Konsequenz experimentellen Scheiterns zu intervenieren?????? WAS genau könnte ein solcher DestabilisierungsVERSUCH letztlich ERNEUT für Israel BEDEUTEN??? …will schreiben: WIEVIELe UNschuldig zu MORDende Menschenleben an der Zahl sollten …müssten „eingeplant“ werden??? und Wichtigstes: Wär dann FRIEDEN???????????? WIE gross sind die Chancen? …für WEN???? dabei, zu ÃœBERLEBEN (peripheral geographische „TerrorEndlosVerletzungsmöglichkeiten“ aus allen vier Himmelsrichtungen sowie im „total zerklüfteten“ Inneren HERZEN Israels …und und und
    Ich bin der Auffassung, dass die Zeiten, ein solch UNabschätzbares RISIKO einzugehen, längst vorüber sind – reflektiere klar und lerne „man“ aus bereits zurückliegend „Passiertem“ – Israel braucht KEINE Zugeständnisse irgendwem mehr gegenüber hinzunehmen – eine riesige tiefe BLUTspur zieht sich besonders durch die beiden zurückliegenden Jahrtausende der Menschheitsgeschichte – PERVERTIERT im zurückliegenden Jahrhundert! danke für Aufmerksamkeit …halt „fairness“ …in diesem Sinne

    • Hallo lieber riciano,

      ich danke Ihnen erstmal vorab für Ihre Höflichkeit, das tut gut. Heute werde ich mich dazu nicht mehr äußern können, ich mache es aber sehr gerne in den nächsten Tagen.
      Bis dahin mit freundlichen Grüßen, Gitte

  32. Danke für den Kommentar. Es sind nicht meine Worte und meine Gedanken, die ich wiederholte, sondern es war ein in Israel angesehener Gelehrter Leibowitz; und ich denke, dass er diese Worte eher ironisch meinte. Seine Gedanken über Israel habe ich in zwei Aufsätzen, siehe weiter oben – nur wörtlich abgeschrieben. Ein anderer jüdischer Mensch hat Prof. leibowitz als Judenhasser bezeichnet.
    Und das fand ich mal interessant.

  33. „…die Früchte des Sieges genießen …“

    …befremdlich …solch argumentative DenkhöchstleistungsErgebnisse im quasi SELBSTVERSTÄNDLICHKEITsGlanze erhaben zu all doch bitter blutig Geschehenem ;-| DEMÃœTIGE Dankbarkeit wohl angemessener – WER vermag schon, sich auf Seiten „des Sieges“ wähnen zu dürfen – es hätte auch „ungeiessbares“ Leid und klagender Schmerz bedeuten können …sozusagen der „fairness“ halber sei es an dem Punkt bemerkt …

