„Schlagender Offizier“ bestraft

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Oberstleutnant Schalom Eisner, der vor laufenden Kameras am Samstag nahe Jericho mit seinem M-16 Gewehr einem dänischen Aktivisten einen Schlag ins Gesicht versetzt hat, wurde nach Beratungen hoher israelischer Militärs von seinem Amt als stellvertretender Divisionskommandeur entlassen…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 18. April 2012

Generalstabschef Benny Gantz hat gemäß einer Pressemitteilung des Militärsprechers gesagt, dass Eisner „professionell und als Kommandeur“ gescheitert sei.

In der Folge werde Eisner nicht den Posten als stellvertretender Kommandeur der Offiziersschule erhalten, zu dem er ernannt worden war. Ebenso wurde beschlossen, dass Eisner zwei Jahre lang keinen Posten als Befehlshaber einnehmen dürfe.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

6 Kommentare

  1. So Leid mir um Oberstleutnant Eisner auch tut, er hat sich in dieser Situation nicht als der besonnene Soldat gezeigt, der er bisher war. Im Zivilleben mag ein Ausraster, wenn die vorhergehende Provokation gross genug war, zu akzeptieren sein. Aber als Offizier der IDF  muss er sich im Griff haben. Vergleiche mit anderen Berufssoldaten bringen hier gar nichts. 

  2. Was haben diese „FriedensEngel“ eigentlich NICHTgedacht??? Man frage sich kritisch ernsthaft, welche Aufgaben, Funktionen und Befugnisse wohl NICHTisraelische Oberstleutnante in anderen Armeen und Verteidigungskräften der Welt so haben – dänische vielleicht gourmetkochend Desserts verteilen??? Selbst Gardisten des Pontificia Cohors Helvetica würden gegen versuchend fingerbrechnende Aggressoren selbstschützend ihre Hellebarden abwehrend einsetzen!

  3. Was für eine Schweinerei, ohne die IDF wäre Israel schon mehrmals von der Landkarte getilgt worden. Diese Aktivisten verdrehen die Tatsachen, was einen israelischen Soldaten maßlos wütend machen muss. Ein maßlos überzogene Reaktion der entsprechenden Befehlshabenden.

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      Nein, ist es nicht! Egal wie frech, egal wie sehr provozierend dieser Demonstrant auch war, ein Offizier darf in keiner Situation die Nerven verlieren, sich nicht hinreissen lassen.
      So verständlich und nachvollziehbar – für uns Normalbürger – seine Wut womöglich auch immer sein kann, es war ein soganannter „Ausraster“. Jemand dem Leben anvertraut sind, der darf einfach nicht ausrasten, er muss sich bei jeder Anforderung, in jeder Situation unter Kontrolle haben, muss zu jedem Zeitpunkt den Ãœberblick bewahren, er darf einfach nicht die Nerven verlieren, denke ich mal.
       
       

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