  34. sehr geehrter Herr Pfeiffer,
    Leibowitz habe ich nicht als Rechtfertigung für die Unter-brechung herangezogen, das wäre absurd.
    Auch ich habe eine Ausstellung in einer jüdischen Synagoge besucht u. hatte Angst, ob gleich die Springerstiefel hier rein marschieren könnten? Ist immer unangenehm, weil die uns ja nichts zu sagen hätten. Von den umweltpolitischen Aktivitäten -für Israel- der JNF-KKL hatte ich schon im DLF gehört, also hier nicht unbekannt.Am 3.7.12 beging der JNF KKL sein 110-jähriges Bestehen (also 1902 als zionistische Gruppe)gegründet und lud gleich die Berliner Regierungsmannschaft ein. Es ist schon immer erstaunlich gewesen, welche großen, offenen Ohren unsere Regierungsmitglieder seit 1946 für die israelischen Angelegenheiten hatten. Ich will nicht sagen, es sei falsch, nein, aber es verschließen sich grundsatzlich und dogmatisch öffentlich die Ohren dieser Gesellschaft, wenn es darum geht, den Vertretern von Vertriebenen ihres alten Landes (Palästina) eine Sprachplattform und ein Mikrofon zu geben. Lieber läßt man sie im Untergrund um dann sagen zu können, sie wären terroristisch. Ich war ja nicht bei der Unterbrechung dabei (Sie auch nicht, habe ich verstanden) aber ich enthalte mich lieber, anstatt dessen, der Kommentare über die angebliche Links-
    „extremistische“ Politische Organisation.
    JNF KKL begrünt, bewässert seit 110 Jahren Israel und geht gegen die Wüstenbildung vor = das finde ich gut und wichtig. Nun aber gibt es eine UN-Studie, die hieß „Palestinian loss of land 1946 to 2000“ und zeigt objektiv die Landverluste der Palästinenser und den unglaublichen Landzufluss der Israelis = ein vollkommen ungekehrtes Verhältnis von 1946 bis 2000 nämlich. Was noch als grün für „Palestinian und Jewish land 1946“ gekennzeichnet war, ist 2000 nur noch weiß mit einzelnen grünen palästinenser Flecken zum überleben. Ein Volk auseinander gerissen und in ghettos versenkt, die von israelischen Lebensmittel-Lieferungen abhängig sind. Palästinenser müssen ihr Wasser kaufen, dies zeigte eine ARD-Sendung. Glauben wir ihr einfach, und bezeichnen sie nicht sofort als antisemitisch!
    Ich will nicht böse werden, aber dies betrifft ja nun ernsthaft die Voraussagungen des Herrn Jeschajahu Leibowitz, der sagte, nach 1967 hatten wir die Wahl, ob dies ein Verteidigungskrieg oder ein Eroberungskrieg sein soll.
    Und weil diese UN-Studie offen zeigt, dass Israel immer größer geworden ist und damit die Aktivitäten des jüdischen Nationalfonds auch größer wurden und dafür braucht man natürlich Geld von der Bundesregierung. Ob man es bekommen hat bei angebl. leeren Kassen?

    >jetzt interessiert mich aber ganz besonders, ob die JNF-KKL auch die palästinensichen Gebiete und Wüsten weiter aufgeforstet hat. Ich werde da mal per Mail anfragen und ganz bestimmt eine ausführliche Auskunft erhalten, da bin ich sicher! Ich lasse es Sie dann wissen.

    Gitte

    • Fairness, ich habe keine Zeit lange Diskussionen zu führen.
      Aber J. Leibowitz zu bringen unter einem Artikel über durchgeknallte Hasser, die ein Konzert stören ist schon seltsam.
      Die UNO Studie hat eher mit Propaganda als mit Wissenschaft zu tun. Die UNO hat in keinem anderen Fall den Status eines Flüchtlings als vererbbar anerkannt, nur den der Palästinenser. Die Stoßrichtung der UNO war in diesem Fall die künstliche Perpetuierung eines Zustandes, um Israel zu schaden.

      1946 hat im Heiligen Land die britische Mandatsmacht das Sagen gehabt. Schon daher ist es verlogen, zu behaupten, Juden hätten damals Arabern Land weggenommen. Sie haben es zu überteuerten Preisen gekauft.

      Die Palästinenser haben Pech, ihre Anführer taugten nichts und taugen nichts. Die haben ihr Volk ins Unglück gestürzt.
      Ein saudiarabischer Kommentator hat gerade heute geschrieben was Sache ist.
      http://www.arabnews.com/arab-spring-and-israeli-enemy

      Wenn die arabischen Nachbarn nicht auf das Messer und auf den Konflikt gesetzt hätten, dann hätten sie längst ihren Staat und sie hätten auch viel von Israel lernen können. Auch wie man die Wüste urbar macht.
      Was Sie vielleicht nicht wissen, arabische Patienten aus dem ganzen Nahen Osten, insbesondere aber aus den Golfstaaten und aus Saudi-Arabien kommen nach Israel, um sich in Spitälern behandeln zu lassen.

  35. Es ist einfach absurd, Jeschajahu Leibowitz – der sich dagegen nicht mehr wehren kann – zur Rechtfertigung für die Unterbrechung eines Konzertes zu nennen.
    Israel ist nicht nur ein Rechtsstaat sondern auch ein demokratischer Staat und es steht jedem Bürger frei seine Meinung zu äußern, für seine Meinung zu werben, zu demonstrieren.
    Wer glaubt mit der Störung eines Konzertes für seine Sache Werbung zu betreiben irrt sich, denn eine solche Störung, kann nur diejenigen bestärken, die zu keinem Kompromiß bereit sind. Zum Beispiel jene arabischen Hardliner wegen derer ein Friedensmarsch in Betlehem diese Tage abgesagt wurde, denn daran hätten auch israelische Juden teilnehmen sollen.
    Daher ist – meiner Meinung nach – eine solche Provokation das Werk derjenigen, die keinen Frieden, kein Kompromiß anstreben.

  36. Fortsetzung-

    Für die Beharrlichkeit unseres nationalen Bewußtseins ernteten wir das Privileg einer wiedergewonnenen Unabhängigkeit in Form eines eigenen Staates. Die unaufhörliche Bedrohung dieses jüdischen Staates ist der Preis, den uns das Schicksal dafür abnimmt. Für die Ereignisse der letzten Monate ist jedoch nicht das Schicksal verantwortlich, sondern unser eigenes staatliches Handeln, das seit 1967 immer stärker von Expansion und Chauvinismus geprägt wird.
    Kurz nach dem brillianten Sieg im Sechs-Tage Krieg und der Besetzung („Befreiung“) der wichtigsten Gebiete des biblischen Israel schrieb ich in einem Artikel: „Zukünftige Historiker werden diesen Sieg wahrscheinlich als Beginn des Niedergangs unseres Staates markieren“ – Meine Warnung löste damals Ärger und Hohn, bestenfalls Erstaunen aus.
    >Heute höre ich immer häufiger, dass ich wohl recht behalte.
    Am „siebten Tag“ des 6-Tage-Krieges mussten wir uns entscheiden – und die Entscheidung lag in unserer Hand-, ob dies ein Verteidigungskrieg oder ein Eroberungskrieg gewesen sein sollte. Wir stimmten für den Eroberungskrieg, weil wir die Früchte des Sieges genießen wollten.
    Das Monster „Groß-Israel“ wurde geboren.
    Ein Staat, der inzwischen nicht mehr der Staat des jüdischen Volkes ist, sondern ein System gewaltsamer jüdischer Herrschaft über ein anderes Volk.
    Im ehemaligen Israel hatten wir Juden einmal die Chance gehabt, mit jedem sechsten unserer Mitbürger, mit den israelischen Arabern, eine friedfertige Ko-Existenz aufzubauen. Seit es die „grüne Grenze“ nicht mehr gibt, haben sich diese Mitbürger mit den 1,5 Millionen Palästinensern unter unserer Militärherrschaft wieder zu einem Volk vereinigt und fühlen sich gemeinsam unterdrückt.
    Sie leben in einem Staat, der dem kolonialen Rhodesien immer ähnlicher wird.
    Es ist typisch für die Psychologie einer kolonialen Gesellschaft, dass es beiden Seiten, Herrschern und Beherrschten, an jeglichem gegenseitigen Einfühlungsvermögen mangelt.
    Wenn ich über das Bild nachdenke, das die Beherrschten von uns haben mögen, erinnere ich mich an eine heftige’Diskussion zwischen jüdischen und arabischen Studenten auf unserem Campus in Jerusalem, wo ein erregter Araber ausrief: „Was sieht denn ein Araber, wenn er aus seinem Dorf in eine jüdische Stadt kommt?
    Alle Bauarbeiter sind Araber, alle Müllmäner u. Straßenreiniger sind Araber, alle Kellner sind Araber, alle Prostituierten sind jüdisch“.
    Solcher Art ist die soziale und emotionale Atmosphäre, in der wir uns heute befinden.
    Und wenn diesem arabischen Studenten gesagt wird, dass es das israelische Ausbildungssytem ist, das ihm ermöglicht,in wenigen Jahren Arzt, Rechtsanwalt oder Ingenieur zu sein, so wird er antworten, dass ihm all das so lange nichts bedeutet, wie er sich gedemütigt fühlt als Angehöriger eines abhängigen und kontrollierten Volkes.
    Es ist nur verständlich, dass dieses Volk sich jetzt wehrt, ohne eine ethische Auswahl unter den angewandten Mitteln zu treffen. Dies hat bisher die meisten Freiheitskriege gekennzeichnet.
    Unsere Antworten darauf werden in einem politischen Klima formuliert, in dem das Justizministerium zwischen Folterungen allgemein und Folterungen in „angemessenem“ oder gemässigtem Umfang unterscheidet, in dem das Verteidigungsministerium einen klaren Trennstrich zieht zwischen dem völligen Lebendig-Begraben von Menschen und demjenigen, bei dem die Gesichter nicht mit Erde bedeckt wurden.
    ES GIBT NUR EINES: DEN SOFORTIGEN RÃœCKZUG AUS DEN BESETZTEN GEBIETEN

    Eine treffende Formulierung zum Verständnis solcher Entwicklung hat schon Franz Grillparzer gefunden, der – Augenzeuge des Völkerfrühlings 1848 – vor dem „Weg von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität“ warnte.
    >>>>>>>
    Ich werde hier mit dem weiteren Text aufhören. Es sei denn, jemand interessiere eine Fortsetzung.
    Der Autor dieses Vortrags war ein bekannter Jude, zweifelsfrei kein Antisemit!!! Es war der verstorbene Prof. Dr. Dr. Jeshayahu Leibowitz, 1903 in riga geboren, floh 1919 nach Berlin, wo er 1924 in Chemie promovierte. 1929 begann er in Köln das Studium der Medizin, das er 1933 in Heidelberg abschloss. Allerdings wurde er als Jude nicht mehr zur Promotion zugelassen. Er promovierte in Badel zum Dr. med., ging 1934 nach Palästina und lebte in Jerusalem. Er lehrte an der hebräischen Universität in Jerusalem als Professort für Biochemie und für Neuropysiologie.
    1956 bis 1972 war er Chefreddaktuer der 36-bändigen Encyclopaedia Hebraica und hielt Vorträge in Philosophie der Wissenschaften. Er galt trotz seiner umstrittenen Thesen als einer der größten zeitgenössischen Denker Israels.

    Nur so am Rande bemerkt: in meiner Maildebatte über Grass mit Henryk Broder schrieb der zurück, ich sei eine Anti-Semitin. Warum?: Weil ich mich hinter Leibowitz verstecke, der ein „Judenhasser“ sei. Ups.
    So viel zur jüdischen Klugheit, vielleicht war da auch etwas zuviel Wein im Spiele…

  37. erschienen Mai /1988 „Wir schämen uns“
    Letzten Monat erhielt ich drei Anrufe von Juden im Ausland. Aus England telefonierte der Rabiner der Orthodoxen Gemeinde von Manchester. Aus Toronto rief mich ein Redakteur einer großen Zeitung an. Sein Bewußtsein als Jude und seine Verbindung zu Israel werden in dem Wunsch deutlich, seinen halbwüchsigen Sohn auf eine hiesige Schule zu schicken. Aus einem Pariser Verlagshaus, das eine Sammlung meiner Aufsätze herausgab, telefonierte die Sprecherin eines Kreises jüdischer Intellektueller in Frankreich, die sich ihres Judentums noch – oder wieder – bewußt sind.
    Diese drei Personen gehören zu denjenigen Gruppen jüdischen Volkes in aller Welt, die das eigentliche Rückgrat des Staates Israel bilden und von denen uns vielleicht morgen oder später Kräfte zufließen werden. Und diese drei sagten ein und das selbe – jeder in seiner Sprache und in seinem Stil. Auf hebräisch, englich und französich – über das Geschehen im Staate Israel und dessen Auswirkungen auf die jüdische Welt: Juden schämen sich für den Staat Israel.
    Was hat uns soweit gebracht?
    In diesem land existieren heute – aufgrund einer jahrhunderte alten Geschichte, deren Chroniken unauslöschlich sind – zwei Völker, deren Abkömmling jeweils aus tiefster Seele bezeugen, dass dieses land das Land ihres Volkes sei und sie selbst daher Kinder dieses Landes seien. Dieses Bewußtsein ist die entscheidende Tatsache und nicht etwa das Gerede über das „Recht“ des einen Volkes auf das Land im Gegensatz zu
    dem „Recht“ – oder mangelnden „Recht“ – des anderen Volkes daran. Solches gerade ist sinnlos. Kein Volk hat irgend ein Recht auf irgendein land. Denn Land ist eine objektive Gegebenheit. Das „Recht“ hingegen ist eine Konstruktion des menschlichen Bewußtsein – eine juristische Kategorie, die ausschließlich in der von der Gesellschaft definierten institutionellen Wirklichkeit gültig ist.Der Verlauf der Geschichte liegt außerhalb dieser Wirklichkeit. Die Tatsache, dass in einem bestimmten historischen Moment ein bestimmtes Territorium von einem bestimmten Volk bewohnt wurde, kann keine Rechtsgrundlage bilden.
    Ein Land „gehört“ einem Volk nicht aufgrund objektiver Voraussetzungen, sondern nur aufgrund des Bewußtseins der Angehörigen dieses Volkes.
    Das land, das wir Erez Israel und die Araber Palästina nennen, war im Altertum im realen Sinn das Land des Volkes Israel. Vor fast zwei Jahrtausenden wurde dieses Volk nach der Zerstörung des zweiten Tempels in alle Winde zerstreut. Nach Auffassung vieler Historiker und Staats-Historiker des 19. und 20. Jahrhunderts hat das jüdische Volk längst zu existieren aufgehört. Im Bewußtsein der Juden (nicht aller Juden) besteht es bis auf den heutigen Tag.
    UNSER HANDELN WIRD VON EXPANSION UND CHAUVINISMUS GEPRÄGT
    Und diesem nationalen Bewußtsein zufolge ist Erez Israel ihr Land – und kein Gegenargument kann ihnen dieses Bewußtsein nehmen. Auch nicht die Tatsache, dass inzwischen eine ebensolche Verbindung zwischen diesem Land und einem anderen Volk entstanden ist.

    -Fortsetzung und die Auflösung des Namens dieses Autors folgt.

  38. Dass ein Aktivist diese Szenen gefilmt und später ins Internet gestellt hat, zeigt, dass man nicht nur stören wollte, sondern möglichst die Gäste der Veranstaltung soweit zu provozieren versucht hat, dass einzelne Gäste selbst zu aggressiven Handlungen gegen die Aktivisten verführt werden sollten. Die Farbe rot für die T-Shirts hat man vermutlich auch aus diesem Grund mit Bedacht gewählt. Den Aktivisten kam es vermutlich weniger darauf an, diese spezielle Veranstaltung zu stören, sondern die Stimmung in Deutschland negativ gegen die Juden zu beeinflussen. Daher versuchte man negative Emotionen bei den Gästen der Benefiz-Veranstaltung zu erzeugen und zu filmen.
    Es ist gut, dass die meisten Gäste besonnen geblieben sind und das Konzert danach fortgeführt wurde.

  39. Uri Deganja, gar so pessimistisch bin ich nicht. Denn was hier ein paar fanatische Israelbasher verzapfen hat wenig mit der Realität zu tun. Und die Realität, die ja nicht schwarz-weiß ist, wie uns diese Israelbasher hier weismachen wollen, wird vielleicht sich doch noch durchsetzen.
    Man soll sich auch nicht von professionellen Schlechtmachern Israels aus Israel die gute Laune verderben lassen.
    Ich habe einen Artikel eines solchen Herren, der immer häufiger in der nationalbolschewistischen Postille Junge Welt zu lesen ist in der Hand. Dieser Artikel ist in einem deutschen Sammelband vor zehn Jahren erschienen. Die Prophezeiungen dieses Herrn klingen heute lächerlich.
    Hier nur ein Beispiel: „Den Terror der Selbstmordanschläge kann man gar nicht militärisch bekämpfen – gerade wegen seiner Unsichtbarkeit, wegen seiner elastischen Infrastruktur. Das dürfte eigentlich allen klar sein… “ und es geht so weiter.
    Es ist notwendig, den Israelbashern hier wenn irgendwie möglich ruhig und sachlich entgegenzutreten.

  40. Die Themen, die hier in letzter Zeit diskutiert werden, hängen zusammen: Die neue Stufe der Angriffe gegen israelische Institutionen und Künstler in Deutschland, die „Beschneidungsdebatte“, die Nakba-Inszenierungen hierzulande.
    Jim hat soeben ein sehr pessimistisches Resümee gezogen: http://test.hagalil.com/2012/10/08/beschneidungsdebatte/comment-page-1/#comment-38876
    Wir mögen uns erinnern, wie pessimistisch, wie verzweifelt Ignatz Bubis sel. Ang. in seinem letzten Stern-Interview war:
    http://test.hagalil.com/deutschland/bubis/presse/stern.htm

    Der Shoah-Ãœberlebende Elie Wiesel – zu dem man sehr unterschiedlich stehen kann – hat in der neuen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen ein vergleichbar bitteres Resümee seines Wirkens gezogen, in einem interview zu seinem neuen Buch:
    »Was habe ich schon erreicht?« Elie Wiesel über den Holocaust, eine lebenslange Verpflichtung und sein Verhältnis zu Deutschland:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14085
    Es besteht wenig Anlass für Hoffnung.

  41. Sebaldius ist auch ein Spezialist für „israelische Rassengesetze“.
    Doch solche Gesetze existieren lediglich in den Köpfen der sekundären Antisemiten, die versuchen die Verbrechen des deutsch-österreichischen Nationalsozialismus auf Israel zu projizieren.

  42. Sebaldius glaubt die Störung einer Veranstaltung sei der richtige Weg, seine Meinung durchzusetzen.
    Nur vergisst er, Israel ist ein Rechtsstaat.
    Es kann nicht jemand delogiert werden von seinem Grund und Boden und jeder hat das Recht in solch einem Fall sich an das Oberste Gericht zu wenden. Auch die von Sebaldius zitierte Meldung leugnet dies nicht. „Tens of dunams of land and homes housing dozens of Palestinians in Silwan were evacuated by the JNF through various legal proceedings“. Sebaldius meint also,dass in Silwan keine Juden wohnen sollen.
    Möchte Sebaldius im Umkehrschluß, dass auch kein Araber in einer jüdischen Stadt wohnen sollte? Das fordern die Kahanisten, die nicht zu den Wahlen zum Knesseth antreten dürfen.

  43. Karl Holzer schrieb:
    „Zum Glück gibt es noch eine Mehrheit in Deutschland, die sich der Nazi Verbrechen bewußt sind und die Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten schätzen und unterstützen möchten, wie ich.“

    LOL, das sollte wohl Satire sein, vermute ich? Herr Holzer, seien Sie aber versichert: Wüsste die Mehrheit der Deutschen tatsächlich besser Bescheid über Israel und das Unrecht, das Israel in den besetzten Gebieten begeht, dann würden solche Leute wie diese Sänger vom Jüdischen Nationalfond (JNF) mit Prügeln und mit Fusstritten aus ihren Benefizkonzerten in Berlin und aus Deutschland rausgepfeffert. Falls sie es überhaupt noch gewagt hätten, sich hier blicken zu lassen.

    Das geschieht aber nicht, _eben weil_ die Mehrheit der Deutschen zu wenig weiss über Israel und seine Verbrechen.

    Wussten Sie denn zum Beispiel, Herr Holzer, dass der Jüdische Nationalfond (JNF) eine Tochtergesellschaft mit dem Namen Himnuta hat, deren Aufgabe darin besteht, unter Ausnutzung der israelischen Rassengesetze eine systematische ethnische Säuberung in Ostjerusalem durchzuführen und palästinensischen Grundbesitz in jüdisches Eigentum umzuwandeln? Diese Tochtergesellschaft Himnuta findet man am Sitz des JNF in Jerusalem und ihr Etat wird vollständig vom JNF aufgebracht. Der Chef dieser Gesellschaft wird vom JNF delegiert und ist gleichzeitig dessen Finanzvorstand und Mitglied der Geschäftsführung.

    Das sind genau die Leute, die dahinterstecken, wenn palästinensische Familien wie z.B. in Silwan in Ostjerusalem aus ihren Häusern und von ihrem Grund und Boden vertrieben und obdachlos auf die Strasse gesetzt werden und jüdische Siedler sich dann in ihren Häusern breit machen. Was da geschieht, ist eine systematische Judaisierung palästinensischen Besitzes auf der Grundlage einer zutiefst rassistischen israelischen Gesetzgebung, und das funktioniert vergleichbar der seinerzeitigen Arisierung jüdischen Besitzes hier in Deutschland auf der Grundlage der damaligen nationalsozialistischen Gesetzgebung.

    Wer also hier in Berlin ein Benefizkonzert der Vertreter dieser Organisation besucht und dazu auch noch applaudiert, der hat entweder keine Ahnung von ihren Tätigkeiten und Zielen, oder er billigt und befürwortet sie. Ihnen, Herr Holzer, glaube ich sogar, dass Sie keine Ahnung haben von den Aktivitäten dieser Organisation, weil Sie bis zum Scheitel voll sind von Ihren deutschen Schuldkomplexen gegenüber Israel und den Juden, und dass Sie demnach die Wahrheit nicht sehen können weil Sie sie nicht sehen wollen.

    Aber den hier schreibenden jüdischen Zionisten mit ihren „besonderen Beziehungen zu Israel“, also all den Pfeifers, Deganias, Chavals und wie sie alle heissen, denen kaufe ich ein diesbezügliches Unwissen nicht ab. Die wissen ganz genau, was diese Organisation betreibt, welche Ziele sie verfolgt und mit welchen Mitteln. Und die machen sich allesamt durch ihr Schweigen und durch ihre Unterstützung mitschuldig an dem Unrecht, das da betreiben wird.

    http://peacenow.org.il/eng/content/jewish-national-fund-and-himnuta-service-settlers-%E2%80%93-dispossess-palestinians-property-silwan

  44. und wieder einmal geschah es, dass ein völkischer liederabend, der die schönheit des landes und die erhabenheit der ölbäume, das wogen der felder und die reinen herzen der aufrechten bebauer des bodens, berstend vor stolz, von treuem blute und jüdischem beben erfüllt, auf das brutalste gestört wurde.
    schliesslich haben doch auch besatzer ein recht auf kritiklose unterstützung und heimelige stunden in der wagenburg. doch freche selbsthasser und ihre liderlichen komplizen verderben das schöne bild.

    • yasemin k.
      niemand wurde gezwungen, an diesem Liederabend teilzunehmen. Doch die Störung eines Liederabends ist nicht geeignet für die angeblich nichtvölkische palästinensische Sache zu werben.
      Eine solche Aktion bringt den Frieden um keinen Zentimeter näher, sondern bestärkt diejenigen, die sagen, schaut Euch diese hasserfüllten Leute an, die sogar ein Konzert stören, um ihre Mantra an die Frau/Mann zu bringen.
      Eine solche Aktion hilft aber denjenigen, die zu keinem Kompromiss mit den Nachbarn bereit sind.
      Wie zum Beispiel diejenigen, die vor ein paar Tagen einen stummen Friedensmarsch in Betlehem verhinderten, nur aus dem Grund weil auch israelische Juden daran teilnehmen sollten.

  45. Nagel,
    der Menschen als „Schweine“ bezeichnet, verteidigt vorgeblich das „Christentum“ und vergisst, dass sein Heiland, sein Messias auch beschnitten war. „Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.“ Lukas 2.21
    In den USA – das ja nicht weniger christlich ist – sind die meisten Männer beschnitten.

  46. @Rika Cheval

    Soso, das finden Sie zum Kotzen.

    Zum Kotzen ist die Verstümmelung von Knaben durch Schweine – Menschen will ich diese abartigen religiösen Fanatiker nicht nennen.

    Man sollte sich – in geschlossenem Kreis – mal Gedanken machen wie man solche religiösen Kinderverstümmler aus einem christlichen Land los wird!

  47. Einfach widerwärtig, wem kommt da nicht das Kotzen !

    Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein. Vielen Dank, Uri, für Diene sehr richtige Analyse.

    Wir sollten uns Рim geschlossenen Kreis Рmal Gedanken machen, wie man mit solchen Sțrtrupps auf intelligente Weise umgehen kann, damit sich auch solche Bilder der Hilflosigkeit von Publikum une Veranstaltern nicht endlos wiederholen.

  48. Sorry für meinen Rechtschreibfehler, oben.
    Ergänzend noch hierzu der israelische Bericht aus ynet:

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4289329,00.html

    Hierin findet sich die bestürzende Bemerkung:
    “It is the first time in the band’s 65 years of existence that such a thing has happened. We perform abroad quite frequently and our shows always go over quietly.“

    Auch die Preisverleihung an Frau J. Butler – ich habe ihre Bücher nicht gelesen und maße mir deshalb kein inhaltliches Urteil hierzu an; ich beziehe mich nur auf ihre Unterstützung der BDS-Kampagne sowie ihre Bagatellisierung der Hamas – gehört in den von mir skizzierten antisemitischen Kontext.

  49. Ich weiß von dieser gruseligen Szene. Sie erinnert, trotz veränderter historischer Rahmenbedingungen, an die antisemitischen Kampagnen von Teilen der APO ab Ende der 1960er Jahre; diese trugen zu dem Mordattentaten in München 1970 und dem durch Zufall gescheiterten Bombenattentat auf die Berliner Synagoge im Jahr 1972 (s. das Buch von Wolfgang Kraushaar; s. vertiefend auch: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13309)
    Die gezielte Störung eines jüdischen, eines israelischen Konzertes ist in der Tat Teil einer gezielten antisemitischen Kampagne (ok, sie hängt sich ein anderes Mäntelchen um). Sie wird, wenn sie von der Zivilgesellschaft und der demokratischen Öffentlichkeit geduldet wird, unweigerlich dazu führen, dass in Deutschland, in der Öffentlichkeit, keine jüdischen, keine israelischen Kulturereignisse mehr stattfinden können. Sie wird so zu einem Rückzug in die eigenen, kleinen Nischen führen, und danach, zu einer schleichenden Vertreibung vieler Juden aus Deutschland. Es ist eine antisemitische Kampagne, die sehr viel wirkungsvoller und zerstörerischer ist als der rechtsradikale Antisemitismus – so will mir scheinen.

    Um einige Aspekte dieser Kampagne zu konkretisieren: Antisemitische Aktivistinnen wie die selbsternannten Jüdinnen Edith Lutz und Irena Wachendorff (letztere ist eine eher tragische Figur, sie tut mir leid) sind sich noch nicht einmal zu schade, sich in einem wahnhaften Agieren eine jüdische Identität zu fantasieren – s. http://www.juedische-allgemeine.de/article/email/id/8829
    Selbst die winzige „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ – der auch einige vernünftige, integere Leute angehören – rückten von dieser agierenden Antisemitin ab. In diplomatischer Weise schlossen sie sie aus ihrem Arbeitskreis aus. In einem Monitor-Fernsehbericht wurde sie dennoch als „Jüdin“ gefeiert, die an der „Gaza-Flotte“ teilnahm.
    Als der JNF-KKL vor 10 Tagen in Bonn eine Kunstausstellung und Kunstauktion veranstaltete war sie führend (mittels zahlreicher Briefe an Bonner Politiker und Künstler) als Agitatorin gegen dieses israelische Kunstevent beteiligt. Als der Bonner OB bei der Ausstellungseröffnung diese antisemitische, Israel deligitimierende Kampagne ansprach war sie anwesend. Als der OB daraufhin ein persönliches Gespräch mit ihr anbot verließ sie den Saal – ohne sich die Ausstellung auch nur anzuschauen.
    Deshalb mein besorgtes Resümee, aus einer jahrelangen teilnehmenden Beobachtung erwachsen: Der mörderische Antisemitismus wird hierzulande nicht so sehr von Rechtsradikalen und Nazis getragen.

  50. Diese Antisemiten sind doch nur zu Dumm….erinnert mich an einen Vorfall, wo Aktivisten der „Jewish Voice for Peace“ (die meistens aus Nichtjuden besteht) einen Gottesdienst in einer Synsgoge in der USA gestört haben. Die wurden danach auch verhaftet, glaube ich….

  51. unglaublich, was in Deutschland noch möglich ist. Das hat nicht das geringste mit „gewaltlosem Widerstand“ und auch nichts mit Demonstrationsrecht zu tun. Es ist gewaltsamer Hausfriedensbruch.
    Zum Glück gibt es noch eine Mehrheit in Deutschland, die sich der Nazi Verbrechen bewußt sind und die Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten schätzen und unterstützen möchten, wie ich.

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